Springe zu den Kommentaren

Das Biest und der Tyrann - Teil 22

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 3.722 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2015-08-22 - Entwickelt am: - 1.585 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Für meine treuen Leser geht es hier weiter mit der Geschichte. Danach wird es wohl eine Weile dauern bis Grit und Kid mehr Abenteuer erleben.

    1
    Kids Sicht
    Nach dem Essen lehne ich mich gemütlich zurück und strecke meine Arme. „Wann müssen wir eigentlich Nachtwache machen?“, fragt Grit. „Heute Abend“, antworte ich und grinse breit. „Acht echt? Wusste ich gar nicht. Ich meine natürlich wann heute Abend.“ „Achsoooooo!“ Es macht Spaß sie zu provozieren. Wenigstens hin und wieder. „Vielleicht in so zwei Stunden. Je nachdem wie die Sonne steht“, erkläre ich. „Okay“, sagt sie und steht auf. Im Raum hat sich die typische Abendstimmung breitgemacht. Man sitzt gemütlich in kleinen Gruppen zusammen und redet oder spielt Spiele. Einige haben sich auch schon in den Schlafsaal verzogen oder rauchen draußen noch eine. Ich schaue zur Küche. Gut! Stulle macht den Abwasch alleine. Dem hätte ich vorhin echt eine knallen können. Dieser Idiot! Wenn ich nur daran denke, kocht in mir schon wieder das Blut. Es war so ein perfekter Moment und er platzt mal wieder rein. Ich seufze. Wie auch immer… nachher haben Grit und ich Nachtwache und dann wird uns sicher keiner mehr stören. Markus kommt rüber und setzt sich zu mir. „Du Kid. Ich muss mit dir reden“, sagt er. Ich wende mich ihm zu. „Alles klar. Leg los“, fordere ich Markus auf. „Soll ich mit dem Geld anfangen, oder mit dem anderen?“, fragt er. Ich grinse. „Mit dem Anderem!“ Markus grinst ebenfalls. „Es wird schon wieder ziemlich viel Essen weggeschmissen. Ne Zeit lang war das gut, aber nun bleiben wieder viele Reste auf den Tellern zurück und landen im Müll. Du weißt, was für ein Problem wir bekommen, wenn uns unterwegs das Essen ausgeht. Die Reste in den Töpfen kann man wiederverwerten, aber die Reste von den Tellern nicht. Schon gar nicht, wenn die Teller schon gestapelt wurden und alles zusammengeworfen wird.“ Ich nicke. „Außerdem können wir so viel Müll gar nicht unterbringen. Man kann das ja nicht ins Meer schmeißen und wenn Essen weggeschmissen wird, fängt das an zu stinken.“ „Ich verstehe das Problem, Markus“, sage ich ernst. „Ich werde mich drum kümmern, in Ordnung?“ Markus nickt. „Danke!“, sagt er. „Und das andere ist, dass die Pfannen nun schon ziemlich alt sind und auch langsam anfangen zu rosten. Ich versuche mittlerweile mit zwei hinzukommen, weil die dritte schon ziemlich übel aussieht. Außerdem brauchen wir einen neuen Satz Teller. Die Männer schmeißen ständig welche runter und nun haben wir gerade so noch genug für alle, aber bald haben wir keine extra Teller mehr. Ich weiß es dauert noch ein bisschen, bis wir auf der nächsten Insel sind, aber ich wollte das schon einmal anmelden, weil es echt dringend ist und ich ja auch nicht genau weiß, wann wir ankommen.“ „Es ist unglaublich wie verschwenderisch die Männer manchmal sind“, sage ich und schüttle den Kopf. „Wegen dem Geld musst du mit Piet reden. Sag ihm, dass du auf jeden Fall als erstes Geld dafür bekommst. Befehl von mir!“ Markus wirkt sehr erleichtert. „Danke, Kid! Das war mir sehr wichtig“, bedankt er sich. Ich klopfe ihm auf die Schulter. „Du weißt selber, wie wichtig die Küche ist. Wenn du noch irgendetwas brauchst, komm sofort zu mir“, sage ich. Die Küche und das Arztzimmer haben bei mir immer Vorrang. Es sind die beiden wichtigsten Plätze auf dem Schiff. Ich will weder, dass die Crew verhungert, noch dass sie nicht richtig medizinisch versorgt werden kann. Markus steht auf „Alles klar!“, sagt er und drückt meine Schulter. Dann geht er zurück in die Küche. So, und jetzt muss ich Killer aufsuchen. Ich schaue mich im Raum um, doch er scheint nicht hier drinnen zu sein. Gemütlich stehe ich auf und schlendre an Deck. Killer steht vorne am Bug. Ich gehe zu ihm nach vorne. „Hey Kid“, begrüßt er mich gut gelaunt. Es kommt nicht oft vor, dass Killer so gut gelaunt ist, dass man es aus seiner Stimme entnehmen kann. Ich stelle mich zu ihm an die Reling und lehne mich dagegen. Der Fahrtwind fährt durch meine Haare. Ich liebe dieses Gefühl. „Du bist heute ja richtig gut drauf“, sage ich und grinse. Killer lehnt sich wieder gegen die Reling und wir schauen beide aufs weite leere Meer hinaus. „Ich glaube Grits Fröhlichkeit tut uns allen gut. Mit ihr wurde unsere Crew mal wieder ein bisschen aufgemischt. Wir haben angefangen Spaß nur noch mit Alkohol und Frauen zu verknüpfen und Grit hat gezeigt, dass man weder das eine, noch das andere unbedingt dazu braucht.“ Ich muss schmunzeln. Killer hat Recht. „Außerdem tut sie dir so gut und das freut mich.“ Ich sehe, wie er mich von der Seite anschaut und wende meinen Blick ihm zu. „Weißt du, ich liebe sie wirklich sehr. Es macht mir nichts aus, für sie meinen alten Lebensstil aufgegeben zu haben. Seitdem ich sie habe, bedeuten mir andere Frauen nichts mehr. Oh Scheiße man! Es klingt schon wieder schrecklich kitschig.“ Ich wende meinen Blick wieder ab und schaue auf meine Hände. „Kid, ich bins nur. Killer. Ich habe dich schon ganz anders erlebt.“ Da hat er Recht. Als ich diese Narben auf meinem Oberkörper und im Gesicht bekam, hätte ich beinahe aufgegeben. „Wenn Grit irgendetwas zustößt“, sage ich mit zusammengebissenen Zähnen. „dann wirst du mich noch ganz anders erleben, Killer!“ Ich glaube ich würde ernsthaft über Selbstmord nachdenken, wenn Grit stirbt. Allein der Gedanke daran macht mich krank. Während ich versuche mein Blut wieder abzukühlen, stehen Killer und ich schweigend nebeneinander. Ich schaue in die Ferne. Der Fahrtwind beruhigt mich. Grit wird nichts zustoßen. Dafür werde ich schon sorgen. Warum bin ich eigentlich hier her gekommen? Ich wollte doch irgendetwas von Killer… Achja! „Wegen Grit bin ich auch eigentlich zu dir gekommen“, sage ich endlich. „Ich brauche eine gute Idee für einen Streich. Irgendetwas Größeres. Sie hat vorhin ja fast drum gebettelt, dass ihr mal wieder ein Streich gespielt wird.“ Killer lacht. „Du meinst so einen Kettenstreich? Das ist schwer. Sehr schwer!“, antwortet er nachdenklich. „Ich werde auf jeden Fall mitüberlegen, aber jetzt fällt mir nicht mal so eben etwas ein.“ „Wie wäre es, wenn wir sie im Schlaf irgendwo anders hintragen?“, frage ich. „Aufs Vorderdeck“, schlägt Killer vor. „Dann muss sie einmal über das ganze Deck laufen, um rein zu kommen.“ Ich nicke grinsend. „Das ist schon einmal ein guter Anfang.“ „Wie wäre es, wenn sie dann…“, fängt Killer an, aber er wird von einem lauten Schrei unterbrochen. Ich drehe mich um und gucke wer es diesmal ist. John und Kalle. Was ist eigentlich bei denen los? Ihre Kloppereien sind nichts ernstes, aber wenn man sie nicht auseinanderzieht, dann kämpfen sie ewig weiter. Ich habe keine Lust dazwischen zu gehen. Seufzend lehne ich mich gegen das Geländer, welches runter zum Deck zeigt. „Soll ich runter gehen?“, fragt Killer und stellt ich neben mich. Ich schüttle den Kopf. „Hab eine bessere Idee“, antworte ich. „KALLE! JOHN!“ Die beiden bleiben in ihrer Position plötzlich stehen und schauen zu mir hoch. „Der Verlierer muss morgen die Klos putzen. Verloren hat, wer als erstes einen Faustschlag ins Gesicht bekommt!“, rufe ich laut und deutlich zu ihnen runter. Sofort kloppen sich die beiden weiter. Diesmal darauf bedacht ihr Gesicht vor Schlägen zu schützen. Killer und ich gucken den beiden zu und fungieren als Schiedsrichter. Es dauert eine Weile, bis John die Chance bekommt. Als Kalle sich seinen Freund gerade vom Leib halten will und dabei seine Deckung fallen lässt, nutzt John die Chance und trifft mit der Faust in sein Gesicht. Er hatte nicht genug Raum um weit auszuholen, daher ist der Schlag nicht hart. Aber es war immerhin ein Faustschlag ins Gesicht. Kalle heult auf. „John hat gewonnen!“, verkündige ich laut das Ergebnis. Damit ist die Sache geklärt. Plötzlich zieht der Himmel meine Aufmerksamkeit auf sich. Er ist knallrot. Die Sonne ist fast schon untergegangen. Das heißt, Grit und ich müssen jetzt ins Körbchen. Ich wende mich Killer zu. „Wir reden morgen weiter darüber. Muss jetzt zur Nachtwache“, sage ich. „Gute Nacht!“ „Gute Nacht!“, antwortet Killer. Ich gehe runter und suche Grit. Gerade als ich die Tür zum Speisesaal aufmachen will, kommt Grit heraus. „Na da ist ja mein kleines Biest! Wollte dich gerade suchen gehen“, sage ich grinsend. Grit grinst ebenfalls. „Ich wollte DICH gerade suchen gehen“, sagt sie und pickst mir in die Brust. Gerade ist sie zum Anbeißen süß. „Also dann“, sage ich. „Bist du bereit?“ Sie nickt. Ich nehme ihre Hand. „Dann los!“ Im Vorbeigehen nehme ich noch eine Lampe mit. Wir klettern zum Korb hoch. Grit klettert vor mir. Sie ist unglaublich schnell und bewegt sich mit einer Leichtigkeit, wie ein Affe im Dschungel. Ich habe die Lampe an meinen Gürtel gehängt. Als ich oben in den Korb klettere fällt mir sofort eine Decke auf. „Grit?“, frage ich skeptisch. „Hast du die hier hochgetragen?“ „Ja“, sagt sie. „Nachts wird es kalt. Ich habe von dem letzten Mal Nachtwache gelernt. Habe auch Trinken und was zu knabbern dabei.“ Grit hält grinsend ihre Beute hoch. Ich lache. „Na dann kann die Party ja losgehen“, sage ich grinsend. Grit nickt und lehnt sich mit dem Rücken gegen die Korbwand. „Ich schlafe zwei Nächte hintereinander im Freien. Ist das nicht cool?“, sagt sie ganz begeistert. „Du kannst auch jede Nacht draußen schlafen wenn du willst“, biete ich ihr grinsend an. „Aber dann müsstest du auch mit draußen schlafen“, sagt sie und lächelt verschmitzt. Ich lache. „Traust du dich nicht alleine?“, frage ich mit sarkastischem Unterton. „Doch“, sagt sie und kommt einen Schritt näher. Viel weiter kann sie auch gar nicht gehen, da der Korb nur so klein ist. „Aber ohne dich schlafe ich so schlecht.“ Grit schiebt ihre Arme unter meinen Mantel und umarmt mich. Sie kuschelt sich richtig ein. Ich lege meine Arme ebenfalls um sie und muss lächeln. Ohne sie kann ich auch nicht mehr schlafen. Es ist mittlerweile schon ein wenig Dunkel. Am Horizont ist nur noch ein dünner roter Streifen zu erkennen.

    Es ist mitten in der Nacht. Der Himmel ist mit Sternen übersäht und leichte Wellen schlagen gegen das Schiff. Der Wind lässt leicht die Fahne am Mast wehen. Grit ist am Schlafen und redet. Schon seit einiger Zeit höre ich, wie sie hin und wieder etwas sagt, aber meistens ist sie nicht ganz zu verstehen. „Ich habe keine Lust!“, sagt sie plötzlich und seufzt. Diesmal will ich versuchen ein Gespräch mit ihr anzufangen. Ich gehe vor ihr in die Hocke. „Warum nicht!“, frage ich sie. Einen Moment scheint es als würde sie nichts mehr sagen. „Weil ich ein Mensch bin“, sagt sie dann aber doch noch. Ich grinse. „Aha. Und was bin ich?“ Wieder einen Moment Pause. „Ein Hund!“ Ich versuche ein Lachen zu unterdrücken. „Und wozu hast du keine Lust?“, frage ich weiter. „Zum Löcher graben“, erklärt Grit nach einer kurzen Weile. Wieder muss ich ein Lachen unterdrücken, aber es klappt nicht so gut. Hoffentlich wecke ich sie nicht auf. Das hier ist viel lustiger. „Aber Löcher graben macht Spaß!“ „Nein! Menschen machen das nicht“, sagt Grit streng. Oh man! Was würde ich geben, damit ich einmal in ihre Träume gucken kann. Ich würde zu gerne sehen, wie sie jetzt mit dem Hund diskutiert. „Dann lass uns Gassi gehen“, schlage ich vor. Grit seufzt wieder. „Och nö! Ich will jetzt ins Bett!“ „Darf ich heute Nacht in deinem Zimmer schlafen?“, frage ich und muss dabei breit grinsen. Es dauert wieder eine Weile, dann sagt Grit: „Mama erlaubt das nicht. Geh in deine Hütte! Gute Nacht!“ Grit bewegt sich ein bisschen, dreht den Kopf auf die andere Seite und scheint im Schlaf zu schlafen. Ich richte mich lachend wieder auf und setze mich auf die Korbwand. Das war ein gutes Gespräch. Ich grinse. Bin mal gespannt, was Grit dazu sagt, wenn ich ihr das nachher erzähle.

    „Hey Grit! Aufwachen!“, sage ich zu Grit und versuche sie aufzuwecken. Ich kneife ihr in die Wange, aber sie rührt sich immer noch kaum. Grit ist fest in ihre Decke gekuschelt. Ich ziehe daran und nehme sie Grit weg. „Ey“, beschwert sie sich schläfrig und richtet sich auf. „Du bist dran mit Nachtwache!“, erkläre ich ihr. Ich habe die meiste Nacht übernommen. Der Morgen wird bald grauen. Ich hätte die letzten zwei Stunden auch noch machen können, aber Grit wäre dann sauer gewesen. Ganz bestimmt! Sie streckt sich und gähnt dabei. „Also gut“, sagt Grit, während sie aufsteht. Sie reibt sich die Augen und sagt dann: „Weißt du, ich habe was seltsames vorhin geträumt. Ich habe mit einem Hund gesprochen. Das hatte ich noch nie.“ Ich lache laut auf. „Sei froh, dass du keine Löcher graben musstest“, sage ich. Grit guckt mich überrascht an. „Woher weißt du das?“, fragt sie verwirrt. „Tja! Ich war der Hund“, erkläre ich grinsend. Grit guckt mich erst verständnislos an, aber dann scheint ihr ein Licht aufzugehen. „Du hast mit mir im Schlaf geredet?“, fragt sie begeistert. „Konntest du mich klar verstehen? Wie viel haben wir geredet?“ Ich grinse breit. „Du warst klar und deutlich zu verstehen. Ach, wir haben ein bisschen nur geredet. Ab dem Punkt, wo du gesagt hast, dass du keine Lust mehr hast“, erkläre ich ihr. „Ich kann mich leider nicht mehr an alle Einzelheiten des Gesprächs erinnern, aber das ist ja echt cool. Ich wusste gar nicht, dass das wirklich geht.“ Grit ist richtig begeistert davon. Ich setze mich hin. Jetzt spüre ich doch die Müdigkeit. „Oh! Ja! Du solltest noch ein bisschen schlafen. Du warst jetzt ziemlich lange wach.“ Grit lächelt mir noch einmal zu, dann dreht sie sich um. Leise fängt sie an etwas zu singen. Ich höre aufmerksam zu. Das Lied ist nicht nur wunderschön, sondern auch etwas einschläfernd. Meine Augen werden immer schwerer.

    Eine klare Stimme begleitet schon seit einiger Zeit meine Träume. Obwohl ich wach bin, ist die Stimmer immer noch da. Ich öffne die Augen. Es ist schon recht hell und mit dem Rücken zu mir steht Grit und singt. Ich stehe auf. Es ist einfach wunderschön. Ich stelle mich hinter Grit und umarme sie. Für einen Augenblick verhaspelt sie sich mit ihren Worten, fängt sich aber wieder und singt weiter. Sie schiebt ihre eine Hand unter meine und hält sich mit der anderen Hand an meinen Händen fest. Nach einer Weile beendet sie ihr Lied. „Guten Morgen, Biest!“, sage ich mit verführerischer Stimme. „Guten Morgen, Tyrann!“, sagt Grit ebenfalls mit verführerischer Stimme. „Weißt du was ich dir unbedingt sagen möchte?“, frage ich sie. Grit streichelt mit ihrem Daumen über meinen Handrücken. Eine kleine Berührung, die mir sehr viel bedeutet. „Nein, was denn?“, fragt sie. Ich küsse sie auf den Kopf. „Ich lieb dich!“ Grit dreht ein wenig ihren Kopf und schmiegt sich an mich. Ich halte sie ein wenig fester. Hoffentlich verlassen sie jetzt nicht wieder ihre Kräfte. „Ich liebe dich auch, Kid!“, sagt sie mit leiser Stimme. Noch berührt die Sonne das Meer. Grit und ich genießen diesen Augenblick. Ich hoffe wir werden nicht wieder von irgendeinem Vollidioten unterbrochen. „Und hast du etwas Spannendes gesehen heute Nacht?“, frage ich Grit. „Oh ja!“, sagt sie. „Da waren ein paar Einhörner, die auf dem Mond eine Party gemacht haben.“ Ich lehne mich ein bisschen zur Seite, um Grits Gesicht besser sehen zu können. „Hast du etwa heimlich was geraucht, als ich geschlafen habe?“ Grit zuckt mit den Schultern. „Vielleicht ein bisschen“, antwortet sie, muss dann aber loslachen. Ich lache ebenfalls mit. „Es war absolut nichts los! Es ist nicht einmal ein Fisch aus dem Wasser gesprungen“, sagt sie dann. Ich grinse. „Also gut. Dann lass uns mal runter gehen. Die Männer müssen geweckt werden“, sage ich. „Okay“, sagt Grit seufzend. Wir lösen uns aus der Umarmung und klettern runter aufs Deck. Ich halte die Tür zum Speisesaal für Grit auf und sieht geht durch. „Danke mein Herr!“ „Gerne doch meine Dame!“ Grit kichert. Thomas ist bereits in der Küche. „Guten Morgen Thomas!“, sage ich laut. „Morgen!“, erwidert dieser und hebt die Hand zum Gruß. Bei der Tür zu unserer Kajüte, sage ich: „Ich komme gleich. Wecke nur eben noch die Männer.“ Grit nickt und geht durch die Tür. Ich mache die Tür zum Männerschlafsaal auf und rufe laut: „AUFSTEHEN!“ Heute mal ohne den ganzen anderen Rest. Kurz und knackig! Ich warte, bis sich die ersten bewegen und langsam Leben in die Bude kommt, dann schließe ich die Tür wieder und gehe zurück zu meiner Kajüte. Grit ist noch im Bad. Ich höre Wasser laufen. Ich setze mich in meinen Sessel und warte einfach. Was anderes kann ich eh nicht tun. Grit kommt nach ein paar Minuten raus und hat neue Kleidung an. „Du kannst“, sagt sie und grinst mich an. Ich gehe ins Bad und ziehe mir vorher noch eine Hose und ne Boxershorts aus dem Schrank. Jetzt brauche ich erst einmal eine Dusche. Eine warme Dusche. Ich stell das Wasser an und genieße die Massage auf dem Nacken. Das tut gut! Im Korb zu schlafen ist nicht unbedingt bequem. Ich greife zum Shampoo und massiere es in meine Kopfhaut ein. Komisch! Es schäumt ja gar nicht. Huch! Das Shampoo ist rot. Blute ich etwa? Schnell taste ich meinen Kopf ab, aber da ist nichts. Ich nehme die Shampoo Flasche in die Hand und mache mir noch etwas davon in die Hand. Was ist das denn? Das Zeug ist tatsächlich rot. Habe ich vielleicht Grits Shampoo genommen? Nein! Das ist ganz eindeutig meins. Ich rieche daran, aber genauso gut hätte ich es auch lassen können. Vorsichtig mache ich ein kleines Bisschen auf meinen Finger und schmecke es. Es schmeckt seifig, aber vor allem anderen schmeckt es nach… KETCHUP? Was macht Ketchup in mein… Grit! Okay! Alles klar! Sie war also schneller. Ich spüle meine Hände ab und wasche auch gründlich meine Haare mit Wasser aus, dann nehme ich mir ihr Shampoo zum Haare waschen. Ein ordentlicher Streich an ihr wird jetzt echt fällig. Ich stelle das Wasser ab und greife nach meinem Handtuch. Ach du scheiße, was ist denn das? Schnell nehme ich das Handtusch wieder weg vom Körper. An mir klebt eine weiße Masse. Ich gucke mir das Handtuch an. Mehl! Ich grinse. Gar nicht schlecht, meine liebe Grit. Gar nicht schlecht! Ich spüle das Mehl von mir ab und nehme mir nun ein anderes Handtuch zum Abtrocknen. Das zahle ich Grit alles heim. Sie kann sich auf etwas gefasst machen. Ich ziehe mich an und stehe vorm Waschbecken. Ich nehme meine Zahnbürste und die Zahnpasta. „Scheiße!“, fluche ich halblaut. Die Zahnpasta kommt nicht vorne, sondern irgendwie hinten raus. Die muss irgendwie kaputt sein. Nein… Das war bestimmt Grit. Ich streiche mit der Zahnbürste etwas von der Zahnpasta vom Finger. Den Rest muss ich abwaschen. Ich mache den Wasserhahn auf und… „Fuck!“, fluche ich laut. Wasser spritzt überall hin. Was ist denn hier los? Hektisch drehe ich den Wasserhahn wieder zu. Aus dem Zimmer höre ich Grit lachen. Dieses Biest! Ich grinse böse. Das kriegt sie alles zurück. Energisch putze ich meine Zähne. Och nö! Echt jetzt? Sie hat Seife auf meine Zahnbürste gemacht. Ich spucke aus und wasche die Zahnbürste gründlich aus, bevor ich erneut Zahnpasta raufmache und mir meine Zähne putze. Das war ja eine schöne Morgenüberraschung. Ich spüle meinen Mund aus und richte noch eben meine Haare. So! Wird jetzt auch langsam mal Zeit, dass ich das Badezimmer verlasse. Ich öffne die Tür. Rumms! Ein Kissen landet direkt in meinem Gesicht. „Grit!“, rufe ich, höre ein Lachen und dann eine Tür ins Schloss fallen. Ich atme tief durch. Okay, jetzt geht es wieder. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich genervt oder belustigt bin. Irgendwie bin ich beides. Ich gehe zum Frühstück. Im Speisesaal schaue ich einmal durch die Runde. Es scheint, als wären so ziemlich alle schon da. „Morgen Männer!“, sage ich laut. „Ey!“, höre ich Grit protestieren. Ich grinse. „Heute gibt es eine Ansage. Ihr seid nämlich schon wieder schrecklich verschwenderisch. Wenn das so weitergeht mit euch, dann geht uns das Essen aus. Entweder ihr nehmt euch weder, oder ihr esst euren Teller auf, egal wie satt ihr seid. Verstanden?“ Zustimmendes Gemurmel. Ich grinse. „Grit ist übrigens dran mit Küche putzen.“ „Was?“, fragt sie empört. „Du hast vorhin Lebensmittel verschwendet!“, erkläre ich kurz. Schadenfreudiges Gemurmel und Lachen ist zu hören. „Guten Appetit!“ Ich setze mich hin. „Konntest den Streich wohl nicht ertragen, was?“ „Doch!“, antworte ich. „Aber wer so offensichtlich Lebensmittel verschwendet, wird halt bestraft.“ Ich grinse. Grit lehnt sich zurück und verschränkt die Arme. Sie scheint zu überlegen. „Also gut!“, sagt sie schließlich. „Aber der Streich war gut. Gibs zu!“ Ich lache. „Du meinst wohl eher die STREICHE! Ja die waren schon gut.“ Grit grinst zufrieden und fängt an zu essen.

Kommentare (110)

autorenew

Rosa (03587)
vor 3 Tagen
Wann schreibst du wieder weiter?
Bahar (99888)
vor 285 Tagen
Ich finde es echt klasse das du immer am
Spannendesten Platz aufhörst da bekommt Mann
ja mehr Lust zu lesen
Hikari (52165)
vor 297 Tagen
Nein würde ich nicht Ronja , aber deswegen iSt es so blöd weil es genau wirklich die spannendste stelle ist
Ronja (57034)
vor 297 Tagen
Ich weiß, ich weiß. Würdest du schlecht über mich denken, wenn ich dir sage, das war mit Absicht? Fortsetzung folgt bald...
Hikari (52165)
vor 297 Tagen
OMG! SO ETWAS DARF MAN KEINEM ANTUN😱 an der spannendsten
Stelle einfach aufhören.......Bitte schreib schnell weiter!!!!!!!
P.S.
Respekt, ich könnte Soetwas nicht . Mach weiter so😉
alegssa (22446)
vor 301 Tagen
Ich hab schon so gespannt gewartet. Bitte schreib schnell weiter 😍😍
Bahar (10063)
vor 303 Tagen
Respekt du kannst schreiben wie ne Profi.
P.S
Mich hast du schon als Bewunderer
angle of life (63895)
vor 304 Tagen
Coool der neue Teil ist echt so toll 😊
Ich finde die Story eine von den besten ! Bitte mach schnell weiter!
Ich möchte gern wissen wie es weiter geht. Mach weiter so!
loliee (10932)
vor 374 Tagen
Das ist DIE BESTE ff, die ich bis jetzt gelesen hab, um ehrlich zu sein;)
♥☺♥☺♥☺♥☺♥☺
Monkey D Woosmann (89282)
vor 383 Tagen
cool der neue Teil
SAKURA (64916)
vor 410 Tagen
Wann kommt der 36 Teil die Geschichte is voll cool
Ronja (14911)
vor 427 Tagen
Ich find es super cool, dass du dir so Gedanken machst, wie es wohl weitergeht. Ob Grit Königshaki hat weiß ich nicht so genau. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wer weiß. Sie überrascht einen immer wieder ;)
Gol D. Lea (64467)
vor 427 Tagen
Bittttee schreib weiter ich finde diese geschichte so cool ich hätte
sogar eine Idee wie es weiter gehen könnte ; nähmlich das die kid piratrn
in einen kampf mit der marine haben aber da dabei auch der admiral
kuzan oder wie der heisst dabei ist könnnen die kid piraten nicht gewinnen
Den sie sind dan alle auch schon stark mitgenommen und als dan dieser
Admiral dan kid und die anderen töten will setzt dan Grit Königshawki frei
Und besiegt sie dan weil du hast schon so mit dem Hawki angefangen das
Sie und kid es trainieren da wäre das glaube ich eine coole wenden das dan
Grit Königshawki erweckt aber es ist deine FF es wäre jetzt nur von mir
Ein Vorschlag.
Bahar (00301)
vor 453 Tagen
Ist nicht schlimm aber es würde mich freuen wenn
du bald weiter schreiben könntest den das ist
meine aler Liebste Geschichte überhaupt ❤️😍😂😜
Vicky (55748)
vor 479 Tagen
OK danke für die Info
Ronja (58949)
vor 480 Tagen
Hey Vicky. Bisher sind es nur 33 Teile. Schreibe grade den nächsten aber bin in letzter Zeit kaum zu Hause. Deshalb dauert es ein bisschen 😊
Vicky (40966)
vor 483 Tagen
Hallo Ronja wie viele Teile giebt es den insgesamt ? Die fanaction war so cool ich bin jezt bei 33 giebt es noch mehr ?
Lu (48365)
vor 497 Tagen
Ich finde die story echt cool obwohl ich mir garnicht mag😃! Bitte schreib weilet
Rika Nara/Weasley (16164)
vor 503 Tagen
Ach so, bei Kid kann man ja nie wirklich wissen
wie er gerade so drauf ist :-) Schreib bitte
schnell weiter. Bei so SCHÖNEN Geschichten
kann ich es immer NICHT ABWARTEN. :-)
Ronja (45778)
vor 505 Tagen
@Rika Nara/Weasley Kid hat nur eine Ansage gemacht. Es wurde niemand zusammengeschrien ^^