Zauberkunststück mit Hindernissen

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1 Kapitel - 815 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2015-08-31 - Entwickelt am: - 695 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Auf geht es nach Hogwarts!

1
Langsam ruckelte die alte Lok über die ebenso alten Gleise. Die Landschaft zog an uns vorbei. Ich hatte meinen Kopf gegen das Abteilfenster gelehnt und starrte nachdenklich nach draußen. Hinter mir vernahm ich ein leises Kichern. Genervt rollte ich meine Augen und seufzte.
“Alles in Ordnung bei dir, Liv?”, vernahm ich die Stimme meiner besten Freundin Ash.
Ash. Ashley war seit der Grundschule meine beste Freundin. Es war damals für uns beide eine große Überraschung gewesen, dass sie ebenfalls in Hogwarts aufgenommen wurde, da ihre Eltern Muggel sind. Aber ich war nicht enttäuscht darüber, ganz im Gegenteil! Es war toll jemanden zu haben, mit dem man Jahr für Jahr aufs neue in den Zug steigen kann und sich auf das folgende Schuljahr freut.
Allerdings hatte sich dies im letzten Jahr wesentlich geändert. Ash hatte Brad kennengelernt.
Brad war eigentlich ein ziemlich netter Kerl, der auch mal über sich selbst lachen konnte und einen leichten Hang zu Sarkasmus hatte. Doch seit sich Ash in ihn verliebt hatte, hing er an ihr wie ein hilfloses Kleinkind bei seiner Mutter.
Und wie es der Zufall so wollte, ließ er sich auch nicht im geringsten von meiner Anwesenheit stören und saß eben in diesem Augenblick Ash umschlingend neben mir.
Ich seufzte ein weiteres Mal und drehte ihr meinen Kopf zu.
“Nein, nein, ich werde mir nur mal die Beine vertreten gehen”, murmelte ich und zwang mich aufzustehen und durch die Abteiltüre nach draußen auf den Gang zu verschwinden. Ich spürte Ashleys verwirrten Blick auf mir ruhen.
Am liebsten hätte ich es ihr gesagt, hätte ihr mitgeteilt, wie nervtötend ihr ständiges Herumgeschmuse sein konnte, doch ich wollte nicht, dass sie es falsch verstand. Ich hatte schon so oft darüber nachgedacht, doch ich war immer wieder zu dem selben Entschluss gekommen: Ich würde es schon irgendwie überleben.
Schweigend schob ich mich zwischen sämtlichen Hogwartsschülern hindurch.
Plötzlich hielt mich jemand am Arm fest und zog mich aus der Menge der Schüler. Als ich mich zu meinem ‘Entführer’ umwandte, musste ich lächeln.
“Hast du mal ein wenig Geld für mich? Ich möchte mir unbedingt was Süßes kaufen!”, rief mein Bruder mir zu, um das Gemurmel der restlichen Menge zu übertönen. Ich grinste und überließ ihm beinahe die Hälfte meines Geldes, mit der Aufforderung, mir den Rest zurückzugeben. Mir war jetzt schon klar, dass ich das Geld nie wiedersehen würde.
Wenig später wurde ich von Cara aufgehalten, die sich mir einfach in den Weg stellte und mir um den Hals fiel.
“Oh, Liv! Wie lange haben wir uns jetzt schon nicht mehr gesehen?”, rief sie überschwänglich und drohte mich beinahe zu erwürgen, sollte ich mich nicht in den nächsten Sekunden aus ihrem Griff befreit haben. Glücklicherweise gelang es mir, sie wenigstens ein Stückchen von mir wegzuschieben und lächelte ihr aufmunternd zu.
Der nächste Wortschwall ließ nicht lange auf sich warten, die verbleibende Zeit reichte gerade noch aus, um mich von Cara in ein Abteil ziehen zu lassen und auf einem freien Sitzplatz neben ihr Platzzunehmen.
Nur wenige Minuten später konnte ich ihren Sommerurlaub detailgenau wiedergeben, den Brief an ihren Bruder, welcher seit einiger Zeit im Ausland arbeitete, auswendig herunterleiern und obendrein kannte ich nun den Inhalt sämtlicher Bücher, die sie in den Ferien gelesen hatte. Erschöpft lehnte ich mich zurück und grinste still vor mich hin.
“Darf man erfahren, warum ich so angestarrt werde?”, vernahm ich plötzlich eine Stimme und blickte überrascht mein Gegenüber an. “Habe ich etwa Schokolade im Gesicht oder mein Shirt verkehrt herum an?”
“Oh, entschuldige! Ich wollte dich nicht…”, stotterte ich vor mich hin. “Meine Freundin hat mir etwas Lustiges erzählt und…” Ein Grinsen schlich sich auf das Gesicht des Jungen vor mir. Lässig strich er sich seine längeren blonden aus Stirn und Augen.
Eigentlich sah er doch ganz nett aus.
“Na, solange ich mich hier nicht zum Affen gemacht habe, ist doch alles in Ordnung.” Er zwinkerte mir fröhlich zu und verschwand ohne ein weiteres Wort zu sagen aus dem Abteil.
Ich starrte ihm hinterher, doch schon hatte Cara wieder begonnen, mir irgendetwas über das neue Schuljahr zu berichten und ließ für meine Gedanken keinen Platz.

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