Wie ein Stern im Dunkeln- Eine Liebesgeschichte zu Beginn des vierten Zeitalters

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14 Fragen - Erstellt von: Nienna Heledir Caladwen - Entwickelt am: - 6.176 mal aufgerufen - User-Bewertung: 2.5 von 5.0 - 6 Stimmen - mit langer Auswertung

Was ist schon der Tod im Vergleich zum Verrat deiner Freundinnen? Was ist schon dabei, auf den erlösenden Tod zu warten, wenn dein Leben keinen Sinn mehr hat? Wenn dein Liebster sich abgewandt hat und Gondors neuer König Aragorn dich für eine Mörderin hält?
Was ist das für ein Leben, hinter Gittern, fernab von Licht und der Schönheit Mittelerdes?
Und wie beendest du es?
Finde deinen Weg, im zweiten Teil deiner Liebesgeschichte in Mittelerde.

  • 1
    "Warum?", schluchze ich, als die Wache mit den Schlüsseln provozierend langsam an meiner Zelle vorbei läuft und mich keines Blickes würdigt. Wie jeden Tag, seit ich hier bin, bekomme ich keine Antwort. Das einzige, was ich bekomme, ist abgestandenes Wasser, altes Brot und ab und zu einen Tritt in den Hintern, wenn ich mal wieder zu laut am Jammern bin. Niemand hat mich besucht, kein Gandalf, kein Aragorn, kein Hobbit und überhaupt keiner der Gefährten. Meine Freunde haben wohl nicht den Mut mir gegenüber zu treten. Ich bin des Mordes angeklagt, obwohl jeder weiß, dass ich nichts damit zu tun habe. Ich weiß, dass eine der Waldläuferinnen diesen Mord begangen hat, und die anderen wissen es auch, aber warum hilft mir niemand?
  • 2
    Ich verschränke die Arme vor der Brust und lehne mich an die kalte Mauer.
    Ich bin halb am wegdämmern, als ich Schritte vor der abgeriegelten Zellentür vernehme. Ein langer Schatten bleibt dort stehen. Hände klammern sich an die gusseisernen Gitterstäbe.
    "Cuilendis!"
  • 3
    Die Tür springt auf, und er kommt herein.
    Ehe ich reagieren kann, befinde ich mich in einer schwungvollen Umarmung und werde ein Mal in der Luft herumgewirbelt.
    "Was machst du hier?", frage ich leise und beiße mir auf die Unterlippe.
  • 4
    Ich nehme die Beine in die Hand und laufe, so schnell ich kann. Vor dem weißem Baum Gondors halte ich schließlich und atme tief durch.
    "Warum jetzt?", brülle ich und Tränen fließen mir in Sturzbächen über die Wangen. "Wo warst du so lange?"
  • 5
    Ich will es wahnsinnig gern glauben, jedes seiner Worte, schließlich klingt logisch, was er erzählt hat. Aber mein kleines, dummes Herz tut furchtbar weh, wenn ich an die kalten Stunden in der Zelle denke. Stunden, in denen ich dringend Trost gebraucht hätte, aber nur Spott von den Wachen bekommen habe.
    Ich kann nicht verhindern, dass mir zum wiederholten Male Tränen in die Augen schießen. Irgendwie finde ich selbst, dass mein Schluchzen klingt wie der Laut eines verletzten Tieres.
    "Cuilendis!", ruf plötzlich jemand, als ER erfolglos versucht, meine Wangen trocken zu tupfen. Ich blinzle den Tränenschleier weg und sehe Gandalf vor mir.
    Er stupst IHN mit seinem Stab an und meint: "Ich fürchte, du kannst ihr momentan nicht besonders helfen."
    Faramir/ Èomer/ Legolas/ Aragorn rappelt sich auf und zieht sich mit einem wehmütigem Blick in den Augen zurück.
  • 6
    Minas Tirith:
    Aragorn, König von Gondor, sitzt nachdenklich auf seinem Thron und weiß wohl nicht recht, wie er mit mir umgehen soll. Èomer, neuer, noch ungekrönter Thronfolger von Rohan, sitzt mit seiner Schwester Eowyn an einer langen gedeckten Tafel, ihre Blicke scheinen mich zu durchbohren. Faramir, Heerführer Gondors, stochert lustlos in seinem Essen herum. Die Elben Elrond, Galadriel, Legolas und Thranduil (ich weiß dass der in Der Herr der Ringe nicht vorkommt, ja) haben sich in eine stille Ecke zurückgezogen und diskutieren leise und hektisch. Gimli kann mir nicht in die Augen sehen.
    "Liebe Freunde.", eröffnet Gandalf die Versammlung und zwei kleine Hobbits, Merry und Pippin, folgen ihm gespannt. "Es geht um ein Verbrechen, das begangen wurde, bei dem aber eine Verdächtigte zu Unrecht verurteilt wurde."
    Protest unter den Einwohnern Gondors und Rohans, die sich das nicht recht vorstellen können.
    "Woher wollt Ihr das wissen, Mithrandir?", kreischt Eowyn.
  • 7
    Aragorn pfeift und auf Kommando kommen zwei Wachen, die ein Mädchen gefangen halten.
    Fallender Regen, meine Stellvertreterin in unserem Waldläuferstamm.
    Faramir springt auf und knallt seine Fäuste auf den Tisch. "Sie hat zwei meiner Männer umgebracht, wodurch Männer meiner Truppe und letztlich ich selbst des Mordes verdächtigt wurde.", brüllt er, außer sich vor Wut. Auch Èomer funkelt sie an. "Sie hat unsere Wache umgebracht, mit Cuilendis Pfeilen.", erwidert er und streicht mir einem Finger genüsslich über sein Schwert, das vor ihm auf der Tischplatte liegt.
  • 8
    "Cuilendis!"
  • 9
    Welcher Song beschreibt deine Gefühlslage am besten?
  • 10
    Meine engsten Freunde beschließen, am Abend ein kleines Fest zu feiern, aus Erleichterung, alles geklärt zu haben. Oder besser gesagt, sie feiern, weil ich keine Mörderin bin.
    Ich tanze eine Runde mit Gandalf, dann mit Pippin, aber jemandes Blicke verfolgen mich, was ich auch tue.
  • 11
    Wie schon so oft in meinem Leben sitze ich unter einem kühlen Himmelszelt und bestaune die Sterne. In den Zeiten, in denen ich niemanden hatte und mein Leben stetig auf der Kippe stand, wurden sie zu meinen besten Freunden. Aber mir ist klar, dass Sterne zwar trösten, aber echte Freundschaften und Beziehungen nicht ersetzen können.
    Langsam raffe ich mich auf und entschließe mich, ein wenig durch die weiße Stadt zu spazieren.
    Plötzlich werde ich unsanft zu Boden gestoßen. Ein langer Schatten ragt über mir, doch an der Silhouette erkenne ich, dass es kein Mann ist.
    "Gib mir alles was du hast, wenn dir dein Leben lieb ist!", knurrt die Frauenstimme gefährlich nah an meinem Ohr, als sie sich zu mir herunterbeugt. Obwohl ich längere Zeit nicht gekämpft habe, bin ich keines Wegs eingerostet, packte die Schultern meiner Angreiferin und schleudere sie so kräftig ich kann von mir. Ein dumpfer Knall ertönt, als sie mit dem Kopf gegen eine der weißen Mauern stößt. Ich reiße die Kapuze aus ihrem Gesicht und erkenne...
  • 12
    Lúmenn öffnet den Mund, doch statt zu antworten, spuckt sie mir Blut vor die Füße.
    "Du hast unsere Gruppe verlassen für ein besseres Leben.", keucht sie voller Abscheu.
    "Und euch habe ich angeboten, nach Gondor zu kommen.", kontere ich. "Für ein besseres Leben!"
    Sie rafft sich auf und hebt stolz ihr Kinn.
    "Wir haben dir weh getan, nicht wahr? Dir und deinen Freunden. Wir haben deinem Waldhüpfer-Freund Faramir und seinen Leuten Morde in die Schuhe geschoben, wir haben dir Morde in die Schuhe geschoben. Wir werden dich vernichten!" Ihre Stimme schrillt durch die Nacht.
    "Ach, und nimm's deinem Herzblatt nicht übel. Ich habe ihn erpresst."
    Ich kann kaum glauben dass meine Mädchen aus purer, kindischer Rache so etwas tun!
  • 13
    "Cuilendis!"
    Ein Ruf hallt zwischen den Häusern und Lúmenn sieht auf einmal ziemlich unsicher aus.
    "Bete, dass er dich nicht findet.", zischt sie.
    Sollte ich vielleicht, aber in Wirklichkeit bete ich eher, dass ER mich findet.
  • 14
    (Du bist bewusstlos, also geht das Szenario weiter aus seiner Sicht...)

Kommentare (6)

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Mai Takagy ( von: Mai Takagy)
vor 317 Tagen
Die Story ist so süß *seufz* ^^
Arvenlien (66411)
vor 324 Tagen
Ich hatte Legolas ♡♡
Ich lieben ihn soo sehr♡♡♡
Nienna Heledir Caladwen (06148)
vor 521 Tagen
http://www.testedich.de/quiz39/quiz/1455990596/After-War-through-the-eyes-of-a-child
Nienna Heledir Caladwen (65036)
vor 555 Tagen
Hihi, ist schon draußen;))
HdR Fan2.0 (39556)
vor 555 Tagen
Ich finde deine Geschichte so geil. Bitte schreib den zweiten Teil so schnell wie möglich ❄✴
Nienna Heledir Caladwen (65036)
vor 558 Tagen
ICH HABE KEINE AHNUNG WARUM PLÖTZLICH ALLE ALTEN TESTS VON MIR HIER AUFTAUCHEN!