Leben und Liebe in Mittelerde - Teil 33

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1 Kapitel - 560 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2015-09-25 - Entwickelt am: - 575 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Plötzlich kam jemand auf mich zu gelaufen, doch das merkwürdige war, dass ich ihn sehen konnte, obwohl er sich von hinten näherte. Wie erstarrt hielt ich mitten in der Bewegung inne und konzentrierte mich voll und ganz auf die Person, die sich weiterhin näherte. Umso mehr ich mich konzentrierte, umso klarer wurde das Bild vor meinen Augen und umso besser konnte ich Umrisse, Konturen und selbst Schatten erkennen.
Schon einmal hatte ich jemand beobachtet, welcher sich jedoch nicht in meinem Blickfeld befunden hatte. Damals war es niemand anders gewesen, als mein geliebter Bruder sich auf meine Rettung vorbereitet hatte, hinter einer dieser dunklen Säulen, die einerseits ein wunderbares Versteck während dieses Kampfes darstellten, jedoch auch gefürchtete Fallen werden konnte und ich deshalb das Risiko lieber vermied und mich stattdessen ständig in Bewegung hielt. Ständig, bis auf diesen einen Augenblick.
Ich wagte es nicht mich umzudrehen, stattdessen schloss ich meine Augen und blendete die Kampfgeräusche um mich herum völlig aus. Nur langsam wurde das Bild vor meinen Augen klarer, doch es reichte um zu erkennen, wer auf dem Weg in meine Richtung war. Er war auch hier.
Noch im selben Moment wurde mir die Ersatzgabe klar und bewusst, ich hatte sie doch tatsächlich gefunden! Und mit einem Mal war das Bild voller Farben und ich hatte absolute Gewissheit, dass nicht ein Feind sondern mein eigener Bruder auf dem Weg hierher war.
Ein Lufthauch ließ mich aufschrecken. Vor Schreck riss ich meine Augen weit auf, erkannte den Feind direkt vor mir und parierte. Legolas war in der Zwischenzeit bei mir angelangt und beförderte den nächsten Angreifer zu Boden, wo er stöhnend liegen blieb.
Mein Blick wanderte zu meinem Bruder hinüber. Im selben Augenblick hatte auch er sich mir zugewandt und lächelte schwach, während er sich auf den nächsten Angriff vorbereitete und seine Finger fester um den Griff seines Langschwertes schlang.
“Pass auf dich auf”, hauchte er mir immer noch lächelnd zu und verschwand wieder in der kämpfenden Menge aus Kriegern, glänzenden Schwertern und auf dem kalten Steinboden liegenden Verletzten und Toten.
Ich konnte nicht einfach nur untätig hier herumstehen, ich musste etwas unternehmen und so mischte ich mich ebenfalls unter die Kämpfenden.
Eldarion hatte ich schon längst aus den Augen verloren. Wo er wohl in diesem Moment war? Doch die wichtigste Frage von allen war, lebte überhaupt noch? Hatte er es geschafft aus dem Saal zu kommen? Fragen, welche ich nur schwer beantworten können würde, schwirrten in meinem Kopf herum, verschwanden allmählich und tauchten dann, ungefragt, einfach wieder auf.
Ich fasste einen Entschluss: Egal was passieren würde, ich würde immer in seiner Nähe bleiben, auch, wenn ich mich damit in Gefahr brachte. Ich musste es einfach tun, mein Herz schrie nach ihm und mein Gewissen sagte mir, dass es richtig war.

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