Ryo und Bakura-Licht und Dunkelheit (Yugioh) Teil 2

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4 Kapitel - 2.995 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2015-09-30 - Entwickelt am: - 768 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Mariks diabolischer Plan nimmt seinen Lauf... Doch Bakura hat Probleme sich darauf zu konzentrieren, denn seine Gedanken wandern, ohne dass er es will, immer wieder zu Ryo... Bloß warum?

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Die Minuten verronnen quälend langsam, als wären sie lange gekauter Kaugummi, den man ewig in die Länge zog. Wo blieb Marik nur? Hatte er doch kein
Die Minuten verronnen quälend langsam, als wären sie lange gekauter Kaugummi, den man ewig in die Länge zog. Wo blieb Marik nur? Hatte er doch kein Interesse an unserem Pakt? Wollte er mich übers Ohr hauen? Nein, das passte nicht zu dem Ägypter... Er wirkte zu verbissen, als dass er seinen Plan aufgeben würde. Stolz war er, das war mir schon bei unserer ersten Begegnung aufgefallen und hatte ihn mir irgendwie vertrauenswürdig erscheinen lassen. Seltsam, eigentlich vertraute ich nichts und niemanden, aber Marik war anders. Das gierige, hasserfüllte Funkeln in seinen Schmerz erfüllten Augen erinnerte mich zu sehr an den Ausdruck meiner dunkelbraunen Iriden. Er hasste den Pharao, ich hasste den Pharao. Er wollte ihn tot sehen, ich wollte ihn tot sehen. Wir hatten die gleichen Ziele, wenn nicht sogar ähnliche Ideale. Ja, wäre ich nicht der, der ich nunmal war, hätte ich eventuell in Erwägung gezogen, mich mit dem Blonden anzufreunden. Ach, was sollte dieses "wäre", "hätte", "könnte"! Momentan zählte doch nur eins: Dass dieser Vollidiot endlich auftauchte! Ich hasste es, zu warten und falls ich nur noch eine Minute länger diese quälende Stille im Raum ertragen musste, würde ich Marik eigenhändig bei der nächstbesten Gelegenheit ins Reich der Schatten verbannen!
Plötzlich hörte ich ein leises Stöhnen, das mich herumfahren ließ. „Bakura..." Mein Herzschlag verdoppelte, nein, verdreifachte sich, als die Stimme meines Hikaris an mein Ohr drang. War er etwa wach? Wow, er hatte sich schnell erholt–das hatte ich ihm nicht zugetraut. Oder sprach er im Schlaf? Besorgt und zugleich neugierig schritt ich zu dem auf dem Bett liegenden Jungen und musterte ihn mit seltsamer Ruhe in mir. Doch diese Ruhe war sofort wie ein Blatt im Wind davongetragen, als sich Bakuras Lider plötzlich langsam hoben und sein Blick mich striff. Doch ich merkte sofort, dass Ryo nicht bei vollem Bewusstsein war, denn seine sonst so aufgeweckten, wenn auch etwas verträumten Augen waren trüb und verloren, sodass sich mein Herz schmerzhaft zusammenzog. Plötzlich begann Bakura wieder vor sich hin zu murmeln, doch dieses Mal streckte er sogar auf Einmal seine Hand nach mir aus. „Ba...ku...ra..." Ich zuckte zusammen, als seine kalten Finger sich auf meine Wange legten, wusste dabei jedoch nicht, ob ich Angst hatte oder etwas Anderes meinen Körper so verwirrte. Da hörte ich ein leises Schluchzen, das mich zusammenfahren ließ. Erschrocken bemerkte ich, dass es Ryo gewesen war; dieser krallte sich nun auf einmal in mein T-Shirt und zog mich zu sich. Diese Kraftaufwendung seinerseits kam so unerwartet, dass ich das Gleichgewicht verlor und auf ihn fiel, was Ryo jedoch nicht zum Aufwachen brachte. Er klammerte sich bloß schluchzend an mich und vergrub seinen Kopf an meiner Brust. Ich war für einen langen Moment wie erstarrt, konnte kaum glauben, was hier gerade geschah. Wie klein und zerbrechlich Ryo da in meinen Armen lag... Eine kleine Glaspuppe–so zerbrechlich, so einzigartig. Ryo war besonders. Er vertraute jedem, doch zugleich war seine Seele ein einziger Scherbenhaufen. Er sehnte sich nach Freunden und Geborgenheit; nichts davon hatte er jemals erfahren dürfen. Zumindest nicht so lange, dass es nennenswert war. Ja, da waren der Pharao und seine Diener, aber ehrlich, die kümmerten sich doch einen Dreck um meinen Hikari! „Bakura..." hörte ich da Ryo zum dritten Mal meinen Namen sagen und zum dritten Mal bekam ich deswegen eine Gänsehaut. „Bakura... Geh nicht... Lass mich nicht alleine... Bitte..." Diese Worte brannten sich wie ein glühendes Eisen in meine zerfetzte Seele ein und brandmarkten mich so für mein restliches Leben. Tränen flossen über die Wangen des Jüngeren, der begonnen hatte zu zittern. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Sollte ich überhaupt sprechen, Ryo war doch sowieso nicht bei vollem Bewusstsein. Aber es tat mir seltsam weh, ihn so leiden zu sehen. Was war nur mit mir los? Wieso war ich so weich–das war doch rein menschlich und menschliches Verhalten hatte ich schon seit Langem abgelegt. Oder war vielleicht ein Rest von meinem früheren Ich in mir zurückgeblieben und kam jetzt zum Vorschein? Aber warum jetzt? Und wieso ausgerechnet bei Ryo?
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Ryo und Bakura-Licht und Dunkelheit (Yugioh) Te...
Ryo und Bakura-Licht und Dunkelheit (Yugioh) Te...
Mariks diabolischer Plan nimmt seinen Lauf... Doch Bakura hat Probleme sich darauf zu konzentrieren, denn seine Gedanken wandern, ohne dass er es will, immer wieder zu Ryo... Bloß warum?
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2015-09-20
407E
Yu-Gi-Oh!

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