Liebe auf Umwegen II

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2 Kapitel - 3.119 Wörter - Erstellt von: Goldlocke1999 - Aktualisiert am: 2015-10-07 - Entwickelt am: - 573 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier meine Fortsetzung, einfach weil ich meine Geschichten mit euch teilen möchte.

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Am nächsten Tag in der Schule kam Rick lächelnd auf mich zu doch ich lief an ihm vorbei und setzte mich auf meinen Platz. Ich bückte um mich um ein
Am nächsten Tag in der Schule kam Rick lächelnd auf mich zu doch ich lief an ihm vorbei und setzte mich auf meinen Platz. Ich bückte um mich um einen Stift der mir heruntergefallen war aufzuheben. Als ich wieder hochkommen wollte schlug ich mir den Kopf am Tisch an. „Du bist wohl sehr gut im Kopfanschlagen“, grinste mich Rick breit an. „Kann sein aber auch komischerweise nur wenn du in meiner Nähe bist!“, murrte ich. „Warum bist du gestern einfach abgehauen? Mich wundert es, dass du nicht runtergefallen bist. Er hatte nicht mal ein Halfter an.“ Er tat so als würde es ihn nicht interessieren doch ich merkte wie er vor Neugier brannte. „Sowas nennt man Zusammenarbeit. Komisch das davon ein Stallbursche noch nicht gehört hat“, spottete ich. Das hatte getroffen, denn sein Grinsen verflog. Er kniff die Augen zusammen und giftete: „Lieber ein Stallbursche wie eine arrogante Pferdetusse!“ Er ging zu seinen Freunden zurück und wirkte verletzt, trotzdem bemerkte ich, dass er mich den Rest des Tages beobachtete. Und zwar haargenau, so als ob er versuchte jeder meiner Bewegungen genau einzuschätzen.
Mittags im Stall versorgte, trainierte ich Stern und suchte nach Rick, fand ihn aber nicht. Ich fragte seinen Vater der sagte aber, dass Rick mich nicht sehen wolle. So ließ ich das nicht auf mir sitzen. Zum Glück war die Tür zum Gutshaus fast nie abgeschlossen, deshalb ging ich rein und stand in einer rieseigen Eingangshalle. Ich lief staunend hindurch und suchte nach seinem Zimmer. Plötzlich hörte ich laute Musik, die aus einen der zahlreichen Räume kam. Der folgte ich und stand dann wohl im Wohnzimmer. Es lief zufällig mein Lieblingslied worauf ich sofort anfing leise mitzusingen während ich mich im Zimmer etwas umsah. „Hättest du nicht deine Schuhe im Flur ausziehen können? Du trittst Schlamm in den Teppich“, Rick war ins Zimmer gekommen und beobachtete mich. „Tut mir Leid“, antwortete ich schuldbewusst. „Du singst richtig gut“, stellte er fest, „Würdest du noch einmal singen?“, fragte er während er zu einer Kommode ging und sich etwas zu trinken einschenkte. „Oh..ähm..nein ich singe nicht gerne?“, antwortete ich. „Gibt es eigentlich überhaupt etwas, das du nicht gut kannst?“, anscheinend war er neugierig. „Naja..ich habe ein fürchterliches Namensgedächnis“, grinste ich. Rick kam zu mir und hielt mir ein Glas Cola hin. „Nein danke ich werde gleich abgeholt. Ich wollte mich nur entschuldigen, dass ich so gemein zu dir war.“ „Schon in Ordnung. Ich weiß das ich einem manchmal ganz schon auf die Nerven gehen kann“, lachte er. „Nur schade, dass du immer mir auf die Nerven gehst anstatt eine der anderen Mädchen. Die würden sich tierisch über dein Interesse freuen“, sagte ich herablassend. „ du tust es schon wieder“, unterbrach er mich. „Was?“ „Gemein sein“, lächelte er, „Außerdem sind das doch nur oberflächliche Tussen. Die achten nur aufs Aussehen. Aber du schaust unter die Haut. Du schaust ins Herz“, er kam immer näher „ deshalb kommst du so gut mit Tieren aus. Mit allen.“ Er wollte mich offensichtlich küssen doch zum Glück klingelte in dem Moment mein Handy. Mein Vater war endlich da. Zu Rick sagte ich etwas erleichtert: „Ich muss los. Man sieht sich bestimmt.“ Ich lächelte verlegen drehte mich um, ging aus der Tür und stieg zu meinem Vater ins Auto. „Seit wann verstehst du dich denn mit dem Hofjungen so gut?“, war seine Begrüßung. „Dad. Wir gehen nur in dieselbe Klasse. Ich habe ihn nach Hausaufgaben gefragt“, log ich und wir fuhren vom Hof.
Trotz der Entschuldigung und des sogenannten >Fastkusses< ging ich ihm für den Rest der Woche aus dem Weg. Zwischen uns war eine komische Stimmung entstanden die mir nicht gefiel.
Ich nahm das Training mit Sternenwanderer wieder auf und wir gingen auch malwieder auf ein paar Turniere. Und er war jedes Mal da und schaute mir zu. Ich wusste nicht warum aber es gefiel mir. Sehr sogar.
Am Wochenende wollte ich etwas Neues ausprobieren. Ich hatte nämlich entdeckt das es hinter dem Stall von Stern eine belebte Rennbahn gab mit den durchtrainiertesten Rennpferden die ich je gesehen hatte. Stern sprang bis jetzt nur doch das wollte ich ändern. Meine Mutter hatte mir einen Rennsattel von Blace, der Mutter von Stern, zurückgelassen den ich heute mal ausprobieren wollte.
Stern schien zu spüren das heute etwas anderes auf ihn zukam als er erwartet hatte, denn er wieherte mir noch freudiger als sonst zu und seine Augen glitzerten wissbegierig als er mich mit dem Sattel sah.
Wir betraten die Bahn worauf mich alle anschauten wie ein kleines Kind das nicht wusste was es tat. Aber genau das Gegenteil war hier der Fall. Stern stammte zwar von den besten Rennpferden ab die es jemals in der Geschichte des Reitsports gegeben hatte, nur wusste ich es in diesem Moment noch nicht.
Er sah die ganzen Pferde wie sie über den Sand zu fliegen schienen und das glitzern in seinen Augen verstärkte sich noch mehr. Ich konnte unter mir spüren wie der Ehrgeiz an ihm nagte und von seinen Hufen an immer höher zu kriechen schien. Wir drehten drei Runden im Trab um uns aufzuwärmen, dann ging es los.
Vor der Startlinie bremste ich ihn sanft aus, stellte die Steigbügel so kurz es ging und nahm die Zügel an, während er immer erregter wirkte. Um ihn zu erlösen gab ich ihm endlich die Ferse und er preschte los.
Wir überholten gleich drei Pferde auf einmal, die wohl überhaupt nicht registrierten, dass wir schon fast vier Pferdelängen Vorsprung hatten. Bis sie es blickten war es schon zu spät. Ich hatte das Gefühl ich könnte fliegen doch das reichte mir nicht. Mir fielen die Geschichten wieder ein die mir meine Mutter als kleines Kind immer erzählt hatte, von Hercules und seinem fliegenden Pferd, wie er ihm Zauberworte ins Ohr flüsterte um sein graues altes Pferd in einen prächtigen, weißen, geflügelten Hengst zu verwandeln. Das wollte ich jetzt auch. Ich wollte den ersten schwarzen Pegasus erschaffen und mit ihm davon fliegen, also flüsterte ich: „Reise für mich zum nächsten Stern, mein Wanderer“ und es funktionierte. Ich gab ihm den Kopf frei und wir flogen über die Piste, vorbei an den anderen Pferden, hinaus in den Wald.
Wir kamen erst spät in der Nacht wieder zum Hof zurück, doch wir waren immer noch nicht müde.
ich war zu aufgeregt um jetzt nach Hause zu gehen und mich in mein Bett zu kuscheln. Ich rannte wie gestört über die Wiese, auf den Hof an den Ställen vorbei auf das Gutshaus zu. Es war wie erwartet abgeschlossen. Zum Glück wusste ich wo sich Ricks Zimmer befand. Ich sprintete zu der richtigen Stelle, nahm ein Stein und warf ihn gegen bzw. durch das Fenster direkt auf Ricks Dickschädel. Ich hörte ihn fluchen und musste lachen als er jedoch ans Fenster trat war ich wieder ganz ernst.
„Was willst du denn jetzt! Es ist mitten in der Nacht!“, schimpfte er. „Zieh dir etwas an und komm schnell runter ich muss dir etwas zeigen! Schnell!“, meine Stimme zitterte vor Aufregung. In null Komma nichts Stand Rick vor der Tür. Ich packte ihn am Arm und zog ihn den gleichen Weg wie ich gekommen war zurück zu Sterns Stall. Dort stand Stern angebunden und seine Augen glitzerten mehr denn je. Ich hatte sein inneres Feuer entfacht.
„Warst du etwa seit heute Mittag im Gelände?“, fragte Rick müde. Er unterdrückte ein Gähnen. „Ja aber…ach komm einfach. Und schalte bitte die Scheinwerfer der Rennbahn an“, forderte ich ihn auf, schnappte mir Stern und rannte mit ihm im Rücken auf die Rennbahn zu.
Rick stand am Gatter und rieb sich den Schlafsand aus den Augen, während er mir zuschaute.
Ich war inzwischen aufgestiegen und stand wie heute Mittag an der Startlinie. Man konnte Sterns gleichmäßiges Schnauben hören. Ein und aus. Er war klatschnass, der schweiß triefte ihm in unregelmäßigen Abständen von einer seiner unzähligen, zusammengeklebten Mähnensträhnen die er sich aus dem Gesicht zu schütteln versuchte.
„Fertig? Stoppst du die Zeit?“, rief ich Rick zu. Ich konnte nur ein erschöpftes Nicken erkennen doch das genügte mir. Eine kleine Berührung meiner Fersen an seiner Flanke und Stern stürmte los.
Rick war jetzt hellwach. Er stand da und starrte auf seine Stoppuhr.
ich Flüsterte wieder meine Zauberworte und gab Stern den Kopf frei. Es sah so aus als würde er sich gleich überschlagen weil er so schnell war doch von oben fühlte es sich an als würde man zwischen Wolken hindurch fliegen. Seine Mähne kitzelte mich in der Nase. Wir waren frei.
„Ich glaub es nicht!“, war das einzige was Rick herausbekam und das war etwa zehn Minuten lang auch das gleiche was er von sich gab. „Wie lange?“, fragte ich außer Atem. „ fünfundfünfzig Sekunden!“, staunte er, „wie hast du das gemacht?“ „ich weiß es ehrlich nicht“, lachte ich, „ich habe nichts gemacht! Aber stell dir bloß vor was wir mit ihm jetzt alles erreichen können! Er kann ein Champion werden!“, mir traten vor Glück Tränen in die Augen. „Moment. WIR?“ „Ja WIR. Ich möchte, dass wir ein Team werden und Stern trainieren. Also…wenn es für dich in Ordnung ist“, ich schaute ihn schelmisch an und tippte die Spitzen meiner Zeigefinger gegeneinander. „Natürlich ist das in Ordnung für mich!“, freute er sich, hob mich hoch und drehte sich einmal um die eigene Achse worauf ich vor Freude aufschrie.
In dieser Nacht träumte ich von meiner Mutter. Ich saß an einem Strand und schaute in den Sonnenuntergang als plötzlich aus der Sonne das Gesicht meiner Mutter wurde. Sie lächelte mich an und sagte, sie habe eine Überraschung für mich. Sie schaute auf das Meer hinab und ich folgte ihrem Blick. Da kam Stern auf der Gischt getrabt mit Rick auf dem Rücken. Stern wieherte einladend und kam auf mich zu. Rick stieg ab, rannte auf mich zu bis er direkt vor mir stand. Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und drehte sich zu meiner Mutter um die mit einem hallenden Ton flüsterte: „Wenn du blind bleibst, dann verpasst du deine Chance. Nutze sie bevor es zu spät ist.“ Damit war die Sonne wieder Sonne und Rick wandte sich mir wieder zu, legte meinen Kopf zwischen seine Hände und küsste mich energisch. Aber plötzlich fing Stern an zu wiehern und begann mein Lieblingslied zu singen, wodurch ich aufwachte.
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Liebe auf Umwegen II
Liebe auf Umwegen II
Hier meine Fortsetzung, einfach weil ich meine Geschichten mit euch teilen möchte.
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2015-10-06
40A0
Liebesgeschichten

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