Marauders like: It does no matter WHAT you are, all that counts is, WHO you are

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1 Kapitel - 4.386 Wörter - Erstellt von: Jasmin Paris - Aktualisiert am: 2015-09-29 - Entwickelt am: - 1.141 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wer James mag, kann sich in diesem Chap Sorgen um ihn machen. Ich weiß, dass sie die Verwandlung erst im fünften Jahr schaffen, aber nennen wie es künstlerische Freiheit, ja?

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    „Macht es gut!“ Schnell umarmte Remus Lupin seine Eltern und stieg vom Besen. Er war zu spät zum ersten Schuljahr in Hogwarts gekommen, weil vor
    „Macht es gut!“ Schnell umarmte Remus Lupin seine Eltern und stieg vom Besen. Er war zu spät zum ersten Schuljahr in Hogwarts gekommen, weil vor ein paar Tagen Vollmond gewesen war. Es war Abend und die Dämmerung brach schon herein. Remus trug seinen Koffer langsam Richtung Schloss. Schnell machte er sich auf den Weg in das Büro des Schulleiters. Als er eintrat, lächelte Albus Dumbledore ihn freundlich an. „Ah, hallo Remus. Setz dich.“ Schüchtern nahm der Braunhaarige auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch Platz. „Ich werde dir den Sprechenden Hut aufsetzen, dann kannst du in deinen Gemeinschaftsraum gehen.“ Remus nickte und schloss die Augen, als der alte Hut über seine Augen rutschte. „Hm... Mut, Treue, aber auch Weisheit. Du bist der perfekte Kandidat für...GRYFFINDOR!“ Erleichtert zog Remus sich den Hut wieder vom Kopf und nahm seinen Koffer wieder auf. „Auf Wiedersehen, Professor.“ Dumbledore nickte. „Ich hoffe, es geht dir gut hier. Das Passwort ist Löwenherz.“ Freundlich lächelnd drückte Dumbledore ihm noch einen Stundenplan in die Hand. Der Braunhaarige bedankte sich und machte sich auf den Weg zum Gemeinschaftsraum.

    Als er der Fetten Dame das Passwort genannt hatte, kletterte er schnell durch das Loch in der Wand. In dem gemütlich eingerichteten Raum brannte ein knisterndes Feuer. Rote Sofas und Sessel standen verteilt herum, Schüler lachten und schwatzten. Leise ging Remus die Treppen in den Jungenschlafsaal hoch und stellte seinen Koffer neben das Bett, auf dessen Vorhänge sein Name gestickt war. Seufzend ließ er sich auf der Bettkante nieder und öffnete seinen Koffer. Bald hatte er alle seine Sachen in den Schrank neben seinem Bett gepackt. Plötzlich flog die Tür auf und drei Jungen kamen herein. „Hallo! Da ist der Neue im Bunde!“, begrüßte ein schwarzhaariger Junge ihn freundlich. Er trug eine Brille und sah frech aus. Seine Haare standen unordentlich ab und die braunen Augen funkelten lustig. Ein zweiter Junge trat neben ihn. „Hi. Ich bin Sirius.“ Auch dieser Junge hatte schwarze Haare, trug sie aber länger und war größer. Der mit der Brille stellte sich als James vor. Die beiden gaben ihm die Hand. „Ich heiße Remus.“ Schwach lächelnd sah der Braunhaarige zu dem dritten Jungen. „Das ist Peter.“ James grinste. „Er ist nur total schüchtern.“ Der Dritte nickte und wandte sich dann schnell ab. Die beiden zogen sich schwatzend um und legten sich hin. Sirius schwang den Zauberstab und löschte das Licht. „Nacht Sirius.“, kam es von James' Bett. Sirius murmelte etwas Unverständliches. Langsam fielen Remus die Augen zu.

    Als Remus aufwachte, war es noch dunkel. Er setzte sich auf und beschloss, leise seine Schultasche zu packen. Er studierte seinen Stundenplan und steckte Pergament, Federn und Bücher ein. Als seine Tasche alles was er brauchte enthielt, stand er auf und zog sich an. Dann schlich er so leise wie möglich in den noch leeren Gemeinschaftsraum. Unten setzte er sich in einen der knuddeligen Sessel am Feuer und sah sich glücklich um. Schon seit er erfahren hatte, dass er nach Hogwarts gehen durfte, hatte er an nichts anderes mehr denken können. Aber da war auch große Angst, Angst, wieder der Außenseiter zu sein, weil er ein Werwolf war. Aber wenn er alles geheim hielt, würde es vielleicht niemandem auffallen, dass er einmal im Monat einfach verschwand und anschließend krank war. Er wischte die Gedanken weg. Jetzt wollte er einfach nur die Zeit hier genießen.
    Als es ungefähr sieben Uhr war, kamen Viert- und Fünftklässler herunter. Auch ein paar Zweitklässler erschienen, aber von den Jungen aus seinem Schlafsaal war noch keiner da. Irgendwie fühlte er sich verlassen. Die anderen redeten und hingen zu zweit oder zu dritt ab. James, Sirius und Peter waren die einzigen, die er kannte und er kam sich seltsam vor, so alleine hier herumzusitzen. Endlich kam James die Treppe herunter. Remus stand auf und ging ihm entgegen. „Hi, hast du gut geschlafen?“, fragte er schüchtern. James lächelte. „Ja. Und du?“ Remus nickte. „Kannst du mir kurz helfen?“, fragte James. Er schien irgendwie verzweifelt. „Wieso?“ Neugierig folgte Remus James wieder hoch. Oben in ihrem Schlafsaal versuchte Peter, anscheinend vergeblich, Sirius wachzurütteln. Stöhnend sank der kleine Junge neben dem Bett des Schwarzhaarigen zu Boden. „James, ich krieg ihn einfach nicht wach!“, jammerte er. Remus betrachtete nachdenklich den zusammengerollt schlafenden Sirius. Dann zog er seinen Zauberstab. „Sonitus!“ Augenblicklich erfüllte krachender Lärm das kleine Zimmer. Erschrocken fuhr Sirius auf. „Was ist denn los?“, fragte er schläfrig. Remus senkte den Zauberstab und lächelte. Der Lärm verstummte sofort. James lachte. „Wir mussten dich aufwecken, du Schlafmütze! Jetzt komm, oder wir verpassen das Frühstück.“

    Die vier machten sich gemeinsam auf den Weg in die Große Halle. Sirius und James alberten herum und rissen Witze über einen Slytherinjungen, den sie anscheinend kannten und verachteten. Als sie am Tisch saßen und alle Toast, Schinken und gegrillte Tomaten vor sich hatten, deutete Sirius auf ein paar Leute am Slytherin-Tisch. „Das sind meine Cousinen Bella und Narzissa, das ist Lucius Malfoy und das da drüben ist Severus Snape.“ Über diesen Jungen hatten sie sich den ganzen Weg über lustig gemacht. Er war blass und dünn, sein schwarzes Haar war fettig und er saß ganz allein da. Irgendwie tat er Remus leid. Aber nach James und Sirius war er ein Schleimbeutel hoch drei. „Sag mal, woher kennst du eigentlich diesen coolen Zauber, mit dem wir Sirius wach gekriegt haben?“, fragte Peter plötzlich. Remus lächelte. „Das habe ich von meinem Vater gelernt. Es hilft, wenn man vor einem Dementor steht und den Patronuszauber noch nicht hinkriegt. Er macht die Gedanken wieder klar und du kannst fliehen.“ Beeindruckt starrten die drei ihn an. Plötzlich stand hinter ihnen eine streng aussehende Lehrerin. „Mr. Lupin, bitte kommen Sie mit mir.“ Verwirrt stand Remus auf. Die drei sahen ihm neugierig nach. Verständnislos folgte er der Frau in den Krankenflügel. „Professor, Verzeihung, aber wo gehen wir hin?“ Sie sah ihn an. „Ich stelle Sie vor. Mit Madame Pomfrey werden Sie in den folgenden Monaten zur Heulenden Hütte gehen. Dort werden sie bleiben, bis der Mond wieder abnimmt.“ Er nickte. Eine junge Frau erwartete sie bereits und schüttelte ihm freundlich die Hand. „Hallo, Mr. Lupin. Ich hoffe, dass wir uns gut verstehen werden.“ Remus nickte. Als alles abgesprochen war, durfte er in den Unterricht. Die ersten beiden Stunden hatte er bei Professor McGonagall. Er setzte sich neben Sirius und James. Die beiden sahen ihn neugierig an. Ihm wurde klar, dass sie ihn später fragen würden, was los gewesen war. Verlegen lächelte er, dann wandte er den Kopf zu Professor McGonagall.

    „Was war den los?“, fragte James nach der Stunde, als sie durch die Korridore liefen. Remus wurde rot und drehte sich weg. „Ähm... Professor McGonagall hat mich gefragt, ob ich alle Bücher habe.“, log er rasch. Irgendwie beleidigt wandte James sich Sirius zu. Seufzend kramte Remus in seiner Tasche. „James?“, fragte er unsicher. „Ja?“ Der Schwarzhaarige drehte dich zu ihm um. „Was hast du jetzt?“ James sah auf seinen Stundenplan. „Hm... Zaubertränke. Und du?“ Erleichtert lächelte Remus. „Ich auch.“ Sirius schien zu schmollen. „Was ist los, Siri?“, fragte James. Der freche Unterton in seiner Stimme war unüberhörbar. „Ich habe Pflege magischer Geschöpfe.“, maulte der und machte sich auf den Weg auf die Ländereien. Grinsend zerrte James Remus hinter sich her in die Kerker.
    Professor Slughorn wartete schon. „Ah, Hallo. Bitte, setzen.“, begrüßte der große Mann sie freundlich. Gehorsam nahm die Klasse Platz. „Heute werden wir einen einfachen Schlaftrank brauen. Das Rezept finden sie auf Seite vier. Und... los! Sie haben zwei Stunden Zeit.“ Alle machten sich über ihre Kessel her und rührten alles zusammen. Remus war als erster fertig. James saß verzweifelt vor seinem Trank, der, anstatt eine silberne Farbe anzunehmen, blubberte und rot wurde. „Du hast den Blutegelsaft vergessen.“, erklärte Remus stirnrunzelnd und schüttete schnell den braunen Saft in die brodelnde Flüssigkeit. Sofort hörte sie auf zu sprudeln und wurde heller, bis sie silbern war. „Danke!“ Erfreut sprang James auf und umarmte Remus. Verlegen wich der zurück und grinste. Sie gaben ihre Proben ab und machten sich auf den Weg, um Sirius und Peter abzuholen.

    (Zwei Wochen später)

    Es war später Abend, als die vier im Gemeinschaftsraum saßen und quatschten.
    Plötzlich funkelten Sirius' Augen. „Habt ihr Lust auf eine Runde Wahrheit, Pflicht und Wahl?“, fragte er spitzbübisch. Alle nickten lachend. Sirius grinste schelmisch und schwang den Zauberstab. Aus dem Jungenschlafsaal schwebten vier Butterbierflaschen. Er reichte jeweils James, Peter und Remus eine. Dann hob er die Flasche. „Auf uns!“, rief er. Die anderen drei stimmten begeistert mit ein. Vorsichtig nippte Remus an seinem Butterbier. Es schmeckte gut. Da fiel ihm der leicht walnussartige Geschmack auf. „Verdammt!“, fluchte er. „Sirius!“ Wütend stand er auf. „Aber aber, wer wird denn so durchdrehen? Hast du etwas zu verbergen?“, fragte Sirius belustigt. Unwillkürlich antwortete Remus. „Ja.“ Entsetzt starrte der Braunhaarige auf die Flasche in seinen Händen. Sirius hatte im Ernst Veritaserum hineingemischt! „So? Was denn?“ Neugierig beugten James und Sirius sich vor. Wie von selbst sprudelten die Worte aus Remus heraus. „Ich bin ein Werwolf.“

    Panisch und entsetzt wirbelte der Braunhaarige herum und jagte durch das ganze Schloss, bis auf den Astronomieturm. Gehetzt sah er sich um. Irgendwo unten hörte er Sirius und James nach ihm rufen. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er echte Freunde gefunden und jetzt... Verzweifelt vergrub er das Gesicht in den Händen. Plötzlich knarrte die Tür und er wich in den Schatten einer Säule zurück. „Remus! Wo bist du?“ Sirius klang besorgt. Leise trat der Braunhaarige weiter in die Dunkelheit. Dabei streifte seine Jeans über den Stein der Säule. Das Geräusch lockte Sirius zu ihm. „Remus! Da bist du ja!“, Erleichtert seufzte Sirius auf. „JAMES, ICH HAB IHN!“, brüllte er nach unten. Schnelle Schritte auf der Treppe kündigten James' Ankunft an. Die drei schwiegen sich kurz an. Dann trat Sirius auf ihn zu und umarmte ihn. „Das ist egal. Du bist unser bester Freund. Und das bleibst du auch.“ Entgeistert starrte Remus ihn an. „Ihr... ihr wollt meine Freunde bleiben? Auch wenn ich ein Werwolf bin?“ James nickte und lächelte. „Und glaub mir, wir werden uns irgendwas einfallen lassen, damit wir dir Gesellschaft leisten können.“ Verlegen sah Remus die beiden an. Sie wirkten, als hätte er ihnen nur gesagt, dass er gerne Butterhörnchen aß. Grinsend begleiteten sie ihn wieder hinunter in den Gemeinschaftsraum. Peter saß in seinem Sessel und sah ihnen entgegen. Vor ihm lag ein Blatt Pergament. James warf sich neben ihn. „Guck mal, Remus. Wir hatten die Idee, eine Karte vom Schloss zu zeichnen, wo alle verzeichnet sind, die gerade hier sind. Also, da sind Punkte mit einem Namen und die bewegen sich.“ Remus sah interessiert auf die Karte. Ein paar Stockwerke waren schon vollständig. Sirius zog seinen Zauberstab und malte drei Klassenräume, beschriftete sie und ging dazu über, den Ostflügel zu zeichnen. Da bemerkte Remus die kleinen Punkte, neben denen je ein Name stand. Im Gemeinschaftsraum sah er die vier Punkte Sirius Black, James Potter, Peter Pettigrew und Remus Lupin. Schnell half er den drei anderen, die Karte fertig zu zeichnen. Als sie um drei Uhr Nachts erschöpft die Köpfe hoben und sich zufrieden angrinsten, fügte James ein paar Zauber hinzu. „Okay.“ Die Karte verschwand auf dem Blatt und nur leeres Pergament blieb zurück. „Wenn wir sie aktivieren wollen, sagen wir >Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin<. Wenn sie verschwinden soll, sagt >Treib dich rum, du Rumtreiber<. Ich dachte, das wäre auch ein super Bandenname: Rumtreiber.“, erklärte er mit glänzenden Augen. Die anderen drei nickten glücklich. Dann fielen sie müde in die rubinroten Kissen.

    Als Remus aufwachte, war es schon total hell. „LEUTE!“ Panisch sprang er auf. „LEUTE, WIR HABEN TOTAL VERPENNT!“, schrie er und zog sich so schnell er konnte an. Erschrocken fuhr James hoch. „Tut mir leid, Sirius, verzeih mir!“, flehte Remus und richtete den Zauberstab auf den schlafenden Jungen. Goldene Funken sprühten heraus und trafen Sirius in den Rücken. Mit einem lauten Krachen fiel dieser aus dem Bett. Fluchend packten James und Remus Schultaschen, stopften Pergament und Federn hinein, warfen Bücher dazu, tauschten Klamotten, zogen sich hastig an und weckten Peter. Als alle zueinanderpassende Schuhe anhatten, jeder seine Schultasche zuschnallte und keiner noch Sachen von den anderen trug, stürmten sie los.

    „Aha. Die Herren wollen uns heute noch beehren.“, quiekte Professor Flitwick. Verlegen ließen sie sich auf ihre Plötze fallen. Nach der Stunde trafen sie auf dem Korridor Severus Snape. „Na, habt ihr 'ne kleine Orgie gefeiert?“, fragte er mit einem höhnischen Blick auf ihre unordentlich sitzenden Klamotten und ihr zerwuschelten Haare. „NA WARTE, DU KLEINER SCHLEIMSACK!“ Knurrend warf Sirius sich auf den Slytherin. „Sirius, nein!“ Verzweifelt raufte James sich die schwarzen Haare. Sirius war größer und muskulöser als Snape und hatte schnell die Oberhand gewonnen. Er packte ihn am Kragen und riss ihn hoch. „Du-beleidigst-uns-nie-wieder!“, fauchte er und schlug mit der freien Faust auf den Slytherin ein. Als er den Hals des Jungen losließ, fiel der mit einem leisen Stöhnen in sich zusammen. Triumphierend wandte Sirius sich ab und sah die anderen drei an. „Kommt, sonst sind wir auch noch zu spät in Zaubereigeschichte.“ Lässig strich er sich das Haar aus dem Gesicht und ging los.

    Seufzend ließ James sich in einen der roten Sessel vor dem Kamin fallen. Remus setzte sich direkt vor das prasselnde Feuer und Sirius tat es ihm nach. Peter warf seine Tasche auf ein Sofa und knallte hinterher. Nach zwei Minuten in der behaglichen Wärme des Raumes war er eingepennt. „Das war ja die reinste Schinderei heute!“, stöhnte Remus. Sirius nickte. „Was mussten wir auch bis weiß Gott wann aufbleiben!“ James schloss resigniert die Augen. Sirius grinste. „Wir habe heute so was Tolles gehört. Remus, wusstest du, dass Werwölfe für Animagi nicht gefährlich sind, wenn die Animagi verwandelt sind?“, fragte er. Überrascht starrte Remus ihn an. „Ihr... ihr habt doch nicht etwa vor...“ Erschrocken blickte er von James zu Sirius. „Wir haben sogar schon die Tiere festgelegt. Also, wir brauchen ein kleines Tier, das die Peitschende Weide ausstellt und zwei große Tiere, die dich im Zaum halten. Das kleine Tier übernimmt Peter, er wird zu einer Ratte. Ich dachte mir, dass ein paar spitze Zähne nicht unangebracht wären, also wird Sirius zu einem riesigen schwarzen Hund. Er kann dich notfalls auch alleine kontrollieren. Und ich, ich bin ein bisschen größer als ihr alle, aber ich bin nicht wirklich gefährlich und außerdem wäre es gute Tarnung, wenn uns jemand hört, versteckt ihr euch und ich bleibe stehen und tue so, als wäre ich es gewesen. Ich bin nämlich ein Hirsch.“, erklärte James stolzstrahlend. Dankbar und gleichzeitig total geschockt hörte Remus zu. Er konnte es nicht fassen: Sie würden das alles nur für ihn tun, nur für ihn! Er fiel den beiden um den Hals. „Ich hatte noch nie Freunde, schon gar keine wie ihr.“ James lächelte. „Na ja, du kannst ja nichts für dein pelziges kleines Problem.“ Grinsend wandte Remus sich ab und sah in die knisternden Flammen.



    (Weihnachtsferien)

    Weihnachtsferien. Ausschlafen. Endlich. Alle Gryffindors weg, außer ihnen vieren. Glücklich kuschelte Sirius sich tiefer in die Kissen. Aber plötzlich richtete er sich auf. Irgendwas war definitiv nicht so, wie es sein sollte. „DU HIRNLOSER IDIOT!“ Der verzweifelte Schrei kam aus dem Gemeinschaftsraum. Sirius schwang die Beine aus dem Bett und schlüpfte in seine Jeans. Schnell sprintete er die Treppe hinunter. Unten lag James auf einem der Sofas. Er schien ohnmächtig. Remus kniete neben ihm und gab ihm eine leichte Ohrfeige. Aber der Schwarzhaarige reagierte nicht. „Was ist denn los?“, fragte Sirius verwirrt und besorgt. „Er hat es versucht, aber irgendetwas ist schief gelaufen, er ist zusammengebrochen und jetzt krieg ich ihn nicht mehr wach!“ Remus redete so schnell, dass Sirius Mühe hatte, ihn zu verstehen. „Er hat was versucht?“ Auch er kniete sich neben seinen besten Freund und schüttelte ihn leicht. „Versucht, sich zu verwandeln!“ Der Werwolf schien wirklich aufgelöst. „Remus, setz dich erst mal. Er kommt zu sich.“, beruhigte Sirius seinen Freund. Stöhnend drehte James den Kopf. Seine Augen waren verschleiert, als er Sirius ansah. „Es... ich...“ Er krümmte sich vor Schmerz. „Geh... ich kann nicht...“ Keuchend biss er die Zähne zusammen. Panisch sprang Sirius auf. „Remus, lauf, hol Madame Pomfrey!“ Der Braunhaarige sah ihn entsetzt an. „Dann müssen wir ihr erklären, was er versucht hat! Das geht nicht, Sirius!“ Sirius dankte Merlin insgeheim, dass Remus immer alles überdachte. Er ließ sich neben James nieder und beobachtete besorgt jede Bewegung seines besten Freundes. Zum Glück waren alle anderen Gryffindors nach Hause gefahren. Remus ging und weckte Peter. Gemeinsam saßen sie am Feuer und machten sich stumme Sorgen um James. Draußen fiel der Schnee in dicken Flocken. Plötzlich packte eine Hand Sirius am Arm. „James? James!“ Erleichtert fuhr er herum. James war blass und zitterte am ganzen Körper. Er ließ Sirius los und seine Hand fiel schwach neben ihn. „Ich... mir ist eiskalt.“ James' Worte waren kaum mehr als ein Flüstern. Schnell hastete Sirius nach oben und schnappte sich ein paar Decken. Sorgfältig breitete er sie über James aus. „Gleich wird dir wieder warm.“ Er setzte sich neben seinen besten Freund auf das Sofa und beobachtete erleichtert, dass das Zittern nachließ. Remus sah auf. „Ich frage mich, was schiefgegangen ist. Wenn wir es wüssten, könnten wir ihm helfen.“ Traurig sah er in das bleiche Gesicht seines Freundes. Sirius warf einen Blick auf die Bücher, die auf dem Tisch lagen. „Da steht nichts, dass es Nebenwirkungen gibt oder das was schiefgehen kann.“, berichtete er betrübt. „Wir müssen eben abwarten.“ So setzten sie ihre stumme Wache an James' Seite fort.

    Müde war Remus eingenickt. Peter schnarchte schon lange, Sirius dämmerte vor sich hin. James ging es keinen Deut besser. Schuldbewusst sah Remus alle drei an. Dass sie in dieser Lage waren, hatten sie nur ihm zu verdanken. Er starrte gedankenverloren ins Feuer. Leise prasselte es vor sich hin und machte ihn schläfrig. Sein Blick wanderte zu Sirius, der in einem der Sessel eingeschlafen war. Peter lag auf dem Boden. Vorsichtig stand Remus auf und breitete eine Decke über den zusammengerollten Peter. Dann nahm er eine zweite Decke und legte sie sanft über Sirius' Schultern. Der Schwarzhaarige bewegte sich leicht und kuschelte sich tiefer in den warmen Stoff. Lächelnd ließ Remus sich in einen Sessel nahe dem Feuer sinken und zog sich auch eine der Decken über. Nach wenigen Minuten schlief auch er tief und fest und träumte von Hirschen, Hunden und Ratten.

    Als James erwachte, sah er seine Freunde nahe bei sich, alle schlummerten selig, auch wenn sie irgendwie besorgt aussahen. Er lächelte, als er Peter entdeckte, der vor dem Kamin zusammengerollt schlief. Als er sich aufrichtete, schoss ein heißer Schmerz in seine Brust. Er schrie auf. Sofort sprang Sirius hoch und tastete verschlafen nach seinem Zauberstab. „James! Was ist los?“ Keuchend stützte James sich auf seine Arme. „Ich habe keine Ahnung!“, stöhnte er. Eine neue Schmerzwelle überfiel ihn. Kalter Schweiß lief ihm über die Schultern, sein ganzer Körper bebte. Sirius packte ihn sanft bei den Schultern und drehte ihn so, dass er auf dem Rücken lag. Plötzlich glühte James Haut auf. Erschrocken ließ Sirius seinen besten Freund los. James setzte sich keuchend auf. Es fühlte sich an, als würde seine Haut schmelzen und zerfließen. Und auf einmal lag er auf allen Vieren. Erstaunt sah er auf seine Hände. Sie verfärbten sich schwarz und seine Finger wuchsen zusammen. Horn bildete sich über seinen Händen. Ängstlich hob er den Kopf. Er war schwerer als sonst. Sirius begann im selben Augenblick zu grinsen und zu klatschen. „Super James!“, jubelte er in heller Aufregung. >Was ist so lustig?< Verärgert schnaubte er. Warte! Er hatte GESCHNAUBT? Schnell sah er an sich herunter. Seine Beine waren lang und feingliedrig und mit glattem, braunen Fell bedeckt. Das Gewicht auf seinem Kopf... Er stieß damit gegen einen der Polster. Ein paar ungleiche Einkerbungen erschienen im Stoff. Sein Geweih! Fröhlich sprang er herum. Es war großartig, ein Tier zu sein. Seine Nase schien um ein vielfaches besser als gewöhnlich. Er konnte besser hören und fühlte sich, als würde er gleich platzen vor Energie. Schnell drehte er den Kopf und sah auf seinen Körper. Brauner Rücken, schlanke, aber kräftige Hinterbeine. Sirius lachte lauthals. „James, hör auf mit dem Schwanz zu wedeln, du bist doch kein Hund!“ Erst jetzt bemerkte dieser den fröhlich wedelnden kleinen Schwanz. Böse starrte er Sirius an. „Ohhhh! Dieser Hundeblick ist super!“, kicherte dieser. Überrascht riss James die Augen auf. >Hundeblick? HUNDEBLICK? Warte nur, du!< Und schon baumelte Sirius am Ende seines Geweihs. Stolz trabte James im Kreis, während Sirius nur noch lauter lachte. Jetzt regte sich auch Remus. Einen Moment lang starrte er ungläubig, dann brach er in schallendes Gelächter aus, als er Sirius missliche Lage entdeckte. Schnaubend klopfte James mit den Hufen auf den Boden. Das weckte Peter auf, und bald standen die drei neben dem großen Hirsch und bewunderten ihn. Eitel wie James war, genoss er die Aufmerksamkeit sehr. „Hey, James, darf ich eine Runde reiten?“, fragte Sirius spaßeshalber. >Warum nicht? Rauf mit dir! Aber bleib ein bisschen oben, ich habe keinen Spaß, wenn du gleich wieder fällst...< James ging in die Knie und sah ihn erwartungsvoll an. Überrascht sah Sirius von seinem unschuldigen Blick zu seinem blanken Rücken. Dann zuckte er grinsend mit den Schultern und kletterte auf den Rücken des Hirsches. Mit hinterhältig funkelnden Augen stand James auf. Kurz blieb er ruhig stehen, dann begann er, wie wild zu bocken. „Wow!“ In hohen Bogen flog Sirius von seinem glatten Rücken. Er knallte gegen einen der Sessel. Unschuldig tänzelte James im Kreis und sah Remus und Peter belustigt an. Stöhnend rappelte Sirius sich auf. „Na warte!“ Schnell schwang er sich wieder auf den Hirsch. Keine drei Sekunden später lag er wieder am Boden. „Lass mich mal.“ Remus ging vorsichtig auf den Hirsch zu und zog sich hoch. Verräterisch ruhig blieb das Tier stehen. Dann warf es die Hinterbeine in die Luft und sprang wie verrückt herum. Aber Remus packte ihn wortwörtlich bei den Hörnern und grinste nur. Als James überrascht den Kopf umwandte, streichelte Remus ihm freundlich die Nase. James schnaubte und trabte jetzt brav im Kreis. Sirius sah verstimmt zu. >Und jetzt runter mit dir, Rem< Langsam ließ James sich wieder auf die Knie, damit Remus absteigen konnte. James schloss nachdenklich die Augen, dann sagte er in Gedanken den Rückverwandlungszauber auf. Sofort stand er wieder als Mensch im Zimmer. Fröhlich drehte er sich zu Sirius und Peter. „Versucht es mal! Das ist so krass!“ Mit leuchtenden Augen starrte er die beiden an. Sirius nickte und murmelte leise einen verworrenen Satz. Und plötzlich stand der bärengroße Hund im Raum, den Sirius sich vorgestellt hatte. Total unsicher watschelte er durchs Zimmer. „Ohhh! Das ist süß!“ James sah entzückt zu, wie Sirius ihn böse anknurrte. Schließlich fand der Hund die Balance wieder und lief jetzt mit großen Sprüngen auf ihn zu und warf ihn mühelos zu Boden. Dann schlabberte er ihn voll. Neugierig erkundete er das Zimmer. Schwanzwedelnden fand er einen kleinen Ball. Er nahm ihn vorsichtig zwischen die Zähne und brachte ihn Peter. Mit seinem besten Hundeblick sah er den kleinen Jungen an und legte das Bällchen vor seine Füße. Erwartungsvoll reckte er den Hals und hob bettelnd die Pfote. Grinsend hob Peter den Ball und warf ihn fort. Bellend hüpfte Sirius dem Ball nach und brachte ihn fröhlich zurück. James schnappte sich den Ball und warf ihn in die Höhe. „Fang, Padfoot!“ Der Spitzname fiel ihm ebenso ein. Sirius nickte und kauerte sich nieder. Mit einem gewaltigen Satz schoss er nach oben und fing den Ball aus der Luft. Stolz legte er den Ball in Remus Schoß. Dieser lächelte und warf den Ball wieder.

    Bis tief in die Nacht spielten sie mit ihren neuen Haustieren. James fand es lustig, Sirius immer wieder von seinem Rücken zu werfen, während Remus ihn reiten durfte. „Du bist eitel wie ein König. Und die Krone haste auch schon.“, alberte Sirius herum. „Ja! Dein Spitzname! Prongs.“, grinste er dann. James blickte böse, war aber nicht wirklich verärgert. Also bekamen alle einen Spitznamen. Sirius war Padfoot, James Prongs, Peter Wormtail, und Remus? Remus war Moony.

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1443465371
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2015-09-28
402D
Harry Potter

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