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Blutmond (4) & (5)

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2 Kapitel - 1.487 Wörter - Erstellt von: Elbenzopf - Aktualisiert am: 2015-10-17 - Entwickelt am: - 738 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Wie ihr richtig erkannt habt, gibt es jetzt gleich zwei Teile der Blutmond Geschichte.

1
Blutmond (4)

Ich hörte meine eigenen Schreie und alles um mich wurde wieder rot. Blutrot…
Langsam und unter Anstrengung öffnete ich meine Augen. Einatmen, ausatmen. Vorsichtig erhob ich mich und sah mich um. Mir fiel plötzlich alles wieder ein und ich schaute den Jungen an. Eine Welle der Erleichterung überflutete mich, als ich bemerkte wie sein Brustkorb sich langsam auf und ab senkte. Ich kroch zu ihm um rüttelte ihn leicht an der Schulter. Er bewegte sich und schlug langsam seine Augen auf. Von dem Augenblick an war ich wie gefangen. Seine Augen, waren so außergewöhnlich und so wunderschön. Seine Pupille war nicht schwarz sondern glänzte tiefblau, während die goldene Farbe der Iris zum Rand in ein stechendes Rot überging. Das war doch nicht möglich! Ich schüttelte den Kopf und sah genauer hin. Doch die großen Augen bleiben unverändert und schauten mich an. „Bin ich tot?“ fragte der Junge mit einer unerwartet tiefen Stimme. Wider schüttelte ich den Kopf und brachte ein kleines Lächeln zustande. Er erwiderte das Lächeln und sah ich um. Ich nutze die Chance und betrachtete ihn genauer. Er hatte rotbraune Haare und war viel zu dünn, sodass sich seine Rippen deutlich abzeichneten. Er schaute sich neugierig um und stand auf. „Hey wo geht´s du hin?“ rief ich und lief ihm hinterher. Als würde er mich jetzt bemerkten, sah er mich verwundert an. „Was machst du überhaupt hier und wer bist du?“ fragte er freundlich. „Also, das ist eine lange Geschichte.“ Wir setzten uns und ich begann alles zu erzählen. „Und so sind wir hier gelandet. Ich heiße übrigens Kalya.“ Er schüttelte meine ausgestreckte Hand. „Freut mich, Kalya. Ich bin Trion. Die Gestalten die du erwähnt hast waren einmal mein Clan. Jedes Jahr zu selben Zeit opfern sie ihr schwächstes Mitglied an den Mond. Wir waren von dem Mond abhängig. Tagsüber lebten wir unter der Erde und nur nachts wenn der Mond schien gingen wir raus. Der Mond ließ unser Getreide wachsen und versorgte uns mit genügend Licht. Über die Generationen haben sich alle an die Nacht angepasst. Größere Augen, blassere Hautfarbe und ausgeblichene Haare. Nur ich stach heraus. Ich war ein Außenseiter. Ich kann von Glück reden, dass ich hier bin. Wäre ich doch nur auf dem Weg hier hoch gestorben.“ Tränen liefen über seine blassen Wangen. Auch mir stiegen Tränen in die Augen. Ich rutschte zu ihm und schlang meine Arme um seine Brust. „Alles was passiert ist vorherbestimmt. Dass du lebst ist ein Wunder und du solltest die Chance nutzen um etwas Neues anzufangen.“ Flüsterte ich. Hinter uns raschelte etwas und mit Gebrüll kamen schrecklich aussehende Kreaturen aus dem Boden geschossen. Sie schrien und brüllten sodass ihre Speicheltropfen umher flogen. Bevor Trion und ich uns aufrappeln und fliehen konnten, hatten sie uns schon gepackt und in einen schleimigen grünen Sack gesteckt. Der Gestank brachte uns fast um und das Aussehen dieser Kreaturen machte es nicht besser. Sie hatten platte Köpfe mit wulstigen Nasen, die ihnen über ihre fauligen Münder hingen. Ihre Gliedmaßen waren klein und dick und sie besaßen fleischige, lange Schwänze die auf dem Boden schliffen und eine Spur aus rosigen Hautfetzen hinterließen. Ich wandte mich ab und würgte, doch mein Magen war leer. Nach einer folterähnlichen Reise in diesen stickigen, verwesten Beuteln wurden wir ausgekippt und fielen in einen Käfig aus Lianen die sich unter unserem Gewicht zusammenzogen, sodass kein Blatt mehr zwischen uns gepasst hätte. So hingen Trion und ich über einem pechschwarzen Abgrund aus dem gelegentlich grüne Dämpfe aufstiegen. „Jetzt bloß nicht den Kopf verlieren.“ Murmelte ich und Trion drückte meine Hand. So verharrten wir, was blieb uns auch anderes übrig? Ein leises Wimmern schreckte uns auf. In einem Käfig auf unserer Höhe lag ein weißes Fellknäuel mit roten Streifen. Einzelne Tropfen roter Flüssigkeit fielen in den Abgrund und entlockt ihm ein drohendes Grummeln. „Hey….Pst! Du da! Hallo!“ Ich unterdrückte den Impuls laut zu rufen, aber das Wesen hatte mich bemerkt. Es hob den Kopf und sah uns an…

Kommentare (13)

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Elbenzopf (35644)
vor 653 Tagen
Nochmals Danke Fulminchen^^
Ich danke auch den Ents :)))
Fulmina (99408)
vor 655 Tagen
Suuuuupeeer, Geschichte, Zöpfchen!
Ents (88017)
vor 665 Tagen
Sehr schöne und spannende Geschichten. Du schreibst sehr fesselnd.
Viel Spaß bei deinen nächsten Geschichten
Elbenzopf (24962)
vor 704 Tagen
Danke für die lieben Kommentare! ^^
Es freut mich sehr wenn es euch gefällt *u*
Lonukira (21747)
vor 715 Tagen
Danke für das fantastische Ende!
Elbenzopf (41320)
vor 786 Tagen
Das freut mich total ^^
Bin schon dabei weiterzuschreiben :)
Elbenzopf (41320)
vor 786 Tagen
Danke
Lonukira (87445)
vor 786 Tagen
So spannend! Mach bald weiter!
DarthWorp (32778)
vor 786 Tagen
Spannend!
Elbenzopf (31852)
vor 798 Tagen
@ Lonukira und @Jolanda
Danke schön :) Das freut mich wirklich zu hören!!
Am Sonntag schreib ich weiter ^^
LG Elbenzopf
Elbenzopf (68775)
vor 805 Tagen
Wenn du noch Ideen hast wie es weitergehen kann
Dann kannst du sie mir auch gerne schreiben ^^
L
Elbenzopf (29488)
vor 805 Tagen
Dankeeee Ahsoka
Ahsoka (37371)
vor 805 Tagen
Es war echt gut :) Bestimmt wird was daraus. Ich habe auch den ersten Blutmond meines Lebens gesehen und war total fasziniert. Bitte schreib weiter!