Feuer und Eis- Ihr Schicksal

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1 Kapitel - 3.416 Wörter - Erstellt von: Akemi Mizuki - Aktualisiert am: 2016-07-06 - Entwickelt am: - 1.388 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Prinzessin Eleonora kommt aus dem Reich des Eises. Sie wird zwangsverheiratet mit dem Prinz aus dem Reich des Feuers. Seit die Welt denken kann, bekriegten sich die beiden Reiche bis aufs Blut. Mit der Geburt der Prinzessin war das Schicksal beider Reiche besiegelt. Durch ihre Heirat würden beide Reiche für immer verbunden sein. Doch Eleonora kann den Prinzen Lucian nicht leiden. Er war einfach zu temperamentvoll. Bis der Tag kam, an dem sie sich entscheiden musste. Schicksal oder Freiheit?

Das ist ein Teil des 4. Kapitels

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    Kapitel 4 Müde und mit verquollenen Augen wachte ich auf und drehte mich auf die Seite. Chloé stand vor dem Schrank und zog mir ein hellgraues Kleid
    Kapitel 4

    Müde und mit verquollenen Augen wachte ich auf und drehte mich auf die Seite. Chloé stand vor dem Schrank und zog mir ein hellgraues Kleid heraus, das komplett aus Spitze bestand. Mühsam setzte ich mich auf und fühlte mich furchtbar. „Guten Morgen Prinzessin, wie fühlt Ihr Euch?“ Chloé kam lächelnd auf mich zu und legte das Kleid auf mein Bett. „Ganz gut“, log ich und ging ins Bad. Seitdem wir hier waren, hatten Chloé und ich noch nichts zusammen unternommen. Heute würde ich es ändern, sagte ich mir und sah in den Spiegel. Meine Augen waren rot und leer. Dunkle Ringe zierten sich unter ihnen und ließen sie glasig wirken. Meine Lippen waren noch geschwollener, als sonst und meine Haut war im Allgemeinen sehr gerötet. Vielleicht hatte ich ja Fieber? Nein … es lag am vergangenen Abend. Vorsichtig strich ich mit den Fingerspitzen über meine Lippen. Sie waren sehr empfindlich und prickelten. Auch wenn ich wütend, traurig und enttäuscht war, wollte ich seine Lippen wieder auf meinen spüren. Es war ein so aufregendes Gefühl und als ich daran dachte, zitterte mein Körper plötzlich. Schnell spritzte ich mir eiskaltes Wasser ins Gesicht und versuchte klare Gedanken zu bekommen. Chloé klopfte an und kam mit dem Kleid herein. Sie half mir in das Kleid hinein und machte mir mein Haar zurecht. Das Kleid schmiegte sich eng um meinen Körper und betonte die richtigen Stellen. Ich fand es sehr hübsch. Chloé kam mit einer Diamantenbesetzten Kette und legte sie mir um den Hals. Mein Haar war mit Spangen nach hinten befestigt, fiel aber in schweren Locken über meinen Rücken, bis hin zu meiner Hüfte. „Das Frühstück müsste jetzt bereit sein“, sagte Chloé und brachte mich bis zu meiner Türe. „Kommen Sie mit mir, Chloé?“ Mein Blick war flehentlich, genau wie meine Stimme. „Ihr wisst doch, dass ich auf meinem Zimmer essen muss, Prinzessin. Ich bin nur eine Bedienstete“ Sie lächelte mich entschuldigend an und öffnete die Tür.
    Auf dem Weg zum Frühstück hätte ich mich am liebsten gedrückt und wäre zurück in mein Zimmer gegangen. Einige Dienstmädchen gingen an mir vorbei und grüßten mich freundlich, was ich erwiderte, auch wenn ich mich lieber verkrochen hätte. Der König und Lucian saßen schon am Tisch und unterhielten sich leise. Als ich hineintrat, verstummten sie sofort und blickten mich an. Der König blickte mich ruhig, mit einer gewissen Autorität an, während Lucian mich verführerisch angrinste. Ich musste mich neben Lucian setzen. „Guten Morgen, Nora. Wie habt Ihr geschlafen?“ Er warf mir einen verschmitzten Seitenblick zu. „Ganz gut“, sagte ich und die Kälte meiner Stimme war beinahe greifbar. Er bemerkte meine Stimmung und runzelte die Stirn. Während des Frühstücks redete keiner von uns und ich versuchte mich zu beeilen, um vor Lucian zu flüchten. Ich hatte keine Lust über den Kuss von vergangenen Abend zu reden. „Das Frühstück war vorzüglich Eure Majestät“, sagte ich und machte einen Knicks, um mich zu verabschieden. Er nickte mir zu und ohne Lucian eines Blickes zu würdigen, verließ ich den Saal. Ich entschloss mich in den Garten zu gehen und etwas zu spazieren.
    Draußen strahlte die Sonne. So viele Gerüche hingen in der Luft, Vögel flogen über meinem Kopf und zwitscherten fröhlich. Ich ging auf ein Beet voll Blumen zu. Ich kannte sie nur von Bildern, denn bei uns wuchsen keine Pflanzen. Vorsichtig beugte ich mich nach vorne und roch an einer. Der Duft war betörend und schwer. Ich konnte mich noch immer nicht an den Anblick der grünen Pflanzen, den bunten Blumen und den wilden Wäldern gewöhnen. Es war so atemberaubend. Ich setzte mich aufs Gras und schloss die Sonne. Sie war zwar sehr warm, aber der kühle Wind machte es angenehmer draußen zu sitzen. Lange Zeit saß ich dort bis ein lauter Knall mich aus der Ruhe brachte. Sofort öffnete ich die Augen und entdeckte Ritter, die auf das Haupttor zuliefen. Was war dort los? Schnell stand ich auf und ging auf den Tumult zu. Männer kämpften gegen die Ritter und einige schafften es durchzuschlüpfen. Sie rannten auf mich zu. Ich kramte mein Kleid hoch und rannte in den Garten. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals und das Einzige, was ich dachte, war zu flüchten. Mit meinen hohen Schuhen ging es nicht wirklich und es dauerte nicht lange, bis ein Absatz im Gras stecken blieb und ich hinfiel. Etwas knackte in meinem Fuß und trieb mir Tränen in die Augen. Als ich mich umdrehte, sah ich, wie die Männer mit Messern auf mich zuliefen. Schreiend versuchte ich aufzustehen und weiterzulaufen, aber ich kam nicht hoch. „Die Prinzessin!“, rief jemand, aber es war zu spät. Als ich dachte, einer der Männer würde mir jetzt sein Messer in den Kopf rammen, passierte nichts. Vor stand jemand mit erhobenem Schwert. Lucian? Er rammte sein Schwert in den ersten Mann, dann in den Zweiten und beim Dritten hielt er es ihm an die Kehle. „Eure Hoheit, ist alles in Ordnung?“ Einige Ritter standen jetzt bei uns und blickten auf die Leichen nieder. Tränen liefen mir aus Schreck und Panik über die Wangen und der Schmerz in meinem Knöchel machte es auch nicht besser. „Nehmt ihn mit zum Verhör und beseitigt diesen Zwischenfall!“, befahl Lucian und wandte sich dann an mich. „Nora, ist mit Euch alles in Ordnung?“ Seine Augen waren angestrengt zusammengekniffen. Er hatte zwei Menschen kaltblütig getötet, als wäre es nichts gewesen. Ich bekam kein Wort heraus und begann zu schluchzen. Wieso wollten diese Männer mich töten? Lucian kniete sich zu mir hinunter und wollte mir die Tränen wegwischen, doch ich zuckte zurück. Seine Augen verdunkelten sich und er ließ sein blutverschmiertes Schwert auf den Boden gleiten. Vorsichtig nahm er mich in seine Arme und trug mich ins Schloss. Seinen Wachen rief er noch zu, sein Schwert zu reinigen. Mein Körper zitterte heftig unter den Tränen, die ich vergoss. Er legte mich auf ein Bett und unter den Schleier der Tränen, die sich über meine Augen gelegt hatte, erkannte ich sein Zimmer. „Euer Knöchel ist verstaucht“, murmelte er und zog meine Schuhe aus. Mein Atem verließ nur stockweise meine Lungen und verzweifelt versuchte ich mich zu beherrschen. Etwas Kaltes wurde auf meinen Knöchel gelegt und sofort wurde der Schmerz weniger. Lucian tauchte neben mir auf und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Nora“, flüsterte er und sein Blick war tief unglücklich. „Es tut mir leid, dass Ihr das mitansehen musstet“, sagte er leise und bedauernd. „Ruht Euch aus“, flüsterte er. Das war wohl die beste Idee, die er seit langem hatte.
    Nach wenigen Stunden wachte ich vollkommen verwirrt wieder auf und sah mich um. Das Zimmer wurde nur von dem Feuer des Kamins erhellt. Gerade, als ich aufstehen wollte, entdeckte ich Lucian, der an einem Tisch stand und sich über etwas beugte. Vorsichtig setzte ich mich auf und erweckte Lucians Aufmerksamkeit. Sofort durchquerte er den Raum mit langen, schnellen Schritten und stand in wenigen Sekunden neben dem Bett. „Nora“, sagte er atemlos und half mir, mich richtig aufzusetzen. Er legte eine Hand an meiner Stirn und strich dann über meine Wange. Ich wusste nicht mehr was geschehen war und nach einiger Überlegung fiel es mir wieder ein. „Ihr … Ihr habt zwei Männer getötet, ohne mit der Wimper zu zucken“, flüsterte ich und war von dieser Erkenntnis schockiert. „Ich musste Euch schützen, Nora“, murmelte er und sah mir tief in die Augen. „Was wollten diese Männer?“ Ich bangte vor der Antwort. Lucian wandte den Blick ab und nahm meine Hand gedankenverloren. Ich entzog sie ihm und suchte seinen Blick. Er sollte mir sofort erklären, was los war. „Nun … Ihr wisst ja, dass wir sehr lange Krieg geführt hatten. Es gibt Rebellen, die nicht mit der Vereinigung unserer Reiche einverstanden sind und setzen alles daran, unsere Hochzeit zu verhindern. Sie … haben versucht Euch zu töten, um einen neuen Krieg zu entfachen“ Er wich meinem Blick noch immer aus. Da steckte wohl noch mehr dahinter und er wollte es mir nicht verraten, das erkannte ich daran, dass er noch immer nicht meinen Blick erwiderte. Plötzlich liefen mir Tränen über die Wangen und tropften auf meine Hände. Er blickte mich an und stand plötzlich auf. Statt wegzugehen, setzte er sich neben mich und legte einen Arm um meine zarten Schultern. „Wieso wollen sie das tun?“, murmelte ich und warf ihm kurz einen Blick zu. „Es ist kompliziert“, sagte er kurz und mit einem scharfen Unterton. Zum ersten Mal seitdem ich hier war, weinte ich wegen allem. Wegen dem neuen Leben, das ich antreten musste. Wegen diesen überschwappenden Gefühlen und weil ich meine Eltern nicht mehr sah. Weil ich eben beinahe ermordet wurde und ich nicht wusste, was ich für Lucian empfand. Aber da war auch noch meine Vision, die mir Angst machte. Ich weinte und schluchzte an seiner Schulter, bis all meine Tränen versiegt waren. „Alles wird wieder gut werden“, murmelte er in mein Haar und verweint blickte ich zu ihm auf. Ohne jegliche Vorwarnung küsste er mich auf die Stirn. Seine Lippen verharrten noch einen Moment dort und wanderten dann über meine Nase, bis hin zu meinen Lippen. „Ihr müsst Euch nicht fürchten“ Sein Kuss war so zart, dass er ein kleines Kribbeln in mir auslöste. Wir redeten nicht miteinander. Ich lag an ihn gelehnt, mit dem Kopf auf seiner Schulter und er saß einfach nur dort mit einer Hand an meinem Rücken. Schnell wurde ich wieder müde und schloss die Augen. Ich horchte seiner ruhigen Atmung, bis es das Letzte war, was ich hörte.
    Ich kuschelte mich näher an diese Wärme, die die Kälte aus mir trieb und mich erfüllte. Meine Hand glitt über weichen Stoff und klammerte sich fester daran, denn auch dort floss die Wärme durch. Aber die Wärme war nur über die Hälfte meines Körpers verteilt, was mir überhaupt nicht gefiel. Etwas Starkes zog mich näher an diese Hitze und dankbar seufzte ich wohlwollend auf. Schlagartig öffnete ich meine Augen und verspannte mich automatisch. Lucian lag halb auf mir und presste mich an seine Brust. Dieser rauchige, männliche Duft erfüllte meine Nase. Es war sein Geruch und er umgab mich jetzt auch. Ich hatte bei ihm übernachtet? Es klopfte plötzlich an der Türe und jemand trat herein. Ich drehte mich, soweit ich konnte, um und entdeckte eine Zofe, die peinlich berührt in der Türe stand. „Lucian?“, murmelte ich und versuchte mich aus seiner Umarmung zu lösen. Grummelnd umschlang er mich noch fester. „Lucian“, sagte ich jetzt etwas lauter, doch er ignorierte es einfach. „Luc!“ Meine Stimme war jetzt laut genug gewesen. Seine Augen öffneten sich und er blickte zur Tür. „Oh. Guten Morgen meine Liebe“ Ein spitzbübisches Lächeln trat auf seine Lippen. Anstalten mich loszulassen, machte er jedoch nicht. „Entschuldigung Eure Hoheit“, sagte sie mit einem kleinen Knicks und schloss die Türe, nachdem sie das Zimmer wieder verlassen hatte. „Habt Ihr gut geschlafen?“ Seine Stimme triefte nur so vor Selbstbewusstsein, dass ich nur die Augen verdrehte. „Wir müssen aufstehen, Euer Vater erwartet Euch doch sicher“, murmelte ich und wollte mich aus seiner Umarmung befreien. „Also ich habe gut geschlafen“, schnurrte er und ließ mich endlich los. Ich strich mein Kleid zurecht und sah mich in seinem Zimmer mal genauer um. Der Boden war auch aus diesem dunklen Marmor, wie meiner. Der Schrank war riesig und aus dunkelbraunem Holz, genau wie der Tisch. Sein Bett war auch aus dem dunklen Holz und sehr groß, mit weichen Laken und einigen Kissen. In seinem Kamin, rechts von seinem Bett, brannte das Feuer nur noch wenig. Links vom Bett befand sich die Türe. Ansonsten war sein Zimmer sehr karg eingerichtet. Auf seinem Tisch lagen etliche Dokumente und ich würde gerne wissen, was das für welche waren. „Nora?“ Lucian riss mich aus meinen Gedanken und stand frisch angezogen neben mir. „Ja?“, fragte ich und blickte zu ihm auf. „Ich denke Ihr solltet Euch frisch machen“, sagte er und blickte mich von oben bis unten lächelnd an. In der Nähe stand ein Spiegel, auf den ich schnell zuging, um zu wissen, was er meinte. Meine Haare hingen in wirren Locken über meinen Rücken, meine Augen waren mit dunklen Ringen versehen und mein Kleid war sehr unordentlich zerknittert. Er hatte Recht, weswegen ich mich auf die Türe hinbewegte. „Eines noch Nora“ Abrupt drehte ich mich zu ihm um und sah ihm unentwegt in die Augen. „Lauf nicht mehr ohne meine Aufsicht, oder die einer Wache, aus dem Schloss“ Sein Blick war warnend, aber darin war noch etwas anderes. Nickend ging ich hinaus und suchte mein Zimmer auf.
    „Ihr habt bei ihm übernachtet?“, rief Chloé aufgeregt, während sie mir das wirre Nest meiner Haare richtete. „Ja“, sagte ich und wurde rot. „Ich glaube es nicht!“ Ihre Stimme war ein aufgeregtes Quietschen. Mein Gesicht war blass wie immer, aber die Röte stieg weiterhin an und zauberte mir einen rosigen Teint. „Ich auch nicht“, murmelte ich und biss mir auf meine Lippe.
    Den ganzen Tag über verbrachte ich alleine, oder unterhielt mich mit Chloé. Sie redete den ganzen Tag darüber, wie toll Prinz Lucian war und wie sehr sie sich auf unsere Vermählung freute. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht, was ich denken sollte. Mein ganzes Leben hatte sich so sehr verändert seitdem ich hier war. Mein sonst so geordnetes Leben war aus den Fugen geraten und außer Kontrolle. Plötzlich tauchte eine junge Frau mit einem Kleid auf. Es war mein Hochzeitskleid. Langsam stand ich auf und ging darauf zu. Chloé hinter begann nervös zu brabbeln und zu quieken. „Es ist wunderschön!“, rief sie und nahm meine Hand. Das Kleid war komplett aus Spitze, hatte lange Ärmel und war bis zum Hals hochgeschnitten. An den Ärmeln waren lange Schleier aus Seide und der Rücken war fast ganz frei. „Prinzessin, ich habe hier Ihr Kleid. Bitte könnten sie es anprobieren, um zu sehen, ob wir noch etwas ändern müssen“, sagte sie klar und deutlich. Mit wildklopfendem Herzen griff ich nach dem Kleid und schluckte hörbar. Chloé nahm es an sich und zog mich in das Badezimmer. Nervös fummelte sie daran, während sie mir hineinhalf und als ich es trug, schlug sie die Hände vor den Mund. „Ihr seht umwerfend aus“, hauchte sie und eine Träne lief über ihre Wange. Ich drehte mich zum Spiegel und erstarrte. Mein Atem stockte und mein Herz blieb kurz stehen, um dann mit doppelter Geschwindigkeit zu schlagen. Es passte wie angegossen, als wäre es an meinen Körper geschneidert worden. Die Frau kam hinein und nickte. „Wie ich sehe, passt es Euch perfekt. Wunderbar, dann werde ich Euch jetzt wieder in Ruhe lassen. Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend“ Damit verschwand sie wieder und ließ uns alleine. Die Schleppe war sehr lang, es musste um die anderthalb Meter sein. Das Kleid war atemberaubend. Ich war zu schockiert, um etwas zu sagen. Jetzt, wo das Kleid da war, wurde mir die verdrängte Vermählung so klar, wie nie zuvor. Ich würde heiraten und hier leben, als Kronprinzessin des Feuerreiches. Mein altes Leben als Prinzessin des Eisreiches wäre damit endgültig vorbei. Der Tag, auf den man sich seit meiner Geburt vorbereitet hatte, rückte immer näher und ließ meine Knie weich werden. „Ist alles in Ordnung Prinzessin? Wieso freut Ihr Euch nicht?“ Chloé runzelte die Stirn und trat einen kleinen Schritt näher an mich heran. „I-ich bin einfach nur überwältigt“, meine Stimme war rau und klang erstickt. Chloé legte mir eine ihrer zarten Hände auf meine Schulter und drückte sie leicht. Eine Träne kullerte über meine Wange und tropfte auf den Boden. „Prinzessin!“ Ich schenkte ihr ein kleines aufmunterndes Lächeln, doch sie blickte dahinter. „Seid Ihr nicht glücklich?“, flüsterte sie und ihre grünen Augen verdunkelten sich bedrückt. „Ich weiß es nicht“, murmelte ich und stieg aus dem Kleid. Ich wusste es nicht. Ich war weder glücklich, noch unglücklich, ich wusste einfach nicht, was ich fühlen sollte. Lucian war verwirrend, manchmal war er nervig und manchmal war er einfach nur unergründlich. „Es tut mir leid“, flüsterte Chloé und blickte mich tiefbetroffen an. Ich wusste es zu schätzen, doch ich konnte es ihr nicht so zeigen.
    Abends legte ich mich in mein Bett und lag lange Zeit wach. Nicht einmal weinen konnte ich. Ich war einfach leer, erschöpft und ausgelaugt. Ein Klopfen ließ mich aufschrecken. Nach dem Vorfall gestern im Garten, hatte ich Angst überhaupt mein Zimmer zu verlassen, ohne jemanden, den ich kannte. Ich stieg aus dem riesigen Bett und strich mein langes, weißes Nachthemd glatt. Leise schlich ich zur Türe und versuchte meinen Atem zu beruhigen. „Ja“, sagte ich leise und horchte an der Türe. „Nora? Darf ich rein?“ Es war Lucians tiefe Stimme und schnell öffnete ich die Tür. Er stand vor mir, wie immer in seiner schwarzen Kleidung und blickte zu mir herab. Mein Herz klopfte wild und ohne nachzudenken, schlang ich meine Arme um seinen starken Körper. Ich wusste nicht einmal wieso ich das tat, aber ich brauchte das jetzt. Er nahm mich in die Arme und hob mich hoch. Nach kurzer Zeit saß ich auf dem Bett und löste mich von ihm. „Entschuldige“, flüsterte ich und wandte mein Gesicht ab. „Was ist los mit Euch?“ Seine Augen versuchten meine einzufangen, was ihm aber nicht ganz gelang, denn ich wich ihm immer wieder aus. „Nichts, alles ist in Ordnung“, murmelte ich, sah ihm in die Augen und schenkte ihm ein glaubwürdiges Lächeln. Seufzend drehte er sich zu mir und ich beobachtete, wie sich seine Augen verdunkelten. „Eleonora“, sagte er seufzend meinen Namen. „Ich weiß, dass ich heute nicht viel Zeit für Euch hatte, aber deswegen müsst Ihr mich nicht ausschließen. Ich möchte wissen was los ist“ Seine Stimme klang kehlig und bittend. „Na gut. I-ich weiß es nicht“ Das war die Wahrheit, ich wusste es nicht. Ich wusste nicht, was ich fühlte, es war einfach eine Leere in mir. „Was meint Ihr damit?“ Verwirrt runzelte er die Stirn. „Ich weiß es nicht. Ich bin einfach nur aufgeregt, erschöpft, verwirrt, ängstlich, einfach alles“, sagte ich aufgebracht und stand auf. Während ich im Zimmer herumtigerte, begann Lucian zu lachen. Abrupt blieb ich stehen und sah ihn an. „Was ist so lustig?“, fragte ich verwirrt und zog verwirrt die Augenbrauen zusammen. Er stand auf und kam auf mich zu. „Ihr seid lustig“, murmelte er und schenkte mir ein verschmitztes Lächeln. Was meinte er damit? „Ihr seid so durcheinander, weil Ihr noch nie solchen Gefühlen ausgesetzt gewesen wart.

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2015-09-07
40B0
Fantasy Magie

Kommentare Seite 1 von 1
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Liv ( 25755 )
Abgeschickt vor 377 Tagen
Schreib biiiiiiiiiiiitte weiter!!! Ich kann es kaum erwarten, bis der neue Teil kommt!
LG
Akemi Mizuki ( 86308 )
Abgeschickt vor 431 Tagen
Ich schreibe weiter, keine Sorge ^^ habe jetzt mit dem Studium weniger Zeit..:/ @Miranda
Miranda ( 23369 )
Abgeschickt vor 431 Tagen
Echt super 😃 biiitte schreib weiter, so eine tolle
Geschichte 😉
Legolanto :) ( 14007 )
Abgeschickt vor 431 Tagen
Schreib unbedingt weiter👍 biiiiitte
deine Geschichten fesseln mich😃
Legolanto :) ( 14007 )
Abgeschickt vor 431 Tagen
Ich schreibe ja fast nie Kommentare
doch hier muss es einfach sein.
So eine tolle Geschichte habe ich seid langem
nicht mehr gemacht😃😄😄 👍
Marissa ( 42529 )
Abgeschickt vor 499 Tagen
Bitte unbedingt weiterschreiben!
Die Geschichte ist echt super.
Rose ( 09969 )
Abgeschickt vor 544 Tagen
Ein Traum, ich bin so verliebt in die Geschichte!!!
Wolf der Elemente ( 63733 )
Abgeschickt vor 577 Tagen
Eine total gute Geschichte.👍 Du schreibst mit so viel Leidenschaft, Gefühl und was weiß ich. Bitte bring so bald wie möglich den nächsten Teil heraus und was die anderen geschrieben haben stimmt voll und ganz.👏😉
♥♥♥♪& ( 52773 )
Abgeschickt vor 599 Tagen
Du wirst mal ne wundervolle austorin***applaus applaus!!!♥
Akemi Mizuki ( 35895 )
Abgeschickt vor 603 Tagen
Vielen Dank! :3 ich hoffe ich kann so etwas mal später machen :))
line ( 66388 )
Abgeschickt vor 604 Tagen
als autorin wirst du später mal groß rauskommen ich bin jetzt schon ein fan von dir ;) lg Charline
Nanami Kurusake ( 82914 )
Abgeschickt vor 644 Tagen
Du kannst wirklich super gut schreiben wann kommt denn der nächste Teil?