Das Spiel von Schatten und Licht - Hobbit Fanfiktion Teil 2 und 3

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2 Kapitel - 1.504 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2015-10-16 - Entwickelt am: - 907 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ich entschuldige mich erst mal dafür, dass ich alles so knapp gehalten habe. Die nächsten Teile werden spannender.

    1
    Es war bereits spät in der Nacht. Wir hatten uns alle noch ein wenig unterhalten, aber nun war es ruhiger geworden. Die Zwerge versammelten sich um den Kamin herum und stimmten das Lied der Nebelberge an. Eine Weile lang hörte ich dem Gesang zu, doch bevor er endete, ging ich unauffällig nach draußen und setzte mich auf die Bank. Ich hing bloß meinen Gedanken nach...
    A, meleth nín, û naed hathog hûn nín. A trehil ialad iân uir triwilith nín. Kûr yam si tân yam ar sibiyê? An kakizi ni adâlimê. Hae ephadron ther i thaur, am na Han ú an. Kûr yam si tân ya, an kakiziad. *

    Seine Sicht:
    Elariel ist so in ihr Lied vertieft, dass sie nicht merkt, wie ich mich zu ihr geselle. Leise spreche ich den Vers zuende: "und die Quellen der Berge Speien Gold in die Flüsse und Seen."
    Sie dreht sich um und flüstert überrascht meinen Namen.
    "Darf ich mich zu Euch setzen? ", frage ich.
    "Natürlich." Ihre Stimme ist kühl. Ich sehe sie verwundert an, als ich mich neben sie setze.
    "Warum singt Ihr die Prophezeiung?"
    Elariel grinst aber sieht weiter zu den Sternen. "Ich finde sie den Umständen entsprechend sehr passend."
    "Kaum jemand erinnert sich an die alten Worte. Aber Ihr erinnert Euch an das Lied."

    Leahs Sicht:
    Ich konnte nicht entscheiden, ob dies eine Frage oder eine Feststellung war. "Weshalb sollte ich sie vergessen? Ihr wart es doch, der mir diese Worte beigebracht hat."
    Er nickte bloß und für einige Minuten saßen wir einfach schweigend da. Schließlich seufzte er traurig.
    "Es tut mir leid."
    Ich war verwirrt.
    "Was tut Euch leid?"
    "Dass ich damals weggegangen bin. Ihr habt mir das Leben gerettet und ich habe Euch einfach im Abgrund liegen lassen. Ich hätte dableiben sollen, mich vergewissern, dass Ihr wirklich tot wart, ich-"
    Ich unterbrach ihn und schüttelte den Kopf. "Es muss Euch nicht leid tun. Niemand konnte mehr klar denken, alle waren in Panik. Es war das Wichtigste, Euer Volk in Sicherheit zu bringen, und das habt Ihr getan. Ich verstehe das und mache Euch keine Vorwürfe." "Ihr solltet mir aber welche machen. Ihr wärt beinahe getötet worden, bei Eurem Versuch, mich zu retten. Ich hätte wenigstens-"
    Er stockte kurz. Dann nahm er meine Hand in seine und sah mir tief in die Augen.
    "Die ganze Zeit über habe ich mir gewünscht, dass Ihr am Leben seid und ich Euch dies sagen kann: Hätte ich gewusst, dass Ihr lebtet, wäre ich bei Euch geblieben, hätte Eure Wunden versorgt, Euch in Sicherheit gebracht."
    Sein Blick war so gequält, wie ich ihn noch nie gesehen hatte. Ich sah ihn mitfühlend an. Schließlich gab ich mir einen Ruck und drückte ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange.
    "Ich weiß.", flüsterte ich.
    Dann stand ich auf und ging rein ohne zurückzublicken.

    *Ich werde über den Wald hinaus gehen, wo die Welt verschwindet und das weiße Licht der Ewigkeit die Luft erfüllt.
    (Grobe Übersetzung)

    2
    Am nächsten Morgen machten wir uns zum Aufbruch bereit. Ich trug ein dunkelrotes Hemd, eine braune Hose und Lederstiefel. Dazu legte ich eine leichte, lederne Rüstung an, um meine Schultern lag ein einfacher Umhang. Auf dem Rücken ruhte mein Langbogen, an meinem Gürtel hing ein Elbenschwert. Es war sehr schönes Wetter, als Bilbo plötzlich angerannt kam und sagte, dass er den Vertrag unterschrieben habe. Nun konnte die Reise wahrhaftig beginnen. Während wir ritten, kam ich mit Bilbo ins Gespräch.
    "Du hast dich also doch entschlossen, die Gemeinschaft zu begleiten." "Ja. Meine Tuk-Seite hat sich anscheinend doch durchgesetzt.", meinte er halb verärgert, halb lächelnd. "Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass du uns begleitest. Du wirst es nicht bereuen.", sagte ich und ritt nach vorne zu Thorin. "Welchem Weg plant Ihr zu folgen? ", fragte ich. "Wir werden nordöstlich reiten und über die Ered Mithrin nördlich am Düsterwald vorbei zum Erebor." Ich sah ihn kritisch an. "Haltet Ihr es für klug, durch die Ered Mithrin zu reisen? Sie werden von Orks heimgesucht. Wir sollten südöstlich nach Imladris und von dort aus zum Carrock. Die Adler Schulden mir noch einen Gefallen." Doch Thorin lehnte meinen Vorschlag mehr oder weniger freundlich ab.
    Warum ist sein Hass auf die Elben nur so abgrundtief? Schließlich respektiert er auch mich! Zumindest scheint Gandalf meiner Meinung zu sein. Aber der Zauberer verfolgt sicher auch eigene Pläne...

    Wir ritten nun schon einige Tage durch die Gegend. Balin hatte die Geschichte des Kampfes zwischen Thorin und Azog erzählt. Als wir an einem zerstörten Hof rasteten, beschloss ich, mich ein wenig umzusehen. Ich War wohl ziemlich lange weg gewesen, denn als ich zurückging, war es schon dunkel. Plötzlich hörte ich seltsame Geräusche tiefer im Wald. Ich beschloss, dem auf den Grund zu gehen, schließlich wollte ich nicht mitten in der Nacht von Orks überrascht werden. Als ich ein Stück gegangen war, entdeckte ich drei Trolle auf einer Lichtung. Über einem Lagerfeuer drehten zwei von ihnen einen Spieß. Mir stockte der Atem. Auf dem Spieß befanden sich einige Zwerge! Geschockt stützte ich mich an einem Baum ab und überlegte fieberhaft, was ich unternehmen könnte, um ihnen zu helfen. Schließlich schlich ich am Rande der Lichtung entlang und sah wenige Meter entfernt doch tatsächlich die restlichen Zwerge und Bilbo in Säcken liegen. Als Sie mich sahen, verfielen sie in große Freude, was sie unglücklicherweise nicht sehr leise taten.
    "Seid still!", zischte ich ihnen zu und sie verstummten augenblicklich, doch die Trolle hatten die Aufregung bereits bemerkt.
    "Warum seid ihr denn so guter Laune?", fragte einer von ihnen. "Ich glaube, sie können es gar nicht abwarten, gegrillt zu werden.", antwortete der Dümmliche. "Nein.", sagte der Dritte. "Da ist doch was im Busch."
    Der Troll traf es wortwörtlich, denn ich versteckte mich in der Tat in einem Busch. Während der Troll immer näher kam, warf ich Bilbo einen flehenden Blick zu. Dieser rappelte sich so gut es ging auf und rief mit lauter Stimme: "Halt! Ihr macht einen großen Fehler!"
    Der Troll drehte sich zu ihm um.
    "Mit der Zubereitung der Zwerge, meine ich.", fügte der Hobbit schnell hinzu und hatte damit die volle Aufmerksamkeit der Trolle. Ich seufzte leise vor Erleichterung und verschwand lautlos im Wald, während Bilbo die Trolle vollredete. Als daraufhin alle Zwerge behaupteten, die größten Würmer zu haben, lachte ich unwillkürlich auf. Sofort schlug ich mir die Hand vor den Mund, doch glücklicherweise war ich hoch oben in den Bäumen so gut wie unsichtbar. Die Trolle sahen sich suchend um die da hatte ich plötzlich eine Idee. Ich griff mir einige kugelrunde Früchte von einem Ast und begann, die Trolle damit zu bewerfen. Diese beschuldigten sich gegenseitig und vergaßen darüber ihre Mahlzeit und...die Zeit. Gandalf gelang es, sie zu versteinern.

    Ich rannte. Rannte um mein Leben. Hinter uns spürte ich den heißen Atem der Warge, spürte jeden Aufprall der Pranken auf den trockenen Boden. Endloses Flachland. Meine Lungen bebten, meine Beine taten weh, doch ich lief weiter. Sie hatten uns aufgespürt. Als Gandalf stehen blieb, und begann, die Zwerge einen nach dem anderen in eine mir wohlbekannte Höhle zu bugsieren, musste ich trotz der Situation unwillkürlich lächeln. Es würde Thorin nicht gefallen, doch wir hatten keine Wahl. Gemeinsam mit Kili hielt ich die Orks mit dem Bogen auf Distanz, bevor wir schließlich als letzte den anderen folgten. Unten angekommen erntete ich einige bewundernde Blicke. Kurz darauf hörte ich ein Horn und die Laute sterbender Orks.

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