Springe zu den Kommentaren

Allein unter Brüdern

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 2.976 Wörter - Erstellt von: Flo - Aktualisiert am: 2015-10-02 - Entwickelt am: - 700 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das ist mein eigenes Buch

1
Achtung:
Morgenmuffel und Lachanfall im Anflug

Ich bin Flora, Flora de Sousa. Aber alle nennen mich „Flo“. Wenn jemand mich Flora nennt, reagiere ich nicht. Meine sechs Brüder Christofer, Daniel, Toby, die Zwillinge Fred und George, Rupert und ich waren, als ich dreizehn Jahre alt war, zwei ganze Monate allein zu Hause. Diese Wochen waren wirklich sehr, sehr chaotisch. Dabei hatte alles so entspannt angefangen! Es war ein Sonntagmorgen. Um genau zu sein der 30.November 1994. Toby, der Streber, und Rupert, der Tollpatsch, stritten sich gerade über Ruperts Essmanieren, die Zwillinge, die Spaßvögel, unterhielten sich über ihre Streiche, Christof aß sein Spiegelei, und ich biss lustlos in mein Käsebrot mit Marmelade. „Morgen, Leute!“ rief jemand. Ich drehte mich um und sah einen fröhlichen Daniel. Er setzt sich neben mich und fragte schmunzelnd: „Na, gut geschlafen Kleine?“ Ich stoß ihm unsanft in die Rippen. Er wusste genau dass ich A) ein Morgenmuffel war und B) den Spitznamen „Kleine“ nicht leiden konnte! „Nenn mich noch ein Mal „Kleine“ und ich schieß dich auf den Mond!“zischte ich. „Uh, ich hab ja solche Angst!“ witzelte er. Ich verdrehte genervt die Augen. Doch da rief Mum fröhlich: „Kinder, hört mir mal zu, bitte!“ Sofort waren alle still „Danke. Euer Vater und ich müssen euch etwas sagen. Wir müssen für zwei Wochen zu eurer Grandma Rose nach Kanada. Ihr geht es nicht sehr gut und da wir sehr viel Vertrauen in euch haben werdet ihr dies Mal keinen Babysitter haben.“ Ich hatte gerade Orangensaft getrunken. Als sie den Satz beendete, spuckte ich (vor Entsetzen) Toby (der gegenüber von mir saß) mitten ins Gesicht und da ich noch nicht runtergeschluckt hatte bekam er einen ordentlichen Schluck Orangensaft ab. „FLO, lass das!“ schrie mein Bruderherz empört. Christof, Daniel und Rupert prusteten los. Man sah ihnen an, dass sie sich zusammen reißen mussten, um nicht laut loszulachen. Ganz anders wie Fred und George. Sie lachten so sehr, dass sie sich den Bauch haltend auf dem Boden kugelten. „ Wenn jetzt einer vorbei kommt, denkt er bestimmt, ihr habt sie nicht mehr alle. Obwohl, so unrecht hätte er da auch nicht!“ sagte ich schmunzelnd. Da lachten die beiden noch mehr. Jetzt fingen auch Mum und Toby an zu lachen. Die acht lachten noch eine Weile. Nach ein paar Minuten hatten sie sich wieder beruhigt. Da fiel mir die „zwei-Wochen-allein-mit-Brüdern-Sache“ ein. „Kann ich nicht mit nach Kanada zu Grandma Rose, bitte!“ flehte ich verzweifelt. Dad war im Bad, um Toby ein Handtuch zu holen. Als er wieder kam, warf er den Zwillingen einen vorwurfsvollen Blick zu, gab Toby das Handtuch und sagte zu mir: „Das geht nicht, Schätzchen. Die Flüge über Weihnachten waren alle ausgebucht. Zumindest in der Nähe. Daher mussten wir einen früheren Flug nehmen. Es war leider nur noch ein Flug frei. Unser Flugzeug wird morgen früh um 10.00 Uhr starten.“ Das konnte doch nicht wahr sein! Das durfte nicht sein! Alle starrten Mum und Dad an. Ich sah meine Brüder an. Sie waren alle so bleich wie ich. Fred und George waren die ersten, die sich wieder fingen. „ Warum habt ihr…“ „es nicht…“ „… früher gesagt?“ fragten sie. Natürlich zogen sie wieder ihre Zwillingsmasche ab. Mum und Dad sahen sich an. Dann sagte sie unsicher: „ Nun, wir haben es vergessen. Ihr wisst doch, es geht in letzter Zeit drunter bei Dad, im Ministerium, es ist kein Zuckerschlecken!“ Ja, meine Mum ist Hausfrau und mein Dad ist Angestellter im Ministerium. „Oh, klar da vergisst man mal kurz, dass man seine Kinder zwei WOCHEN allein lässt und einen Tag vor der Abreise erzählt man es ihnen dann!“ schrie ich empört. Alle sahen mich besorgt an. Ich war aufgesprungen und rannte nun die Treppe hoch. Wir wohnen in einem riesigen, chaotischen Haus mit fünf Stöcken. Es wird nur durch Stützen, die man von Baustellen kennt, gehalten. Mein Zimmer ist im vierten Stock. Na gut, es ist nicht „mein Zimmer“. Es gehört Daniel, Rupert und mir. Als ich angekommen war, trat ich die Tür auf und blickte mich um. Der Raum ist rund und durch Trennwände getrennt. Ich schmiss mich auf mein Bett und weinte. Da hörte ich, dass jemand die Treppe hochkam. Die Tür ging auf und Daniel kam herein, setzte sich zu mir aufs Bett und streichelte mir sanft über den Rücken. „Shhh, komm. Dann sind wir eben zwei Wochen allein. Was ist denn so schlimm daran?“fragte er mich beruhigend. „Was so schlimm daran ist? Ganz ehrlich? Das wird bestimmt wieder so sein. Christof wird wieder durchs Haus rennen, ein Gedicht nach dem anderen für Lisa Smith (ein Mädchen, das mit ihm arbeitet) schreiben und jedes einzelne vordichten, Toby wird den ganzen Tag versuchen, Rupert und mir Latein beizubringen, Fred und George werden mir den ganzen Tag jede Menge Streiche spielen und Rupert wird bestimmt wieder den ganzen Tag versuchen mich zu beschützen. Das ist aber peinlich. Wir sind wirklich die einzigen Normalen in diesem Irrenhaus!“ sagte ich trocken. Daniel lachte und meinte: „Ich muss zugeben, da hast du Recht!“ Jetzt musste ich auch lachen. „Na, alles wieder palletti?“ fragte er immer noch lachend. Ich nickte und umarmte ihn. „Ich hab dich lieb!“ flüsterte ich. Er flüsterte grinsend: „Ich hab dich auch lieb, Kleine!“ Nun stieß ich ihn von mir weg, nahm mein Kissen und schlug kräftig zu. Ich schrie glucksend: „ KISSENSCHLACHT!“ Auch Daniel schnappte sich sein Kissen. Nach ein paar Minuten kamen Christof, Fred, George und Rupert ins Zimmer. Als sie sahen, dass wir eine Kissenschlacht ausführten, rief Rupert: „ He, wir wollen auch mitmachen!“ Dann nahmen die vier sich jeweils ein Kissen und so entstand die schönste Kissenschlacht der Welt!

Kommentare (5)

autorenew

Flo (57396)
vor 718 Tagen
Tut mir leid die ersten beiden Nachrichten sind nicht von mir. Ich freue mich wirklich über Kommentare!
Flo (57396)
vor 728 Tagen
Freue mich über Kommentare :)
Flo (61209)
vor 750 Tagen
Und die Namen Rupert und Daniel haben mir einfach gefallen.
Flo (61209)
vor 750 Tagen
Nur die Namen der Zwillinge. Mehr nicht!
Helen (89052)
vor 750 Tagen
Harry Potter-Fan? Ich sag nur: die Zwillinge Fred und George, Rupert und Daniel...