Wolfsrudel 4

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1 Kapitel - 791 Wörter - Erstellt von: Jasmin Paris - Aktualisiert am: 2015-08-30 - Entwickelt am: - 653 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Viertes Kapitel,

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    Wolfsrudel 4

    Als Spark aufwachte, spürte sie die Kleinen an ihr hochkrabbeln. Schnell zog sie die beiden von ihrem Rücken. „Guten Morgen!“ Mit der Rute wedelnd begrüßte Killandro sie. „Die beiden sind so was von frech! Der Schwarze hat mich vorher so fest gebissen, dass ich geblutet habe!“ Belustigt schleckte er den kleinen schwarzen Rüden ab. „Wie wollen wir sie nennen?“, kläffte Spark. „Keine Ahnung.“ Killlandro leckte ihr über Gesicht.

    Das Rudel war auf der Jagd. Romina, Soren und Katza liefen am Ende der Gruppe. „Ich wittere Reh!“, kläffte Flicker plötzlich. Alle reckten die Nasen in die Luft. „Das ist nicht Reh. Dass ist Elch.“, wandte Silver zögernd ein. Sie wusste, dass Elche jagen nur mit mehreren Rüden möglich war. Und Killandro war zu Hause bei Spark geblieben. Nur mit Streuner und Black würde es kompliziert werden. Aber beim Gedanken an das fette, saftige Fleisch lief ihr das Wasser im Mund zusammen. Fury schleckte sich auch schon über die Schnauze, Cleos Augen funkelten sehnsüchtig. Sie waren alle schon lange nicht mehr satt geworden. Ein Elch würde bedeuten, dass das ganze Rudel mit vollem Bauch schlafen gehen konnte. Und das war bald wieder nötig. Black machte sich auf den Weg, dem Geruch zu folgen. Nach ein paar Minuten kamen sie an eine kleine Lichtung. Eine Gruppe Elche stand nebeneinander und graste. Anscheinend hatte sie das Rudel noch nicht bemerkt. Streuner nickte den anderen kurz zu und stürzte sich auf einen der Elche. Das riesige Tier röhrte überrascht und fuhr herum. Seine Geweihspitze bohrte sich in Streuners Brust. Keuchend brach der schwarze Wolf zusammen. Black schoss hinaus und hängte sich an die Kehle des riesenhaften Tieres. Schnell schnappte er zu und der Elch brach tot zusammen. Hustend richtete Streuner sich auf. Blut rann aus der Wunde. Fury starrte entsetzt auf die tiefe Stichwunde. Dann senkte sie den Kopf und drehte sich weg. „Ich....ich kann nichts tun.“ „Nein!“, heulte Silver. „NEIN! DASS LASSE ICH NICHT ZU!“ Verzweifelt schob sie ihre Schnauze unter den schlanken Körper des verletzten Rüden und versuchte ihn hochzudrücken. „Du schaffst es!“ Mit zusammengebissenen Zähnen schob Silver den schwarzen Wolf auf die Pfoten. Aber die kräftigen Beine knickten wieder ein und keuchend fiel Streuner wieder auf die Seite. Zitternd wich Silver zurück. Jeder Wolf trat jetzt an Streuner heran und schleckte ihn ab. Dann verschwand das Rudel zwischen den Bäumen. Den Elch ließen sie liegen. Silver wich nicht von der Seite des verletzten Rüden. Sanft legte sie sich neben ihrem blutenden Freund. Immer wieder schleckte sie das Blut ab, das aus der Wunde floss und das weiße Fell rot färbte. Streuners Augen schlossen sich. Aber immer wieder biss Silver ihn sanft. Die schwarze Wölfin hatte Angst, dass Streuner nicht mehr aufwachen würde, wenn er jetzt einschlief. Seufzend legte sie ihren Kopf auf Streuners Schulter und schloss die Augen.

    „Wo sind Streuner und Silver?“, fragte Spark als das Rudel erschien. Alle senkten die Köpfe. Geschockt starrte Spark auf die Wölfe, die jetzt traurig in ihre Höhlen krochen. „UND IHR HABT SIE EINFACH ZURÜCKGELASSEN?“, heulte die weißgraue Wölfin. Killandro war nur neben ihr gestanden. Aber jetzt wandte er sich ab und legte sich niedergeschlagen hin. Plötzlich hörte er leises Pfotenscharren. Spark sprintete in den Wald.

    Silver sang. Schöner als sie je gesungen hatte. Wunderbar langgezogen und tief. Streuner lauschte. So schön hatte er noch keinen Wolf singen hören. Er fühlte wie sich ein Kribbeln in seiner Brust ausbreitete. Der Ton schwoll an, flaute ab, veränderte sich, wurde lauter. Plötzlich verschwand der Schmerz und er spürte unermessliche Kraft durch seinen Körper fluten. Er stand auf. Langsam bewegte er sich auf die silbern glänzende Wölfin zu, die mit geschlossenen Augen sang. Ein seltsames Farbenspiel erschien am Himmel. Ein bunter Wolf. Er sprang über sie Wolken, rannte über den Horizont, kam näher und stieg herab. Er stand vor Silver und legte ebenfalls den Kopf in den Nacken und begann, in Silvers Melodie einzufallen. Und plötzlich wusste Streuner, was Silver tat. Sie beschwor Kaore. Kaore, den Wolf aller Wölfe. Und Kaore war gekommen, hatte ihn neue Kraft geschenkt.

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