Ein fast vergessenes Volk

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1 Kapitel - 2.335 Wörter - Erstellt von: Lucy - Aktualisiert am: 2015-10-02 - Entwickelt am: - 1.683 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Nach vielen Jahrhunderten in der Versenkung, kommt ein Volk zurück nach Mittelerde das für viele nur noch eine Legende ist. Von allen gefürchtet und von den meisten gehasst. Doch sind diese Wesen wirklich so herzlos wie erzählt wird oder nicht?

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    Es war eine dunkle und kalte Nacht. Es regnete und stürmte. Mir peitschte das Wasser ins Gesicht. Langsam beschlich mich der Verdacht dass es doch ke
    Es war eine dunkle und kalte Nacht. Es regnete und stürmte. Mir peitschte das Wasser ins Gesicht. Langsam beschlich mich der Verdacht dass es doch keine so geniale Idee gewesen war mitten in der Nacht mit Leo auf Streife zu gehen. Aber ich konnte nicht anders. Ich brauchte das Gefühl wieder etwas zu spüren. Nach all den langen Jahren in denen ich nichts gespürt hatte. Keinen Regen auf meiner Haut, keinen Wind in meinen Haaren, absolut nichts. Ich glaube Leo ging es genauso. Er war genau wie ich, Lucy und Jake erst vor kurzem wieder auf getaut. Auf was Leo und ich warteten? Auf nichts Besonderes. Allein zu sein war etwas was unser Volk auszeichnete. Wir waren unter allen Völkern Mittelerdes gefürchtet. Für manche waren wir nicht mehr als Legenden um kleinen Kinder Angst ein zu jagen. Für andere waren wir das pure Böse. Egal wo wir hinkamen, waren wir gejagte. So dürfte es wohl niemanden wundern dass mein bester Kumpel seit dem ich denken kann Leo und ich mit Masken und Perücken auf einem Ast in einem Baum hockten. Obwohl es mitten in der Nacht und damit stockdunkelt war. Ich war nämlich sehr vorsichtig geworden seit meiner letzten Begegnung mit jemandem der nicht unserem Volk angehörte auch wenn das schon Jahrhunderte zurück lag. "Alex, alles ok?" hörte ich die Stimme von Leo besorgt fragen. Ich schüttelte schnell meinen Kopf und meine Gedanken kehren ins hier und jetzt zurück. " Ja, Ja alles ok. Wieso fragst du?" murmelte ich. " Naja du starrst den Weg an als ob er dir persönlich was getan hat." antwortete Leo. " Nein alles in Ordnung." bestätigte ich noch einmal. Ich spürte Leos Blick auf mir und ohne ihn anzusehen wusste ich, dass er es mir nicht abkaufte das mit mir alles in Ordnung war. Leo und ich kannten uns bereits schon seit Ewigkeiten und wir teilten uns eine ziemlich ähnliche Vergangenheit. Wir verloren beide unsere Eltern kurz nach dem wir geboren wurden und wurden von unserem König groß gezogen. Neben mir ertönte ein Seufzer. " Komm Al lass uns zurückgehen. Heute passiert sowieso nichts mehr. Außerdem zieht uns Jake die Ohren lang wenn er uns erwischt das wir ohne seine Erlaubnis draußen waren." schlug Leo vor. Ich seufzte schwer und erhob mich. Leise konnte man das quietschende Metall hören. Ohne ein Geräusch zu machen sprang ich die letzten Meter vom Baum auf den Boden hinunter. Dann pfiff ich leise und neben mir begann es zu rascheln. Keine Sekunde später sprang mein Warg neben mir aus dem Gebüsch. Hinter mir hörte ich Leo herüber kommen der seinen dunkelbraunen Hengst bereits geholt hatte. Elegant schwang er sich darauf. Ich tat es ihm gleich. Ich war zwar zu Pferd keine besonders gute Reiterin was sehr seltsam war schließlich ist mein Vater ein Elb gewesen, aber auf Nachtschatten (meinem Warg) bin ich nahe zu unschlagbar. Ich begann leicht zu lächeln. Ich spürte wieder den Wind in meinen Haaren und den Regen in meinem Gesicht. Das fühlte ich sich so unglaublich an. Doch plötzlich stoppte ich Nachtschatten. " Was ist los Al?" fragte Leo. Ich legte mir die Finger auf die Lippen und bedeutete Leo so leise zu sein. Er kapierte es sofort. Vorsichtig zog ich einen Pfeil aus meinem Köcher und legte ihn in den Orkbogen ein den ich meistens bei mir trug ein. Leo sah mich in dieser Anspannung und zog ebenfalls einen seiner Dolche. Langsam ließ ich die Sehne los und mein Pfeil zischte durch die Luft. Ich hörte wie er was traf doch als ich keine weitere Reaktion ausmachen konnte, drehte ich mich wiederrum und tat es damit ab das dann da wohl nichts gewesen war oder zumindest nichts was uns gefährlich werden konnte. Leo steckte seinen Dolch wieder weg. `Seit dem sie aufgetaut ist, ist sie noch schreckhafter als zuvor.`dachte er sich mit einem Stirn runzeln.

    Natürlich hatte Alex Pfeil etwas getroffen und das war nicht nur ein Baumstamm gewesen. Der Pfeil hatte den Arm eines Mannes an den Baumstamm getackert. Er stand nun mit klopfendem Herzen an dem Baum und versuchte zu verstehen was da gerade passiert ist. Der Pfeil war plötzlich wie aus dem nichts aufgetaucht und hätte fast seine Brust getroffen wenn er sich nicht im letzten Moment noch weg gedreht hätte. Er war sehr verwundert gewesen denn normalerweise hatte ein gutes Gehör, doch diesmal hatte er nichts wahrgenommen. Kein rascheln, kein knacken von Ästen, gar nichts. Zum Glück hatte er sich nun wieder soweit gesammelt um den Pfeil wieder heraus zu ziehen ohne das seine Hände allzu sehr zitterten. Er zog an dem Pfeil doch dieser saß fest und er schaffte es nicht ihn heraus zu ziehen. " Wer auch immer diesen Pfeil geschossen hat, hat nicht erst gestern Bogenschießen gelernt. Der muss schon ein wenig Übung mit bringen." murmelte er leise zu sich selbst. Er zog erneut an dem Pfeil und beim fünften Anlauf und nach Aufwendung all seiner Kraft schaffte er es endlich den Pfeil heraus zu ziehen. Langsam drehte er ihn in seinen Händen. Er versuchte heraus zu finden wem dieser Pfeil wohl gehörte. Doch es war stockfinster und er konnte fast nichts außer einige Umrisse erkennen. Ein Feuer zu machen wagte er nicht, schließlich konnte dieses etwas was den Pfeil geschossen hatte noch ganz in der Nähe sein und auf eine direkte Begegnung mit dem Ding war er nicht besonders scharf. Da schien der Mond durch das Geäst des Waldes und half ihm beim Sehen. Als er nun im Licht des Mondes einen Blick auf den Pfeil warf, konnte er im ersten Moment seinen Augen nicht trauen. " Ein Orkpfeil?" wunderte er sich. `Aber wenn es sich wirklich um einen Ork handelte hätte ich hin doch hören müssen. Keines dieser Geschöpfe kann so leise sein, das ich es nicht hören kann.`dachte er sich. Schnell pfiff er leise und hoffte dass nur sein Pferd und nicht dieses Etwas ihn hören konnte. Bald drauf kam schon sein Pferd das sich als der Pfeil kam erschrocken hatte. Elegant schwang er sich darauf. "Komm mein Freund wir sollte uns einen Platz zum Schlafen suchen. Hier halte ich es nicht mehr für sicher." sagte er und sein Pferd trabte los. Bald darauf kamen sie an einem kleinen Felsvorsprung an. " Hier machen wir Rast." beschloss er und hielt ein Pferd an. Notdürftig machte er sich es bequem auch wenn er wusste dass das heute keine erholsame Nacht werden dürfte. `Was zur Hölle kann nur dieses Ding sein?`war sein letzter Gedanke bevor seine Augenlider immer schwerer und schwerer und schwerer wurde bis er schließlich einschlief.

    Leo und ich waren eine Weile schweigsam weiter geritten. Ich hatte angestrengt in die Nacht gelauscht und auf jedes Geräusch gehört das es gab. Ich wusste dass viele es als Spinnerei ansahen. Aber so war ich einfach. Zum Glück war die Nacht ziemlich still und wir kamen ohne einen weiteren Zwischenfall voran. Ich ärgerte mich mittlerweile über mich selbst, da ich vorhin hätte nach sehen sollen was ich da getroffen hatte. Nun fragte ich mich was es war und die Frage ließ mich nicht los. " An was denkst du Al?" fragte Leo und riss mich mal wieder aus meinen Gedanken. " Ach, nichts Besonderes. Ich ärgere mich nur über mich selbst." antwortete ich. " Wieso denn? Du hast doch alles richtig gemacht." kam es von Leo. Ich drehte meinen Kopf zur Seite und sah ihn an. " Ich meine ich hätte nach sehen sollen auf was ich da geschossen habe." sagte ich. Leo wandte mir jetzt auch sein Gesicht zu und zog belustig eine seiner Augenbrauen nach oben: " Ach hättest du sollen? Wolltest du nach sehen ob du jemanden verletzt hast?". " Nein. Sag mal spinnst du?" antwortete ich. Doch Leo schien das nicht mehr gehört zu haben. " Das ich das noch erlebe. Das Eis-Herz auftaut." prustete Leo los und konnte sich bald vor Lachen fast nicht mehr auf dem Pferd halten. Ich rollte genervt mit den Augen. " Glaubst du wirklich dass irgendwer, irgendetwas, irgendwie es schafft Eis-Herz aufzutauen?" fragte ich den immer noch lachenden Leo ernst. Leo schaffte es nicht mehr sich zu beruhigen. Ich beschloss ihm mal wieder eine kleine Lektion zu verpassen, dass er mich am besten nicht unterschätzen soll. Ziemlich schnell stieß ich mich von Nachtschattensrücken ab und landete hinter Leo auf seinem Pferd. Bitzschnell hatte mein Kumpel einen meiner Dochle am Hals. Als er die Kälte meiner Waffe spürte hörte er endlich auf zu lachen und schluckte einmal schwer. Ich sah es mit kleiner Schadenfreude in meinen Augen. " Und ist Eis-Herz aufgetaut?" flüsterte ich mit meiner Eisstimme, die ich nur deshalb angenommen hatte um Leo zu zeigen wer hier aufgetaut ist, in sein Ohr. In seinem Nacken stellten sich die kleinen Härchen auf. Leo erschrak sich so sehr, dass keinen er im ersten Moment keinen Ton heraus brachte und schüttelte den Kopf. "N-N-Nein Eis-Herz ist nicht aufgetaut." brachte er dann zitternd hervor. Ich grinste zufrieden und steckte meinen Dolch wieder zurück. "Das wollte ich hören." grinste ich zufrieden. Dann sprang ich zurück auf Nachtschattensrücken. Ich sah meinen Kumpel an und hoffte auf ein lachen oder sonst irgendeine Reaktion. Doch er saß in einer Starre auf seinem Pferd und bewegte sich nicht. " Hey Leo alles ok? Hab ich dir weh getan?" fragte ich ihn. Leo schüttelte sich und löste sich so wieder aus seiner Starre. " Nein, Nein. Alles in Ordnung." antwortete er mir. " Es ist nur... Nur..." begann Leo. "Es ist nur das ich so stark bin? Und das du in der langen Zeit wo wir eingefroren waren vergessen hast und das dich jetzt ein wenig schockiert?" versuchte ich Leos angefangenen Satz zu Ende zu bringen. Leo nickte. Ich begann zu grinsen. " Ich nehme das mal als Komplement." lachte ich. Leo stimmte auf einmal in mein Lachen mit ein. Es tat gut nach so langer Zeit wieder zu lachen. " Halt! Wer da?" polterte eine Stimme hinter uns. Leo und ich hörten schlagartig auf zu lachen und wir drehten uns ruckartig um. Die Stimme die hinter uns war kannten wir beide. Es war die von dem Hauptmann der Wache, der vermutlich gerade Dienst hatte. " Verdammt." fluchte ich leise, " Wieso aus gerechnet der?". Ich wusste das er eigentlich ein netter Kerl war aber wenn er schlechte Laune hatte würde er mich und Leo ohne Umwege zum König schleifen und dann waren wir wirklich ziemlich schlecht dran. Schnell schwang ich mich von Nachtschatten hinunter und flüsterte ihm ins Ohr das er Leos Pferd mitnehmen soll und durch den Hintereingang zurück zu den Stallungen gehen. Dann packte ich Leo am Unterarm und zog in hinter mir her ins Gebüsch. Nachtschatten und Riema Leos Pferd verschwanden im Gebüsch auf der anderen Seite und das keine Sekunde zu früh. Kurz darauf betrat eine der Wachen die Stelle an der bis vor kurzem noch Leo und ich waren. Er hatte seinen Speer gezogen und sah sich um. Ich saß mit Leo in einem Versteck, krallte mich an einem meiner Armbänder fest und hoffte das er uns nicht bemerkte. Nach ein paar Minuten hörte ich Leo etwas sagen. " Komm Al, er ist wieder weg." sagte Leo und stieß mich an. Ich schob meinen Kopf vorsichtig über den Busch und sah dass die Wache wirklich weg war. Ich atmete erleichtert aus. Langsam arbeiteten Leo und ich uns zu der kleinen Höhle am Fuße der Mauer die zu unser Art zu Hause führt vor. Wir entfernten die Zweige die wir zur Tarnung aufgebaut hatten. Langsam zog ich einen metallenen Armreif mit der blauen Perle von meinem Handgelenkt und legte ihn an die dafür vorher gesehene Stelle. Von der blauen Perle begann sich ein Leuchten über die Wand zubereiten. Es erschienen langsam die Aquamerilischen Schriftzeichen. Die Inschrift lautete: Wenn du ein Freund bist sprich den Zauber und sei uns willkommen. Bist ein Feind dann flieh solange du noch kannst. Zumindest so in der Art wenn man es mich übersetzten lässt. Ich kramte ein altes Buch aus meinem Beutel hervor und blätterte darin herum. " Wo ist er nur? Ich habe ihn doch hier drin gesehen." murmelte ich zu mir selbst. Leo verdrehte genervt die Augen und ging wieder nach draußen. `Das ist mal wieder typisch Al. Immer die Regeln brechen, aber nicht alles durch denken. Immer in der Gefahr schweben erwischt zu werden.`dachte er und musste grinsen. Er sah nachdenklich die Sterne an und ließ seine Gedanken schweifen. Ihm fiel erst jetzt auf wie sehr er seine beste Freundin eigentlich vermisst hatte.

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Ein fast vergessenes Volk
Ein fast vergessenes Volk
Nach vielen Jahrhunderten in der Versenkung, kommt ein Volk zurück nach Mittelerde das für viele nur noch eine Legende ist. Von allen gefürchtet und von den meisten gehasst. Doch sind diese Wesen wirklich so herzlos wie erzählt wird oder nicht?
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2015-09-30
402C
Herr der Ringe

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Tinúviël Ithildraug ( 88774 )
Abgeschickt vor 531 Tagen
Hört sich sehr spannend an! Ich hoffe du hast vor die Geschichte möglichst schnell weiter zu schreiben, denn ich bin wahnsinnig gespannt. Außerdem gefällt mir Alex jetzt schon ;)