Das Mädchen mit dem falschen Gesicht... [Kapitel 4]

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1 Kapitel - 3.031 Wörter - Erstellt von: Suigetsugirl*-* - Aktualisiert am: 2015-08-27 - Entwickelt am: - 713 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Der nächste Teil ist endlich fertig:3 Es tut mir so leid, dass es so ewig gedauert hat:( Hoffentlich gefällt euch die nächste Geschichte des Racheengels Charlie trotzdem:3

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Vierte Rache: Riley

#4.7.2005 „Aus dem Weg!“ Riley stieß dem Angesprochenen ärgerlich den Ellenbogen in die Seite, ehe dieser reagieren konnte. Idiot. Reflexe müssen eben trainiert sein. „Pass doch besser auf!“, rief ihm der Typ mit schmerzverzerrtem Gesicht hinterher. Klar. Werde ich sicher machen. In deinen Träumen. Mit in den Hosentaschen versenkten Händen trottete er weiter, immer geradeaus den Gang hinab. Sonnenlicht tanzte auf dem Flur der High School, doch in seinem Herz tobte etwas ganz anderes als Wärme und Sommergefühle. Hass. Brennender Hass auf alle, die seinen Weg kreuzten. Warum musste er eigentlich hier sein…? Eine Gruppe lachender Mädchen lief an ihm vorbei, und als eine ihn anrempelte, fuhr er wütend herum und fauchte etwas von: „Verzieh dich, klar!“ Sie zuckte erschrocken zusammen und bat um Entschuldigung. Er drehte sich nur mit einer zornigen Handbewegung um und trottete weiter. Der Unterricht begann in zwei Minuten. Er würde zu spät kommen. Gut so. Ein schmerzerfülltes Grinsen machte dem starren Ausdruck seines Gesichts Platz, und er lehnte sich gegen einen der grünen Spinde. Wenn die Lehrer den Unterricht nicht auch ohne ihn halten konnten, hatten sie hier eh nichts zu suchen. „Kann ich da mal hin…?“ Ein schüchtern aussehender, trotz seines Alters kleiner Junge blickte zu ihm auf. Riley schätze ihn auf Siebzehn Jahre, wie er selbst, aber der Kleine hatte die Eins Sechzig nicht geknackt. „Und was, wenn nicht?“ Bei seinem mürrischen Tonfall zuckte der Kleinere zusammen und wich etwas zurück. „Dann habe ich… Kein Material für den Unterricht… Das ist da nämlich drin…“ „Oh… Achso, na dann… Viel Spaß ohne ‚Material für den Unterricht‘, Kleiner.“ „Lass das!“, ereiferte er sich sein gegenüber mit zusammengekratztem Mut, und Rileys Grinsen wurde noch breiter: „Hau besser ab, Kurzer. Du willst nicht um noch einen Kopf kürzer gemacht werden, hab ich recht?“ „Ja… Aber…“ Sein Stammeln machte ihn wütend, und Riley machte einen Schritt vor. Der Andere duckte sich erschrocken und wurde unter Rileys bösem Blick noch kleiner. „Verschwinde, habe ich gesagt! Ich stehe hier gerade und hab echt keinen Bock, zur Seite zu gehen!“ Die anderen Schüler, die gerade noch im Flur waren, drehten sich erschrocken um und gewannen Land. Rileys Ruf war ganz sicher nicht der des hilfsbereiten, smarten Typs. „Bitte… Der Unterricht hat-“ Riley ballte seine Hände zu Fäusten, und der Anderer wurde noch bleicher und wich zurück gegen die Wand. „Hau ab…“ Er schluckte, und Riley am ihm bedrohlich nah. „Ich brauche aber meine Sachen!“ Rileys Grinsen verwandele sich wieder zu dem monotonen Ausdruck, den es vorhin gezeigt hatte. „Ich glaube, das hast du mir schon gesagt… Kleiner.“ Er holte aus und wollte dem Anderen, der sich erschrocken duckte, eine schmerzhafte Lektion verpassen, doch jemand packte seine geballte Faust und zerrte ihn zurück: „Das reicht jetzt, du rücksichtsloser Schläger!“ Es gab nur einen, der sich traute, so mit ihm zu sprechen, und Riley drehte sich wütend um und schaute in das ärgerliche Gesicht der Schülersprecherin. „Warum zur Hölle mischt du dich immer in meine Angelegenheiten ein?“ Riley säuerliche Aussage ließ sie noch wütender werden. „Deine ‚Angelegenheiten‘ bestehen immer nur aus Flüchen und Prügeleien! Ich hab’s satt!“ „Und was machst du jetzt?“, frohlockte Riley zynisch, und sie lächelte böse: „Dir eine Nachricht vom Direktorat übermitteln: Du sollst dich melden… Sofort!“ Rileys Hand, die gerade noch den Kragen seines Opfers umschlossen hatte lockerte sich, und dieser flüchtete schnell aus dem Gang, in den jetzt immer mehr gaffende Schüler traten. Selbstverständlich hielten sie Sicherheitsabstand zu Riley. Dieser war nah dran, der Schülersprecherin ins Gesicht zu spucken, überlegte es sich dann aber anders und drehte sich ruckartig um: „Du bist bald dran, Marla! Und ihr…“, er drehte sich lächelnd zu den paar Schülern zum, die in den Gang hinein getreten waren, „Und ihr Feiglinge auch!“ Mit diesen Drohungen machte er auf dem Absatz kehrt und stapfte die Treppe hoch in Richtung des Büros, in dem eine sichtlich genervte Schulleitung auf ihn wartete. Als er dort hereingerufen wurde, waren der Direktor uns seine Lehrercrew schon zu einem Urteil gekommen. Während Riley spöttisch feixend auf dem Stuhl platznahm und die langen Beine übereinanderschlug, baute sich der ältere Mann verärgert vor ihm auf: „Ich fasse es nicht! Erst vorgestern hast du wegen verbalen Beleidigungen und angedrohten Gewalttaten hier gesessen, und jetzt beehrst du uns schon wieder! Das muss entsprechend geahndet werden, nicht wahr!“ Was sollten sie ihm schon antun? Verweis, Nachsitzen… Alles egal! „Du wirst auf noch ungewisse Zeit vom Unterricht ausgeschlossen. Deine Eltern werden sich hier melden müssen, und dann-“ „Welche Eltern meinen sie denn, werter Herr Direktor?“ Die Ironie in einer Stimme sorgte für eine auf den Tisch knallende Handfläche, und Riley lachte laut auf. „Mit Eltern meine ich deinen Vater! Verzeih mir diese Verwechslung!“ Es fiel ihm sichtlich schwer, sich zu entschuldigen, und Riley prustete los. So wurden seine Vergehen bestraft? Sie hielten ihn vom Unterricht fern? Das war ja erbärmlich. „Geh jetzt, und komm vorerst ja nicht wieder!“ „Keine Sorge, Sir, wird mir nicht passieren!“ Riley stand auf, schob den Stuhl mit der Schuhspitze wider an den Tisch und verließ pfeifend den Raum. Bevor er das Gebäude verließ, musste er sich unbedingt noch bei der Nervensäge von Schulsprecherin erkenntlich zeigen… Er fand sie lesend in der Schulbücherei vor, und als er eintrat, sah sie auf. In ihren Augen blitze Genugtuung auf, doch als sie seine lächelnde Miene sah, verzog sie ihr Gesicht: „Was haben sie gesagt?“ „Danke, Marla!“ Lachend ließ er seine Hand auf ihre Schulter knallen und drückte sie in den nachgiebigen Sessel. „Ist ja cool! Dank dir muss ich für eine Zeit nicht hier her kommen!“ Er lachte sie freundlich an, und ihre Augen funkelten vor Wut. Allerdings nicht über seine freche Art. „Du bist so ein Idiot, weißt du das eigentlich!“ Sie schlug seine Hand weg und rappelte sich auf: „Du ruinierst dir deine Zukunft! Ist dir das eigentlich klar! Das wird in deiner Schulakte stehen, und bei der Jobsuche-“ „Job? Ich werde nie arbeiten müssen, Marla.“ Mit diesen Worten ließ er eine verwirrte Marla zurück und verließ die Schule, um nach Hause zu laufen. Er war schneller dort, als erwartet, und mit einem düstern Lächeln schob er das schmiedeeiserne Tor einen Spalt breit auf und schlüpfte behände hindurch. „Ich bin Zuhause…“ Ein Dienstmädchen öffnete ihm die Tür, und er betrat mit über die Schulter gehängter Tasche das helle Foyer. „Gab es in der Schule Ärger, junger Herr?“, erkundigte sich das Mädchen behutsam, doch er drückte ihr seine Tasche nur energisch in die Arme. „Geht dich ja eigentlich nichts an, aber ich werde für `ne Zeit zuhause bleiben. Sag meinem Vater, dass er morgen jemanden in die Schule schicken soll. Hat einen Termin bekommen.“ „Mache ich… Junger Herr.“, murmelte sie und drehte sich ruckartig um. Riley stapfte die breite Treppe hoch in Richtung des Ostflügels, in dem sein Zimmer lag. Obwohl, Apartment würde es wohl besser beschreiben. Mit düsterer Miene betrat er sein eigenes Wohnzimmer und warf seine Jacke achtlos über die Sofalehne. Mit einer Last weniger stiefelte er die Treppe hoch in sein Schlafzimmer und ließ sich auf das Bett fallen. Verdammt. Kein Bock mehr auf dieses Leben... Er drehte sich auf die Seite und starrte das Bild auf seinem Nachttisch an. Eine nun zerbrochene Familie lächelte ihn glücklich an. Zumindest der kleine Junge, die zwei hübschen Mädchen daneben und ihre Mutter, die die Drei in den Armen hielt, lachten in die Kamera. Das Gesicht des Mannes war mit einer Schere zerkratzt und verunstaltet worden, und beim Anblick seines Vormunds lächelte Riley grimmig. Der einzige Mensch, der außer Riley noch am Leben war, war ein arrogantes Ar***loch, das nichts Besseres zu tun hatte, als in seinem Büro zu sitzen und manchmal Golf zu spielen. Und keinen Gedanken an die Frau und die Mädchen zu verschwenden, die er einst feige umbringen ließ. In seinen Augen waren sie Ballast gewesen, unnützer Müll, den er jederzeit loswerden konnte. Er hatte dann auch dafür gesorgt, dass die drei Frauen, die inzwischen viel zu viel wussten, entsorgt wurden. Mit einem Jagdgewehr und kriminellen Freunden war das bestimmt einfach gewesen. Bisschen Blut und anderweitige Fetzen aufwischen und die Leichen verschwinden lassen. Frau und Töchter? Hatten quasi nie existiert. Wenn man solche Kontakte wie sein Vater hatte, war das ein leichtes Spiel. Riley verzog das Gesicht vor Schmerz und Wut. Sein Psycho von Vormund hatte ihn damals nur am Leben gelassen, weil er gehofft hatte, er würde eines Tages in seine Fußstapfen treten. Diese Aufgabe hatte Riley mit Bravour gemeistert, und angeekelt über sich selbst unterdrückte er ein Würgen. Vorhin hatte er noch zu Marla gesagt, dass für ihn nie die Notwendigkeit bestehen würde, zu arbeiten. Sein Vater hatte sich mit seinen illegalen Geschäften eine goldene Nase verdient, und Riley war ja sein einziger Erbe. Adoptiert, musste man anmerken. Riley war der uneheliche Sohn seiner Mutter, doch seinen vermeintlichen Vater hatte das nie gestört. Im Gegenteil, ein Grund mehr, diese Frau loszuwerden und ein tolles Leben mit ständig wechselnden Geliebten zu führen. Trist drehte Riley sich auf den Rücken und starrte an die Decke, als die Tür unten klackend aufging. Eine weibliche Stimme rief nach ihm. „Was gibt’s!“ Die junge, schwarzhaarige Frau, die zu ihm hochschaute, räusperte sich und begann, die Störung zu begründen: „Ihr Vormund hat von der Einladung des Direktors Kenntnis genommen und wird den Termin wahrnehmen, junger Herr.“ „Toll. Jetzt hau ab.“ Sie drehte sich um und machte Anstalten, den Raum zu verlassen, als sie plötzlich stehen blieb und eine merkwürdige Frage stellte. „Junger Herr…? Wollt ihr ihn loswerden?“ „Nichts lieber als das“, lachte er fies und mit eine übergroßem schwall an Ironie, dann drehte er sich um und ging die Treppe wieder hoch. „Ihr Wunsch wurde zur Kenntnis genommen, junger Herr…“, wisperte das Dienstmädchen amüsiert und verließ ohne weitere Worte den Raum.

#26.8.2009 „Morgen, Riley.“ Riley drehte sich verschlafen um und rieb sich die Augen, um in Marlas freundliches Gesicht zu schauen. Die junge Frau stand mit einer Kaffekanne neben seinem Bett und schwenkte diese in der Luft umher. „Frühstück ist fertig! Jetzt komm schon!“ Er wollte sich aufrichten und aus dem Bett klettern, während die Gedanken an den seltsamen, sich häufig widerholenden Albtraum immer wieder in ihm hochkamen. Vier verdammte Jahre war es her… Vor vier Jahren hatte sich sein Leben endlich zum Guten gewendet und für die grausame Hinrichtung seines Vormunds gesorgt. Der Mörder wurde nie gefunden, und genau deshalb gingen die Gedanken an das fremde Dienstmädchen, das ihm diese seltsame Frage gestellt hatte, nicht aus seinem Schädel. „Junger Herr…? Wollt ihr ihn loswerden?“ Das hatte sie ihn gefragt, oder? Er rieb sich nachdenklich den schmerzenden Kopf. Seitdem träumte er immer wieder von der jungen Frau, die er, obwohl sie in dem Haushalt angestellt war, nie gekannt hatte. Sie hatte sich dem Schlafzimmer seines Vormunds genähert, eine Teekanne in der einen, ein Küchenmesser in der anderen, hinter dem Rücken verborgenen Hand. Ab da wurden die Bilder in seinem Kopf so verschwommen… So verzerrt…

„Guten Abend, mein Herr. Ich bringe den Tee.“ „Tret ein!“ Das Mädchen drückte die Klinke herab und betrat den verrauchten Raum, an dessen Ende ein kahlköpfiger Mann saß. Allein seine Aura hatte etwas Kriminelles an sich, und das Mädchen umklammerte den Griff des Messers fester. Gegen so ein überlegenes Muskelpaket hatte sie noch nie gekämpft, doch es würde ihr sicherlich Freude bereiten, ihn leiden zu sehen. Er sollte genauso leiden wie Riley… Nur sollten seine Schmerzen noch stärker sein. Er sollte sich mit ausgeschlitztem Bauch auf dem Boden krümmen, er sollte sein Leben ausschreien, anstatt sanft seine Seele auszuhauchen, er sollte Blut spucken und gegen die sich nähernde Schwärze kämpfen. Ein Lächeln stahl sich auf Charlies Gesicht, und sie drehte das Messer erwartungsvoll in ihrer Hand hin und her. Sie schritt gemächlich auf ihn zu und stellte das Tablett mit Tasse und Kanne vor ihm ab. Sein scharfer Blick schien sie zu durchbohren, und sie befürchtet, er würde das Messer sehen. Doch er lächelte nur schief. „Setzen sie sich doch und leisten sie mir ein wenig Gesellschaft.“ Wie nett, den Tod noch auf einen kurzen Plausch einzuladen. Nett… Und so naiv. „Waren sie bei Riley?“ Charlie nickte knapp, und er lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück. „Ah, der Junge macht sich so gut…“ Widerling. Das Messer blitze kurz auf, als Charlie es behutsam hinter ihrem Rücken hervorholte. „Sie sind neu oder? Ich habe sie noch nicht häufig gesehen. Also hat mal wieder eine gekündigt.“ Er seufzte resigniert, und Charlies Hand blieb starr hinter ihrem Rücken, als sie leise bejahte. Während der Mann ihr etwas von immer schlechter werdenden Hausgehilfinnen erzählte, begann das Messer in ihrem Klammergriff zu zittern. Er weckte in ihr einen so abgrundtiefen Hass… Sie konnte es nicht länger unterdrücken! „Mein Herr…?“ „Hm…? Was gibt’s?“ Charlie atmete tief ein. das würde ein Spaß werden… „Was haben sie denn? Alles in-“ Er konnte den Satz nicht mehr beenden. Charlie rammte die Klinge tief in seine Schulter, und er wich mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück. Ehe er schreien konnte, rammte sie ihm ihre Faust ins Gesicht. Seine Nase knackte, als er nach hinten umfiel. Sie reagierte schnell, fesselte und knebelte ihn rasch, presste seinen zuckenden Körper an den Boden. „Abschaum…“, grollte sie leise, bedrohlich genug, um seine Augen größer werden zu lassen. Langsam setze sie das Messer an seinem Schlüsselbein an, dann riss sie es nach unten. Der Länge nach schnitt sie seinen Oberkörper auf, und er wehrte sich in Todesangst gegen ihren festen Griff. Entkommen war unmöglich… „Bezahle für deine Taten…“, lachte Charlie leise und begann, auf seine Knie einzustechen. Die Spitze des Messers schrammte an Knochen vorbei und bohrte sich tief in das Fleisch, und er brüllte vor Schmerz in das vor seinen Mund gebundene Tuch. „Dir wird niemand zur Hilfe kommen. Dich wird niemand hören, und wenn es doch jemand tut, wird er dich ignorieren.“ Mit diesen Worten begann sie, auf sein Gesicht einzustechen, und er wand sich hilflos unter ihr. Als sie ihm mehrmals in den Hals stach, zuckte er noch unter ihr. Mit verdrehten Augen erstarben seine Bewegungen schließlich, und Charlie wich enttäuscht zurück. Sie hätte es qualvoller gestalten müssen… Schade. „Herr? Alles in Ordnung?“ „Oh, da sieht ja doch jemand nach dir. Zu spät…“ Mit einem letzten entschuldigenden Schulterzucken in Richtung des Toten sprang Charlie auf und eilte zum Fenster. Das Messer behielt sie, diese genussvolle Rache wollte sie in Erinnerung behalten. „Mach`s gut, Riley...“ Sie öffnete das Fenster und sprang heraus in die Nacht, als die Tür zum Zimmer aufgebrochen wurde und einige Bedienstete entsetzt hereinstürmten und sich um die verunstaltete Leiche ihres Vorgesetzten versammelten. „Ist er…?“ „Jemand muss es Herr Riley sagen!“ „Holt einen Notarzt! Schnell!“ Die Sirenen näherten sich dem großen Anwesen, als ein blasses Mädchen im klassischen Dienstmädchenkleid durch die aufhorchenden Straßen der Stadt huschte. Schade, dieses Mal war keine Maske dabei herausgesprungen… So ein Mist!

„Himmel! Riley, ist alles in Ordnung! Riley!“ Er schlug verwirrt die Augen auf. Was war das gerade gewesen? Er lag am Boden neben seinem Bett, und Marla starrte ängstlich auf ihn herab. „Du hast das Bewusstsein verloren, und ich... Ich...“ Sie schluchzte leise auf und nahm ihn in die Arme. „Ist schon… okay“, beruhigte er sie sanft und ließ sich von ihr aufhelfen. Was zur Hölle war gerade eben passiert? Der Name des Dienstmädchens brannte sich in sein Sichtfeld: Charlie. War sie es wirklich gewesen? Oder hatte sein Körper ihm das nur vorgegaukelt, da er immer noch auf der Suche nach einer vernünftigen Erklärung für den Tod seines Vormunds war? Irritiert über diese Vision folgte er Marla ins Esszimmer. Auf dem Tisch stand ein Teller Pancakes, doch er bekam fast nichts runter. Marla starrte ihn die ganze Zeit besorgt an, und er versicherte ihr mit liebevollem Blick, dass er wirklich in Ordnung war. Nach dem Frühstück stolperte er ins Bad. Das Fenster stand offen, und der kühle Wind streifte seine Haut. Hatte Marla es geöffnet? Wer denn sonst? Er seufzte und stellte sich unter die Dusche, suchte nach dem Shampoo. Als er es zur Hand nahm, fühlte er Papier am Deckel kleben. Was hatte das denn zu bedeuten? Behutsam löste er den mit Klebeband befestigten, feuchten Zettel vom Plastik. In einer krakeligen Schrift standen dort vier Wörter, die von einem lachenden Smiley beendet wurden: Ja, ich war es:) Mit einem entsetzten Blick begutachtete Riley das Geschriebene, dann wanderte sein Blick zu dem klebrigen, von geronnenem Blut bedeckten Messer, das direkt zwischen zwei Duschgel-Flaschen lag. Vier Jahre altes, getrocknetes Blut, das durch das warme Duschwasser langsam vom Messer gelöst und in den Abfluss gespült wurde.

Kommentare Seite 1 von 1
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CreepyWhat ( 02006 )
Abgeschickt vor 453 Tagen
@xXCupcake-CultXx
1. Man KANN bereits ab den ersten Suizidversuch in eine Anstalt eingewiesen werden.
2. Stumme können selbstverständlich in eine normale Schule gehen. Wir hatten damals sogar einen tauben Mitschüler.
3. Sorry habe Nachtschicht und mir ist langweilig.
Lg
Suigetsugirl*-* ( 56710 )
Abgeschickt vor 576 Tagen
Ahh, das hätte ich besser beschreiben sollen... Die Szene spielt ja vier Jahre danach und die beiden sind in der zwischenzeit ein Paar geworden;) Tut zwar eigentlich nichts zur sache aber ich wollte eine Geschichte mal ein bisschen happy enden lassen:)
Lady_Siren ( 32680 )
Abgeschickt vor 577 Tagen
Die Geschichte ist wirklich gut. Kapitel 4 ist dir wirklich gut gelungen, aber was macht Marla bitte in Rileys Haus? XD Ich dachte, die mögen sich nicht.
litteldeadgirl ( 17695 )
Abgeschickt vor 599 Tagen
Wow so eine geile Geschichte. Ich hab auch eine kranke geschrieben aber so krank noch nicht. Mach weiter bbbbbbbiiiiiiiittttttttttttttteeeeee
Suigetsugirl*-* ( 20747 )
Abgeschickt vor 642 Tagen
Entschuldigung:(Aber ich Tollpatsch habe den vierten Teil aus Versehen gelöscht und bin grad am neu schreiben xD
Creapy! ( 65486 )
Abgeschickt vor 657 Tagen
Die Fortsetzung kommt und kommt nicht.... :'(
Suigetsugirl*-* ( 11183 )
Abgeschickt vor 677 Tagen
Danke für Lob und Hinweise :D fortsetzung kommt bald :3
Suigetsugirl*-* ( 11183 )
Abgeschickt vor 677 Tagen
Owaa sorry mein handy hat gespackt D:
Suigetsugirl*-* ( 11183 )
Abgeschickt vor 677 Tagen
Hey erstmal
Creapy! ( 69036 )
Abgeschickt vor 699 Tagen
Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte weiterschreiben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Eine Frage, sieht das wirklich so echt aus, wenn man so eine Maske aufsetzt? Aber wie schon gesagt weeeeeeeeeeeiterschreiben!
xXCupcake-CultXx ( 65045 )
Abgeschickt vor 703 Tagen
Ergänzung zu Punkt 1.) ^^
...doppelt tot, um genau zu sein x'D Vivis Ohr ist ja auch ab, nicht wahr? Ja...ein Ohr ist ungefähr gleich stark durchblutet wie ne Zunge, da würde man auch sterben, wenn die Ohrmuschel abgetrennt werden würde, nicht nur wenn die Zunge fehlt ;3

Aber wie schon gesagt, tolle Fortsetzung ^~^
Suigetsugirl*-* ( 68775 )
Abgeschickt vor 709 Tagen
:D Ja das mit der Anstalt stimmt schon ich werd versuchen das beim nächsten mal mehr zu überdenken
xXCupcake-CultXx ( 68775 )
Abgeschickt vor 709 Tagen
Coole Geschichte! Rechtschreibung ist sehr gut, Kommasetzung ebenfalls. Auch konnte ich mich sehr gut in die Rolle von Charlie, aber auch von Liz hinein versetzen. Ähnlich wie bei Charlie, hatte ich mir auch oft gewünscht,alle schlechten Menschen beseitigen zu können xD was natürlich (leider) nie umgesetzt wurde. Ich weiß selbst, wie es ist, wenn man sich rächen mag.
Liz' Gefühle konnte ich gut nachempfinden, weil ich auch hier die Erfahrung schon sammelte, in ein Ar***loch verliebt zu sein. Also...Lob von mir, ich mochte die CP. Thema ist etwas klassisch, aber dennoch anders, als viele andere CPs die ich las, in denen es um Teenager ging die aus Rache morden.

Das Einzige was mich minimal störte (aber du könntest es vermutlich einfach nicht wissen, darum kläre ich dich auf) : In eine Anstalt kommen nur die ganz harten Fälle. Du müsstest dich wirklich permanent umbringen wollen, also es muss schon fast eine "Sucht" sein, sich da