Die traurige Geschichte von Lilienkralle

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1 Kapitel - 1.004 Wörter - Erstellt von: Lilienkralle - Aktualisiert am: 2015-08-23 - Entwickelt am: - 926 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Für seine Jungen tut man alles, sogar sterben.

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    Hallo, ich bin Lilienkralle aus dem NebelClan. Jetzt bin ich im SternenClan und wie ich dahin gekommen bin will ich euch jetzt erzählen.
    Es gab einen Kater, er hieß Fischsprung. Ich war verliebt in ihn, vielleicht auch er in mich. Wir machten viel zusammen, gingen durch dick und dünn, seit wir Junge waren. Dann bekam er einen Schüler, genau wie Leopardenherz, sie war auch in ihn verliebt. Ab diesem Moment verbrachte er nur noch Zeit mit ihr, mich behandelte er wie Luft. Das kränkte mich und ich wurde unendlich traurig. Ich beschloss zu gehen und ein bisschen Zeit außerhalb zu verbringen. Das tat ich auch. Ich wanderte einen viertel Mond durch die Gegend. Da kam ich an einen Waldrand und vor mir erhoben sich riesige aus Stein gebaute Höhlen. Vor mir lag ein Zweibeinerort. Ich blieb einige Monde dort, denn man konnte gut jagen und die Zweibeiner machten mir keine Probleme. In dieser Zeit lernte ich einen Kater kennen. Er war ein Hauskätzchen und hieß Felix. Ich erzählte ihm alles über die Clans und das Clanleben. Er war wissbegierig und begeistert. Felix erzählte mir dass er manchmal versucht eine Maus zu fangen, sie ihm aber immer entwischt. Deshalb zeigte ich ihm das Jagen. Er war ein guter Schüler und lernte schnell. Danach wollte er das Kämpfen lernen. Zuerst dachte ich dass er bald das Interesse verlieren würde. Doch das tat er nicht. Irgendwie war ich erleichtert dass er sich so dafür interessierte. Denn ich fing an ihn zu mögen, vielleicht auch ein bisschen doll mögen. Ihr wisst schon was ich meine. Naja auf jeden Fall war er ein guter Kämpfer. Als ich dann zurück wollte, kam er mit. Ich freute mich. So zogen wir zurück. Auf unserem Weg lernten wir uns noch besser kennen und wurden Gefährten.
    Meine Schwester nahm uns sofort wieder auf und machte ihn zu einem Krieger mit dem Namen Wolfkralle. Doch ihm wurde misstraut. Vor allem von Leopardenherz. Aber als Wolfkralle ihr Jungen vor dem Ertrinken rettete, hatte er seine Treue bewiesen. Es vergingen Monde, ich und Wolfkralle bekamen vier Junge. Wir nannten sie Binsenjunges, Malvenjunges, Larvenjunges und Sonnenblumenjunges.
    Zwei Monde nach ihrer Geburt mitten in der Nacht fing unser Lager an zu brennen. Durch die lange trockene Zeit waren die Schilfwedel leicht entzündbar. Wir rannten so schnell wir konnten aus dem Lager. Die Krieger hatten uns Königinnen und den Ältesten zuerst aus dem Lager geholfen. Jetzt rannten wir um unser Leben. Ich trug Binsenjnges und Wolfkralle Malvenjunges. Neben mir lief unsere Heilerin Glockenblume, sie trug Larvenjunges. Ich schaute mich um. Ich konnte Sonnenblumenjunges nirgendwo entdecken. Entsetzen packte mich. Ich blieb stehen und drückte mein Junges der nächsten Katze in die Pfoten, die an mir vorbei lief. Es war Minzblatt, meine ehemalige Schülerin. Dann eilte ich zurück. Ich wartete durch das Flussbett, wo von dem Fluss jetzt nur noch ein Rinnsal übrig war. Vor mir war das Lager. Es stand vollkommen in Flammen. "Sonnenblumenjunges!", schrie ich aus Leibeskräften. Doch ich bekam keine Antwort. Das Feuer breitete sich weiter aus. Ich wich zurück. Da hörte ich ein jämmerliches Maunzen. Ich blickte in die Richtung und entdeckte ... SONNENBLUMENJUNGES! Ich rannte so schnell ich konnte auf sie zu. Doch plötzlich brach vor mir ein brennender Ast ab und knallte auf den Weg. Mein Weg zu meinem Jungen war mir versperrt. Die Angst wurde größer und größer und das Maunzen immer schwächer. Ich dachte nicht lange nach, sondern sprang einfach über den brennenden Ast. Dabei brannten meine Pfoten an. Die weiche Haut meiner Ballen war verbrannt und blutete. Ich schrie vor Schmerz auf, trotzdem landete ich sicher auf allen vier Pfoten. Dann humpelte ich weiter. Schon sah ich Sonnenblumenjunges unter einem kleinen Ast sitzen. Sie zitterte am ganzen Körper. Ein Teil von ihrem Fell war angesengt. Ich hob sie auf und schleppte mich Richtung Ufer. Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen. Am Ufer konnte ich schemenhafte Gestalten sehen. Sie wurden ein bisschen klarer, als wir uns ihnen näherten. Ich konnte einen cremefarbene Kater erkennen. Zwischen seinen Pfoten drängten sich drei kleine Junge. Erleichtert stolperte ich auf Wolfkralle zu. Da löste er sich von den anderen und sprang in großen Sätzen zu mir und Sonnenblumenjunges. Bei mir angekommen leckte er mich zwischen den Ohren und presste sich an mich. Er redete auf mich ein, aber ich verstand nichts von dem was er mir sagte. Ich sank keuchend auf den staubigen Boden. Meine Augen fielen langsam zu. Das letzte was ich sah waren Wolfkralles hellblaue Augen und das Letzte was ich hörte waren die Worte die er in den Wind jaulte: "Nein Lilienkralle, bleib bei mir! Du darfst nicht gehen!" Erschöpft öffnete ich noch einmal kurz die Augen und murmelte: "Ich liebe dich, Wolfkralle. Pass gut auf unsere Jungen auf. Ich werde immer bei dir sein." Dann fielen meine Augen zu und ich sank in den unendlichen Schlaf.

    Jetzt bin ich beim SternenClan und wache über meine Familie und meinen Clan. In Träumen besuche ich oft Wolfkralle und meine Jungen. Ich glaube so ist es für sie leichter, denn dadurch können wir auch noch miteinander reden. Ich werde immer für sie da sein. Wenn sie zu Schülern und Kriegern ernannt werden bin ich stolz auf sie und stehe an ihrer Seite. Wenn sie zum SternenClan kommen, werde ich sie begleiten.

Kommentare Seite 1 von 1
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Sandi ( von: Sanddornblüte )
Abgeschickt vor 49 Tagen
Die Geschichte war so schön T^T Und da waren kaum Rechtschreibfehler ^^ so schön!