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Sophia "Potter" 9

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8 Kapitel - 6.336 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2015-08-19 - Entwickelt am: - 2.746 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier endet nun das vierte Jahr und leider kehrt auch Lord Voldemort zurück. Wie das alles passiert und was Sophia mit alldem zu tun hat, erfahrt ihr hier.

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    Sophias Sicht:
    In den nächsten Tagen dachten meine Freunde und ich darüber nach, was wohl in der nächsten Aufgabe vorkommen könnte. Bis jetzt waren wir aber noch zu keinem Ergebnis gekommen. Hermine, Harry und ich saßen gerade wieder einmal in der Bibliothek, als Ron hereingestürmt kam und sich dafür einen bösen Blick von der Bibliothekarin einfing, doch das schien ihm herzlich egal zu sein. Er kam schwer atmend vor uns zum Stehen und Harry fragte ihn: „Was gibt es, Ron?“ Als er sich etwas beruhigt hatte, antwortete er aufgeregt: „Ihr werdet nicht glauben, was ich gerade herausgefunden habe!“ Wir sahen ihn fragend an. „Ich weiß, was die erste Aufgabe ist!“ Nun waren wir völlig aus dem Häuschen und Hermine fragte gespannt: „Und was ist es?“ „Drachen!“ Ich war nicht allzu begeistert. „Na toll! Und wie soll ich mit einem DRACHEN fertig werden!“, beschwerte ich mich. „Das kriegen wir schon irgendwie hin.“, versuchte Hermine mich zu beruhigen. „Was muss sie denn genau machen?“, fragte nun Harry. „Ich habe von meinem Bruder Charlie, der die Drachen hierher gebracht hat, erfahren, dass die Champions ein goldenes Ei klauen müssen, das von jeweils einem Drachen bewacht wird.“, antwortete Ron. „Das schaffe ich doch nie! Wie soll ich denn an einem Drachen vorbeikommen?“, fragte ich. „Keine Sorge, Sophia! Wir werden schon einen Weg finden. Selbst wenn wir dafür die ganze Bibliothek auseinander nehmen müssen.“ Somit suchten wir den ganzen Tag in der Bibliothek, doch wir fanden nichts. Schließlich einigten wir uns darauf, erst einmal schlafen zu gehen und am nächsten Tag sofort nach dem Unterricht weiter zu suchen. Auf dem Rückweg zum Gryffindor-Turm trafen wir noch auf Cedric. Da ich ihn eigentlich mochte und wir auf der Quidditch-Weltmeisterschaft viel Spaß gehabt hatten, war er für mich schon so etwas wie ein Freund. Also sagte ich meinen Freunden, dass sie schon einmal vorgehen sollten und begrüßte Cedric: „Hey, Cedric!“ „Hi, Sophia!“ „Kann ich dir etwas verraten, von dem du niemandem erzählst?“ Er schaute sich kurz um und sagte dann: „Klar! Was gibt es?“ „Es ist wegen des Turniers. Ich weiß, was die erste Aufgabe ist. Wir müssen einem Drachen ein goldenes Ei stehlen.“, erklärte ich ihm. Cedric sah mich erstaunt an: „Wow, danke! Das ist echt nett von dir, dass du mir das erzählst. Ich hoffe, ich kann mich mal dafür revanchieren.“ Ich lachte: „Das brauchst du nicht!“ „Doch ich bestehe darauf!“ „Ok, wir werden sehen.“, antwortete ich grinsend. Dann verabschiedeten wir uns und ich folgte den anderen in den Gryffindor-Turm.
    Am nächsten Tag gingen wir wie besprochen direkt nach dem Unterricht in die Bibliothek. Wir waren voll und ganz in die Suche vertieft, weshalb wir aufschreckten, als wir plötzlich eine Stimme hinter uns hörten: „Miss Potter, dürfte ich vielleicht kurz allein mit ihnen sprechen?“ Ich drehte mich um und sah Moody vor mir. „Natürlich, Professor!“ Ich stand auf und folgte ihm bis er ein paar Regal weiter stehen blieb und anfing, zu reden: „So wie es aussieht, haben deine Freunde und du noch nicht viel Erfolg bei eurer Suche danach gehabt, wie du deinen Drachen überlisten kannst.“ Ich war überrascht: „Sir, woher wissen Sie...“ „Das ist jetzt nicht wichtig! Wichtig ist, dass wir dich vorbereiten. Also: Hast du schon einmal etwas davon gehört, dass Drachen, wenn sie Musik hören, ganz zahm werden? In diesem Zustand würden sie sich sogar freiwillig töten lassen. Außerdem habe ich im Kollegium vernommen, dass du sehr gut auf der Blockflöte spielen kannst.“ Ich sah ihn erstaunt an. Doch es gab ein Problem: „Aber, Sir. Uns ist doch verboten, irgendetwas außer unserem Zauberstab, mitzunehmen.“ Moody sah mich vielsagend an:“Und wozu hast du deinen Zauberstab?“ Er zwinkerte. Dann brachte er mir den Accio-Zauber bei, der mir jedes beliebige Objekt entgegenfliegen ließ. Als er fertig war, ging er ohne ein weiteres Wort aus der Bibliothek und ich ging zurück zu meinen Freunden und erzählte ihnen von dem Gespräch. Mich wunderte bloß, dass Moody wusste, dass ich gerne Blockflöte spielte. Die einzigen Lehrer, die davon wussten, waren mein Vater und Dumbledore.

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    Snapes Sicht:
    Bald war auch der Tag der ersten Aufgabe da. Ich machte mir gewaltige Sorgen, obgleich Dumbledore mir versichert hatte, dass Moody Sophia alles genauestens erklärt hatte. Ich saß schon auf der Tribüne, als Albus zurück aus dem Zelt kam und sich neben mich setzte. „Sophia hatte nicht viel Glück bei der Auswahl der Drachen. Sie hat den Norwegischen Stachelbuckel.“ Für einen Moment, glaubte ich sogar Sorge im Gesicht des Schulleiters zu erkennen, doch dann begann der Wettkampf und der Ausdruck war so schnell verschwunden, wie er gekommen war. Die ersten drei Teilnehmer schlugen sich gut und dann kam Sophia. Der Drache hatte sich über dem Eingang am Felsen festgekrallt und wartete. Als Sophia herauskam, spuckte er sofort Feuer und sie konnte gerade noch hinter einen Felsen springen. Dann beschwor sie mit dem Accio-Zauber ihre Flöte und fing an, zu spielen. Das Lied war wirklich schön. Sie hatte es schon öfter, als sie in den Ferien bei mir war, gespielt. Der Drache schien sich zu beruhigen und Sophia näherte sich langsam dem goldenen Ei. Dem Drachen schien das allerdings nicht zu gefallen, denn er stellte sich dazwischen. Was Sophia jetzt tat war beeindruckend. Sie spielte mit einer Hand weiter und fing zur Überraschung aller an, den Drachen zu streicheln. Ich konnte nicht fassen, dass sie das gerade wirklich tat. Das war lebensgefährlich! Allerdings konnte ich es ihr nicht verübeln. Sie hatte das einfach im Blut. Wenn ich daran dachte, wie oft ich mich in Lebensgefahr begeben hatte und Lily war nicht anders gewesen. Eine Ewigkeit standen sie so da und schauten sich in die Augen, während Sophia ihn streichelte. Dann plötzlich ging der Drache langsam beiseite und ließ Sophia zum goldenen Ei durch. Sie holte es mit einer Hand und klemmte es sich unter den Arm. Dann spielte sie wieder normal auf der Flöte weiter. Sie verbeugte sich vor dem Drachen, brach den Blickkontakt aber nicht ab. Der Drache verbeugte sich ebenfalls und Sophia ging langsam rückwärts dem Drachen immer noch in die Augen blickend Richtung Ausgang. Man konnte sie selbst, als sie nicht mehr zu sehen war, noch spielen hören. Erst eine Minute später hörte sie auf. Ich hatte anscheinend die Luft angehalten, denn ich stieß einen heftigen Seufzer der Erleichterung aus. Sophia hatte es geschafft! Sie hatte die erste Aufgabe ohne eine Verletzung überstanden! Zu gerne hätte ich ihr jetzt gratuliert, doch das ging ja Dank Karkaroff nicht. Aber ich nahm mir fest vor, sie in den nächsten Tagen einmal aufzusuchen und unter vier Augen mit ihr zu reden. Ich musste dann eben nur aufpassen, dass Karkaroff nichts von alledem mitbekam.

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    Sophias Sicht:
    Nachdem ich das Ei bei der Feier im Gryffindor-Gemeinschaftsraum einmal geöffnet hatte, ließ ich es erst einmal verschlossen, auch wenn mir Hermine die ganze Zeit damit ins Gewissen redete, dass ich es unbedingt herausfinden müsste. In den nächsten Wochen waren die meisten Leute sowieso damit beschäftigt, sich auf den Weihnachtsball vorzubereiten. Überall hörte man die Mädchen tuscheln, von wem sie gefragt worden waren oder wer sie wohl fragen würde. Ich machte mir da nicht viele Gedanken. Ich hatte schon mit Harry abgemacht, wenn wir wirklich niemand anderen finden würden, würden wir zusammen gehen. So würde wenigstens auch keiner auf dumme Gedanken kommen. Trotzdem hoffte ich heimlich darauf, dass jemand mich fragen würde. Als Hermine mir erzählte, dass sie von Viktor Krum gefragt worden war, war ich natürlich genauso aus dem Häuschen wie sie. An einem der nächsten Hogsmeade-Wochenenden gingen wir dann in das kleine Zaubererdorf und schauten uns nach schönen Kleidern um. Hermine hatte schnell ihr liebstes Kleid gefunden und es stand ihr auch wirklich gut. Doch bei mir war es schon schwieriger. Ich war etwas kleiner als die anderen und brauchte daher eine kleinere Größe, die es nicht überall gab. Aber nach einer langen Suche, als wir schon fast aufgeben wollten, fand ich doch noch etwas passendes. Es war ein wunderschönes, dunkelblaues, bis zum Boden reichendes Kleid. Als ich es anprobierte, passte es wie angegossen. Hermine bekam vor Staunen den Mund fast nicht mehr zu, was mich sehr zum Lachen brachte. Schließlich kaufte ich mir noch passende, blaue Ballerinas und dann gingen wir noch ein Butterbier trinken und dachten uns schon einmal aus, wie wir unsere Frisuren für den Ball machen sollten. Auf dem Rückweg nach Hogwarts erlebten wir allerdings eine Überraschung. Draco Malfoy kam uns mit Crabbe und Goyle im Schlepptau entgegen. Hermine und ich wollten eigentlich ohne sie zu beachten an ihnen vorbeigehen, doch dann sprach Malfoy mich an: „Äh... Sophia?“ Hermine und ich blieben wie erstarrt stehen und drehten uns langsam um. Er hatte mich noch nie bei meinem Vornamen genannt. Das war seltsam. „Ja?“, fragte ich. Er begann, zu stottern: „Also... Ich... Ok. Ich wollte dich fragen, ob du... ob du eventuell mit mir... zum zum... Weihnachtsball gehen möchtest?“ Ich war erstaunt. Ich hätte ja mit viel gerechnet, aber DAMIT? Ich wusste nicht recht, was ich denken sollte. Schließlich beleidigte er meine Freunde und mich immer. Aber das hatte er in den letzten Wochen auch nicht mehr getan. Jedenfalls hatte ich nichts davon mitbekommen. Vielleicht wollte er sich ja auch ändern? Ich nahm mir vor, ihm eine Chance zu geben. „Ja, warum nicht.“, antwortete ich also. Alle Umstehenden schauten mich zwar seltsam an, doch das war mir egal. „Treffen wir uns dann vor der Großen Halle?“, fragte ich. Malfoy schien wieder etwas Selbstvertrauen gefunden zu haben und lächelte: „Klar. Bis dann.“ „Bis dann, verabschiedete ich mich und ging mit Hermine weiter Richtung Hogwarts. Als wir außer Hörweite waren fragte sie mich vorwurfsvoll: „Warum hast du ja gesagt?“ Ich antwortete ihr ehrlich: „Ist dir aufgefallen, dass er uns in den letzten Wochen nie beleidigt oder geärgert hat? Vielleicht will er sich ja ändern.“ Hermine schwieg zuerst nachdenklich, doch dann sagte sie: „Ich finde du glaubst viel zu oft an das Gute in einem Menschen.“ Damit war das Thema für uns beendet und wir redeten wieder über normale Dinge.
    In den nächsten Tagen versuchten Harry und Ron immer wieder, herauszufinden, mit wem Hermine und ich zum Ball gingen. Wir hatten ihnen zwar gesagt, dass wir schon eine Begleitung hatten, doch wir wollten ihnen nicht verraten, um wen es sich handelte. Trotz der ganzen Versuche hielten Hermine und ich dicht. Irgendwann gaben sie dann auch auf und ließen uns in Ruhe. Die beiden bekamen dann aber auch nur noch auf den letzten Drücker eine Begleitung. Am Tag des Balls machten Hermine, Ginny und ich uns in Hermines und meinem Zimmer fertig. Wir halfen uns mit den Kleidern und machten uns dann auch noch gegenseitig die Frisuren. Ginny machte Hermine eine wunderbare Hochsteckfrisur und ich kümmerte mich um Ginnys Haare. Meine Haare machte ich mir nur ganz schlicht, indem ich mir zwei Strähnen von Vorne holte und sie am Hinterkopf mit einer Klammer zusammensteckte. So vielen mir meine Haare auch nicht mehr ins Gesicht. Während ich mir meine Haare so machte, schminkten sich Hermine und Ginny noch. Ich ließ mein gesicht allerdings so, wie es war. Dann wurde es langsam Zeit, zu gehen. Also machten wir uns auf den Weg. Mir war es zwar unangenehm auf dem Weg die Treppe hinunter von allen angestarrt zu werden, doch da musste ich jetzt durch. Unten wartete auch schon Draco (wie ich beschlossen hatte, ihn ab jetzt zu nennen) auf mich und begrüßte mich mit einem Lächeln: „Du siehst wunderschön aus.“ Ich musste grinsen: „Danke, du siehst aber auch gut aus.“ Dann fing er auch an, zu grinsen. Ich war froh, dass ich bis jetzt nicht auf Harry oder Ron gestoßen war. Das hätte bestimmt wieder Streit gegeben. Wir wollten gerade in die Halle gehen, als Professor McGonagall uns verkündete, dass die vier Champions den Eröffnungstanz beginnen sollten. Mir wurde flau im Magen. Das hieß also, dass ich noch einmal von ganz vielen Augenpaaren angestarrt werden würde. Draco merkte anscheinend, dass ich mich nicht wohl fühlte, denn er sagte: „Keine Sorge. Du wirst dich schon nicht beim Tanzen blamieren.“ „Das ist es nicht. Ich mag es eigentlich, zu tanzen. Aber ich mag es nicht so sehr, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.“ Er sah mich erstaunt an: „Ich dachte, daran wäre man gewöhnt, wenn man so berühmt ist, wie dein Bruder und du.“ „Naja. Meistens ist es dann so, dass mein Bruder die meiste Aufmerksamkeit bekommt. Doch bevor wir nach Hogwarts kamen wussten wir noch nicht einmal, dass wir berühmt waren. Also ist es für uns nicht so normal, wie die meisten Leute denken.“ „Oh. Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich bin bei dir.“ Ich lächelte: „Danke.“ Dann ging es aber auch schon los. Professor McGonagall stellte uns in einer Reihe auf und dann musste wir in die Große Halle. Zuerst war ich während des Tanzens nervös, doch Draco lächelte mir immer wieder zu, sodass ich mehr Selbstvertrauen bekam. Irgendwann machte es dann auch richtig Spaß. Wir tanzten fast den ganzen Abend, doch dann wurden wir allmählich müde und setzten uns an die Seite. Wir sahen den anderen beim Tanzen zu, während wir uns unterhielten. Dann stand Draco plötzlich auf. „Komm mit.“, sagte er und ich folgte ihm aus der Großen Halle. Wir gingen nach draußen und gingen ein wenig herum. Auf einmal sah ich etwas weiter weg eine schwarze Gestalt. Ich wollte Draco gerade unauffällig wieder zurück Richtung Schloss ziehen, doch es war schon zu spät. Er hatte uns entdeckt. Als Draco auch die Gestalt bemerkte, flüsterte er: „Keine Sorge.“ „Draco, es wäre besser...“ „Guten Abend.“, hörte ich die Stimme meines Vaters sagen. „Solltet ihr beiden nicht eigentlich drinnen beim fest sein?“, fragte er nun und blickte mir tief in die Augen. Draco sagte: „Entschuldigen Sie, Sir, aber Sophia war schlecht geworden und deshalb waren wir etwas an die frische Luft.“ Ich war erstaunt, doch ich merkte sofort an Papas Gesichtszügen, dass er die Lüge durchschaut hatte. „Nun also ich finde Miss Potter sieht aus wie immer.“ „Das liegt wahrscheinlich daran, dass es mir inzwischen schon etwas besser geht.“, antwortete ich. Snape musterte mich und sah mir tief in die Augen, doch ich schaute nicht zur Seite ich starrte zurück in seine Augen, denen meine so unglaublich ähnlich sahen. Irgendwann schien es, Draco ungemütlich zu werden, denn es hatte sich zwischen mir und meinem Vater eine gewisse Spannung aufgebaut. Also sagte er: „Äh, ich denke es ist besser, wenn Sophia und ich wieder hinein gehen, Sir.“ Ich wollte gerade zustimmen, um hier wegzukommen, als mein Vater den Blick weiterhin auf mich gerichtet sagte: „Einen Moment noch, Mr Malfoy. Ich würde gerne noch kurz mit Miss Potter unter vier Augen sprechen. Wären sie also so freundlich und würden schon einmal zum Schloss zurückkehren, während ich noch kurz etwas bespreche?“ Draco sah mich entschuldigend an und ging dann in Richtung Schloss. Als er außer Hörreichweite war, begann mein Vater: „Ist das dein Ernst! Draco Malfoy! Ich dachte, du könntest ihn nicht ausstehen? Wieso bist du mit IHM zum Ball gegangen? Da wäre mir ja sogar Potter lieber gewesen!“ Ich wurde sauer. Was ging es ihn denn an, mit wem ich zum Ball ging? „Kann es dir nicht egal sein, mit wem ich zum Weihnachtsball gehe!“ „Bei allen ja, aber nicht bei MALFOY!“ Ich wurde auch wütend: „Und warum gerade bei ihm! Was ist so schlecht an ihm? Sonst ist er doch auch immer dein Liebling!“ Snape atmete einmal tief ein und wieder aus und sagte in einem ruhigeren Tonfall: „Weil sein Vater ein Todesser ist. Versteh mich doch! Ich möchte nicht, dass dir dadurch etwas passiert.“ So langsam verstand ich. Natürlich machte mein Vater sich Sorgen um mich, wenn ich mit dem Sohn eines Todessers herumhing. Aber andererseits sollte er mich auch gut genug kennen, um zu wissen, dass ich auf mich alleine aufpassen konnte. Außerdem konnte Draco nach dem, was ich heute über ihn herausgefunden hatte, gar nicht so böse sein. Er war viel zu nett zu mir gewesen, als dass ich daran glauben könnte, er wäre böse. Also sagte ich meinem Vater: „Papa, vertrau mir! Ich weiß, was ich tue. Draco ist nicht böse. Ich verstehe ja, dass du dir Sorgen machst, doch das brauchst du nicht! Ich passe schon auf. Dank deiner Warnung werde ich jetzt auch etwas vorsichtiger sein. Aber ich glaube, ich sollte besser noch einmal hineingehen. Also bis dann!“ Dann umarmte ich ihn schnell und lief Draco hinterher. Dabei bemerkte ich nicht, wie ich einen besorgt dreinschauenden Snape hinter mir ließ.
    Als ich drinnen ankam, fand ich schnell Draco, der auf mich gewartet hatte. Zusammen gingen wir wieder in die Große Halle und tanzten noch einmal. Während des Tanzens fragte mich Draco plötzlich: „Was ist das eigentlich zwischen dir und Professor Snape?“ Ich sah ihn verwundert an und spielte die Ahnungslose: „Was meinst du?“ Er sah mich wissend an und sagte: „Ich habe noch einen Teil eures Gesprächs gehört, bevor ich zu weit weg war. Wieso habt ihr euch geduzt? Ich habe euch dann auch später vom Eingang aus beobachtet. Wieso hast du ihn zum Abschied umarmt?“ Oh verdammt! Wir hätten besser aufpassen und ihm noch einmal hinterher schauen sollen. Dann musste ich ihm wohl die Wahrheit erzählen. Aber nicht hier! „Hör zu, Draco. Ich werde dir das alles erklären, doch nicht hier. Es gibt zu viele Zuhörer.“ „Dann lass uns rausgehen!“ Somit gingen wir aus der Großen Halle und suchten uns einen leeren Flur. Dort blieben wir stehen und schwiegen uns zuerst an. Dann musterte mich Draco mit einem neugierigen Blick und ich seufzte: Na gut! Sind dir schon einmal gewisse Parallelen zwischen Professor Snape aufgefallen?“ Er musterte mich und schaute geschockt: „Meinst du, dass ihr euch verblüffend ähnlich seht?“ „Ja das meine ich. Das liegt daran, dass... dass wir miteinander verwandt sind. Er ist mein Vater.“ Draco sah mich geschockt an: „Du meinst... du... und er... Er ist dein Vater?“ Ich nickte. Dann sah er mich fragen an: „Aber wie...?“ In diesem Punkt musste ich ihn leider anlügen. Diese eine Sache, die am wichtigsten war, durfte ich niemandem verraten. Außerdem war es schon riskant genug, ihm diese eine Information anzuvertrauen. Also log ich ihn an: „Ich weiß es auch nicht. Tut mir leid.“ Er sah mich etwas mitleidig an. „Ist nicht schlimm. Aber bis auf euer Aussehen ähnelt ihr euch fast gar nicht...“ Ich fing an, zu grinsen: „Ja ich weiß. Das hab ich wohl eher von meiner Mutter.“ Auch er fing nun an, zu grinsen. „Aber er ist gar nicht so schlimm, wenn man ihn richtig kennt.“, sagte ich. Draco hörte auf, zu grinsen: „Ja, bestimmt. So ist das bei vielen Menschen.“ Ich glaubte, einen traurigen Unterton in seiner Stimme zu hören, doch vergaß das, als er mich wieder ansprach: „Sophia? Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, dass du wirklich wunderschön aussiehst?“ Ich war geschmeichelt: „Danke, Draco. Und du bist gar nicht so schlimm, wie ich immer dachte. Du kannst sogar richtig nett sein.“ Er lächelte. Auf einmal merkte ich, dass wir sehr nah beieinander standen. Als ich wieder zu Draco hochschaute, merkte ich zum ersten Mal, wie schön seine grauen Augen waren. Wie ein nebliger Tag im Herbst. Plötzlich spürte ich, wie unsere Lippen einander berührten und merkte, wie sich ein warmes Kribbeln in meinem Körper ausbreitete. Es fühlte sich wunderbar an. Als wir uns wieder voneinander entfernten. Sah ich ein Glitzern in seinen Augen. Er fand als erster die Sprache wieder: „Ähm... Sophia... Ich liebe dich. Und zwar schon seit dem ersten Augenblick, als ich dich gesehen habe.“ Ich war überrascht dies zu hören, doch irgendwie auch nicht. Dann sagte ich ihm aufrichtig, was ich fühlte: „Ich liebe dich auch, Draco. Das war mir vorher nie so richtig klar. Aber jetzt weiß ich es. Ich liebe dich auch. Aber ich glaube, wir sollten besser noch einmal zum Fest zurück, bevor noch jemandem auffällt, dass wir weg waren.“ gemeinsam gingen wir wieder zurück. Draco forderte mich wieder einmal zum Tanzen auf und so tanzten wir noch etwas, als plötzlich eine bekannte Stimme fragte: „Dürfte ich abklatschen?“ Als ich mich umdrehte erblickte ich Harry. Plötzlich hatte Draco wieder seine kalte Maske aufgesetzt und sagte: „Von mir aus.“ Trotzdem bemerkte ich den Widerwillen in seinen Augen, den Harry anscheinend nicht sehen konnte. Zuerst tanzten wir schweigsam, auch wenn ich zugeben musste, dass Harry nur halb so gut tanzen konnte wie Draco. Plötzlich fing Harry dann an zu reden: „Ist das dein Ernst! Draco Malfoy! Dafür hast du mich allein gelassen! Wie kam es denn DAZU?“ Jetzt war ich wirklich sauer. Traute mir denn keiner zu, selber entscheiden zu können, mit wem ich meine Zeit verbrachte! Ich war doch kein kleines Kind mehr! „Du willst wissen, wie es dazu kam! Er hat mich gefragt. Außerdem hat er sich auch für sein Verhalten entschuldigt!“ Harry sah mich ungläubig an: „Bist du dir auch sicher, dass er das Ernst gemeint hat? Versteh mich nicht falsch, Sophia. Aber ich mache mir einfach nur Sorgen um dich. Ich möchte nur nicht, dass er dir weh tut. Es könnte doch alles nur ein Trick sein, um dich zu verletzen.“ Ich war geschockt. „Harry, wie kannst du nur so etwas sagen! Du wirst wohl nie glauben, dass Menschen sich ändern! Du unterscheidest Menschen wohl nur in gut und böse oder! Du könntest wenigstens MIR vertrauen, dass ich weiß, welchen Menschen ich vertraue! Du hast doch keine Ahnung, wie er wirklich ist! Wenn du dir mal Zeit genommen hättest, ihn richtig kennenzulernen, aber das hast du nicht! Also hör auf, ihn ohne Grund zu beschuldigen!“ Damit ließ ich Harry mitten auf der Tanzfläche stehen und lief hoch zum Gryffindor-Turm und hinauf in den Schlafsaal, wo ich mich auf mein Bett schmiss und anfing sehr stark zu weinen.
    Als ich am nächsten Tag aufwachte, lag ich immer noch in meinem Kleid auf meinem Bett. Ich war anscheinend übers Weinen eingeschlafen. Also ging ich schnell ins Bad und machte mich fertig. Ich beschloss, Harry erst einmal aus dem Weg zu gehen. Das fiel Hermine natürlich auf. In einer unserer Pausen fragte sie mich, was denn gestern passiert war und ich erzählte ihr die Geschichte. Den Rest meiner freien Zeit verbrachte ich mit Draco. Wir waren nun offiziell ein Paar, auch wenn dies Harry gar nicht zu gefallen schien. In den nächsten Tagen bekam ich dann durch Cedric einen Hinweis für das Eierrätsel. Als ich mir das Rätsel angehört hatte, lief ich schnell zu Hermine. In diesem Moment war es mir egal, dass sie bei den Jungs saß. Ich erzählte ihr alles und somit machten wir uns auf den Weg zur Bibliothek. Seltsamerweise kamen auch Harry und Ron mit, doch ich war viel zu aufgeregt, um näher darauf einzugehen. Zusammen lösten wir das Rätsel, doch ich wusste nur noch nicht, wie ich eine Stunde unter Wasser tauchen sollte, ohne Luft zu holen. Harry und Ron waren schon einmal in den Gemeinschaftsraum gegangen und somit blieben nur noch Hermine und ich, doch dann forderte Professor Moody sie auf, sich bei Professor McGonagall zu melden und befahl Neville noch, mir zu helfen, die Bücher wegzuräumen, bevor er verschwand. Neville schien zu bemerken, dass ich etwas suchte und fragte: „Kann ich dir irgendwie sonst noch helfen?“ „Naja. Wenn du irgendein Kraut oder so wüsstest, mit dem ich eine Stunde unter Wasser tauchen könnte, wäre das echt toll.“ Neville dachte nach, als plötzlich seine Augen zu leuchten begannen: „Ich wüsste da etwas! Es heißt Diantus-Kraut. Damit müsste es klappen.“ Ich war sehr froh: „Danke, Neville! Du bist der beste!“ Damit zog ich ihn in eine stürmige Umarmung und rannte dann zu dem Büro meines Vaters. Ich klopfte an und wurde hereingebeten.

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    Snapes Sicht:
    Als ich ein Klopfen an der Tür hörte rief ich: „Herein!“, und blickte direkt Sophia an. Ich war erstaunt, sie zu sehen und fragte: „Was machst du denn hier?“ Sie erzählte mir mit Begeisterung: „Ich weiß, was ich in der zweiten Aufgabe im Turnier machen muss! Ich muss eine Stunde im Schwarzen See tauchen und irgendetwas finden. Eben bin ich dann auch auf Neville gestoßen, der mir den Tipp Diantus-Kraut gegeben hat. Nun wollte ich dich fragen, ob du eventuell noch etwas davon in deinem Vorrat hättest.“ Ich war erstaunt, wie viel sie herausgefunden hatte. Doch ich wollte ihr helfen so gut es ging. „Ich glaube, ich müsste noch etwas davon vorrätig haben. Komm mal mit.“ Somit stand ich auf und führte sie zu meinem Schrank mit Vorräten und suchte das Diantus-Kraut heraus. Ich gab es ihr und kassierte dafür eine dicke Umarmung. „Danke, Papa!“, sagte sie und verabschiedete sich dann wieder. Ich konnte darüber nur den Kopf schütteln. Sie war genauso mit ganzem Herzen und viel Lebensfreude bei allem, was sie tat wie Lily früher. Sie ähnelte ihr im Verhalten wirklich sehr. Mit diesem Gedanken ging ich ins Bett und schlief recht schnell ein.
    Am Tag der zweiten Aufgabe sah ich, wie Sophia sich auf dem Hinweg nach ihren Freunden umsah. Potter und Weasly zählte ich nicht dazu, denn sie schienen Streit zu haben, so wie sie sich seit des Weihnachtsballs immer aus dem Weg gingen. Ich wusste, warum ihre Freunde nicht anwesend waren, doch ich durfte es ihr leider nicht verraten. Das Diantus-Kraut schien zu wirken, denn sie tauchte, nachdem sie ins Wasser gesprungen war, noch einmal auf und verschwand dann. Zuerst tauchte Diggory mit Cho Chang wieder auf. Dann kam Krum mir Sophias Freundin Hermine. Delacour hatte die Aufgabe abbrechen müssen. So langsam machte ich mir Sorgen. Wo blieb Sophia nur so lange? Die Stunde war fast vorbei. Eine Sekunde bevor sie vorbei war, tauchten plötzlich Draco und Fleurs kleine Schwester auf. Doch von Sophia fehlte jede Spur. Plötzlich schoss sie aus dem Wasser und landete auf der Plattform. Ich war froh, dass alles gut gegangen war und ihr nichts passiert war. Nach dieser Aufgabe sah ich, wie Potter mit ihr sprach und die beiden dann alleine ein Stück weitergingen. Danach schienen sie sich wieder vertragen zu haben und alles ging erst einmal normal weiter. Mal davon ausgenommen, dass Mr Crouch tot aufgefunden wurde.

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    Sophias Sicht:
    Am Tag der dritten und letzten Aufgabe war ich so aufgeregt, dass es nicht einmal half, dass Draco, Hermine, Harry, Ron, Ginny und Neville alle versuchten, mich zu beruhigen. Ich spürte, dass irgendetwas nicht stimmte. Irgendetwas würde heute schrecklich schieflaufen. Ich wusste es einfach. Dann erklärte Dumbledore uns auch schon, was wir tun mussten. Bevor ich im Labyrinth verschwand sah ich noch einmal mitten in die besorgten Augen meines Vaters. Während der Suche traf ich einmal auf Krum, der mich angreifen wollte, doch ich lief weg. Als ich einen Schrei hörte, lief ich schnell in diese Richtung. Dort sah ich Fleur die verletzt am Boden lag. Ich schoss schnell rote Funken in die Luft, damit jemand sie hinaus holte und lief dann mit einem mulmigen Gefühl weiter. Dann traf ich auf Cedric, der genauso wie ich gerade den Pokal entdeckt hatte. Cedric wurde von den Pflanzen an den Beinen aufgehalten uns fiel hin. Er versuchte sich gegen die Pflanzen zu währen, die ihn nun versuchten, unter den Busch zu ziehen. Ich hatte keine Zeit zum Überlegen und half ihm. Dann ergriffen wir zusammen den Pokal, doch landeten nicht bei den anderen Schülern sondern auf einem gruseligem Friedhof. Wir sahen uns um, als plötzlich Wurmschwanz mit einem Bündel im Arm auftauchte und eine gruselige Stimme sagte: „Töte den Überflüssigen!“ Wurmschwanz zog seinen Zauberstab und schrie: „Avada Kedavra!“ Ein grüner Blitz entstand und traf Cedric, der tot umkippte. Ich schrie: „Nein! Cedric!“ Doch ich konnte nichts mehr für ihn tun. Auf einmal wurde ich durch einen Zauber von Seiten Wurmschwanz zu einer Statue befördert, die ihre Arme um mich schloss und mich festhielt. Dann vollzog er ein gruseliges Ritual, bei dem er sich seine Hand abschnitt und sie in einen Kessel fallen ließ, mir den Arm aufritzte und mein Blut dazugab und Knochen aus einem Grab nahm und sie ebenfalls in den Kessel fallen ließ. Dann warf er das Bündel hinein und herauskam: Voldemort. Er rief seine Todesser zu sich und beschimpfte sie, weil sie sich nicht einmal die Mühe gemacht hatten, ihn zu suchen. Nach einem weiteren Versuch meinerseits, mich aus der Umarmung zu befreien, wurde er allerdings auf mich aufmerksam: „Ah... Was haben wir denn da? Du bist also die Schwester des berühmten Harry Potter.“ Er spuckte Harrys Namen aus, als wäre es Gift. „Dabei verdient doch noch nicht einmal er den Ruhm, nicht wahr?“ Ich erstarrte und erinnerte mich an den Albtraum, den ich am Anfang meines zweiten Schuljahres gehabt hatte. Konnte es tatsächlich wahr sein? Ich hatte diese Geschichte nur als einen Traum abgestempelt und dann vergessen, doch nun bekam ich langsam eine Ahnung, die von Voldemort bestätigt wurde. „So mutig von dir. Sich direkt nach deiner Mutter auch noch für deinen Bruder zu opfern. Doch auch genauso dumm. Weißt du, wieso du damals überhaupt überlebt hast? Nur weil deine Mutter sich für dich und deinen Bruder opferte. Es war Liebe, die dich vor dem Fluch beschützte. Ich hätte dich nicht einmal anfassen können. Doch die Dinge haben sich geändert. Jetzt kann ich dich anfassen.“ Dann berührte er meine linke Wange und mich durchschoss ein höllischer Schmerz, der von meiner linken Gesichtshälfte bis zu meiner Schulter zog. Ich schrie auf, doch auch Voldemort erstarrte für ein paar Sekunden. Er starrte auf die Stelle, an der mich ein höllischer Schmerz gequält hatte und sagte: „Also blieb der Fluch doch nicht ganz ohne Wirkung...“ Ich wusste nicht, was er meinte, bis ich an meiner linken Schulter hinabsah. Es zogen sich seltsame schwarze, wellige Linien von meiner Schulter bis zu meinem Hals und vermutlich auch bis in mein Gesicht. In der Mitte der Linien verlief jeweils noch eine ganz dünne grüne Linie. Das ganze zog sich wie ein Netz über die Stelle, die so sehr geschmerzt hatte. Plötzlich fing Voldemort an, zu grinsen: „Dies ist wohl auch egal, wenn ich dich heute Nacht sowieso töten werde.“ Ich sah ihn trotzig an: „Das wirst du ganz sicher nicht!“ Er kam wieder näher auf mich zu und starrte mir tief in die Augen, als sich die seinen plötzlich weiteten. „Wieso hast du seine Augen?“ Ich sah ihn irritiert an. Er fragte: „Du bist nicht, wer du zu sein scheinst oder? Dein Vater ist nicht James Potter. Dein Vater ist Severus Snape!“ Ich erstarrte. Er hatte es herausgefunden. Mit einem einzigen Blick in meine Augen hatte er eins meiner größten Geheimnisse offenbart. Voldemort hatte anscheinend seine Fassung wiedergewonnen, denn er sagte: „Nun denn! Dann will ich dir anbieten, dich uns anzuschließen. Tu es deinem Vater gleich und werde eine von uns.“ ich schüttelte den Kopf und schrie ihn an: „Niemals!“ „Dann lässt du mir keine andere Wahl... Wir werden uns duellieren.“ Damit zog er seinen Zauberstab und befreite mich von der Statue. Er zwang mich sich vor ihm zu verbeugen und dann kämpften wir. Irgendwann schien eine Verbindung zwischen unseren Zauberstäben zu entstehen. Es erschienen mir meine Mutter und Cedric. Sie sagten sie könnten mir, wenn ich die Verbindung abbrechen würde etwas Zeit verschaffen, aber nicht viel. Dann bat mich Cedric noch seinen toten Körper mitzunehmen. Es ging alles sehr schnell. Ich brach die Verbindung ab und lief zu Cedrics Körper und beschwor den Pokal zu mir. Dann landete ich vor der Tribüne beim Labyrinth und konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten.

    6
    Snapes Sicht:
    Nach langer Zeit tauchte endlich meine Tochter wieder auf. Doch sie sah gar nicht gut aus. Sie hatte den toten Diggory bei sich und wollte nicht mehr aufhören zu weinen. Sie erzählte uns, dass der Dunkle Lord zurück sei und dass er Cedric umgebracht hätte. Ich glaubte ihr sofort. Ich erschrak allerdings auch, als ich ihr Gesicht sah, das zur Hälfte von einem schwarzen Netz durchzogen war, das bis zu ihrer Schulter hinunterreichte. Ich wollte sie gerade zum Schloss begleiten, als Moody dazwischenkam und sie mitnahm. Als wir später nach ihr im Krankenflügel sehen wollten und sie nicht da war, liefen Albus, Minerva und ich zu Moodys Büro und brachen die Tür ein, als niemand öffnete. Ich gab Moody Veritaserum und er entpuppte sich als der Sohn von Mr Crouch, ein ehemaliger Todesser. Nachdem wir uns um ihn gekümmert hatten, brachte ich zusammen mit den anderen beiden Sophia auf die Krankenstation, wo sie uns alles erzählte, was passiert war.

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    Sophias Sicht:
    Später bekam ich von Dumbledore auf dem Krankenflügel erklärt, was es mit diesem seltsamen Gebilde auf meiner Haut zu tun hatte: „Erinnerst du dich noch an deinen Traum Anfang deines zweiten Schuljahres? Du hast gesehen, wie du dich nach deiner Mutter ebenfalls zwischen den Todesfluch und Harry geworfen hast. Doch dabei bliebst du nicht ganz unversehrt, wie du vorher immer gedacht hast. Der Fluch hat auch bei dir Spuren hinterlassen.“ Nun begriff ich es: „Sie meinen, diese Linien kommen davon, dass mich der Todesfluch getroffen hat? Aber wieso habe ich sie dann vorher nie gesehen und erst, als Voldemort mich berührt hat?“ Dumbledore seufzte. „Sie waren schon immer da. Zuerst waren sie auch nur an der Stelle, an der du getroffen worden warst, doch sie haben sich schnell immer weiter ausgebreitet. Als wir dich und deinen Bruder fanden, brachten wir dich erst einmal ins St. Mungos. Die Ärzte dort sagten, sie könnten nicht viel für dich tun. Das einzige, was sie tun konnten, war, den Fluch so zu beschränken, dass er sich nicht mehr weiter als zu diesem Zeitpunkt ausbreiten konnte. Dann sprach ich einen Zauber über dich, der dafür sorgte, dass niemand die Linien sehen konnte. Der Zauber sollte eigentlich bis zu deinem siebzehnten Geburtstag anhalten, doch durch die Berührung Voldemorts wurde er aufgehoben. Somit war deine Annahme im zweiten Schuljahr nicht ganz richtig. Du warst nicht ohne irgendeine Verwundung davongekommen.“ „Aber kann man diese Linien nicht noch einmal verschwinden lassen?“ Er seufzte wieder. „Leider nein. Damals warst du noch kleiner und somit war es leichter, diese kleinere Fläche zu verbergen. Das einzige, was ich jetzt noch tun könnte ist, dafür zu sorgen, dass nur diejenigen es sehen können, von denen du willst, dass sie es sehen können.“ Ich dachte nach. Das wäre wahrscheinlich besser, als von jedem, dem ich begegnete, seltsam angestarrt zu werden. Vor allen Dingen wenn ich in der Muggelwelt unterwegs war. Also nickte ich: „In Ordnung. Was muss ich tun?“ Dumbledore lächelte mich an: „Eigentlich nichts. Du musst nur kurz stillhalten.“ Ich hielt still und schloss die Augen. Plötzlich spürte ich ein leichtes Kribbeln. Nachdem es verschwunden war, öffnete ich die Augen wieder. Ich sah die Linien zwar immer noch, doch ich glaubte Dumbledore, wenn er sagte, dass niemand es sehen könnte, außer ich wollte es. Ich bedankte mich: „Danke, Sir.“ Er lächelte mich wieder an und sagte: „Kein Problem. Aber ich denke, du solltest dich jetzt erst einmal ausruhen. Danach kannst du bestimmt zu deinen Freunden.“ Er zwinkerte mir noch einmal zu und verließ dann den Krankenflügel. Dieser Tag war sehr anstrengend gewesen und ich hatte viel zu verdauen. Somit glitt ich auch schnell in einen tiefen Schlaf.

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    Es tut mir leid, dass das ganze wieder mal etwas länger gedauert hat. Ich hatte einfach sehr viel um die Ohren. Leider muss ich euch sagen, dass es bis zum nächsten Teil auch noch dauern könnte, denn ich fahre demnächst noch in den Urlaub und weiß nicht, ob ich da viel zum Schreiben kommen werde. Trotzdem hoffe ich, euch hat dieser Teil gefallen und ihr freut euch schon auf den nächsten.
    Liebe Grüße, eure Kerstingarde 1611 ;)

Kommentare (112)

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Dracogirl (95555)
vor 136 Tagen
Sooooooooooooo toll ich habe schon viele Geschichten auf teste dich zum Thema Harry Potter gelesen und das war mit Abstand die beste!!!!!!!❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍
Hanni Potter (55075)
vor 148 Tagen
Muss ich noch etwas dagen auser: WOW!!! DAS WAR MIT DIE BESTE FF DIE JE GELESEN HAB!!! Oder irre ich mich
Cecilia Heart (37391)
vor 171 Tagen
Hat sich erledigt. Hab deinen Account gefunden.😊
Cecilia Heart (37391)
vor 171 Tagen
Hast du eigentlich Wattpad? Wenn ja, lädst du die Geschichte da auch hoch?
Lilian Skywalker ( von: Lilian Skywalker)
vor 563 Tagen
Es heißt zwar:" Nein, ich bin dein Vater " aber trotzdem ist es total ähnlich. :-D
Kerstingarde 1611 (74167)
vor 567 Tagen
@Aveline und @TheNewImperator Vielen Dank euch beiden!😊 Das mit der Ähnlichkeit ist mir gar nicht aufgefallen.😅
LG Kerstingarde 1611
TheNewImperator (20969)
vor 595 Tagen
Beim 2. Teil ist es so ähnlich wie:"Luke, ich bin
dein Vater!" also finde ich.
TheNewImperator (20969)
vor 595 Tagen
@Kerstingarde 1611
Du schreibst wirklich immer wieder die besten
Fanfictions, grosses Lob!
Aveline (62286)
vor 612 Tagen
Amazing! 😍☺️😄
Kerstingarde 1611 (64072)
vor 685 Tagen
@Ich eben Vielen Dank für deinen Kommentar! :) Jetzt bringt ihr mich sogar zum Heulen😢🙈 Ich hätte nie gedacht, dass die Geschichte so gut ist und so vielen Menschen gefällt.🙈
Ich eben (35823)
vor 685 Tagen
Ich meinte Stellen, sorry!
Ich eben (35823)
vor 685 Tagen
Ich musste, genau wie Caro, auch an manchen Szellen heulen, weil das einfach so herzzerreißend geschrieben war. Mach weiter so!
Kerstingarde 1611 (08814)
vor 689 Tagen
@Caro Ja mache ich, aber zuerst muss ich noch meine zweite ff fertig schreiben😅🙈 Ich hoffe, du verstehst das. Danke für den Kommentar! :)
LG Kerstingarde 1611
Caro (93436)
vor 695 Tagen
deine ganze ff war voll schön ich musste öfters mal heulen😭😭schreib weiter ja?
Kerstingarde1611 (05687)
vor 705 Tagen
Danke an alle für eure Kommentare!😍 Ihr seid echt süß! Ich werde weiterschreiben, wenn ich eine andere FF fertig habe. Das könnte aber noch etwas dauern. Sorry.🙈Aber vielleicht lest ihr sie euch ja mal durch. Der Anfang müsste demnächst erscheinen. Sie heißt: Wer bist du wirklich?
Vielen Dank für alles!
LG Eure Kerstingarde 1611
Peeves (91102)
vor 706 Tagen
Uiii supi gemacht ich bin so beeindruckt von deiner Leistung und eine gute Film Kenntnis hast du auch noch💜💖
Peeves (84914)
vor 706 Tagen
Soll cool ich eine es toll dass du so Schreibst dass man unbedingt wissen will wie es weiter geht mir fällt nichts verbesserungs würdiges ein 👍👌
dracheneule (88168)
vor 707 Tagen
So schön geschrieben. Ich bin sprachlos!😶😮
lily (59259)
vor 708 Tagen
BitteBitteBitte schreib weiter
Ginny05 (59195)
vor 709 Tagen
BitteBitteBitteBitte schreib weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!