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Ryo und Bakura-Licht und Dunkelheit (Yugioh)

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2 Kapitel - 1.401 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2015-09-30 - Entwickelt am: - 1.258 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Bakura-der Teufel in Person. Ryo-der Engel in Person. Diese Beiden zusammen ergeben eine Bindung, an der einer der Beiden zerbrechen wird. Oder vielleicht doch nicht? (Tendershipping ist angestrebt)

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    Rot. Weiß. Blau. Die drei Farben waren das Einzige, was ich momentan sah. Rotes Blut, das auf mein weiß-blau gestreiftes Hemd tropfte und mir so den
    Rot. Weiß. Blau. Die drei Farben waren das Einzige, was ich momentan sah. Rotes Blut, das auf mein weiß-blau gestreiftes Hemd tropfte und mir so den metallischen Duft in die Nase trieb. Rot. Weiß. Blau. Und braun. Große, braune Augen, die mich voller Unschuld fassungslos und schmerzerfüllt an blickten, während die Haut um sie herum schon anfing immer blasser und blasser zu werden. Blutleer. „Bakura...“ hörte ich plötzlich eine zittrige Stimme flüstern–eine Stimme, deren Klang mich erschaudern ließ, sobald sie erklang. Unsicher biss ich mir auf die Lippe und wandte mich dem Jungen zu, der vor mir stand. Oder besser gesagt hing. Schon seit einigen Minuten trugen ihn seine Beine nicht mehr, weswegen er nun von meinen Armen gehalten wurde. Eine Aktion, die mir wohl Niemand, auch nicht er, zugetraut hätte. Geradezu hilfsbereit sah es aus. Wenn man die Vorgeschichte nicht kannte. Doch ich kannte sie und fühlte mich deshalb momentan nicht wie der typische, edle Retter aus diesen ekelhaften Schnulzen. Nein, im Gegenteil, um ehrlich zu sein, fühlte ich mich gerade mies–richtig mies. Und wieso? Ganz einfach: Ich hatte gerade die einzige Person, die mir vertraut hatte, hintergangen. „Ryou...“ flüsterte ich mit ungewohnt kratzender Stimme und versuchte seinem intensiven Blick standzuhalten–vergeblich. Plötzlich spürte ich, wie auf meine Haarwurzeln Zug ausgeübt wurde. Jemand zog an meinen Haaren! Normalerweise hätte ich denjenigen sofort ins Reich der Schatten verbannt, aber hier in diesem Fall ging das schlecht, wie ich im nächsten Moment bedauernd bemerken musste. Denn hätte ich den Schuldigen verbannt, hätte ich mich selber auch gleich mit auf die Reise geschickt, da niemand Anderes als Ryou an meinen langen, weißen Haaren zog. Fast schon verträumt sah er aus, hätte er nicht ab und zu Blut gehustet, hätte man die Stimmung fast als romantisch bezeichnen können. Fast. Denn plötzlich hob Ryou wieder den Kopf und sah mich mit diesem unergründlichen, fragenden Blick an, der mich in seiner Nähe ganz hippelig machte. „Wie kann jemand, der so weiße Haare hat, so eine schwarze Seele haben?“ wollte er im nächsten Moment von mir wissen, wobei seine Stimme sehr ernst klang. Ryou wirkte in diesem Augenblick auf mich nicht wie ein Kind, eher wie ein alter Mann. Auf seine Frage hin runzelte ich die Stirn und überlegte angestrengt, doch ich konnte ihm keine Antwort geben. Musste ich auch nicht, denn ein Augenblinzeln später erschlaffte Ryou schon und verlor vollkommen das Bewusstsein aufgrund des Blutverlustes, der von einer tiefen Wunde im Arm herrührte. Einer Wunde, die ich ihm zugefügt hatte. Absichtlich. Ich sollte mich schämen–wäre ich nicht Bakura–DER Bakura, der von allen gehasst und verachtet, verfolgt und gerichtet wurde, wäre ich nicht nur ein Milleniumsgeist ohne festen Körper. Trotz allem empfand ich doch etwas–nicht Scham, aber dafür so etwas wie... Mitleid? Ein schlechtes Gewissen?
    Wegen RYOU?

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    Nachdenklich trug ich den bewusstlosen Jungen, in dessen Körper ich nun schon seit Jahren wohnte, zu dem kleinen, modrigen Bett, wo ich ihn vorsichti
    Nachdenklich trug ich den bewusstlosen Jungen, in dessen Körper ich nun schon seit Jahren wohnte, zu dem kleinen, modrigen Bett, wo ich ihn vorsichtig niederlegte. Es würde nicht mehr lange dauern, dann würde Marik vorbeischauen, um ihn mitzunehmen für unser kleines, fieses Theaterstück. Besser gesagt: Wir wollten die Freunde des Pharaos und ihn selber natürlich auch reinlegen. Der Pharao, wenn ich nur an ihn dachte–Arroganter Grünschnabel! Der hatte doch die Schicksalsfee irgendwie bestochen, damit sie ihm nur Glück schenkte. Deshalb war dann für mich auch keins mehr übrig. Immer nahm mir der Pharao alles–meine Freiheit, meine Existenz, mein Leben... Meine Ziele, meine Träume, meine Freunde–nichts ließ er mir. Aber das interessierte Niemanden. Für die Anderen war er doch bloß der ach so tolle, gut aussehende, gerechte, liebevolle Pharao–lächerlich. Und ich wiederum war der böse, gemeine, unberechenbare Bakura, der den armen Ryou die ganze Zeit ausnutzte. Besonders Letzteres trieb mich alle paar Stunden zur Weißglut–wie konnten diese Vollidioten von Menschen das behaupten? Sie hatten doch gar keine Ahnung, wie Ryou und ich zueinanderstanden. Okay, ich nutzte ihn schon manchmal aus, was bei seiner Naivität auch nicht schwer war, aber für mich war er mehr als nur ein Mittel zum Zweck. Er war mein Körper und deswegen zu beschützen. Auch wenn ich ihm das natürlich nie auf die Nase binden würde, weil er sonst wahrscheinlich übermütig werden würde. Leise seufzte ich kopfschüttelnd und ging zum Fenster, dessen Scheibe grau und verschmiert war. Draußen flackerten irgendwelche Lichter und man hörte vereinzelt das Bellen von Hunden. Es war Morgen, die Nacht hatte ich ja schon hinter mir. Normalerweise bedauerte ich das, denn die Nacht war meine Lieblingszeit. Das Mondlicht verbrannte mir nicht wie das Sonnenlicht meine Haut und ich liebte es durch die dunklen, schummrigen Straßen zu streifen. Dabei war es dann immer so schön ruhig und geheimnisvoll–Niemand belästigten mich, weder Ryou, noch der Pharao oder seine Bande. Kein Marik und kein Kaiba–nur ich und mein Schatten, der mir der treuste Wegbegleiter war, den ich je getroffen hatte. Er ließ mich nie im Stich und widersprach mir auch nicht–er war einfach da und gab mir stillschweigend immer seine Zustimmung. Ja, die Nacht war wirklich wie eine heilende Oase in der unendlichen Wüste der Jahre für mich. Doch diese Nacht war anders gewesen. Alles war anders. Alles würde anders werden. Und irgendwie, ich konnte es mir selber nicht erklären, verursachte das in mir ein flaues Bauchgefühl. Tief atmete ich ein und aus, um die schweren Gedanken aus meinem Kopf zu verbannen in das Reich der Schatten, dann wandte ich mich abrupt von der verschmierten Scheibe ab und schritt zu dem Bett. Müde setzte ich mich auf die Kante und starrte Ryou an. Wie er da um jeden Atemzug rang... Hatte ich es vielleicht übertrieben? Langsam machte ich mir doch Sorgen–so, wie er da um jedes Quäntchen Lebensenergie röchelnd da lag... Und an seinem Zustand war ich schuld. Ich ganz allein. Nachdenklich strich ich meinem Hikari durch die weißen Haare, die mich an Schneeflocken erinnerten. Schnee, der von Bluttropfen geziert war... In Ägypten hatte es nie Schnee gegeben, ich kannte ich bloß von Erzählungen. Erzählungen über das luxuriöse Leben des Pharaosohns Atem, der dieses Zeug angeblich in seine Getränke geschüttet bekomme. Ach, wie hatte ich den Mistkerl darum beneidet, ich, ein Straßenkind ohne Hab und Gut, nur bewaffnet mit einem Messer und seinem ebenso scharfen Verstand. Außer diesem war mir nichts vom Schicksal geschenkt worden. Wie gesagt, die Schicksalsfee hatte eben noch nie etwas für mich übrig gehabt. Nicht damals vor tausenden von Jahren und auch nicht heute. Jetzt stand ich hier, wurde von Jedem gehasst als die Verkörperung des Teufels, während dieser verwöhnte Atem von allen als großer Held angesehen wurde. Und dabei war ich doch eigentlich nur ein normaler Mensch, mittlerweile eben nur noch, wegen–wie sollte es auch anders sein–dem Pharao, eine körperlosen Seele, die von Niemanden den Rücken gedeckt bekam. Nicht, dass ich das nötig hätte. Aber es wäre schön zu wissen, dass ich nicht jedem egal war. Nicht von Allen als Übel angesehen zu werden, das ausradiert werden musste.
    Ach, was redete ich da? Das waren doch nur irgendwelche unbedeutende Träume, die es sowieso nicht wert waren, im Herzen behalten zu werden. Und warum? Ganz einfach: Der Pharao würde sie mir sowieso früher oder später zerstören, genau wie alles andere, was mir jemals etwas bedeutet hatte.

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1440833518
Ryo und Bakura-Licht und Dunkelheit (Yugioh)
Ryo und Bakura-Licht und Dunkelheit (Yugioh)
Bakura-der Teufel in Person. Ryo-der Engel in Person. Diese Beiden zusammen ergeben eine Bindung, an der einer der Beiden zerbrechen wird. Oder vielleicht doch nicht? (Tendershipping ist angestrebt)
http://www.testedich.de/quiz37/quiz/1440833518/Ryo-und-BakuraLicht-und-Dunkelheit-Yugioh
http://www.testedich.de/quiz37/picture/pic_1440833518_1.jpg
2015-08-29
407E
Yu-Gi-Oh!

Kommentare (6)

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Yamiyo (Autorin) (25304)
vor 420 Tagen
@Mizuki
Hey!^^
Eigentlich schreibe ich keine OC Geschichten mehr, aber falls ich dazu komme, kann ich mir ja eine überlegen. Allerdings habe ich seit einer Weile beschlossen, nicht mehr auf testedich zu schreiben, sondern auf fanfiktion.de. Mein Nickname ist dort Kitai. Also falls ich eine Oc x Marik Story schreibe, dann dort und nicht hier.
Mizuki (90193)
vor 421 Tagen
Cool kannst du wenn du hiermit fertig bist
eine Story über Marik und ein ein OC Mädchen
machen bitte
Yamiyo (Autorin) (15751)
vor 434 Tagen
ACHTUNG ACHTUNG!!!
FÜR DIEJENIGEN, DIE DIESE FF NOCH VERFOLGEN: Ich führe sie auf Fanfiktion.de weiter unter folgendem Link:
http://www.fanfiktion.de/s/57221864 0005cc4a2e6a2166/1/Licht-und-Dunkelheit

S chaut doch rein!^^ Ich freue mich auf euch!
magieg woolf (92281)
vor 510 Tagen
Coole story macht fun sie zu lesen😆
Black Kirara (26310)
vor 606 Tagen
Meine Fresse, du bist da ja noch pingeliger als ich!;) Machs dir nicht so schwer, die Story ist toll! Da kann man ja wohl über den ein oder anderen "Fehler" hinwegsehen (sonst zwar auch, aber egal).^^
Yamiyo (06644)
vor 669 Tagen
Ich entschuldige mich, dass hier einige Wörter in meiner FF, auch im Titel zusammengeschrieben sind, obwohl sie es nicht sein sollten. Das liegt daran, dass dort eigentlich ein Bindestrich ist– ein Bindestrich, den Testedich nicht kennt/akzeptiert. Denkt nicht, ich hätte diesen Fehler nicht bemerkt–ich habe es, aber ich finde einfach nicht den richtigen Bindestrich, der akzeptiert wird.