Meggy and the Caribbean, Teil 14

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1 Kapitel - 1.939 Wörter - Erstellt von: OceanWave - Aktualisiert am: 2015-09-05 - Entwickelt am: - 714 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Verletzung macht Meggy schwer zu schaffen. Doch auch darauf nimmt Barbossa keine Rücksicht, was auch Jack und Will die Sache nicht gerade erleichtert...

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    Ausgeliefert? *Meggy* Kennt ihr dieses Gefühl, wenn der Übergang von wach zu schlafend sich anfühlt, als würde man stolpern? Manchmal wacht man du
    Ausgeliefert?
    *Meggy*
    Kennt ihr dieses Gefühl, wenn der Übergang von wach zu schlafend sich anfühlt, als würde man stolpern? Manchmal wacht man durch dieses plötzliche so unerahnte Gefühl des Fallens sogar aus dem Halbschlaf wieder auf und fragt sich was zur Hölle gerade passiert ist. Man könnte die Art wie ich mich gerad fühlte mit diesem Stolperfeeling beschreiben. Der Unterschied war nur, dass ich nach dem Stolpern nicht richtig aufwachte oder in den Schlaf glitt. Ich blieb die ganze Zeit an dieser gottverdammten Grenze zwischen wach und schlafend. Ich konnte nicht träumen, ich konnte auch nicht aufwachen. Es war ein schrecklicher Gemütszustand der mich leer fühlen ließ und mir die Kräfte auszusaugen schien, wie ein Staubsauger Staub und Dreck, der unter einem alten Sofa lag. Irgendwann schwirrte mir, so gut das möglich war, schon die Frage im Kopf herum, ob ich jetzt im Koma lag. Doch als ich gerade anfing mich ernsthaft mit dieser Frage auseinander zu setzten, spürte ich auf einmal eine Hand auf meiner. Auch mein Gehör schien sich entschlossen zu haben wieder fit zu sein und ich konnte jemanden neben mir atmen hören. Beugte sich da etwa gerade jemand über mich? Das ruckartige Packen der zweiten Hand, die ich jetzt aus dem Nichts über meiner Hüfte wahrnahm, schien das zu sein was man ‘zusätzliche Kräfte bei Gefahr‘, oder so ähnlich, nennt. Allerdings wurde mir im nächsten Moment klar, dass ich diese Kräfte wohl eher nicht zu verwenden brauchte. Jedenfalls nicht in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Mann mir aus unerfindlichen Gründen (ja Moment, warum eigentlich?) das Leben gerettet hatte. „Na, da ist wohl jemand aufgewacht.“, begrüßte mich der Mann mit den braunen gewellten Haaren nachdem ich langsam meine Hand weggezogen hatte. Ich nickte nur und rang mir ein krampfhaftes Lächeln ab. Mehr brachte ich in diesem Moment leider nicht zustande, da bei der Bewegung ein stechender Schmerz angefangen hatte durch meine linke Hüfte zu ziehen. Eigentlich wollte ich es unterdrücken, aber ich gab ein schmerzendes Aufstöhnen von mir, als ich versuchte mich in eine Lage zu bringen, die weniger wehtat. Der Mann musterte mich. Allerdings nicht eindringlich, eher besorgt. „Es tut weh, nicht wahr?“ Er deutete auf meine Hüfte und ich folgte seinem Blick. Erst jetzt sah ich die tiefe Stichwunde, dessen Blut sich seinen Weg bereits über mein komplettes linkes Bein, durch den ganzen Verband und über einen großen Teil des vorher noch weißen Leinentuchs auf dem ich lag gebahnt hatte. Ich unterdrückte einen erschrockenen Aufschrei. Erst jetzt kam meine Erinnerung an den gestrigen schrecklichen Tag langsam zurück. Na toll. Da hat man mal etwas erfolgreich verdrängt und erhält dafür eine Narbe, die es einen nie mehr vergessen lässt. Als ich die Worte ‘nie mehr vergessen‘ dachte, schweiften meine Gedanken zu meinem Vater, was mir einen Stich ins Herz versetzte und mich erneut aufgrübeln ließ. Warum hatte Barbossa so eindringlich über meinen Vater und mich mit mir gesprochen? Und warum hat er ihn Joshamee und nicht Josh genannt? Ich hatte den Mann neben meinem Bett schon fast vergessen, da unterbrach er plötzlich meine Grübeleien (was wahrscheinlich auch besser war, denn zusätzlich zu dem ganzen Mist hier jetzt auch noch Kopfschmerzen zu bekommen wäre sicherlich nicht so angenehm): „Ich hatte mich dir noch gar nicht vorgestellt Meggy.“ Beim fragenden Gesichtsausdruck bei der Erwähnung meines Namens fügte er hinzu: „Ja, ich weiß wer du bist, davon wurde mir schon erzählt. Du hast längere Zeit geschlafen.“ „Wie lange?“, unterbrach ich ihn und merkte im nächsten Moment, dass das ziemlich unhöflich war, doch er ließ sich nichts anmerken. „Naja, bestimmt schon 4 Stunden.“ Ich stutzte kurz. So weggetreten bin ich gewesen? „Ich bin Will Turner. Ich bin der Captain der Flying Dutchman.“, kam der Mann auf das Thema von vorhin zurück. „Will, Kurzform für William nehme ich an?“, fragte ich und schaffte es trotz der Schmerzen den Piraten freundlich anzulächeln. Er nickte und ein leichtes Schmunzeln lag in seinen Augen, als hätte er ein DejaVu. „Moment mal.“, dachte ich laut und drehte meinen Kopf interessiert zu dem Captain. „Elizabeth heißt auch Turner, also ist sie…“ „Meine Frau, ja.“, beendete Will grinsend meinen Satz und setzte ein weiches Lächeln dahinter. „Und Henry ist…“ „Mein Sohn.“, beendete er erneut und grinste mich schief an. „Euer Sohn ist wirklich… nett.“ Als ich es so aussprach, merkte ich wie unzufrieden mit mir selbst mich das machte. Als hätte ich zu wenig gesagt. Ich biss mir auf die Lippe, was Will zum Glück nicht zu sehen gehabt schien. „Er ist ein guter Junge.“, sagte er stattdessen und setzte sich dabei auf meine Pritschenkante. „Es wäre besser, wenn du weitergeschlafen hättest.“, wechselte er das Thema., „Denn ich muss jetzt deine Wunde säubern und davon hättest du im Schlaf weniger mitgekriegt.“ Er schenkte mir ein mitleidiges Lächeln, dann tauchte er ein kleines Stofftuch in ein Holzschälchen, welches auf einer Truhe neben der Pritsche stand und wrang es leicht aus. „Mit was säuberst du sie denn?“, konnte ich gerade noch hervorbringen, da war die unbekannte Flüssigkeit auch schon auf meiner blutverkrusteten, an manchen Stellen immer noch etwas offenen, Hüfte gelandet und brannte los wie sonst was. Während ich damit beschäftigt war mich, vor Schmerzen mit den Zähnen knirschend, in das Leinentuch zu krallen hörte ich will nur voller Konzentration auf das Säubern meiner Wunde sagen: „Mit Alkohol.“ Als er endlich fertig war und ich erleichtert aufatmete, begann ich mich aufzurichten um von der Pritsche aufzustehen, doch der Captain der Flying Dutchman drückte mich nur, sogar etwas unsanft, auf sie zurück. „Nein, nein, nein, nein. Du musst liegen bleiben. Glaub mir Meggy, diese Einstichwunde ist nicht ohne. Du musst ihr noch etwas Zeit zum auskurieren geben.“ Ich wollte gerade anfangen zu protestieren (und glaub mir, in sowas war ich nicht schlecht), aber der warnende und doch so überzeugende Blick, den William mir zuwarf als er aufstand, ließ mich entschließen nichts zu erwidern. Ohne ein weiteres Wort ging Will aus der Kajüte und ließ mich mit meinen Gedanken allein. Nachdem die letzten Schritte des Captains verhallten blieb ich noch 10 Sekunden sitzen, nur um sicher zu gehen. Dann stand ich leise und vorsichtig, dass ja keine Planke unter meinen Tritten knarzte, von der Pritsche auf und schlich mich aus der Kajüte. Das Schiff war wie leer gefegt. Will schien wie ins nichts verschwunden. Gerade dachte ich schon an die Möglichkeit, dass sie sich alle in Beibooten aus dem Staub gemacht haben könnten, doch dann hörte ich ein lautes Klirren und Scheppern von Gläsern, die von einem Tisch gefegt wurden. Ich erschrak so sehr, dass ich nach hinten stolperte und mich gegen die Tür, die ich soeben durchquert hatte, presste. Instinktiv wandte sich mein Blick zu der großen Fensterfront der Black Pearl, welche immer noch neben der Flying Dutchman im Ozean trieb. Von dort kam der Lärm von zerberstendem Glas, der mir soeben fast einen Herzstillstand verpasst hatte. Nachdem ich über den Steg, der einen Weg zwischen beiden Schiffen bildete, an Deck der Pearl gelangt war, ging ich mit langsamen, ja fast schon bedachten Schritten, auf die Kajüte zu. Ich sah bestimmt so aus, als würde ich über ein Minenfeld laufen, in dem jeder falscher Schritt eine Explosion auslösen könnte. Die Tür der Kajüte stand offen. Gerade so weit, dass ich durch den Spalt schlüpfen konnte ohne sie ganz öffnen zu müssen. Unbemerkt gelangte ich hinein und versteckte mich lautlos wie eine Katze hinter einem Schrank mit Seekarten. Soweit ich das beurteilen konnte konnten sie mich nun nicht mehr sehen, doch ich konnte alles sehen was sie taten und hören was sie sagten. ‘Sie‘ waren in dem Fall Will, Barbossa und Jack, die angeregt diskutierten. Barbossa sah ziemlich wütend aus und ich hatte schon fast Angst, dass er gleich anfangen würde sich mit Jack und Will zu prügeln, wenn die so weiter auf ihn einredeten.
    „Captain Barbossa! Das Mädchen wird mit uns kommen!“, beharrte Will, so als hätte er das schon hunderte Male zuvor gesagt. „Ach, ist das so?“, gab der unbeeindruckt und gespielt erstaunt zurück. Will verlor langsam die Geduld, das sah man ihm deutlich an. Sogar Jack schien angespannt, was ihm irgendwie gar nicht stand. Barbossa schien sich wieder etwas gefangen zu haben, denn nun setzte er sogar leicht amüsiert hinzu: „Habt ihr denn auch einen guten Grund für diese großherzige Tat?“ „Nun lieber Hector, dass wir sie retten sagten wir keineswegs.“, gab nun auch Jack seinen Senf dazu und versuchte Bestimmtheit und in seiner Stimme mitwirken zu lassen. Was sollte das denn heißen? War ich denn wirklich nur hier um das Opfer einer uralten Meeresgöttin zu werden, die lieber nur der Mythos hätte bleiben sollen, der sie zu sein schien? Fassungslos über die Worte des Captains der Black Pearl [ähm, jedenfalls zuvor] taumelte ich gegen die Schrankwand. Sofort drehten sich die Köpfe aller drei in meine Richtung. Als Barbossa plötzlich mit schnellen Schritten zu mir gestapft kam, war meine fassungslose Starre wie verflogen. Ich stolperte ungeschickt aus meinem Versteck und versuchte schnell durch die Kajütentür zu entwischen, bevor er mich erreichte. Doch ich war zu spät:
    Gerade als ich die Tür aufreißen wollte packte mich eine knochige Hand mit eisernem Griff am Arm und riss mich brutal und ohne jegliche Rücksicht auf meine verwundete Hüfte herum und zerrte mich zu Jack und Will. „Willkommen zurück an Board der Black Pearl, Miss Megan Gibbs.“ Das letzte Wort spuckte er fast. Der Captain der Flying Dutchman und der eigentliche Captain der Black Pearl warfen sich einen kurzen hilflosen und ratlosen Blick zu. Barbossa schien das mitgekriegt zu haben und grinste sie kalt und triumphierend an. Gerade noch bekam ich Jacks entschuldigenden Gesichtsausdruck mit, mit dem er mich ansah, da wurde ich in die Arme von Pintel und Ragetti geworfen. Oh, die waren auch hier? Miese Verräter! Hatte sie von meinem Versteck aus gar nicht gesehen. War der Blick von Jack etwa zu dem Satz von eben gemeint gewesen, der mich so fassungslos gemacht hatte? Ich konnte nicht mehr darüber nachdenken, denn Barbossa befahl Pintel und Ragetti mich zu den anderen unter Deck zu bringen. Moment. Zu den anderen?
    Kurz darauf fand ich mich in einer Zelle wieder, welche sich direkt neben einer befand, in der die komplette Crew der Flying Dutchman + der von Captain Sparrow vor sich hin starrte. Auf die Frage, warum ich nicht in dieselbe Zelle gesteckt wurde, bekam ich nur zurück, dass der Captain mit mir noch andere Pläne hätte. Na große Klasse…

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Meggy and the Caribbean, Teil 14
Meggy and the Caribbean, Teil 14
Die Verletzung macht Meggy schwer zu schaffen. Doch auch darauf nimmt Barbossa keine Rücksicht, was auch Jack und Will die Sache nicht gerade erleichtert...
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2015-09-03
402B
Fluch der Karibik

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