Sturmsterns Geschichte

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14 Kapitel - 3.872 Wörter - Erstellt von: Goldfeder - Aktualisiert am: 2015-09-19 - Entwickelt am: - 411 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

"...Einst sprach die Katze ihr Urteil, und du entscheidest, ob es Segen oder Fluch ist..." Tausendstern, der weise, alte Anführer des Schneeclans, stirbt ausgerechnet auf der großen Versammlung und lässt seine Nachfolgerin Sturmpfote, seinen Clan, den Wiesenclan und den Fuchsclan ratlos wie noch nie zurück. Doch zusammen mit Pfeilstern und Schleichstern erlernt die junge Sturmpfote, die gerade mal acht Monde alt ist, alles, was eine echte Anführerin wissen muss...

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    Prolog

    Der alte Kater mit dem grauen Fell suchte mit seinen grasgrünen Augen den Rand der Lichtung ab. Er war naiv genug gewesen, herzukommen, aber er müsste mehr herausfinden, bis es Zeit war. Zeit zu sterben. Er wusste bereits, dass sein Todestag bald kommen würde, und seit Generationen gab es im Schneeclans keinen 2. Anführer mehr, selbst er hatte als junger Krieger um seinen Anführerposten kämpfen und sogar morden müssen. Er wurde durch ein leises Knacken um Gebüsch aus seinen Gedanken gerissen und setzte sich mit gespitzten Ohren auf. Ein breitschultriger Kater mit schwarzem Fell und weißen, blinden Augen tauchte aus einem dichten Brombeergebüsch auf, streckte nacheinander alle Beine und kam dem Wartenden immer näher. "Tausendstern... Wie ich mich freue, dass wir und vor deinem Tod noch mal sehen." Er klang freundlich, doch in seiner Stimme erkannte Tausendstern pure Ironie. "Wetten, du kannst es gar nicht abwarten, bis ich zum Sternenclan gehe, und wieder viele Katzen beim Kampf um den neuen Anführer sterben?", fauchte er. Hass flackerte in seinen grünen Augen und er fletschte die Zähne. "Aber nein doch, mein Lieber.", höhnte der Fremde, "Sie kommen freiwillig." Und er lachte ein so boshaftes Lachen, dass es bald wie ein Fauchen klang und es selbst den erfahrenen Anführer Tausendstern Angst machte. "Es ist genug, Dämmerstern, genug für immer!", sagte er eisig, und seine Stimme war voller Hass. "Na wenn du meinst...", sagte Dämmerstern, wandte sich ab und verschwand elegant im Gebüsch. Tausendstern setzte. Wie sollte er die Rangkämpfe, die sich durch viele Generationen zogen, ein für allemal beenden? Es gab nur einen Weg: Er musste morgen Nacht bei der großen Versammlung vor allen Katzen seinen Nachfolger verkünden. Doch wen? Er ging zu einer Pfütze, schaute bedächtig hinein und im Wasser wurden die Umrisse einer Katze sichtbar. Breit gebaut, grüne, intensive Augen und feuerrotes Fell. Es war Ewigfeuer, der schon mehrmals sein Leben für den Clan riskiert hatte. Aber irgendwas reizte Tausendstern so sehr, dass Ewigfeuers Bild verblasste und an seiner Stelle ein kleiner, reinweißer Kater erschien, der ihn mit einem durchdringlichen Blick aus seinen eisblauen Augen kritisch musterte. Seidenpelz. Aber Tausenstern bezweifelte, dass ihn alle als Anführer nahmen, und aus Seidenpelz' Bild verschwomm. Doch plötzlich erschien das Bildnis einer jungen, grau-schwarz-weiß getupften Kätzin. Es war Sturmpfote, doch sie war zu jung und zu unerfahren. Aber bei ihr hatte er das Gefühl, etwas gefunden zu haben. Doch auch ihr Bild verschwand wieder. Und die ganze Nacht lang träumte Tausendstern weiter und sah sich im Traum viele Katzen an, die geeignet wären, doch tief in seinem Inneren hatte er seine Entscheidung schon längst gefällt...

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    "Blaumeise, Löwenzahn, Singvogel, Veilchenschnauze, Seidenpelz, Spinnenfell, Kristallkralle, Nebelherz, ihr kommt mit auf die große Versammlung, außerdem Nachtpfote, Leuchtsteinpfote, Tintenpfote und Sturmpfote." Tausensterns Miauen hallte durch die Dämmerung, als er verkündete, wer mit zu Versammlung durfte. "Was ist mit mir?" Ein feuerroter Kater mit grasgrünen Augen war aus der Menge getreten. "Was ist mit mir?", wiederholte er. "Du nicht, Ewigfeuer. Du warst auf den letzten viel Versammlungen dabei.", sagte Tausenstern bestimmt. Gekränkt verzog sich Ewigfeuer wieder in seinen Bau, als sich die genannten Katzen hinter Tausendstern aufstellten und sich auf das Gehen vorbereiteten...
    Sturmpfote war aufgeregt. Das war jetzt ihre zweite Aufforderung, mit zur Versammlung zu gehen, aber sie fühlte sich wie noch nie dagewesen. Tintenpfote redete fröhlich mit Leuchtsteinpfote, er prahlte vor Sturmpfotes bester Freundin, wie gut er im Jagen war und wie er einmal gegen einen Wiesenclankrieger gekämpft hätte. Als ob, dachte sie bei sich. Also ging sie zu Nachtpfote, der sie freundlich anblinzelte. Er war ein wenig schüchtern, aber zu ihr immer freundlich. "Hey.", schnurrte sie. "Hallo!", begrüßte er sie stürmisch und plapperte weiter. "Freust du dich auch schon auf die große Versammlung?" "Ich habe ein bisschen Angst...", gab Sturmpfote zu. Bei dem großen, pechschwarzen Kater fühlte sie sich wohl, und sie konnte mit ihm über alles reden. Sie spürte, wie er ihr leicht mit dem Schweif über den Rücken Strich und fühlte sich gleich selbstsicherer. Nun kamen auch Tintenpfote und Leuchtsteinpfote zu ihnen herüber und sie unterhielten sich, bis es dunkel wurde und Tausendstern zum Aufbruch rief...

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    Die Krieger legten ein ziemliches Tempo vor, und Sturmpfote brauchte ihre komplette Energie, um mit ihnen mitzuhalten. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass sie völlig erschöpft auf der großen Lichtung ankam und sich erst ein Mal setzen musste. Sie sah, nicht weit von sich entfernt, Leuchtsteinpfote und Tintenpfote sitzen, die sich die Zunge gaben, und freute sich umso mehr, als Nachtpfote kam und sich leicht an sie schmiegte. Da begann Tausendstern, der zwischen Pfeilstern und Schleichstern stand, zu reden. "Lieber Schneeclan, lieber Fuchsclan, lieber Wiesenclan. Jeder Krieger weiß, dass es im Schneeclan keinen 2. Anführer gibt. Und alle wissen sicherlich, dass jede Generation viele Katzen sterben, weil sie Anführer werden wollten und anfingen, um das Amt zu kämpfen. Das soll sich jetzt ändern, und da ich nicht mehr lange zu leben habe, werde ich nun einen neuen Anführer ernennen, der sofort auf dieser Versammlung einen zweiten Anführer wählen muss. Ich habe lang nachgedacht und meine Wahl fiel auf...
    ...
    ...
    ...-Sturmpfote!
    Die junge Kätzin schreckte auf. "Was!", rief Pfeilstern empört, "Dass ist doch ein schlechter Witz!" "Möchtest du den Willen des Sternenclans anzweifeln, Pfeilstern?", erwiderte Tausendstern. "N-Nein, aber-..." "Bitte nehmt sie als eure neue Anführerin. Sternenclan, bitte billigt meine Wahl!", jault Tausenstern. Und in dem Moment schlägt aus dem klarem Himmel ein heller Blitz in Tausendstern, er bricht tot zusammen und es wird still. Alle Katzen legen sich ehrfürchtig auf den Boden, nur Sturmpfote steht noch, und wegen der plötzlichen Stille hörte man sie flüstern: "Leb wohl, Tausendstern." Da hebt Nachtpfote den Kopf, steht langsam auf und ruft: "Sturmstern! Sturmstern!" Und die anderen Clans fallen ein. Die junge Sturmstern wird zu den zwei anderen Anführern auf den Felsen gedrängt und die Menge jubelt ihr zu, bis Pfeilstern mit einem Schwanzschnippen Ruhe gewährt. "Sturmstern ist jung, ich weiß.", ruft er in die Nacht. "Aber Schleichstern und ich werden ihr alles vermitteln, was ein guter Anführer braucht." Seine Stimme hallt in der klaren Luft wieder, die Katzen unter ihnen sind mucksmäuschenstill. Nur eine leichte Brise weht durch die Baumkronen, die leise rascheln. "Sie muss einen zweiten Anführer wählen!", jault jemand aus der Menge. Sturmstern schaut vorsichtig den Hang hinab und sucht. Da findet sie die Katze und sagt: "Die zweite Anführerin wird Goldfeder sein!" Die goldgelb getigerte Katze schaut erstaunt zu ihr hoch und erwidert: "Es ist mir eine Ehre." "Hiermit ist die große Versammlung beendet!", ruft Schleichstern, "Fuchsclan, folgt mir!" "Der Wiesenclan kommt mit mir!", sagt Pfeilstern deutlich. "Der Schneeclan mit mir...", flüstert Sturmstern leise. Doch ihr Clan redet munter weiter, bis Goldfeder schreit: "He! Sturmstern hat gesagt, wir gehen!" Diese wirft ihr einen dankbaren Blick zu und kraxelt unbeholfen den Hang hinab, rutscht ab und macht sich auf den schmerzhaften Aufprall bereit, jedoch wird ihr rasanter Fall gebremst, als sie in eine flauschige, schwarze Katze hineinkracht, in Nachtpfote. "Glückwunsch!", schnurrt er, während Sturmstern sich aufrappelt und schüttelt. "Mein Abgang war nicht ganz so würdevoll wie der der Anderen...", murmelt sie scherzhaft. "Das wird schon noch.", entgegnet Nachtpfote und Seite an Seite laufen sie zurück ins Schneeclanlager...

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    Als sie im Lager ankommen, fallen Nachtpfote und Sturmstern in ihre weichen Nester im Schülerbau. Kurz bevor Sie eindösten, kam Goldfeder herein und stupste Sturmstern kurz mit der Schnauze an. "Hey, du musst doch ab jetzt im Anführerbau schlafen!", schnurrte sie belustigt. Diese rappelte sich auf und lief träge hinter Goldfeder her. Tausensterns Bau war ein alter Dachsbau, der aber eine hohe Decke hatte und ungeheuer geräumig war. Es roch noch schal nach ihrem Vorbesitzer, doch Sturmstern war so müde, das sie sich in dem bequemen, gut gepolsterten Nest noch einmal umdrehte und dann einschlief...

    Am nächsten Morgen wachte sie erst auf, als die Sonne schon tief am Himmel stand. Goldfeder kam auf sie zu. "Oh, du bist wach.", stellte sie überrascht fest. "Um die Patrouillen habe ich mich bereits gekümmert, und ich dachte, dass du vielleicht Hunger hast..." Sie zog hinter sich eine fette Wühlmaus hervor. Doch Sturmstern war kein bisschen hungrig. "Danke, ich esse sie später...", nuschelt sie und Goldfeder dreht sich um. "Ach ja...", begann sie, "Meinst du nicht, dass Nachtpfote, Leuchtsteinpfote und Tintenpfote bereit sind, Krieger zu werden?" "Oh, ja, ich werde mit etwas überlegen...", murmelte Sturmstern, doch Goldfeder war schon verschwunden. Gedankenverloren trug sie die Wühlmaus in ihren neuen Bau und überlegte sich Kriegernamen für die drei Schüler. Da rief eine tiefe Stimme vom Eingang her: "Sturmstern? Ich bin's, Pfeilstern, und ich habe Schleichstern dabei. Können wir reinkommen?" "Klar!", antwortete Sturmstern munter. Ihre Müdigkeit verflog und sie wurde ein wenig aufgeregt. "Na? Schon beschäftigt?", fragte Schleichstern, während er und Pfeilstern sich neben Sturmstern hinkauerten. "Ich muss mir Namen für Nachtpfote, Tintenpfote und Leuchtsteinpfote ausdenken...", seufzte sie. "Wie wäre es denn mit Tintenohr?" Das kam von Pfeilstern. "Und Leuchtsteinfell?" Schleichstern. "Und Nachtsturm?", frage Sturmstern. "Klingt gut.", antworteten beide im Chor. "Dann Rufe ich jetzt den Clan.", meinte sie und tappte aus ihrem Bau. Sie stellte sich auf einen niedrigen Baumstumpf in der Mitte des Lagers und rief: "Alle Katzen, die Baute machen können, mögen sich versammeln!" Und im nu wimmelte es in der Lagermitte nur so von Katzen. "Wir haben uns hier versammelt, um drei Schüler zu ernennen. Sie haben hart gearbeitet, um das edle Gesetz der Krieger zu erlernen. Nachtpfote, Tintenpfote und Leuchtsteinpfote, tretet vor!" Tintenpfote sauste an den beiden anderen vorbei und stellte sich dicht vor den Baumstumpf. Leuchtsteinpfote hüpfte mehr, als dass sie lief, und Nachtpfote bewegte sich so würdevoll und selbstsicher wie noch nie. "Tintenpfote, versprichst du, dass du das Gesetz der Krieger achten wirst und den Clan mit deinem Leben beschützt?", miaute Sturmstern. "Ich verspreche es.", sagte er rasch. "Gut, von nun an wirst du Tintenherz heißen. Der Sternenclan ehrt deinen Ehrgeiz und deine Treue und wir heißen dich als vollwertiger Krieger im Schneeclan willkommen." Sie berührte seine Schulter mit ihrer Schnauze und er trat zurück. "Leuchtsteinpfote, versprichst du, dass du-..." "Ich verspreche es!", miaut sie hastig. Ein Raunen geht durch die Menge. "Von nun an wirst du Leuchtsteinfell heißen. Der Sternenclan ehrt deine Schnelligkeit und dein Geschick und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin im Schneeclan willkommen.", schließt Sturmstern ab und legt auch ihr die Schnauze auf die Schulter. Dann holt sie tief Luft. "Nachtpfote.", schnurrt sie, als er ihr einen warmherzigen Blick zuwirft. "Versprichst du, dass du das edle Gesetz der Krieger achtest und den Clan mit deinem Leben beschützt?" "Ich verspreche es!", sagt er so edel wie noch nie. "Nachtpfote, von nun an wirst du Nachtsturm heißen." Sturmstern fängt Nachtsturms warmen Blick auf, neigt den Kopf und leicht ihn sanft an der Schulter. "Danke.", miaut sie und lässt sogar zu, dass Nachtsturm ihr in den Anführerbau folgt. Sie legen sich nebeneinander auf die Erde. "Hast du auch schon gemerkt, was zwischen Leuchtsteinfell und Tintenherz läuft?", fragt er sie. "Ja, aber ich hoffe, er bricht ihr nicht das Herz...", murmelt Sturmstern verlegen. Nachtsturm fängt an, ihr Fell zu lecken, und sie schließt die Augen und fällt mit einem letzten Blick hinaus in die letzte Abendröte in einen tiefen, traumlosen Schlaf...

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    Die nächsten Monde passiert recht wenig, abgesehen davon, dass Sturmstern, die inzwischen älter geworden ist, regelmäßig Besicht von Schleichstern und Pfeilstern bekommt. Goldfeder hat Junge bekommen, Sturmstern vermutet, dass der Vater der Jungen Ewigfeuer ist. Doch jetzt zieht Streifenblume Weizenjunges und Feuerjunges zusammen mit ihren eigenen Jungen Ginsterjunges, Tigerjunges und Wolkenjunges auf. Goldfeder macht ihre Sache so gut wie eh und je. Tintenherz ist jetzt der Gefährte von Leuchtsteinfell, und man sieht schon deutlich, dass diese trächtig ist. Sie kommt gerade vorbei, als Sturmstern sie anhält. "Hast du Lust auf einen Spaziergang?", fragte sie. "Na logo!", antwortete Leuchtsteinfell und die beiden Kätzinnen liefen durch die Heidebarriere in den lichten Wald. "Ich muss dir etwas gestehen.", fing sie zögerlich an. "Ich-ich erwarte Junge von Tintenherz." "Das ist hervorragend!", freut sich Sturmstern. "T-tut es eigentlich weh?", fragte sie dann. "Was denn?", erwiderte Leuchtsteinfell. "Na das... Mit den Jungen und so halt...", druckste Sturmstern herum. "Ach so, naja ein bisschen, aber ich liebe Tintenherz, und das ist es allemal wert.", miaut sie ernst. "Wieso?" "Naja ich hab das Gefühl das Nachtsturm auch gerne Junge hätte..." "Ist doch kein Problem.", meint die Freundin, "Wer ist denn die glückliche Kätzin?" Sturmstern braucht lange, um zu antworten.
    "..-ich...", flüstert sie...

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    Leuchtsteinfell schnappt hörbar nach Luft. "Aber- du kannst keine Junge kriegen!", keuchte sie, "Dein Clan braucht dich!" "Ich weiß!", maunzte Sturmstern verzweifelt, "Ich will ihn halt nicht enttäuschen..." "Wenn er dich wirklich liebt, wird er das verstehen!", erwiderte sie und Sturmstern fühlte sich gleich getröstet und gestützt. Dann gingen die zwei Kätzinnen zurück ins Lager, wo schon eine große Katzenschaar um etwas ringte, dass Sturmstern nicht sehen konnte. "Lasst mich durch!", rief sie energisch. Sofort machten die Anderen eine Gasse, die den Blick freigab auf Feuerjunges, Goldfeders Junges, und Brombeerblüte, die Heilerin des Schneeclans. Goldfeder selbst Beute sich ebenfalls über das feuerrote Junge, und Ewigfeuer tigerte ungeduldig um die Drei herum. "Was ist hier geschehen?", fragte Sturmstern gebieterisch. "Sturmstern, gut das du da bist!", ächzte Ewigfeuer. "Feuerjunges atmet nicht mehr, und Brombeerblüte gibt ihr Bestes, aber sie regt sich nicht!" Seine Stimme wurde immer hysterischer und am Ende kreischte er fast. Da blickte Brombeerblüte auf und schüttelte traurig den Kopf. "Tot.", verkündete die junge Heilerin betrübt. "Sie ist tot.", jaulte Ewigfeuer in den klaren Himmel. "Unsere Tochter ist tot!" Da kam Goldfeder angeschlichen und legte ihm ihren Schweif über die Schultern. "Lass uns noch kurz Zeit mit ihr alleine.", bat sie Sturmstern. Diese rief: "Lasst Ewigfeuer und Goldfeder allein um ihr Junges trauern!" Die Katzen zerstreuten sich wieder, und Brombeerblüte ging in den Heilerbau, um das Begräbnis vorzubereiten. Da kam Goldfeder angerannt und neigte den Kopf vor Sturmstern. "Kann ich dich um einen Gefällen bitten?", fragte sie traurig. "Immer.", kam die Antwort. "Unsere Tochter Feuerjunges wollte unbedingt Schülerin werden, doch sie bekam niedrige Gelegenheit. Kannst du sie jetzt ernennen?" Sie warf Sturmstern einen flehenden Blick zu. "Mach ich.", sagte diese und nickte.
    "Ich versprechs..." ...

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    "Von nun an soll Feuerjunges Feuerpfote heißen, und ihr Mentor wird Tausendstern sein. Leb wohl, Feuerpfote. Wir werden dich niemals vergessen." Und wie von selber begann der Clan zu jubeln, trotz dieser traurigen Situation. Feuerpfote selbst war bereits begraben, auf dem Hügel lagen bunte Blumen, Lavendelzweige und Minzblätter. Ihre Eltern lagen neben ihrem Grab und hatten die Schnauze in der Erde vergraben. Sturmstern schickte nach der Zeremonie alle weg, und Goldfeder und Ewigfeuer gingen auch, die 2. Anführerin teilte die Patrouillen ein und schickte Ewigfeuer, Tintenherz und Knochenmond, die schwarz-weiße Kätzin mit den weißen Augen auf die Jagd. Da lugte Leuchtsteinfell aus der Kinderstube. Sie würde bald werfen. "Wer möchte mit zur Grenzpatroullie?", rief Goldfeder. Da kamen Nachtsturm, Bachmond und Sternschnuppe angerannt. Die beiden waren zwei Monde älter als Nachtsturm, Bachmond, blaugrau mit bernsteinfarbenen Augen, einer der besten Kämpfer im Clan und Sternschnuppe mit ihrem weiß-gold getupftem Pelz im Laun kaum zu erkennen. "Geht schon mal vor...", bat Nachtsturm, "Ich komme nach." Bachmond nickte und sie preschten der Jagtpatroullie hinterher. Nachtsturm jedoch kam aus Sturmstern zu, drängte sie sanft in ihren Bau und sie schmiegte sich in sein warmes, weiches Fell. Er rollte herum, bis sie hab auf ihm drauflag. Und dann passierte 'es'. Sie spürte ein Ziehen und darauf ein warmes Gefühl im Bauch. Und so machten sie weiter, bis Nachtsturm sich von ihr löste und sagte: "Grenzpatroullie..." Er zwinkerte und verschwand. Sturmstern rollte sich herum, stand auf, streckte sich und ging sich beim Frischbeutehaufen eine Amsel holen. Stunden wurden zu Tagen, Tagen zu Monden, und nach einem Mond zeichnete sich Sturmsterns Bauch deutlich von ihrem restlichen Fell ab. Da bekam sie wieder Besuch von Schleichstern und Pfeilstern. Sie kamen jetzt nur noch ab und zu, um nach dem Rechten zu sehen. "Alles klar?", fragte Pfeilstern verschmitzt und warf einen Blick auf Sturmsterns Bauch. Auch Schleichstern war er anscheinend nicht entgangen, doch er hatte weniger Verständnis und sagt: "Du musst einen Ersatz finden!" ...

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    Später am Tag stand Sturmstern wieder auf dem Baumstumpf und rief die Katzen zu einem Treffen zusammen. "Es ist schon viele große Versammlungen her, dass ich so jung Anführerin geworden bin. Doch auch ich werde älter, und so kam es, das ich jetzt trächtig bin." Sie machte eine kurze Pause. "Und wer ist der Glückliche?", rief eine Stimme aus der Menge. Sturmstern suchte ihren Besitzer. Seidenpelz. "Nachtsturm.", sagte sie und Seidenpelz lachte höhnisch auf. Da traut Nachtsturm selbst aus der Menge auf und baute sich vor Seidenpelz auf. "Was ist denn daran so lustig?", herrschte er ihn an. "Naja, ich finde ja, sie hat was Besseres verdient als dich!", faucht der gehässig. "Seidenpelz, es ist genug!", sagt Sturmstern bestimmt. "Nein, ist es nicht. Ich hätte dir alles geben können, Sturmstern, ich habe mich dir immer angeboten. Und zwar nicht, damit du jetzt Junge von diesem Mäusehirn gebärst!" Nachtsturm schlug ihm krachend die Pfote ins Gesicht, Knochen knackten und Blut spritzte. Seidenpelz wurde gegen eine Hecke geschleudert, die seinen Fall abbremste und er reglos zu Boden glitt. Brombeerblüte kam herbeigeeilt. Sie betrachtete ihn kurz, dann rief sie: "Nur bewusstlos!", und schliff ihn zusammen mit Goldfeder und Sternschnuppe zum Heilerbau. "Was hast du getan?", fuhr ich ihn an. Der selbstsichere Ausdruck in seinem Gesicht wich der Unsicherheit. "Er hat dich beleidigt!", verteidigte er sich. "Du hast ihn k.o geschlagen!", quietsche ich empört. Doch unser Gespräch wurde von Leuchtsteinfells Miauen gestört. Sturmstern ist als Erste bei der Kinderstube und sieht ein kleines, graues Junges in ihr Moosnest rutschen. Sie selber verzieht schmerzvoll das Gesicht. "Brombeerblüte!", rufe ich. "Nein, bin beschäftigt!", tönt es zurück. "Leuchtsteinfell kriegt ihre Jungen!", schreie ich ungehalten. "Nein...", haucht sie. "Das wars, nur eins." "Oh, okay.", murmelte Sturmstern. Brombeerblütes Gesicht erschien im Eingang. "Wie ich sehe, ist alles klar bei euch?" "Ja, danke.", sagte Sturmstern. "Hier ist etwas Borretsch.", zwinkerte Brombeerblüte und legte drei lange Blätter neben Leuchtsteinfells Nest. Nach einem harten Tag lege ich mich wieder in mein Nest und merke kurz vor dem Einschlafen, wie sich Nachtsturm neben mich legt...

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    3 Monde später... Sturmstern liegt mit ihren vier Jungen Nebeljunges, Kratzjunges, Falkenjunges und Kugeljunges in der Kinderstube des Wiesenclans. Nachdem Nachtsturm Silberjunges und Meerjunges getötet hatte, verstieß sie ihn und er wurde zu Nacht, dem Streuner bei dem alten Zweibeinerbau weit weg vom Wiesenclan. Sie zog zu Pfeilsterns Clan und erwartete bald darauf Junge von ihm...

    10
    1 Mond später.
    Sturmherz (ehem. Sturmstern) liegt träge in ihrem Nest neben dem von Pfeilstern im Anführerbau. Ihre Jungen wurden zu Kriegern, und Pfeilstern ernannte sie zur zweiten Anführerin...

    11
    4 Monde später...
    Sturmherz wird krank und kriegt grünen Husten. Doch der neue Heilerschüler Kugelherz (ihr Junges) findet ein neuen Fleck, wo Katzenminze wächst. Brombeerblüte wird zur Ältesten...

    12
    2 Monde später...
    Sturmherz bekommt einen Schüler: Siebenpfote.
    Pfeilstern bricht sich den Knöchel...

    13
    Siebenpfote wird zu Siebenschweif. Schleichstern greift den Wiesenclan an und tötet Pfeilstern, der sein letztes Leben lebte. Kurz danach stirbt auch Sturmherz bei einem Kampf mit einem Streuner...

    14
    Danke, dass ihr die Geschichte bis zum Ende gelesen habt:)
    Ich hoffe, sie hat euch gefallen. Schreibt doch bitte einen Kommentar zur Verbesserung und was euch gut gefallen hat. Habt ihr einen Lieblingscharakter? --> Kommentare ;)
    Lg Goldfeder

Kommentare Seite 1 von 1
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Silberglanz ( 49.74 )
Abgeschickt vor 307 Tagen
Schaut vorbei wenn ihr Lust habt:
http://www.testedich.de/quiz40/quiz/1458561332/Die-vergessenen-Clans
Lg Silberglanz
Schattenstern & Klippensprung & Flamm ( 6.225 )
Abgeschickt vor 459 Tagen
Der Anfang und so ist top! Aber das Ende... :(
Sonnenbriese ( 1.231 )
Abgeschickt vor 471 Tagen
Ich fände die Idee eigentlich gut,jedoch fand ich es am Ende echt [BEEP] das Nachtsturm zum Verräter,Sturmstern umzog usw!
Also ist die Geschichte nicht so toll!
Glutsturm, Rehpfote &co. ( 30.87 )
Abgeschickt vor 491 Tagen
Hey, die Geschichte ist voll cool! Du hast witzige Namen benutzt und es war eine coole Idee eine Schülerin zur Anführerin zu machen! Applaus!
Gigi ( 5.197 )
Abgeschickt vor 491 Tagen
Also, ich finde die Geschichte wirklich gut, die Namen sind außergewöhnlich und ich mag deinen Schreibstil. Bloß am Ende, wo du nur noch kurze Zusammenfassungen geschrieben hast, fand ich es nicht sooo toll, aber vielleicht kannst du das ja nachträglich noch ein wenig umschreiben?
Mein Lieblingscharakter ist auf jeden Fall Tausendstern, Dämmerstern finde ich auch irgendwie cool.