Schicksal

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8 Kapitel - 3.270 Wörter - Erstellt von: Gigi - Aktualisiert am: 2015-11-18 - Entwickelt am: - 510 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Zackenstern ist der kühle, noble Anführer des NachtClan und zeigt sich stets als emotionslos. Doch als an einem schicksalshaften Tag plötzlich eine Streunerin im Territorium auftaucht, ahnt er nicht, dass diese Kätzin sein Leben um einiges verändern wird...

Schaut auch mal bei meiner anderen FanFiction Blitzpfotes Abenteuer vorbei, okay?

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    Die Hierarchie der Katzen

    Der NachtClan


    Anführer: ZACKENSTERN - großer, tiefschwarzer Kater mit dunkelblauen Augen

    Zweiter Anführer: FLAMMENASCHE - feuerroter Kater mit goldbraunen Augen

    Heiler: GÄNSESCHREI - cremefarbener Kater mit hellgelben Pfoten und grünen Augen

    Krieger: SILBERDUFT - silberne Kätzin mit dunkleren Flecken und eisblauen Augen

    DUNKELLICHT - schwarzer Kater mit weißen Ohren, Pfoten und Bauch

    HOFFNUNGSGLUT - hellbraun getigerte Kätzin mit weißen Pfoten und gelben Augen

    GIPFELFALL - hellgrau-weiß gefleckter Kater mit grünen Augen

    DISTELWOLKE - schneeweiße Kätzin mit braunen Augen

    WINDRUF - dunkelgrauer Kater mit Bernsteinaugen

    SANDREGEN - goldbraune Kätzin mit schwarzen Streifen und blaugrauen Augen

    WASSERWIRBEL - blaugrauer Kater mit grauen Augen

    FARBENHONIG - hellgelbe Kätzin mit türkisen Augen und roten Ohren

    Schüler: KLETTERPFOTE - dunkelbraun getigerter Kater mit gelben Augen

    HELLPFOTE - kleine, cremefarbene Kätzin mit indigo glänzenden Augen

    SCHLANGENPFOTE - roter Kater mit einem schwarzen Aalstrich und einem gelben Bauch

    Königinnen: FLECKENSEE - Schilpattkatze mit grünen Augen; Mutter von BROMBEERJUNGES und STURMJUNGES

    WIESELSPRUNG - schwarz-weiß gefleckte Kätzin mit gelben Augen

    Älteste: FERNSCHALL - hellgrauer Kater mit zerzausten Fell

    ERDBEERFLECK - dunkelrote Kätzin mit schwarzen, weißen und gelben Tupfen

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    TagesClan


    Anführerin: SCHAUERSTERN - blaugraue Kätzin mit einem gelben und einem grauen Auge

    Zweiter Anführer: WISPERWIND - hellgrauer Kater mit weißem Bauch

    Heilerin: HECKENFLUG - kleine, weiße Kätzin mit braunen Flecken; Mentorin von HUMMELPFOTE - dunkelgrauer Kater mit weißen Streifen uns braunen Augen

    Krieger: PLÄTSCHERSEE - rot-weiß gescheckte Kätzin mit gelben Augen

    WIESENJAGD - schwarz-weiß getigerter Kater

    BIENENSTREIF - sandgelbe Kätzin mit kaum sichtbaren, dunkleren Streifen

    REIHERSTURM - weißer Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    AHORNLICHT - feuerrote Kätzin mit goldenen Augen

    HIMMELJÄGER - sturmgrauer Kater mit eisblauen Augen

    ECHSENFUß - schwarze Kätzin mit gelben Tupfen und grauen Augen

    FROSTFLAMME - roter Kater mit eisblauen Augen

    APFELDUFT - schilpattfarbene Kätzin mit grünen Augen

    SEESTROM - weißer Kater mit blaugrau getigerten Flecken

    FALKENFLÜGEL - dunkelbraun getigerte Kätzin mit grünen Augen

    Schüler: QUALMPFOTE - muskulöser, hellgrauer Kater mit gelben Augen

    BLÜTENPFOTE - Schilpattkätzin mit blauen Augen

    KRÄHENPFOTE - tiefschwarzer, grünäugiger Kater

    SONNENUNTERGANGSPFOTE - goldene Kätzin mit hellroten Flecken

    STREIFENPFOTE - gelb gestreifter, zierlicher Kater mit grünen Augen

    Königinnen: HERZENSFLAMME - dunkelrote Kätzin mit weißen Bauch; Mutter von LARVENJUNGES, SPRINGJUNGES und KIRSCHJUNGES

    UNKENWOLKE - dunkelbraun getigert mit schwarzen Flecken; Mutter von KASTANIENJUNGES und EISJUNGES

    Älteste: STEINBLÜTE - dunkelgraue Kätzin mit braunen Augen

    TRAUERZUG - sehr hellgrauer, blinder Kater mit ein paar weißen Stellen

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    Angriiiiff! Oder auch nicht?

    Ein riesiger, schwarzer Kater tappte an einer Klippe entlang und gab dann den Katzen hinter sich mit dem Schwanz ein kurzes Zeichen. Zwei von ihnen nickten und stürmten dann über einen Baumstamm, welcher direkt über die Klippe führte. Als die beiden drüben waren und dem schwarzen Kater bestimmt zunickten, kletterte auch er mit den anderen Katzen hinüber. „Die werden sich noch wundern, was Zackenstern?", flüsterte ein dunkelgrauer Kater worauf der Schwarze, anscheinend Zackenstern, nur kapp nickte. „Ha...! Den Wasserfall haben diese Mäusehirne einfach für sich beansprucht! Die werden unsere Rache zu spüren be-", jaulte der Dunkelgraue nun fast, worauf er von seinen Clankameraden mit einem langgezogenen 'Psst.' unterbrochen wurde und von seinem Anführer einen eiskalten, grausigen Blick ertragen musste. „Bin ja schon ruhig.", murmelte er kleinlaut und zog den Schwanz ein. Zackensterns durchdringender Blick ruhte noch eine Weile auf ihm, dann trabte er mit seiner Gruppe weiter, direkt auf eine riesige Wiese zu. Schließlich marschierten die Katzen mitten in eine, von Dornenbüschen umgebene Kuhle ein, in der weitere Katzen waren, die sie zuerst überrascht, dann feindselig anblickten. „Ich möchte mit Schauerstern sprechen.", antwortete Zackenstern monoton, als er von einem hellgrauen Kater relativ freundlich danach gefragt wurde. Dieser nickte und lief mit Zackenstern auf einen alten Fuchsbau zu, aus dem gerade eine blaugraue Kätzin kam. „Schauerstern.", miaute der schwarze Kater und neigte kurz den Kopf. „Sei gegrüßt, Zackenstern. Ich würde zu gern wissen, was ihr hier in unserem Lager sucht.", meinte Schauerstern und blickte ihn mit schief gelegenen Kopf an. Zackenstern erwiederte den Blick, jedoch fiel emotionsloser und monotonierte (Gibt's das Wort? xD Wenn nein, gibt es das ab jetzt. xD) dann: „Der Wasserfall und die daran grenzenden Felsen gehören jetzt uns." „Was!", schockiert schaute die Blaugraue ihn an und knurrte dann: „Dann müsst ihr zuerst gegen uns kämpfen! Und so wenige, wie ihr seid..."
    „Du weißt genau, dass man uns trotz unserer geringen Anzahl nicht unterschätzen sollte."
    „Ja, das weiß ich! Aber trotzdem werde ich mir nicht einfach den Wasserfall von euch wegnehmen lassen! Greift an, TagesClan!", jaulte sie. „NachtClan, Angriff!", rief auch Zackenstern, doch bevor sich die Katzen gegenseitig zerfleischen konnten, ließ ein Rufen alle aufhorchen: „Halt! Das geht doch auch ohne Streit!" Eine hellgelbe Kätzin kam auf einmal ins Lager getappt und blickte alle Anwesenden ernst an. Dann begann sie mit einem nicht enden wollenden Redeschwall: „Also ich finde das wirklich sehr kindisch von euch! Wie alt seid ihr? Bestimmt älter als ich, ihr alten Knacker! Und trotzdem prügelt ihr euch wegen jeder Kleinigkeit? Ja, okay, Wasserfälle sind hübsch, aber es gibt doch echt auch noch andere hübsche Dinge im Leben! Schmetterlinge, Blumen, Regenbögen, rosa Wolken, den Vollmond, glitzernde Seen... Aber ich schweife ab. Das Wesentliche ist doch, dass es völlig unnötig ist, sich wegen Wasser zu kloppen, dass irgendwo hinunter fällt! So einen Wasserfall kann man sich auch selbst bauen, hab ich schon mal gemacht. Da konnte man sich prima an heißen Tagen abkühlen, echt! Oder ist es wegen der Beute? Na dann versteh' ich euch natürlich, weil Beute ja sowas von an Wasserfällen wohnt! Hm, ja, würde mir auch gut dort gefallen, da es Nachts bestimmt super leise ist und man bestimmt noch besser schlafen kann, da tausende Tonnen Wasser, die irgendwo runterfallen ja überhaupt keinen Lärm machen! Ich hoffe, ihr seid wenigstens nicht so blöd und habt den Sarkasmus aus meiner Stimme herausgehört, den ich, wie ich finde, ziemlich gut betont habe. Aber Eigenlob stinkt. Und außerdem..." Bla bla bla. So schien es noch ewig weiter zu gehen und obwohl die Katzen manche Wörter nicht kannten, die die junge Kätzin verwendete, schauten sie die Hellgelbe mit offenen Mäulern an, als diese endlich endete. „W-wenn ich's mir so überlege, könnt ihr den Wasserfall ruhig haben, Zackenstern.", fand Schauerstern nach einer Weile als erste die Worte wieder. Zackenstern wollte erst verneinen, da er den Wasserfall nun auch ziemlich nutzlos fand, sagte aber dann doch ja.„Vielen Dank, Schauerstern...", murmelte er nur, verließ den Platz schließlich mit seinen Katzen wieder und zog die anscheinenden Streunerin unauffällig mit. Als die Gruppe sich ein wenig von der Kuhle entfernt hatte, wandte Zackenstern sich an die Kätzin. „Danke. Wie ist dein Name?" „Danke? Wofür? Das ich euch über die Unnötigkeit Wasserfälle aufgeklärt habe? Nun, gern geschehen, sage ich mal! Ich bin Maya, schön, dich kennen zu lernen und wie heißt du?" Zackenstern seufzte, schloss die Augen und spielte noch einmal mit seinem Gedanken, dann stand sein Entschluss fest und er öffnete sie wieder. „Ich trage den Namen Zackenstern. Hast du Interesse, dich dem NachtClan anzuschließen?" Maya bekam große Augen und legte den Kopf leicht schief. „Naja, ich hab zwar keinen blassen Schimmer, was das ist, aber klar! Warum nicht? Irgendjemand muss doch mal Ordnung in das Ding bringen, hm?" „Gut.", seufzte Zackenstern leicht gereizt, versuchte sich aber nichts anmerken zu lassen.

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    Eine Streunerin im Clanleben

    Entsetzt blickte Dunkellicht seinen Anführer an, als dieser erklärte, was er mit der jungen Streunerin vor hatte. Klar, sie war redegewandt und könnte eventuell nützlich sein, aber trotzdem! Dunkellicht räusperte sich laut und blickte Zackenstern ernst an. „Ich finde es unverantwortlich von dir, sie aufzunehmen! Sie ist und bleibt eine Streunerin. Wie sollen wir den dastehen, wenn wir so eine in den Clan nehmen?", äußerte er sich wütend. Zackenstern kniff die Augen zusammen und wollte gerade etwas sagen, als er unterbrochen wurde: „Pah! Du unterschätzt mich, Fischkopf! Komm doch, kämpfe gegen mich! Dann werden wir ja sehen, ob 'so eine' vielleicht doch nicht so fischköpfig ist, wie du denkst, Fischkopf!", forderte Maya ihn heraus, hüpfte von dem Hochast und hüpfte seltsam herum. ~Lächerlich.~, dachte Dunkellicht, schnaubte verächtlich und trat gelassen auf die Streunerin zu. „Ich werde versuchen, dir nicht zu sehr wehzu- Ahhh, hey!", schrie er als sich die Kätzin sich wie ein wildes Tier und völlig unberechenbar auf ihn stürzte und ihn zu Boden drückte. „Na, was sagst du jetzt, fischköpfiger Fischkopf!", keuchte sie, ließ aber den Griff nicht locker. Dunkellicht musterte sie nur kühl und lachte sich dann in Gedanken ins Pfötchen. ~Dummes Kätzchen... Das sie denkt, dass ich mich so schnell geschlagen gebe!~ Mit diesen Worten trat er ihr so kräftig in den Bauch, das Maya zurück taumelte und gegen einen Baum krachte. Gelangweilt wollte Dunkellicht sich abwenden, als die gelbe Kätzin, ziemlich geschwächt nach vorn rannte, ihm eine Menge schlechter Wörter ins Gesicht schleuderte, die vor allem aus 'Fischkopf' bestanden und sich dann wütend auf ihn schmiss. Dunkellicht wollte sie genervt abschütteln, da er wirklich genug von der Kleinen hatte, was ihm aber nicht so einfach gelang. Maya schien sich regelrecht in ihm festgebissen zu haben, jedenfalls fühlte es sich für Dunkellicht so an. „Ah... Anhänglich wie eine Klette!", fluchte der Kater, worauf Maya nur mit fremden Fell im Mund entgegnete: „Halt dein Fischmaul, Fischkopf!" Dunkellicht versuchte dies gelassen zu nehmen und blickte dann zu Zackenstern hoch, der während des ganzen Kampfes noch keine Miene verzogen hatte. „Kannst du vielleicht mal das Anhängsel hier von mir runternehmen?" Zackensterns Gesichtszüge blieben hart. „Also gibst du auf?" „Ja! Ähm, ich meine nein!"
    „Dann kämpft ihr weiter."
    „Genau, Fischkopf! Sei kein Hasenfuß!", mischte sich nun auch Maya ein.
    „Wie soll ich mit ihr kämpfen, wenn sie mir auf dem Buckel hockt?"
    „Lass dir was einfallen.", entgegnete Zackenstern nur und fauchte leise. Dunkellicht seufzte und murmelte: „Nun gut, Miezi! Jetzt ist Schluss mit den Kinderstubenspielchen!" Dann sammelte er all seine Kraft und rollte herum, sodass er nun auf der Kätzin lag. „Manno, es war gerade so lustig.", maulte die Gelbe und stieß Dunkellicht mit den Hinterbeinen von sich weg. „Also beenden wi es schnell!", lachte sie, kletterte auf einen der Äste und sprang von da aus auf Dunkellicht, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatte. Mit voller Wucht donnerte Maya ihm die Pfote an den Kopf, was ihn erstmal ins Land der Träume schickte.

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    Die Kunst

    Eine kleine cremefarbene Kätzin kam hervor geeilt und blickte Maya bewundernd an, weshalb sie stolz den Kopf hob. „W-wow... Ich habe noch nie jemanden gesehen, der meinen Mentor besiegt! Wie hast du das gemacht?" Maya überlegte scharf, wie sie es am elegantesten klingen lassen könnte und nicht sagen müsste, dass sie einfach drauf los gerannt ist. Maya räusperte sich. „Hierbei habe ich eine besondere Kampfkunst angewandt, die sich 'Gezielter Kopfschlag' nennt, angewendet.", erfand sie und grinste. Die Cremefarbene kniff die Augen zusammen und legte den Kopf schief. „Kunst? Was ist... Kunst?" Maya wusste schon, dass diese Frage kommen würde. Diese unzivilisierten Katzen waren einfach nicht auf dem neusten Stand der Dinge! Jedoch wusste Maya auch nicht genau, wie sie 'Kunst' erklären konnte. „Also... Ähm...", druckste sie herum. „Kunst kann verschiedene Formen haben. Kampfkunst ist eine besondere Technik im Kampf. Aber es gibt auch andere Kunst. Wenn du zum Beispiel etwas mit deinen Krallen in die Erde ritzt, kann man das auch als Kunst bezeichnen. Aber solche Kunst ist sehr vielfältig, man könnte genauso gut ein Bild aus bunten Blumen legen, dass wäre dann auch Kunst!", erklärte Maya dann so gut es ging. „Also ich finde Kampfkunst gut. Ist nicht so langweilig, wie die andere Kunst.", schnaubte die cremefarbene Kätzin. Ein feuerroter Kater gleichen Alters trat vor und meinte kopfschüttelnd: „Wahre Kunst ist entspannend und für die Ewigkeit. Wenn eine Katze stirbt und sie ihre Kampfkunst nicht weitergegeben hat, ist diese für immer verloren. Wenn die Katze jedoch ein Werk aus Steinen gelegt hat, bleibt dieser für immer bestehen."
    „Ach Quatsch! Mit der wirklichen Kampfkunst kann man ein paar Steine locker zu Fall bringen!"
    Zackenstern wurde es anscheinend zu bunt, denn der Anführer sprang vom Ast und warf beiden einen eisigen Blick zu, was für sofortiges Schweigen sorgte. „Entschuldige Hellpfote und Schlangenpfote bitte. Die zwei sind Schüler und noch sehr unreif.", meinte Zackenstern, worauf Hellpfote kurz und leise fauchte. „Ach, wir waren doch alle mal so, oder?", fragte Maya nervös. Zackenstern musterte sie kurz, nickte dann knapp und ging in eine Wurzelhöhle, die ihm anscheinend als Bau diente. „Von nun an heißt du Farbenhonig.", murmelte er nur kurz. Damit schien die Versammlung wohl beendet zu sein. Völlig verwirrt fragte Maya sich, ob sie wohl mit diesem seltsamen Namen gemeint war. Wahrscheinlich, denn auf einmal wurde sie von hinten angesprochen. „Ähm... Willkommen, Farbenhonig. Ich heiße Hoffnungsglut und wollte fragen, ob ich dir vielleicht den Kriegerbau zeigen soll.", fragte eine hellbraun getigerte Kätzin zögerlich. „Klar.", antwortete Maya freundlich. „Wenn du mir erklärst, was ein Kriegerbau ist."

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    ?

    Eine blaugraue Kätzin stand auf einem Felsen welcher über eine Klippe hinausragte. Der Wind bließ durch ihr Fell und zerzauste es. „Und du bist sicher, dass ich es tun soll?", fragte sie erneut und starrte gedankenverloren in die Ferne.
    „Natürlich. Sag mir, was dich zweifeln lässt."
    „Es ist nur so, dass..." Die Blaugraue blickte auf den Boden. „Ach egal..."
    „Dann geh! Tu es! Du weißt, was sonst passiert."
    Erschrocken riss die Kätzin die Augen auf und sprang von dem Felsen. „Ich gehe ja schon... Aber bitte... Lass Maya in Ruhe!"
    Ein genervtes Stöhnen war zu hören. „Ich lass die Kleine schon in Ruhe, wenn du meine Forderungen erfüllst. Und jetzt hau endlich ab!" Die Kätzin gehorchte und trabte langsam los, bis sie schließlich im dunklen Nadelwald verschwand.

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    Erste Ermittlungen

    „Distelwolke! Nein!" Verschlafen blinzelnd wachte Zackenstern auf und tappte aus seinem Bau und wurde fast von Flammenasche umgerannt. „Distelwolke ist tot.", berichtete er mit leeren Blick. „Was? Wo ist sie?", fuhr der Anführer ihn an. Flammenasche drehte sich um und trottete in Richtung Lagerausgang. Wenige Schwanzlängen außerhalb des Lagers lag eine komplett verstümmelte, weiße Gestalt, die wahrscheinlich einmal die treue Kriegerin Distelwolke war. Zackenstern ließ seinen emotionslosen Blick über die Leiche gleiten: Einzelne Krallen wurden brutal ausgerissen, genauso wie Zähne und ein Ohr, außerdem wurde ihr Bauch aufgeschlitzt und Gedärme überall verteilt. Eine riesige Blutlache beendete das grausige Schauspiel. „Begraben.", lautete der knappe Befehl des Anführers, der sich an seinen Stellvertreter wandte. „Gab es irgendwelche Motive für ihren Mord?"
    Flammenasche schüttelte bedauernd den Kopf. „Nichts. Sie war eine loyale Kriegerin, die jeder irgendwie mochte. Es gab niemanden, der einen so tiefen Hass gegen sie hegte, dass..." Der feuerrote Kater verstummte.
    Plötzlich war ein erschrockener Aufschrei zu hören. Farbenhonig, die Neue, stand fassungslos im Lagerausgang und starrte auf das Blutbad. „W-was ist passiert?", fragte sie stotternd.
    „Siehst du doch.", erwiderte Zackenstern kühl.„Sie wurde ermordet."
    „J-ja, aber von wem?"
    „Woher sollen wir das denn wissen?", fuhr der Schwarze sie jetzt schon merklich gereizt an. „Hey, soll ich helfen, Hinweise zu sammeln und zu ermitteln?"
    Ermitteln... Zackenstern hatte keine Ahnung, was das wieder für ein Streunerwort war. Zum Glück fragte sein Zweiter Anführer zuerst: „Was heißt... Ermitteln?"
    „Mann, wisst ihr Clankatzen den gar nichts?", seufzte Farbenhonig und räusperte sich: „Wenn man ermittelt, bringt man durch geschicktes Nachforschen nach und nach die Wahrheit eines Verbrechens, beispielsweise Mord, Totschlag oder Diebstahl ans Licht. Noch Fragen?"
    Flammenasche blickte auf die Pfoten und schüttelte mit dem Kopf.
    „Gut!", freute sich Farbenhonig. „Ich werde den Fall um die ermordete Kriegerin lösen, so wahr ich Maya, äh, Regenbogenbiene heiße!"
    „Farbenhonig.", korrigierte Zackenstern sie ruhig.
    „Äh, klar. Also... Gab es jemanden, der Distelhimmel abgrundtief gehasst hat?"
    „Distelwolke. Und nein."
    „Oh... Gut... Das... War jetzt eigentlich auch schon mein Plan... Oder, wartet mal! Schaut mal unter Distelwolkes Krallen nach, ob man da fremdes Fell findet!"
    Zackenstern tappte zu der Leiche und nahm betrachtete eine Pfote, deren Krallen noch größtenteils erhalten waren. „Entweder war der Täter sehr sauber, oder man hat Distelwolke aus dem Hinterhalt angegriffen, sodass sie sich nicht so schnell währen konnte.", meinte der Anführer, als er außer Blut nichts an den Krallen fand. Farbenhonig seufzte erneut und setzte sich hin. Eine Weile betrachtete Zackenstern sie, dann blickte er nachdenklich in den Himmel.

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Vindstjarna ( 71572 )
Abgeschickt vor 511 Tagen
Tolle Ff! Bitte schreib weiter