One Piece - Killer

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1 Kapitel - 1.621 Wörter - Erstellt von: Lady_Siren - Aktualisiert am: 2015-09-05 - Entwickelt am: - 1.380 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 2 Personen gefällt es

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    Wie so oft vertriebst du dir die Zeit in den alten Teilen deiner Heimatstadt. Bei strahlendem Sonnenschein, einer kühlen Brise und fröhlichen Menschen eine schöne Gegend.
    Es gab hohe, alte Mauern, die mit Kletterpflanzen überwuchert waren. Und eben auf diesen Mauern balanciertest du, weil dir einfach danach war. Zwar lagen zwischen dir und dem Boden einige Meter, aber da du das schon öfter gemacht hattest. Warum sollte es dir ausgerechnet jetzt Sorgen bereiten?
    Gerade als du die Hälfte der Mauer geschafft hattest, rief dir jemand zu:
    „Hey! Was machst du da oben?“
    Diese plötzliche Frage ließ dich dein Gleichgewicht verlieren. Verzweifelt rudertest du mit den Armen, um einen Fall in die Tiefe zu vermeiden.
    Leider ohne Erfolg.
    Mit einem Hilfeschrei fielst du dank der Schwerkraft, die dich zum harten Boden zog. Du schlosst deine Augen und bereitetest dich auf große Schmerzen vor. Jedoch kam der Aufprall nie.
    Stattdessen spürtest du, wie zwei starke Arme dich fingen.
    „Das war ganz schön knapp. Alles in Ordnung mit dir?“
    Es war die Stimme eines Mannes und sie klang recht angenehm.
    Zögerlich öffnetest du deine Augen, um zu sehen, wer dich gerettet, aber auch zum Fallen gebracht hatte.
    Du sahst ihn verwirrt an.
    „Äh... Danke... Maskenmann?“, murmeltest du.
    Da musste er lachen. Anscheinend war das nicht die übliche Reaktion, die er sonst bekam.
    „Keine Ursache. Aber kannst du mir verraten, was du da oben zu suchen hattest? Du hättest dich ernsthaft verletzen können.“
    „Brauche ich wirklich einen Grund dafür, um auf Mauern spazieren zu gehen? Außerdem wäre nichts passiert, wenn du mich nicht so erschreckt hättest. Du kannst mich auch wieder runterlassen.“
    Darauf antwortete der Mann mit der Maske oder Helm, es bedeckte seinen gesamten Kopf und nur seine langen, blonden Haare schauten hervor, nicht und stellte dich sanft auf den Boden. Vielleicht hattest du ihn damit in Verlegenheit gebracht.
    „Sag mal, wie heißt du eigentlich? Schließlich möchte ich wissen, welchen Namen mein Retter hat.“
    „Killer “, antwortete er knapp. Irgendwie kam dir der Name bekannt vor, aber du konntest ihn im Moment nicht zuordnen.
    „Seltsamer Name. Ich heiße _____.“
    Es war kurz ruhig zwischen euch beiden, weil keiner wirklich wusste, was er sagen sollte. Aber da fiel dir auch schon eine Frage ein:
    „Kannst du mir verraten, warum du eine Maske, Helm, was auch immer das ist, trägst?“
    „Um dich aufzuklären, das ist eine Maske. Aber den Grund dafür... habe ich vergessen.“
    „Was?“
    „Brauche ich wirklich einen Grund dafür?“
    „... Auch wieder wahr.“
    Dieser Mann kam dir sehr sympathisch vor und deswegen fragtest du einfach aus heiterem Himmel: „Hast du Lust, was essen zu gehen? Ich kenne hier ein gutes Restaurant.“
    Erst zögerte Killer, fand jedoch Gefallen an deiner Idee.
    „Gerne. Aber warum denn, _____?“
    „Brauchen wir wirklich einen Grund dafür?“
    „Touché“

    Der Anblick, den Killer dir beim gemeinsamen Essen bot, war unbezahlbar, aber auch verstörend.
    Du hattest dir erhofft, dass er bei der Einnahme von Mahlzeiten seine Maske wenigstens ein bisschen anheben würde und du so einen Blick auf den unteren Teil seines Gesichtes werfen könntest. Aber dem war nicht so. Anscheinend ließ er die Maske immer auf. Bei allem, was er tat.
    Killer, mit dem du dich langsam angefreundet hattest, obwohl es dir so vorkam, als wärt ihr seit Ewigkeiten schon beste Freunde, hatte sich Spaghetti mit Tomatensauce bestellt. Zum Verzehren nahm er ein, zwei Nudeln, führte sie durch eines der Löcher seiner Maske, saugte sie mit dem Mund ein und beschmierte so seine Maske mit Sauce.
    Es sah aus, als hätte er ein Blutbad angerichtet.
    Und obwohl er sich eine Stoffserviette in den Kragen seines Shirts gesteckt hatte, blieb diese überraschenderweise blütenweiß.
    „Stimmt etwas nicht, _____? Du hast dein Essen noch gar nicht angerührt?“, fragte dich Killer leicht besorgt.
    „Was? Nein. Alles okay. Aber dein derzeitiges Aussehen ist... echt faszinierend.“
    Leicht verlegen blicktest du auf deinen Teller. Eigentlich wolltest du nicht starren, aber überall war auf seinem... “Gesicht“ diese Sauce. Und um dich ein wenig abzulenken, probiertest du endlich von deinem Essen. Schließlich solltest du es nicht umsonst bestellt haben.
    „Es sieht aus wie ein Massaker “, beichtetest du ihm mit leicht gedämpfter Stimme.
    Da prustete Killer laut los.
    „Das dürfte meinen Beinamen, den mir die Marine gegeben hat, erklären. Massaker-Soldat.“
    Plötzlich fiel bei dir der Groschen. Daher kanntest du ihn. Das erklärte auch, warum dich alle vorbeigehenden Menschen so mitleidig angesehen hatten.
    Du saßt hier mit einem Crewmitglied der Kid-Piraten an einem Tisch.
    Wenn das mal kein cooles Erlebnis war?
    „Moment mal. Du bist DER Killer? Crewmitglied von Eustass Kid?“
    „Ja. Fällt dir das denn etwa erst jetzt auf?“
    Erneut musste Killer lachen. Du konntest dir seine Lachtränen deutlich vorstellen.
    „Du bist einzigartig, _____ “, brachte er, während er nach Luft schnappte, hervor. „Das erste Mädchen, was mich nicht sofort erkannt hat und sich dabei auch nicht völlig unmöglich verhielt. Ich bin wirklich froh, dass du mir in die Arme gefallen bist.“
    Meinte er das ernst?
    Auf jeden Fall fühltest du dich geschmeichelt.
    „Danke. Ich bin auch irgendwie froh, dass du mich gefangen hast. Nicht nur wegen dem verhinderten Aufprall auf den Boden.“
    „Keine Ursache.“
    „Sag mal. Wie ist das Leben so als Pirat? Es muss doch furchtbar aufregend sein?“
    Deine Augen funkelten voll großer Neugier.
    „Das ist es tatsächlich. Aber es birgt nicht nur Abenteuer, sondern auch Gefahren, mit denen wir täglich zu tun haben.“
    Leicht seufzend stelltest du dir grandiose Schatzsuchen vor.
    „Zu gerne würde ich bei einem deiner Abenteuer dabei sein. Aber das wird wohl ein Traum bleiben. Oder würdest du ständig auf mich aufpassen können?“
    Die bittere Erkenntnis verdarb euch beiden beinahe die gute Laune. Jedoch munterte dich Killer sogleich auf:
    „Das kann ich nicht. Aber dafür ist uns etwas anderes möglich.“
    „Und das wäre?“
    Killer wischte sich mit der weißen Serviette die Sauce von der Maske und schien dich direkt anzusehen.
    „Ich kann dir von unseren Erlebnissen erzählen.“
    Freude strahlend sprangst du auf und riefst:
    „Wirklich? Vielen lieben Dank, Killer! Du bist ein wahrer Freund.“
    Dabei fielst du ihm um den Hals. Das verwirrte ihn ungemein, aber er erwiderte die Umarmung.
    Als du dich von ihm lösen konntest, bemerktest du einen Rest Sauce, wo du seine Wange vermutetest. Deswegen nahmst du deine noch unbenutzte Serviette und säubertest seine Maske.
    „Was machst du da?“
    „Du hattest was von deinem “Massaker“ übersehen.“
    „Gut, wenn man Freunde hat.“

    Ihr beide unterhieltet euch noch eine ganze Weile. Dein neuer Freund erzählte dir, was er mit den Kid-Piraten so alles erlebt hatte, wie Kid als Käp't'n war und wie er zu dieser bunten Truppe überhaupt kam.
    Gespannt lauschtest du seinen Worten und konntest dir bildlich vorstellen, wie er einen brutalen Gegner nach dem anderen bezwang.
    Du konntest dir nicht helfen, aber es fühlte sich so an, als würden tausende von Schmetterlingen in deinem Bauch umher fliegen.
    Hatte dir dieser Pirat etwa in so kurzer Zeit das Herz gestohlen? Anscheinend ja.
    Doch leider musste eure gemeinsame Zeit zu einem Ende kommen. Noch an diesem Tag wollten sie ablegen.
    „_____, ich werde unser Treffen niemals vergessen.“
    „Ich auch nicht, aber...“ Leicht betrübt starrtest du auf das weite Meer. Die untergehende Sonne tauchte es in ein schillerndes Gold und diese wundervolle Szene vor dir erschwerte dir den Abschied nur noch mehr. „Er ist trotzdem schmerzhaft „Lebe wohl“ zu sagen, Killer. Warum kann ich nicht mit euch segeln?“
    Liebevoll legte er seine Hand auf deine Schulter.
    „Wir wissen beide, dass ich dich nicht immer beschützen kann. Außerdem will der Käp't'n keine Frauen an Bord.“
    „Dann lass uns beide daraus kein Lebe wohl machen.“
    Entschlossen zogst du Killer zu dir und drücktest einen sachten Kuss auf seine Maske. Auch wenn du sein Gesicht nicht sehen konntest, wusstest du, dass ihn deine Aktion nicht unberührt ließ.
    „_____...?“
    „Ich habe dich in diesen paar Stunden sehr lieb gewonnen und deswegen bitte ich dich, dass du zu mir zurückkehrst, wenn eure Reise vorbei ist.“
    Erst herrschte Stille zwischen euch beiden, aber dann nahm dich Killer in seine starken Arme und drückte dich fest an sich.
    „Wenn du mir so einen triftigen Grund gibst, muss ich dich doch wiedersehen.“

    Seit eurem Abschied erwartetest du seine Rückkehr sehnsüchtigst. Oft starrtest du auf den Horizont. Niemals ließt du einen anderen Mann so nah an dich heran wie ihn.
    Und eines Tages, als du wieder auf der Mauer balanciertest, rief dir jemand zu.
    Aber dieses Mal ließt du dich fallen und landetest in kräftigen Armen, die du so sehr ersehnt hattest.

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