Wie wir merkten, dass Rumtreiber nerven können - Teil 2

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11 Kapitel - 11.142 Wörter - Erstellt von: Auriga & Svenja Granger ; ) - Aktualisiert am: 2015-09-16 - Entwickelt am: - 811 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Den beiden Erstklässlern Callisto Wright und Cecilia Twickson steht der erste Schultag bevor.
Von Hauselfen, die den Preis jedes Kleidungsstücks kennen, über drei klitschnasse Schülerinnen bis hin zu einer Callisto mit Erdklumpen im Haar und einer Cecilia, die mit Essig voll geschüttet wurde - dieser erste Schultag hat es in sich.

    1
    Am nächsten Morgen wurde ich durch meine magische Uhr um 7.35 Uhr geweckt.
    Ich hatte ihn extra 10 Minuten früher gestellt, damit ich noch ein wenig liegen bleiben und wach werden konnte. Doch an diesem Morgen richtete ich mich gleich auf und sah mich um. Madeline war schon aufgestanden und stand wahrscheinlich gerade unter der Dusche oder schminkte sich schon wieder. Vanessa war am aufwachen und streckte sich gerade. Emily stand an ihrem kleinem Wandschränkchen und versuchte, in dem von wahrscheinlich einem Hauselfen errichteten System durchzublicken und ihren Umhang zu finden.
    Und Chloe neben mir - die schnarchte noch laut. Ich nahm mein Kissen und schlug es ihr auf's Gesicht.
    Sie fuhr hoch. „Was? Ich hab mir das Buch noch nicht durchgelesen, Verzeihung!“
    „Ich denke, ich bin bereit deine Entscheidung anzunehmen. Aber nur, wenn du jetzt aufstehst, du Schlafmütze!“
    „Haha“, sagte Chloe matt. Ich gähnte noch mal ausgiebig, dann stand ich auf und trat mit Chloe in das Bad.
    Etwas Wasserdampf machte das Atmen ein wenig schwieriger. Madeline trug sich gerade den letzten Strich Lippenstift auf und sagte dann zu uns gewandt: „Ich bin fertig, ihr könnt rein.“ Ich fand das irgendwie überflüssig, schließlich wären wir wahrscheinlich trotzdem ins Bad gegangen - ob das Madeline nun recht wäre oder nicht. Chloe und ich sahen uns im etwa 25 Quadratmeter großen Bad kurz um. Der Raum war - genau wie alle anderen - durch mehrere Fenster lichtdurchflutet. Zwei Rollos sorgten für die Privatsphäre. Auf der Seite der Fenster - also von der Tür ausgesehen auf der rechten Seite - waren mehrere Toilettenkabine und auf der linken drei Waschbecken, die alle an einer Platte angebracht waren. Und auf der gegenüberliegenden Seite standen zwei Duschkabinen und ein Handtuchregal.
    „Was machst du als erstes?“, fragte ich Chloe. Sie zuckte mit den Schultern. „Weiß nicht. Ich glaub, ich geh als erstes duschen. Du?“
    „Jo, ich auch“, sagte ich und zog mein Schlafshirt aus. Chloe tat es mir gleich und als wir dann nackelig waren, schlüpfte jeder schnell in eine Duschkabine. Ich nahm mir den Duschkopf und drückte auf einen rot umrandeten Knopf. Angenehm warmes Wasser berührte jetzt meinen Körper. Aber im Ernst - ich war doch kein Warmduscher! Ich mochte es viel mehr, wenn das Wasser erfrischend war - außerdem ist man danach viel wacher. „Wie sieht's eigentlich bei dir so zu Hause aus? Brüder oder Geschwister?“, fragte ich schließlich laut über das Geplätscher von Wasser und durch die Kabienenwand hinüber zu Chloe. „Ja, ich hab eine große Schwester“, antwortete sie. „Sie geht nach Ravenclaw, und glaub mir - es gibt schönere Dinge als eine absolut vorbildliche, streberhafte ältere Schwester zu haben, die in allem besser ist als du selbst - abgesehen im Nerven. Meine Eltern waren total enttäuscht, als mein Notendurchschnitt um insgesamt 1,32 in der Primary School schlechter war als der von meiner überaus tollen Schwester. Und bevor du fragst - diese Zahl, 1,32 kenne ich in- und auswendig, meine Eltern haben sie mir den ganzen darauf folgenden Sommerferien vorgeworfen. Aber genug von meinen Leiden, wie sieht's bei dir aus?“
    „Ich hab einen dreijährigen Bruder. Aber, bevor du zum Neid hängst - glaub mir, das ist nicht immer so stressfrei. Er kann nämlich ganz schön anstrengend sein. Was meine Eltern anbelangt - die treibe ich mit Vergnügen zur Verzweiflung. Wenn mein Dad zum Beispiel sagt, er denkt, dass ich nach Gryffindor komme und bestimmt kein Hufflepuff werde und er darauf stolz sein - tja, dann tut's mir Leid, aber dann wünsche ich mir von der alten Quasseltante, mich nach Hufflepuff zu schicken.“
    „Was?“, fragte Chloe völlig verwirrt. „Nicht, dass die Tatsache, dass du dir gewünscht hast, nach Hufflepuff zu kommen einzigartig genug ist - aber WEN hast du gebeten, dich hierher zu schicken?“
    „Na, den alten Hut natürlich. Ich meine, ich kann ja wohl schlecht einen Schüler darum bitten, oder? Aber dieser alte Hut hat mir was über irgendeinen Jungen erzählt - was mich aber mal so gar nicht interessiert hat.“
    „Du steckst voller Überraschungen, weißt du das?", sagte Chloe matt, immer noch verdutzt. Ich musste grinsen. „Ist das positiv oder negativ? Naja, eigentlich will ich deine Antwort gar nicht wissen. Aber wieso bist du eigentlich in Hufflepuff gelandet? Ich meine, bisher bist du in meinen Augen nicht wirklich der perfekte Vorzeige-Hufflepuff.“
    „Ist das jetzt positiv oder negativ?“ Chloe grinste und machte meine Stimme ziemlich gut nach. „Nein, im Ernst, ich weiß es auch nicht richtig. Ich meine, wenn ich ehrlich bin - wirklich fleißig bin ich nicht. Na gut, hilfsbereit und nett – na klar! Bin ich immer, auf jeden Fall!“ Wir beide lachten und ich murmelte grinsend: „Genau, und ich die Zaubereiministerin von China.“
    „Nein, jetzt wirklich. Der Hut hat irgendwas von „Du wirst deinen wahren Charakter noch kennen lernen“ geredet, dann hat er mich zu einer Hufflepuff gemacht. Aber im Ernst - der soll Klartext reden.“
    „Da hast du Recht... Die Quasseltante kann sich nicht mal richtig ausdrücken... Bist du fertig mit Duschen?“ Ich drückte wieder den rot umrandeten Knopf. Das Wasser auf meiner Seite hörte auf zu plätschern und auch bei Chloe wurde es leiser. „Jip“, sagte sie und wir beide drückten etwa gleichzeitig die Klinke unserer Kabinen-Tür herunter. Ich nahm mir ein schwarz-gelbes mit einem Dachs besticktes Handtuch, trocknete mich ab und hing es mir um - Chloe tat mir das gleich. Dann gingen wir zum Waschbecken und putzen uns rasch die Zähne und betraten wieder den Schalfsaal. „Das Bad ist wieder frei“, sagte ich überflüssigerweise und ging dann zu meinem Wandschrank.
    Ich sag euch eins - es ist alles andere als einfach, sich in einem Hauselfen-Schranksystem durchzufinden. NICHTS war nach Farbe oder Art der Kleidung unterteilt. Nein, es ging um den - und ich habe EWIG gebraucht, um das herauszufinden - PREIS. Ehrlich, fragt mich nicht, woher die Elfen wissen, wie viel meine ganzen Sachen kosten. Irgendwie ist das doof - du kaufst dir mal etwas teureres und gleich kommt ein Elf an und sagt dir, dass du sie im H&M Outlet in Bristol billiger gekriegt hättest. Jedenfalls habe ich SEHR LANGE gebraucht, um meinen Zauberumhang zu finden. Als ich dann endlich alles anhatte, sagte ich an Chloe gewandt: „Du, ich hab mich mit einer netten Ravenclaw zum zum Frühstück gehen verabredet - begleitest du mich?“ „Aber natürlich, Ma'am.“

    2
    Wir beide gingen jetzt den kurzen Gang zum Gemeinschaftsraum, liefen durch den Tunnel zum Fass, dass sich automatisch öffnete, wie die meisten Türen in Supermärkten. Und dort stand auch schon unsere kleine Callisto. „Morgen, Cali“, gähnte ich. „Hey, Cec, gut geschlafen? Hey...“, Callisto nickte zu Chloe, „Wollen wir los gehen?“
    Ich nickte. „Ja, ich hab tierischen Hunger! – Und ach, das hätte ich ja beinahe vergessen - das ist Chloe“, ich deutete auf meine Bettnachbarin, „und das ist Callisto.“ Ich winkte mit der Hand zu der Braunhaarigen. „Freut mich“, sagte Chloe und gab Callisto die Hand. Cali schüttelte sie und erwiderte lächelnd: „Ebenso.“ Wir gingen den Weg zur Großen Halle. Vor der riesigen Tür trafen wir auf Lily und Sev, die sich gerade unterhielten. „Naa“, sagte ich fröhlich. „Wie gehts, wie steht's?“
    „Hm... Geht so. Unsere Mädchen aus Gryffindor sind alle ganz nett - aber die Jungs! Ehrlich, ich frage mich, warum ich so was verdient habe... Diese arroganten Affen haben die ganze Zeit so getan, als ob ICH auf JAMES POTTER stehen würde! Also wirklich!“ Lily verzog ihre Mine zu einer Grimasse. „Aber genug deprimierendes, wie ist's in Hufflepuff und Ravenclaw?“
    „In Hufflepuff ist es voll cool - Ich wette, ihr habt weniger Klokabinen als wir! Nein, im Ernst, abgesehen von der unheimlichen Tatsache, dass die Hauselfen wissen, wie teuer meine Klamotten sind, ist es klasse. Und meine Schlafsaal-Kameraden sind fast alle erste Sahne - das ist übrigens Chloe. Macht es euch was aus, wenn sie immer mit bei uns abhängt?“ „Nein, natürlich nicht“, sagte Lily lächelnd und schüttelte Chloes Hand. „Ich bin Lily und das ist Severus.“ Lily deutete auf Sev. „Und wie ist es bei dir, Cali?“
    „Also Ravenclaw ist super! Ihr hättet mal unseren Gemeinschaftsraum sehen müssen... Leider hat uns Gilderoy Lockhart, das ist unser Vertrauensschüler, verboten, andere mit hinein zu bringen. Aber meine Zimmergenossinen sind echt unter aller Kanone.“ Callisto schüttelte den Kopf. „Bei denen dreht es sich voll und ganz ums Thema Beauty und Jungs. Mehr nicht! Sie gehen zu fünft aufs Klo und lästern über Latisha weil sie ein T-Shirt von Primark trägt. Zum kotzen ist so was!“
    „Da hast du Recht... Die haben genauso viel im Kopf wie ich noch Windeln zu Hause. Aber deine Zimmergenossinen würden sich sicherlich bestens mit Madeline verstehen, was?“ Ich sah zu Chloe, die grinsend nickte.
    Wir betraten jetzt die Große Halle, wo schon viele Schüler und Schülerinnen saßen. Am Hufflepuff-Tisch sah ich Amos in ein Gespräch mit einem anderen Fünftklässler vertieft; fünf Sitze weiter unterhielten sich Emily und Vanessa. Ich sah zum Gryffindor-Tisch. Sirius Black lehnte sich zu einem Mädchen mit langen blonden Haaren hinüber und lächelte es verführerisch an. Ich weiß echt nicht warum, aber diese Geste machte mich wütend. Ich ballte die Fäuste. Lily, die meinen Blick gefolgt war, stöhnte verzweifelt auf, hielt sich die Hand ans Gesicht und sagte mit verbitterten Ton: „Gott steh mir bei, gleich darf ich mich zu diesen Affen setzen!“
    „Ich drück dir die Daumen“, sagte ich und klopfte ihr auf die Schulter. In dem Moment stand Potter auf und rief durch die gesamte Halle: „Hey, Evans, hier ist noch was frei, setzt dich doch zu uns!“ Lily wimmerte auf. Mit einem letzten „Womit hab ich das verdient?“ ging sie in Richtung Gryffindor-Tisch.
    Chloe sah Lily mitleidig hinterher. „Armes Mädchen.“
    „Ich werde mich jetzt an den Slytherin-Tisch begeben, habt ihr was dagegen?“, sagte Severus und beteiligte sich jetzt erstmals an dem Gespräch. „Was? Ja, klar. Am besten wir begeben uns jetzt mal alle an unsere Tische, bestimmt werden gleich die Stundenpläne ausgeteilt!“ Sev trottete zu den Slytherins und Callisto, Chloe und ich liefen zusammen den mittleren Gang entlang, da unsere Haustische ja nebeneinander standen. Chloe und ich setzten uns neben Vanessa und Emily, Callisto ließ sich auf gleicher Höhe von uns an ihrem Haustisch nieder, sodass wir sozusagen Rücken an Rücken saßen. Ich krallte mir gleich ein braungebranntes Toast und klatschen mir ein Spiegelei darauf. Dann schielte ich ein wenig in Richtung Lehrertisch und sah, dass sich Professor Sprout schon aufrichtete. Nach ein paar Minuten - ich hatte inzwischen auch schon mein Spiegelei und mein Toast aufgegessen - war Professor Sprout bei Chloe, Vanessa, Emily und mir. „Guten Morgen, meine Lieben“, sagte sie sanft. „Guten Morgen, Professor“, erwiderten wir im Chor. „hr vier seid alle Erstklässler, nicht wahr? Dann bekommt ihr ja denselben Stundenplan. Bitte sehr.“ Sie holte vier weiße Blätter Papier heraus, tippte mit ihrem Zauberstab auf jedes und sofort erschien ein vollständiger Stundenplan. Ich betrachtete ihn eine Weile.... Montags hatten wir fünf, Freitags sechs und ansonsten sieben Stunden. Ich drehte mich zu Cali um, die ihren Stundenplan auch schon erhalten hatte. „Naa ... Sieh mal, wir haben die ersten beiden Stunden gleich zusammen!“, rief ich fröhlich.
    „Hurra! Verwandlung! Bin mal gespannt was dabei rauskommt... Vielleicht kann ich dann ja endlich den kläffenden Nachbarshund in eine schleimige Kröte Verwandeln. Oder noch besser: Meine Zimmergenossinnen.“ Wir beide mussten lachen. „Oh und guck mal, von 13.00 Uhr bis 13.45 Uhr haben wir beide eine Freistunde... Und Verteidigung gegen die Dunklen Künste und Geschichte der Zauberei haben wir auch noch immer zusammen... Mein Dad hat mir verraten, dass der Lehrer - Professor Bims oder so ähnlich - als normal Lebender eingeschlafen und danach zu Dads Geschichtsstunde als Geist gekommen sei!“
    “Was?“, fragte Callisto ungläubig, „Ich glaube ich wär´ gestorben vor Schreck, wenn mein Geschichtslehrer auf einmal in durchsichtiger Gestalt den Raum betritt!“ „Dann kannst du von Glück reden, dass du damals nicht dabei warst, sonst könntest du den heutigen Tag auch nur höchstens als Geist erleben!“, sagte Chloe lachend, die sich jetzt auch umgedreht hatte und sich am Gespräch beteiligte.
    “Du mit deinen wundervoll optimistischen Gedanken, Chloe ...“ Ich schüttelte den Kopf und trat unter dem Tisch freundschaftlich gegen ihr Bein, als sich eine pummelige Eule auf mein Kopf setzte und mir ein Brief auf mein Platz warf.
    “Ach, du bist's, Schnatterinchen“, sagte ich und erklärte Cali und Chloe dann: „Schnatterinchen ist unsere Hauseule. Ich hab' sie so getauft, weil sie immer, wenn sie isst und schläft - also zwei Situation, in denen man eher nicht so viel redet - so ein gurgelndes Geräusch von sich gibt.“
    “Guurrrr“, machte Schnatterinchen. „Seht ihr, so ähnlich hört sich das dann an. Und du, mein liebes Schnattchen (ihr Kosename), kriegst gleich deine Belohnung, wenn ich den Brief gelesen habe - wobei, du solltest mal wirklich auf deine Figur achten, weißt du?“ Ich kraulte Schnattchen noch ein mal hinter den Ohren und öffnete dann den Brief.

    Liebe Cecilia,
    Wie geht es dir? In welchem Haus bist du? Egal, welches es ist, wir sind stolz auf dich! Hast du schon Freunde gefunden? Und wie sind deine Zimmergenossinnen? Und erzähl uns alles über deinen ersten Tag!
    Hier bei uns ist alles in Ordnung, Henry hat sich wieder etwas beruhigt. Heute Morgen hat er zwar wieder geweint, aber als wir ihm gesagt haben, dass er heute nicht in den Kindergarten muss, sondern wir mit ihm ins Kino fahren und "Florian's World" gucken, war er getröstet.
    Deine dich liebenden Eltern und Henry.

    Neben 'Henry' war eine Art Spirale gekritzelt, die war bestimmt von Henry. Und wenn ich ehrlich bin, über die kleine Spirale habe ich mich am meisten gefreut. Denn wenn ich meinen Eltern schreiben würde, dass ich in Hufflepuff gelandet bin, werden sie sich nicht freuen, sondern - bestenfalls - enttäuscht sein. Mich würde es nicht mal wundern, wenn Mum den Tränen nah sein würde.
    „Und, was steht drin?“, fragte Chloe neugierig. „Ach, nur eine Erinnerung, dass ich meinen Eltern alles schreiben soll - das Übliche halt.“
    Schnattchen nippte an meiner Schulter und machte einen Laut, der sich so ähnlich anhörte wie eine platzende Kaugummiblase. „Jaja, hier, ich hab noch einen Kräcker in der Tasche...“ Ich holte ihn heraus und gab ihn Schnattchen, die ihn sofort verputzte. „Also, ich glaube hier gibt es irgendwo eine Eulerei, dann kannst du da hinfliegen, oder? Damit ich Mum und Dad heute Abend schreiben kann.“ Ich bin mir zwar nicht sicher, ob sie meine Worte verstanden hat, aber Schnattchen flog weg.
    „Ich will ja keine Hektik machen“, meinte Chloe nach einer Weile, „aber vielleicht sollten wir langsam Los. Es ist schon 8:45 Uhr, und wenn wir noch einmal die Tasche packen sollen und den Raum finden wollen, sollten wir vielleicht Los...“ „Oh stimmt, du hast Recht!“ Ich legte meine Gabel und mein Messer weg, schluckte das letzte Stück Spiegelei runter und fragte: „Treffen wir uns am Eingangsportal? Oder weiß schon jemand von euch, wo die Verwandlungsräume sind?“
    „Nö, weiß ich leider nicht. Aber du kannst ja mal den da fragen“, sagte Cali und deutete auf Amos Diggory,
    ,, Der ist doch bestimmt nett und hilfsbereit.“
    Ich grinste. „Oh ja, das ist er.“
    “Ist das nicht der Tollpatsch, der gestern eine Ladung Essig abbekommen hat?“, fragte Chloe verwundert.
    “Essig?", wiederholte Cali verdutzt. Ich lachte. „Jaah... Also, wenn man bei unserem Zugang zum Gemeinschaftsraum etwas falsches macht, wird man mit Essig vollgeschüttet. Und als Amos Diggory - der Junge, auf den du gezeigt hast - uns gestern ganz lässig vormachen wollte, wie man Zugang zum Gemeinschaftsraum bekommt, hat er sich vertan und musste die Konsequenzen tragen... Ich geh ihn mal fragen.“ Ich lief zu Amos und tippte ihm auf die Schulter. „Du Amos, kannst du uns sagen, wo die Verwandlungsräume sind?“
    Amos fuhr herum. „Na Cecilia, gut geschlafen?" Er betonte 'Cecilia' mal wieder betont langsam. „Ausgezeichnet, danke der Nachfrage“, sagte ich und starrte ihn grimmig an.
    “Na, das ist ja schön. Also, wenn du zu den Verwandlungsräumen willst, musst du in den Ostflügel. Dritter Stock. Da sind sie alle.“ „Man Dankt“, sagte ich grinsend. „Bis demnächst.“ „Tschau.“ Amos winkte zum Abschied.

    3
    “Hast du alles, Chloe?“, fragte ich und sah sie an. Wir standen in unserem Schlafsaal und waren daran, unsere Sachen zu packen. Ich hatte Callisto und ihr erzählt, wie man zu den Verwandlungsräumen gelangt und wir wollten uns dort treffen.
    “Jip, ich denke schon. Wir können Los.“
    Wir machten uns auf den Weg und waren gerade die erste Treppe hinaufgelaufen, als wir Vanessa und Emily trafen. „Hey... Wisst ihr, wo die Verwandlungsräume sind? Wir haben nämlich keinen Plan“, sagte Emily und kratze sich am Kopf.
    “Ja, wir glauben zu wissen, wo er ist“, erwiderte Chloe. „Ein Fünftklässler hat es uns gesagt. Kommt mit.“ Wir liefen die Korridore entlang und Treppen empor, bis ich irgendwann die langen braunen Haare von Callisto erkannte. „Hi Cali, lange nicht gesehen, was?“
    “Oh ja furchtbar lange“, zwinkerte Cali und betonte 'furchtbar'. Ich grinste und fragte dann vorsichtig: „Du Cali, wollen wir nebeneinander sitzen? Also, wenn du mit jemanden aus deinem Haus zusammensitzen möchtest, versteh ich das natürlich auch, war bloß so eine Frage...“
    “Ja klar!“, rief Cali sichtlich erleichtert. „Ich bin heil froh, wenn ich nicht neben- oder in der nähe von Isabel und ihrer Läster-Beautyclique sitzen muss!“ Ich schmunzelte und entschuldigte mich dann bei Chloe. „Du, tut mir leid... Wir sitzen in irgendein anderem Fach nebeneinander, versprochen.“
    “Ach, kein Problem... Weil Emily und Vanessa wahrscheinlich nebeneinander sein wollen, kann ich mich ja zu Madeline setzen. Das wird ein Spaß“, meinte Chloe matt. Ich sah setzte einen Hundeblick auf und klopfte ihr aus die Schulter. „Du schaffst das, du bist doch stark! Ich glaub an dich.“ Chloe verdrehte die Augen. „Jetzt fühle ich mich wirklich besser.“ In dem Moment kam eine Hexe mit schwarze Haaren und einem schottengemusterten grünen Umhang durch den Korridor und schloss den Klassenraum auf. „Cali, wo wollen wir denn eigentlich sitzen?“, flüsterte ich. „Vorne, hinten, rechts oder links? Ich glaube, wenn wir nicht den allerschlechtesten Platz haben wollen, müssen wir uns einig sein, damit wir ein bisschen drängeln können....“
    “Am besten nicht nach vorne. Und auch nicht nach ganz hinten, denn das kommt doof rüber. Lass uns einfach den hier in der Mitte nehmen.2 Cali deutete auf den Tisch in der Mitte. „Alles klar“, sagte ich und ließ meine Tasche auf den Stuhl gleiten. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass Chloe sich den Tisch neben Cali und mir besetzte. Dann rief sie nach Madeline: „Du, Madeline, willst du dich nicht zu mir setzten? Wir werden bestimmt eine Menge Spaß zusammen haben, was?“ Den Sarkasmus in der Stimme und den grimmigen Blick in Chloes Augen übersehend, setzte Madeline sich neben Chloe. Ein bisschen konnte die Blondine einem wirklich leid tun, mit so einer langen Leitung geboren zu werden musste wirklich bitter sein. Ich packte meine Verwandlungssachen aus - das Buch und mein Zauberstab -, da rief Professor McGonagall: „Ruhe jetzt bitte, ich möchte beginnen!“ Während die Klasse langsam verstummte, fragte ich Cali noch hastig: 2Du Cali, wie steht's bei dir so mit Quatschen im Unterricht? Also findest du das eher doof, ist das dir egal, so lange man es nicht übertreibt oder ist das für dich überlebenswichtig?“ „Also auf der anderen Schule hab ich das ständig gemacht! Nunja... Vielleicht hab ich auch Glück mit meiner Lehrerin gehabt. Die hat nie was gemerkt. Also klar! Ich quatsche gerne. Aber wir sollten uns nicht unbedingt erwischen lassen.“ Cali grinste mich an. Ich kicherte leise. 2Nein, da hast du wohl Recht...“
    “Guten Morgen, Klasse“, ertönte die Stimme McGonagalls.
    “Guten Morgen Professor2, erwiderten wir im Chor.
    “Setzt euch bitte. Bevor ihr anfangt, in meinem Unterricht Unfug anzustellen, seid gewarnt: Die Verwandlungskunst gehört zu den schwierigsten Zaubereien, die ihr hier in Hogwarts lernen werdet. Wer sich nicht benimmt, wird rausgeschmissen und nicht mehr zurückkommen.“
    Mit dem leisesten Flüstern, das ich aufbringen konnte, murmelte ich zu Callisto hinüber: „Mensch, das war ja 'ne fröhliche Ansage. Mit der ist wohl nicht gut Kuchen essen...“ „Glaube ich auch“, hauchte Cali.
    “Nun, ich werde Ihnen jetzt demonstrieren, wo Sie einmal hinwollen.“ McGonagall schwang ihren Zauberstab und deutete dann auf das Lehrerpult, das sich augenblicklich in ein Schwein verwandelte. Nicht wenige schrien überrascht auf - und, gut, ich bin ehrlich, ich gehörte auch dazu. Ich lehnte mich zu Cali rüber. „Als ob sie Gedanken lesen könnte... Frag sie mal nach der Stunde, wie sie das gemacht hat! Und als Begründung erzählt du dir, dass du nur zwei Wesen mit einem ähnlichem Verstand wie ein Lehrerpult die Möglichkeit gewähren möchtest, ein hochwertigeres Gehirn auszukosten...“, flüsterte ich grinsend. Cali kicherte leise. „Wir werden jetzt aber mit etwas anderem anfangen. Das heutige Ziel ist es, ein Streichholz in eine Stecknadel zu verwandeln. Miss Underscourt, würden sie bitte die Streichhölzer verteilen?“ McGonagall deutete auf eine kleine Packung und Emily stand schüchtern auf. Cali beugte sich derzeit zu mir rüber. „Hey!", rief sie, "Wer es schafft, das Streichholz zu Verwandeln, der muss Professor McGonagall nach der Stunde fragen! Abgemacht?“Sie hielt mir die Hand hin. "Callisto Wright, Sie sind immer wieder für lustige Überraschungen zu haben, nicht war?", sagte ich grinsend und schlug ein. Emily war jetzt bei unserem Tisch angekommen und legte Cali und mir ein Streichholz auf unseren Platz. "Danke", sagte ich und fummelte mit dem Streichholz in der Hand herum. McGonagall erklärte uns jetzt, wie wir vorgehen sollten und das ganze klang so kompliziert, dass ich mir eigentlich schon ziemlich sicher war, am Ende nichts erfragen zu müssen. Und dann machten wir uns ans Werk. Ich rief die Zauberformel, schwang mein Zauberstab in einer Kreisbewegung und deutete dann auf das Streichholz. Nichts passierte. "Miss Twickson", sagte Professor McGonagall tadelnd, die jetzt auf einmal neben mir stand, "Sie bewegen ihren Zauberstab falsch. Sie müssen ihn nach hinten und anschließend nach vorne schwingen und nicht einfach nur eine Kreisbewegung vollführen. Sehen Sie, so!" Sie ließ ihren Zauberstab nach hinten und dann nach vorne gleiten, sprach dann ruhig die Zauberformel und augenblicklich verwandelte sich das Streichholz in eine Stecknadel. Dann wiederholte McGonagall die Bewegung, nur umgekehrt. Vor mir befand sich wieder ein Streichholz. Ich machte große Augen und versuchte es erneut - und wieder regte sich nichts. "Sind Sie sich sicher, dass Sie Schritt zwei beachtet haben?" Professor McGonagall deutete auf die große Tafel, an der in kleinen Buchstaben die einzelnen Schritte zur Verwandlung des Streichholzes angeschrieben waren. >Stellen Sie sich den Zielkörper ganz exakt bildlich vor<, stand da hinter einer leicht geschnörkelten zwei. "Oh", stieß ich hervor. Das hatte ich vergessen. Ich versuchte es abermals. Alle guten Dinge sind drei, heißt es doch so schön. Und diesmal passiertetatsächlich etwas: Der rötliche Teil des Streichholzes verformte sich leicht ründlich und vereinzelte Stellen verfärbten sich silbern. "Sieh mal Callisto, da ist was passiert! Hier, das sieht doch schon voll gut aus, oder? Was meinst du?"
    "Nicht schlecht Miss Twickson!", sagte Cali und ahmte McGonagalls Stimme ziemlich perfekt nach. "Ich würde mal sagen: Viel Spaß mit McGonagall, du Verwandlungstalent." Sie lachte und auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.
    "Wie darf ich das verstehen?", ertönte dann plötzlich die Stimme McGongalls. Wir fuhren herum. "Äh ... Ja, Professor, könnten Sie mir noch mal die Aufgabe erklären?", versuchte Callisto nicht ganz überzeugend vom Thema abzulenken. "Sie lügen schlechter als ein Schokofrosch, Miss Wright", sagte McGongall und zog die Augenbraun hoch. Ich versuchte die Lage zu entschärfen und sagte einschmeichelnd: "Nun Professor, es ist so, dass Callisto hier und ich sehr an Verwandlung interessiert sind und uns ihre Verwandlung vom Lehrerpult in das Schwein begeistert hat. Außerdem kennen wir beiden Wesen mit ähnlichem Verstand wie das Pult einen besitzt und wollten ihnen die Möglichkeit gewähren, in den Genuss eines so effektiven Gehirns wie das von einem Schwein zu kommen - Daher wollten wir Sie fragen, ob Sie uns das vielleicht nach dem Unterricht erläutern können, wie Sie das gemacht haben."

    4
    McGonagall musterte Cali und mich mit zusammengekniffenen Augen - und in dem Moment wusste ich, dass ich ein Schritt zu weit gegangen war. Ich erwartete eine Strafpredigt, die mit der meiner Mum, als ich einfach mit dem Besen von Dad ohne irgendwelche Schützer losgeflogen bin, Konkurrenz machen könnte. Doch McGonagall erwiderte nach einiger Zeit nur: "Das kann ich durchaus. Kommen Sie beide doch jeden Samstagmorgen in mein Büro, bis Sie es geschafft haben, denn ich denke, dass das weitaus mehr Zeit als eine 15 Minuten Pause in Anspruch nehmen wird."
    "Nunja ... Frau Professor, es ist dann doch nicht so wie es aussieht", sagte Cali und setzte ein Lächeln auf.
    "Sondern?", fragte McGonagll erwartungsvoll und zog die Augenbraun hoch.
    "Anders", sagte ich. "Also, ein bisschen Wahrheit steckt in unseren Aussagen schon - aber das war's dann halt auch. Es ging eigentlich um eine kleine Wette von pubertierenden Mädchen, nichts schlimmes also. Und ja - wir wollen nicht wirklich schon vorarbeiten, wenn wir doch diese Verwandlung sowieso irgendwann erlernen... Sie müssen also Ihre Freizeit wirklich nicht für uns opfern, Professor."
    McGonagll musterte Cali und mich und meinte dann: "Seid froh, dass ihr keine Gryffindors seit, sonst hättet ihr schon das Weite vor den Strafarbeiten gesucht. Ich sehe von einer Strafe ab, ziehe ihren Häusern allerdings jeweils 3 Punkte ab. Miss Twickson, da sie allerdings das Aussehen das Streichholzes schon in positive Richtung verändert haben, hätte ich Ihnen dafür ebenfalls drei Punkte verliehen. Ihr Haus gewinnt oder verliert also keinerlei Punkte."
    Ich atmete erleichtert auf, ich hatte schon gedacht, wir würden wirklich jeden Samstagmorgen zu ihr kommen müssen.
    Das Ende der Stunde nahte rasch und so machten Callisto und ich schnell, das wir aus diesem Raum rauskamen. "Puuh.... Das war ja mal was!", sagte ich matt.,, Mein Gott, mit der kann man nicht gut Kirschen essen", sagte Cali zustimmend. "Was haben wir jetzt eigentlich?" Sie fummelte ihren Stundenplan aus ihrer Tasche. "Pause!" Sie grinste. "Und danach... Och nö..." Das Grinsen war aus ihrem Gesicht gewichen. "Nicht noch eine Stunde Verwandlung!", seufzte ich theatralisch.
    ,, Sollen wir Lily und Sev suche gehen? Die sind bestimmt einsam ohne uns", schlug Cali lachend vor. "Da hast du Recht!", grinste ich zustimmend. „Aber können wir noch auf Chloe warten? Wer weiß, sonst denkt Madeline am Ende noch, dass Chloe etwas mit ihr zu tun haben will...“ „Ach stimmt!", rief Callisto, „Klar waren wir!"
    Chloe kam auch nach kurzer Zeit. "Also Ihr beiden, ich hab jetzt nicht wirklich jedes Wort verstanden, aber euer Streit mit McGonagall war klasse! Ehrlich, Gratulation zu der besten Diskussion und Wette mit einer Lehrerin!" Chloe grinste begeistert. "Man dankt", sagte ich zwinkernd. "Du Chloe, Cali und ich wollten mal ganz schnell zu Sev und Lily huschen, kommst du mit?" "Ach ja, klar komm ich mit. Hatte nicht vor, die fünfzehn Minuten zusammen mit der reizenden Madeline zu verbringen. Ehrlich, ich sag dir, dieses Mädchen treibt mich in den Wahnsinn! Sie bemalt ihren Tisch und fragt mich hinterher TAUSEND mal, was wir machen sollten und wie - ihr könnt euch nicht vorstellen, wie nervig das ist!" Ich legte meinen Arm und ihre Schulter und sagte aufmunternd: "Du arme... Aber Hey, du hast es schon eine Stunde überlebt! Wieso die anderen nicht auch? Und jetzt lass uns losgehen, sonst ist die Pause schon zu Ende." Wir machten uns auf die Suche nach Sev und Lily und fanden sie auch bald - zusammen mit Potter, Black, Lupin und noch einem Jungen, der allerdings ängstlich schien und offensichtlich gar nicht zu den anderen passte. "Schau an, schau an, Twickson, Wright und - noch irgendjemand. Was treibt euch her?", rief Potter. "Ach James", sagte Back tadelnd und setzte dann ein verführerisches Lächeln auf, "sei doch mal nicht so taktlos. Jetzt noch einmal ordentlich: Na ihr Süßen, wie gehts?" Ich ignorierte ihn einfach und ging weiter auf Lily und Sev zu. "Hey ihr beiden - wie war eure erste Stunde?"
    "Naja - wir hatten eben Geschichte der Zauberei. Nicht sehr spannend, sage ich dir. Aber wie war's bei euch?", fragte Lily.
    "Naja...", begann Cali, "Wir hatten Verwandlung und wir sollten ein Streichholz eine Stecknadel verwandeln. Dann bin ich irgendwie auf die dumme Idee gekommen und habe 'ne Wette mit Cec besiegelt: Wer es denn schafft, das Streichholz zu verwandeln, der musste McGonagall fragen, wie sie es denn geschafft hätte, das Lehrerpult - das ist übrigens der Zaubertrick, den sie euch wahrscheinlich auch noch zeigen wird - in ein Schwein zu verwandeln. Mit der Begründung, dass wir zwei Personen kennen, die ein Schweinegehirn nötig hätten, ihr wisst ja wen wir damit meinen oder?" "Oh ja, ich hab da so eine leise Ahnung...", sagte Chloe grimmig und deutete mit einem Kopfnicken in Richtung Potter und Black. "Redet ihr über uns, Püppchen?", rief Black. "Ihr könnt ruhig offen zugeben, dass wir sehr anziehend sind. Das kriegen wir ständig gesagt." "Verwechselt ihr da nicht irgendwas?", sagte ich. "Das Wort, was ihr meint, heißt 'abstoßend', nicht 'anziehend'. Aber das macht nichts, passiert schon mal, dass man das vertauscht." "Soll ich dich als Entschuldigung heimlich in meinen Schlafsaal schleusen, Süße?", fragte Black und grinste mich schelmisch an. "Nein danke", erwiderte ich zuckersüß. "Zeit ist Geld. Und ich stehe nicht so auf Billigobjekte." Black schien nicht zu wissen, worauf ich hinaus wollte. "Was heißt das denn jetzt?"
    "Das heißt", fauchte ich, "dass ich nicht so tief sinken werde, mich mit keinem Macho wie dir abzugeben, der jeden Tag mit einem neuen Mädchen flirtet. Und jetzt - danke für dieses tolle Gespräch, ich hoffe das nächste findet am St. Nimmerleins Tag statt. Bis dann." Ich drehte mich um und sah die anderen bittend an, mir zu folgen. Lily, Sev, Chloe und Cali taten das und wir liefen ziellos einen Gang entlang. "Ich hasse diese Angeber!", knurrte Sev. "Oh ja!", stimmte Lily zu, "solche Idioten!" "Kopf hoch Leute! Seht es doch mal Positiv: Jetzt kann unser Schuljahr nicht mehr langweilig werden." Cali lächelte aufmunternd. "Da hast du wahrscheinlich Recht... Oh, seht mal, in 2 Minuten geht es weiter! Wir müssen Los!", rief ich nach einem Blick auf eine große Wanduhr. "Stimmt!", sagte Chloe wenig begeistert. "Wir sollten uns auf den Weg machen. Bis nachher, Lily, Severus!" Und wir liefen den Korridor in Richtung Verwandlungsraum zurück.
    In der zweiten Stunde schrieben wir größtenteils, weshalb es uns wie eine Erlösung erschien, als es zur Pause klingelte. "Ich erwarte von Ihnen eine Rolle Pergament über häufige Fehler beim einfachen Verwandeln zur nächsten Stunde!", rief McGonagall noch, bevor wir alle durch die Tür verschwanden.
    "Ich glaube, Verwandlung wird nie zu meinen Lieblingsfächern gehören", sagte ich entgeistert, als Chloe, Callisto und ich den Korridor entlang gingen, den wir auch schon in der Pause zuvor benutzt hatten, um Lily und Sev zu finden. "Mh und dann noch eine Pergamentrolle!", stimmte mir Cali empört zu. "Wie war's eigentlich diese Stunde mit Madeline, Chloe?" "Wunderbar, wahrlich wunderbar." Chloe schnitt eine Grimasse, die uns erahnen ließ, dass Ironie eine große Rolle während ihrer Antwort spielte. "Die reizende Madeline meinte, mir in der Stunde einen lustigen Witz zu erzählen. Sagt der große Stift zum kleinen Stift: >Wachsmalstift!< Lustig, nicht wahr? Ja, das fand unsere Madeline auch. Die halbe Stunde hat sie damit verbracht, mir zu erklären, wie humorvoll das ist. Da musste ich ihr erstmal erläutern, dass gar keine Vorstellung von Humor besitzt. Ich weiß nicht warum, aber danach hat sie nicht mehr mit mir geredet und mir die ganze Zeit böse Blicke zugeworfen." "Warum wohl?", sagte ich sarkastisch und lachte. "Was haben wir jetzt eigentlich alle?" Ich kramte meinen Stundenplan hervor. "Also Chloe und ich haben jetzt Zauberkunst... Mit Gryffindor, also mit Lily! Und du, Cali?" Die Ravenclaw kramte in ihrer Tasche und zog den Stundenplan hervor. "Zaubertränke mit Severus." "Ahh ja... Oh seht mal, da sind die beiden ja!" Wir liefen zu Sev und Lily. "Na ihr beiden", sagte ich fröhlich. "Hallo", begrüßte uns Lily ebenfalls gut gelaunt. "Wir haben jetzt zusammen Zauberkunst, oder?" Ich nickte.
    "Super, dann sollten wir mal Los, was? Ich weiß schon, wo die Zauberkunsträume sind, ich hab vorhin Potter und Black darüber reden gehört. Treffen wir uns nachher vor der großen Halle? Okay, bis dann, Cali, Sev. Chloe, Cec, ihr könnt mir einfach folgen." Lily zwinkerte und bedeutete uns mit einem Fuchteln ihrer Hand, ihr hinterherzugehen. Ich Chloe und ich winkten noch Cali und Sev zu, die dieses erwiderten, und liefen dann Lily hinterher zum Zauberkunstraum.

    5
    Als wir den Raum betraten, fragte ich Lily leise, ob es für sie in Ordnung wäre, wenn ich in Zauberkunst neben Chloe und in den restlichen Fächern, die die Gryffindor und ich zusammen hatten neben ihr sitzen konnte. Lily nickte trotzdem glücklich und so konnte ich Chloe verkünden, dass sie in Zauberkunst nicht neben Madeline sitzen musste.
    Im Unterricht dann rief Professor Flitwick, ein kleiner Zauberer, der sich auf einen Bücherstapel stellen musste, um über das Lehrerpult zu sehen, nur unsere Namen auf und erklärte uns, was wir in Zauberkunst über das Jahr über machen würden. War also nicht wirklich aufregend.

    "Und, wie war's bei euch so?" Ich sah Callisto und Severus neugierig an.
    ,, Ging so, wir haben erstmal die Sicherheits Vorkehrungen durchgenommen und so. Nicht wirklich spannend. Und dann hat Professor Slughorn uns ein paar Zaubertrankzutaten gezeigt, das ist echt ekelig was da so drin ist. Aber ich glaube unserem Severus hier, hat's gefallen" Cali haute Sev auf die Schulter und lachte.
    "Ja, ich fand's sehr interessant", sagte dieser zurückhaltend aber begeistert lächelnd. "Na das ist doch schön. Habt ihr auch so großen Hunger wie ich?", fragte ich in die Runde und musste ein Knurren meines Magens unterdrücken. "Ohh ja", sagte Chloe, "lasst uns in die Halle gehen und was essen." Es erfolgte ein zustimmendes Nicken, wir betraten die große Halle und wir verteilten uns an die Haustische.

    Nachdem wir alle gesättigt waren, trafen wir uns wieder vor der Tür zur großen Halle. Ich hatte schon während dem Essen ein Blick auf den Stundenplan geworfen und erfreut festgestellt, dass wir jetzt eine Freistunde hatten. "Hi Leute - habt ihr jetzt auch eine Freistunde?", fragte Chloe, der ich meine Entdeckung vorhin auch gleich mitteilen musste.
    ,, Jaa, ich hab auch 'ne Freistunde", rief Callisto, "und danach hab ich... Oh mein Gott! Flugstunde!" Sie hüfte vor lauter Freude auf und ab. "Na, ihr habt es ja gut", sagte Lily verhalten. "Sev und ich haben keine Freistunde - wir haben Geschichte der Zauberei." "Ich hab gehört, das soll extrem langweilig sein", sagte ich fröhlich. Dann klopfte ich ihr aber auf die Schulter. "Dafür müssen wir heute abends noch zu Astronomie und die Sterne bewundern..."
    ,, Hey, Astronomie ist echt cool", warf Calliso ein und ratterte dann runter: "Es gibt echt eine Billiarde vieler interessanter Sterne. Manche Sterne sind soger relevanter als manche Menschen von nöten. Und wusstet ihr das Canis Majoris der hellste Stern am Nachthimmel ist? Er ist 25 mal heller als der Polarstern. Und soll ich euch verraten, wie dieser Stern Umgangssprachlich heißt?"
    Wir alle sahen sie leicht überfordert an.
    "Aber unbedingt", gluckste Lily.
    ,, Sirius! Einfach nur Sirius... Ist das nicht eine schöne Metapher? Was sich Blacks Mutter nur dabei gedacht hat?" Cali lachte und wir stimmten mit ein.
    Wir plauderten noch ein wenig, doch dann mussten Lily und Sev Los.
    "Jaah... Und was wollen wir jetzt so schönes machen?", fragte ich dann an Chloe und Callisto gewandt.
    ,, Keine Ahnung", sagte Cali nachdenklich, "Vielleicht könnten wir im Schloss rumlaufen und umsehen. Oder wir machen was anderes. Schlagt ihr was vor!"
    "Hm... Ah, ich weiß was! Wir können doch zu diesem See gehen! Mein Dad hat mir erzählt, da soll irgendwas großes drin sein..." Ich zwinkerte geheimnisvoll.
    ,, Oh man! Was dir dein Vater schon alles erzählt hat... Meiner macht aus allem eine Überraschung. Na egal... Lass uns los gehen. Alle hinter Cec her!" Callisto machte eine gespielt aufforderne Handbewegung und wir liefen lachend in Richtung See.

    6
    Dort angekommen, setzten wir uns alle ans Ufer. "Mensch Miss Widdershand, ich hätte Ihnen gar nicht zugetraut, dass sie sich ohne eine Sitzunterlage auf den Boden setzen! Sie könnten dreckig werden!", rief ich gespielt dramatisch zur grinsenden Chloe. "Oh schreck, Sie haben Recht!", stieß diese entsetzt hervor. "Wo ist mein Kissen?" Wir lachten abermals . Dann zog ich meine Schuhe aus und hielt den Umhang etwas höher, so dass ich ins Wasser gehen konnte, bis es mir bis zu den Knien ging.
    Dann ging es ganz schnell. Chloe kam von hinten angerannt, ich begriff zu spät, sie gab mir einen ordentlichen Schubser, ich verlor das Gleichgewicht und fiel ins Wasser.
    Chloe, die noch mit den Füßen im Wasser stand, lachte lauthals, als ich mich wieder mit klitschnassen Sachen erhob, doch als ich auf einmal auf sie zukam, sie packte und mit ihr ins Wasser stürzte, verging es ihr.
    Wir tauchten auf. "Doofe Kuh!", rief ich lachend und bespritzte Chloe mit einer gewaltigen Ladung Wasser. "Selber", grinste Chloe. Dann kamen wir langsam aus dem See und sofort fiel mein Blick auf unser nächstes Opfer: Callisto stand am Ufer und lachte sich ohne bösen Gedanken schlapp. "Miss Widdershand, würden Sie so nett sein und mir bei der Dame dort helfen?", murmelte ich grinsendend zu Chloe.
    "Mit Vergnügen."
    So stürmten wir auf Cali zu, die uns zu spät bemerkte und vergebens versuchte, uns zu entkommen. Wir zogen sie ins Wasser und stellten ihr ein Bein, so dass sie der Länge nach ins Wasser fiel.
    "Idioten", lachte Callisto, wurde doch durch Chloe unterbrochen: "W-Was ist das?" Sie deutete mit geweiteten Augen auf eine riesige Welle und ein darauffolgend auftauchendes riesiges Etwas. "Das", sagte ich und starrte auf das Tier, "ist wohl der Krake."
    "Krass", entfuhr es Chloe.
    "Kannst du laut sagen... Hey, wer traut sich, den Versuch zu starten, den Kraken an den Tentakeln zu streicheln?" Ich sah in die runde.
    ,, Glaubt ihr nicht, das kann gefährlich werden?", fragte Callisto zögernd.
    "Das ist es ja."
    "Mhm... Mach du doch am besten, du hast es ja auch vorgeschlagen!", meinte Chloe.
    Ich hob die Hände. "So war das jetzt eigentlich auch nicht gedacht."
    "Naja, jetzt ist es aber so. Los, mach schon!", rief meine Bettnachbarin grinsen.
    "Na gut..." Eine Grimasse schneidend patschte ich Schritt für Schritt weiter ins Wasser, das eher langsam tiefer wurde. Als mir das Wasser bis zur Hüfte stand und das Tier nur noch ungefähr 30 Meter von mir entfernt war, rief ich so laut ich konnte: "Hey Krake, wie gehts?" Der Krake drehte sich etwas und suchte nach dem Ursprung der Stimme. Dann fiel sein Blick auf mich. Er stieß ein seltsames Geräusch aus, dann schwamm er langsam auf mich zu. Automatisch ging ich ein paar Schritte zurück. "Ähm... Ja, also, du brauchst doch bestimmt mal eine schöne Massage unter deinen tollen Tentakeln, oder? Jaah also dann komm mal her, aber denk dran, ich tue dir nichts, ok? Gut." Der Krake hielt und strekte langsam alle Tentakeln von sich. Ich ging wieder einen Schritt vor und bewegte meinen zitternden Arm zögernd in Richtung Krake. Jetzt konnte ich den stoßweise gehenden Atem hören. Meine Hand berührte die glitischige Haut des Kraken. Ich zuckte kurz zusammen, als der große nach meinem Beginn mit der Massage ein Knurren ausstieß. Doch anscheinend genoss er es nur.
    Fünf Minuten massierte ich den Tentakel noch, dann zog ich mich langsam zurück.
    "So, wer will als nächstes?", stieß ich dann bei Chloe und Cali angekommen hervor. Callisto marschierte langsam los und kam dem Kraken näher.
    Für sie gab es jetzt kein zurück mehr. Der Krake beobachtete uns immer noch.
    ,, Hi", hörte ich Cali ihn begrüßen, als sie direkt vor ihm stehen blieb. Sie fuhr gerade die Hand aus, um den Tentakel zu streicheln den ich zuvor massiert hatte, da zuckte er seinen Tentakeln ruckartig in die Höhe und ließ ihn mit einem Platscher zurück ins Wasser gleiten. Eine kleine Welle mit Wasser bespritzte Callisto. Anscheinend hatte er wohl keine Lust, weiter befummelt zu werden. Doch zu unserer Überraschung hielt er plötzlich einen anderen Tentakel direkt vor die Nase der Ravenclaw. Callisto glitt mit ihrer Hand über die Spitze des Tentakels von dem Kraken. Cali begann seine Saugnäpfe zu kitzeln und er fing rhytmisch zu Zucken an. Dann ertönte wieder das wohlklingende Knurren, das auch schon vorher zuhören war. Callisto zog sich zurück. "Komisches Gefühle, oder? Jetzt muss nur noch Chloe...", sagte ich, als Cali bei uns angekommen war. "Ähm...", erwiderte diese, "Nichts lieber als das Leute, aber wenn ihr so wie ich eine noch intakte Uhr hättet, dann wüsstet ihr, dass wir in genau zwanzig Minuten Unterricht haben. Und - ich meine okay, es ist eure Entscheidung, aber ich würde das schon gerne machen - wir müssen noch unsere Sachen wechseln, vielleicht auch haare trocknen."
    "Oh stimmt, Mist! Am besten jeder rennt zu seinem Gemeinschaftsraum und tut, was er muss. Vielleicht lassen wir es auch weg, uns zu treffen, Chloe und ich haben jetzt nämlich Kräuterkunde. In Ordnung? Dann Los!" Und Callisto, Chloe und ich spurteten los.

    7
    "Wo wart ihr so lange?"
    "Lange Geschichte."
    "Miss Twickson, Mister Snape? Vielleicht unterhalten Sie sich lieber nach dem Unterricht", erklang die sanfte aber doch tadelnde Stimme meiner Hauslehrerin. Sev und ich drehten uns ruckartig um, sahen Professor Sprout verlegen an und nickten.
    "Nun gut.. Wo war ich gleich stehen geblieben? Ahja, genau, bei unseren zielen für dieses Jahr. Im ersten Vierteljahr beschäftigen wir uns mit..." Doch ich hörte nicht mehr zu sondern wendete mich an Sev und erzählte ihm flüsternd unser Pausenerlebnis.

    In der stunde passierte nicht mehr viel. Als es klingelte, liefen Sev, Chloe und ich zur Pausenhalle, wo Callisto und Lily schon warteten.
    "Und, hast du's noch pünktlich geschafft, Cali? Chloe und ich waren zehn Minuten zu spät..."
    ,, Also wir kamen auch zu spät", sagte Callisto, "aber unsere Lehrerin Madam Hooch war auch nicht ganz pünktlich."
    ,, Ja, das war ein Glück. Sie hat nämlich gesagt, dass sie von ihrer Klasse vor uns noch einen Klatscher einfangen musste", warf Lily ein.
    ,, Naja, jedenfalls war die Flugstunde der-absolute-Wah-nsinn! Es ist sooo toll zu fliegen. Und ich hab immer gedacht, Quidditch sei langweilig. Ich hab mich ja so geirrt! Im nächsten Schuljahr versuch ich in die Hausmannschaft zu kommen. Aber ich glaube unsere "besten" Freunde, Potter und Black, versuchen das auch..."
    ,, Jaja Cali jetzt hohl erstmal Luft", unterbrach Lily den Redefluss von Callisto, denn diese vergaß völlig, Pausen während ihres Vortrags zu machen. Ich kicherte leise.
    Callisto atmete einmal tief durch und sagte dann:,, Hey und ich hab noch eine Neuigkeit! Ihr habt doch bestimmt schon mal diesen pummeligen Jungen gesehen, der immer der Rasselbande von James hinterher dackelt oder?"
    "Jup. Was ist mit dem?", fragte ich neugierig.
    ,, Sein Name ist Peter Pettigrew und, ob ihr es glaubt oder nicht, er ist gar nicht so übel wie die anderen. Okay er macht auch kaum was, außer sie zu bewundern. Ist eben so ein Typischer Mitläufer. Sehr begabt war er auf dem Besen allerdings nicht. Ist geschätzte 10 mal runtergefallen. Wir hatten den einen oder anderen Wortwechsel. Aber immer, wenn ich mich mit ihm Unterhalten wollte, kam Black an und meinte -"
    Lilly unterbrach Callisto und äffte (ziemlich gut) Black nach: "Peter und Callisto sitzen aufm Baum, knutschen rum-"
    ,, Ja, ist gut Lily", sagte Callisto, "ich denke die anderen wissen, was gemeint ist. Irgendwann treibt mich Black noch in den Wahnsinn..."
    Lily kicherte.,, Jetzt mal genug von uns. Wie war 's eigentlich bei euch?"
    "Ach, da gabs nichts besonderes. Wir waren zwar zehn Minuten zu spät, aber die Sprout ist ziemlich nett. Wir haben nicht mal punkte abgezogen bekommen!", sagte ich grinsend. "Aber wer weiß, wie Abigail Hastings drauf ist, deshalb sollten wir jetzt vielleicht langsam aber sicher zu Verteidigung gegen die dunklen Künste losgehen, oder?"
    "Oh stimmt, wir müssen wirklich los", sagte Chloe nach einem Blick auf ihre Uhr nickend.

    8
    “Hallo Kinder!", begrüßte uns Professor Hastings zu Beginn des Unterrichts.
    "Hallo Professor Hastings", leierten wir im Chor zurück.
    "Setzt euch bitte, ihr lieben. Ich bin - wie wahrscheinlich unschwer zu erkennen ist - eure neue Lehrerin in Verteidigung gegen die dunklen Künste. Mein Name ist Abigail Hastings und ich bin 21 Jahre alt."
    Ein Murmeln ging durch die Reihen. Auch ich flüsterte verdutzt an Callisto und Chloe (es gab dreier-Bänke im Verteidigungsraum) gewandt: "21 Jahre und schon graue Haare?"
    Und die hatte sie auch wirklich. Allgemeinen sah Professor Hastings aus wie eine ältere Dame: Sie war klein, kurvig und stabil - und dann noch die grauen Haare. Einzig und allein das noch so gut wie faltenfreie Gesicht ließ erahnen, dass die Frau noch relativ jung sein musste.
    ,, Vielleicht raucht sie ja oder so?", vermutete Callisto.
    "Stimmt, das kann sein. Frag sie doch mal!", sagte Chloe leise und fieß lächelnd.
    ,, Auf keinen fall! Ich hab keine Lust dass sie das merkt, so wie McGonagall" Callisto grinste vielsagend.
    Professor Hastings klatschte in die Hände. "Könnte ihr vielleicht bitte nicht so laut reden? Ich kann ja verstehen, dass ihr meine Haarfarbe lustig findet, aber bitte konzentriert euch jetzt auf den Unterricht.
    Oder habt ihr noch Fragen zu meiner Person?"
    Ich meldete mich.
    "Miss - ähm..."
    "Twickson, Professor."
    "Okay, dann Miss Twickson?"
    "Also das ist jetzt nicht böse gemeint - aber rauchen Sie?"
    Die Klasse brach in Gelächter aus.
    Professor Hastings lächelte. "Nein", erwiderte sie sanft, "Ich schätze, ich hatte einfach Pech mit meinen Haarpigmenten."
    "Jetzt wissen wir's", flüsterte ich zu Cali.
    ,, Respekt!", zischelte sie. "Wenigstens ist sie nett. Mir ist gerade fast das Herz stehen geblieben. Ich dachte schon wir kriegen wieder Hauspunkte abgezogen! Gilderoy wird ja so unerträglich, wenn er herausfindet wer Ravenclaw zum Punktverlust verholfen hat!"
    "Okay, dann wäre das geklärt. Sonst noch Fragen?", meinte Professor Hastings laut.
    Ich wandte mich flüsternd an Cali: "Kannst du Sie vielleicht fragen, wer ihre Lieblingsquidditchmannschaft ist? Wenn ich mich noch einmal melde, kommt das doof...“
    Callisto hob den Arm und sagte: "Ja! Professor, hier ich, hätte da noch 'ne: Welche ist ihre Quidditch Lieblingsmannschaft?"
    "Ihr habt Fragen!", lachte Professor Hastings. "Aber um deine zu beantworten: Das sind die Montrose Magpies."
    "Hust - Erfolgsfan - Hust", hauchte ich.
    "So, jetzt aber wirklich genug von mir. Heute wollen wir uns erstmal in dieses Fach hineinfinden, schlagt deshalb bitte die Seite 7 in eurem Buch auf." Das taten wir, allerdings quatschten dabei so gut wie alle.
    Ich meldete mich plötzlich, denn ich hatte bemerkt, dass mit der Hastings ganz gut Kirschen essen war.
    Diese hob eine Augenbraun. "Ja, Miss Twickson?"
    "Was halten Sie eigentlich von den Holyhead Harpies, Professor?"
    Die Lehrerin sah mich verdutzt an. "Naja, allgemein verfolge ich Quidditch nicht so, wie das vielleicht der ein oder andere tut. Deshalb habe ich generell nichts gegen andere Mannschaften."
    "Achso... Wie finden Sie eigentlich Euince Murray? Sie ist ja die wohl berühmteste Spielerin der Magpies', oder?"
    "Jaah, da haben Sie wohl Recht, Miss Twickson. Ich persönlich finde Sie ganz sympathisch, hab sie schon einmal bei einer Autogrammstunde kennen gelernt."
    Vereinzelt waren in der Klasse von den echten Quidditch-Kennern ein paar Lacher zu hören. Auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen und meinte: "Echt? Eigentlich dachte ich, Murray wäre schon in den vierzigern gestorben. Berichtigen Sie mich, wenn ich falsch liege, aber wenn Sie 21 sind und wir uns gerade in den siebzigern befinden - dann können Sie sie doch gar nicht kennen gelernt haben, oder?"
    Jetzt lachte auch der Rest der Klasse, da er nun verstanden hatte, was an Hastings Antwort so komisch war.
    Die grauhaarige lief putterrot an und kratzte sich am Hinterkopf.
    "Ach stimmt - ähm, da habe ich wohl wen verwechselt. Jaah, aber jetzt lasst uns doch bitte weitermachen, ja? Gut, also wer ließ den ersten Abschnitt -?" Das Klingeln der Pausenglocke unterbrach Professor Hastings. "Nun, okay, dann machen wir das nächstes mal. Diese Stunde war eine Kennlern-Stunde und ihr bekommt auch keine Hausaufgaben auf. Bis nächstes mal!"

    "Wenn ihr mich fragt, taugt die Hastings gar nichts. Aber gut so, dann Lernen wir nicht so viel und ich denke, wir werden noch viel Spaß mit ihr haben, nicht wahr?" Ich grinste hämisch, während wir den Korridor entlangliefen.
    ,, Nachdem du sie über Murray aufgeklärt hast, tat sie mir irgendwie schon ein wenig leid", meinte Callisto.
    "Mhm", machte Chloe und zuckte mit den Schultern. "Armes Würstchen. Versucht cool zu sein, scheitert aber bei jedem Versuch kläglich." Wir liefen weiter und bogen nach einem Gemälde von zwei kleinen dicken Zauberern rechts ab.
    "Wenn ich mich recht entsinne, haben wir - also Chloe und ich - jetzt eine Freistunde! Was habt ihr?", fragte ich plötzlich.
    ,, Wir haben jetzt Kräuterkunde mit Gryffindor!" Callisto grinste zu Lily, die es erwiderte.
    "Ich hab jetzt auch eine Freistunde", sagte Severus.
    Ich lächelte. "Super! Treffen wir uns dann mit euch nachher hier wieder?"
    Lily nickte. "Können wir machen."
    "Okay. Dann bis nachher und viel Spaß in Kräuterkunde!"
    "Besten Dank, den werden wir wohl haben."

    9
    Severus, Chloe und ich sahen uns an und keiner wusste, was er sagen sollte. Dann unterbrach ich die Stille. "Ähm - ja. Eine Idee, was wir machen wollen?"
    Chloe zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung - weißt du was?"
    "Nee... Und - ähm Severus - wenn du lieber mit deinen Slytherin-Kumpels abhängen willst, versteh ich das -", setzte ich an doch der schwarzhaarige schüttelte bestimmt den Kopf. "Nein, Nein, mit denen kann ich auch noch später was unternehmen."
    Ich strahlte ihn an. "Okay, toll! Mhm, was können wir aber machen? Ah, Wir könnten in den verbotenen Wald gehen!"
    "Ach, ich weiß nicht", meinte Chloe zögernd, "Ich will eigentlich nicht gleich am ersten Schultag von der Schule fliegen."
    Ich zwickte ihr in die Seite. "Na gut, unser kleines Streberlein will kein Risiko eingehen - Wollen wir uns vielleicht einfach noch ein wenig im Schloss umsehen? Vielleicht gibt es hier ja Geheimgänge oder so..."
    Severus Augen blitzten auf. "Meinst du wirklich? Das wäre ja cool!"
    "Oh ja, ich stell mir schon vor, wie wir am Ende so mitten in eine Lehrertoilette platzen, wo gerade Dumbledore seine Geschäfte erledigt...", meinte Chloe nüchtern.
    Ich lachte auf und trat gegen ihren Fuß. "Warum musst du nur immer so optimistisch sein?"
    Chloe zuckte nur grinsend mit ihren Schultern. "Ist so 'ne Angewohnheit."

    Wir liefen wahllos durch die Korridore, wobei wir hinter jedem Wandvorhang luchsten und versuchten durch das Antippen von irgendwelchen Mauersteinen einen Geheimgang zu entdecken - blieben allerdings bis auf weiteres erfolglos. Wir stiegen jetzt eine Treppe hinab und bogen nach links ab - und kamen an dem Stilleben vorbei.
    "Hey!", rief ich, "Wir sind beim Eingang zu unserem Gemeinschaftsraun!"
    "Gut beobachtet, Twickson", meinte Chloe anerkennend.
    "Haha", erwiderte ich matt, "sehr witzig. Also Severus, wenn du wissen möchtest, wie du in unseren Gemeinschaftsraum willst -", ich zwinkerte ihm geheimnisvoll zu, "Dann bekommst du jetzt die Möglichkeit dazu."
    Severus lehnte sich nach hinten und tipperte nebenbei - ohne es selbst richtig zu bemerken - auf einer Banane im Stilleben rum.
    "Lass mal sehen", sagte er schließlich grinsend, immernoch mit den Geräusche im Hintergrund, die Severus durch das ständige entlangfahren und klopfen über die Banane mit seinen Fingern verursachte.
    "Okay, pass mal schön auf." Ich klopfte jetzt gegen das zweite Fass. Beim vierten Mal wurde ich jedoch plötzlich durch ein hohes Gackern und Kichern unterbrochen. Überrascht stoppte ich meine Hand und sah in Richtung Ursprung der Lärmquelle: Severus war erschrocken von dem Stilleben zurückgewichen und starrte auf die Banane, die allen Anscheins nach lachte. "Ach du lieber Himmel!", murmelte Chloe, als sich plötzliche eine Türklinke auf dem Gemälde bildete.
    Severus wurde jetzt aufgeregt. "Krass!", rief er und starrte begeistert auf die Türklinke. "Ich wette, da ist ein richtiger Geheimgang hinter!"
    "Ja, lass uns -", setzte ich an, doch dann setzte meine böse Vorahnung vom Vorabend ein: Das Fass spreitzte auf und ich wurde mit Essig bespritzt, schließlich hatte ich ja nur viermal geklopft.
    Einen Moment war es still und man hörte nur, wir Essig von meinem Körper auf den Boden tropfte, dann brachen Chloe und Sev in Gelächter aus, in das ich sehr bald einstimmte.
    Wir lachten uns noch wenig schlapp, wurden dann aber wieder ernst und aufgeregt. Severus ging zum Stilleben und drückte die Türklinke herunter.
    Wir staunten nicht schlecht, als Chloe, Sev und ich uns plötzlich in der Schulküche befanden. Vor uns standen die vier Haustische in der selben Anordnung wie in der Großen Halle und im hinteren Teil befand sich die richtige Küche. Überall wuselten Hauselfen - wir hatten selbst zu Hause eine, Helga - herum.
    Wir standen nur staunend da, bis uns eine kleine schlanke Elfe bemerkte und auf uns zu kam.
    "Hallo Misses und Mister. Wie kann Milly behilflich sein?"
    "Ähm - eigentlich nicht - oder warte! Habt ihr vielleicht Schokolade oder irgendwas kleines süßes?", fragte ich neugierig.
    "Selbstverständlich, Miss. Milly holt ihnen was." Milly rannte wieder in die Küche und kam etwas später mit einem Korb voller Kekse und Schokoladenstückchen.
    "Oh danke", sagte ich verlegen und nahm den Korb entgegen, "so viel hätte es doch nicht sein müssen. Wie funktioniert das ganze hier eigentlich?"
    "Milly und die anderen machen das Essen und stellen es dann auf den Tisch, Miss. Und dann taucht es mithilfe von Magie in der selben Form auf den Tischen in der großen Halle auf."
    "Cool."
    "Ja, Miss."
    "Okay... Wir gehen dann mal wieder. Danke für die Süßigkeiten."
    "Gerne, Miss."
    Chloe, Sev und ich traten wieder auf den Korridor.
    "Ich glaube", sagte Chloe grinsend, "diese Banane wird uns in Zukunft das Leben sehr erleichtern."
    Severus lächelte auch. "Oh ja, stellt euch vor, wir können jeden Tag hierher und essen und trinken, was wir wollen!"
    "Das müssen wir unbedingt den anderen erzählen!", rief ich begeistert. "Die werden staunen."
    Wir liefen weiter und kamen am Eingang der großen Halle an, wo Cali und Lily schon warteten.
    "Ihr glaubt nicht, was wir eben entdeckt haben!", kündigte ich an.
    "Was denn?", hakte Lily neugierig nach und wir erzählten ihr die ganze Geschichte.
    "Ach deshalb siehst du so ... Nass aus!", meinte Lily lachend und fuhr dann fort: "Aber das ist ja echt der Wahnsinn! Echt gut, dass ihr das gefunden habt!"
    "Jup. Aber wie wars eigentlich bei euch? Irgendwas neues von Potter und Co.?"
    ,, Also, die Kräuterkundestunde war eigentlich ziemlich trocken", antwortete Callisto. "Wir haben nicht viel gemacht, nur beredet mit welchen Pflänzchen wir uns dieses Jahr herum schlagen werden. Anscheinend war das James und Sirius zu langweilig... und... und haben mir jeweils eine Handvoll Erde über meinen Kopf geschüttet! Lily ist verschont geblieben, ich glaube du hast ein Verehrer.
    Also, wenn ihr mich Entschuldigt, dann werde ich jetzt duschen gehen!"
    Erst jetzt fiel mir auf, wie dreckig Callisto eigentlich war - auf ihrem Schulumhang waren braune Flecken und in ihren Haaren klebten und hingen noch einzelne kleine Erdklumpen. Sie stapfte zornrot davon.
    "Das war 'ne gute Idee von ihr, ich glaube, ich muss mich auch mal waschen. Treffen wir uns zum Abendbrot wieder? Dann hat jeder noch ein bisschen Zeit für sich, zum Briefe schreiben oder so...", schlug ich vor.
    Sev nickte. "In Ordnung."
    "Okay, dann bis nachher!"

    10
    Im Schlafsaal essigfrei angekommen, duschte ich schnell und schrieb meinen Eltern und Henry, dass ich leider doch nach Hufflepuff gekommen bin, ich schon Freunde gefunden habe und alles hier total aufregend ist. Dann schmiss ich mich kurz auf mein Bett und ruhte mich aus.
    “Cec?"
    Ich drehte mich um und sah in das Gesicht von Chloe.
    "Mhm?", machte ich nur, da ich noch ein bisschen schläfrig war.
    "Es ist gleich Abendbrotszeit."
    "Schon?"
    "Nein, weißt du, ich verarsche dich nur. Natürlich, du Dumpfbacke."
    "Na gut, okay." Ich erhob mich von meinem Bett und kämmte noch schnell meine Haare.
    Chloe und ich liefen zur großen Halle, wo Lily, Sev und Cali schon warteten.
    "Ihr seid Bummelletzter", grinste Lily. "Also erster von hinten", ergänzte Chloe lachend. "Wollen wir?" Wir nickten und betraten die schon rappelvolle große Halle.
    Wenn man an die Decke schaute, sah man den Himmel, der gerade einen orangefarbenen Ton annahm. Die Haustische waren schon fast alle komplett besetzt, nur hier und da konnte man noch Lücken erkennen und auch die Lehrer waren schon alle da.
    Chloe, Callisto, Sev, Lily und ich liefen jeweils zu unseren Haustischen, wobei Cali und ich sozusagen "Rücken an Rücken" saßen.
    Dann erschien das Essen - und es war wieder so prachtvoll, vielseitig und Lecker wie am Vorabend, auch wenn vielleicht die leckere Eiscreme fehlte. Ich stürzte mich sofort auf die getoasteten Toasts (ja, ich weiß, klingt ein wenig doppelgemoppelt) und klatsche mir Schinken und Ketchup darauf.
    "Sieht nicht schlecht aus, dein Essen", meinte Vanessa Miller, die neben mir saß.
    "Finde ich auch", sagte ich grinsend und fügte dann mit einem Blick auf ihr Spiegelei und Vollkornbrot hinzu: "Deins aber auch nicht."
    "Mhm, ich LIEBE Spiegel- und Rührei! Auch wenn das meine Mum mittlerweile ziemlich verrückt macht, wenn ich sie jeden Tag danach frage." Vanessa lächelte bei dieser Erinnerung.
    Ich biss jetzt von meinem Toast ab - und es schmeckte göttlich!
    Als ich fertig mit Essen war, drehte ich mich zu Callisto um und tippte ihr auf die Schulter. "Na, schmeckt's?"
    Callisto kaute auf, um nicht mit vollen Mund zu sprechen, dann antwortete sie grinsend:,, Sehr gut! Also ich glaube 'Callisto die Vorkosterin' hat gerade Hogwarts einem Preis für das beste Essen übergeben."
    "Kann ich vollkommen nachvollziehen", lachte ich zustimmend.
    Nach einer Weile hatten auch Chloe und Callisto aufgegessen und wir gingen langsam in Richtung Ausgang. Dort warteten wir, bis Lily und Sev kamen, was nach zwei Minuten auch geschah: Die beiden kamen mit vor Zorn putterrotem Gesicht angestampft.
    "Was'n euch über die Leber gelaufen?", fragte ich belustigt.
    "Potter und Black!", stieß Lily wütend hervor. Ich murmelte ein leises >Wer auch sonst?< in mich hinein, was ansonsten aber keiner hörte.
    “Diese arroganten Affen!", schimpfte auch Sev und Lily fuhr fort: "Da rufen die Idioten doch: >Hey Schniefelus!<, tippen Sev auf die Schulter, kippen ihm ein Glas Orangensaft über den Kopf, als er sich umgedreht hat und lachen sich dann halb schlapp!"
    Das mag sich böse anhören, aber bei Sevs fettigen Haaren bemerkte man den Orangensaft nur bei näherem Hinsehen.
    Callisto zuckte mit den Schultern.,, Was soll man sagen." Sie seufzte.,, Mach dir nix drauß, Sev. Dumme haben auch mal gescheite Gedanken, sie merken es nur nicht." Callisto klopfte Severus auf die Schulter und wischte dann unauffällig den Orangensaft, den sie an den Händen hatte, an ihrem Umhang ab.
    Severus rang sich ein Lächeln ab und murmelte dann: "Ich werde duschen gehen. Treffen wir uns morgen zum Frühstück wieder hier wieder?"
    "Können wir machen", sagte Chloe und wir anderen nickten.
    "Dann gehen wir jetzt also alle unsere Wege? Okay, dann euch allen eine gute Nacht!"

    Im Schlafsaal zogen Chloe und ich uns nur schnell, stiegen ins Bett, wünschten den anderen eine Gute Nacht und fielen in ein tiefen Schlaf.

    11
    So, das wär´s mal wieder... Wir hoffen, es hat euch gefallen und war nicht all zu langweilig.
    Und an alle Callisto-Fans: Ihr werdet spätestens im nächsten Teil auf den Geschmack kommen! ; )

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