Sophia "Potter" 11

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10 Kapitel - 4.863 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2015-09-23 - Entwickelt am: - 1.668 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier kommt der nächste Teil. Es werden auch viele Dinge passieren, die seltsam sind...

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    Sophias Sicht:
    In den darauf folgenden Tagen passierte nicht allzu viel. Ich hatte Spaß mit meinen Freunden. An den Ordenstreffen durfte ich noch nicht teilnehmen, da mir meine Aufgabe noch nicht erklärt worden war. Ich glaubte, dass es eher noch etwas anderes gab, über das ich nichts erfahren sollte. Durch die Lauschattacken von meinen Freunden und mir hatte ich allerdings herausgefunden, dass es irgendetwas mit Harry und mir zu tun hatte. Irgendwann war es dann Zeit, wieder in die Schule zu gehen. Ich reiste mit meinen Freunden zum Bahnhof und dann liefen wir durch die Wand zwischen Gleis Neun und Zehn zum Hogwarts-Express. Als wir aus dem Zug stiegen und zu den Kutschen war ich erstaunt, was ich da sah. Es waren gruselige Tiere, die aussahen, als ob über ihr Pferde-Skelett mit Flügeln einfach nur Haut gespannt worden sei. Ich fragte die anderen, ob sie diese Tiere auch sehen könnten, doch sie fragten mich nur, was denn da sei. Also beschloss ich später einmal über das Thema nachzuforschen. Also stiegen Harry, Ron, Hermine, Neville, der später zu uns gestoßen war, und ich in die Kutsche und waren überrascht, als dort schon ein Mädchen mit sehr hellblonden, lockigen Haaren saß, die eine Zeitschrift, die „der Klitterer“ hieß, falsch herum hielt und sich uns als Luna Lovegood vorstellte. Ich hatte sie schon öfter gesehen. Sie war ein Jahr unter uns und in Rawenclaw. Außerdem war sie eine Freundin von Ginny. Zusammen fuhren wir zur Schule und setzten uns an unsere Tische. Während Dumbledores Rede fiel mir eine kleine Frau ganz in Pink gekleidet auf, die direkt neben meinem Vater saß, was einen starken Kontrast gab, da er wie immer in der Schule ganz in Schwarz gekleidet war. Plötzlich unterbrach diese Frau Dumbledore ganz unhöflich in seiner Rede und fing an, sich uns Schülern vorzustellen. Sie sagte, sie würde uns „vom Ministerium abgesegneten Verteidigung gegen die Dunklen Künste – Unterricht“ geben und dass sie hoffte, dass wir alle ganz bald gute Freunde werden würden. Was dachte diese komische Frau sich nur! Sie war eine LEHRERIN! Sie konnte doch nicht mit uns Schülern befreundet sein! Danach fuhr Dumbledore mit seiner Rede fort und eröffnete das Essen. Während des Essens ergab sich schnell ein neuer Spitzname für diese Dolores Jane Umbridge. Wir nannten sie absofort nur noch die pinke Pest. Ich fand diesen Namen wirklich SEHR passend und musste jedes Mal lächeln, wenn ich diesen Namen hörte. Nach dem Essen ging ich nicht wie alle anderen direkt in den Gemeinschaftsraum, sondern lief hinunter in die Kerker, weil mein Vater mir noch sagen wollte, wann mein Okklumentik-Unterricht anfing. Er sagte mir, dass ich jeden Montag um 18:00 Uhr in sein Büro kommen sollte. Dann wünschten wir uns gegenseitig noch eine gute Nacht und ich ging hinauf in meinen Schlafsaal.

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    Snapes Sicht:
    Als ich ein paar Tage nach Schulbeginn erfuhr, dass Sophia sich Nachsitzen bei Umbridge eingehandelt hatte, war ich schockiert. Ich machte mir riesige Sorgen und hoffte nur, dass sie sich nicht zu viel Ärger eingehandelt hatte. Dieser pinken Kröte traute ich alles zu. Später sah ich während meines Rundgangs durch die Schule, wie Sophia auf einer Treppe saß und anscheinend geweint hatte. Als ich näher kam, merkte ich, dass sie ihre linke Hand in ein Taschentuch gewickelt hatte. Plötzlich sah Sophia erschrocken auf, als sie mich hörte, entspannte sich aber, als sie merkte, dass es nur ich war. Ich setzte mich neben sie und fragte: „Was ist passiert?“ Sie brachte nur ganz leise ein Wort heraus: „...Umbridge...“ Wusste ich es doch! Dieser Kröte konnte man nicht trauen. Ich fragte Sophia: „Darf ich deine Hand mal sehen?“ Zuerst zögerte sie, doch dann legte sie ihre eingewickelte Hand in meine. Ich entfernte das Taschentuch so vorsichtig, wie es nur ging, auch wenn ich merkte, dass Sophia scharf die Luft einsog und sich etwas anspannte. Als ich die Hand ganz ausgewickelt hatte, konnte ich meinen Augen nicht trauen. In Sophias Hand standen die Worte eingeritzt: „Ich soll keine Lügen erzählen.“ Ich kramte eine kleine Phiole aus meinem Umhang und tröpfelte etwas davon über die Wunden. Schon sah man, wie sich ein unsichtbarer Film über die Schrift zog. „Das dürfte die Heilung beschleunigen und dafür sorgen, dass du dir keine Fremdkörper reinziehst. Aber eine Frage hätte ich schon. Wie kam es dazu?“ Sophia seufzte einmal laut: „Ich... ich hatte ja Nachsitzen bei Umbridge und... und sie hat mir eine seltsame Feder und Pergament gegeben und gesagt, ich... ich sollte 50 Mal diesen Satz da schreiben. Ich habe sie noch nach Tinte gefragt, weil sie mir keine gegeben hatte, aber sie meinte, ich... ich bräuchte keine Tinte. Dann hab ich geschrieben und beim dritten Mal haben sich dann diese Worte auf... auf meiner Hand gebildet. Es hat immer mehr geblutet und so... so schrecklich weh getan. Nach dem 50. Satz durfte ich dann gehen. Auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum ist mir dann schwindelig geworden und... ich hab mich hierhin gesetzt.“ Sie fing wieder an, zu weinen, und ich nahm sie in den Arm. Ich war stolz auf meine Tochter, denn ich war mir sicher, dass sie während sie bei Umbridge war keine Miene verzogen hatte. Außerdem war sie auch so schlau gewesen, sich hinzusetzen, als ihr schwindelig wurde. Ich versuchte, sie etwas zu beruhigen: „Psst. Es ist alles gut. Dir ist nichts passiert und soll ich dir noch etwas verraten?“ Sie hob den Kopf und sah mich fragend an. „Ich bin wirklich stolz auf dich. Du bist stark geblieben, obwohl diese Kröte dich so schrecklich gefoltert hat. Das schaffen bestimmt nicht viele. Außerdem werde ich dich, was auch passiert, immer lieben. Darauf kannst du dich verlassen.“ Sie sah mich dankend an und flüsterte, während sie mich wieder in eine Umarmung schloss: „Ich liebe dich auch. Für immer und ewig.“ Das brachte mich zum Lächeln und zum ersten Mal nach vielen Jahren fühlte sich mein Herz noch einmal leichter an. Ich wusste nun, dass ich immer eine Person an meiner Seite haben würde, die mich, egal was ich auch für meinen Auftrag tun musste, immer lieben würde. Für die nächsten Minuten verharrten wir beide einfach in dieser Umarmung, bis es Zeit wurde wieder getrennter Wege zu gehen.

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    Sophias Sicht:
    In meiner ersten Okklumentik-Stunde wollte mein Vater eigentlich mit dem Grundwissen über Okklumentik beginnen, als ich ihn unterbrach: „Tschuldiging, Papa. Aber ich habe in den Ferien und jetzt in der Bibliothek ein paar Bücher über Okklumentik gelesen. Also denke ich, ich weiß schon den größten Teil der Theorie.“ Mein Vater sah mich erstaunt aber gleichzeitig auch mit einem wissenden Lächeln an und sagte dann: „Wenn das so ist... Willst du es denn schon einmal probieren?“ Ich nickte. Mein Vater zog den Zauberstab und ich wappnete mich innerlich. Dann hörte ich ein „Legilimens!“ und fand mich auf einmal in meinen Erinnerungen wieder.
    Es war mein erster Tag auf Hogwarts. Ich stand mit meinen Freunden nervös vor dem Sprechenden Hut und wartete gespannt auf meinen Namen. Plötzlich hörte ich wie aus weiter Ferne eine Stimme, die mir zurief: „Konzentrier' dich, Sophia!“ Das versuchte ich dann auch. Ich versuchte mich daran zu erinnern, was in dem Buch gestanden hatte, doch es klappte einfach nicht.
    Schließlich brach mein Vater die Verbindung ab und fragte: „Ist alles in Ordnung?“ Ich nickte: „Ich war nur etwas überrascht, wie schnell alles ging. Aber ich denke ich versuche es noch einmal.“ Mein Vater sah mich zuerst skeptisch an, doch als er meinen entschlossenen Blick sah, nickte er. Ich wappnete mich und diesmal war das Gefühl nicht ganz so überraschend. Aber trotzdem kam mein Vater durch meine Mauer hindurch und ließ mich die letzten Ferienwochen noch einmal erleben.
    Ich versuchte krampfhaft nachzudenken, wie ich diese Prozedur stoppen könnte, als mir eine Idee kam. Vielleicht war es so ähnlich wie bei den Dementoren, dass ich mich an glückliche Erinnerungen erinnern musste. Ich sammelte mich und erinnerte mich an alles Schöne, das mir gerade in den Sinn kam. Ich merkte das meine Erinnerungen verschwommener wurden, doch ganz bekam ich meinen Vater nicht aus meinem Kopf. Aus weiter ferne hörte ich ihn wieder sagen: „Das ist schon gut. Komm, du kannst das!“ Auf einmal kam mir eine total seltsame, aber genauso geniale Idee. Ich dachte, versuchen schadet nichts und versuchte es. Allmählich merkte ich, wie ich meinen Vater immer weiter aus meinen Erinnerungen drängte, auch wenn er sich immer heftiger wehrte. Nun hatte ich sich das Blatt zu meinen Gunsten gewendet und ich drängte ihn bis ganz hinaus aus meinem Geist. Als ich wieder in der Realität ankam, sah ich, wie mein Vater freudestrahlend auf mich zukam und mich umarmte: „Du hast es geschafft! Am Ende habe ich wirklich alles versucht, doch als du erst einmal angefangen hast, dich richtig zu wehren, war es viel schwieriger. Aber ich denke, das reicht erst einmal für heute, doch ich wüsste gerne, wie du das gemacht hast, denn es schien mir nicht, die übliche Methode gewesen zu sein. Das da war viel stärker.“ Ich schaute zu Boden: „Nun ja... Die herkömmliche Weise hat bei mir einfach nicht funktioniert und dann kam mir, die Idee, es könnte wie bei den Dementoren sein. Also habe ich mich an schöne Dinge erinnert, doch das hat nur ein wenig geholfen. Dann kam mir plötzlich eine total verrückte, aber auch geniale Idee und ich dachte, ich könnte es ja einmal ausprobieren... Dann... habe ich mich auf all meine Erinnerungen und Emotionen konzentriert und aus ihnen eine Mauer gebaut, die ich benutzt habe, um deinen Geist hinauszuschieben.“ Schließlich sah ich wieder auf. Im Gesicht meines Vaters stand Erstaunen geschrieben: „Von dieser Methode habe ich noch nie gehört, aber die Idee ist einfach nur genial!“ Er sah mich lächelnd an und sagte noch: „Ich denke dann können wir das nächste Stunde noch etwas üben und auch schon mit dem Eindringen in einen anderen Geist anfangen.“ Schließlich verabschiedeten wir uns, weil ich wirklich müde war und ich verschwand in Richtung Gryffindor-Turm.
    Der Unterricht der nächsten Wochen war eigentlich ganz in Ordnung und ich lernte viel bei meinem Vater, bis es zu riskant wurde, uns zu treffen. Aber die Verteidigung gegen die Dunklen Künste Stunden bei Umbridge waren schrecklich. Schließlich beschlossen Harry, Hermine, Ron und ich, „Dumbledores Armee“ zu gründen. Harry und ich sollten alle Schüler, die mitmachen wollten, verschiedene Zaubersprüche lehren. Das klappte auch ganz gut. Ich verriet Draco immer, wann wir übten und er warnte mich jedes Mal, wenn die Umbridge im Anmarsch war. In einer Stunde übten wir den Patronus-Zauber. Harry und ich machten es vor und alle waren von seinem Hirsch und meiner Hirschkuh (wie sollte es auch anders sein ;) mit Snape und Lily als Eltern) begeistert. Dann sollten sie es selbst versuchen und es klappte sogar richtig gut. Harry und ich gingen wie sonst auch immer herum und gaben Tipps. Doch plötzlich gab es ein seltsames Geräusch und Harry und ich sahen durch ein Loch in der Wand und erblickten die pinke Pest mit ihrem „ach so tollem“ Inquisitionskomando. Bevor sie die Wand in die Luft sprengten, konnte ich Harry gerade noch weit genug weg schubsen. Leider wurde ich von den Trümmern voll erwischt und hörte meine Freunde nur noch bestürzt meinen Namen schreien, als ich in eine tiefe Schwärze glitt.

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    Snapes Sicht:
    Als ich von Sophias Unfall hörte war ich schockiert und nun war auch noch Dumbledore nicht mehr Schulleiter. Das hieß, ich musste dieser Kröte von Umbridge auch noch jeden Wunsch erfüllen, um keinen Verdacht zu erregen. Doch es fiel mir sehr schwer, da ich auch von den ständigen Sorgen um Sophia geplagt war. Sie war nun schon ziemlich lange ohnmächtig, doch vielleicht war es auch besser so. Wenn sie aufwachen sollte, wartete bestimmt schon eine Strafe von Umbridge auf sie und das wünschte ich ihr nun wirklich. Trotzdem beunruhigte mich die Tatsache, dass Madame Pomfrey noch immer nicht wusste, wann Sophia in etwa wieder aufwachte. In den nächsten Tagen fühlte ich mich wieder so leer, wie in den Jahren, bevor ich von Sophia erfuhr. Ich lief mit ausdruckslosem Gesicht durch die Gänge und die Tage zogen einfach an mir vorbei. Bis mich eines Tages endlich Madame Pomfreys Patronus erreichte und mir mitteilte, ich solle sofort in den Krankenflügel kommen.

    5
    Sophias Sicht:
    Es füllte sich an, als würde ich ewig in dieser Dunkelheit schweben. Es war zwar kalt, doch trotzdem auch beruhigend und fühlte sich irgendwie vertraut an. Gerade als ich dachte, ich würde für immer in dieser Schwärze verharren, lichtete sich die Dunkelheit etwas und ich öffnete langsam meine Augen. Zuerst sah ich nur verschwommen, doch dann gewöhnten meine Augen sich an die Umgebung und ich erkannte den Krankenflügel. Ich wollte mich gerade aufsetzen, als Madame Pomfrey mich zurück in die Kissen drückte: „Oh nein! Sie brauchen noch Ruhe. Schließlich waren Sie zwei Monate lang ohnmächtig.“ Ich sah sie erstaunt an. Zwei Monate! Das konnte nicht sein. Wie sollte das geschehen sein? Oh mein Gott! Ich konnte mich nicht einmal mehr an das Geschehnis vor meiner Ohnmacht erinnern. Ich wusste, dass wir ein DA-Treffen (Dumbledores Armee) hatten und den Patronus geübt hatten. Aber alles weitere war verschwunden. Plötzlich kam mein Vater in den Krankenflügel gestürmt und umarmte mich heftig, als er bei mir ankam. „Ich habe mir solche Sorgen gemacht. Versprich mir, dass du das nie wieder tust!“, sagte er mit einem Lächeln und weinte gleichzeitig. Ich drückte ihn noch einmal und fragte dann: „Was ist denn überhaupt passiert? Ich weiß nur noch, dass meine Freunde und ich geübt hatten...“ Mein Vater sah mich mitleidig an: „Und du erinnerst dich wirklich an sonst nichts mehr?...“ Plötzlich wurde er davon unterbrochen, dass die Flügeltüren aufflogen und Harry, Ron und Hermine hereingelaufen kamen. Mein Vater zog sich etwas zurück und meine Freunde zogen mich in eine heftige Umarmung. Dabei spürte ich allerdings zum ersten Mal meine Verletzungen. „Au! Leute, passt bitte etwas auf. Das tut weh.“ Sie hörten so schnell auf, wie sie angefangen hatten. „bitte mach das nie wieder.“, bat mich Harry, was mich etwas schmunzeln ließ, weil er mich um das gleiche gebeten hatte wie Snape. „Entschuldigung, Harry, aber ich weiß nicht einmal mehr, was passiert ist.“, wiederholte ich mich. Die drei sahen mich nun auch so erstaunt an wie mein Vater eben, was ich insgeheim etwas lustig fand, aber es nie jemandem verraten würde. Plötzlich unterbrach mein Vater uns: „Ich denke, du wirst jetzt alles von deinen Freunden erzählt bekommen.Ich geh dann mal noch zu Madame Pomfrey, weil ich noch mit ihr reden muss. Also bis bald.“ Er drehte sich um und ich rief ihm noch hinterher: „Ja. Bis dann.“ Ron flüsterte leise: „Ich hab mich irgendwie immer noch nicht daran gewöhnt, dass er so freundlich zu dir ist...“Das brachte mich zum Lächeln. Schließlich sprach Hermine etwas beunruhigt das ursprüngliche Thema an: „Also du kannst dich an gar nichts mehr erinnern?“ Ich schüttelte den Kopf und sagte: „Das letzte was ich weiß, ist dass wir bei diesem DA-Treffen den Patronus geübt haben.“ Also fing Harry an, mir alles zu erzählen: „Bei dem Treffen klappte alles auch ganz gut, bis wir auf einmal ein Poltern an der Wand hörten. Du und ich haben durch ein Loch in der Wand geschaut und Umbridge und ihr Inquisitionskomando gesehen. Dann hat Umbridge ihren Zauberstab gezückt und die Wand in die Luft fliegen lassen. Du hast mich noch weg geschubst, doch wurdest dann selbst voll von den Trümmern erwischt. Danach warst du zwei Monate ohnmächtig.“ Ich war geschockt. Also hatte ich mal wieder mein Leben riskiert, um Harry zu beschützen. Wir redeten noch darüber, dass alle, die bei der DA waren, bestraft worden waren und Dumbledore verschwunden war. Dann scheuchte Madame Pomfrey meine Freunde aus dem Krankenflügel mit der Begründung: „Ich bräuchte Ruhe.“ Doch ich konnte eh erst einmal nicht schlafen. Meine Gedanken kreisten viel zu sehr um die Erzählungen meiner Freunde. Ich konnte mich immer noch nicht an die Ereignisse erinnern, doch das war nicht das, was mich beunruhigte. Wieso hatte mich Draco nicht wie sonst immer gewarnt? Ich hoffte nur so sehr, dass er einfach nur nicht mehr genug Zeit gehabt hatte und das ganze eine plausible Erklärung hatte. Mit diesen Gedanken im Kopf schlief ich dann doch schließlich ein.
    In den nächsten Tagen wurde ich aus dem Krankenflügel entlassen und am gleichen Abend noch ins Schulleiterbüro gerufen. Da ich wusste, was mich erwartete, wappnete ich mich und schrieb die Sätze einfach und ging danach sofort zu meinem Vater, um ihn meine Wunden versorgen zu lassen.Danach stieg ich den Gryffindor-Turm hinauf und legte mich schlafen.

    6
    Dracos Sicht:
    Ich hatte gehört, dass Sophia aufgewacht war, doch ich traute mich nicht, zu ihr zu gehen. Ihre Freunde hatten ihr bestimmt schon erzählt, was passiert war und sie war ein schlaues Mädchen. Sie hatte bestimmt schon herausgefunden, dass ich sie nicht wie üblich gewarnt hatte und war sauer auf mich. Das merkte ich auch, als sie in einer unserer Freistunden zu mir kam und mit mir unter vier Augen reden wollte. Ich wusste, was ich nun tun würde war mies, aber ich konnte nicht anders...

    7
    Sophias Sicht:
    Ich zog Draco in einen leeren Klassenraum und drehte mich zu ihm um, nachdem er die Tür geschlossen hatte. „Warum?“, fragte ich. Er sah mich fragend an und ich antwortete sauer: „Du weißt genau, wovon ich rede!“ Ich atmete tief durch und fragte etwas ruhiger: „Warum hast du mich nicht gewarnt, als die Umbridge auf dem Weg war?“ Für einen kurzen Augenblick glaubte ich Trauer in seinen grauen Augen zu sehen, doch was er als nächstes sagte, schockierte mich so sehr, dass ich dies sofort vergaß: „Weil ich erkannt habe, dass du es nicht wert bist.“ Ich sah ihn schockiert an. Wie konnte er so etwas sagen? Wie konnte der Junge, der wegen mir sogar einen heftigen Streit mit seinem Vater gehabt hatte, nur so etwas behaupten? „Aber... ich dachte...“, fing ich an, doch Draco unterbrach mich: „Du hast falsch gedacht. Ich habe immer nur so getan, als ob ich dich lieben würde. Das war alles ein Plan. Ich sollte dafür sorgen, dass du dich in mich verliebst, damit du ein leichteres Ziel für den Dunklen Lord bist. Doch ich kann diese Lüge einfach nicht mehr Leben. Fürs Protokoll: Es ist aus mit uns. Du bist Abschaum und wirst es immer bleiben. Tret mir nie wieder unter die Augen! Du bist nicht besser als deine kleine Schlammblut-Freundin Granger! Merk dir das und versuch nie wieder, mit mir zu reden!“ Damit rauschte er aus dem Raum und ließ mich am Boden zerstört zurück. Ich ließ mich auf den Boden gleiten, lehnte mich an einen Tisch und fing an, zu weinen. Ich konnte es nicht glauben. Er hatte mich die ganze Zeit benutzt. Ich war ihm nie wichtig gewesen und ich naives Mädchen war auf all seine Lügen hereingefallen. Ich weiß nicht, wie lange ich dort zusammengekauert hockte und mir die Seele aus dem Leib weinte. Schließlich fasste ich mich, setzte ein ausdrucksloses Gesicht auf und machte mich auf den Weg in den weiteren Unterricht. Meinen Freunden viel zuerst nichts auf, doch schließlich fragte mich Hermine, warum ich so ruhig sei. Ich wimmelte sie mit der Ausrede ab, dass ich Halsschmerzen hätte. Doch am Abend im Schlafsaal konnte ich es einfach nicht mehr zurückhalten. Als Hermine gerade ins Badezimmer war, fing ich an, zu weinen. Als Hermine aus dem Bad kam, blieb sie erst abrupt stehen und sah mich an, wie ich mit Tränen in den Augen auf meinem Bett saß. Letztendlich km sie ohne ein Wort auf mich zu und nahm mich einfach nur in den Arm. Ich genoss die Ruhe und Geborgenheit in ihren Armen und wusste, dass ich mich jederzeit auf meine beste Freundin verlassen konnte. Nachdem ich mich gründlich ausgeweint hatte, beantwortete ich Hermines nicht gestellte Frage: „Draco... Er... er hat mich...“ Weiter kam ich nicht, denn ich musste wieder anfangen, zu weinen. Hermine sagte aber nur: „Ich verstehe. Lass dir Zeit. Du kannst mir auch erst alles erzählen, wenn du so weit bist. Das ist in Ordnung. Am besten schläfst du jetzt einfach. Dann kannst du nicht darüber nachdenken.“ Ich umarmte sie und legte mich schlafen, was Hermine mir auch direkt gleichtat. Ich schlief mit dem Gedanken ein, dass ich froh sein konnte, so tolle Freunde zu haben, auf die ich mich immer verlassen konnte.

    8
    Snapes Sicht:
    Ich wusste schon lange, dass Sophia und ihre Freunde wieder von der pinken Kröte erwischt worden waren, und goss langsam und voller Schadenfreude den Rest Veritaserum in den Abfluss, als Filch an meiner Tür klopfte und sagte, ich solle sofort mit etwas Veritaserum zur Schulleiterin. Ich ließ mir genug Zeit und begab mich langsam auf den Weg. Schließlich stand ich vor der Tür und hörte, wie Umbridge von den Kindern verlangte, dass sie ihr „Dumbledores Pläne“ verrieten. Natürlich konnten sie das nicht, da es überhaupt keine Pläne dieser Art gab. Ich klopfte an und hörte, wie es am anderen ende ruhig wurde. Schließlich ertönte ein piepsiges „Herein!“ von Umbridge und ich öffnete die Tür. Was mich dort erwartete, ließ mich ein Grinsen unterdrücken. Potter saß auf einem Stuhl und wurde von der Kröte mit dem Zauberstab bedroht. Doch als ich sah, dass Sophia hinten in einer Ecke stand und von Draco festgehalten wurde, was ihr seltsamerweise anscheinend gar nicht gefiel. Umbridge fragte mich: „Ah, Snape! Haben sie das Veritaserum?“ Ich antwortete mit monotoner Stimme: „Es tut mir Leid, aber meine Vorräte sind aufgebracht. Sie haben das letzte bisschen für Miss Chang verbraucht.“ Die Kröte nickte nur und ich wollte gerade wieder davon rauschen, als Potter sagte: „Er hat Tatze in seiner Gewalt! An dem Ort, wo „es“ versteckt ist.“ Natürlich! Der Junge war wieder einmal zu dumm gewesen, um seinen Verstand einzusetzen. Er glaubte doch tatsächlich, das was er gesehen hatte, wäre Wirklichkeit gewesen! Ich musste sofort den Orden informieren, dass er und seine Freunde vermutlich bald in der Ministeriumsabteilung auftauchen würden. Umbridge fragte mich: „Wo was versteckt ist? Wissen Sie, was er meint?“ Ich antwortete: „Ich habe keine Ahnung.“ Damit verschwand ich und sah nur noch, wie diese Kröte mit Potter und Granger im Wald verschwand. Doch ich hatte nun andere Sorgen. Ich musste den Orden über alles informieren.

    9
    Sophias Sicht:
    Nachdem wir uns mit Harry und Hermine wieder auf der Brücke getroffen hatten, flogen wir mithilfe von Thestralen, die aber nur Luna und ich sehen konnten, zum Ministerium. Dort führte uns Harry an einen bestimmten Ort und blieb auf einmal wie angewurzelt stehen. Er sagte, Sirius müsste eigentlich hier sein und wir schauten uns alle suchend um auf einmal sagte Neville: „Harry, Sophia, hier stehen eure Namen drauf.“ Ich drehte mich erstaunt zu ihm um. Neville zeigte auf zwei Glaskugeln, von denen es hier tausende gab, doch an diesen beiden hingen Schilder, auf denen Harrys und mein Name standen. Harry nahm seine Kugel in die Hand und ich die meine. Plötzlich flüsterte eine leise Stimme aus der Kugel: „Sie wird viel Leid erfahren, doch ihre Hoffnung wird nie erlöschen. Sie muss sich für jemanden opfern, den sie aufrichtig liebt. Dadurch wird sie dazu beitragen den Dunklen Lord zu besiegen. Sie wird alle betrügen müssen und oft enttäuscht werden. Wenn sie nicht ihren eigenen Weg geht, wird das schlimme Folgen haben. Wenn sie versagt, ist alles verloren...“ Ich war erstaunt. Was sollte das zu bedeuten haben? Harrys Kugel hatte anscheinend auch zu ihm gesprochen, denn er sah genauso ratlos aus, wie ich. Plötzlich tauchten Todesser auf und wollten Harrys Prophezeiung, doch wir kämpften gegen sie und liefen weg. Schließlich gelangten wir zu einem Torbogen, aus dem Luna und ich Stimmen hören konnten. Dann tauchten die Todesser wieder auf und griffen sich jeweils einen von uns und ließen Harry allein zurück. Ich wurde von Lucius Malfoy festgehalten, der mich mit einem Arm umklammert hatte und mir seinen Zauberstab an den Hals hielt. Er sagte: „Sei kein dummer Junge und gib mir die Prophezeiung, Potter. Ansonsten, darfst du deiner Schwester und deinen Freunden beim Sterben zusehen. Neville und ich riefen gleichzeitig: „Gib sie ihm nicht, Harry.“ Dafür kassierten wir beide, dass uns die Zauberstäbe noch tiefer in den Hals gedrückt wurden. Harry ging auf mich und Malfoy zu, um ihm die Prophezeiung zu geben. Ich wälzte mich hin und her, strampelte und versuchte alles, um mich zu befreien, doch es half nichts. Harry gab Malfoy die Prophezeiung und genau in diesem Moment tauchte der Orden auf. Ich nutzte den Moment, in dem Malfoy irritiert war und schubste ihn, sodass ihm die Prophezeiung aus der Hand fiel und am Boden zerbrach. Er wollte gerade, auf mich zu kommen, als Sirius sich dazwischen stellte. Harry zog mich hinter einen Felsen und sagte, ich sollte dort bleiben, doch das hatte ich nicht vor. Allerdings sah ich gerade, wie Harry Sirius half, als Bellatrix Sirius mit dem Todesfluch traf. Ich schrie. Das konnte nicht passiert sein. Nein das durfte es einfach nicht! Ich wollte dieser Mörderin hinterher rennen, doch Lupin hielt mich fest, dadurch konnte Harry ihr aber ungehindert hinterher. Als ich meine Freunde gefunden hatte und die Todesser verschwunden zu sein schienen, machten wir uns auf die Suche nach Harry. Wir fanden ihn zusammen mit Dumbledore am Boden liegend. Ich befreite mich aus den Armen meiner Freunde, die mich zurückhalten wollten, und lief zu Harry. Ich kniete mich wie Dumbledore neben ihm und sah, wie er sich gequält auf dem Boden hin und her wälzte. Plötzlich wusste ich, was in ihm vor sich ging. Voldemort versuchte Besitz von ihm zu ergreifen. Dumbledore neben mir sagte zu Harry: „Harry, es kommt nicht darauf an, worin ihr euch ähnelt, sondern, worin ihr euch unterscheidet.“ Ich verstand, was er meinte und sagte: „Harry, denk daran, dass es nicht nur schlechte Momente in deinem Leben gab. Denk an deine Freunde und mich. Wir lieben dich alle und das wird Voldemort nie verstehen können. Denk an all die schönen Momente, die wir hatten und den Spaß, bei egal was für Dingen. Harry du bist ein viel besserer Mensch als Voldemort.“ Das schien, Harry zu helfen. Er sagte: „Du bist der, der schwach ist. Du weißt nicht, was Liebe ist oder Freundschaft und deswegen kannst du mir nur Leid tun.“ Nach diesen Worten kam schwarzer Rauch aus seiner Brust und eine Art Sandwirbel bildete sich um Harry. Ich wollte hindurch fassen, doch Dumbledore hielt mich zurück. Also wartete ich. Plötzlich kam der Zaubereiminister aus einem Kamin und der Sandwirbel löste sich auf und Voldemort war wieder zu sehen. Der Minister Fudge schaute ihn ungläubig an und sagte: „Er ist wieder da.“ Voldemort bewegte sich so schnell, dass niemand reagieren konnte. Er wirbelte zu mir herum griff sich meinen Arm und disapparierte mit mir fort.

    10
    Hallo;) Es tut mir Leid, dass es wieder so lange gedauert hat, aber die Schule war ziemlich stressig im Moment. Wir haben zwar noch keine Arbeiten geschrieben, aber wir haben dieses Jahr viele neue Fächer dazu bekommen. Doch ich habe wie versprochen weitergeschrieben und das war nun der elfte Teil. Ich hoffe ich kann in den nächsten Tagen/Wochen auch noch viel weiterschreiben. Wenn euch dieser Teil gefallen hat, schreibt doch auch mal einen Kommentar. ;)
    LG eure Kerstingarde 1611

Kommentare Seite 6 von 6
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Lilian Skywalker ( von: Lilian Skywalker )
Abgeschickt vor 300 Tagen
Es heißt zwar:" Nein, ich bin dein Vater " aber trotzdem ist es total ähnlich. :-D
Kerstingarde 1611 ( 74167 )
Abgeschickt vor 304 Tagen
@Aveline und @TheNewImperator Vielen Dank euch beiden!😊 Das mit der Ähnlichkeit ist mir gar nicht aufgefallen.😅
LG Kerstingarde 1611
TheNewImperator ( 20969 )
Abgeschickt vor 333 Tagen
Beim 2. Teil ist es so ähnlich wie:"Luke, ich bin
dein Vater!" also finde ich.
TheNewImperator ( 20969 )
Abgeschickt vor 333 Tagen
@Kerstingarde 1611
Du schreibst wirklich immer wieder die besten
Fanfictions, grosses Lob!
Aveline ( 62286 )
Abgeschickt vor 349 Tagen
Amazing! 😍☺️😄
Kerstingarde 1611 ( 64072 )
Abgeschickt vor 422 Tagen
@Ich eben Vielen Dank für deinen Kommentar! :) Jetzt bringt ihr mich sogar zum Heulen😢🙈 Ich hätte nie gedacht, dass die Geschichte so gut ist und so vielen Menschen gefällt.🙈
Ich eben ( 35823 )
Abgeschickt vor 422 Tagen
Ich meinte Stellen, sorry!
Ich eben ( 35823 )
Abgeschickt vor 422 Tagen
Ich musste, genau wie Caro, auch an manchen Szellen heulen, weil das einfach so herzzerreißend geschrieben war. Mach weiter so!
Kerstingarde 1611 ( 08814 )
Abgeschickt vor 426 Tagen
@Caro Ja mache ich, aber zuerst muss ich noch meine zweite ff fertig schreiben😅🙈 Ich hoffe, du verstehst das. Danke für den Kommentar! :)
LG Kerstingarde 1611
Caro ( 93436 )
Abgeschickt vor 432 Tagen
deine ganze ff war voll schön ich musste öfters mal heulen😭😭schreib weiter ja?
Kerstingarde1611 ( 05687 )
Abgeschickt vor 442 Tagen
Danke an alle für eure Kommentare!😍 Ihr seid echt süß! Ich werde weiterschreiben, wenn ich eine andere FF fertig habe. Das könnte aber noch etwas dauern. Sorry.🙈Aber vielleicht lest ihr sie euch ja mal durch. Der Anfang müsste demnächst erscheinen. Sie heißt: Wer bist du wirklich?
Vielen Dank für alles!
LG Eure Kerstingarde 1611
Peeves ( 91102 )
Abgeschickt vor 443 Tagen
Uiii supi gemacht ich bin so beeindruckt von deiner Leistung und eine gute Film Kenntnis hast du auch noch💜💖
Peeves ( 84914 )
Abgeschickt vor 443 Tagen
Soll cool ich eine es toll dass du so Schreibst dass man unbedingt wissen will wie es weiter geht mir fällt nichts verbesserungs würdiges ein 👍👌
dracheneule ( 88168 )
Abgeschickt vor 444 Tagen
So schön geschrieben. Ich bin sprachlos!😶😮
lily ( 59259 )
Abgeschickt vor 445 Tagen
BitteBitteBitte schreib weiter
Ginny05 ( 59195 )
Abgeschickt vor 446 Tagen
BitteBitteBitteBitte schreib weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
lily ( 83958 )
Abgeschickt vor 446 Tagen
Bitte schreib weiter
Bella Lestrange ( 13869 )
Abgeschickt vor 447 Tagen
Ich kanns nicht beschreiben, meine Lieblingsff.
Bella Lestrange ( 13869 )
Abgeschickt vor 447 Tagen
Ich fand es so rührend, ich hab sogar geheult.
Kerstingarde1611 ( 63064 )
Abgeschickt vor 448 Tagen
@Clary Potter
Vielen Dank!