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Warrior Cats - Der Unterwerfer

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17 Fragen - Erstellt von: Rari - Aktualisiert am: 2015-10-05 - Entwickelt am: - 2.907 mal aufgerufen

Ich bin es, Rabenstern, erkennt ihr mich nicht? Ich werde bald der Herrscher, der alleinige Anführer aller Clans sein! Der Frieden ist nur eine Verschwendung von jungem Kriegerblut, das sich nach Kampf nur so verzehrt! Diese Katzen sind für den Krieg geschaffen, also schwelgt nicht länger in eurem Müßiggang, ihr faulen, feigen Friedliebenden!

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    Das Übliche: Willst du hier mitmachen? Dann schicke deinen Steckbrief bla bla bla... Achso, die Regeln für euch sind hier:

    - oberstes Gebot: On kommen! Re-gel-mä-ßig! Bitte!
    - bitte jeder „Vorname“ nur einmal! (Kein Rabenflug oder so)
    - damit die Hierarchie harmonisch aussieht, achtet bitte auch auf die Kriegernamen! Damit nicht Flammenherz, Funkelherz, Buchenherz, Abendherz usw. dasteht.
    - keine Namen aus den Büchern!
    - nehmt nur Namen, die die Katzen auch kennen! Kabelschweif, Voltkralle usw. ist inakzeptabel!
    - passt bitte darauf auf, dass Kätzinnen bzw. Kater von der Menge her ungefähr gleich sind
    - bitte macht euer Aussehen realistisch- blaugraue Kater mit flammenfarbenen Beinen, halbmondförmigen Flecken usw. könnt ihr in anderen Clans machen, in denen Außergewöhnliches geht!
    - keiner wird privat oder mit anderen Wörtern als Mäusehirn o.ä. beleidigt!
    - ich dulde keine Mary-Sues und auch keine wunderschönen, attraktiven und gut gebauten Kätzinnen!
    - bettelt nicht, wenn ihr in der Story mehr vorkommen wollt- eine Frage ist okay, aber nervt bitte nicht.
    - maximal drei Stärken, und die Schwäche heilen zählt nicht, außer du bist Heiler! Bei den Schwächen mind. zwei!
    - beachtet diese Regeln.

    Hier ist mein Steckbrief! (und eure Vorlage)

    Name: Rabenstern (Rabendorn)
    Geschlecht: Kater
    Alter: 27 Monde
    Aussehen: großer, breitschultriger Kater mit glänzendem schwarzen Fell, gelb-bernsteinfarbenen Augen und einer Narbe auf der Schnauze, die aussieht wie die von Tigerstern.
    Charakter: ironisch, fies, hat allerdings Humor und kein Gewissen, mit allen Wassern gewaschen und ziemlich undurchsichtig. Im Innern ist er aber eigentlich schon fast süß. Wird überhaupt nicht gern dreckig und ist sehr wählerisch. Bei allem.
    Eigenschaften: (eine körperliche und eine geistige, Stimme wäre auch gut) bewegt sich sehr fließend wie Wasser, ist sehr einnehmend, seine Stimme ist eigentlich sehr laut und klar, er spricht aber leise und etwas lauernd
    Stärken: reden schwingen, kämpfen
    Schwächen: klettern(nur Bäume), lange Strecken rennen
    Gefährte: Bei Gelegenheit ;) (Regentropfen ist verliebt)
    Junge: Wenn schon, denn schon, oder?
    Bist du für den Kampf: JA! Ich werd' das durchziehen!
    Rang: Anführer
    Tod: irgendwann, klar. (schreibt hier bitte nicht immer nur „nö“ rein! Im ständigen Kampf ist die Wahrscheinlichkeit hoch! Schreibt bitte nur, ob ihr im Kampf oder anderswie sterben wollt.)

    DER NADELCLAN

    Anführer:
    RABENSTERN


    2. Anführer: (ü. 17 Monde)
    HONIGFLUG - gelbbraune Kätzin mit dunkelblauen Augen, sehr klein


    Heiler: (ich brauchte einfach einen. Ich kann ihn ersetzen!)
    ASCHENFALL - aschgrauer Kater mit schwarz getigerten Beinen und weißer Unterseite, blauen Augen und Ohrpinseln
    Mentor von Blitzpfote

    Elite: (Immer ü. 22 Monde, nach Donnerfluss bitte noch max. einer)
    LEUCHTSCHWEIF - braune Kätzin mit schwarzen Tigerungen und leuchtend grünen Augen, weißem Schweif
    SCHLUCHTFEUER - sehr großer rostbrauner Kater mit gelben Augen, weißen Pfoten und brauner Maske Mentor von Wolfspfote
    DORNENHERZ - goldbrauner Tigerkater mit Bernsteinaugen
    SCHATTENSTURM - muskulöse, pechschwarze Kätzin mit blattgrünen Augen und Narbe an der rechten Schulter, Mentorin von Sturmpfote
    DONNERFLUSS - schwarz-weiße Kätzin mit Streifen auf dem Rücken und dunkelblauen Augen

    Kämpfer: (ü. 15 Monde)
    LICHTBLÜTE - schlanke, weiße Kätzin mit blauen Augen, schwarzem Aalstrich
    LAUBSCHATTEN - muskulöser Calico mit weißen Flecken und Bernsteinaugen, Mentor von Schauerpfote
    GEWITTERDUFT - schwarz-rot gescheckte Kätzin mit goldgelben Augen Mentorin von Matschpfote
    MONDBLÜTE - schwarze Kätzin mit dunkelblauen Augen, einem leicht silbrigen Schimmer, fast schon dürr Mentorin von Hundepfote
    FLAMMENSCHWINGE - graue Kätzin mit ein wenig weiß, graue Augen, Mentorin von Goldpfote
    KIRSCHBLÜTE - muskulöse, dunkelrote Kätzin mit schwarzer Schwanzspitze und grünen Augen

    Frischblüter: (ü. 12 und unter 15 Monde)
    LEICHTFEDER - drahtige, hellgraue Kätzin mit grünen Augen und zerfetzten Ohren
    FROSTPELZ - grauer Kater mit weißen und schwarzen Flecken, braunen Augen
    REGENTROPFEN - kleine, schmale graue Kätzin mit schwarzen und grauen Sprenkeln, dunkelblaue Augen

    Schüler:
    WOLFSPFOTE (-gesicht) dunkelgrauer Kater mit silbrig-hellgrauen Beinen und strahlend blauen Augen
    SCHAUERPFOTE (-flug) schlanke, weiße Kätzin mit grauen Haarspitzen, graublauen Augen und sehr langem Schwanz
    SCHNEEPFOTE (-schweif) kleiner, schneeweißer Kater mit azurblauen Augen und buschigem Schwanz
    MATSCHPFOTE (-fell) weiße Kätzin mit braunen Flecken, einer weißen Vorderpfote und blauen Augen
    HUNDEPFOTE (-zahn?) Kater mit schimmerndem grauen Fell, einem eisblauen und einem schwefelgelben Auge
    BLITZPFOTE (-schlag) grauer Kater mit gelben Augen
    GOLDPFOTE (-fell) honigfarbene Kätzin mit goldenen Augen
    STURMPFOTE (-kralle) grau-silberner Kater mit blauen Augen

    Königinnen:
    WIRBELTATZE - kompakte, blaugraue Kätzin mit grauen Augen. Eine ihrer Pfoten ist vernarbt
    Mutter von Tupfenjunges, Eibenjunges und Stacheljunges


    Junge:
    TUPFENJUNGES (-see) bunte Kätzin mit langem Fell in allen Brauntönen, Bernsteinaugen
    EIBENJUNGES (-blatt) nussbraune Kätzin mit mittelbraunen Streifen, weißem Bauch und gelben Augen
    STACHELJUNGES (-pelz) schwarz-weiß gescheckter Kater mit grünen Augen und in alle Richtungen abstehendem Fell

    Älteste:


    Verstorbene Katzen: (Oben Sternenclan, unten WdF)
    BUCHENSTERN - sehr großer, hellbrauner Kater mit grünen Augen und schwer erkennbaren, cremefarbenen Tigerungen, Anführer vor Rabenstern
    REIHERFLUG - schlanker, grauer Kater mit blauen Augen, Bruder von Rabenstern
    EICHELLICHT - dunkelbraune Kätzin mit braunen Augen und sehr kleinen schwarzen Pfoten

    RAUCHBLICK - muskulöse, rauchgraue Kätzin mit gelben Augen, Schwester von Rabenstern
    NARBENSTERN - sehr vernarbter, großer, cremefarbener Kater mit hellgrünen Augen, brutaler Anführer vor Buchenstern
    KIESELFALL - dunkelgrauer Kater mit weißen Tupfen, gelben Augen (Wasserclan)


    Einzelläufer:
    LOÏC - hübscher, goldener Kater mit schwarzen Unterarmen, schwarz-weiß geringeltem Schweif und braunen Augen. Hat einen grauenhaften französischen Akzent
    AMY - kleine, weiße Kätzin mit ungewöhnlich altrosanen Pfoten, dunkelblauen Augen und rosa Schimmer im Fell
    NUNZEL - ziemlich junger, brauner Kater mit nussbraunem Bauch, weißen Pfoten und schwarz getigerter hinterer Hälfte
    ABEND - schlanke, purpurrote Kätzin mit weißen Zehen an den Pfoten, weißem Brustfleck, weißen Ohrspitzen, buschigem Schwanz und leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen

    Ich schreibe alle, die gegen die kommende bzw. nicht kommende Unterwerfung der anderen Clans sind in kursiv! Bitte da auch nicht zu viele!

    So, geschafft. Die anderen Clans (Wiesenclan, Feuerclan, Blattclan und Seeclan, ja, es sind fünf) haben normale Rangeinteilung.


    Wiesenclan ruhig&ausdauernd

    Anführer:
    NESSELSTERN - drahtiger, aschgrauer Kater mit grünen Augen und buschigem Schwanz

    2. Anführer:
    SPINNENGLANZ - sehr dunkelbraune Kätzin mit schwarzer Oberseite und altweißen Zehen an den Vorderpfoten

    Heiler:
    SICHELMOND - schlanker, cremefarbener Kater mit hellblauen Augen

    Krieger:
    MAUSFARN - eleganter, hellbraun-goldener Kater mit grünen Augen
    WESPENFLUG - hellgelbe Kätzin mit schwarz-weiß gestreiftem Schweif und schwarzen Pfoten
    SCHUPPENZAHN - dürrer, grau getigerter Kater mit Bernsteinaugen

    Feuerclan frech&flink

    Anführer:
    MAISSTERN - großer, weißer Kater mit goldbraunen Schecken und hellblauen Augen

    2. Anführer:
    FUNKENSPRUNG - goldener Kater mit weißem Gesicht und gelben Augen

    Heiler:
    KLEINBLUME - sehr kleine, weiße Kätzin mit schwarzen Sprenkeln auf Kopf und Schultern

    Krieger:
    ROTSTREIF - feuerroter Kater mit flammenfarbenen Streifen und Bernsteinaugen
    RINDENPELZ - braun getigerter Kater mit braunen Augen
    WEIßFELL - recht kleine, weiße Kätzin mit grünen Augen
    PECHSTURM - geschmeidiger, schwarzer Kater mit dunkelblauen Augen

    Blattclan still&listig

    Anführer:
    FLIEDERSTERN - hellbraune Kätzin mit dunkelblauen Augen und weißen Ohren

    2. Anführer:
    BLAUBEERHERZ - kräftige, blaugraue Kätzin mit blauen Augen

    Heiler:
    GOLDFLÜGEL - goldener Kater mit braunen Augen

    Krieger:
    AHORNSEE - rotbraune Kätzin mit Bernsteinaugen
    DÄMMERWIND - schwarz-brauner Kater mit grünen Augen
    FINSTERKRALLE - muskulöser, dunkelgrau getigerter Kater mit weißen Vorderbeinen

    Seeclan freundlich&stark

    Anführer:
    MISTELSTERN - große, hellbraune Kätzin mit cremefarbenen Pfoten und gelben Augen

    2. Anführer:
    LIBELLENFLÜGEL - aschgrauer Kater mit grünlichem Schimmer, weißen Pfoten

    Heiler:
    ROSENHAUCH - graue Kätzin mit schwarzen Tigerungen und lebhaften, blassgrünen Augen

    Krieger:
    BLÄTTERSTURM - brauner Kater mit weißem Hals
    FLACHSSCHWEIF - hellgelber Kater mit langem, schwarz geringelten Schweif
    SCHNELLFUß - schlanke, dunkelbraune Kätzin mit graublauen Augen
    RINSELBACH - langgliedrige, graue Kätzin mit leichtem Blauschimmer, weißen Hinterpfoten und braunen Augen
    TINTENHERZ - dunkelgrauer Kater mit blauem Schimmer auf dem Pelz und graue Augen


    PS: Ihr könnt immer Namen für Katzen aus anderen Clans schicken ;)

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    Rabenstern streckte seinen Kopf in den Wind. Er wehte den süßen Duft der Neuerung mit sich, die sich unter seiner Herrschaft breitmachen würde. Langsam drehte er sich von Buchensterns frischem Grab weg und lief durch den herbstlich rot-orange glühenden Wald. Sein ganzes Leben lang musste er sich der Friedfertigkeit Buchensterns beugen, der jeder Schlacht mit Worten zu entgehen versuchte. Verschwendung! Jeder junge Krieger brennt nur so darauf, in den Kampf zu ziehen, doch die Flamme dieser Leidenschaft wurde durch den ewigen Frieden ertränkt. Doch nicht mit Rabenstern. Er würde dem Drang seiner Krieger, die Krallen durch andere Pelze zu ziehen, nachgeben. All das Potential in ihren Muskeln sollte man allein für die Jagd ausreizen, damit sie sich den Rest des Tages im Lager langweilen durften? Nein! »Alle Katzen, die alt genug sind, um Beute zu machen, mögen sich hier versammeln!« Mitten im Lager befand sich ein Hügel, der zur Lagerplatzseite hin sehr steil abfiel. »Es ist nun an der Zeit, dass ich mir einen Stellvertreter erwähle!« Rabenstern ließ seinen Blick über die Katzenmenge schweifen. »Meine Entscheidung ist getroffen. Honigflug, schwörst du ewige Treue gegenüber dem Clan und mir?« Überrascht blickte die kleine Kätzin auf. »Natürlich!« »So sei es. Honigflug ist von nun an die neue 2. Anführerin des Nadelclans!« Zustimmende Rufe ertönten von überall her. Rabenstern sprang, halb schlidderte die kleine Klippe hinunter und nickte der Kätzin kurz zu. »Du wirst dem Clan gut dienen, Honigflug.« »Wenn nötig mit meinem Leben!« Dann verschwand sie, vermutlich um die Patrouillen einzuteilen. Zufrieden kletterte der Anführer zurück auf die Hügelkuppe. Alles würde anders werden, und keiner der anderen Clans würde es kommen sehen.

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    »Ich möchte direkt die Grenzen kontrollieren. Keiner der anderen Clans soll glauben, wir seien durch Buchensterns Tod geschwächt.«, miaute Honigflug entschlossen und schnippte mit dem Schwanz. Gewitterduft nickte mit verengten Augen. »Wenn die auch nur einen Gedanken daran verschwenden, die Grenze zu übertreten, dann bekommen sie meine Krallen zu spüren!« Die schwarz-rote Kätzin rannte zusammen mit Honigflug, Dornenherz und Wolfspfote aus dem Lager hinaus, die bunten Blätter der Ahornbäume fielen wie Regen von den Ästen hinunter. »Ich wette, der Feuerclan beansprucht schon unser Territorium!«, witzelte Wolfspfote. Und zwar zu Recht, die Feuerclan-Katzen wären töricht genug dafür gewesen. Ein Habicht segelte über die Katzen hinweg und ließ gellend seinen Schrei ertönen. Und schon konnte Gewitterduft das sanfte Plätschern des Grenzbaches hören, wie er mit seinem eiskalten Wasser über die Kiesel dahinjagte. Und da musste sie auch schon stehen bleiben, weil es sonst nasse Pfoten gegeben hätte. Honigflug duckte sich in das gelbe Ahornlaub und bedeutete der Patrouille mit einer Schwanzgeste ruhig zu sein. »Was ist denn?«, wisperte Wolfspfote und blickte sich vorsichtig um. Dornenherz drückte seinen Kopf hastig wieder nach unten und deutete kaum merklich mit der Nasenspitze auf etwas auf der anderen Seite des Baches. »Vor denen müssen wir uns doch nicht verstecken!« Empört sprang Gewitterduft auf und veranlasste die anderen so ebenfalls dazu, sich zu erheben. Honigflug warf der Kämpferin einen warnenden Blick zu, doch diese starrte bloß stur zurück. »Ist doch so.«, beharrte sie. Die Stellvertreterin seufzte ergeben und nickte. »Du hast Recht, Gewitterduft.« Die vier Katzen steuerten auf den feindlichen Geruch zu. Vier Feuerclan-Katzen, ebenfalls drei Krieger und ein Schüler, standen auf der falschen Seite des Bachlaufs. Dornenherz fauchte gefährlich. Er hatte Wort für Wort von Rabensterns Rede in seinem Kopf behalten. Verschwendung, Kampf, Macht- er bleckte wütend die Zähne.
    »Verschwindet von unserem Territorium.«, knurrte Honigflug mit einer gefährlichen Ruhe in der Stimme. Ein braun getigerter Kater schüttelte sich etwas Wasser aus dem Pelz und schritt lässig auf sie zu. »Ooh, seit wann sind unsere friedlichen Nadelclan-Katzen denn so aggressiv?« »Ich sagte, verschwindet!«, wiederholte sie etwas lauter und fuhr die Krallen aus. Der Kater grinste schelmisch. »Niemand von uns wird gehen. Ihr habt es so schön hier-« Honigflug gab ein Schwanzzeichen, dann stürzten sie sich auf den Kater.

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    Gewitterduft löste ihre mittlerweile blutgetränkten Krallen aus der Flanke des Katers, um seine wütend jaulende Schülerin von den Pfoten zu holen. Akkurat zog sie der goldenen Kätzin die Beine weg und drückte nebenbei ihr Gesicht mit der Schnauze voran in den feuchten Boden. Wenn Buchenstern noch Anführer gewesen wäre, hätte sie hierfür einen Mond lang Moos wechseln müssen! »Was wagt ihr euch!«, rief eine recht kleine, weiße Kätzin mit giftig funkelnden grünen Augen. Dornenherz baute sich mit drohendem Blick vor ihr auf. »Die Frage ist, was ihr euch hier erlaubt!«, er holte mit einer seiner großen Pfoten aus, die Weiße segelte durch die Luft und landete platschend im Bach. Ein eleganter, schwarzer Kater schob sich nun vor und zerrte Gewitterduft rabiat von der goldenen Schülerin herunter, wurde von Honigflug allerdings gleich wieder von ihr weggerissen. »Ihr seid hier eingedrungen, das verlangt nach Prügel!«, jaulte Wolfspfote und biss sich im Schwanz des ziemlich mitgenommenen Tigerkaters fest, der den ganzen Mist angefangen hatte. »Verschwindet endlich!«, Honigflug schüttelte heftig den Kopf, ihre Schulter war aufgerissen, mehr aber nicht. Schleunigst humpelten die Feuerclan-Flohpelze davon, und mussten sich noch weit über ihre Grenze hinaus das Triumphgeheul der Nadelclan-Katzen anhören. Gewitterduft leckte sich ein paar mal über eine Wunde auf ihrer Brust, dann warf sie ebenfalls den Kopf in den Nacken. Regen tropfte vom Himmel hinab, gesendet von schweren, grauen Wolken, und wusch das Blut aus den Pelzen der Sieger. »Das war viel zu einfach!« Wolfspfote hüpfte um die Krieger herum, seine eigenen Kratzer und Schrammen schienen ihn kaum zu stören. Honigflug nickte und musste grinsen. »Die kommen definitiv nicht wieder!«, lachte Dornenherz und warf einen amüsierten Blick auf die fliehenden Gestalten am Horizont.

    Rabenstern wurde von Leichtfeder alarmiert, die pitschnass, mit glänzenden Augen und lautem johlen ins Lager gerannt kam. Sie tropfte, als on sie eben schwimmen gewesen wäre und ihr Grinsen ließ auf Gutes schließen. Atemlos fing sie an zu erzählen, das höfliche Kopfneigen vor dem Anführer vergaß sie dabei allerdings nicht. »Honigflugs Patrouille ist auf eine Gruppe von vier Feuerclan-Katzen getroffen, die richtig eindeutig auf unserer Seite der Grenze standen!« Rabenstern trat neugierig geworden einen Schritt näher. »Und?«, fragte er die Kätzin schnell und zuckte mit einem Ohr, sein schwarzes Fell klebte ihm schwer auf den Rippen. »Sie haben diese Fischmäuse zerfetzt, und ganz schnell nach Hause geschickt!«, erzählte die hellgraue Kätzin weiter und schüttelte eine ordentliche Menge Wasser aus ihrem Pelz. Der schwarze Kater lachte triumphierend auf und warf ihr einen zufriedenen Blick zu. »Wunderbar! Die sollen sehen, was all die Zeit im Nadelclan geschlummert hat!« Mit diesen Worten verschwand er Hinter dem Hügel, um in seiner Höhle Schutz vor dem Regen zu suchen. Alles lief nach Plan. Schon am zweiten Tag seiner Herrschaft konnte er Stärke beweisen! Sollten die anderen Clans doch versuchen, dem beizukommen!

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    Hier noch einmal:

    Kommt bitte online!

    Meldet euch bei Urlauben bitte vorher ab! Falls ihr nicht die Zeit hattet, das zu tun (Knochenbrüche etc.) drücke ich ein Auge zu. Wenn ihr euch aber unmittelbar nach dem Senden eures Steckbriefs für sieben Tage nicht meldet muss ich euch wohl ersetzen... ihr steht dann noch in der Hierarchie, aber bei den toten Katzen. Wollt ihr das?

    Das gilt allerdings nur für die wichtigen Ränge, also 2. Anführer, Heiler, ... Sonst hätten wir ja einen echt rasanten Kriegerverlust.

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    Rabenstern schlug die Augen auf. Wie jeden Abend hatte er mit einem reichlich skurrilen Traum gerechnet, aus den Eindrücken des Tages zusammengeflickt. Doch dieser Traum hier fühlte sich anders an- realer, kontrollierter. Die verschwommenen Schemen vor seinen Augen fügten sich langsam zu einem scharfen Bild zusammen. Eine in schwarze Schatten getauchte Katze stürmte auf ihn zu, aus dem leichten, kaum störenden Nebel heraus. »Rabenstern!«, rief die Katze erfreut aus, eher gesagt die Kätzin, die freudig ihre Stirn an seinen Hals drückte. »Ra- Rauchblick?« Der schwarze Kater war zurecht verwirrt, denn seine geliebte Schwester war seit Monden tot. Und zwar nur, weil Buchenstern sich nicht an die Offensive gewagt hatte. Die beiden hatten sich immer unter Reiherflugs Kopfschütteln die Mäuler über ihren Anführer zerrissen, sich zusammen epische Schlachten gegen die anderen Clans ausgemalt, und natürlich auch, wie sie über eben jene herrschen würden. Ein von oben bis unten vernarbter, cremefarbener Kater trat aus dem Dunkel der schlanken Fichten auf die kleine Lichtung hinaus. Die halb vertrockneten Farne raschelten und ein weiterer Kater erschien, dunkelgrau mit weißen Tupfen. »Du bist also Rabenstern, hm?«, der Vernarbte strich um ihn herum und musterte ihn gründlich. »Ja, der bin ich.« Rabenstern verengte die Augen etwas. Soweit er das wusste, war Rauchblick niemals in den Sternenclan gekommen. Und dieser Kater vor ihm war... »Narbenstern, richtig?« Er deute eine Verbeugung an und wusste sogleich, wo er sich befand. An diesem Ort sammelte sich alles, was den Kampf liebte, seine Kraft nicht in den untersten Ecken seiner Muskeln verschimmeln lassen wollte, einmal im Leben wissen wollte, was Macht war. Also all das, was Buchenstern als vermeintlich „böse“ abgestempelt hatte. Rabenstern hatte schon sehr viel von seinem Gegenüber gehört, als Junges im Bau der Ältesten. Narbenstern nickte kurz. »Ich bin auf deine Ansichten aufmerksam geworden, mein Freund. Und sie gefallen mir. Sehr gut sogar. Du weißt, wie die jungen, starken Katzen ticken, was sie wollen. Und du hast keine Skrupel, diese Vision von der Erfüllung deiner Träume durchzuziehen. Ich sehe Potential, und eine Chance für all uns Katzen hier, dem Sternenclan unsere wirkliche Stärke zu beweisen.«, der Kater machte eine Pause, um dem angesprochenen etwas Bedenkzeit zu gewähren. Rabenstern war von Anfang an klar gewesen, dass er dunkle Pfade beschreiten müsste, um sein Ziel zu verwirklichen.

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    »War das wirklich eine gute Idee?«, fragte Tupfenjunges unsicher und blieb zitternd neben dem Stamm eines der Ahornbäume stehen. Der Baumbestand aller Territorien war hauptsächlich Ahorn, kein einziger Nadelbaum, dafür immer mal ein paar Eichen oder Walnüsse. Stacheljunges drehte sich zu seiner Schwester um. Man sah nicht, dass sein Fell ihm wütend zu Berge stand, da es immer so strubbelig aussah. »Komm schon! Wir müssen doch das Territorium erkunden!« Eine weiteres Junge tippelte heran, in dem weichen, dichtem Fell der Kätzin sammelten sich einige Wassertropfen. »Würden unsere Mentoren uns das nicht zeigen? Das Territorium meine ich« Der junge, schwarz-weiße Kater sprang um sie herum. »Nein, wir müssen es jetzt erkunden! Los!« Mehr oder weniger zielstrebig hirschte er weiter in den lichten, orange-gelb glühenden Ahornwald hinein. Tupfenjunges leckte sich etwas Feuchtigkeit aus ihrem langen Fell, welches unten schon mit Schlamm verklebt war. »Wirbeltatze wird das doch garantiert rausfinden! Wir wissen doch gar nicht, wann ihr Mittagsschlaf vorbei ist!« Eibenjunges nickte, aber trotzdem funkelten ihre gelben Augen aufgeregt. »Und Schluchtfeuer würde echt sauer sein, oder?«, fügte die Getupfte hinzu und senkte den Blick auf ein gelb leuchtendes Blatt zu ihren Füßen. Die andere zog die Schultern hoch. Ihr war das eigentlich komplett schnurz. Sie und ihr Bruder hatten schon dermaßen viel Ärger bekommen, dass sich keiner von beiden mehr daran juckte. Tupfenjunges allerdings war anders als die beiden sehr zart besaitet, vorsichtig, ängstlich und auch ziemlich feige. Immer bekam sie kalte Pfoten! Aber sie war Eibenjunges' Schwester, und außerdem eine sehr gute Freundin. Also- was sollte das schon? »Ach, vergiss das doch einfach. Wir können nachher bestimmt in einer Pfütze spielen!«, maunzte sie mit vor Vorfreude kribbelnden Ohren und sah auch erfreut, wie ihre Schwester sich nun wieder in Bewegung setzte. »Wo bleibt ihr denn?«, schallte es von Stacheljunges, der wohl schon etwas weiter vorgedrungen war.


    »Auf die Grenzpatrouille beim Feuerclan-«, Honigflug hasste es, dieses Wort auszusprechen, »Kommen Mondblüte, Laubschatten, Schauerpfote und Schluchtfeuer mit. Sie hatte das Gefühl, dass die vermutlich eingeschnappten Feuerclan-Katzen nun noch aggressiver als vorher waren. Die aufgerufenen Katzen scharten sich um ihre 2. Anführerin, dann zogen sie los. Am späten Abend war der Mond schon gut zu sehen, er war schon fast voll. Mit einem innerlichen Lächeln fragte sie sich, wie Maisstern reagieren würde. Sie sah bereits Anklagen über Anklagen auf Rabenstern einregnen, der das Ganze lässig abwehren und mit einer seiner flammenden, herausragend vorgetragenen Reden abstreiten würde. Im Schein des Mondes sah der Grenzbach aus wie fließendes Silber. Plötzlich legte sich ein Schatten über das schöne Bild, ein zweiter, dann ein dritter, vierter, fünfter und sechster. Schluchtfeuer fauchte sofort laut und zeigte seine imposanten Krallen, die längsten des ganzen Clans. Mondblüte legte die Ohren an, Laubschattem bleckte die Zähne und Schauerpfotes Augen funkelten mordlustig (sie ist sehr leicht reizbar). Allein Honigflug blieb ruhig, und musterte die anderen mit kaltem Blick. Die sechsköpfige Feuerclan-Patrouille bestand komplett aus Kriegern, die ohne Worte in den Bach glitten. Das hatte sie geahnt. Kreischend befahl sie ihren Katzen, anzugreifen, was eigentlich unnötig war. Mit frisch gewetzten Krallen stürzte sie sich ins Gefecht, das silbern angeleuchtete Wasser kräuselte sich und wurde, für die Kämpfenden in der Dunkelheit unerkennbar, bereits rosa vom ersten Blut.

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    Laubschattens gesamtes Fell war bereits nach wenigen Minuten des Kampfes blutverschmiert, und er fragte sich, ob er noch lange auf dem Pfoten stehen würde. Er keuchte, als Pechsturm ihn von der Seite ansprang und mit ihm in den Bach rollte. Der schwarze Kater drückte ihn rabiat unter Wasser, und er befürchtete, einen nassen Tod zu sterben, als das Gewicht plötzlich von ihm schwand und das Wasser noch ein Stückchen röter wurde. Als er endlich wieder Luft und Wind im Pelz spürte und sich nach seinem Retter umsah, verwunderte ihn, dass die Feuerclan-Katzen verdutzte anstatt triumphierende Laute von sich gaben. »Gewitterduft, Regentropfen, was macht ihr denn hier?«, rief Mondblüte, während sie Rotstreifs Ohren attackierte. Die graue Kätzin reagierte nicht, Gewitterduft konnte sich aber anscheinend ein paar Worte abringen. »Wir waren spazieren, und wie aus dem Nichts haben wir plötzlich Kampflärm gehört. Das war auch schon die ganze Geschichte.« Pechsturm humpelte mit einer aufgerissenen Flanke und zerfetzten Schultern davon, während sie sich kurz mit einem unzufriedenen Gesichtsausdruck einen Kratzer am Oberschenkel leckte. »Ich hätte seine Flanke weiter unten angreifen müssen. Da tut's mehr weh.« Laubschatten schüttelte den Kopf. »Das war doch haargenau getroffen, Gewitterduft!« »Eben nicht! Das-« Weiter kam sie nicht, da ein hellroter Kater auf sie zusprang. Der Calico wandte sich wieder ab, seine ausgerissene Schulter brannte hässlich, als er sich neben Mondblüte stellte und ihr gegen eine ziemlich zähe Kätzin half. Regentropfen zog ihre Krallen durch Weißfells Fell, nicht ohne dabei einen Biss in die Pfote zu kassieren. Sie wand sich los und hämmerte mit der anderen auf den Kopf der kleinen weißen Kätzin ein, die mit mehreren Wunden im Nacken das Weite suchte. Plötzlich erscholl ein entsetztes Kreischen. Laubschattem bahnte sich seinen Weg durch die Katzen, um dann wie festgefroren stehen zu bleiben. »Honigflug!« Auch er stieß ein anklagendes Jaulen aus und rannte zu dem Körper der 2. Anführerin. Ihr Brustkorb war aufgerissen, Blut rann aus ihrem Maul und ihre Augenlider flatterten. Die beiden Katzen kauerten neben der gelbbraunen Kätzin, während ihre anderen Clangefährten die Lage wohl noch nicht ganz begriffen hatten. Schluchtfeuer kam, aus mehreren mehr oder weniger schweren Wunden blutend, herangesprungen. Er war nun die ranghöchste Katze vor Ort. »Nadelclan, Rückzug! Wir wollen nicht mit solch elenden Flohpelzen kämpfen, die ohne Grund friedliche Patrouillen angreifen!« Gewitterduft, Mondblüte und Regentropfen blickten auf, in ihren Augen spiegelte sich Schauerpfotes Schrecken. Schluchtfeuer und Laubschatten packten die flach atmende Honigflug sacht an und begannen, sie schnellstmöglich zum Lager zu bringen. Die übrigen Katzen hielten die Feuerclan-Patrouille, die nun schon um zwei Kämpfer schwächer war, davon ab ihnen zu folgen.

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    Aschenfall beugte sich betrübt über Honigflugs zitternden Körper. Sie war kaum einen Mond lang 2. Anführerin gewesen, und dann das. Die Wunde an ihrer Brust war tief, und er konnte nur hoffen, dass sie es überleben würde. Und selbst dann- er seufzte. Geprellte Rippen, aufgerissener Brustkorb und vollkommen zerfetzte Flanken taten nicht gerade zur Gesundheit der noch relativ jungen Kätzin bei, das immer frischer werdende Wetter erst recht nicht. Aschenfall hatte alles für Honigflug getan, was er konnte. »Wie geht es ihr?« Rabenstern stand im Eingang des Heilerbaus und seine Augen blitzten besorgt zu der Stellvertreterin herüber. Der Heiler schickte seinen Anführer nur mit einem nicht gerade sehr ermutigenden Kopfschütteln weg. Sie brauchte jetzt Ruhe- wenn sie es überleben würde, vorausgesetzt. Mit vor Sorge schweren Pfoten tappte er zu seinem Nest, ab und zu flimmerte Licht in den Bau hinein, erzeugt von Blitzen. Langsam und etwas schwerfällig rollte er sich auf dem Polster aus Ahornblättern zusammen und dachte nach. Selbst wenn Honigflugs Wunden nicht ihren Tod mit sich zögen, würde sie wohl niemals richtig genesen. Er ertappte sich tatsächlich dabei, ihr den Tod zu wünschen, damit sie während ihre Lebenszeit nicht den gesunden Katzen bei ihrem Alltag zusehen müsste. Er wischte diesen Gedankengang ganz schnell weg und legte den Schwanz wärmend auf seine Schnauze.

    »Ich hätte eher kommen sollen!«, fauchte Gewitterduft Schattensturm an, welche abwehrend eine Pfote hob. »Wenn du nicht gekommen wärst, würde Laubschatten jetzt Fischfraß sein.« Die schwarz-rote Kätzin schüttelte energisch den Kopf. »Ich hatte, nachdem ich ihn befreit hatte, erst darüber nachgedacht Honigflugs Angreifer zu attackieren! Aber dann kam dieser fischmausige Feuerclan-Fuchsdung an und hat mich davon abgehalten!« Schattensturm verdrehte entnervt die Augen. »Aber das ist doch nicht deine Schuld.« »Oh doch! Hätte ich nicht so lange nachgedacht, hätte ich alles verhindern können!« Gewitterduft kratzte frustriert die Rinde eines Astes ab, der vor ihr lag. »Du darfst nicht wegen allem Vorwürfe machen, Gewitterduft!« Nun schlug das Temperament in der Angesprochenen hoch und sie fuhr wütend herum. »Erteilst du mir jetzt auch noch Befehle!« »Nein! Aber ich kann es gern machen!«, fauchte Schattensturm zurück, mit einem aggressiven Unterton in der Stimme. Sie hatte doch nur versucht, zu helfen! Verärgert drehte sie sich weg und stapfte mit festen Tritten weiter in den Wald hinein. Gewitterduft blieb zurück, aufgebracht schnaufend. Erst nach einigen Herzschlägen des Abreagierens wurde ihr klar, was sie sich gerade erlaubt hatte. Eine ranghöhere Katze derart anzufauchen ziemte sich wirklich nicht. Betreten, aber immer noch irgendwie sauer setzte sie sich auf einen Baumstumpf. Ich hätte Honigflug helfen sollen. Enttäuscht von sich selbst fing sie an, mit den Krallen das Holz unter ihr zu penetrieren. Ich bin zu spät in den Kampf eingeschritten. Baumrinde splitterte großflächig ab. Ich hätte den Kater gar nicht erst herankommen lassen dürfen. Noch mehr Rinde fiel ins Gras. Ich war zu langsam. Ihre Krallen bohrten sich in das helle Holz. Und jetzt habe ich eine ranghöhere Katze beleidigt! Splitter flogen durch die Luft und Gewitterduft zog ihre Krallen aus dem Baumstumpf. Sie musste einfach besser werden!

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    Goldjunges nieste einmal kräftig und wischte sich mit einer ihrer kleinen Pfötchen über die Nase. »Goldjunges ist krank!«, jaulte Sturmjunges und verkroch sich hinter Kirschblütes Schweif. »Aber...« die Honigfarbene Kätzin zog etwas Schleim hoch, was ziemlich laut und blubbernd klang. »Iiiih.«, machte Blitzjunges und hopste schnell zu seinem Bruder. Die beiden Jungen Kater wurden von einer großen, roten Pfote geknufft. »Nur weil sie etwas erkältet ist, heißt das nicht, dass ihr sie wie einen Frosch behandeln müsst«, miaute Kirschblüte streng. Sie sah zu ihrer Tochter hinüber und ihr Blick wurde weich, aber zugleich auch besorgt. »Wir sollten jetzt wirklich mal zu Aschenfall gehen.« Goldjunges Fell sträubte sich in alle Richtungen. »Neiiin!«, kreischte sie, als sie von ihrer Mutter im Nacken gepackt und davongetragen wurde. Sie hielt sich mit all ihrer Kraft am Nestpolster fest, zerrte es dabei auseinander und wirbelte es durch die Luft. Kirschblüte gab ihr einen sachten Klaps. »Sei nicht so garstig!« Energisch fasste sie das zappelnde Bündel nach und schleppte es zum Heilerbau. »Ist Aschenfall da?«, fragte sie Laubschatten, der sich gerade durch den dichten Vorhang aus Efeuranken schob. »Wo sollte er denn sonst sein?«, fragte dieser zurück. Er sah moralisch ziemlich mitgenommen aus, also beschloss sie, seiner Unfreundlichkeit nicht nachzuforschen. Leise betrat sie den Bau, Goldjunges aber zappelte und quiekte einfach weiter. »Psst!«, zischte eine gereizte Stimme aus einer Ecke des Baus. Aschenfall trat aus dem Schatten, er sah übermüdet und sogar etwas abgemagert aus. Das Junge hörte auf, sich zu beschweren, murmelte aber ganz leise vor sich hin, als hätte es einen imaginären Gesprächspartner. Langsam setzte Kirschblüte ihre kranke Tochter ab. »Sie hat Schnupfen«, flüsterte sie und legte wärmend ihren Schwanz auf Goldjunges Rücken. Aschenfall seufzte. »Musste bei dem Sauwetter ja irgendwann passieren.« Missmutig schlurfte er zu einem Rindengefäß, tauchte eine Pfote in eine zähflüssige Paste und verschmierte sie auf Goldjunges Brust. »Eine Salbe aus Minzblättern. Sorgt mit den Dämpfen für freien Atem.« Er wusch seine Pfote in einem anderen Gefäß voller Wasser, dann wickelte er vorsichtig ein Blatt auseinander, stach kurz einen Zweig in die Honigwabe und ließ seine Patientin daran lecken. »Das beruhigt ihren Hals. Mehr kann ich jetzt nicht tun.« Er wandte sich ab und schlich zurück in den dunklen Teil des Baues. Mit zusammengekniffenen Augen machte Kirschblüte dort eine liegende Katze aus. Honigflug. Sie sah noch magerer aus als Aschenfall, ihr Atem ging langsam, aber flach und unregelmäßig. Das goldene Fell lag der Kätzin auf den Rippen, glänzte nicht mehr. Auch die halb geöffneten Augen hatten ihren Schimmer verloren und starrten nur noch dumpf vor sich hin. Schleunigst trug die rote Königin ihr Junges wieder auf die Lagerlichtung hinaus, damit ihm der Anblick erspart blieb.

    Regentropfen saß zusammen mit Leichtfeder und Frostpelz auf dem Lagerplatz. Immer wieder trudelten orangefarbene Ahornblätter über die abgrenzende, natürliche Hecke hinüber und und bedeckten das dunkle Gras im Lager. Ein kalter Wind durchfuhr ihr Fell und erinnerte sie flüsternd daran, dass die Blattleere kurz bevorstand. »Ich gehe mal jagen...«, miaute sie ihren Freunden zu und erhob sich. Sie hatte den Blick auf die weißen Wolken am Himmel gerichtet, als sie mit etwas pelzigem zusammenstieß. »He! Seit wann sitzt die Beute denn auf Wolken?« Na toll. Sie war direkt in Rabenstern hineingerannt. Der Kater musterte sie aus seinen dunklen, gelben Augen, vermutlich nicht sehr erfreut über ihre Unaufmerksamkeit. »Ich äh-« Sie starrte ihn an und flehte innerlich die Worte an, nicht in ihrer Kehle stecken zu bleiben. »Ich habe nur geschaut, ob es Regenwolken sind.«, sagte sie dann hastig, nicht sicher, ob sie stehen bleiben oder weiterlaufen sollte. Rabensterns Augen blitzen kurz frech auf, dann grinste er nur. »Da diese Wolken so weiß wie Schnee sind, kann man sicherlich ohne Bedenken auf die Jagd gehen!« Er drehte sich um und lief in Richtung Wald. Regentropfen blieb wie angewurzelt stehen. War das eine Einladung? Unschlüssig hob sie eine Pfote. Der schwarze Kater drehte sich um und sah sie an. »Kommst du nun, oder nicht?« »Äh- ja, doch!« Schnell trabte sie zu ihm hinüber und folgte ihm in den Wald hinein. Sie konnte sich kaum auf die Jagd konzentrieren, immer wieder blieb ihr Blick an seinem glänzenden Pelz hängen. Eigentlich schillerte ihr Fell auch in dieser Weise, auch das von Schattensturm, aber bei ihm kam es ihr noch heller vor. »Regentropfen?« Sie zuckte zusammen und blinzelte ihn ratlos an. »Hörst du das auch?« Sie spitzte angestrengt die Ohren »Ja«, flüsterte sie nur zurück, denn das Gespräch, was sie belauschten, wurde von keinen Katzen aus dem Clan geführt »'Aber wenn ischs dir doch sage, isch war das nischt!«, miaute eine männliche Stimme abwehrend. »Natürlich! Du französischer Idiot hast meine Beute gestohlen!«, fauchte eine andere, weibliche, eindeutig aufgebrachte Katze. »Non! Ich schwöre 'es! Das war diesör kleine Katör!« Regentropfen duckte sich weiter in das Laub, während sie und Rabenstern verwirrte Blicke wechselten.


    Daumen hoch für den Akzent! 👍 xD

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    »Dornenherz, Leuchtschweif, Schattensturm!«, rief Rabenstern, als er zusammen mit Regentropfen im Lager eintraf. Dornenherz blickte verwundert von seiner Maus auf. »Ist was passiert?« Der Anführer blickte ihn von oben herab an. »Warum sollte ich sonst so ein Trara machen?« Nachdem er das gesagt hatte, lief er wieder im zügigen Tempo in den Wald hinaus. Die aufgerufenen Katzen folgten nur zögerlich. Dornenherz trabte vor zu seinem Anführer. »Warum machen wir das eigentlich«, fragte er leise, da Rabenstern sichtlich angespannt war. »Zwei unbekannte Katzen sind im Wald. Spitz mal doe Ohren« Der goldene Kater verkniff sich ein lautes Fauchen wegen den Eindringlingen, und strengte wie befohlen sein Gehör an. »'ier riescht es 'überall nach Katzen, warum sollte gerade isch es gewesen sein?«, ertönte die Stimme eines Katers. Dornenherz platzte innerlich fast vor Lachen, dieser Akzent war so wunderbar grauenhaft! Auch Schattensturm und Leuchtschweif bogen sich, alle mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Allein Rabenstern blieb ernst. »Weil du gerade in der Nähe warst, Bienenhirn!«, erwiderte eine Kätzin scharf, und anscheinend von den Nerven her schon ziemlich strapaziert. Langsam schlich die Patrouille näher. Ein Streitgespräch? Bald waren sie in den Büschen um eine Lichtung herum angekommen, auf der die zwei Streithähne standen. Eine tiefrote Kätzin setzte zum Sprung auf einen gar nicht mal so schlecht aussehenden, hellen Kater an. »Isch war das nischt! Es war diesör Katör, züm letzten Mal!« Dornenherz wechselte einige Blicke mit den anderen. Beutediebstahl? Auch wenn diese Katzen hier nichts zu suchen hatten... Die Kätzin sprang, im selben Moment schoss er aus dem Gebüsch, rammte sie von der Seite und drückt sie seitlich zu Boden. Der gelbe Kater jaulte entsetzt auf und wollte fliehen, doch Schattensturm und Leuchtschweif versperrten ihm mit gebleckten Zähnen den Weg. Rabenstern schritt langsam auf der Lichtung auf und ab, wobei er ununterbrochen mit dem Schwanz peitschte. »Soso, ich fasse es mal für euch zwei zusammen: Zu erst habt ihr unsere hart erkämpften Grenzen einfach überschritten. Und womöglich hast du...« Er sah zu der Kätzin hinüber. »...Sogar auf unserem Land gejagt. Sag mir, wo hast du diese dir abhanden gekommene Beute gefangen?« Die Kätzin schwieg trotzig und starrte ihn hasserfüllt an. »Das deute ich mal als ein verschwiegenes „hier“« Nun wandte Rabenstern sich zu dem Kater, der mit angelegten Ohren vor den zwei Kätzinnen stand. »Und du hast ihr diese Beute gestohlen?« Der Gelbe führ- Verzeihung - fuhr natürlich herum und fauchte:» Wie 'oft soll isch das noch sagen? Es war diesör kleine, braune Katör! Isch würde niemals stählen!« »Von wegen!«, jaulte die Dunkelrote, und versuchte mit verblüffend viel Kraft, sich zu befreien. Dornenherz drückte ihr rabiat seine Pfoten in die Flanke und knurrte sie durch seine spitzen Zähne hindurch an. Rabenstern atmete tief durch, wie ein Schauspieler vor seinem großen Auftritt. »Also gut. Da ihr beide ein oder mehrere Verbrechen begangen habt, nehmen wir euch vorerst mit ins Lager. Dann werden wir ja sehen, ob ihr dort vielleicht aussagefreudiger werdet. Doch vorher will ich eure Namen wissen!« Der helle Kater, der mittlerweile von Leuchtschweif und Schattensturm flankiert wurde, öffnete als erster das Maul:»Loïc«, hauchte er. Man konnte sehen, wie seine Beine zitterten. »Wie bitte?«, fragte Rabenstern und zuckte mit einem Ohr. »Je suis-« er stockte und schluckte kurz. »Mein 'Name ist Loïc«, sagte er dann etwas fester. Der schwarze Kater nickte und trat ein Stück an die sich windende Kätzin an, mit der Dornenherz wohl allerhand zu tun hatte. »Mein Name geht dich nen' Dreck an!«, scharrte sie und zappelte wütend mit den Beinen. Dornenherz schnurrte belustigt, und auf das Nicken seines Anführers hin fuhr er langsam die Krallen aus. »Wir nehmen dich trotzdem mit. Vielleicht wirst du diese Kratzbürstigkeit dann ja los?« Die Clankatzen fielen in Rabensterns dreckiges Lachen ein und trieben die beiden „Gefangenen“ zum Lager.

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    Schauerpfote merkte auf, als sie vor dem Lagereingang ein lautes, wütendes kreischen vernahm. Neben dem Ausgangstunnel durch die Wildhecke befand sich eine Ausbuchtung, in der man genauso trainieren konnte wie in der Trainingskuhle. Laubschatten hielt ebenfalls inne und hob den Kopf. Auch die anderen Katzen im Lager hatten den Lärm bemerkt und kamen nun näher. Das Fauchen und Zischen wurde lauter und lauter, bis eine purpurrote, fremde Kätzin ins Lager stolperte. Dornenherz folgte ihr auf dem Fuß und drängte sie mit harter Schulter weiter. Als sie ihm schließlich mit ihren wirbelnden Pfoten fast das Ohr zerfetzte, sprang Schauerpfote auf und fiel sie an. Mit etwas Hilfe von Dornenherz Seite her gelang es ihr auch, das widerspenstige Ding festzunageln, was es aber nicht davon abhielt, sich mit Zähnen und Krallen zu wehren. Mittlerweile war ein hellgelber Kater, flankiert von Schattensturm und Leuchtschweif, ins Lager geschubst worden. Rabenstern schlüpfte als Letzter und mit einem undeutbaren Gesichtsausdruck durch den Heckentunnel und bestieg sogleich seinen Hügel. Er stemmte seine Pfoten in das gelbliche Gras und reckte die Brust. »Alle Katzen, die alt genug sind, ihre eigene Beute zu fangen, mögen sich hier versammeln!« Der schwarze Kater ließ seinen Blick schweifen und erkannte mit fast überschäumender Freude, dass Honigflug, gestützt von Aschenfall und Blitzpfote, im Eingang des Heilerbaus erschien. Auf wackeligen Beinen, trotz der Hilfe immer wieder einbrechend, wankte sie näher und musterte die Fremden aus trüben Augen. Die purpurrote Kätzin durfte mittlerweile wieder aufstehen, wurde aber weiterhin fest von Dornenherz und Laubschatten festgehalten, während Schauerpfote sie lauernd umkreiste. »Wie ihr bereits mitbekommen habt, haben wir zwei reizende Eindringlinge auf unserem Territorium!«, begann Rabenstern seine Ansprache. Feindseliges Fauchen ertönte aus der Katzenmenge, die vielen Augenpaare blitzten gefährlich. »Man kann diesen beiden Katzen so einiges vorwerfen, auch wenn dieser Kater namens Loïc weitaus friedfertiger erscheint als Freundin Kratzbürste«, fügte er mit einem schelmischen Grinsen hinzu. Die Kätzin fauchte, doch ihre „Wächter“ verstärkten nur ihren Griff. »Nun, wollen wir dem guten Loïc doch vergeben, wenn er so friedfertig ist, hm?« Der helle Kater blickte auf und sah sich aus wässrigen Augen um. Trotz seiner feigen Art sah er wirklich ausgesprochen gut aus, doch in dieser Situation half ihm das nicht. Einige der versammelten Katzen lachten, und selbst die Purpurne warf ihm einen frechen Blick zu. »Gegen ihn werden wir also erst später vorgehen. Aber unsere liebreizende Freundin dort unten wollte uns weder Folge leisten, noch uns ihren Namen verraten.« Sie knurrte leise. »Wieso sollte ich? Ich kenne euch ja nicht einmal!« Rabenstern seufzte. »Berechtigt, berechtigt. Doch wer einmal das Territorium des Nadelclans betritt, wird nicht so schnell davon wegkommen. Und besonders jetzt könntet ihr zwei wichtige Informationen an den Feind weitergeben. Ihr bleibt hier.«, entschied er dann mit fester, keinen Widerspruch duldenden Stimme. Er drehte der Versammlung den Rücken zu und lief gemessenen Schrittes auf der anderen Seite des Hügels hinunter zu seiner Höhle. Nun wurden Loïc und die Kätzin von den Clankatzen umringt.

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    Gewissenhaft prüfte Gewitterduft noch einmal nach, ob die Dornenranken auch fest mit den Zweigen, Blättern und dem Efeu verschlungen waren. Zufrieden bemerkte sie, wie Matschpfote mit viel Gefühl einen langen, festen Stock als Stütze in das Gebilde schob. Leichtfeder drückte ebenfalls noch ein wenig an der Fassade des Baus herum, dann war es fertig: Das „Gefängnis“ für die zwei Neuankömmlinge. »Bist du sicher, dass sie da nicht rauskommen?«, fragte Schauerpfote mit einem skeptisch-feindseligen Blick, als Loïc und die Purpurne unsanft in den Bau geschubst wurden. Gewitterduft schnippte ihr mit dem Schwanz ans Ohr. »Natürlich! Die Hälfte davon besteht aus dehnbaren Zweigen und Dornen!« Sie stellte sich vor den Eingang des Gefängnisses, verpasste der fauchenden Roten einen Tritt, griff über sich und zog einige besonders dicke Brombeerranken vor das ohnehin schon kleine Loch. »Jetzt sag mir mal, wer da bitte ohne irgendwelche Wunden rauskommen würde!« Schauerpfote lugte durch das Gitter direkt in die wütenden, gelben Augen der Kätzin, die direkt hinter der Absperrung stand. »Der wären solche Wunden schnurz.«, sagte sie dann nur mit einem Schulterzucken. Gewitterduft interessierte sich irgendwie für die fremden Katzen. Besonders die dunkelrote Kätzin hatte ihre Aufmerksamkeit erregt. Ihr Temperament, ihre Vehemenz wenn sie sich wehrte... so etwas konnte doch nicht schlecht sein, oder? »Gewitterduft?« Rabenstern kam zu ihr hinübergetrottet. »Ja?« »Wenn du schon mal hier bist, kannst du gleich Wache schieben.« Er lief wieder davon und ließ die Kätzin einfach stehen. Beleidigt zog sie die Stirn zusammen. Der Bau war kompakt, stabil, und von ihr, einer wahren Baumeisterin, konstruiert worden. Vielleicht konnte die fremde Kätzin ja daraus ausbrechen, aber nicht, ohne sich mindestens ein Auge auszustechen! Frustriert ließ Gewitterduft sich auf ihren Hintern plumpsen und stellte sich auf eine lange Nacht(wache) ein. Die Sonne ging schnell und stetig unter. Dummerweise war der Gefangenenbau im östlichen Teil des Lagers gelegen, sodass sich der leuchtende Feuerball hervorragend in die Augen der schwarz-roten Kätzin strahlen konnte.

    »Sag mal... 'Abend? Glaubst du mir nün, 'öder nischt?«, fragte Loïc in die Dunkelheit seines Gefängnisses. Die Angesprochene warf einen Blick auf die schattenhafte Silhouette der Wächterin, deren Ohr bei der Nennung ihres Namens leicht gezuckt hatte. »Toll. Jetzt weiß sie, wie ich heiße.«, schnaubte Abend und scharrte sich etwas Moos zusammen. Diese seltsamen Katzen hatten ihr und ihrem Spießgefährten den stabilsten Bau überhaupt gebaut, und dann bemühten sie sich nicht einmal um ein ordentliches Polster. »Tüt' mir Leid...« murmelte der Kater leise und legte den Kopf auf die Pfoten. Abend trat an das Gitter und somit unmittelbar an die Fremde heran, die sie bewachte.
    »Da du jetzt meinen Namen kennst, möchte ich zumindest deinen Wissen.« Gewitterduft überlegte. Rabenstern hatte ihr nicht verboten, Konversation mit den Gefangenen zu betreiben. »Mein Name ist Gewitterduft«, miaute sie dann trocken. »Was?« »Du hast mich schon verstanden.« Sie wandte den Kopf von Abend ab, welche daraus schloss, dass sie nicht weiter reden wollte. »Gewitterduft, ich sollte dich abwechseln.«, klang eine männliche Stimme von draußen. Es war die des Katers, der sie im Wald und hier ständig festgehalten hatte. Sie zischte, als sich die Umrisse seines Rückens vor dem Eingang abzeichneten. Dann stolzierte sie, so gut es in der Finsternis eben ging, in eine Ecke des Baus und rollte sich auf dem unüberdeckten, kalten Gras zusammen. Da es die letzten Tage noch sehr viel geregnet hatte fühlte es sich klamm an, und die Erde darunter war noch richtig feucht. Wenn das mal keine Erkältung geben würde!

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    Regentropfen sollte sich eigentlich auf die Wache konzentrieren. Hinter ihr fauchte die purpurne Kätzin, deren Namen man nun wusste, und auf die man wirklich aufpassen sollte. Doch das war ihr im Moment unmöglich, da Rabenstern, gar nicht mal so weit weg von ihr, auf seinem kleinen Hügel saß und in der Herbstsonne badete. So bemerkte sie nicht wie Loïc, der nun etwas selbstvertauter auftrat, an das Brombeergitter trat. »Oui oui, mon ami! Solltest du nischt 'Abend und misch anstatt diesen Katör da bewachen?« Regentropfen zuckte zusammen. Jetzt trieb sogar dieser seltsame Kater seine Späße mit ihr! Als sie ihm einen wütenden Blick zuwarf, wich er zurück. »Isch wollte nur' ein bisschen ins Gespräch 'kommen!«, wehrte er ab und machte einen Schritt rückwärts. Abend schnaubte im Hintergrund. »Mit denen muss man doch nicht sprechen!« Jetzt reichte es Regentropfen endgültig. Da sie sowieso mal wieder Rabensterns Stimme hören wollte, machte ihr es jetzt gar nichts aus, den Wachtposten zu verlassen und geradewegs zu jenem Kater zu stapfen, den sie die ganze Zeit im Auge hatte. Mit festen Tritten erklomm sie den Hügel. »Du weißt schon, dass du gerade deine Arbeit vernachlässigst, oder?«, fragte Rabenstern aus halb geschlossenen, dösigen Augen. Regentropfen nickte unsicher, dann unterbreitete sie ihm ein Anliegen. »Es ist eine... Beurteilung über die Gefangenen?«, hakte der Anführer nach, nachdem sie fertig erzählt hatte. Sie nickte abermals, und wartete, was er weiter dazu sagen würde. »Ist doch 'ne brauchbare Idee, Regentropfen! Schieß los!« »Ich fange mal mit dem Erfreulichen an: Der Kater zeigt sich friedlich und ruhig, er hat sogar versucht, ein Gespräch mit mir anzufangen. Ich hätte vielleicht etwas mehr über die beiden herausfinden können, wenn Abend nicht folgendes gesagt hätte:„Mit denen muss man doch nicht sprechen!“« Nun merkte der Kater auf und spitzte die Ohren, während sich eine Mischung aus Häme, Ärger und... irgendwas in seinen Augen ausdrückte. Jedenfalls sah das bei ihm umwerfend aus! Die Graue musste unwillkürlich tief einatmen, um ohne zu stocken den Rest zu erzählen. »Sie benimmt sich ohnehin sehr auffällig: Wenn Dornenherz Wache schiebt, funkelt so was ähnliches wie Mordlust in ihren Augen, immer wenn ein Kater das tut ist es so. Als Schluchtfeuer letztens dran war, schien sie sich regelrecht unwohl zu fühlen.« Sie schloss den Mund und wartete auf Rabensterns Reaktion. Schnell fügte sie hinzu:»Aber bei Dornenherz ist es am schlimmsten!« Der Kater nickte andächtig, dann ordnete er an, dass Abend von nun an nur noch von Katern bewacht werden sollte, während Loïc sich jetzt halbwegs frei im Lager bewegen durfte, etwas mehr Beute bekam und nur noch zu Abend in sein Gefängnis musste. Abend allerdings sollte für ihre unkooperative Art eine Strafe bekommen: Tagsüber sollte man dafür sorgen, dass wenig Licht in ihren Bau kam, und regelmäßig Dornenherz Wache hatte. Regentropfen war froh darüber, jetzt nie wieder vor dem Gefängnis sitzen zu müssen und sich Abends Gefauche anzuhören. Und Dornenherz selbst schien das Ganze ja eher zu belustigen als zu langweilen.

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    Alle starrten Rabenstern an. Langsam sträubten sich alle Pelze, insbesondere der von Maisstern. Der schwarze Kater nahm die Anschuldigung hin, als hätte man ihm gerade erzählt, was man zum Frühstück gehabt hätte. »Wenn sich meine Krieger fröhlich auf eurem Territorium tummeln würden, und nach mehreren Bitten nicht verschwinden, würdest du sie dann nicht verjagen?«, meinte er locker, aber mit einem lauernden Unterton in der Stimme. Mistelstern nickte. »Das stimmt, Maisstern. In diesem Fall wären es deine Krieger, die sich töricht verhalten haben.« Der hell gescheckte Kater zischte und setzte zu einer giftigen Verweisung an, doch Nesselstern stimmte zu:»Auch auf unserem Territorium zeigt sich öfters mal Feuerclan-Geruch. Du musst dein Gefolge etwas besser kontrollieren!« Ein allgemeines, wütendes Fauchen ging durch die Katzenmenge, während Maisstern langsam die Krallen ausfuhr. Rabenstern nahm das mit eisiger Genugtuung zur Kenntnis. Der Anführer des Feuerclans war provozierbar, und somit auch schwach. Fliederstern sprang neben den wütenden, hellen Kater und stellte ebenfalls das Fell auf. »Das ist noch lange kein Grund, einen Krieger dermaßen zu zerkratzen!« Sie deutete mit der Schwanzspitze auf den vollkommen vernarbten, nun einäugigen Rindenpelz. »Ihr wart selbst daran Schuld. Und warum sollte man nachts, mit sechs Kriegern das Territorium eines anderen Clans betreten, und eine friedliche Patrouille angreifen? Und außerdem eine 2. Anführerin für ihr Leben lang Kampfunfähig zu machen?«, hakte Rabenstern scharf ein und stand nun ebenfalls auf. Es war gut, dass gleich zwei andere Anführer auf seiner Seite standen. In diesem Moment schienen Maisstern wohl die Argumente auszugehen, seine Krallen blitzten im Mondlicht auf. Die Katzen unter dem großen Felsen starrten geschockt, japsend oder schwer atmend zu den fünf Anführern hinauf. Schlagartig bewölkte sich der Himmel, ohne Vorwarnung fing es an zu regnen, wo es wohl noch nie geregnet hatte. Kurz, bevor Maissterns Krallen auf Rabensterns abwehrende Pfote treffen konnten, fuhr aus dem Nichts ein Blitz herab. Alles leuchtete grell auf, und als die versammelten Katzen blinzelnd ihre Augen öffneten, war kein Anführer mehr auf dem Felsen: Von dem gewaltigen Blitz zur Seite geschleudert, war jeder zwischen den Katzen seines eigenen Clans gelandet. Regentropfen jaulte entsetzt auf, als sie die rauchende Gestalt Rabensterns entdeckte. Sie schubste achtlos die Katzen in ihrem Weg zur Seite. Aschenfall sprang ihr vor die Pfoten und sah sie mit strengem Blick an. »Er wird sich erholen. Genau wie die anderen Anführer. Sie sind nun alle fünf beim Sternenclan, um sich ihr nächstes Leben zu holen.« »A- aber-« Verzweifelt versuchte sie, an dem grauen Kater vorbei zu kommen, aber vergebens. Zu viele Katzen ihres Clans hatten sich schon um Rabenstern gedrängt, als dass sie sich noch dazwischen hätte quetschen können. Nur, weil Maisstern seine Krallen nicht unter Kontrolle hatte, musste ihr Anführer sterben!

    Etwas stupste an Rabensterns Flanke herum. Sofort sprang er auf, in der Erwartung, eine Lichtung voller Katzen zu sehen, mit Sternenglanz im Fell. Stattdessen wartete nur schummriges Licht und ein muffiger Geruch auf ihn- die unverkennbare Marke des finsteren Waldes. Und trotzdem war die Lichtung, auf der er stand, ebenfalls gut gefüllt, mit mehr oder weniger durchsichtigen Gestalten. Rauchblick sprang aus der Masse hervor, ihr Blick war ernst, und auch wütend. »Das musst du dem Feuerclan heimzahlen! Und die anderen Clans sollten das auch tun!«, miaute sie schrill, während sie ihre Nase auf seine drückte. Rabenstern knurrte. »Und wie ich das tun werde!« Ein zustimmendes, anfeuerndes Jaulen erhob sich unter den finsteren Katzen, und Narbenstern trat hinzu. »Aber mit Bedacht. Bewahre einen kühlen Kopf, Rabenstern!« Dann verblasste auch schon alles um den schwarzen Kater herum, aber die Worte seiner Schwester blieben glasklar in seinem Kopf bestehen. Das nächste, was Rabenstern zu Gesicht bekam, waren die besorgt dreinblickenden Augen vieler, bekannter Katzen, allen voran Regentropfen. Hatte er dieses Leben gerade... aus dem Wald der Finsternis bekommen?

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    »Gewitterduft, geh mit Matschpfote und Dornenherz in den Wald und suche nach Stellen, an denen man gut Fallen aufstellen kann.«, ordnete Rabenstern mit verhärteter Stimme an. Die Kätzin nickte, dann schnippte sie ihre Schülerin heran. Es waren nun zwei Tage vergangen, seitdem Rabenstern auf der Versammlung vom Blitz getroffen wurde. Hätte Maisstern seine Pfoten unter Kontrolle gehabt, wäre das alles niemals passiert! Überall auf dem Territorium waren nun schon verdeckte Pfotenbrecherfallen verteilt, und unter einer dünnen Laubschicht waren überall Brombeerranken über den Boden verlegt worden. Die Katzen des Nadelclans kannten alle diese Stellen auswendig, sodass sie selbst nicht in so etwas hineintraten. Gewitterduft blieb vor einem verdeckten Pfotenbrecher stehen. »Wenn wir den noch ein Stück ausweitern würden...«, murmelte sie, und scharrte die dünnen Zweige und das Laub beiseite. »Wäre das Ganze viel effektiver!« »Bist du dir da sicher?«, fragte Dornenherz, der sichtlich keine Lust hatte, im Boden zu wühlen. »Natürlich bin ich mir sicher!«, schnarrte Gewitterduft ihn an und startete, mit den Pfoten das Erdloch zu vergrößern.
    ---drei neue Fallen später---
    Gewitterduft lachte triumphierend auf. »Ha! Wenn die bei uns eindringen, dann nicht ohne blutige Pfoten!« Matschpfote feigste kurz mit, denn die Vorstellung der verdutzten Feuerclan-Gesichter war einfach zu amüsant. Die rot-schwarze Kätzin fing sich aber schnell wieder, und schaute schließlich ihre Schülerin an. »Ich möchte, dass du jetzt die Zielsicherheit deiner Pfoten verbesserst.« Die junge Kätzin nickte ergeben und trabte davon. Just in dem Moment stieg ihrer Mentorin ein vertrautere, allerdings auch vielgehasster Geruch in die Nase. »Der Feuerclan greift an!«, jaulte sie und preschte los, bevor Dornenherz überhaupt mitbekam, was eigentlich los war.

    Blitzpfote streckte seinen Kopf durch den Eingang des Heilerbaus. Seine Schwester fegte an ihm vorbei, ihr Pelz war in alle Richtungen gesträubt. Die Krieger und die anderen Schüler scharten sich bereits um den Hügel, von dem aus Rabenstern seine Befehle erteilte. »Gewitterduft wird mit Schluchtfeuer, Lichtblüte, Schattensturm, Frostpelz, Wolfs- und Matschpfote gehen. Leuchtschweif, du nimmst Dornenherz, Donnerfluss, Leichtfeder, Flammenschwinge, Schauerpfote und Schneepfote mit. Gewitterdufts Gruppe wird die Feuerclan-Katzen von links bedrängen, Leuchtschweifs von rechts. Lenkt sie so gezielt in die Fallen. Der Rest der Katzen bleibt in und um das Lager herum. Verstanden? Los!« Die zwei Gruppen sausten in Richtung des tiefen Waldes, während sich die restlichen Katzen über das Lager verteilten. Abend beobachtete das Ganze misstrauisch. Kampf? Sie brannte nur so darauf, ihren Frust an irgendetwas abzubauen, was nicht gerade „Erde“ oder „unzerstörbare Wand des Baus“ hieß. »Sie 'kämpfön gegön einön andören Clan', deswe'gen 'aben sie misch eingesperrt.«, miaute Loïc von hinten. Die Kätzin ignorierte ihn. Langsam kamen ihr die Katzen im Lager gar nicht mehr so fies vor. Sie hörte Jungen spielen, Schüler lachen und die Krieger, wie sie mit Beute heimkamen. Mittlerweile verstand sie sogar die Reaktion dieser Katzen darauf, dass sie und Loïc auf ihrem Territorium waren. Sie selbst hätte solche Eindringlinge vermutlich ebenfalls verscheucht oder angegriffen.

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    »Wir konnten viele von ihnen in die Fallen locken.«, berichtete Leichtfeder völlig außer Atem und leckte sich nebenbei noch ein paar Kratzer. »Aber sie werden bis ins Lager vordringen können.« Kaum hatte die junge Kätzin ihren Satz beendet, da stürmten schon ein paar Katzen ins Lager, Nadelclan ebenso wie Feuerclan. »Was ist mit Maisstern?«, hakte Rabenstern schnell nach und ging bereits in Kampfstellung. »In eine der Brombeerfallen gelatscht, vollkommen zerstochene Ballen!« Der Kater nickte, schlug eine Nadelclan-Schülerin einfach zur Seite und verließ das Lager. Er würde sich persönlich um diese Katze kümmern, die sich als Anführer des Feuerclans schimpfte.
    Währenddessen droschen vier Schüler- Matschpfote, Wolfspfote, Schauerpfote und Schneepfote - auf einen riesigen gegnerischen Krieger ein. »Vorsicht!«, gellte Matschpfotes Schrei, doch da war es schon zu spät. Eine der gewaltigen Panken des Katers erwischte Schauerpfote seitlich am Hals und schleuderte sie weg. Schneepfotes Atem stockte. »Schauerpfote! Nein!«, rief er halb erstickt. Diese Kätzin bedeutete ihm unerwartet viel, aber er wusste nicht ganz, wieso. Blut rann ihr aus dem Mundwinkel, während er selbst die halb Bewusstlose packte und in Richtung Lager zerrte. Schauerpfote gab ein gequältes Stöhnen von sich und erschlaffte. Nun hatte der weiße Kater noch viel mehr zu schleppen. Er spürte, wie seine Augen feucht wurden und sich schließlich mit Tränen füllten. All seine Kraft hatte er bereits im Kampf aufgebraucht. Die Tränen ließen alles verschwimmen, die Geräusche des Kämpfens um ihn herum klangen, als ob er sich unter Wasser befinden würde. Er stellte sich darauf ein, jeden Moment ein spitzes Paar Eckzähne an seiner Kehle zu spüren, lange Krallen an seiner Flanke. Alles lief wie in Zeitlupe ab, und es kam Schneepfote vor, als würde er schon sein ganzes Leben damit verbracht haben, Schauerpfote ins Lager zu zerren.


    Regentropfen blickte Rabenstern hinterher. Warum verließ er das Lager? Was, wenn er allein noch ein Leben verliert? Der Umriss des schwarzen Katers würde sich bald im herbstlichen Rot des Waldes verlieren. Oh nein! Das durfte sie auf keinen Fall zulassen! Wie von der Tarantel gestochen fegte sie ihm hinterher, ohne dabei die verständnislosen Blicke zu beachten, die ihr folgten.


    (Fortsetzung folgt... irgendwann.)

Kommentare (206)

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Rabenstern (27565)
vor 632 Tagen
(Hoppla... das hier habe ich ganz aus den Augen verloren /O_O')
hundepfote (87487)
vor 642 Tagen
Hallo. Sorry, dass ich so lange nicht da war.
*sitze im lager und putze mich*
Gewitterduft (88598)
vor 642 Tagen
HALLO??!! Noch jemand da?
Gewitterduft (37702)
vor 647 Tagen
Sehr gute Einstellung. *nickt zufrieden*
Schatten&Schnee&Abend&Matsch (04105)
vor 648 Tagen
Matsch: *Nicke eifrig* Auch ohne Schlaf! TannenClan-Krieger müssen immer bereit und fit sein! *Meine Augen funkeln*
Gewitterduft (11883)
vor 649 Tagen
*Lächelt knapp* Ich hoffe du hast heute gut geschlafen, denn heute Nacht wirst du kein Auge zu machen. Wir werden Nacht-Jagen üben. Dabei musst du dich vor allem auf dein Gehör und deinen Tastsinn verlassen.
Schatten&Schnee&Abend&Matsch (54782)
vor 650 Tagen
Matsch: Ich komme! *Renne zu Gewitterduft*
Gewitterduft (07373)
vor 650 Tagen
*schnaubt* Maaaaaaaatschpfooooooote! Wo bist du denn?
Schatten&Schnne&Abend&Matsch (54782)
vor 651 Tagen
Sorry das ich so lang nicht mehr on war, werde wahrscheinlich nicht so oft in kommen
hundepfote (03050)
vor 652 Tagen
(hallo. Bin ich noch dabei? Ich weis, ich war lange nicht on. Aber ich habe mein handy verlegt)
Rabenstern (31381)
vor 652 Tagen
Danke ^^ Ich war in letzter Zeit nur leider etwas beschäftigt...
Gewitterduft (62558)
vor 652 Tagen
(Oh nein, die arme Schauerpfote :( Aber sehr gut geschrieben :D)
Kirschblüte (89770)
vor 654 Tagen
K: *springe auf Maisstern und zerkratze seine Nase. Beiße tief in seine Schulter und spüre wie meine Zähne sein Fleisch durchbohrten*
Dornenherz (36116)
vor 654 Tagen
Fuchsherzige Feiglinge! *stürze mich auf den nächsten Krieger*
Dornenherz (78650)
vor 655 Tagen
*zerfetze Funkensprung die Flanke und trete ihn von mir weg in eine Falle*
Dornenherz (78650)
vor 655 Tagen
*höre Kampfjaulen* //Der FeuerClan! Grhhhhhh!// *renne zum Kampf und werfe mich auf Funkensprung* Wie könnt ihr es wagen?
Regentropfen (43606)
vor 656 Tagen
*schlage einen Schüler in eine Dornenfalle, bäume mich auf und will mit ausgefahreneb Krallen auf den Schüler nieder schlagen, doch ein anderer Feuerclankrieger zieht mir von hinten die Beine weg sodass ich falle, der Krieger drückt mich zu boden*
Rabenstern (80524)
vor 657 Tagen
(Jault meinte ich) *duckt sich unter einem der Schläge weg, drängelt Maisstern mit wirbelnden Krallen in Richtung der versteckten Dornenranken*
Rabenstern (80524)
vor 657 Tagen
*hault seinen Kriegern immer wieder Mut zu, und stürzt sich dann auf Maisstern, der anscheinend persönlich gekommen ist*
Regentropfen (43606)
vor 657 Tagen
*provoziere einen FeuerClankater, bis er auf mich zu rennt, direkt in einen Pfotenbrecher und jaulend am Boden liegen bleibt, werfe einen kurzen Blick zu Rabenstern, stürze mich dann ich den Kampf*