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Sophia "Potter" 12

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8 Kapitel - 4.114 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2015-10-02 - Entwickelt am: - 2.013 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Sophias Sicht:
    Voldemort und ich landeten mitten in einem riesigen Raum. Noch während wir ankamen, ließ er mich los und ich kam feste auf dem Boden auf. Doch ich konnte mich kaum ausruhen, denn er zog mich sofort darauf wieder an meinen Haaren hoch und hielt meinen Kopf so fest, dass ich ihn anschauen musste. „Du wirst es noch bereuen, dass du jemals auf diese dumme Idee kamst, deinem Bruder zu helfen. Niemand, der sich mir in den Weg stellt kommt so leicht davon.“, zischelte er. Dann ließ er mich wieder los, sodass ich erneut auf den Boden fiel. Er zog seinen Zauberstab und ich suchte vergeblich nach meinem. Schließlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich hatte ihn auf den Boden neben mich gelegt, als ich mich neben Harry gekniet hatte. Wie konnte ich nur so dumm sein! Voldemort sah mir belustigt zu und sagte: „Ich glaube, ich kann ja jetzt anfangen oder? Keine Sorge das ist nur der Anfang. Crucio!“ Ich spürte einen unerträglichen Schmerz. Es fühlte sich an, als ob ich alle Möglichkeiten, die es gab, um zu sterben, auf einmal erleben müsste. Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte es endlich auf. „Nun ich möchte dich nicht zu lange auf die Folter spannen... Entweder du darfst das Ganze hier noch fiel öfter erleben oder du schließt dich mir an und hilfst mir, deinen Bruder zu vernichten. Also?“, forderte Voldemort. Ich antwortete mit aller Kraft, die ich noch aufbringen konnte: „Ich werde mich dir niemals anschließen! Ich hasse dich einfach nur und werde alles tun, um gegen dich zu kämpfen!“ „Oh. Dann tut es mir ja „so sehr“ Leid, aber du lässt mir keine Wahl.“, sagte er hämisch grinsend und schon wieder kam dieser schreckliche Schmerz. Dieses Mal war es aber so intensiv, dass ich meine Schreie nicht mehr zurückhalten konnte. Ich schrie aus Leibeskräften.
    Ich war kurz davor, in Ohnmacht zu fallen, als ich wahrnahm, wie zwei Leute den Raum betraten und der Schmerz sofort nachließ. Trotzdem tat mir noch alles weh und ich zitterte am ganzen Körper. Ich hörte Voldemort: „Ah! Narzissa, würdest du unserem neuen Gast bitte irgendein Zimmer zeigen? Ich glaube, sie hat für heute erst einmal genug. Lucius, bring Severus hierher. Vielleicht kann er in dieser Angelegenheit etwas nachhelfen.“ Ich sah zwar nur noch verschwommen, aber trotzdem erkannte ich, wie eine Frau mit blonden Haaren auf mich zukam. Sie half mir auf und führte mich mehrere Treppen hinauf und mehrere Gänge entlang, sodass ich nach kurzer Zeit schon nicht mehr wusste, wo ich mich befand. Langsam kam jedoch mein Sehvermögen wieder, doch ich zitterte immer noch. Schließlich kamen wir in einem Zimmer an und Narzissa drückte mich sachte auf ein Bett. Ich legte mich hin und sie legte eine Decke über mich. Bevor ich in einen tiefen Schlaf glitt hörte ich noch, wie sie sagte: „Das tut mir Leid. Aber keine Sorge. Morgen geht es dir jedenfalls schon wieder gut.“

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    Snapes Sicht:
    Nachdem Dumbledore mir erzählt hatte, was passiert war, konnte ich nur noch in meinem Büro auf und ab gehen. Das war alles meine Schuld! Wenn ich besser auf sie aufgepasst hätte, wäre das nie passiert! Hoffentlich tat ihr der Dunkle Lord nichts zu schlimmes an. Ach, was redete ich denn da! Alles was der Dunkle Lord tat war grausam und schrecklich. Erstrecht wenn es um Menschen ging, die sich ihm widersetzten. Ich konnte nur hoffen, dass Sophia stark genug war, um das zu überleben... Plötzlich leuchtete mein Kamin grün auf und heraus kam zu meiner Verwunderung Lucius Malfoy. „Severus, du musst mitkommen. Der Dunkle Lord will mit dir reden.“ Na toll! Auf den hatte ich ja gerade besondere Lust... Aber vielleicht konnte ich Sophia wenigstens sehen und ihr etwas Mut geben. Also reiste ich mit Lucius zum Dunklen Lord.
    Auf dem Landsitz der Malfoys angekommen, führte mich Lucius auch direkt zu Voldemort und verzog sich schnell ohne einen weiteren Blick zurück aus dem Zimmer. „Ah, Severus! Ich habe dich rufen lassen, da es ein kleines Problem mit deiner Tochter gibt. Sie weigert sich einfach stur, sich mir anzuschließen. Wüsstest du vielleicht einen Weg, wie wir das ändern könnten?“, fragte mich der Dunkle Lord. Ich dachte angestrengt nach. Wie konnte ich Sophia nur aus dieser dummen Lage heraus holen? Da kam mir eine gute Idee, um etwas Zeit herauszuzögern: „Wäre es vielleicht möglich, Herr, dass Ihr mir Zeit bis zum nächsten Jahr gebt? In dieser Zeit könnte ich versuchen, das Mädchen zu überzeugen. Außerdem könnten wir Dumbledore so besser täuschen. Er würde Sophia nie für verdächtig halten. Dafür vertraut er ihr zu sehr. Vielleicht gelingt es mir sogar das Mädchen schon früher zu überreden. Dann könnte sie schon einmal Informationen sammeln, an die ich nicht herankomme. Leider kann ich erst ab Anfang des nächsten Schuljahres Kontakt zu ihr aufnehmen, da sie über die Ferien an einem Ort ist, der selbst mir nicht bekannt ist.“ Der Dunkle Lord dachte einen Augenblick nach. Schließlich sagte er: „Das scheint mir ein guter Plan zu sein, aber wehe, es funktioniert nicht! Du weißt, was sonst passiert... Aber ich denke, deine Tochter sollte wenigstens noch einmal eine Lektion erteilt bekommen, damit sie nicht noch einmal so eine Dummheit begeht wie im Ministerium. Vielleicht ist der Lerneffekt aber größer, wenn du es tust, Severus...“ Damit ging er fort und ich folgte ihm.

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    Sophias Sicht:
    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fragte ich mich, wo ich war, bis mir der ganze gestrige Tag wieder einfiel und ich stöhnte. Gott sei Dank hatte Voldemort meine Okklumentikmauer nicht überwinden können. Nun saß ich auf meinem Bett und dachte nach. Was würde mir hier wohl noch alles passieren? Könnte ich eventuell fliehen? So saß ich dort fast eine Ewigkeit, bis ich auf einmal hörte, wie die Tür aufgeschlossen wurde. Ich machte mich auf alles gefasst, doch war dann doch etwas erstaunt, als ich meinen Vater das Zimmer betreten sah. Er schloss die Tür hinter sich und kam auf mich zu. Er flüsterte über unsere Gedanken zu: „Ist alles in Ordnung mit dir?“ Ich antwortete mit einem stummen Nicken. Er erklärte weiter: „Also... Ich werde dich gleich mit hinaus nehmen und zum Dunklen Lord bringen. Ich werde dir furchtbare Dinge antun müssen, doch danach werde ich dich wieder mit nach Hogwarts nehmen. Ich hol dich hier raus. Das was jetzt kommt tut mir furchtbar Leid.“ Nach einem letzten entschuldigenden Blick setzte er wieder seine Maske auf und ich tat das gleiche. Dann zog er mich an meinem Arm aus dem Zimmer und wieder in die große Halle von gestern. Dort stand schon der Dunkle Lord. Er starrte mich an und ich starrte zurück. Schließlich ließ mich mein Vater einfach los, sodass ich stolperte und hinfiel. Ich wollte gerade wieder aufstehen, als mein Vater mit emotionsloser Stimme sagte: „Spar dir die Mühe! Wenn du dich schon nicht freiwillig dem Dunklen Lord anschließen willst, musst du eben die Konsequenzen zu spüren bekommen.“ Er zog seinen Zauberstab und mich ergriffen die gleichen Schmerzen wie gestern, jedoch waren sie nicht so stark. Ich spürte den prüfenden Blick Voldemorts und sprach über meine Gedanken zu meinem Vater: „Du musst dich mehr anstrengen. Ihm fällt es sonst auf. Keine Sorge. Ich schaff das.“ Augenblicklich wurden die Schmerzen schlimmer. Das hatte allerdings zur Folge, dass ich wieder schreien musste. Trotzdem spürte ich, dass mein Vater noch nicht alles gab. Plötzlich bemerkte ich ein Ziehen in meinem Kopf. Ich wusste, dass Voldemort versuchte, in meinen Kopf einzudringen, doch ich ließ ihn nicht. Es war zwar ein riesiger Aufwand, da ich ja gleichzeitig noch gefoltert wurde, doch ich schaffte es. Schließlich hob Voldemort seine Hand und mein Vater senkte seinen Zauberstab. Voldemort kam auf mich zu und flüsterte: „Gut gekämpft. Du bist stärker als dein Bruder. Ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen. Vielleicht überlegst du dir ja noch einmal deine Meinung...“ Ohne eine Antwort abzuwarten drehte er sich um und sagte zu meinem Vater: „Du kennst deinen Auftrag. Bring sie zu Dumbledore.“ Er nahm mich an meinem Arm und führte mich zum nächstbesten Kamin.
    Als wir endlich in Hogwarts angekommen waren, konnten mich meine Beine einfach nicht mehr tragen. Mein Vater fing mich Gott sei dank auf und trug mich zu dem Bett in seinem Zimmer. Dort legte er mich hin und sagte: „Es tut mir so Leid. Am besten ruhst du dich jetzt aus. Ich werde Dumbledore alles erzählen.“ Er blieb am Bett sitzen und hielt meine zitternde Hand, bis ich eingeschlafen war.

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    Die Ferien verbrachte ich bei den Weasleys. Hermine war auch da, doch trotzdem war die Stimmung bedrückt. Ich hatte meinen Freunden erzählt, was passiert war und in einer Sache waren wir uns nun alle einig. Voldemort war stärker und gefährlicher geworden, als wir dachten. Aber das war nicht das einzige, was die Stimmung so traurig machte. Wir konnten uns alle nur zu genau an Sirius' Tod erinnern. Harry war leider nicht bei uns. Er hatte wieder zu den Dursleys zurück gemusst. Ich hatte Dumbledore gebeten, dass er doch zu uns kommen könnte, aber er hatte nicht mit sich reden lassen. Eines Abends kam Harry dann doch. Die anderen waren schon unten, als ich die Treppe heruntergestürmt kam. Harry sah mich erstaunt an und ich fiel ihm um den Hals. Nach kurzer Verwunderung erwiderte er die Umarmung dann auch. Ich sagte: „Ich habe dich so vermisst.“ Er lächelte: „Ich hab dich auch vermisst. Wie war es denn hier?“ „Es ging, aber es ist nicht das gleiche ohne dich.“ In den letzten Tagen war mir aufgefallen, dass ich noch nie zuvor ohne Harry bei den Weasleys war. Schließlich setzten wir uns zusammen und redeten etwas.
    Als die Schule wieder anfing, wurden uns unsere neuen Lehrer vorgestellt. Professor Slughorn unterrichtete nun Zaubertränke und mein Vater hatte die Stelle für Verteidigung gegen die Dunkeln Künste übernommen, was mich leicht zum Grinsen brachte. Schließlich wusste ich, dass er sich diese Stelle schon seit Jahren haben wollte. Die erste Zaubertrankstunde war gar nicht so schlimm, wie ich zu Beginn gedacht hatte. Harry und ich hatten beide einen perfekten Trank, weshalb Slughorn nicht wusste, wem er die Phiole Felix Felicis geben sollte, bis ich sagte, Harry könnte sie haben. Ich konnte mir selber jeder Zeit etwas davon brauen, wenn ich wollte, doch das würde ich Slughorn niemals so unter die Nase reiben. VgddK bei meinem Vater war auch in Ordnung. Einmal wäre ich nur fast ausgerastet, weil er wieder auf Harry herumhacken musste. Schließlich brachte er das Fass dann doch zum Überlaufen, als er Neville beleidigte, weil der den zauber nicht hinbekam: „Hören Sie schon auf! Sie haben das Ganze bestimmt auch nicht auf Anhieb hinbekommen! Neville braucht vielleicht nur etwas mehr Zeit, doch wenn Sie ihn weiter so unter Druck setzen, wir er es nie schaffen!“ Auf einmal war es totenstill in der Klasse. Schließlich sagte mein Vater mit gefährlich ruhiger Stimme: „Miss Potter, ich denke es macht ihnen dann sicher nichts aus, hier gleich alles aufzuräumen.“ Damit drehte er sich um und maulte die anderen Schüler an, sie sollten weitermachen. Mir war das egal. Ich wusste, dass er nicht wirklich sauer war. Dann benahm er sich anders. Aus einer Ecke hörte ich ein Gekicher und drehte mich um. Dort standen Draco und seine Freunde und schienen sich über mich lustig zu machen. Bei den anderen war es mir ja egal, doch dass Draco so gemein war, verletzte mich. Egal was ich den anderen erzählt hatte. Ich vermisste ihn immer noch und wusste nicht, wieso ich ihn nicht einfach loslassen konnte. Darüber nachzudenken brachte nun auch nichts! Ich verdrängte den Gedanken weitestgehend aus meinem Kopf und machte weiter. Nach dem Unterricht räumte ich auf und traf beim Verlassen des Raumes auf Neville. „Was machst du denn noch hier, Neville?“, fragte ich. Er antwortete: „Ich wollte mich bei dir bedanken. Also für deine Hilfe eben.“ „Das war doch kein Problem. Das hättest du sicher auch gemacht.“ Auch wenn ich wusste, dass das zweite gelogen war, lächelte ich ihn freundlich an. Er schaute erst schüchtern zur Seite und küsste mich dann auf die Wange. Dann lief er schnell weg und ließ mich verwundert zurück. Was war das? Hatte das etwas zu bedeuten? Ich wusste es nicht. Aber selbst wenn wusste ich, dass ich Neville nicht in Gefahr bringen wollte. Also redete ich mir fürs erste ein, dass es bloß ein Dankeschön war. Trotzdem ließ mich der Gedanke nicht los, dass so etwas nicht zu Neville passen würde.

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    Ich verbrachte ab sofort auch viel mehr Zeit mit Neville und wir hatten viel Spaß. Immer, wenn es mir gelang, einen Einblick in Voldemorts Geist zu bekommen, berichtete ich sofort meinem Vater davon, der die Informationen an Dumbledore weiterleitete. Harry war nun immer öfter bei Dumbledore. Ich wusste zwar, dass es um die Horkruxe ging, doch ich wusste nicht genau, was es da so groß zu besprechen gab. Das konnte mir aber auch relativ egal sein. Ich hatte schließlich einen anderen Auftrag. Harry fing schon seit Anfang des Jahres an, zu vermuten, dass Draco ein Todesser sei, doch ich konnte das einfach nicht glauben. Natürlich war Draco gemein zu den meisten und seine Eltern waren Todesser, aber Draco war anders. Das wusste ich einfach. Trotzdem musste ich nach einigen Wochen auch zugeben, dass er sich seltsam verhielt. Eines Tages kamen meine Freunde und ich von einem Ausflug nach Hogsmeade zurück, als plötzlich eines der beiden Mädchen vor uns anfing zu schreien und durch die Luft geschleudert wurde. Gott sei Dank kam gerade Hagrid vorbei half uns, sie ins Schloss zu bringen. Dort stellte mein Vater fest, dass das Schmuckstück, das sie laut ihrer Freundin zu Dumbledore bringen wollte, verflucht war. Zuerst war ich geschockt, doch als mein Vater und Harry wieder anfingen, sich zu streiten, konnte ich nicht mehr anders. Ich brüllte die beiden an: „Wieso macht ihr das! Ihr benehmt euch wie kleine Kinder! Ich weiß, dass ihr euch kein bisschen leiden könnt, aber könntet ihr euch nicht wenigstens zusammenreißen, wenn ich dabei bin! Anscheinend ist sogar das zu viel verlangt!“ Damit drehte ich mich um und lief weg. Ich achtete nicht darauf, wo ich hin lief. Ich lief einfach weiter. Schließlich erschien vor mir plötzlich eine Tür in der Wand und ich lief hindurch. Ich landete in einem wundervollen, stillem Wald. Ich setzte mich unter einen Baum und ließ den Tränen freien Lauf. Mir fiel gar nicht auf, dass noch jemand in dem Raum war, bis er sich neben mich setzte. Als ich zur Seite schaute, erblickte ich Neville. Er sagte nicht, sondern legte einfach nur seinen Arm um mich. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und so verweilten wir eine gefühlte Ewigkeit, bis ich mich etwas beruhigt hatte. „Wie hast du mich gefunden?“, fragte ich. Er antwortete mir: „Ich habe dich durch die Gänge laufen sehen und dachte mir, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann bin ich dir bis hierher nachgelaufen. Aber was ist denn überhaupt passiert?“ Ich seufzte: „Das kann ich dir nicht sagen. Ich darf es nicht.“ „Keine Sorge. Ich werde es niemandem verraten. Du kannst mir vertrauen.“ Er hob seine Hand und strich mir meine Haare hinter mein Ohr. „Also gut. Es gibt da etwas, das du wirklich ABSOLUT NIEMANDEM verraten darfst. Verstehst du?“ Er nickte. „Ich bin nicht Harrys Zwillingsschwester. Zumindest nicht direkt. Ich bin seine Halbschwester. Mein Vater ist nicht James Potter...“ Ich sah Neville unsicher an. Was wenn er jetzt nichts mehr mit mir zu tun haben wollte? Aber ich musste es riskieren. Ich wollte ihn nicht anlügen. „Es ist Professor Snape.“, sagte ich nüchtern. Neville sah mich erstaunt an und musterte mich dann. „Du siehst ihm wirklich sehr ähnlich.“ Schließlich hielt es nicht mehr aus: „Willst du denn noch etwas mit mir zu tun haben?“ Er lächelte mich an: „Sophia Lily Potter oder Snape, wie auch immer. Natürlich will ich immer noch etwas mit dir zu tun haben. Du bist das wundervollste Mädchen, das mir je begegnet ist...“ Plötzlich wurde er rot und schaute beschämt zur Seite. Ich musste lächeln. Wenn er sich schämte war er wirklich süß. „Danke, Neville!“ Dann küsste ich ihn auf die Wange, wie er es vor ein paar Wochen auch bei mir gemacht hatte. Nun mussten wir beide lächeln. Schließlich sahen wir uns tief in die Augen und küssten uns. Es war ein ganz anderes Gefühl als bei Draco. Es war nicht zu vergleichen. Das, was bei draco ein warmes Kribbeln war, war bei Neville ein warmer Luftstrom, der mich einhüllte. Nach ein paar Minuten lösten wir uns wieder voneinander. Neville flüsterte leise: „Ich liebe dich, Sophia. Mir ist egal, wer deine Eltern sind, denn das hat nichts damit zu tun, wer DU bist. Du bist der wunderbarste Mensch, den ich kenne. Du bist...“ Ich legte ihm einen Finger auf die Lippen und flüsterte: „Ich liebe dich auch.“ Dann umarmten wir uns einfach und genossen die Stille in diesem wunderschönen Wald.

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    Ab sofort waren Neville und ich ein Paar. Mein Vater war zwar nicht allzu begeistert, aber das war mir egal. Er hatte sich ja auch nie die Zeit genommen, Neville richtig kennenzulernen, sondern ihn direkt als Versager abgestempelt. Bald war Weihnachten und Slughorn veranstaltete ein Weihnachtsfeier. Ich war auch eingeladen, da ich mir Harry zusammen Klassenbeste in Zaubertränke war. Also ging ich mit Neville zusammen hin und wir hatten auch viel Spaß mit Harry und Luna. Plötzlich tauchte mein Vater auf und sagte zu Harry, dass Dumbledore auf reisen sei und ihre Treffen deshalb ausfallen würden. Dann kam Filch mit Draco im Schlepptau an und Snape begleitete ihn hinaus. Harry und ich folgten ihnen unauffällig. So bekamen wir mit, dass mein Vater anscheinend irgendeinen unverzeihlich Schwur geleistet hatte, um Draco zu helfen und ihn zu beschützen. Dann gingen wir schnell wieder auf die Party.

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    Eines Tages saß ich mit meinen Freunden im Gemeinschaftsraum, als Professor McGonagall hereinkam und direkt auf uns zusteuerte, nachdem sie uns entdeckt hatte. „Entschuldigen sie die Störung, aber ich soll Sie, Miss Potter, zu Dumbledore bringen.“ Ich verabschiedete mich noch von meinen Freunden und folgte ihr schweigend bis zu Dumbledores Büro. Dort ließ sie mich allein und ich klopfte und öffnete nach einem „Herein!“ die Tür. Dort saß Dumbledore in seinem Stuhl und mein Vater schaute sich seine Hand an, die, wie mir jetzt auffiel, total schwarz und abgemagert war. Als ich hinein kam, schaute er kurz auf und beschäftigte sich dann wieder mit Dumbledors Hand. Ich stand erst unschlüssig herum, bis Dumbledore mich zu ihm heranwinkte. „Setz dich doch noch einen Moment. Ich werde gleich alles erklären.“ Nach ungefähr fünf Minuten schaute mein Vater zum ersten Mal wieder auf und meinte zu Dumbledore: „Es wird sich ausbreiten. Ich habe den Fluch zwar erst einmal nur auf die Hand beschränkt, doch das wird nicht lange halten. Sie hätten doch wissen müssen, dass sie den Ring nicht anfassen sollen, bevor ich ihn untersucht habe.“ Dumbledore sagte mit weiterhin munterer Miene: „Wie lange noch?“ Was war denn mit ihm los? Wenn dieser Fluch sich weiter ausbreitete, würde er sterben. Das erkannte sogar ich! Und er redete darüber, als ob es um das morgige Wetter ging! „Vielleicht noch ein Jahr...“, sagte mein Vater nüchtern. „Ok. Das dürfte reichen.“ Was bitte hatte das denn zu bedeuten? Wofür sollte es reichen? Mein Vater wollte gerade einfach abhauen, als Dumbledore ihn zurückrief: „Das nächste betrifft auch Sie, Severus. Also bleiben Sie ruhig hier.“ Er kam zurück und stellte sich neben mich und gegenüber von Dumbledore, der nun wieder anfing, zu sprechen: „Wie Sie sicher schon wissen, Severus, hat Voldemort dem jungen Malfoy aufgetragen, mich zu töten.“ Ich erstarrte. Er hatte WAS! „Doch sollte er seine Aufgabe nicht erfüllen, wird der Dunkle Lord mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf Sie zurückkommen. Sie müssen derjenige sein, der mich tötet, Severus. Es ist der einzige Weg. Nur dann wird er Ihnen komplett vertrauen.“ Ich erstarrte. Was hatte das alles zu bedeuten und was hatte ich damit zu tun? Nun wandte sich Dumbledore zum ersten Mal wieder an mich: „Sophia, ich möchte, dass du, egal was passiert, immer deinem Vater vertrauen wirst. Deshalb habe ich dich auch hierher geholt. Du sollst über alles Bescheid wissen, denn dein Vater braucht vermutlich einen Vertrauten, wenn er nicht mehr weiter weiß, und ich will nicht, dass eure Bindung zueinander dadurch in die Brüche geht, dass dein Vater nur meine Befehle ausführt. Also... er wird mich töten müssenn, um das Vertrauen Voldemorts zu bekommen. Ich möchte, dass du, wenn ich mit Harry später auf Reisen gehe, auf dem Astronomieturm auf uns wartest und sobald jemand zu uns kommt, dich mit deinem Bruder versteckst. Hast du das verstanden?“ Ich nickte. „Des weiteren gibt es noch eine Sache, die ich mit euch beiden besprechen möchte. Es wird eine Zeit kommen, in der Harry Potter etwas gesagt bekommen muss. Aber ihr müsst warten, bis Voldemort am verwundbarsten ist.“ Mein Vater fragte: „Was muss er gesagt bekommen?“ Dumbledore erzählte: „In der Nacht, in der Voldemort nach Godrics Hollow kam, um Harry zu töten, und Lily Potter sich zwischen den Fluch warf, prallte dieser ab. Als das passierte, löste sich ein Teil von Voldemorts Seele und hängte sich an das einzig Lebende, das er finden konnte. An Harry. Es gibt einen Grund, warum Harry mit Schlangen reden kann. Warum er in Lord Voldemorts Geist sehen kann. Ein Teil von Voldemort lebt in Harry.“ Ich konnte es nicht glauben. Das DURFTE einfach nicht wahr sein! Nicht auch noch Harry! Mein Vater sah auch etwas geschockt aus, als er fragte: „Also muss der Junge sterben, wenn der Zeitpunkt da ist?“ Dumbledore antwortete: „Ja. Ja, er muss sterben... und Voldemort selbst muss es tun. Das ist entscheidend!“ Ich konnte nicht mehr reden. Mir liefen schon die Tränen über die Wangen, doch ich gab keinen Ton von mir, sondern lauschte einfach nur weiter der Unterhaltung. Mein Vater sagte: „Sie haben ihn am Leben gelassen, damit er im richtigen Augenblick sterben kann? Sie haben ihn wie ein Schwein zum Schlachten aufgezogen.“ „Erzählen Sie mir nun nicht, dass Sie angefangen haben, sich um den Jungen zu sorgen.“ Mein Vater gab keine Antwort und ließ nur seinen Patronus erscheinen, der einmal durch das Zimmer lief und dann durch das Fenster verschwand. Dumbledore blickte ihm erstaunt hinterher: „Lily... Nach all den Jahren?“ Mein Vater antwortete mit nur einem Wort: „Immer!“ Nun konnte ich es nicht mehr zurückhalten. Über meine Lippen kam ein Schluchzen. Sofort kam mein Vater auf mich zu und umarmte mich, bis ich mich etwas beruhigt hatte. Da sprach Dumbledore etwas aus, das mir sofort neue Hoffnung gab und mich entschlossen machte alles in meiner Macht stehende zu tun: „Aber es gibt eine Möglichkeit, Harry zu retten. Doch das könnte einige Opfer fordern...“ ich antwortete ohne zu zögern: „Mir egal. Ich tu alles!“ Und so besprachen wir den Plan...

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    Das war der nächste Teil und ich hoffe, er hat euch gefallen. Wenn er Verbesserungsvorschläge habt, könnt ihr gerne einen Kommentar hinterlassen. Bis zum nächsten Mal ;)
    Eure Kerstingarde 1611

Kommentare (110)

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Cecilia Heart (37391)
vor 21 Tagen
Hat sich erledigt. Hab deinen Account gefunden.😊
Cecilia Heart (37391)
vor 21 Tagen
Hast du eigentlich Wattpad? Wenn ja, lädst du die Geschichte da auch hoch?
Lilian Skywalker ( von: Lilian Skywalker)
vor 413 Tagen
Es heißt zwar:" Nein, ich bin dein Vater " aber trotzdem ist es total ähnlich. :-D
Kerstingarde 1611 (74167)
vor 417 Tagen
@Aveline und @TheNewImperator Vielen Dank euch beiden!😊 Das mit der Ähnlichkeit ist mir gar nicht aufgefallen.😅
LG Kerstingarde 1611
TheNewImperator (20969)
vor 445 Tagen
Beim 2. Teil ist es so ähnlich wie:"Luke, ich bin
dein Vater!" also finde ich.
TheNewImperator (20969)
vor 446 Tagen
@Kerstingarde 1611
Du schreibst wirklich immer wieder die besten
Fanfictions, grosses Lob!
Aveline (62286)
vor 462 Tagen
Amazing! 😍☺️😄
Kerstingarde 1611 (64072)
vor 535 Tagen
@Ich eben Vielen Dank für deinen Kommentar! :) Jetzt bringt ihr mich sogar zum Heulen😢🙈 Ich hätte nie gedacht, dass die Geschichte so gut ist und so vielen Menschen gefällt.🙈
Ich eben (35823)
vor 535 Tagen
Ich meinte Stellen, sorry!
Ich eben (35823)
vor 535 Tagen
Ich musste, genau wie Caro, auch an manchen Szellen heulen, weil das einfach so herzzerreißend geschrieben war. Mach weiter so!
Kerstingarde 1611 (08814)
vor 539 Tagen
@Caro Ja mache ich, aber zuerst muss ich noch meine zweite ff fertig schreiben😅🙈 Ich hoffe, du verstehst das. Danke für den Kommentar! :)
LG Kerstingarde 1611
Caro (93436)
vor 545 Tagen
deine ganze ff war voll schön ich musste öfters mal heulen😭😭schreib weiter ja?
Kerstingarde1611 (05687)
vor 555 Tagen
Danke an alle für eure Kommentare!😍 Ihr seid echt süß! Ich werde weiterschreiben, wenn ich eine andere FF fertig habe. Das könnte aber noch etwas dauern. Sorry.🙈Aber vielleicht lest ihr sie euch ja mal durch. Der Anfang müsste demnächst erscheinen. Sie heißt: Wer bist du wirklich?
Vielen Dank für alles!
LG Eure Kerstingarde 1611
Peeves (91102)
vor 556 Tagen
Uiii supi gemacht ich bin so beeindruckt von deiner Leistung und eine gute Film Kenntnis hast du auch noch💜💖
Peeves (84914)
vor 556 Tagen
Soll cool ich eine es toll dass du so Schreibst dass man unbedingt wissen will wie es weiter geht mir fällt nichts verbesserungs würdiges ein 👍👌
dracheneule (88168)
vor 557 Tagen
So schön geschrieben. Ich bin sprachlos!😶😮
lily (59259)
vor 558 Tagen
BitteBitteBitte schreib weiter
Ginny05 (59195)
vor 559 Tagen
BitteBitteBitteBitte schreib weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
lily (83958)
vor 559 Tagen
Bitte schreib weiter
Bella Lestrange (13869)
vor 560 Tagen
Ich kanns nicht beschreiben, meine Lieblingsff.