Warrior Cats: Die Welt der Schatten

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30 Kapitel - 20.575 Wörter - Erstellt von: Thoreta - Aktualisiert am: 2016-09-27 - Entwickelt am: - 14.322 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Eine junge Schülerin in einer Welt voller Hass und Druck. Die junge Schülerin Tropfenpfote lebt in einer Welt in der nur die stärksten durchkommen. Doch nicht nur Tropfenpfote hat Probleme ...(RPG & FF)

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    Du willst in dieser FF mitwirken? In der Geschichte deine Katze leben lassen? Dann schick mir doch deinen Steckbrief in die Kommentare!

    Also, dies ist der WaldClan. Doch es ist kein normaler Clan.
    In diesem Clan werden nur Geschwister geboren. Es gibt immer zwei Geschwister. Oder vier. Wenn eine Kätzin drei oder nur ein Junges gebärt, dann wird es zu einer anderen Kätzin gebracht wo es dann wieder passt. Immer eine gerade Zahl an Jungen. Warum das so ist?
    Hier im WaldClan, sind Geschwister Rivalen. Der Stärkere bekommt den höheren Rang und der Schwächere ist dann Diener und muss den höheren Katzen dienen.
    Die Schwächeren Katzen sind darüber zwar nicht gerade glücklich, doch noch niemandem ist es gelungen den Spieß umzudrehen.



    Der WaldClan lebt in den eisigen Regionen der Berge.
    Das ganze Jahr und liegt Schnee.
    Seinen Namen hat der WaldClan dem kleinen Tannenwald in dem das Lager liegt zu verdanken.
    Da das Leben sehr hart ist, verlassen nur Jäger und Kämpfer das Lager.
    Die Diener nur wenn es ihnen befohlen wird.


    Das Gesetz des WaldClans



    6 Monde alte Jungen werden zu erstmal gleichrangigen Schülern ernannt.

    Wenn ein Geschwisterpaar 12 Monde alt ist, wird es von dem gemeinsamen Mentor geprüft. Die Stärkere Katze wird dann die hochrangigere und die Schwächere Diener.

    Heiler haben keinen Diener.

    Der Anführer der jeweiligen Rangstufen (Jäger&Kämpfer) entscheiden, wie die Patrouillen eingeteilt werden.

    Wenn eine Königin drei Junge gebärt, wird das überzählige zu einer anderen Königin gelegt, wenn es dann immer noch keinen Ausgleich gibt, wird es Fluss abwärts in den Fluss geworfen. Wenn es den ganzen weg Fluss aufwärts zum Lager zurück schwimmt, das es bleiben. (Was noch nie ein Junges geschafft hat...)

    Liebesbeziehungen zwischen Dienern und den höheren Katzen sind verboten.

    Bitte meldet euch wenn ihr Schüler sein wollt, mit zwei Charakteren an, damit bei den Schülern noch der Ausgleich herrscht.

    Ein Mentor bildet immer zwei Schüler aus. Er berät sich dann mit dem Anführer und den Führern, und sie entscheiden, welcher Schüler der stärkere ist.

    Ansonsten gilt das Gesetz der Krieger.







    Dies ist der erste Teil der Geschichte. Schaut beim RPG von Mondglanz vorbei!



    http://www.testedich.de/quiz39/quiz/1453297579/Warrior-Cats-Die-Welt-der-Schatten-2



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    DIE HIERARCHIE DES WALDCLANS


    Anführer:
    ROTSTERN: Dunkelroter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Heilerin:
    WUSCHELPELZ: kleine Kätzin mit einem wuscheligen, braunen Pelz und orangen Augen


    Führer der Kämpfer: (Anführer der obersten Rangstufe & 1. Berater des Anführers)
    ROTKEHLCHENSCHWEIF: Brauner, breitschultriger Kater mit einer roten Kehle


    Kämpfer: (Katzen der oberen Rangstufe)
    WOLFKRALLE: zotteliger, wolfgrauer Kater mit gelben Augen
    ADLERNASE: Schwarz-braun getigerter Kater mit dunkelgrünen Augen
    DUNKELHERZ: großer dunkelbrauner, fast schwarzer Kater mit gelben Augen; Mentor von Tropfenpfote & Tupfenpfote
    ZACKENSCHWEIF: Kater mit aschgrauem Fell, das einen seltsamen Grünstich aufweist, langem, buschigem Schwanz, komplett altweißer Unterseite, stechend gelben Augen
    FINSTERSTREIF: sehr dunkler, schwarz-grauer Kater mit Nebelfarbenden Streifen an den Ohren und im Gesicht, ein hellblaues und ein dunkelblaues Auge; Mentor von Federpfote & Klauenpfote
    NEBELFROST: dunkelgrauer Kater mit weißen Streifen und blauen Augen
    NACHTFELL: pechschwarzes Fell, eisblaue Augen
    DISTELKRALLE: dunkelgrauer Kater mit giftgrünen Augen
    FEDERTANZ: grau-silbern getigerte Kätzin mit
    braunen Sprenkeln und grünen Augen
    FROSTGEWITTER: großer, schwarz-weiß gescheckter Kater mit dichtem Fell, gelbe Augen
    TROPFENFALL: schlanke, grauweiß gefleckte Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    RANKENFROST: Grau Getigerter Kater mit mittellangem Fell und Bernstein Augen; Mentor von Flammenpfote und Knospenpfote
    MAGMASTEIN: hat bei einem Kampf ihre Augen verloren sie hat einen Albinogendefekt und ist deswegen Schnee weiss hat aber einen dunkel blauen und einen Blutroten Streifen auf dem Rücken sie ist gross und schlank




    Führerin der Jäger: (Anführerin der Katzen zweiter Rangstufe, 2. Beraterin des Anführers)
    HONIGTAU: schlanke, große goldene Kätzin mit grünen Augen und dunklerer Schwanzspitze


    Jäger: (Katzen zweiter Rangstufe)
    FALKENHERZ: hellorangener Kater mit dunkleren Flecken und bernsteinfarbenen Augen
    FLÜGELSCHLAG: weiße Kätzin mit grauen Pfoten und blauen Augen
    KRÄHENSEELE: dunkelgrauer Kater mit einem schwarzen Ohr und einem blauen und einem grünen Auge
    SCHNELLFUß: kompakte, geschmeidige mittelbraune Kätzin mit schwarzem Rücken, der Rest der Flanke ist schwarz gesprenkelt, Bernsteinaugen; Mentorin von Dornenpfote und Brandpfote
    BLITZSTREIF: dunkelgrau getigerter Kater mit dunkelblauen Augen und an jeder Flanke einem schwarzen Blitz
    ROSENKRALLE: weiße Kätzin mit hellroter Tigerung und grünen Augen
    TANNENKRALLE: Attraktiver dunkelbrauner fast schon schwarzer leicht getigerter Kater mit Dunkelgrünen Augen weißen Pfoten, breiten Schultern und starken sehnigen Muskeln.
    KLIPPENFALL: eher kleinere und schlanke weiß, hellgrau und dunkelbraun gescheckte Kätzin mit langem Schweif und hasselnussbraunen Augen mit hellgrünen Sprenkeln
    TAUSCHWEIF: blauweiße Kätzin mit ozeanblauen Augen, Kampfnarbe an der rechten Schulter
    KLEINFLECK: kleiner, weißer Kater mit schwarzen Flecken


    Diener: (Katzen unterster Rangstufe, müssen den anderen Katzen dienen)
    WIRBELWIND: Schildpattfarbene Kätzin mit braunen Augen
    MAUSEZAHN: schwarze Kätzin mit grauen, kaum sichtbaren Schattierungen und gelben Augen
    NESSELSEE: zierliche hellbraune Kätzin mit weißen Beinen, Schnauze, Bauch und Brust, cremefarbenen Tigerungen und grünen Augen
    LUCHSSPRUNG: langbeinige, dunkelbraune Kätzin mit schwarzen Sprenkeln an den Beinen, buschigem Schwanz und bernsteinfarbenen Augen
    BACHGLANZ: graues, fast silbernes Fell, Smaragdgrüne Augen
    FLAMMENBLÜTE: rot-weiß getigerte Kätzin mit grünen Augen
    BLÜTENTAU: weiße Kätzin mit großen roten Flecken und blauen Augen
    KLAUENSCHLAG: eher kleiner, graubraun getigerter Kater mit weißem Bauch und grauen Augen
    SCHNEEGLUT: groß, schlank, weißes Fell, feuerrote Pfoten, das rote Fell ist ein Flammenmuster, eisblaue Augen, Kater
    EISRUF: kleine, schlanke Kätzin, weißes Fell, eisblaue Augen
    TUPFENPELZ: großer, rot-weiß gescheckter Kater mit blauen Augen
    GIPFELBRUNST: Braun bis Karamell Farbener Kater, Mittellanges Fell mit blauen Augen
    RAUCHTROPFEN: Rauchfarbenes Fell Mossgrüne Augen


    Königinnen: (Kätzinnen mit Jungen)
    WEICHFELL: cremefarbene Kätzin mit hellgrauen Augen, Mutter von Flammenjunges & Abendjunges
    MONDGLANZ: Komplett Schwarz mit gelben Augen; Mutter von Lilienjunges, Blattjunges, Wolkenjunges & Funkenjunges


    Junge:
    FLAMMENJUNGES: Cremefarbener Kater mit braunen Augen
    ABENDJUNGES: dunkelroter Kater mit grauen Augen
    BLATTJUNGES: kleine, schildpattfarbene (mit weiß) Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    LILIENJUNGES: schlanke, reinweiße Kätzin mit dunkelblauen Augen
    WOLKENJUNGES: weißer Kater mit langem Fell und himmelblauen Augen
    FUNKENJUNGES: kleine, wendige schildpattfarbene (mit weiß) Kätzin mit funkelnden, smaragdgrünen Augen
    DRACHENJUNGES: schneeweißes Fell mit roten Ohren und Schnauze
    Augen rechtes rot linkes blau
    HIMMELJUNGES: graues Fell und blaue Augen


    Schüler: (Katzen von 6-12 Monden, werden ausgebildet)
    NEBELPFOTE: blaugraues langes Fell eisblaue Augen
    GLUTPFOTE: roter Kater mit grünen Augen
    DORNENPFOTE: recht großer, hübscher, goldbraun getigerter Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    BRANDPFOTE: schlanke, rot-orange getigerte Kätzin mit gelben Augen
    FLAMMENPFOTE: rotes Fell mit schwarzer matter Tigerung
    KNOSPENPFOTE: hellbraunes Fell



    WÄCHTER:
    Zackenschweif, Falkenherz, Wolfkralle, Adlernase Distelkralle, Nebelfrost, Flügelschlag, Federtanz, Dunkelherz, Honigtau, Rotkehlchenschweif, Kleinfleck, Nachtfell, Tropfenfall


    Katzen außerhalb des Clans:
    JAKE: breitschultriger Kater mit schwarz-rot getigertem Fell und bernsteinfarbenen Augen;
    Augen
    BABETTE: schneeweiße Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen, Hauskätzchen eines Herrenhauses in Wien
    MISTELSONNE: sandfarben gestreift mit grünen Augen; Mutter von Aschenjunges, Sandjunges, Fliederjunges, Mausejunges

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    Also, wenn ihr in der Geschichte vorkommen wollt, dann schickt in die Kommentare einen Steckbrief. Ich freue mich auf euch!

    NAME:
    ALTER:
    RANG:
    AUSSEHEN:( bitte übertreibt es nicht mit schlank und hübsch ect.)
    CHARAKTER:
    STÄRKEN:
    SCHWÄCHEN: (mindestens zwei. Heilen zählt nicht)
    WÜNSCHE: (Freunde, Gefährten, ect.)
    LEBENSMOTTO:
    CHARAKTERSONG: (muss nicht sein, wäre aber ganz schön)
    DARF DER CHARAKTER IM LAUFE DER GESCHICHTE STERBEN?


    Vielleicht bis bald! LG Thoreta

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    Tropfenpfote trottete hinter ihrem Bruder Tupfenpfote und ihrem Mentor Dunkelherz her. Tupfenpfote hatte den Schwanz senkrecht in die Luft gestreckt und sprang aufgeregt um Dunkelherz herum.
    "Und dann bin ich gesprungen und ... ZACK! Hatte ich die fetteste Maus der Berge gefangen!", erzählte Tupfenpfote begeistert.
    Tropfenpfote verdrehte die Augen. Ihr Bruder und sie waren zwar eigentlich Konkurrenten, aber Tropfenpfote konnte sich einfach nicht vorstellen, das Rotstern einen Kater zu einer hochrangigen Katze machen würde, der alles was er tut, jeder Katze detailliert erzählt, die ihm über den Weg läuft.
    "Hab ich dir schon von der letzten Vogeljagd erzählt?", fragte Tupfenpfote. "Nein. Aber das ist auch gar nicht nötig, ich war nämlich dabei!", knurrte Dunkelherz zurück. Erschrocken von der Abweisung und der Feindseligkeit in der Stimme des Katers, machte Tupfenpfote einen Schritt rückwärts. "Achso", sagte er leise und kleinlaut.
    Dunkelherz schaute die Geschwister finster an. "Lauft zurück zum Lager und macht euch nützlich! Ich gehe der Patrouille nach." Tropfenpfote wollte fragen, ob sie nicht mitkommen könnten, lies es aber dann doch sein und wandte sich zum Gehen. Tupfenpfote folgte ihr.
    Eine Weile liefen sie schweigend nebeneinander her, dann fragte Tupfenpfote fröhlich: "Hast du denn doe Geschichte von der Vogeljagd schon gehört?" Genervt fauchte Tropfenpfote. Im ganzen Clan gab es keine nervigere Katze als ihren von sich selbst überzeugten Bruder. Die graue Kätzin rannte ihn eine Antwort los.

    Zackenschweif warf einen Blick zum Bau der Diener. Wirbelwind hockte tatenlos herum und putzte ihr Fell. Der Kater schnaubte. Er konnte es nicht leiden, wenn die Diener ihre Arbeit nicht machten. "Hast du deine Aufgaben schon erfüllt?", rief er über das Lager zu der Kätzin. Sie schaute ihn erschrocken an. "Ähm ... Nein noch nicht..." Sagte sie zögerlich. "Worauf wartest du dann noch? Los, oder muss ich dir eine Extra Einladung geben?"
    Mit gesenktem Kopf verschwand die Kätzin Richtung Jägerbau. Krähenseele schaute Zackenschweif vorwurfsvoll an. "Lass doch die arme Wirbelwind in Ruhe!"
    "Damit sie mit ihrer patzigen Einstellung durch kommt? Du spinnst!" Krähenseele schaute den Kater noch einmal finster an, dann verschwand er mit Schnellfuß zur Jagdpatroullie im Lager Ausgang. Zackenschweif schnaubte, und machte sich an seine Fellpflege. Die Diener mussten ihre Arbeit erfüllen, sonst geriet der Clanalltag in Schwankungen. Und das war das letzte, was der Clan in Zeiten des Blattfalls gebrauchen konnte.

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    Bild von Rari. Tropfenpfote und Tupfenpfote. Tupfenpfote gibt gerade an wie schnell er laufen kann.




    Klauenpfote erwachte mit den ersten Sonnenstrahlen. Er setzte sich im Bau der Schüler auf und schaute sich um. Federpfote und Tupfenpfote schliefen noch, nur Tropfenpfotes Nest war kalt und leer. Er stand auf und schlüpfte aus dem Bau. Er blinzelte ins Morgenlicht und dehnte seine Muskeln, bevor er sich umsah. Nesselsee war bereits auf den Beinen und eilte mit frischem Moos im Maul Richtung Bau der Führer. "Ich kann dir das doch abnehmen!", sagte Krähenseele zu ihr. Die Kätzin schüttelte den Kopf, wobei ihr ein Stück Moos auf den Boden fiel. Sie betrachtete schüchtern ihre Pfoten. Krähenseele nahm das Moos und trug es entschieden zum Führerbau. Dankbar lächelte Nesselsee und eilte hinter ihm her.
    Klauenpfote schaute sich weiter um und entdeckte Tropfenpfote. Sie saß im Schatten einer Tanne und fraß ein Rotkehlchen. Er gesellte sich zu ihr. "Guten Morgen Klauenpfote!", rief sie ihm zu. "Morgen. Hast du gut geschlafen?", fragte er und setzte sich neben sie. "Schon, aber Tupfenpfotes Schnarchen regt mich echt auf!" Klauenpfote lächelte. "Man könnte meinen, man Schläfe direkt neben einem Erdbeben!", miaute sie. Tropfenpfote schob Klauenpfote das Rotkehlchen hin. "Du kannst den Rest."
    Er lächelte und biss in das saftige Fleisch.
    Langsam erwachte der Clan zum Leben.
    Luchssprung und Kleinfleck kamen verschlafen aus dem Bau der Diener, Nebelfrost und Finsterstreif aus dem Bau der Kämpfer. Finsterstreif rief Klauenpfote zu: "Weck Federpfote auf! Wir wollen trainieren!" Klauenpfote nickte. Dann sagte er an Tropfenpfote gewannt: "Wir sehen uns dann heute Abend oder Nachmittag." Tropfenpfote nickte. "Ja bis heute Abend oder Nachmittag." Klauenpfote stand auf und rannte zum Bau der Schüler, und Tropfenpfote blickte ihm lächelnd nach.

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    Luchssprung saß in der Sonne im Lager und ließ sich den Pelz wärmen. Sie sah Klauenpfote und seine Schwester Federpfote ins Lager kommen. Federpfote sprang zum Frischbeutehaufen, während Klauenpfote zu Tropfenpfote lief und sich neben sie setzte. Luchssprung musste lächeln. Es ist schön, dass die beiden sich gut verstehen... Freunde sind wichtig.
    Ein lauter Ruf riss sie aus ihren Gedanken. "Luchssprung! Nesselsee! Kommt mit der Jagdpatroullie mit!", Honigtau stand mit den Jägern am Lagerausgang. Luchssprung sprang auf.
    Zwar war die Begleitung der Jagdpatroullie nicht gerade prickelnd, aber bei weitem interessanter als ewig im Lager zu sitzen. Sie eilte zu der Jagdpatroullie. Nesselsee an ihrer Seite.
    Honigtau führte sie Patrouille auf eine Lichtung im Herzen des Territoriums. "Schnellfuß und Krähenseele gehen hoch auf den Nordberg. Nesselsee geht mit ihnen. Falkenherz und ich gehen im Wald jagen. Luchssprung geht mit uns.", ordnete Honigtau an. Sie schnippte mit dem Schwanz, und die Patrouillen preschten los. Schnellfuß rannte an die Spitze der Nordbergpatroullie. Sie wurde so schnell, das Nesselsee Schwierigkeiten hatte, ihr zu folgen. Immer größer wurde der Abstand zwischen der Dienerin und den Jägern.
    Irgendwann verlor sie sie komplett aus den Augen. Sie befand sich auf dem Nordberg. Um sie herum sah sie nur eine endlose Schicht Schnee. Erschöpft und mit müden Beinen brach sie zusammen. Sie versank im tiefen Schnee und blinzelte die Flocken aus den Augen. Es fing an zu schneien. Ihr Fell wurde von den Flocken bedeckt, so dass sie von außen bald nicht mehr zu sehen war. Die Kälte betäubte sie, sie versuchte aufzustehen, doch es ging nicht. Sie schloss die Augen, und alles wurde schwarz.



    Luchssprung hockte auf einer kleinen Lichtung.
    Falkenherz tauchte hinter ihr auf, und ließ eine Maus fallen. Auch Honigtau kam mit einem Schneehasen im Maul an. "Das reicht. Wir gehen zurück ins Lager und warten auf die anderen!", ordnete die goldene Kätzin an. Luchssprung hob zwei Mäuse und den Schneehasen auf und trug die Beute zum Lager. Denn das war es, was eine Dienerin auf der Jagdpatroullie zu tun hatte. Sie trug die Beute ins Lager, und sonst nichts. Aber das war immer noch besser als im Lager zu hocken und Nester auszupolstern oder von den höherrangigen Katzen angefaucht zu werden. "Mach schneller!", knurrte Honigtau. Luchssprung stapfte schneller durch den Schnee. Sich gegen die Befehle zu wehren nützte nichts. Es gab harte Strafen für aufmüpfige Diener die meinten, sich wehren zu müssen. Luchssprung kam mit steifen Beinen vom vielen Laufen im Lager an. Ihre Beine kamen nur selten raus aus dem Lager, weshalb sie lange nicht so ausdauernd war wie die Jäger und Kämpfer. Erschöpft ließ Luchssprung die Beute auf den Frischbeutehaufen fallen, und sah sich dann Nach Nesselsee um. Sie war nirgends zu sehen. Bestimmt kommt sie mit der Nordbergpatroullie gleich an. dachte sie, und legte sich erschöpft in den Bau der Diener.



    Krähenseele warf einen Blick nach vorne zu Schnellfuß. Sie hatte bereits einen Schneehasen erbeutet. Er rief ihr zu: "Großartiger Fang! Komm, ich gebe ihn ... Moment, wo ist Nesselsee?", leichte Panik kroch in ihm hoch, doch er lies sich nichts anmerken. Der Wind peitschte ihm Schneeflocken ins Gesicht. Kein gutes Wetter um allein auf dem Nordberg herum zu stromern. Besonders wenn man sich hier nicht auskannte. "Wir müssen sie suchen!", rief er Schnellfuß über die Schulter zu, dann rannte er los.
    Der Kater suchte verbissen nach ihren Spuren oder Gerüchen, doch der frische Schnee hatte sie bereits bedeckt. Wild fuhr er herum und wirberlte dabei Schnee auf, rannte auf der Kuppe des Nordbergs wild herum und wirbelte den Frischschnee auf, in der Hoffnung, hell braunes Fell darunter aufblitzen zu sehen. Doch er fand nichts. Nieder geschlagen trottete er zu Schnellfuß. "Sie ist nicht hier", murmelte er.
    Schnellfuß legte ihm tröstend den Schweif auf die Schulter. "Vielleicht hat sie uns aus den Augen verloren und ist zurück zum Lager gegangen." "Ja vielleicht ", Krähenseele glaubte nicht daran, dennoch mussten sie sich vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Laher sein, und die Sonne neigte sich bereits dem Wipfel des Westberg zu. Die Beiden Jäger machten sich an den Abstieg. Sie wird erfireren... das wusste Krähenseele.
    Nach dem die beiden die Steigung überwunden hatten, und nun auf einer schneebedeckten Anhöhe ankamen, begann Schnellfuß zu rennen.
    Niedergeschlagen rannte Krähenseele hinter ihr her. Wenn sie jetzt zurück kehrten, überließen so Nesselsee dem sicheren Tod.
    Beim Rennen kämpfte er gegen die Tränen. Er war ein Jäger! Er durfte einer Dienerin nicht hinterher weinen. Doch er konnte noch ihren Duft vom Wind hergetragen riechen.
    Moment. Er konnte noch ihren Duft riechen?
    Abrupt hielt er an. "Schnellfuß, halt an! Soe ist hier irgendwo!", rief er. Er folgte dem Geruch, achtete dabei nicht auf die eisigen Schneeflocken die der Wind ihm ins Gesicht peitschte, denn er erkennte Nesselsees Geruch immer stärker.
    Und da! Er konnte ein hellbraunes Fell unter dem Schnee aufblitzen sehen. Er schrie laut und preschte auf das Fellbüschel zu. "Halte Durch Nesselsee!"
    Wild begann er im Schnee zu graben, warf den Schnee zu allen Seiten fort, schaufelte, bis er Nesselsees Gesicht sehen konnte. Ihre Augen waren geschlossen, ihr Gesichtsausdruck entspannt. Ihr Körper war eisig kalt. "Oh nein! Schnellfuß!", rief er. "Du bist schneller als ich, du musst sie ins Lager zu Wuschelpelz bringen! Schnell!" Die Kätzin zögerte nicht und hievte Nesselsee auf ihren Rücken. Krähenseele sagte noch: "Mach schnell!" Dann war sie schon zwischen den ersten Bäumen des Tannenwaldes verschwunden. Krähenseele rannte ihr nach. Oh bitte SternenClan, lass sie überleben!

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    "Nein Nein Nein! Du musst dich in der Luft drehen und DANN ausholen! Sonst bringt das ganze doch gar nichts!", seufzend schüttelte Finsterstreif den Kopf. Federpfote nickte und wiederholte den Zug, doch dieses mal vergaß sie sich mit dem Schwanz auszubalancieren und landete im Schnee. Finsterstreif seufzte. Seine Schüler waren heute aber auch gar nicht konzentriert. Klauenpfote schaute ihn schuldbewusst an. "Wir wissen das wir uns echt blöd anstellen. Aber wir haben Angst vor heute Abend. " Finsterstreif konnte die Angst der Schüler verstehen. Sie sollten mit den Kämpfern die erste Nordbergpatroullie bilden, nachdem Nesselsee dort knapp dem Tod entgangen war.
    Für Schüler musste das echt abschreckend sein...
    "Alles wird gut gehen. Wir sind schließlich sehr viele, und außerdem werden wir uns gegenseitig nicht aus den Augen lassen!"
    Federpfote wirkte nicht überzeugt. Klauenpfote jedoch, stupste seine Schwester in die Seite. "Hey, alles wird gut werden! Wir sollten stolz sein. Unsere erste Nordbergpatroullie!"
    Doch in seinen Augen lag ein trauriger Glanz. Finsterstreif kannte seine Gefühle nur zu gut.
    Je weiter die Schüler in ihrer Ausbildung kamen, desto näher rückte der Tag der Entscheidung, wer von ihnen sein Leben erfüllt weiterführen konnte, und wer von ihnen Opfer der eisigen Unterdrückung wurde.
    Finsterstreif schüttelte sich, und schaute die Beiden dann zuversichtlich an. "Kommt, wir gehen ins Lager. Schaut doch mal was Tropfenpfote und Tupfenpfote heute so gemacht haben." Er lächelte aufmunternd, und rief den Beiden dann zu: "Wer von euch als erster beim Lager ist!" Die beiden rannten los, und Finsterstreif lächelte in sich hinein. Die beiden sollten ihren Spaß haben.
    Solange sie noch können...

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    Rotkehlchenschweif lief unruhig auf und ab. Wuschelpelz hockte in der zweiten Kinderstube und half Quellenlicht ihre Jungen auf die Welt zu bringen.
    Quellenlicht Wie immer bekam der Führer Gänsehaut wenn er an die Kämpferin mit dem hellen, weichen Fell dachte.
    Wieder kam ihm die Erinnerung, die schönste Erinnerung seines Lebens.
    Er allein mit Quellenlicht, der Sonnenuntergang, das glitzernde Eis auf dem zu gefrorenen Teich.
    Ein lautes Stöhnen unterbrach seinen Gedankengang. Er konnte Quellenlichts Schmerz fast selbst spüren.
    "Hey, fahr mal runter! Alles wird gut! Quellenlicht ist nicht die erste Kätzin die Junge zur Welt bringt! Ich meine, Weichfell hat vor kurzem auch ihre Jungen geboren", Nachtfell kam auf ihn zu.
    Rotkehlchenschweif schüttelte den Kopf. "Aber keine Kätzin wurde je so geliebt wie Quellenlicht von mir!"
    Nachtfell schluckte. Rotkehlchenschweif war ganz verrückt nach Quellenlicht, doch erwiderte sie diese Liebe auch? Offen zeigen tat sie es jedenfalls nicht...
    Wuschelpelz trat aus Quellenlichts neuem Bau.
    Ihr Gesicht war ausdruckslos und kalt, sodass Nachtfell zusammen zuckte. Die Heilerin stakste steifbeinig zum Bau der Diener und rief hinein. "Bachglanz, Flammenblüte, Mausezahn, Kleinfleck und Luchssprung! Kommt raus, es ist Zeit für eine Entscheidung!"
    Rotkehlchenschweif jaulte unwillkürlich auf. Eine Entscheidung war das schlimmste was ihm hätte passieren können! Ihm wurden seine Jungen weggenommen!
    Rotstern trat aus dem Anführerbau. Ohne ein einziges Wort, nahmen alle ihre Plätze ein. Die Jäger auf der linken Seite, Kämpfer auf der rechten. Die Diener die nicht ausgesucht worden waren stellten sich einfach in die letzte Reihe vor ihrem Bau. Tropfenpfote und Klauenpfote drängten sich verwirrt nach vorne in die erste Reihe. Wuschelpelz schluckte. Die Schüler hatten so etwas noch nie erlebt.
    Tupfenpfote drängte sich zu Schnellfuß, seinem großen Vorbild durch und Federpfote setzte sich zu ihrem Mentor Finsterstreif. Die ausgesuchten Diener und Wuschelpelz selbst traten auf die freie Fläche zwischen Versammlungsstein und Clan, hinter ihnen Weichfell und Quellenlicht mit ihren Jungen.
    Rotstern blickte kalt auf die Königinnen und die Jungen herunter. "Quellenlicht, würdest du uns bitte sagen, welches dieser Jungen deines ist?", seine Stimme war hart und kalt.
    Quellenlicht schluchzte und schlang den Schweif um ein hellgraues, fast weißes Junges. Es hatte die Augen noch geschlossen und fiepte herzzerreißend. "D... Das ist Windjunges. Mein Sohn."
    "Sonst noch eines der Jungen?", seine Stimme war scharf und sein Blick brannte sich in den flaumigen Pelz der anderen beiden Jungen. Quellenlicht flüsterte: "Nein", dann brach ihre Stimme.
    Rotstern kochte vor Wut. Er rief: "Seid drei Generationen bringt Quellenlichts Familie nur Einzeljungen zur Welt! Sie sind verflucht! Sie bringen Unglück über den Clan! Ihr sollt sterben!"
    Rotkehlchenschweif jaulte: "NEEEEIIIIIIN!"
    Dunkelherz hielt ihn fest. "Es ist das richtige so" sagte er ruhig. Rotstern sprach weiter: "Welche Diener wurden ausgewählt? Ah ja. Ihr werdet das Junge hoch auf die Spitze der südlichen Tanne setzen. Dort soll es erfrieren, hinunterfallen oder verhungern. Blitzstreif und Finsterstreif werden sie begleiten!" Die Katzen machten bestürzte Gesichter, dann hob Bachglanz Windjunges auf und die Katzen rannten los, um es schnell hinter sich zu bringen.

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    Bild von mir:
    Quellenlicht und Windjunges kurz nach der Geburt, als die Welt für die beiden noch in Ordnung war.


    Schnellfuß starrte entsetzt hoch zu Rotstern. Neben ihr hockte Zackenschweif mit versteinerter Miene. Rotstern sprach weiter: „Du, Quellenlicht, hast Unglück über den Clan gebracht! Dafür sollen meine Krieger dich töten!“
    Entsetzt jaulten die Katzen auf. Rosenkralle fuhr intuitiv die Krallen aus und grub sie in den Boden. Schnellfuß wusste, dass die Kätzin niemals eine unschuldige Katze töten würde. Genau wie sie selbst.
    „Aber, ich gebe dir einen Vorsprung. Bis die Sonne untergeht hast du Zeit, die Berge zu verlassen. Aber sobald die Sonne den Westberg berührt, werden wir dir hinterher jagen. Also beeil dich!“, er sprang vom Felsen und verschwand in seinem Bau. Quellenlicht stakste mit steifen Beinen zu Rotkehlchenschweif. Der robraune Kater presste sich an sie. „Alles wird gut. Du schaffst das!“, hauchte er, Tränen glitzerten in seinen Augen, und die untergehende Sonne spiegelte sich darin.
    Blütentau, die unterrangige Schwester von Rosenkralle rief eindringlich: „Quellenlicht, du hast kaum noch Zeit! Lauf!“ Quellenlicht blinzelte eine Träne weg und presste sich ein letztes Mal an Rotkehlchenschweif, dann wandte sie sich dem Ausgang zu. Schnellfuß eilte auf sie zu. Sie zischte der grauen Kätzin ins Ohr: „Du kannst es vielleicht schaffen. Lauf nicht von Anfang an so schnell. Spar dir deine Kraft ein. Versuche dich beim Laufen zu strecken und wie ein Schneehase Haken zu schlagen. Dann bist du schneller! Lauf verschlungene Wege, und versuch nicht an der Großen Tanne vorbei zu kommen“, sie schaute die Kätzin aufmunternd an. „Du kannst das schaffen. Viel Glück!“ Quellenlicht nickte dankbar und eilte dann aus dem Lager Richtung Tal.
    Schnellfuß schaute ihr traurig hinter her. Dann schaute sie zum Westberg. Oh nein!
    Das Entsetzen kroch ihr wie ein eisiger Regentropfen langsam den Rücken hinunter. Die Sonne berührte gerade den Westberg! Rotstern trat aus seinem Bau. „Kämpfer und Jäger zu mir! Du“, er schaute herablassend zu Blütentau, „Du sagst der Patrouille die das Junge beseitigt Bescheid, wo wir sind. Kommt!“, er drehte sich um und rannte aus dem Lager, eine Patrouille voller entsetzter Katzen hinter sich. Schnellfuß wusste, egal wie schnell Quellenlicht war, in der kurzen Zeit konnte sie das Territorium einfach noch nicht verlassen haben. Das war ihr sicherer Tod!


    Quellenlicht japste. Sie war noch nicht weit gekommen, und schon aus der Puste. Ihr Bauch schmerzte noch immer von der Geburt und ihre Gedanken drehten sich nur um ihr Junges. Wieso, wieso nur musste er sterben? Das konnte sie nicht zulassen! Sie war eine Kämpferin. Eine Naturgewalt. Eine Mutter. Und niemals würde sich Rotstern mit seinen Gesetzten zwischen sie und ihr Junges stellen! Niemals!
    Sie drehte ab, und rannte los, voller neuer Energie Richtung große Tanne. Sie rannte und rannte, spürte keinen Schmerz mehr. Nicht ihre Wunden und erschöpften Pfoten, nicht ihr Herz, das nach Rotkehlchenschweifs Nähe schrie, nicht ihren Bauch, nein, nur den Wunsch Windjunges zu retten. Und das würde sie auch tun! Sie befolgte genau Schnellfuß Anweisungen, der Boden sauste unter ihren Pfoten dahin. Da, sie konnte Flammenblüte sehen, die gerade mit Windjunges im Maul den Anstieg antreten wollte.
    Plötzlich hörte sie hinter sich wildes Gejaule. Die Treibjagd hatte begonnen. Sie schrie laut: „NEIN!“, kam Flammenblüte immer näher, hatte sie fast erreicht, als sie plötzlich Krallen an ihrem Hinterbein spürte und zu Boden gerissen wurde. Von über all fassten scharfe Krallen ihren Pelz, Reißzähne schnappten nach ihr und rissen ihr Fell und Haut aus. Dunkelherz lachte hämisch und riss ihre Flanke auf. „Legt sie auf den Rücken und haltet sie fest!“, Rotstern tappte seelenruhig zu Flammenblüte, die immer noch das weinende junge im Maul hielt. Dunkelherz zog Quellenlicht die Beine weg, Zackenschweif hielt ihre Hinterbeine. Sein Gesicht war ausdruckslos und wie versteinert. Quellenlicht musste wegschauen. Sie richtete den Blick auf Rotstern. Er redete weiter. „Nun Quellenlicht, du hast es so gewollt! Gib mir das Junge, Dienerin!“ Flammenblüte fauchte: „Ich denke gar nicht dran!“ Rotstern winkte Kleinfleck heran. Der magere Diener kam mit weit aufgerissenen Augen. „Hol dir das Junge von ihr!“ „A... Aber“, stotterte Kleinfleck. Rotstern knurrte: „Hol dir das Junge und du bekommst einen Platz bei den Jägern!“ Der Kater nickte und stürzte sich mit ausgefahrenen Krallen auf Flammenblüte. Die Kätzin jaulte überrascht auf und fiel zu Boden. Kleinfleck entriss ihr das Junge, und reichte es Rotstern. Der trug es zu Rotkehlchenschweif. Der Anführer grinste hässlich und sprach: „Beweise deine Treue zu mir und töte es!“ Entsetzt starrte Rotkehlchenschweif seinen Anführer an. „Oh bitte nicht!“, bat er. „Töte es“; fauchte Rotstern.
    Rotkehlchenschweif nahm seinen Sohn ins Maul, und schaute Quellenlicht in die Augen. Seine Augen waren dunkel vor Trauer und sein Blick sagte nur eins. Verzeih mir
    Dann presste er den Kiefer zusammen. Es knackte, Windjunges Augen rollten und wurden dann starr und leer. Nein!
    „Und jetzt tötet sie!“, rief Rotstern. Die Katzen jaulten und stürzten sich auf sie. Quellenlicht nahm es hin ohne sich zu wehren. Sie hatte alles verloren. Ihren Gefährten an Rotstern, ihren besten Freund Kleinfleck an den Clan und Windjunges an denSternenClan. Ich hoffe dort oben sehe ich dich wieder, mein Sohn! Dunkelherz stand über ihr und grinste. Quellenlicht war es egal. Das letzte was sie dachte war, wie sehr sie Rotkehlchenschweif hasste, dann knackte es und alles wurde schwarz. Für immer.

    10
    Bild von Selina Sakura:
    Quellenlicht




    Glutpfote hockte im Lager und schaute hoch zu Rotstern. Der Anführer saß seelenruhig auf dem Hochstein und schien gar nicht zu merken, dass der Clan bestürzt und entsetzt war.
    "Es ist vollbracht!", sagte der Anführer, "Die Verräter sind tot und mein erster Berater wieder reingewaschen. Nun kann das Clanleben wieder weitergehen."
    Kleinfleck sprang auf. "Was ist mit meiner Ernennung zum Jäger?"
    Rotstern lachte hämisch. "Hast du wirklich geglaubt ich mache einen zu kleinen und schwachen Kater zum Jäger nur weil er eine Dienerin gekratzt hat?"
    Eingeschüchtert und trotzig erwiderte Kleinfleck: "Das darfst du nicht! Du hattest es mir versprochen!" Rotstern schnippte mit dem Schweif und Zackenschweif stürzte sich von hinten auf ihn und zerrte ihn in den Bau der Diener. "Überleg nächstes Mal bevor du unserem Anführer widersprichst!" Er drehte sich um und setzte sich zu den anderen Kämpfern. Rotstern sprang vom Hochstein und beendete damit die Versammlung.
    Glutpfote schaute sich im Lager um. Die Katzen saßen in kleinen Gruppen zusammen und tuschelten. Er hörte manchen Gesprächen etwas zu, doch alles drehte sich um das Thema. Rosenkralle saß bei ihrer Schwester Blütentau. Die beiden hatten trotz der Unterdrückung ein enges Verhältnis.
    Hoffentlich werden Nebelpfote und ich uns auch später so gut verstehen...
    Er schaute kurz zu Nebelpfote, die sich aufgeregt mit Federpfote und Tupfenpfote unterhielt.
    Er wandte sich wieder dem Gespräch von Rosenkralle und ihrer Schwester zu. "Es war so schrecklich.", erzählte Rosenkralle. "Das ist doch kein Leben mehr!" Blütentau erwiderte etwas, das Glutpfote nicht verstand. Er wandte sich ab, und tappte auf den Lagerausgang zu. "I.. Ich gehe jagen", sagte er. Er hielt es im Lager einfach nicht mehr aus. Tannenkralle sprang sofort auf. "Ich komme mit. Komm Glutpfote!", Der dunkle Kater eilte an ihm vorbei aus dem Lager. Glutpfote war froh das Tannenkralle mitkam, so würden die beiden auf andere Gedanken kommen. Er schaute kurz zu seiner Mentorin Mondglanz, die neben ihrem Gefährten Blitzstreif hockte. Sie nickte, und Glutpfote folgte Tannenkralle.
    Draußen herrschte eine ganz andere Luft. Die Anspannung die im Lager knisterte war sofort verflogen, das unruhige Gemurmel war verebbt. Glutpfote jaulte vor Freude auf, und preschte los. Der Boden flog unter seinen Pfoten hinweg, die Energie prickelte in seinem Blut und machte ihn stark und schnell.
    Plötzlich zog ihm etwas die Beine weg, er japste auf, stolperte und stürzte. Er wollte vor Schreck aufschreien, doch Tannenkralle hielt ihm den Mund zu. "Still, da ist jemand", zischte er. Glutpfote nickte und rappelte sich stumm auf. Die beiden Kater hockten sich stumm unter ein Brombeergestrüpp, und schauten auf die Lichtung vor ihnen.
    Dort saßen Krähenseele und Nesselsee. Die Kätzin hatte den Kopf gesenkt und sich an ihn gelehnt. "Ich halte das nicht mehr aus. Es ist so schrecklich hier", schluchzte die Dienerin. Krähenseele legte ihr tröstend den Schweif um die Schultern. "Niemand wir es je wagen dir etwas anzutun. Ich beschütze dich!", sagte er.
    Nesselsee hob den Kopf und schaute ihn an. In ihren Augen lag ein seltsamer Glanz, den er bisher nur in den Augen von Rotkehlchenschweif gesehen hatte, wenn er mit Quellenlicht sprach. Augenblicklich zog sich sein Magen zusammen. Quellenlicht war tot.
    Tannenkralle legte beschwichtigend seinen Schweif auf die Schulter des Schülers. Er schien genau zu wissen, was der rote Kater gerade dachte. Dankbar lächelte Glutpfote kurz, dann wandte er seinen Blick wieder auf die Lichtung vor ihnen.
    Krähenseele schaute die hellbraune Kätzin mit warmen Augen an.
    "Du weißt, wie sehr ich unsere Freundschaft schätze. Das ich die Zeit mit dir genieße wie sonst nichts. Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es so nicht weitergeht." Nesselsees Augen wurden groß und füllten sich mit Tränen. Krähenseele sprach weiter.
    "Wie gesagt, ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mehr als nur dein Freund sein will."
    Nesselsees Schluchzer verebbten und sie hörte ihm aufmerksam zu.
    "Ich will der eine sein, dem du alle deine Sorgen erzählst. Der eine, der dich immer beschützt, deine Schulter zum Anlehnen wenn es mal nicht weitergeht, dein Trost wenn du traurig bist", er stellte sich ihr gegenüber und schaute ihr mit warmen Blick in die Augen. "Nesselsee, ich liebe dich!" Nesselsee liefen wieder die Tränen übers Gesicht. Doch diesmal waren es Freudentränen. Sie schmiegte sich an ihn und sein Schweif verringerte sich mit ihrem. "Ich liebe dich auch, Krähenseele!"
    Glutpfote musste einen Aufschrei unterdrücken. Das durfte nicht sein! Liebe zwischen niedrigen Dienern und höherrangigen Katzen waren verboten!
    Tannenkralle schob ihn mit dem Schweif leicht weg von ihrem Versteck. "Wir sollten da jetzt nicht bei sein. Die beiden müssen allein gelassen werden", flüsterte der Kater. Glutpfote bewunderte die Ruhe des Katers, obwohl er gerade einen schlimmen Gesetzverstoß gesehen hatte. Die beiden entfernten sich etwas von der Lichtung. "Hab ich dein Wort das du niemandem davon erzählst? Nicht mal Nebelpfote?", Tannenkralle schaute ihm fest in die Augen. "Ja du hast mein Wort", antwortete Glutpfote. Langsam machten sie sich auf den Weg zum Tal, um doch noch etwas zu jagen.

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    Bild von Traumblick: Tropfenpfote



    Der Mond schien auf den Wipfel des Berges, und tauchte den pulvrigen Schnee in Silber. Eine weiße Kätzin mit einem grauen Rücken stand im Schnee, doch ihre Pfoten berührten den Schnee nicht. Ein pechschwarzer Kater gesellte sich zu ihr. Er leckte der Kätzin zwischen den Ohren. "Hier bist du! Ich habe mir schon Sorgen gemacht!" Die Kätzin nickte leicht. "Ja. Hier bin ich. Ich wollte allein sein und nachdenken."
    "Das Unheil das droht macht dir Sorgen, nicht wahr?"
    Die Kätzin nickte erneut. "Keine Katze ist schwach. Jeder von ihnen ist auf seine Art stark. Und eines Tages werden sie sich rächen und die Gesetze des Clans stürzen. Nur zusammen sind sie stark."
    Der Kater schluckte. "Sie müssen zusammenhalten, sonst wird der Aufstand im Chaos enden und die Unterdrückung eisern fortgesetzt. Bis in alle Ewigkeit."
    Ein kleines Fiepen unterbrach die Beiden. Ein kleiner weißer Kater, noch ein Junges krabbelte auf die beiden zu. Er hatte wie die beiden anderen Sternenglanz an den Pfoten.
    "Windjunges!", die Augen der grau-weißen Kätzin füllten sich mit Tränen. "Was machst du denn hier?" Der kleine Kater leckte mit seiner winzigen Zunge an ihrem Bein. "Weine Nicht, Möwenblick, du kannst es nicht mehr ändern. Es ist nun mal geschehen." Möwenblick schüttelte den Kopf und blinzelte die Tränen aus den Augen. Windjunges Ankunft beim SternenClan hatte ihm so viel Weisheit und Klugheit verliehen, wie manch ausgewachsener Kroeger nicht besaß. "Trotzdem hast du den Tod nicht verdient.", flüsterte sie leise. Windjunges lächelte leicht. "Danke. Habt ihr.... Über den Kampf gesprochen?"
    Der schwarze Kater an Möwenblicks Seite antwortete: "Ja." Windjunges schluckte. "Es wird groß und gefährlich werden. Schlimmer als alles was der Clan jemals durchgemacht hat." Möwenblick schaute auf zum Himmel. "Ich werde ein Zeichen schicken. Ich weiß nur noch nicht genau, wem." Windjunges antwortete eifrig: "Es muss jemand sein, der es weitergeben kann. Und der zwischen den richtigen und den falschen unterscheiden kann." Der schwarze Kater maunzte anerkennend. "Du hast voll und ganz Recht." Möwenblick schnurrte zuversichtlich. "Es sieht gut aus. Die Katzen können das schaffen!" Sie schmiegte sich an den schwarzen Kater. "Kommt, gehen wir zu den anderen zurück!", die Drei SternenClankatzen machten sich auf den Rückweg, ihre Pfoten begannen zu leuchten und stiegen langsam zum Himmel auf. Windjunges jaulte erfreut. Die Katzen stiegen immer höher und näherten sich dem Silberfließ, voller Zuversicht auf eine verheißungsvolle Zukunft des Clans, auch wenn der Weg dahin sehr schwer werden würde.

    12
    Mondglanz hockte neben Rosenkralle und Schnellfuß im Lager und teilte sich mit ihnen eine Maus. Sie warteten auf Honigtau, die bei Sonnenhoch die Jagdpatroullie losschicken würde. Die Kämpfer waren eben zur Nordbergpatroullie aufgebrochen und hatten die Schüler mitgenommen, also hatte Mondglanz einen Moment Ruhe.
    Rosenkralle nahm den letzten Bissen der Maus und stand dann auf. "Ich werde mal Honigtau auftreiben und sie nach der Jagdpatroullie fragen.", mit den Worten lief sie rüber zum Jägerbau. Auf dem Weg dorthin leckte sie ihrer Schwester kurz ermutigend übers Ohr, dann verschwand sie hinter den Efeuranken.
    Mondglanz seufzte. "Sie gibt sich die Schuld für Blütentaus schweres Leben, obwohl sie gar nichts dafür kann..." "Wer tut das nicht?", Schnellfuß warf einen Blick auf Nesselsee, die gemeinsam mit Flammenblüte den Schnee vor dem Anführerbau wegscharrten. Mondglanz nickte. "Sie haben ein solches Leben nicht verdient."
    Nesselsee sagte etwas zu Flammenblüte, und eilte dann mit dem Blick auf ihre Pfoten gerichtet zum Rand des Lagers.
    Sie war so auf ihre Pfoten und den Schnee fixiert, dass sie die weiße Flügelschlag gar nicht bemerkte und sie von hinten anrempelte.
    Erschrocken zuckte sie zurück und wollte ihren Weg fortsetzen, doch Flügelschlag hielt sie fest.
    'Was hast du dir dabei gedacht? Hast du keine Augen zum sehen?", keifte die Weiße Kätzin. Alle verstummten. Die Kämpfer, die gerade zurückgekehrt waren hielten mitten in der Bewegung inne, alle Gespräche verebbten mit einem Schlag. Alle schauten zu Nesselsee und Flügelschlag.
    Nesselsee duckte sich unter der wütenden Jägerin. "Es tut mir leid, ich habe dich nicht gesehen.", haspelte sie.
    "Wofür hat der SternenClan dir Augen geschenkt?", fauchte Flügelschlag. In ihren Augen lag ein solcher Hass, wie Mondglanz ihn noch nie gesehen hatte. Flügelschlag war wie besessen.
    Nesselsee blickte schuldbewusst auf den Boden.
    "Es tut mir leid, ehrlich"
    "Das ist mir egal!", sie packte Nesselsee am Nackenfell und zerrte sie über die Lichtung. Die Katzen wichen vor ihr zurück und bildeten einen Gang zum Anführerbau. Rotstern trat heraus und knurrte Nesselsee hasserfüllt ins Gesicht.
    "Habe ich es richtig verstanden? Hast du eine höhergestellte Jägerin umgestoßen weil sie im Weg stand?"
    Nesselsee lag im Schnee und wurde eisern von Flügelschlag festgehalten.
    Eine erdrückende Stille breitete sich im Lager aus. Doch sie wurde von Klippenfall unterbrochen. Die Kätzin trat vor. "Verzeihung Rotstern, aber dürfte ich dir erläutern was sich zugetragen hat?" "Nein!", Rotsterns Stimme duldete keinen Widerspruch. Klippenfall sah aus als wolle sie noch mehr sagen, ließ es dann aber doch sein. Sie stellte sich zurück zu den anderen. Rotstern wandte sich wieder Nesselsee zu. "Also, Stimmt es?", knurrte er. Nesselsee sagte nichts und starrte in mit vor Angst geweiteten Augen an. Rotstern fauchte und fuhr ihr die Krallen durchs Gesicht. Nesselsee schrie auf und Blut rann aus einem tiefen Schnitt quer durch ihr Gesicht, doch sie antwortete immer noch nicht. Rotstern schnippte mit dem Schwanz zu Distelkralle und der Kater trat vor. "Halt sie fest", ordnete Rotstern an und schickte Flügelschlag mit einem kalten Blick weg. Dann stellte er sich gegenüber von Nesselsee, die eisern von Distelkralle festgehalten wurde.
    Der Rote Kater fuhr die Krallen aus und zog sie Nesselsee über die Flanke. "Gibst du zu das Gesetz des Clans verletzt zu haben?" knurrte er.
    Mondglanz schnappte entsetzt nach Luft. Nesselsee hatte in keiner ihrer Handlungen das Gesetz des Clans verletzt, so etwas würde sie nie tun. Sie konnte Schnellfuß ansehen das sie ähnliches dachte. Rotstern beachtete die Reaktionen des Clans gar nicht, sondern schaute nur Nesselsee an. Die Kätzin antwortete wieder nicht. Da sprang Rotstern auf sie zu und schlug wild auf die Dienerin ein. Seine Krallen zerschnitten die Luft und sausten auf Nesselsees Fell nieder. Immer wieder und wieder. Bei jedem Schlag japste und keuchte die Katzenmenge auf.
    Irgendwann hielt Nesselsee es nicht mehr aus, die Schmerzen wurden bei jedem Schlag stärker und hielten länger an. Sie schrie auf: "JA! Ich gebe zu das ich in meiner Handlung das Gesetz des Clans verletzt habe und ich bereue es zu tiefst!" Rotstern schlug noch einmal seine Krallen in ihre Schultern, und ließ die Kätzin dann im blutroten Schnee liegen. "Blütentau, Flammenblüte, macht die Schweinerei hier weg. Du", er starrte Nesselsee an, "Dich werden wir im Auge behalten.", damit ging er zu seinen Beratern und unterhielt sich mit ihnen.
    Nesselsee kämpfte sich auf die Pfoten, doch sie fiel direkt wieder in den Schnee. Blut lief ihr in die Augen und sid konnte nichts mehr sehen. Plötzlich spürte sie, wie jemand sie am Nackenfell packte und hoch hob. Ein vertrauter Geruch stieg ihr in die Nase. Krähenseele! Sie blinzelte sich das Blut aus den Augen. Er hatte sie in den leeren Dienerbau getragen und legte sie dort sanft ab.
    Der Kater ließ sich zu ihr auf den Boden sinken und schmiegte sich an sie. Ihr Zittern verebbte langsam, und sie lehnte sich an ihn. "Alles ist gut. Schnellfuß und deine Freunde passen auf das niemand reinkommt. Ich passe auf dich auf."
    Nesselsee musste Lächeln. Deine Freunde nannte er immer die anderen Diener, weil er sie nicht Diener nennen wollte. Er war einfach großartig. Sie kuschelte sich an ihn. Er begann ihre Wunden zu säubern und ihr das Blut aus dem Fell zu lecken. Nesselsee schloss die Augen. Unter seinen sanften Zungenstrichen schlief sie langsam ein.

    13
    Tropfenpfote kauerte sich hin, schob die Beine unter ihren Körper und fixierte Tupfenpfotes rotweißes Nackenfell. Dann sprang sie ab.
    Die graue Kätzin landete auf dem Rücken ihres Bruders und klammerte sich dort fest, während sie begann, mit eingezogenen Krallen seinen Kopf zu bearbeiten. Tupfenpfote versuchte sie abzuschütteln, doch sie hielt sich eisern fest.
    Doch plötzlich warf er sich auf den Boden und begrub Tropfenpfote unter sich. Er wälzte sich auf ihr und presste ihr so die Luft aus den Lungen, dann stand er auf, und hielt sie mit den Vorderpfoten am Boden fest.
    "Sehr gut gemacht Tupfenpfote! Genau darauf kommt es an! Sei deinem Gegner immer einen Schritt voraus!", Dunkelherz nickte zufrieden und Tupfenpfote ließ seine Schwester los. Tropfenpfote japste und kam dann schwerfällig auf die Beine. Ihre Flanken bebten. Dunkelherz schüttelte den Kopf. "Du hast echt schlecht gekämpft! Merkst du dir überhaupt ein einziges Mal was ich euch beim Training sage?" Er versetzte ihr einen Schlag gegen die Flanken und sie konnte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten. Dunkelherz gab das Zeichen zum Rückweg, und Tropfenpfote stolperte hinter ihm und ihrem Bruder her. Sie hatte schlecht gekämpft, das stimmte. Sie war so plump und dämlich! Warum hatte sie vor ihrem Angriff nicht nachgedacht?
    Endlich kamen sie im Lager an. Tropfenpfote trottete zum Frischbeutehaufen, doch bevor sie sich etwas nehmen konnte, bekam sie einen Schlag auf die Schnauze. Als sie aufblickte, blickte sie in Dunkelherz kalte Augen. "Du frisst heute nichts mehr, soviel ist sicher!" Er grinste schadenfroh und verschwand dann im Anführerbau. Tropfenpfote schluckte. Das war kein gutes Zeichen.
    Sie setzte sich zu Nebelpfote und Federpfote. Die beiden waren ihn ein Gespräch vertieft, das Tropfenpfote aber nur mit halbem Ohr mit hörte. Sie betrachtete die ganzen Kämpferinnen und Jägerinnen. Schnellfuß, die mit ihrer Schnelligkeit einen hohen Status im Clan hatte, Mondglanz, die Tropfenpfote immer aufheitern konnte. Jetzt traute sich Tropfenpfote nicht, sie aus ihrem Gespräch mit Klippenfall und Rosenkralle zu entführen.
    Klippenfall und Rosenkralle.... Auch sie bewunderte Tropfenpfote zutiefst. Viel lieber wollte sie wie eine von ihnen sein. Eine Kämpfernatur, tapfer und mutig. Und was war sie? Tollpatschig, plump, schüchtern und still. Und da gab es noch Klauenpfote! Er war so talentiert, klug und kämpferisch. Wie sollte sie ihn richtig auf sich aufmerksam machen? Zwar war er ihr schon ein guter Freund geworden, aber jede Nacht grübelte Tropfenpfote wie sie es ihm sagen sollte. Und nie fand sie eine Antwort auf diese Fragen. Sie schaute auf ihre Pfoten.
    "Ist irgendwas?", sie schaute auf. Tannenkralle war zu ihr gekommen und betrachtete sie besorgt. Tropfenpfote wusste, das Lügen keinen Sinn machen würde, also nickte sie stumm. Tannenkralle setzte sich. "Möchtest du darüber sprechen?" Wieder nickte Tropfenpfote nur. Dann deutete sie auf einen Platz im Schatten. Dort würde wahrscheinlich niemand zuhören. Sie setzte sich dorthin und Tannenkralle schaute sie fragend an. "Na los. Ich merke doch, dass etwas los ist. Du kannst es ruhig erzählen." Tropfenpfote nickte, und fügte in Gedanken Tannenkralle auf die Liste der Katzen, die sie bewunderte hinzu. Er war so stark, und klug und schien immer eine Lösung zu haben. Sie schluckte, dann begann sie vorsichtig: "Ich habe ein Geheimnis, und kann es niemandem erzählen." Tropfenpfote dachte an Klauenpfote und seine wunderschönen grauen Augen. Dann fasste sie sich wieder und wartete auf Tannenkralles Antwort. Er nickte. "Ich habe auch ein Geheimnis das ich niemandem erzählen darf, weil es sonst verehrende Folgen haben würde. Nicht für mich, sondern für andere Katzen." Tropfenpfote nickte. "So ist es bei mir auch." Tannenkralle schaute sie an. "Du musst lernen, damit zu leben. Wenn du irgendwann eine Lösung findest, dann solltest du sofort danach greifen. Aber bedenke wie du dein Problem löst. Und pass auf, dass du niemand anderes dabei verletzt. Tut mir leid, ich muss jetzt gehen. Aber viel Glück mit deinem Geheimnis!" Er stand auf und lief zum Lagerausgang, wo Klippenfall und Honigtau schon auf ihn warteten. Tropfenpfote blickte ihm hinterher, und fühlte sich nach dem Gespräch doch ein bisschen besser.

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    Bild von mir.
    Vorne rechts sieht man Tropfenpfote die sich nicht traut, Mondglanz anzusprechen und sich deshalb ziemlich mies fühlt.
    Weiter hinten links hören Mondglanz und Klippenfall (links) gerade einer Erzählung von Rosenkralle (rechts) zu.



    Finsterstreif trabte allein durch den Tannenwald. Rotkehlchenschweif hatte angeordnet, das Klauenpfote und Federpfote ohne ihn die Talpatroullie begleiten sollten. Finsterstreif hatte murrend eingewilligt. Seid Nesselsee vor dem ganzen Clan ausgepeitscht worden war, hatte es niemand mehr gewagt eine Regel zu brechen. Insgeheim ärgerte sich der dunkle Kater darüber. Doch er konnte jetzt keine Verletzungen oder Feinde gebrauchen. Etwas lag in der Luft, das spürte er. Irgendetwas baute sich vor dem Clan auf, groß und gewaltig. Wie ein Jäger der sich an eine nichts ahnende Maus anschlich. Die Ungewissheit wann es zuschlagen würde war entsetzlich. Niemand wusste wann und wie es kam. Doch eins war sicher: Es würde den Clan auseinander reißen und ihn vor große Hürden stellen.
    "Aber wenn es soweit ist, werde ich vorbereitet sein", knurrte er leise in sich hinein. Er kam am Teich an, setzte sich ans Ufer und schaute auf die dünne Eisschicht über dem Wasser. Die Sonne strahlte das Eis an, die kalte Schicht reflektierte das Licht, so das Finsterstreif geblendet wurde. Er kniff die Augen zusammen um sie vor dem hellen Schein zu schützen. Auch dem Licht formte sich eine Gestalt. Sie hatte ein weißes Fell mit einem grauen Rücken und klare dunkelgrüne Augen. In ihrem Pelz funkelten tausende von kleinen Sternen. Das Licht verebbte und die Gestalt kam auf Finsterstreif zu.
    Er starrte sie ehrfürchtig an. "Sei gegrüßt, Kriegerin der Sterne.", hauchte er. Die Kätzin schüttelte den grauen Kopf und berührte Finsterstreif mit der Nase. "Es ist lange her", seufzte sie. Finsterstreif betrachtete die SternenClankätzin einen Moment irritiert. Und plötzlich traf ihn die Erinnerung wie ein Schlag. Diese grünen Augen, dieses grauweiße Fell kannte er. "Möwenblick?", flüsterte er ungläubig.
    Möwenblick nickte traurig. "Ja. Ich bin es." In Finsterstreifs Kopf spielten die Erinnerungen Mäusejagd. Alte Bilder und Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Möwenblick, mit der er zusammen als Schüler trainiert hatte. Möwenblick, wie sie mit Rosenkralle und Blütentau um die Wette rannte. Möwenblick, die starb um ihn zu retten. Ihr entsetzlicher Schrei hallte in ihren Ohren wieder, als sie den Fuchs die Klippe hinunterstieß, mitgerissen wurde, und für immer in der Tiefe versank.
    Finsterstreif blinzelte sich eine Träne aus den Augen. "Warum hast du das damals getan? Du hättest den fuchs einfach mich töten lassen können, dann wärst du jetzt noch am Leben. Warum hast du dich für mich in den Tod gestürzt?"
    Eine einzige Träne lief Möwenblicks Wange hinunter und tropfte in den Schnee. "Ich habe dich geliebt", flüsterte sie. Finsterstreif schaute weg. Er wagte es nicht, der Kätzin die sich aus Liebe für ihn geopfert hatte in die Augen zu sehen.
    Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Dann wäre sie vielleicht noch am Leben! dachte er.
    "Es ist nicht deine Schuld Finsterstreif. Ich habe mich damals so entschieden. Aber deswegen bin ich gar nicht hier." Jetzt wagte er es doch, sie anzusehen. "Weswegen denn?", fragte er.
    " Der Wald ist in Gefahr. Die Bäume werden fallen und in den blutroten Schnee fallen. Vertraue nur denen, die das Licht sehen können! "
    Langsam begann sie, zu verblassen. "Halt! Möwenblick warte!", rief Finsterstreif, doch es war schon zu spät. Möwenblick war verschwunden, doch das Echo ihrer Stimme hallte in Finsterstreifs Ohren nach.
    Vertraue nur denen, die das Licht sehen können! Vertraue nur denen, die das Licht sehen können!

    15
    Bild von mir:
    Finsterstreif und Möwenblick
    Möwenblick hat Finsterstreif gerade gesagt was sie für ihn empfindet. Finsterstreif ist davon ein bisschen überrumpelt.




    Rotstern hockte auf einer Tanne und wartete. Er saß einfach nur stumm da und schaute auf den Boden. Gleich würde sie kommen, gleich musste sie kommen. Voller Sehnsucht dachte er an die strahlenden Augen und das dunkle Fell. Sie war einfach wunderschön.
    Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als ein Zweig knackte. Er hockte sich auf dem Ast hin, sein blutrotes Fell wurde von Blättern verdeckt.
    Und da kam sie.
    Sie bewegte sich anmutig und geschmeidig, achtete auf jedes Geräusch, auf jeden Duft. Genau unter Rotstern blieb sie stehen, und schaute sich um. "Hier ist doch nichts! Warum sollte ich hier unbedingt hin?" Sie schien genervt, doch auch dieser grimmige Blick standen ihr großartig. Einen Moment verharrte sie noch unter dem Baum und Rotstern nahm ihren Geruch war. Süß, ein wenig nach Schnee und Wind, ein wenig nach Tannennadeln. Es war der schönste und angenehmste Geruch den er je gerochen hatte, und jemals riechen würde, das wusste er. Er Schloss für einen Moment die Augen, und gab sich seiner Fantasie hin. Sie und er, gemeinsam im Tal, wo statt Schnee Gras auf dem Boden wuchs. Ihr Fell glänzte und sie lief eng an ihn geschmiegt.
    Rotstern öffnete die Augen wieder und schaute nach unten. Die dunkle Kätzin war aufgestanden und schüttelte verständnislos den Kopf. Auch eine Geste die ihr sehr gut stand. Dann stand sie auf und rannte mit großen Sätzen zurück Richtung Lager. Jetzt schon schmerzte Rotsterns Herz vor Sehnsucht nach ihr. Es gab keine schöneren Augen, keinen glänzenderen Pelz, keine anmutigeren Bewegungen als ihre.
    Rotstern kletterte flink vom Baum und machte sich langsam auf den Rückweg. Es machte nichts, dass er sie umsonst hier hin gerufen hatte. Allein ihre Stimme zu hören, ihr Antlitz zu sehen ließ sein Herz so hochschlagen das er sich sorgen machte, es könne ihm aus der Brust springen. Während er langsam zurück trabte dachte er nur an sie. Nachtfell.

    16
    Klauenpfote wurde mit wach, als sich der Dornenwall des Schülerbaus plötzlich erzitterte. Er fuhr hoch, rechnete mit einem Fuchs oder fremden Katzen, doch alles was er von draußen hörte war Dunkelherz knurren: „Pass doch auf wo du mit den Ästen hingehst!“ und darauf ein verlegendes: „Tschuldigung“, von Tropfenpfote. Etwas irritiert stand Klauenpfote auf und schüttelte sich Moosfetzen aus dem Fell. Was um alles in der Welt ist denn hier los?
    Und dann fiel es ihm endlich ein. „Unsere Prüfung, Federpfote unsere Prüfung ist heute!“, er rüttelte seine Schwester aufgeregt wach. Sie drehte sich murrend auf die Seite. „Aber die geht doch erst bei Sonnenhoch los! Wir haben noch Zeit!“ Klauenpfote seufzte und zwängte sich aus dem Schülerbau nach draußen ins Lager. Dort herrschte reges Treiben. Die Diener eilten mit Zweigen und Ästen, die sonst immer im Lager herumlagen und mit denen die Jungen gerne spielten, zum Ausgang. Auch Tropfenpfote war bei ihnen. Sie hievte einen besonders großen und sperrigen Ast aus einer Kuhle im Boden, doch sie schaffte es nie, den Ast aus der Mulde herauszuziehen. Abendjunges hängte sich an ihren Schwanz und zog sie wieder in die Kuhle.
    Klauenpfote erinnerte sich daran, das die Jungen es ihre persöhnliche „Kampfkuhle“ nannten. Für alle anderen war es lediglich die Spielkuhle.
    Flammenjunges sprang an Tropfenpfote hoch und verfing sich mit seinen kleinen Krallen in ihrem Ohr. Er kreischte begeistert als Tropfenpfote sich langsam auf den Boden sinken ließ. „Du bist die Dienerin und wir sind die Berater des Anführers!“, kreischte Abendjunges begeistert und er und sein Bruder zerrten sie an Schweif und Ohr tiefer in das Geäst der Äste.
    Klauenpfote schüttelte den Kopf und trabte zur Spielkuhle. Er zwängte sich durch ein paar Zweige und fand Tropfenpfote unter einem der Äste. Flammenjunges hing immer noch an ihrem Ohr und Abendjunges rief laut: „Trag den Ast! Trag den Ast!“
    Klauenpfote baute sich vor den beiden orangenen Katern auf und fauchte aus tiefer Kehle: „Verschwindet oder ich werfe euch den Füchsen und Berglöwen zum fraß vor!“ Die Jungen kreischten entsetzt auf und eilten aus der Kuhle Richtung Kinderstube. „MAMA!“, jaulte Flammenjunges, dann verschwand er unter den Ranken der Kinderstube. Klauenpfote grinste zufrieden, und wand sich dann Tropfenpfote zu. Sie hatte den Ast von ihren Schultern geschüttelt und rappelte sich auf. Ihr Ohr blutete und an ihrer Schweifspitze fehlte etwas Fell. „Alles in Ordnung?“ fragte er die weißgraue Kätzin. „Ja geht schon.“, murmelte sie und schaute auf ihre Pfoten. Klauenpfote wunderte sich darüber. Tropfenpfote war eine gute Freundin von ihm, sie verstanden sich prächtig. Doch seid einiger Zeit wurde sie immer ganz schüchtern wenn er sie ansprach. Ihre Stimme wurde ganz zittrig und sie knetete den Boden mit den Pfoten. Er nahm sich vor sie demnächst danach zu fragen. „Soll ich dir“, er wurde unterbrochen, als die Äste um sie herum begannen zu beben, und kurz darauf von Luchssprung beiseite geschoben wurden. Hinter ihr kam Mausezahn und nahm ebenfalls einen Ast. Luchssprung schaute die beiden Schüler an. „Klauenpfote, du solltest noch gar nicht hier draußen sein und Tropfenpfote, du bist erstmal fertig hat Nebelfrost gesagt.“, damit packte sie einen Ast und schleifte ihn über die Lichtung zum Ausgang, Mausezahn dicht auf den Pfoten. „Wofür brauchen wir die alle?“, fragte Klauenpfote.
    „Die meisten werden einfach entsorgt, aber ein paar sind für den Schutzwall um das Lager gedacht.“, murmelte Tropfenpfote. Klauenpfote nickte. „Sag mal, was ist los in letzter Zeit mit dir?“, begann er. Tropfenpfote zuckte wie aus einem Traum erwacht zusammen, trat unsicher von einer Pfote auf die andere, und haspelte leise: „Ich geh mal draußen nachsehen ob ich helfen kann. Viel Glück bei deiner Prüfung heute.“, damit stand sie auf und rannte fast schon durchs Lager, und huschte eilig durch den Ausgang. Verwirrt sah Klauenpfote ihr nach. Was war nur mit ihr los?
    Doch da hörte er Finsterstreif seinen Namen rufen. Sein Mentor stand mit Federpfote, Honigtau, Rotkehlchenschweif und Rotstern vor dem Anführerbau und wartete auf ihn. Klauenpfote raffte die Schultern und atmete noch einmal tief durch. Es ging also los.

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    Bild von Selina Sakura:
    Klauenschlag nach seiner Ernennung.



    Rotstern schaute auf seinen Clan herab. Sein Blick schweifte über Klauenpfote und Federpfote. Ihre Leistung bei der Prüfung heute war ihm eigentlich egal. Er hatte seine Entscheidung schon Monde vorher getroffen, und die Prüfung hatte ihn nur in seiner Meinung bestärkt. Sein Blick fiel auf Finsterstreif. Der Kater starrte dem Anführer in die Augen, doch seine Miene war unlesbar. Rotstern hatte keine Lust auf solche Spielchen. Vermutlich versuchte der dunkle Kämpfer nur, herauszufinden welchen seiner Schüler heute das Unglück treffen würde. Rotstern zuckte mit den Schultern und begann seine Rede: „Heute haben zwei Schüler um den gerechten Einzug in die Gemeinschaft des Clans gekämpft. Sie beide haben ihr können beim Jagen, Kämpfen und dem Erlernen unserer Gesetze gegeben. Und nun ist es endlich soweit. Nun fällt die Stunde der Wahrheit!“ Der Blick des Anführers wanderte zu Rotkehlchenschweif, und mit Genugtuung stellte Rotstern fest, dass die Weichheit seid Quellenlichts Tod aus den Augen des Katers verschwunden war. Endlich. dachte er im Stillen. So sollte mein erster Berater sein. Hart und unerschütterlich.
    „Rotkehlchenschweif. Erzähl uns wie sich Federpfote und Klauenpfote im Kampf geschlagen haben!“, forderte der blutrote Anführer auf.
    Rotkehlchenschweif räusperte sich. „Nun, am Anfang lief alles gut. Beide haben keine Schwächen gezeigt und waren sich ebenbürtig. Doch gegen Ende zeigten sie beide leichte Schwächen. Federpfote wurde erschöpft und ihre Schläge verloren den Druck.“
    Federpfote schaute auf ihre Pfoten. Ihr Gesicht war vor Scham und Ärger verzogen.
    „Klauenpfote hat gegen Ende des Kampfes immer wieder das Gleichgewicht verloren und wirkte komplett abwesend! Gewonnen hat am Ende Federpfote.“, beendete Rotkehlchenschweif.
    Rotstern nickte dem Führer anerkennend zu und schaute dann zu Honigtau. „Honigtau, wie bewertest du ihre Leistung beim Jagen?“. Die zweite Führerin wirkte gelangweilt. „Da gibt es nicht viel zu sagen. Klauenpfote hat ein Kaninchen und eine Spitzmaus gefangen und Federpfote einen Schneehasen. Beide waren ganz gut, aber nicht hervorragend.“
    Rotstern nickte, dann sprach er sein Urteil aus.
    „Nun, wie ihr seht haben beide Schüler ihr Bestes gegeben, doch nun müssen wir ein Urteil aussprechen. Federpfote, fangen wir mit dir an.“ Ein Raunen ging durch die Menge als Federpfote steifbeinig vortrat. Sie war angespannt. In diesem Moment würde sich alles über ihr Leben entscheiden. „Finsterstreif hat dich der Kunst des Jagen und des Kampfes geleert. Bei deiner Prüfung hast du bewiesen, dass du ein wertvolles Mitglied unseres Clans bist. Federpfote, von heute an wirst du Federtanz heißen. Du hast bewiesen wie stark du bist, und wirst von heute an Mitglied der Gemeinschaft der Kämpfer sein!“ Federtanz machte große Augen. Rotstern sah ihr an, dass sie sich nur mit Mühe kontrollieren konnte, doch sie trat gesittet unter den Hochfelsen und schaute auf zu Rotstern. „Ich bedanke mich für deine Großzügigkeit und deinen Glauben an mich!“, sagte sie, ganz wie es Brauch war. Dann trabte sie zu Finsterstreif und verneigte sich vor ihm. „Ich danke dir das du mich alles was du weist geleert hast und mich zu dem gemacht hast, was ich heute bin.“
    Die Augen ihres Mentors waren warm und stolz. „Federtanz! Federtanz!“ jubelte der Clan.
    Federtanz genoss für einen Moment die Aufmerksamkeit und blickte hochmütig über den Clan. Rotstern zischte leise. „Geh zu den Kämpfern!“ Die Kätzin zuckte kaum merklich zusammen und eilte zu den anderen Kämpfern. Dort setzte sie sich stolz neben Zackenschweif. Der ältere Kämpfer verdrehte die Augen und Rotstern musste leicht schmunzeln. Diese frisch ernannte Kämpferin hielt jetzt schon zu viel von sich. Doch er musste sich jetzt auf die Zeremonie konzentrieren. Sein Blick fiel auf Klauenpfote. Er hockte mit herabhängendem Schweif und den Blick auf den Boden gerichtet da, in der Mitte des Lagers, wo ihn alle sehen konnten. „Klauenpfote. Auch du warst ein relativ guter Schüler, aber deine Leistung konnte der deiner Schwester nicht das Wasser reichen. Von heute an wirst du Klauenschlag heißen. Dein Name entspricht zwar nicht deinem können, aber vielleicht gibst du ja einen guten Schneewegräumer ab.“ Die Katzen lachten, zumindest einige von ihnen. Klauenschlag wagte es nicht, auf zu sehen.
    Tropfenpfote tat das Herz weh, ihn so sehen zu müssen. Das hatte er nicht verdient! Zu ihrem Entsetzten stellte sie fest, das sogar Federtanz lachte. Die weiße Kätzin lachte und riss Witze gemeinsam mit Distelkralle und Nebelfrost. Tropfenpfote musste den blick abwenden.
    Rotstern beendete das Gelächter mit einem Schwanzschnippen. „Luchssprung, wie wärs wenn du Klauenschlag eine Aufgabe gibst? Ansonsten ist die Versammlung beendet!“, er sprang vom Hochfelsen und tappte in seinen Bau in dem hohlen Baumstumpf. Luchssprung tappte zu Klauenschlag. „Wie wärs wenn du erstmal den Schnee von der Lichtung räumst?“, in ihrer Stimme lag Wärme und Mitleid. Sie hat das selbe durchmachen müssen... dachte Tropfenpfote. Klauenschlag machte sich daran, den Schnee an den Rand des Lagers zu schieben. Unsicher kam Tropfenpfote zu ihm. „Hey“, mehr brachte sie nicht heraus. „Hey“, seufzte Klauenschlag. Da Tropfenpfote nicht wusste was sie sagen sollte, machte sie sich daran, Klauenpfote dabei zu helfen, den Schnee weg zu räumen. Sie hoffte das ihn das wenigstens ein bisschen aufheiterte.

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    Bild von mir:
    Nesselsee (Es ist mein aller erstes Bild am Computer. Hab sowas vorher noch nie gemacht.)




    Mausezahn erwachte mit den ersten Sonnenstrahlen. Sie rappelte sich aus ihrem notdürftig gebauten Nest und schüttelte sich die Müdigkeit aus dem Pelz. Gähnend ließ sie ihren Blick über die anderen Diener schweifen. Sie verspürte einen Stich im Herzen als sie Klauenschlag in einem weichen Farnnest liegen sah. Gestern Abend war Tropfenpfote mit Bergen von Farn in den Bau der Diener gestolpert und hatte schweigend ein Nest hergerichtet. Mausezahn schmunzelte. Klauenschlag hatte wohl das weicheste Nest das ein Diener je gehabt hatte. Seufzend kroch Mausezahn nach draußen. Nebelfrost und Distelkralle hockten bereits beim Frischbeutehaufen und bedienten sich. Aus dem Bau der Krieger tappte Federtanz. Trotz ihrer bestimmt aufregenden Nacht wirkte sie frisch und ausgeschlafen. Beneidenswert...
    Die helle Kätzin gesellte sich zu den beiden älteren Kämpfern. "Großartig, wie du gestern deinen Haufen Mäusedreck von einem Bruder lahm gelegt hast!", meinte Distelkralle und bot der Jüngeren eine Maus an. Nebelfrost nickte. "Du hast gezeigt, dass du es wert bist, in die höhere Gemeinschaft aufgenommen zu werden!" Federtanz legte anmutig den Schweif um die Pfoten und schnurrte.
    Mausezahn kniff die Augen zusammen. Sie tanzt den beiden ganz schön auf der Nase herum... Sie unterdrückte ein Fauchen, denn genau in dem Moment viel Distelkralles Blick auf sie. "Was glotzt du denn so, Mausedreck? Wärst wohl auch gerne was anständiges geworden!"
    Federtanz lachte aufgesetzt. "Ach Distelkralle, du bist so witzig!" Doch Mausezahn glaubte ein merkwürdiges Funkeln in den grünen Augen der Kätzin zu sehen. Sie ist nicht sicher auf welcher Seite sie steht...
    Nebelfrost fauchte die Dienerin an. "Los! Beweg dich und richte Federtanz ein Nest her! Sie hatte gestern Nacht kein all zu bequemes!" Mausezahn seufzte und tappte zum umgefallenen Baumstamm. An ihm wucherte das Moos immer gerade zu unnatürlich. Vielleicht ist das ja ein Geschenk des SternenClans an uns Diener. Das wir immer frisches Moos haben. Sie erinnerte sich das Quellenlicht immer gemeinsam mit Rotkehlchenschweif auf diesem Baumstamm gelegen hatte und es versetzte ihr einen kleinen Stich beim Gedanken an die Kätzin. Sie kratzte schließlich etwas Moos ab, und eilte damit in den Kämpferbau. Sie begann eine weiche Liegefläche für Federtanz anzulegen, als ihr ein Dorn in der Barriere des Baus auffiel. Sie kicherte leise und drapierte den Dorn zwischen dem Moos, sodass man ihn nicht sehen konnte. Dann verließ sie den Bau voller schlafender Katzen. Ein schadenfrohes Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Diese Nacht würde Federtanz wohl nicht gerade besser schlafen.

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    Tropfenpfote blickte sehnsüchtig zum Lagerausgang. Mondglanz schaute die Kätzin verwirrt an. Sie war doch schon heute Morgen mit Dunkelherz auf der Jagd gewesen!
    Doch da verstand Mondglanz plötzlich. Neben dem Lagerausgang hockten Klauenschlag und Federtanz. Die weiße Kämpferin saß in einigen Abstand zu ihrem Bruder, der gerade ein paar freie Momente genoss.
    Mondglanz musste schmunzeln und setzte sich zu Tropfenpfote. Die kleine graue Kätzin seufzte leise. "Ist er nicht tapfer? Es muss so schwer für ihn sein!" Mondglanz legte nachdenklich den Schweif um die Pfoten. "Das sind sie alle. Es ist schwer für alle Diener." Wieder seufzte Tropfenpfote und Mondglanz erkannte, das sie die jungen Kätzin wohl nicht umstimmen konnte. Schnellfuß kam mit einem Schneehasen ins Lager. Sie sprang leichtfüßig zum Frischbeutehaufen und legte dort das weiße Tier ab, dann kam sie auf Mondglanz und Tropfenpfote zu. "Wo warst du denn heute Tropfenpfote? Wir haben dich beim Jagen vermisst!", sagte die kompakte Jägerin und setzte sich zu ihnen. "Durfte heute nicht mit. Hatte eine Einzelstunde mit Dunkelherz", antwortete Tropfenpfote leise. "Oje, gab es Ärger?", fragte Mondglanz. Schnellfuß lachte ironisch auf. "Ärger? Wegen ihrer Jagdkenntnisse? So ein Schwachsinn! Gestern hat sie bei der Jagdpatroullie mehr gefangen als Honigtau!" Rosenkralle und Nachfell, die etwas weiter am Rand gesessen und sich unterhalten hatten horchten auf. "Wer hat mehr gefangen als Honigtau?", fragte Nachtfell. "Na Tropfenpfote!" antwortete Schnellfuß. Tropfenpfote knetete schüchtern den Boden unter ihren Pfoten. "Es war nur ein Fink!" murmelte sie. "Aber was mehr ist ist mehr! Gut gemacht!", miaute Rosenkralle. "Danke", hauchte Tropfenpfote kaum hörbar, "Aber Dunkelherz scheint das anders zu sehen." "Das glaube ich nicht!" rief Nachtfell. Tropfenpfote seufzte wieder und linzte wieder Richtung Ausgang. Diesmal jedoch betrachtete sie Federtanz voller Bewunderung.
    "Federtanz? Seit wann rennst du ihr denn hinterher?", Schnellfuß zwinkerte. Tropfenpfote seufzte erneut. Das scheint in letzter Zeit ihre Lieblingsbeschäftigung zu sein. Mondglanz musste sich ein Schmunzeln verkneifen. "Federtanz ist hübsch und begabt und hat immer hin ein Talent!", meinte Tropfenpfote. "Du hast auch ein Talent!", erwiderte Nachtfell. "Welches denn?", Tropfenpfote schaute fragend zu der dunklen Kätzin. "Äh ... Also..." Nachtfell überlegte. "Seufzen?", schlug Schnellfuß vor. Rosenkralle schnurrte belustigt und Nachtfell und Mondglanz fielen mit ein. "Ihr seid doof!", meinte Tropfenpfote, doch auch sie musste grinsen. "Nein aber mal im Ernst. Du kannst gut Vögel fangen!", maunzte Schnellfuß nach einiger Zeit. "Danke", wieder seufzte Tropfenpfote, "Aber ich glaube nicht das das Klauenschlag auf mich aufmerksam macht." Nachtfell stupste die kleine Schülerin ermutigend an. "Das wollen wir aber mal sehen!" Sie wollte noch mehr sagen, doch da kam Rotkehlchenschweif auf die Truppe zu. "Nachtfell, du sollst zum Teich im Tal kommen!" Die Kämpferin stöhnte. "Schon wieder? Ich war dort doch schon vor drei Sonnenaufgängen und da war nichts!" Rotkehlchenschweif blickte sie ungerührt an und deutete zum Ausgang."Los jetzt!" Nachtfell murrte, stand jedoch auf und sprang in großen Sätzen aus dem Lager. Tropfenpfote seufzte. "Ich geh mal zu Nebelpfote. Wir zwei dürfen heute mit zum Nachttraining." Sie stand auf und trottete zum Schülerbau. Schnellfuß blickte ihr hinterher. "Sie ist anders als doe meisten Schüler. " "Sie ist klug", nickte Rosenkralle. Mondglanz nickte ebenfalls. "Aber sie muss mehr Selbstvertrauen bekommen, sonst wird es schwer für sie." Rosenkralle schaute zu Blütentau und Bachglanz. "Selbstvertrauen allein genügt nicht. Es ist ein einziges Sympatiespiel. Wer Rotstern gefällt der bekommt einen hohen Rang und die anderen werden aussortiert." Schnellfuß seufzte. "Fang du nicht auch noch an!", rief Mondglanz. Und dann lachten die drei. Mondglanz genoss den Moment, denn sie war sich nicht sicher, wann sie das nächste Mal so ausgelassen lachen würde.

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    Brandpfote zwängte sich stöhnend aus dem Schülerbau. Sie hatte schlecht geschlafen. Mitten in der Nacht war sie von aufgebrachten Rufen wach geworden. Tropfenpfotes Nest war leer gewesen. Leise hatte Brandpfote sich ins freie gedrängt und auf die Stimmen gelauscht. Es war nicht nur Tropfenpfote. Auch Mondglanz war wach gewesen. Aufgebracht war die Kätzin im Lager auf und ab gelaufen und hatte vor sich hin geflucht. "Meine Güte Tropfenpfote, hör endlich damit auf! Seid Monden verbringst du deine Zeit mit Seufzen und Selbstmitleid! Hab doch mal ein bisschen Selbstvertrauen!" Obwohl Brandpfote wusste, dass sie nicht gemeint war, hatte es ihr einen Stich versetzt. Sie konnte Tropfenpfote verstehen, genau nachempfinden wie es ihr ging. Denn Brandpfote selbst lebte ebenfalls in ständigen Selbstzweifeln. "Ich weiß. Aber was bringt es mir?" fragte Tropfenpfote. Ihre Stimme war leise und ruhig und verriet nicht, was sie wirklich empfand. Das beeindruckt le Brandpfote, doch sie war still geblieben. "Was es dir bringt? Ein erfülltes Leben mit einer sinnvollen Aufgabe!", rief Mondglanz. Tropfenpfote seufzte niedergeschlagen. "Aber Mondglanz, wenn ich einen hohen Rang bekomme, werden ich und Klauenschlag niemals zusammen sein können. Und das ist das einzige was ich in meinem Leben will!" Ihre Stimme war immer noch ruhig, aber es lag ein leichter Druck in ihrem Ton. "Ich weiß Tropfenpfote. Aber das ist angesichts deines Leidens wenn du deine Chancen für ihn vertust unwichtig! Ich habe es dir doch schon einmal gesagt: Pass auf, wem du dein Herz schenkst" Tropfenpfote sprach für sie weiter. "Denn jedem dem du es schenkst, schenkst du auch eine Klinge mit der er dich beschützen oder verletzen kann. Ich weiß. " Mondglanz Stimme wurde weich. "Ich will dich nicht ärgern sondern beschützen!" "Das weiß ich doch. Aber es lässt sich nun einmal nicht ändern." Mondglanz seufzte erneut. "Pass einfach auf und lass dich nicht noch einmal so hängen, klar? Es ist der Endspurt vor deiner Ernennung. Du musst noch einmal alles geben und Rotstern zeigen was du kannst!" Tropfenpfotes Stimme war fest. "Ja. Ich verspreche es dir!" Zufrieden hatte Mondglanz geschnurrt.
    Brandpfote hatte danach die ganze Nacht gegrübelt. Tropfenpfote hatte versprochen zu kämpfen. Konnte sie das auch?
    Jemand stieß sie von hinten an. "Au!" Dornenpfote marschierte an ihr vorbei. "Warum stehst du auch so im Weg?", blaffte er und stolzierte zu Schnellfuß. Brandpfote schüttele sich den Ärger aus dem Pelz. Vor ihr lag ein langer Trainingstag. Schnellfuß hatte viel geplant. Ich werde auch mein Bestes geben. beschloss Brandpfote, doch ein Zweifel blieb.


    Nachtfell war die letzte die am Morgen. den Kämpferbau verließ. Am liebsten wäre gar nicht erst aufgestanden. Sie hatte keine Lust noch einmal zum Tal zu gehen. Gestern war soe wieder umsonst den ganzen Weg gelaufen und geklettert. Es reichte ihr langsam endgültig! Was zum Teufel sollte denn auch bitte schön im Tal sein? Bis auf ein paar Bergziegen an den steilen Hängen und ein paar Greifvögeln die in den luftigen Felsspalten nisteten gab es dort nichts! Und genau das würde sie Rotstern heute auch sagen! Das sie es so satt hatte, ständig umsonst den Abstieg anzutreten und mit leeren Pfoten wieder zu kommen. Bachglanz hatte sie auch schon darauf angesprochen. Nachtfell stand auf und trabte eilig über die Lichtung zum Anführerbau.

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    Bild von mir:
    Brandpfote wie sie gerade an sich selbst zweifelt



    Nachtfell trat mit gemischten Gefühlen vor den Anführerbau. Ihre Pfoten kribbelten vor Wut und Tatendrang, endlich offen ihre Meinung zu äußern, doch ihr Magen rumorte und fühlte sich seltsam flau an. Was wenn er mich gar nicht erst reinlässt? Sie hatte die Morgenpatroullie sausen lassen um mit Rotstern zu sprechen. Was sollte sie den anderen sagen wenn sie sie umsonst allein losziehen gelassen hatte? Zackenschweif war nicht gerade begeistert gewesen, mit Dornenpfote und Brandpfote allein losziehen zu müssen. Aber das ließ sich jetzt nicht mehr ändern. Nachtfell holte noch einmal tief Luft und trat dann in den hohlen Felsbrocken. Die Ranken kitzelten für einen Moment ihr Fell, dann war sie am Rankenvorhang vorbei und schaute sich im Halbdunkel um. Ihre Augen hatten sich schnell an die Dunkelheit gewöhnt und sie konnte einen blutroten Pelz auf einem Farnnest ausmachen. „Wer ist da?“, knurrte Rotstern feindselig. Er schien nicht gerade auf ein Gespräch erpicht. Doch Nachtfell ließ sich nicht einschüchtern. Sie straffte die Muskeln und antwortete mit fester Stimme. „Hier ist Nachtfell. Ich wollte mit dir reden.“ Rotsterns Ton änderte sich sofort. Er setzte sich in seinem Nest auf und drehte sich zu ihr um. Ordentlich legte er den Schweif um die Pfoten und schaute sie erwartungsvoll an. Nachtfell war von seinem schlagartigen Sinneswandel so überrascht, dass sie kein Wort herausbrachte. Was war das denn? Sie konnte es sich nicht erklären. Aber es hatte Zeit bis später. Ihre Pfoten juckten und so atmete sie noch ein weiteres Mal durch und sprach dann. „Ich muss dir etwas sagen.“ In Rotsterns bernsteinfarbenen Augen glomm etwas auf. Seine Augen begannen erwartungsvoll zu leuchten. Wie bei einem Jungen das zum Schüler ernannt wird. Er bemühte sich ruhig zu klingen, was ihm auch sehr gut gelang. „Und was möchtest du mir sagen?“ In seiner Stimme lag eine solche freudige Aufregung, dass es Nachtfell fast schon wehtat, diese zu nickte machen zu müssen. „Ich will nicht mehr ständig ins Tal gehen!“
    Wie sie erwartet hatte, sank Rotsterns Stimmung von freudiger Erwartung herab zu brodelnder Wut. „Und warum nicht?“, blaffte er zurück. Nachtfell bemühte sich groß zu machen und Ritstern fest in die Augen zu blicken. „Da ist nichts!“, Sie presste jedes Wort ganz langsam hervor, damit er sie auch ja verstand. Rotstern starrte sie einen Moment an, dann fauchte er zurück. „Wie willst du dir da so sicher sein?“ Jetzt reichte es Nachtfell endgültig. Rotstern stellte entgegen aller Logik alles was Nachtfell sagte in Frage. Und nicht nur das, er war auch noch verletzt wenn Nachtfell widersprach. Das konnte sie sich nicht gefallen lassen, Anführer hin oder her!
    „Ich war seid Klauenschlags und Federtanz Ernennung die schon mindestens einen Mond her ist jeden Tag da. Jeden verdammten Tag habe ich meine Zeit damit verschwendet am Teich zu sitzen und nichts zu sehen! Ich habe es satt ständig ins Tal runter zu klettern! Das hat keinen Sinn! Sag mir doch einfach, was du vermutest was da sein könnte!“
    Rotstern saß wie erstarrt da. Nichts an ihm bewegte sich. Nur sein Mund als er sprach: „Das kann ich nicht, Nachtfell.“ Seine Stimme klang brüchig und leise, als würde er gleich in Tränen ausbrechen. „Dann musst du dir jemand anderes für deine unnötigen Aufgaben suchen!“ damit drehte Nachtfell sich um, und verließ vor Wut kochend den Bau.
    Rotstern schaute ihr nach, und als ihr hübscher Schweif um die Ecke gerauscht war, glitzerten Tränen in seinen Augen. Da ist nichts! Ihre Worte hatten sich in sein Herz eingebrannt, vereint mit ihrem Blick voller Wut und Hass. Wut und Hass auf ihn. Warum hasste sie ihn so? War es wegen dem was er Bachglanz angetan hatte? Nein, bestimmt war sie dankbar das es sie selbst nicht getroffen hatte. War es wegen Quellenlicht? Aber sie hatte doch nie etwas mit ihr zu tun gehabt... Rotstern blinzelte sich die Tränen aus den Augen und legte sich in sein Nest. Er schloss die Augen. Vor seinem inneren Auge tanzte nur eine einzige Erinnerung, schmerzhaft und entsetzlich. Da ist nichts! Und ihre zusammengekniffenen Augen voller Wut und Entschlossenheit.

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    Bild von Traumblick: Brandpfote und Dornenpfote



    „NEIN! Nein nein nein nein nein!“, Schnellfuß schüttelte den Kopf. „Brandpfote, du musst dich abrollen und Dornenpfote, fahr endlich deine Krallen ein!“ Brandpfote nickte niedergeschlagen, doch ihr Bruder Dornenpfote baute straffte einfach gelassen die Muskeln als hätte er nichts gehört. Schnellfuß machte einen Schritt auf den Kater zu. „Dornenpfote“, knurrte sie bedrohlich, und ihr Ton duldete keinen Widerspruch, „Fahr deine Krallen ein! Wir trainieren nur!“ Doch ihr Schüler zuckte nicht einmal mit den Schnurrhaaren. „Ein Training ohne realistische Umstände ist so nutzlos wie ein Diener“, sagte er. Schnellfuß starrte ihren Schüler entsetzt an. Wie konnte er so etwas mit einer solchen Leichtigkeit sagen! „Dornenpfote, du verlässt auf der Stelle das Training und gehst zurück ins Lager!“ fauchte sie. Die Jägerin presste die Lippen aufeinander um ihre Wut zu unterdrücken. Auf einmal raschelte es im Gebüsch und Nachtfell trat auf die Lichtung. Sie schüttelte sich ein paar Blätter aus dem Fell und kam langsam auf die anderen zu. Schnellfuß sah ihrer Freundin an, das sie vor Wut kochte, doch hatte keine Ahnung weshalb.
    Nachtfell stellte sich vor Dornenpfote, ihre Muskeln waren angespannt und ihr Blick ebenso steinhart wie ihre Stimme. „Dornenpfote, du fährst jetzt sofort deine Krallen ein! Und dann geht ihr gemeinsam ins Lager und beschäftigt euch dort.“ Sie beugte sich vor und starrte den Kater eiskalt in die Augen. „Geh!“, zischte sie. Das ließ Dornenpfote sich nicht zweimal sagen. Er sprang auf und rannte fast über die Lichtung in den Tannenwald, Richtung Lager. Schnellfuß schaute warm zu Brandpfote. „Geh du auch. Du hast dich gut geschlagen.“ Brandpfote nickte und tappte ihrem Bruder langsam hinterher.
    Einen Moment war es totenstill auf der Lichtung, dann brachen Schnellfuß und Nachtfell in schallendes Gelächter aus. „Hast du seinen Blick gesehen?“, prustete Schnellfuß. Nachtfell nickte schnurrend. Nach einer Weile beruhigten sie sich wieder, und Schnellfuß setzte sich gerade hin. „Danke.“, sagte sie. „Ich glaube hätte ich einmal angefangen so zu fauchen, hätte ich wohl so schnell nicht wieder aufgehört.“ Nachtfell nickte. „Das musste einfach mal raus. So gut er sich auch bei eurem Training schlägt, so respektlos kann er auch sein.“ Schnellfuß nickte. „Genau das will Rotstern ja. Dornenpfote muss ihm wie ein Musterschüler vorkommen.“ Schnellfuß sah wie sich Nachtfells Miene bei Rotsterns Erwähnung verfinsterte. „Was ist los?“ fragte sie vorsichtig.
    „Ich war bei Rotstern. Ich habe ihm gesagt wie mich meine ständigen Wanderungen ins Tal aufregen.“ „Und dann?“, fragte Schnellfuß weiter, denn sie brannte darauf Rotsterns Grund für Nachtfells ständige Aufträge zu erfahren. „Also der hat-“ „Stopp! Sag es mir noch nicht“, unterbrach Schnellfuß sie plötzlich. „Warum?“, fragte Nachtfell. Schnellfuß grinste. „Mir ist da gerade eine großartige Idee gekommen!“ Nachtfell knetete ungeduldig den Boden unter ihren Pfoten. „Jetzt sag schon!“ Schnellfuß beugte sich vor und sagte leise und tryumphierend: „Wir veranstalten ein geheimes Treffen!“ Nachtfell schaute ihre Freundin irritiert an. „Wie stellst du dir das denn vor?“ Schnellfuß erklärte: „Hast du dir nicht auch schon immer gewünscht mal ihne mit finsteren Blicken beworfen zu werden ein ganz normales Gespräch mit den Dienern zu führen?“ „Ja klar. Sprich weiter!“
    „Also, beim geheimen Treffen ist das möglich. Wir laden ein paar Katzen denen wir vertrauen können ein, sich heute Nacht mit uns im Tal am Teich zu treffen. Dort liegt kein Schnee und es würde niemandem auffallen.“ Nachtfell ließ sich von der schnellen Jägerin mitreißen. „An wen hast du gedacht?“
    „Also auf jeden Fall Tannenkralle, Finsterstreif und Krähenseele.“
    Nachtfell nickte eifrig,„Und Mondglanz und Rosenkralle!“
    „Brandpfote und Tropfenpfote.“
    „Mausezahn, Blütentau, Bachglanz, Klauenschlag, Nesselsee und „Luchssprung“
    „Blitzstreif, Klippenfall und Flammenblüte!“
    Nachtfell maunzte nachdenklich: „Federtanz?“ Schnellfuß schüttelte den Kopf. „Erst einmal nicht. Wenn wir uns sicher sind auf welcher Seite sie steht. Kleinfleck?“ Jetzt lag es an Nachtfell mit dem Kopf zu schütteln. „Er würde Rotstern alles sagen in der Hoffnung, ein Jäger zu werden.“ Schnellfuß nickte. Nachtfell musste ein Kichern unterdrücken. „Oh Schnellfuß, das ist eine großartige Idee!“ „Wir bilden eine geheime Allianz!“ Die beiden Kätzinnen warfen sich noch ein paar verschwörerische Blicke zu, dann machten sie sich auf den Rückweg.

    23
    Tauschweif blickte sich im Tal um. Der krallenförmige Mond spiegelte sich im klaren Wasser des Teichs. Das trockene Gras kratzte unter ihren Pfoten. "Sind alle da?", Schnellfuß hockte am Ufer des Teichs. "Nachtfell?"
    "Ich bin hier!", die Augen der Kämpferin funkelten aufgeregt.
    "Bachglanz?"
    "Hier!", die Dienerin hockte neben ihrer Schwester Nachtfell.
    "Mondglanz?"
    "Anwesend!", die schwarze Kätzin beugte sich gespannt vor.
    "Flammenblüte?"
    "Wo sollte ich denn sonst sein?"
    "Krähenseele und Mausezahn?"
    "Hier", die beiden hockten zwischen zwei knorrigen Tannen.
    "Brandrote und Tropfenpfote?"
    Ein leises "Ja", war links von Tauschweif zu hören.
    Schnellfuß fragte immer weiter, zählte jeden der Anwesenden auf. Schließlich kam sie endlich beim letzten Namen an.
    "Tannenkralle?"
    Doch ihre Frage erklärte sich von selbst, da der dunkle Kater neben ihr saß. "Warum sind wir eigentlich hier?" Es war Nesselsee, die das fragte. Nachtfell grinste triumphierend: "Wolltest du dich nicht schön dein ganzes Leben lang ohne Hämmungen mit einem hochrangigen unterhalten? Wolltet ihr alle nicht schon immer mal ausspannen und einfach mal in Ruhe die Regeln brechen? Hier könnt ihr es." Schnellfuß sprach weiter. "Was Nachtfell damit sagen will, ist das wir euch ein geheimes Bündnis anbieten. In dem es keine Unterdrückung gibt." Begeisterung brach unter den versammelten Katzen aus. Tropfenpfote und Brandpfote begannen sich ausgelassen mit Tannenkralle zu balgen, Rosenkralle, Blütentau, Tauschweif und Eisruf unterhielten sich, Nesselsee kuschelte sich eng an Krähenseele und Mausezahn und Frostgewitter lachten über einen Scherz den Finsterstreif gemacht hatte. Nachtfell und Schnellfuß schauten sich zufrieden an, dann gesellten sie sich zu Flammenblüte und Mondglanz. Die Katzengruppe war ausgelassen und fröhlich.
    Doch plötzlich trat eine Gestalt aus dem Gebüsch. Alle verstummten und starrten den Neuankömmling an. Im silbrigen Licht des Mondes erkannte Tauschweif mit Schrecken wer dort aufgetaucht war.
    Rotstern.

    24
    Nachtfell starrte den blutroten Anführer entgeistert an. „W... Was machst du hier?“ Rotstern schaute sie ruhig an. „Das hier ist mein Territorium. Ist es verboten spazieren zu gehen?“ Tauschweif trat neben Nachtfell. Die Jägerin schien mindestens so verdattert wie Nachtfell selbst. „A..aber doch nicht mitten in der Nacht wenn alle schlafen!“ Rotstern fauchte sie giftig an. „Nun wie's aussieht schläft doch nicht mein ganzer Clan!“ Finsterstreif trat vor. „Rotstern, lass uns das erklären!“
    „Ich brauche keine Erklärung Finsterstreif.“, er lachte trocken, „Schade. Ich dachte zumindest einige von uns wären mir treu. „ „Wie könnte ich dir treu sein, während meine Schwester Tag für Tag leidet?“, schleuderte Mondglanz ihrem Anführer entgegen.
    Rotsterns Kopf fuhr zu ihr herum und seine kalten Augen durchbohrten sie. „Von dir hatte ich um ehrlich zu sein gar nichts anderes erwartet.“ Die schwarze Kätzin wollte noch mehr sagen, doch Tropfenpfote stieß sie leicht an. „Es nützt nichts. Er ist zu mächtig. Wir müssen ihm gehorchen.“, flüsterte die graue Kätzin, doch es war so still das alle sie hören konnten. Nachtfell wollte etwas sagen, doch Rotstern kam ihr zuvor. Ein merkwürdiges heiseres und gehässiges Geräusch drang aus seiner Kehle. Einen Moment lang verstand Nachtfell nicht, doch dann begriff sie. Rotstern lachte! Er lachte! Das hatte sie noch nie gesehen. Unglaublich wie schlecht die Kämpferin ihren Anführer doch kannte... Und das ist auch gut so! Doch ein Teil von ihr wollte den großen scharlachroten Kater besser kennenlernen... Sie verwarf ihre Gedanken wieder.
    Rotstern beruhigte sich langsam wieder. „Es ist schon komisch zu sehen wie die schwächste von euch die einzige ist die begreift!“ „Was meinst du?“, Tannenkralle stellte sich schützend vor die Diener und Brand- und Tropfenpfote. „Du bist in der Unterzahl, Rotstern.“ Krähenseele stellte sich neben ihn, hinter ihm lugte Nesselsee ängstlich hervor. „Lass es zu keinem Kampf kommen!“
    „Oh nein! Ich will doch nicht kämpfen! Alles was ich verlange ist das ihr eurem Clan ein wenig Loyalität entgegenbringt und jetzt mitkommt!“ Schnellfuß und Nachtfell tauschten resignierte Blicke, dann trotteten sie niedergeschlagen hinter Rotstern her. Die anderen folgten ihnen. Ein stiller Trupp aus niedergeschlagenen Katzen, deren Hoffnung zu Nichte gemacht worden war. Voran schritt ein selbstgefälliger Rotstern, der sich im Leiden seines Clans weidete und diesen Moment der Macht auskostete.
    Im Lager erwartete sie Zackenschweif. „Kleinfleck hatte also Recht! Die Diener haben das Lager verlassen!“, rief er. „Kleinfleck!“, Eisruf japste auf. „Das hätte ich niemals von ihm gedacht“, knurrte Frostgewitter verbittert. Rotstern grinste. „Was man nicht alles für ein bisschen Anerkennung tut!“
    Distelkralle und Nebelfrost trommelten alle anderen wach. Nachtfell seufzte und beobachtete wie Rotstern auf den Hochfelsen sprang. „Heute Nacht habe ich etwas schreckliches erfahren!“ rief er. Federtanz schaute ihren Bruder Klauenschlag, der in der Gruppe der niedergeschlagenen Katzen hockte entgeistert an. „Was hast du mit denen da angestellt?“, fragte sie mit schriller Stimme. Die Katzen scharrten sich in einem Kreis um das zerstörte Bündnis und Rotstern. Das zerstörte Bündnis, das nie einen richtigen Anfang hatte. Rotstern sprach weiter: „Diese Katzen haben alle meine Gesetze missachtet und sich heimlich getroffen!“ Empörtes Gemurmel ging durch die Menge und Nachtfell blickte zu Boden um den entsetzten Blicken ihrer Clangefährten auszuweichen.
    „Das hat mir eines gezeigt,“, sprach Rotstern weiter. „Die Zügel müssen fester gefasst werden! Von heute an dürfen Diener nur ihren Bau verlassen, wenn ein Wächter es ihnen erlaubt. Wächter fragt ihr euch jetzt bestimmt. Nun die Wächter sind von mir auserwählte Katzen, die mir die Treue geschworen haben! Zackenschweif, schwörst du mir ewige Treue und versprichst, mein Gesetz zu befolgen?“ Ein kurzes Schweigen herrschte, dann sagte Zackenschweif: „ich schwöre!“ Rotstern nickte zufrieden. „Distelkralle, schwörst du mir ewige Treue und versprichst, mein Gesetz zu befolgen?“ Stolz trat der Kater vor. „Ich schwöre!“ „Nebelfrost, schwörst du mir ewige Treue und versprichst, mein Gesetz zu befolgen?“ „Ich schwöre!“
    So ging es immer weiter. Am Ende stand eine ganze Reihe an Wächtern vor den Katzen. Zackenschweif, Falkenherz, Wolfkralle, Adlernase Distelkralle, Nebelfrost, Flügelschlag, Federtanz, Dunkelherz, Honigtau, Rotkehlchenschweif, und sogar Kleinfleck wurde zum Wächter. „Kleinfleck, du hast mir heute Nacht gezeigt, dass du vielleicht schwach, aber treu bist! Und deshalb wirst du von heute an Jäger sein!“ Kleinfleck trat stolz und mit einem gehässigen Grinsen vor. Nachtfell hasste ihn aus tiefstem Herzen. Ekel! Doch dann sprach Rotstern weiter. „Aber die Reihe der Wächter ist noch nicht komplett. Nachtfell, auch du sollst für deine Treue trotz deines kleinen Regelverstoß belohnt werden! Nachtfell, schwörst du mir ewige Treue und versprichst, mein Gesetz zu befolgen?“ Alle Augen richteten sich auf die Kätzin. Was sollte sie darauf sagen? Was hätte eine andere Katze wohl gesagt? Sie schaute hoch zu Rotstern, und sein Blick erschreckte sie. Das war kein Angebot, sondern ein Befehl... Und ich muss ihn befolgen... Auch wenn sie kein gutes Gefühl bei der Sache hatte, sagte sie es schließlich. „Ja ich schwöre es.“ Rotstern sah äußerst zufrieden aus. „Dann geselle dich doch bitte zu deinen Wächtergefährten!“, Zögerlich trat Nachtfell aus den Reihen ihrer Freunde, und es war ihr, als würde sie sie für immer verlassen. Verzeiht mir. Sie setzte sich neben Federtanz und wartete auf Rotsterns Worte. „Ich habe noch eine Ankündigung zu machen.“ Er grinste gehässig. „Wie ich unten im Tal bemerkt habe, gibt es unter den Reihen der Verräter noch eine Katze die versteht woraus es ankommt. Das es nichts bringt, sich mir zu wiedersetzen! Tropfenpfote, trete bitte vor!“ Entsetzt starrte die kleine Kätzin zu ihrem Anführer hoch, und Nachtfell wusste was sie gerade dachte. Tropfenpfote war seid Monden unsterblich in Klauenschlag verliebt. Seid er zum Diener geworden war, hatte sie ihr Training vernachlässigt. Entgegen aller Logik wollte sie seid her Dienerin werden, und das obwohl sie sich noch nicht einmal traute, Klauenschlag anzusprechen.
    „Tropfenpfote, du hast mich mit einem Satz überzeugt! Er ist zu mächtig. Wir müssen ihm gehorchen. Sagtest du. Und du hast Recht! Ihr müsst mir gehorchen! Und damit habe ich beschlossen, dich zu belohnen. Tropfenpfote, von heute an wirst du Tropfenfall heißen. Hiermit heiße ich dich in der Gemeinschaft der Kämpfer willkommen!“ Tropfenfall sagte kein Wort und sah aus, als wäre sie am liebsten zu Luft geworden. Doch sie wurde nicht zu Luft. „Und nicht nur das, Tropfenfall, schwörst du mir ewige Treue und versprichst, mein Gesetz zu befolgen?“ Lange Zeit schwieg die frische Kämpferin, dann flüsterte sie mit zitternder Stimme: „Ich schwöre.“ Und sie stand auf und setzte sich neben Nachtfell, den Blick auf die Pfoten gerichtet. „Hey, super gemacht!“, lachte Federtanz, doch Tropfenfall antwortete nichts.
    „Und da gibt es ja noch Tupfenpfote. Du wirst von heute an Tupfenpelz heißen und ein Diener sein. Eisruf, du erklärst ihm alles.“ Rotstern wirkte nicht sonderlich interessiert an dem Leid, das er Tupfenpelz somit angetan hatte. Nachtfell warf wieder einen Blick auf Tropfenfall. Ihr schwur war weder aus Überzeugung noch aus Loyalität für ihre Freunde geschehen. Es war eine Handlung aus Angst. Nackter, alles niederbrennender Angst.

    25
    Tropfenfall hockte neben Zackenschweif vor dem Dienerbau und schaute sich um. Seid sie zur Wächterin geworden war, hatte sich ihr ganzes Leben verändert. Früher hatte sie immer gedacht, am Tag ihrer Ernennung würde sie stärker und mutiger werden, doch es war das komplette Gegenteil eingetreten. Eigentlich war ihr Leben ganz okay. Gestern hatte sie gemeinsam mit Distelkralle und Frostgewitter ihre erste Patrouille gemacht. Gemeinsam hatten sie einen Steinadler verjagt, der sich zu nah ans Lager gewagt hatte. Am Abend war Federtanz auf sie zu gekommen und hatte ihr angeboten, ihr Nest neben dem der weißen Kätzin zu errichten. Tropfenfall war so überrascht gewesen, dass sie nur hatte nicken können.
    Ja, sie fragte sich, warum sie überhaupt so unglücklich war. Ihr Leben war bei weitem besser als das so mancher anderen Katze. Doch gestern bei Sonnenuntergang war es ihr klar wie Bergwasser vor Augen getreten. Von Honigtau höchstpersönlich beauftragt worden, Tropfenfall ein Nest zu bauen hatte Klauenschlag als erster Diener seid den neuen Regeln den Bau verlassen. Im Vorbeigehen hatten sich ihre Blicke kurz getroffen, und Tropfenfall wäre beinahe zusammengebrochen vor Sehnsucht. Und es war danach nicht besser geworden. Als sie sich zu Mondglanz und Rosenkralle wie sonst auch immer setzen wollte, war Federtanz auf sie zu gekommen und hatte ihr eine Maus hingehalten. Tropfenfall hatte, feige wie sie war, sich nicht getraut abzulehnen und nicht mit ihren Freunden gegessen. Und zu alle dem kam die Angst. Die nackte Angst. Jene, die sie dazu getrieben hatte den Schwur der Wächter zu leisten. Jene, du ihr nachts den Schlaf raubte, jene, die verhinderte Klauenschlag zu sagen was sie fühlte.
    Und hier saß sie nun. Neben Zackenschweif beim Wachdienst für die Diener. Neben sich hörte sie Zackenschweif leise fluchen. "Wächter sein hat echte Nachteile! Man muss den ganzen Tag hier rumsitzen und auf die Störenfriede aufpassen die sich nachts rausschleichen und geheime Treffen veranstalten!" Tropfenfall wunderte sich wieder einmal, dass allen das heimliche Treffen verziehen wurde, ausser den Dienern. Wie viel dieser Rang doch an den Katzen zerrt... Tropfenfall sprach es nicht aus, aber sie war sich sicher, dass Zackenschweif wusste, dass sie auf der Seite der Diener war. Zackenschweif rief in den Bau: "Schneeglut! Das Lager ist voller Schnee!" Einen Moment herrschte Stille im dunklen Dienerbau, dann kam ein Fauchen: "Räum ihn dich weg!" Zackenschweif wollte wohl noch etwas sagen, doch Schnellfuß tauchte hinter ihm auf. "Du hast bitte vergessen!", sagte sie. Zackenschweif stöhnte. "Von einmal mehr oder weniger bitte stirbt doch keiner!" Er wand sich wieder dem Dienerbau zu: "Komm jetzt raus oder ich bringe dich dazu!"
    "Da wirst du wohl reinkommen müssen!", rief Schneeglut zurück. Zackenschweif seufzte. Schnellfuß stupste ihn an. "Viel Glück noch. Ich muss mit zur Jagdpatroullie", damit eilte sie zu Mondglanz und Tannenkralle, die schon ungeduldig warteten. Zackenschweif stöhnte. "Komm endlich!"
    "Komm du doch!", antwortete der Diener herausfordernd. Tropfenfall viel plötzlich etwas ein. "Ich hol ihn wenn du mir etwas versprichst!" "Was denn?", fragte der ältere Kater. "Ich werde etwas länger unten im Dienerbau bleiben, und du wirst mich nicht verraten! Im Gegenzug hole ich dir Schneeglut." Zackenschweif seufzte. "Wenn es sonst nichts ist. " "Okay danke!", nickte Tropfenfall und schlüpfte in den düsteren Dienerbau. "Tropfenfall?", Blütentau erhob sich aus einem Nest aus getrocknetem Farn und kam erstaunt auf sie zu. "Ja... Schneeglut, bitte komm raus!" "Warum sollte ich?", der Kater schaute sie trotzig an und Tropfenfall bewunderte ihn. "Weil... Euch sonst was passiert...", murmelte sie zögerlich. Sie schaute ihn mit großen flehenden Augen an, und er ließ sich tatsächlich erweichen. "Aber nur einmal!", murrte er und verließ den Bau. Tropfenfall nickte und schritt dann auf Klauenschlag zu. Der Kater saß mit trüben Augen allein in einer stillen Ecke des Baus. Ihm schien der dauerhafte Aufenthalt im Bau nicht gut zu tun. "Hallo", sagte sie. "Hallo", murmelte er tonlos. "W.. Wie geht es dir?"
    "Willst du es wirklich wissen?" "Natürlich!", Tropfenfall setzte sich neben ihn, ihr Herz raste.
    "Mir geht es schrecklich! Seit ich Diener geworden bin schauen alle auf mich herab! Ich habe meine Eltern verloren und meine Schwester, und jetzt darf ich nicht einmal mehr den Bau verlassen!" "D.. Das tut mir alles so schrecklich leid..." Klauenschlag antwortete nicht sondern blickte starr ins Leere. "I... Ich hab an dich gedacht, weist du ", murmelte Tropfenfall unsicher. "Ziemlich oft sogar"
    Leichte Panik übermannte sie, doch dieses Mal ließ sie sich nicht mitreißen. Sie atmete einmal tief durch und sprach dann ruhig und ohne zu stottern weiter. Sie sprach aus ihrer Seele, aus dem tiefen ihres Herzens.
    "Um genau zu sein habe ich seit ich Schülerin geworden bin an nichts anderes mehr als an dich gedacht. Du bist mir ein so guter Freund gewesen. Deine Zeremonie hat uns weit auseinander gebracht. Mein ganzes Leben lang habe ich nach dem gesucht, zu dem ich gehöre. Ich war auf der Suche nach mir selbst. Und in dieser Zeit in der wir so weit entfernt von einander waren, da ist mir etwas klar geworden. Ich habe meinen Platz schon gefunden! Ich wusste es nur nicht von Anfang an. Mein Platz ist neben dir... Ich... Ich liebe dich!" Sie schwieg und schaute ihn gespannt an. Ihre Pfoten kribbelten vor Nervosität. Jetzt oder nie... Bitte lass es geschehen! Klauen schlag drehte den Kopf zu ihr. "Tropfenfall ... Du hast so recht! Wir gehören zusammen! Ich liebe dich auch!"

    26
    Rosenkralle tappte allein an der Grenze entlang. Seid die Diener das Lager nicht mehr verlassen durften, wurden die Grenzpatroullien verstärkt, damit auch ja niemand abhaute. „Dieser Clan regt mich so auf!“, fauchte sie und kickte einen Tannenzapfen weg.
    „Warum haust du Pfosten dann nicht einfach ab?“ Rosenkralle fuhr herum. Die Stimme kam aus dem Gebüsch hinter ihr. Instinktiv fuhr sie die Krallen aus. Sie hatte keine große Lust zu kämpfen, aber wenn es sein musste, würde sie es tun. Ein Kater kam aus dem Gebüsch und schaute sie entsetzt an. „Aber hallo! Wir müssen doch nicht direkt handgreiflich werden!“ Rosenkralle murrte, fuhr dann aber die Krallen ein und setzte sich. „Was machst du auf dem Territorium des WaldClans?“ „WaldClan? Das ist ja wohl der schlechteste Name den man einem Clan in den Bergen geben kann!“, lachte der Kater. Und obwohl Rosenkralle es sich nicht zugestand, musste sie ihm recht geben. Aber er hatte ihr nicht geantwortet. „Ich frage dich kein zweites Mal!“, zischte sie, doch die Feindseligkeit war verschwunden. Sie klang eher gereizt. „Nun, ich wusste nicht, dass ich mich auf Besitz deines Clans befinde. Aber wenn das so schlimm ist, warum verjagst du mich dann nicht?“ Rosenkralle fehlten die Worte. Was fiel diesem Kater ein? „Weil... Warum interessiert dich das eigentlich?“ Der Kater setzte sich hin und legte ordentlich den Schwanz um die Pfoten. „Ich bin Jake.“, miaute er. Rosenkralle seufzte. Es nützte ja doch nichts...
    „Rosenkralle.“
    „Rosenkralle also... Schön dich kennenzulernen.“
    „Die Freude ist ganz meinerseits“, murrte sie, und der Sarkasmus in ihrer Stimme war deutlich herauszuhören. „Sag, Rosenkralle warum antwortest du meiner Frage nicht? Ist das so üblich in eurem Clan?“ „Du hast mich doch gar nichts gefragt du Mäusehirn!“ zischte Rosenkralle aufgebracht.
    „Nun, doch, ich habe dich gefragt warum du den Clan nicht einfach verlässt wenn es so schrecklich ist...“ Rosenkralle stöhnte. Kein Wunder das dieser Kater allein durch die Gegend zog. Wer hielt es denn bitte schön dauerhaft mit ihm aus? „Warum sollte ich einem Fremden wie dir das sagen?“ Auf einmal schaute Jake sie verletzt an. „Die meisten Katzen sehen sich nicht mehr als fremd wenn sie sich gegenseitig ihre Namen verraten...“ Rosenkralle starrte ihn verständnislos an. Was war mit diesem Mäusehirn los? War es ansteckend? Schnell rückte sie ein Stück weg von ihm. Er lachte. „Jetzt fängst du schon an Scherze mit mir zu treiben! Wir kommen uns näher!“ Rosenkralle antwortete nicht. Sie war zu verdutzt. Dachte er ernsthaft, dass das ein Scherz gewesen war? Mir ist echt nicht nach Scherzen zu Mute... Aber das kann er ja nicht wissen... Himmel, jetzt nehme ich ihn schon vor mir selbst in Schutz! Sie schüttelte kurz ihren Pelz.
    „Hey, sind wir jetzt nicht weit genug, das du mir erzählst was dich bedrückt? Hey, wie wär’s, komm heute Nacht hier zu dem umgefallenen Baum da drüben, dann reden wir in Ruhe! Sei pünktlich!“, er stand auf und sprang leichtfüßig aus Rosenkralles Blickfeld.
    Heiliger SternenClan was ist mit dem denn los? Kopfschüttelnd machte sich Rosenkralle auf den Rückweg. Sie hatte Blütentau eine Menge zu erzählen.

    27
    Gipfelbrunst hockte im Bau der Diener. Ihn regte die neue Regelung so auf! Was dachte sich Rotstern dabei, alle Diener einfach so einzusperren? Früher hatte er wenigstens etwas Freiheit gehabt, doch jetzt? Jetzt hatte er gar nichts! Durch das dichte Geäst des Dornenwalls schien das feurig rote Licht der Abenddämmerung in den Bau und erhellte spärlich die Katzen die in ihm lungerten. Ein Haufen gebrochener Seelen, ja das war der beste Begriff für sie. Gebrochene Seelen die Klagelaute aus der Finsternis rufen, doch die Dunkelheit um sie herum war so groß und bedrohlich, das niemand sie erhörte. Und die Dunkelheit hatte sogar einen Namen! Rotstern! Gipfelbrunst würde diesem Versager am liebsten die Kehle aufschlitzen. Doch natürlich war er nicht wirklich ein Versager. Schließlich hatte er einen ganzen Clan unter Kontrolle. Mehr oder weniger...
    In den wenigen Momenten die Gipfelbrunst außerhalb des Dienerbaus geblieben waren, hatte er mehrmals versucht mit Rankenfrost zu sprechen, doch ihre beiden Pflichten hatten die fest zusammen geschweißten besten Freunde voneinander entfernt.
    Ein Ruf von draußen ließ ihn aufhorchen. Die Sonne war untergegangen, Zeit für die einzige Mahlzeit am Tag der Diener. Rotkehlchenschweif und Honigtau ordneten wie immer alles an. „Als erstes Flammenblüte und Nesselsee!“, rief Honigtau. Federtanz und Distelkralle kamen in den Bau, und führten die aufgerufenen Katzen nach draußen. „Wo ist Nachtfell? Sie war auch eingeteilt!“, fragte Bachglanz. Die Hoffnung darauf, ihre Schwester zu sehen ließ die Augen der Kätzin leuchten. „Rotstern wollte mit ihr reden!“, antwortete Federtanz und gab Nesselsee einen kleinen Schubs. „Schneller!“



    Nachtfell tappte Seite an Seite schweigend mit Rotstern durch den Schnee. Sie hatte diesen Spaziergang sinnvoll nutzen wollen, doch irgendwie blieben all ihre Worte ihr im Hals stecken. Sie genoss den leichten Wind der ihr Fell bauschte und die glitzernde Oberfläche des Schnees. Für einen Moment fühlte sie sich unwohl, da ihre Schwester solche Momente wohl nie erleben würde. Rotstern der neben ihr ging schaute sie an. „Hast du ein schlechtes Gewissen wegen deiner Schwester?“ Nachtfell schluckte. Hatte man das so leicht gesehen? Sie schaute weg, wagte es nicht Rotstern in die Augen zu schauen. Er war klug. Auch wenn er es nur wenigen Katzen zeigte. Und ganz tief in ihrem Herzen spürte Nachtfell, das sie seine Anwesenheit genoss. Aber nur ein ganz kleines Bisschen! „Du musst kein schlechtes Gewissen haben, spann doch einfach mal einen Moment aus und entspanne dich!“, riet Rotstern ihr. Und Nachtfell begriff. So schaffte er es also, all seine schrecklichen Taten zu verarbeiten. Er ließ sich treiben und dachte über alles außer das was ihn beunruhigte nach. Er durfte an seinen Taten nicht zweifeln, er durfte gar nicht über sie nachdenken. Sonst würde er seine eigene Seele fiel zu sehr verletzen.
    Nachtfell seufzte und atmete tief die kühle Bergluft ein. Sie roch Schnee, Fels und etwas weiter entfernt Tannennadeln des kleinen Wäldchens. Doch besonders roch sie Rotsterns würtzigen und etwas säuerlichen Geruch. Und sie genoss es. Rotstern schluckte, dann begann er zu sprechen. „Wenn … wenn da etwas ist, dann kannst du es mir sagen, ich verstehe es bestimmt.“ seine Stimme klang zögerlich und sanft. Eine Seite die Nachtfell gar nicht von ihm kannte. Dieser Kater steckt voller Geheimnisse. Geheimnisse die ich herausfinden werde! Rotstern sprach weiter: „Also ich meine natürlich nur wenn du willst. Ich werde dich nicht dazu zwingen mir etwas zu sagen.“ Und da war er wieder, dieser Ich-bin-dein-Anführer-also-bin-ich-besser-als-du-Ton. Und er machte Nachtfell wütend. „Ach ja? Ich darf also selbst entscheiden aber die Diener werden zu allem was sie tun gezwungen? Ich darf kämpfen und patrouillieren während die Diener geschlagen werden und Nester ausbessern?“, fauchte sie bissig. Ihr Nachenhaar war gesträubt und ihre Muskeln angespannt. Auch Rotstern wurde jetzt wütend. „Du glaubst du würdest alles verstehen und ich würde all das freiwillig machen, aber du weist gar nichts!“
    „Oh du glaubst nicht was ich alles ich alles weiß!“
    „Ach das meinst du?“, Rotsterns Tigeraugen funkelten aufgebracht. „Meine Schwester warf sich in eine Schlucht aus Liebe zu einem Kater, meine Eltern wurden getötet weil sie jemand untreuen zur Welt gebracht haben, ich werde gezwungen meine Gesetze aufzustellen und mit dem Tod zu strafen! Und was hast du Nachtfell?“
    Nachfell zuckte vor der Wichtigkeit und der Wucht seiner Worte zusammen. Doch es entschuldigte das Leben der Diener nicht! Und das sagte sie ihm auch. „Das entschuldigt NICHT deinen Charakter und dein kaltes Herz!“, fauchte sie. Sie tat es für ihre Schwester und für die Gerechtigkeit, obwohl sie es innerlich sofort bereute. Rotsterns Augen wurden dunkel vor Trauer und er starrte Nachtfell aus eben diesen dunklen Ozeanen an. Nachtfell hielt es nicht mehr aus. Wütend machte sie auf dem Absatz kehrt und rannte den Berg hinunter Richtung Nadelwald.
    Rotstern starrte ihr nach. Es war als würde sie sich aus seinem Leben entfernen. Doch das konnte er nicht zulassen. Er wollte nicht noch ein zweites Mal mit ihr im Streit auseinander gehen. Rotstern straffte die Muskeln und rannte los. Er rannte wie er noch nie gerannt war. Und er hatte auch einen triftigen Grund dazu. „Nachtfell, warte!“, jaulte er. Doch sie lief weiter. Er biss die Zähne zusammen und rannte noch schneller, der Boden flog unter seinen Pfoten hinweg. Er war fast bei ihr angekommen, nur noch etwa zwei Fuchslängen, da drehte sie sich doch noch einmal um. Er japste und wollte abrupt abbremsen, doch der Anführer rutschte im Schnee weiter und krachte mit voller Wucht in Nachtfell hinein. Sie überschlugen sich und rollten den letzten Rest des Abhangs hinab. Zwischen den ersten Bäumen kamen sie endlich zum halten. Sie lagen Pelz an Pelz im Schnee. Rotstern schüttelte sich leicht, und wollte sich aufrappeln, doch eine samtige Pfote packte ihn am Rücken. Nachtfell hatte ihren Kopf aus dem Schnee gezogen und hielt ihn jetzt unten. Rotstern ließ sich zurück in den Schnee sinken und legte sich wieder neben sie. Nachtfell schaute ihn einen Moment lang an, dann presste sie sich mutig an ihn. Erst war Rotstern ein wenig überrumpelt, doch dann erwiderte er ihre Berührung ebenso mutig. Lange lagen sie einfach nur so da, Pelz an Pelz in der sternenklaren Nacht. Schließlich brach Rotstern die Stille. Er schaute Nachtfell in die wunderschönen eisblauen Augen. Er kannte ihre Antwort schon, und sie wusste schon was er fragen wollte, doch Rotstern musste trotzdem fragen, um ganz sicher sein zu können. „Willst du mich?“, flüsterte er. „Ja!“, Nachtfell nickte und lehnte ihren Kopf an seine Brust. Rotstern schnurrte und schloss die Augen. Und alles war perfekt.

    28
    Rosenkralle saß im Lager und schaute zum dunklen Himmel auf. Langsam gingen die ersten Sterne auf. Neben ihr saß Blütentau. Während des Sonnenuntergangs durften die Diener den Bau verlassen und etwas essen. Unruhig warf Rosenkralles Schwester einen Blick zum Horizont. Gleich war das letzte Licht der Sonne verschwunden. Sie seufzte. Rosenkralle schmiegte sich tröstend an sie. „Irgendwann werden wir das beenden, ich verspreche es dir.“, flüsterte sie ihr ins Ohr. Blütentau schluckte und wechselte eilig das Thema. „Wie machen sich Brandpfote und Dornenpfote beim Training?“ Rosenkralle betrachtete Schnellfuß Schüler. Dornenpfote tappte zum Frischbeutehaufen, hinter ihm sprang Brandpfote dazu. Sie beugte sich vor um sich ein Kaninchen zu nehmen. Dornenpfote grinste und gab ihr von hinten einen Stoß, und seine Schwester stürzte kopfüber in den Schnee. Dornenpfote lachte auf während seine Schwester sich aufrappelte. Blütentau seufzte. „Brandpfote muss sich anstrengen. Ich wünsche ihr echt etwas Besseres als mein Leben...“ Rosenkralle versetzte es einen Stich, ihre Schwester so reden zu hören. „Du... Du hättest etwas Besseres verdient!“
    Die Dienerin schüttelte sich kurz und wechselte ein weiteres Mal das Thema. „Wirst du heute Nacht zu Jake gehen?“ Damit hatte Rosenkralle nicht gerechnet. Verdutzt schaute sie ihre Schwester an. „Natürlich nicht!“ murmelte sie nachdenklich. Blütentau schaute sie vielsagend an. „Natürlich wirst du! Ich möchte das du da hingehst!“ Rosenkralle seufzte. „Was bringt mir das denn?“ Blütentau schaute sie verschwörerisch an. „Du wolltest das alles hier beenden. Also sammele dir Verbündete. Stell etwas auf die Beine, das stark genug ist, Rotstern zu stürzen und unser aller Freiheit zurück zu holen!“



    Erst als die Sonne komplett hinter den westlichen Bergen verschwunden war, stand Rotstern auf. Er schüttelte sich den Schnee aus dem Fell. Nachtfell tat es ihm gleich. Obwohl sie sehr lange eng aneinander geschmiegt im Schnee gelegen hatten, war ihr ganz und gar nicht kalt. Im Gegenteil, ihr war heiß, unter ihrem Pelz kribbelte es wohlig.
    Verlegen streckte Rotstern sich. „Wir... sollten echt langsam zurück gehen.“ Nachtfell nickte. Spielerisch stupste sie ihn an.
    „Wer als erstes auf der Krone der großen Tanne ist!“ Sie sprang übermütig los, preschte zwischen den Bäumen hindurch. Rotstern hatte Mühe ihr zu folgen. „Du bist vom ständigen Rumgelungere in deinem Bau ja uralt geworden!“, rief sie frech über die Schulter zu ihm. Rotstern sprintete schnell an ihr vorbei und sauste schließlich Seite an Seite mit ihr durch den Schnee. Sie näherten sich der Lichtung, Nachtfell konnte sie durch die Bäume hindurch bereits sehen. Mit einer Nasenlänge Vorsprung kam sie schließlich auf der Lichtung an. Sie sauste auf den Baum zu, als ihr plötzlich ein graues Fellbüschel um die Nase wehte, dessen Geruch ihr nur allzu bekannt war. Quellenlicht!
    Abrupt blieb die Kämpferin stehen. Die große Tanne... Das war der Ort an dem zwei unschuldige Katzen ihr Leben gegeben haben. Tausende Erinnerungen an jene Nacht spielten in ihrem Kopf Mausejagd.
    Luchssprungs entsetzter Blick als Quellenlicht verurteilt wurde.
    Quellenlicht wie sie von Dunkelherz auf den Boden gedrückt wurde.
    Flammenblüte die von Kleinfleck geschlagen wurde und auf den Boden fiel.
    Windjunges, der von seinem eigenen Vater getötet wurde.
    Das graue Fellbüschel gehörte Quellenlicht. Es war bis jetzt hier am Baum hängen geblieben. Nachtfell betrachtete entsetzt die Erde unter ihren Pfoten. Ein dunkler roter Fleck breitete sich auf dem Boden aus, das Blut schwappte über den Boden und verschluckte alles. Nachtfell sah sich entsetzt nach Rotstern um, doch er war nirgends zu sehen. Das Blut verschluckte alles, wohin Nachtfell aus blickte, es gab nur Blut.
    Dunkelheit verschlingt die Berge. Blut klebt an den Pfoten jener Katze, die alle befreien wird. Finde das Licht!
    Nachtfell schlug die Augen auf. Sie befand sich wieder auf der Lichtung. Ihr ganzer Körper zitterte. Rotstern rannte auf sie zu. „Nachtfell! Ist alles in Ordnung?“, er presste sich tröstend an sie und langsam beruhigte sich die dunkle Kätzin wieder. Sie lehnte sich an Rotsterns breite Schultern und er stützte sie. „Ist alles in Ordnung?“, flüsterte er. „Ja alles ist gut. Es war nur ein Schock.“
    Langsam machten sie sich auf den Rückweg ins Lager. Als der Dornentunnel in Sichtweite kam, hielt Rotstern an. Er schaute Nachtfell warm an. „W... Wirst du es deinen Freunden erzählen?“ fragte er unsicher. Nachtfell überlegte. Diese Frage hatte sie sich auch schon mehrmals gestellt. „Nein“, sagte sich schließlich vorsichtig. „Vorerst sollte es ein Geheimnis bleiben...“

    Zur selben Zeit erwachten Tannenkralle und Finsterstreif im Bau der Kämpfer. Tannenkralle zitterte am ganzen Leib. Und ohne die anderen Anzusehen, wusste er, das er dasselbe wie er geträumt hatte. Und das sie die anderen Katzen der Prophezeiung finden mussten. Es waren weit aus mehr als nur sie. Auch Mondglanz, Schnellfuß und Krähenseele hatten geträumt. Und sie würden bei weitem nicht die letzten sein.
    Der Kampf hatte begonnen, niemand war mehr sicher. Vertraue nur denen, die das Licht sehen können.

    29
    Erste Sonnenstrahlen drangen langsam hinter den östlichen Bergen hervor, und tauchten den Wald in pures Gold. Der Schnee glitzerte golden wie pulvriges Sternenlicht, als Rosenkralle ins Lager huschte. Sie nahm nicht den offiziellen Eingang, sondern zwängte sich durch eine Lücke hinter dem Bau der Diener. Das Lager lag im Stillen da, keine Fußspuren waren im Schnee zu sehen. Rosenkralle tappte in den Dienerbau, verwischte ihre eigenen Spuren mit dem Schweif.
    Nach dem Licht der Morgenröte erschien ihr der Schlafplatz ihrer Schwester besonders dunkel und unbequem. Vorsichtig tappte sie zwischen den schlafenden Katzen hindurch. Ihre Brustkörbe hoben und senkten sich jeder in seinem eigenen Takt, und ihre Rippen stachen hervor. Durch das viele atmen war die Luft stickig und kaum Licht drang durch die Wände des Baus. Rosenkralle versetzte das Leiden der Katzen einen Stich. Das habe ich Blütentau angetan. Ohne mich hätte sie ein besseres Leben führen können. Sie unterbrach ihre Gedanken als sie den Pelz ihrer Schwester weiter hinten in einer Ecke entdeckte. Sie lag neben Eisruf und Klauenschlag auf einem verrotteten Moosbett. Rosenkralle beugte sich hinab und schaute Blütentau einen Moment lang an. Undurchdringbare Liebe zu ihrer Schwester und besten Freundin erfüllten sie. Die Kätzin beugte sich weiter vor zum Ohr der Dienerin und flüsterte sanft: „Blütentau, ich bin´s“ Vorsichtig stupste sie Blütentau mit der Nase an. „Willst du nicht hören was heute Nacht passiert ist?“, hauchte sie.
    Blütentaus Ohren zuckten und sie peitschte mit dem Schweif, dann schlug sie blinzelnd die Augen auf. „Morgen Rosenkralle“, flüsterte sie verschlafen und stand dann auf. Gemeinsam schlichen sie in eine Ecke des Dienerbaus. Blütentau setzte sich hin und schaute ihre Schwester neugierig an. „Ich will alles hören!“
    Rosenkralle nickte. „Also gut. Ich bin also zu unserem Treffpunkt gegangen. Er war schon da und saß auf dem Baumstumpf, als säße er schon Stunden so. Ich hab mich neben ihn gesetzt. Wir haben uns dann begrüßt“
    „Moment!“, zischte Blütentau. „Das will ich gar nicht hören. Erzähl mir lieber von eurem Gespräch. Worüber habt ihr geredet? Was habt ihr gemacht?“
    Rosenkralle nickte erneut und ließ sich in ihren Erinnerungen schweifen. Es war eine erstaunlich schöne Nacht gewesen. Vielleicht die schönste in ihrem Leben.
    „Wir saßen also auf dem Baumstumpf und haben geredet. Er wollte wissen wie meine Eltern auf so einen, ich zitiere leicht dümmlichen Namen gekommen sind. Da hab ich ihm von unserem leicht dümmlichen Clan erzählt und von meiner ganz und gar nicht dümmlichen Schwester. Da hat er gefragt warum du nicht einfach auch Kämpferin geworden bist und ich habe im alles groß und breit erklärt. Und dann hat er gelacht! Er hat einfach so gelacht! Als hätte ich einen wahnsinnig lustigen Scherz gemacht!“ Rosenkralle erwartete das ihre Schwester den Kopf schütteln würde, doch Blütentau begann leise zu kichern. Sie kicherte und kicherte. „Was ist los?“, fragte Rosenkralle als ihr das Kichern langsam zu lange dauerte. „Nichts es ist einfach nur so wahnsinnig lustig das ausgerechnet du diesem Kater begegnet bist!“ Sie schien noch mehr sagen zu wollen doch Rosenkralle sprach weiter.
    „Als ich gefragt habe was er so lustig finde, hat er gesagt das es ganz einfach ist. Er meinte das wir einfach fliehen müssten und unser Leben wäre in Ordnung. Da habe ich ihm noch einmal unsere Gesetze erklärt. Ich verstehe schon ein bisschen was er meint. Im Vergleich zu unserem Leben muss sich deines frei wie Luft anfühlen. … Ja, genau das waren meine Worte. Er hat genickt. Und dann hat er etwas über sich erzählt. Er kommt aus einem Ort voller Zweibeiner, den er Stadt genannt hat. Er hat erzählt das er als Hauskätzchen geboren ist und das seine Schwester Babette immer noch bei den Zweibeinern lebt und Preise gewinnt. Frag mich nicht was das ist. Auf jeden Fall hatte er das Leben seiner Schwester und seines satt und ist abgehauen. Und dann hat er sich auf den Weg gemacht, und ist hier in den Bergen gelandet. Ach und er hat gefragt ob wir uns vielleicht in zwei Sonnenaufgängen noch einmal treffen wollen. Und ich hab zugestimmt.“ Blütentau nickte und wollte gerade etwas sagen, als ein entsetzter Schrei aus der Kinderstube drang: „ES IST SOWEIT!“

    30
    Tropfenfall stapfte unruhig im Lager auf und ab. Jetzt gerade in diesem einen Moment wurden die Jungen von Mondglanz, ihrer Freundin geboren. Und sie konnte nichts tun um ihr zu helfen.
    Aber sie war immer noch nicht die unruhigste Katze. Direkt als Weichfells schrei aus der Kinderstube getönt war, hatte Blitzstreif Klauenschlag und Eisruf engagiert, so viel Moos wie sie nur konnten von den Bäumen rund um das Lager zu kratzen. Klauenschlag zwinkerte Tropfenfall im Vorbeigehen kurz zu. Heute Abend würden sie sich treffen um endlich mal in Ruhe mit einander reden zu können. Sie wusste nicht, was dieses Treffen noch alles regen würde.
    Tannenkralle kam aus seinem Bau und dehnte seine Muskeln. Er hatte heute Nachtwache gehabt. Der dunkle Kater stupste seinen Freund Blitzstreif an. "Komm schon, du bist nicht der erste Kater der Vater wird!" In diesem Moment drang ein gellender Schrei aus der Kinderstube und Tropfenfall zuckte erschrocken zusammen. Krähenseele der gerade mit einer Maus ins Lager gekommen war, ließ vor Schreck seine Maus fallen, Die Diener zwängten sich alle zum Eingang ihres Baus um besser sehen zu können, Tauschweif drückte sich an ihren Bruder Frostgewitter. Lange standen sie alle so da, bis der Schrei endlich verebbte. Da trat Wuschelpelz aus dem Bau. Ihr sonst so flauschiges und wuscheliges braungestromtes Fell klebte verschwitzt am Körper.
    "Sie sind da. Und alle wohlauf."
    Blitzstreif sprang auf und hastete an der Heilerin vorbei in die Kinderstube. "Nicht zu viel auf einmal!", sagte Wuschelpelz. "Heute wird nur Blitzstreif seine Familie besuchen!"
    Tropfenfall wusste, dass die Heilerin Recht hatte, aber trotzdem war sie ein wenig enttäuscht, dass sie keines der Jungen sehen durfte. Sie setzte sich zu Schnellfuß und Rosenkralle und wartete gespannt, dass die Sonne untergeht.

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1443635311
Warrior Cats: Die Welt der Schatten
Warrior Cats: Die Welt der Schatten
Eine junge Schülerin in einer Welt voller Hass und Druck. Die junge Schülerin Tropfenpfote lebt in einer Welt in der nur die stärksten durchkommen. Doch nicht nur Tropfenpfote hat Probleme ...(RPG & FF)
http://www.testedich.de/quiz38/quiz/1443635311/Warrior-Cats-Die-Welt-der-Schatten
http://www.testedich.de/quiz38/picture/pic_1443635311_1.jpg
2015-09-30
406A
Warrior Cats

Kommentare Seite 20 von 20
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Graufeder ( 77423 )
Abgeschickt vor 237 Tagen
Wann schreibst du endlich weiter :'(
Drachenjunges&Co ( 92223 )
Abgeschickt vor 485 Tagen
(Kann ich da.wider eingetragen werden nur das ich himmeljunges
Ersetze also neu mache?^^)
Wolfjunges und Schneejunges ( 41837 )
Abgeschickt vor 485 Tagen
(Kann ich dan in die Hierarchie:)
Thoreta ( 71582 )
Abgeschickt vor 485 Tagen
Okay, vielen vielen Dank dafür Mondglanz! Das ist echt total großartig von dir!
Mondglanz ( 64021 )
Abgeschickt vor 485 Tagen
Meine Seite wurde grade geöffnet! Sie heißt Warrior Cats - Die Welt der Schatten 2. Ihr könnt auch auf meine Quizzes gehen und dann Mondglanz eingeben.
Thoreta ( 31961 )
Abgeschickt vor 486 Tagen
Danke Ineriä. Das freut mich natürlich und du hast vollkommen recht.
Ineriä ( 09200 )
Abgeschickt vor 487 Tagen
Yep, ist abgeschnitten worden. Was ich noch sagen wollte:
Ich fand die Idee für diese Fanfiction sehr gut und deshalb glaube ich, dass du noch weitere spannende Ideen haben wirst. Lass die Kreativität aus dir heraus und du wirst sehen, bald fliegen deine Finger über die Tasten, wenn du nur das richtige Thema für dich wählst. Das wichtigste am Schreiben ist der Spaß.
Ich freue mich, deine Fanfiction zu lesen, auch wenn ich Herr der Ringe nicht so gut kenne.
Liebe Grüße, Ineriä
Drachenjunges & Co ( 80312 )
Abgeschickt vor 487 Tagen
(*freu*das ist toll für dich*lächel*)
Thoreta ( 31961 )
Abgeschickt vor 488 Tagen
Meine Bffi ist in einer Klasse unter mir... Aber dafür haben wir um so mehr Spaß miteinander wenn wir uns außerhalb der Schule treffen. Wir planen für Samstag eine Filmnacht.
Drachenjunges & Co ( 80312 )
Abgeschickt vor 488 Tagen
(Ich weis ich wäre aber lieber in der 4klasse
Weil dort meine bffi sind naja bis auf eine)
Thoreta ( 31961 )
Abgeschickt vor 488 Tagen
Dafür ist bald wahrscheinlich Mondglanz zuständig. Aber Drachenjunges, lass dir gesagt sein: Älter werden ist nicht immer schlecht, es gibt auch viele Vorteile, wenn man von der pubertären Frustration mal absieht ;)
Drachenjunges&Co ( 21813 )
Abgeschickt vor 488 Tagen
(Mhh s ist schade ich wünschte ich würde
Nicht älter werden aber ich freue mich
Sehr für dich und deine zukunft und
Bin sehr jung und habe jetzt kp
Was ich noch schreib auf jeden fall
Viel glück für eure zukunft
LG Drachenjunges^^)
DJ: *spielt mit einen stock*
HJ:*leuft durch das lager*
(Wenn wir den clan neu eröfnen darf ich HJ nochmal
Ändern?BIIIIIITTTTTTTTEEEEEEEEEEE E!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)
Thoreta ( 31961 )
Abgeschickt vor 488 Tagen
Hey Ineriä!
Erst einmal vielen Dank, das du so viel Verständnis hast. Vielen Dank an alle, für euer Verständnis!
Also, erst einmal freue ich mich das dir mein Schreibstyl so gefällt und das du mehr von mir lesen möchtest. Im Moment bin ich total im Mittelerde-Fieber, also hoffe ich das ich niemanden damit nerve. Eigentlich werbe ich nicht soooo gerne, aber wenn du wirklich mehr von mir lesen willst denn schau doch mal hier vorbei:

http://www.testedich.de/quiz39/quiz/1453035285/Der-blaue-Stern-Im-Schatten-Isengards

Vielleicht ist es ein bisschen schwer zu verstehen, wenn man den Herr der Ringe nicht kennt, aber vielleicht gefällt es dir ja trotzdem.
Da ich schätze, das ein Teil deiner Nachricht abgeschnitten wurde, antworte ich erst mal noch nicht auf alles, vielleicht kommt der Rest ja Nachträglich.
LG Thoreta
Ineriä ( 68775 )
Abgeschickt vor 489 Tagen
Hey Thoreta,
Ich hatte dir schon einmal einen Kommentar geschickt, Testedich hat den aber irgendwie verschluckt ...
Also. In diesem RPG bin ich Blattjunges, Lilienjunges, Funkenjunges und Wolkenjunges, aber ich schreibe mit meinem testedich-Namen, weil ich finde, dass das besser passt.
Jetzt zu deiner Entscheidung. Ich kann dich verstehen. Jeder durchläuft verschiedene Phasen in seinem Leben, und für dich geht die Warrior-Cats-Phase jetzt zuende. Das ist vollkommen in Ordnung. Ich weiß nicht wie alt du bist, aber ich glaube, dass es für dich besser ist, wenn du dich anderem zuwendest. Fühl dich nicht verpflichtet, das hier weiterzuführen, wenn du keinen Spaß mehr daran hast. Aber da du (finde ich) sehr gut schreibst, und wohl auch andere Fanfictions hier veröffentlicht hast, würde ich gerne weiterhin etwas von dir lesen. Wenn du möchtest, kannst du mir ja ein paar Links schicken, das Thema ist ziemlich egal.
Ich fand die Idee für diese Fanfiction seh
Thoreta ( 31961 )
Abgeschickt vor 489 Tagen
Und dann verlinke ich es hier damit alle dort weiterschreiben können undcdas hier kein Ende wird.
Mondglanz ( 32791 )
Abgeschickt vor 489 Tagen
Dann werde ich ein eigenes Aufmachen. Ein bisschen Geduld braucht man halt noch.
Thoreta ( 31961 )
Abgeschickt vor 489 Tagen
Also ich würde sagen das du vielleicht ( nur wenn du bereit bist) eine eigene FF aufmachst, damit dann auch andere sehen, wie du dich hierfür einsetzt. Außerdem habe ich erst vor kurzem schlechte Erfahrungen mit dem herausgeben meiner E-Mail gehabt, aber kann ich natürlich trotzdem machen wenn dir das lieber ist.
Drachenjunges&Co ( 01549 )
Abgeschickt vor 490 Tagen
(Das ist traurig aber SS kann mann nichts tun
Ich habe solche erfahrungen mit den alter
Von elf noch nicht ich habe sozusagen
Einen der wichtigsten teile meines lebens
Verlohren habe aus trauer angefangen sehr
Viel zu lesen z.b. Warrior cats dann hate
Ich hier nach warrior cats tests gesucht und
Sah dises RPG hab gefragt ob ich mitmachen
Darf und sehr viel spaß gehabt hab ich immernoch
Ich habe sogar mein eigenes RPG über meine katze
Und ihren clan was ich damit sagen will
Jeder entscheidet für sich und kann durch
Zuhfall etwas großes ereichen ich bin zwar
Leicht enteuscht freue mich aber für dich
Und hoffe du wirst deine bestimung finden

LG Drachenjunges)
DJ:*trotet durch das lager*
HJ:*guckt sich um*
Mondglanz ( 32791 )
Abgeschickt vor 490 Tagen
Kannst du mir nicht dass Passwort schicken, damit ich hier weiterschreiben kann? Wenn nicht wäre es schon Ok.
Thoreta ( 31961 )
Abgeschickt vor 490 Tagen
Ja bei mir lässt diese Begeisterung irgendwie nach, und Mondglanz: ich freue mich das dir dieses RPG so am Herzen liegt, und natürlich darfst du eine Fortsetzung schreiben. Ich würde sie dann oben in Kapitel 1 verlinken, damit jeder der das hier gelesen hat auf das RPG und die Fortsetzung von dir kommen kann. Das wäre glaube ich die beste Lösung, soweit du natürlich einverstanden bist ;)