Das Biest und der Tyrann - Teil 21

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1 Kapitel - 3.339 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2015-08-18 - Entwickelt am: - 1.412 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Also ich werde nicht die neuesten Informationen um Kid mit einbauen, da es erstens vielleicht ein Spoiler wäre und zweitens ich lieber ein bisschen losgelöster von der Geschichte schreibe.

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    Grits Sicht
    Irgendetwas pickst ständig in mein Gesicht. Ich versuche es wegzuschlagen, aber es kommt immer wieder. Ah Hilfe! Ich bekomme keine Luft mehr. Erschrocken öffne ich die Augen und schlage um mich. Gelächter ertönt. Ich sitze immer noch im Speisesaal auf einem Stuhl an einem Tisch und es sitzen immer noch die gleichen Leute mit mir hier. Keuchend versuche ich mein Herz und meine Atmung zu beruhigen. Man war das ein Schreck! „Ha. Ha. Ha. Ganz lustig“, sage ich, als ich mich einigermaßen wieder beruhigt habe. Ich atme noch einmal tief durch. „Wie lange habe ich geschlafen?“ „Ach, nicht so lange!“, antwortet Kid und streicht mir eine Dread aus dem Gesicht. Dabei grinst er dick und fett. Skeptisch schaue ich in die Runde. Alle, außer Killer und wahrscheinlich sogar der, haben ein dickes verräterisches Grinsen im Gesicht. Mir ist das zu doof. Sollen sie sich doch einen anderen Doofen suchen. Ich nehme mir mein leeres Saftglas und gehe in die Küche, um es wegzubringen. Vorhin hätte ich mich lieber wieder aufs Ohr gehauen, dann hätte ich wenigstens ordentlich schlafen können. „Hey Markus“, begrüße ich den Koch. Er dreht sich überrascht um und entdeckt mich. Sofort breitet sich auch auf seinem Gesicht ein fettes Grinsen aus. „Hallo Grit. Gut geschlafen?“, begrüßt er mich und muss sein Lachen bitter unterdrücken. Ich gucke ihn böse an. Was ist bloß los mit denen? Genervt wende ich mich ab und lege das Glas zu Bob ins Spülbecken. „Hey Schwester, was ist denn mit dir passiert?“, sagt er plötzlich überrascht. Ich schaue ihn verwirrt an. „Was meinst du?“ Bob trocknet eine Pfanne ab und reicht sie mir. „Schau da mal rein“, rät er mir. Misstrauisch schaue ich den glatten leicht spiegelnden Boden der Pfanne an. Man kann zwar keine Details erkennen, aber ich sehe sofort, was das Problem ist. Mein Gesicht ziert eine Katzenschnauze mit Schnurbarthaaren. „KIIIIIIIIID!“, rufe ich laut aus. Ich höre nur sein lautes Lachen. „Hier!“ Ich drücke Bob die Pfanne in die Hand und stapfe aus dem Raum, um in meiner Kajüte das Zeug von meinem Gesicht zu waschen. Jetzt ist es eindeutig an der Zeit Kid mal wieder einen ordentlichen Streich zu spielen. Während ich mir mit Seife die schwarze Tinte vom Gesicht scheuere, strenge ich meine grauen Zellen mächtig an. Mist! Mist! Mist! Mir fällt nichts Gutes ein. Nur ein paar kleinere Sachen. Hm… Dann muss ich wohl an mehreren Stellen gleichzeitig angreifen. Eine bessere Idee habe ich nicht. Allerdings muss Kid dafür aus der Küche verschwinden. Ich brauche nämlich ein paar Materialien. Hoffentlich klappt das alles und hoffentlich kann ich dabei sein, wenn die Fallen zuschnappen. Ich schaue in den Spiegel. Die schwarze Farbe ist aus meinem Gesicht verschwunden, stattdessen macht sich ein verschwörerisches Lächeln breit. Kid wird sich nicht freuen morgen früh ins Bad zu gehen. Ich gehe zum Speiseraum zurück. Ohne einzutreten, weiß ich schon, dass Kid noch da ist. Sein Lachen ist laut und unverkennbar. Also gut. Dann brauche ich einen Mittelsmann. Ich drehe mich um und gehe den Gang zurück zum Männerschlafsaal. „John?“, rufe ich laut in den Raum rein. Ich mag es immer nicht einfach rein zu gehen. Wer weiß, wer sich gerade umzieht. Ich will wirklich keinen von ihnen im falschen Moment treffen. „Jo!“, höre ich seine Stimme irgendwo im Raum. Ich kann ihn aber nirgendwo entdecken. „Komme!“ Wenig später steht er vor mir. Wahrscheinlich hat er vor nicht allzu langer Zeit noch geschlafen, denn er trägt kein T-Shirt und seine Haare sind ziemlich durcheinander. „Ich brauche deine Hilfe“, sage ich mit etwas gedämpfter Stimme und verschwörerischem Blick. Sofort ist John ganz Ohr. „Was willst du machen?“, fragt er neugierig, aber ebenfalls mit gedämpfter Stimme. Ich grinse. „Kid braucht dringend eine Abreibung und dafür brauche ich Ketchup und Mehl.“ John mustert mich skeptisch und zieht eine Augenbraue hoch. "Ketchup und Mehl?“ Ich nicke. „Du musst mir das aus der Küche besorgen. Kid sitzt dort doof rum und würde sofort misstrauisch werden wenn ich da was mache. Ich kann ihn auch ablenken, während du in der Küche bist, aber du musst mir das auf jeden Fall holen“, erkläre ich schnell und leise. „Ich habe zwar keine Ahnung, was du vor hast, aber ich bin dabei“, sagt John kurz entschlossen und grinst breit. „Herzlichen Dank!“ Ich grinse ebenfalls. „Also gut. Wenn du das geholt hast, kannst du es in meine Kajüte bringen.“ „Deine Kajüte?“, unterbricht John mich und lacht. „Naja, ich denke mal, dass sie mir jetzt mitgehört. Wie auch immer. Verstecke die Sachen unter meiner Kleidung im Schrank. Aber wehe, du guckst dir irgendetwas von meiner Kleidung an!“ Ich halte ihm warnend den Zeigefinger unter die Nase. John setzt eine Unschuldsmiene auf. „Das würde ich niemals tun!“ „Dann ist gut!“, sage ich lächelnd. „Und jetzt zieh dir ein T-Shirt an und besorge mir das Zeug. Ich geh und lenke Kid ab.“ „Ay! Du redest von Mehl und Ketchup, als wären es Drogen“, murmelt er, während er zurück in den Schlafsaal geht. Ich grinse und schlendre zum Speiseraum. Die Müdigkeit von vorhin ist komplett von mir abgefallen. Ich setze eine fröhliche Miene auf und gehe auf Kid zu. Er und die anderen sitzen immer noch an der gleichen Stelle. Es scheint, als wären es sogar ein paar mehr geworden. „So meine Lieben!“, sage ich laut und knalle mit einer Hand auf den Tisch. Ein paar Lacher brechen aus, bei meinem Anblick. „Da bin ich wieder!“ Ich grinse und setze mich auf den Stuhl, auf dem ich vorhin schon saß. „Na Miezekätzchen“, sagt Kid und lacht laut. Ich boxe ihm kräftig in die Seite. „Du weißt, dass ich dir das heimzahlen werde!“, warne ich ihm. Wenn er nur wüsste, dass ich bereits dabei bin, es ihm heimzuzahlen. Ich grinse sadistisch. „Ich war das doch gar nicht!“, versucht Kid sich zu verteidigen, aber man hört die Lüge heraus. „Als ob!“ „Ich wollte das nicht. Ehrlich! Killer hat mir den Stift in die Hand gedrückt und mich dazu gezwungen.“ Eine gute Ausrede! Oder auch nicht. „Hat deine Mama dir nie gesagt, dass man nicht lügen darf?“, frage ich sarkastisch. Aus den Augenwinkeln sehe ich wie die Tür aufgeht. Ich lasse meinen Blick unauffällig schweifen und sehe, wie John den Raum betritt und zur Küche rüber schlendert. Die Jungs sind gut drauf und lachen vereinzelt. „Ihr braucht euch gar nicht erst darüber lustig machen. Ihr seid doch genauso schuld!“, sage ich gespielt böse. „Ihr hättet ihm wenigstens zu einem besseren Streich verhelfen können.“ Killer lacht laut auf. „Ach das ist das Problem? Der Streich war dir zu langweilig?“, fragt er belustigt. Ich gucke ihn an und zucke mit den Schultern. „Den gleichen Streich hatte ich Kid vorher schon einmal gespielt. Also bitte! Wenn ihr mir einen Streich spielt, dann sollte der schon kreativ sein. Also so richtig kreativ“, erkläre ich du werde dabei immer enthusiastischer. „So wie der andere Streich, wo ihr mich mit klebrigem Saft und Cornflakes überschüttet habt. Der war richtig gut!“ Es ertönt wieder Gelächter. Kid legt seinen Arm um mich. „Es klingt ja fast, als würdest du es wollen, dass dir die Hölle heiß gemacht wird“, sagt er lachend. Ich grinse. „Ich mein ja nur. Die Stimmung muss kurz vor dem Ausrasten sein. Wenn man dann aber noch über den Streich lachen kann, dann ist er perfekt gelungen“, sinniere ich. „Schreib ein Buch drüber“, sagt Killer gelangweilt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er echt gelangweilt ist, oder es nur spielt. Wenn man den Gesichtsausdruck dazu nicht sieht, ist es schwer zu sagen. Ich strecke ihm die Zunge raus. „Werde ich vielleicht irgendwann mal machen. Wer weiß! Vielleicht werde ich dann so berühmt und habe so viel Geld und Gold, dass ihr keins mehr auftreiben müsst. Das heißt, falls ich euch überhaupt etwas abgebe.“ „Hört, hört!“, sagt einer und das Gelächter geht wieder rum. „Aber sie hat Recht!“, wirft einer ein. Während nun Geschichten von gelungenen Streichen erzählt werden, lache ich laut mit, aber innerlich sitze ich auf heißen Kohlen. Hoffentlich gibt Markus John das Mehl und den Ketchup. Mein Blick huscht zur Tür, welche sich gerade schließt. Hoffentlich ist John gerade dadurch gegangen, mit Mehl und Ketchup in den Händen. Soll ich gehen und gucken, ob alles läuft? Aber wird Kid dann nicht misstrauisch, wenn ich andauernd komme und gehe? Ich habe vor allem keine gute Ausrede, weshalb ich aufstehen würde. Och man! Das ist jetzt voll doof. Vor mir auf dem Tisch liegt ein Stapel Karten. Ich greife danach und fange an sie zu mischen. Wenigstens zapple ich so nicht mehr mit den Händen rum. Immer wieder und wieder mische ich. „Hey Leute!“ Ruckartig schaue ich auf. John lehnt sich lässig auf eine Stuhllehne und grinst. Na endlich! „Hey John! Alle klar?“ Ich versuche so ungezwungen, wie möglich zu klingen. Hoffentlich führe ich mich nicht allzu seltsam auf. „Jo!“, antwortet er kurz angebunden. Was für eine Erleichterung. Das gequälte Lächeln verschwindet und ein natürliches Grinsen tritt auf mein Gesicht. „Spielt ihr Karten?“, fragt John. „Eigentlich nicht“, sagt Heat. „Aber Lust hätte ich schon.“ Die anderen geben zustimmendes Gemurmel von sich. „Die Karten sind jetzt auf jeden Fall gut gemischt“, sage ich und lache. Alle rücken näher zusammen, um besser an den Tisch zu kommen. „So! Ich kann aber nicht mitspielen“, verkündet Kid und steht auf. „Warum nicht?“, frage ich ihn überrascht. „Für die Nachtwache sollte man etwas ausgeruht sein und ich habe heute Morgen leider nicht so viel geschlafen wie du.“ Er fährt durch meine Dreads und macht sie unordentlich. Einige fallen mir ins Gesicht. Ich grinse ihn an. Er lächelt mir zu, dann dreht er sich um zum Gehen. „Bis später Männer!“ Hoffentlich hat John das Zeug gut verdeckt. Jemand nimmt mir die Karten aus der Hand. „Ich teil aus!“

    „Ihr müsst jetzt den Tisch räumen. Wir wollen aufdecken.“ Markus steht mit einem Stapel Teller hinter uns. „Nur noch einen kleinen Augenblick. Die Runde ist fast fertig!“, sagt Killer und überlegt, welche Karte er abspielen soll. Markus schüttelt den Kopf. „Nein!“ „Och bitte. Bitte, bitte, bitte!“, bettle ich ihn an. Markus seufzt. „Also gut! Aber beeilt euch!“ Er stellt den Stapel Teller auf den Tisch und geht zurück zur Küche. „Ha!“, sagt Killer und legt eine Karte ab. Der Spieler nach ihm stöhnt genervt und nimmt eine Karte auf. ich halte nur noch eine Karte in der Hand. Wenn alles gut läuft, habe ich gleich gewonnen. Es sind aber noch ziemlich viele Spieler vor mir dran. Verdammt! Ich kann meine Karte doch nicht ablegen, stattdessen muss ich eine aufnehmen. Die Runde geht weiter. „Verehrte Anwesende!“, hebt jemand die Stimme an. „Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass euer aller Schmerz ein Ende hat. Denn in eben diesem Augenblick, lege ich meine letzte Karte ab.“ Mit diesen Worten wirft er eine Karte in die Mitte. Einige seufzen. Ich grinse und strecke mich. Das ist eine anstrengende Partie gewesen. Heat sammelt die Karten ein und wir anderen decken schnell die Teller auf, die Markus eben auf den Tisch gestellt hat. Ich glaube ich sollte mal Kid wecken gehen. auf dem Weg zur Tür gesellt sich John zu mir. „Du solltest deinen Kleiderschrank mal aufräumen. Da sieht es ja schlimmer aus, als bei uns“, wirft er mir vor. Ich strecke ihm die Zunge raus. „Na und? Hast du die Sachen ordentlich versteckt?“, frage ich mit gedämpfter Stimme. John nickt grinsend. „Dann ist gut“, antworte ich. „Bis gleich!“ Ich öffne meine Kajütentür und gehe rein. Kid schläft noch. In seinem linken Arm hält er mein Kissen. Ich muss grinsen. Er sieht aus wie ein kleiner Junge. Leise komme ich näher. Ich streichle ihm über den Oberkörper und setze mich auf seinen Bauch. Sofort schlägt Kid die Augen auf. „Aufstehen Kiddi! Es gibt Essen“, sage ich breit grinsend. Kid lächelt und legt seine Hände auf meine Oberschenkel. „Kiddi, huh?“, sagt er und zieht eine Augenbraue hoch. In meinem Kopf dreht sich schon wieder alles. Vielleicht hätte ich ihm nicht so nah kommen sollen, dann könnte ich mein Gehirn wenigstens noch benutzen. „Ähm… ja“, antworte ich leicht verzögert. Kid grinst breit. „Ich würde ja aufstehen, aber ich kann nicht“, sagte er. „Da sitzt nämlich jemand auf meinem Bauch.“ Ich grinse. „Da sitzt jemand auf deinen Bauch? Wirf sie doch runter“, rate ich ihm. Kid lacht. „Na wenn du meinst!“ Er steht schnell auf, packt mich, hält mich für einen Augenblick hoch und lässt mich dann aufs Bett fallen. Ich kreische. „Das meinte ich doch nicht ernst, du Blödmann!“, rufe ich, als ich den ersten Schock überwunden habe. Kid lacht. „Du wolltest es doch so!“, verteidigt er sich. Ich strecke die Zunge raus und zeige ihm meinen kleinen Finger. Kid geht lachend ins Badezimmer. Ich höre kurz Wasser laufen und dann kommt Kid mit der Zahnbürste im Mund wieder raus. „Hast du die anderen beim Kartenspielen fertig gemacht?“, fragt er etwas unverständlich. Ich grinse und setze mich im Schneidersitz auf den Boden. „Aber natürlich. Ich habe sie so fertig gemacht, dass sie nie wieder Karten spielen wollen“, sage ich grinsend. Es entspricht absolut gar nicht der Wahrheit. Eigentlich wurde ich voll fertig gemacht. Ich habe keine einzige Runde gewonnen. Kid grinst. „Du hast also die ganze Zeit verloren?“ „Ja“, gebe ich schweren Herzens zu. „Irgendwie habe ich immer noch keine Taktik in diesem Spiel.“ Er kommt näher du zwickt mir in die Wange. „Kommt schon noch!“, muntert er mich auf. Ich lache. „Du solltest jetzt vielleicht aufhören zu reden, sonst läuft dir die Zahnpasta aus dem Mund“, sage ich. Kid ist kurz davor alles auszuspucken, vor Lachen. Er dreht sich um und geht schnell ins Badezimmer. Ich bleibe lachend zurück. „Alter! Ich hätte fast alles ausgekotzt!“, höre ich Kid aus dem Badezimmer. Ich lache noch doller. Im Hintergrund höre ich wieder Wasser laufen. „Mach dich nicht über mich lustig! Das haben schon einige bereut!“, droht Kid mir sarkastisch. Ich beruhige mich ein bisschen. Aber das Bild will mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ich stehe auf und gehe zum Badezimmer. Kid will gerade herauskommen und wir begegnen uns im Türrahmen. „Oh! Wen haben wir denn da?“, sagt er überrascht, als ich direkt vor ihm stehe. Ich grinse immer noch breit. Kid legt seine Hand auf meine Wange und streichelt mich zärtlich mit dem Daumen. Es fühlt sich jedes Mal so gut an. Ohne ein Signal zu geben, ziehen wir uns gleichzeitig in eine Umarmung. Ich habe das Gefühl Kid schon lange nicht mehr so nah gewesen zu sein. Unter meinen Fingerspitzen fühle ich seine Muskeln und mit meinem Ohr höre ich Kids Herz pochen. Da ist nichts außer uns beiden. Kein fremder Blick, kein fremdes Geräusch. Kid umfässt mich an der Taille und schiebt vorsichtig seine Hände unter mein Top. Ich spüre seine Hände auf meiner nackten Haut. Es brennt wie Feuer, aber es tut gut. „Darf ich?“, flüstert er dicht bei meinem Ohr. „Ja“, hauche ich. Wir gehen täglich einen Schritt weiter in unserer Beziehung und täglich lerne ich neues dazu. Kid berührt sachte meine Wange mit seinen Lippen. Mein Herz droht zu zerspringen, aber ich höre auch, wie sich sein eigener Herzschlag erhöht. Ich versuche, mich mit den Händen an Kids Rücken festzuhalten. Meinen Beinen kann ich nicht mehr richtig trauen. All meine Gedanken drehen sich nur um diesen Augenblick. „KID?“, ertönt ein lauter Ruf und dann wird die Tür ruckartig aufgerissen. „AHHHH!“, kreische ich erschrocken, stampfe mehrmals auf der Stelle und breche aus der Umarmung raus. Mein Herz rast! Ich lehne mich an den Türrahmen und atme erst einmal tief durch. Kid hingegen scheint sich schneller gefangen zu haben. „Was zum Henker soll das?“, sagt er laut und wütend. „Wie oft habe ich dir gesagt, dass du anklopfen sollst? Geht das in deinen Kopf rein? Du machst nachher den Abwasch. Hast du verstanden? Und zwar ganz alleine!“ Von dem Eindringling kommt nur beschämtes Gemurmel. „Und jetzt geh! Geh!“ Keine Ahnung wer das war. Ich hatte auch nicht die Kraft nachzugucken, aber er schließt ganz leise die Tür hinter sich. „Meine Fresse! Der hat mich vielleicht erschreckt!“, bringe ich keuchend hervor. Ich rutsche an der Wand nach unten und setze mich hin. „Tut mir Leid, dass er so reingeplatzt ist. Ich habe Stulle ich-weiß-nicht-wie-oft gesagt, dass er anklopfen soll, aber er kriegt es einfach nicht hin“, sagt Kid genervt und greift nach seinen Mantel. Im Gehen wirft er ihn sich über. Ich stehe schnell auf und greife nach seiner Hand. „Hey“, sage ich sanft. Kid bleibt stehen und dreht sich überrascht um. Ich lächle ihm zu. „Ist doch nicht so schlimm. Wir haben es beide überlebt. Kein Grund so böse zu sein“, versuche ich ihn ein bisschen aufzumuntern. Kid lächelt und streicht mir eine Dread hinters Ohr. „Kommst du mit?“, fragt er und wechselt damit das Thema. „Ja gleich. Geh schon mal vor“, antworte ich ruhig. Kid bleibt noch einen Augenblick stehen und geht dann. Als er schon die Tür geschlossen hat, bleibe ich immer noch stehen und schaue ihm hinterher. Erst einmal muss ich den Kopf frei kriegen, dann kann ich mit meinem Werk beginnen. Wenn ich Glück habe, schlagen alle fünf Streiche morgen früh zu. Ich gehe ins Badezimmer und putze mir die Zähne. Gleich werde ich es nicht mehr können. Ich hole eine Schere und durchsichtiges Klebeband. Außerdem das Mehl und den Ketchup. John hat die beiden Sachen tatsächlich gut versteckt. Ich muss mich beeilen, sonst brauche ich eine Ausrede, warum ich so lange gebraucht habe und ich habe keine Ausrede. Erst der Ketchup. Ich öffne Kids Shampoo und fülle einen Großteil in eine leere Shampooflasche. Schließlich braucht er noch was davon. In die andere fülle ich nun Ketchup, schüttle die Flasche und stelle sie wieder zurück. das Mehl streue ich nun auf Kids Handtuch. Zum Glück hat er ein weißes Handtuch. Mit der Schere bohre ich ein unauffälliges Loch ins Ende der Zahnpastatube. Auf seine Zahnpasta mache ich nun etwas Seife. Den Streich hat Kid zwar schon einmal gemacht, aber egal. Als letztes klebe ich den Wasserhahn zu und schneide die Ecken des Klebestreifens ab, damit man nichts sieht. So! Das sollte genügen. Schnell bringe ich die Sachen wieder zurück und gehe zum Speisesaal. Hoffentlich habe ich nicht allzu lange gebraucht. Ich öffne die Tür. „…ten Appetit!“, höre ich Kid grade noch sagen. Na dann komme ich ja grade perfekt.

Kommentare Seite 6 von 6
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Bahar ( 99888 )
Abgeschickt vor 170 Tagen
Ich finde es echt klasse das du immer am
Spannendesten Platz aufhörst da bekommt Mann
ja mehr Lust zu lesen
Hikari ( 52165 )
Abgeschickt vor 181 Tagen
Nein würde ich nicht Ronja , aber deswegen iSt es so blöd weil es genau wirklich die spannendste stelle ist
Ronja ( 57034 )
Abgeschickt vor 182 Tagen
Ich weiß, ich weiß. Würdest du schlecht über mich denken, wenn ich dir sage, das war mit Absicht? Fortsetzung folgt bald...
Hikari ( 52165 )
Abgeschickt vor 182 Tagen
OMG! SO ETWAS DARF MAN KEINEM ANTUN😱 an der spannendsten
Stelle einfach aufhören.......Bitte schreib schnell weiter!!!!!!!
P.S.
Respekt, ich könnte Soetwas nicht . Mach weiter so😉
alegssa ( 22446 )
Abgeschickt vor 186 Tagen
Ich hab schon so gespannt gewartet. Bitte schreib schnell weiter 😍😍
Bahar ( 10063 )
Abgeschickt vor 188 Tagen
Respekt du kannst schreiben wie ne Profi.
P.S
Mich hast du schon als Bewunderer
angle of life ( 63895 )
Abgeschickt vor 189 Tagen
Coool der neue Teil ist echt so toll 😊
Ich finde die Story eine von den besten ! Bitte mach schnell weiter!
Ich möchte gern wissen wie es weiter geht. Mach weiter so!
loliee ( 10932 )
Abgeschickt vor 259 Tagen
Das ist DIE BESTE ff, die ich bis jetzt gelesen hab, um ehrlich zu sein;)
♥☺♥☺♥☺♥☺♥☺
Monkey D Woosmann ( 89282 )
Abgeschickt vor 268 Tagen
cool der neue Teil
SAKURA ( 64916 )
Abgeschickt vor 295 Tagen
Wann kommt der 36 Teil die Geschichte is voll cool
Ronja ( 14911 )
Abgeschickt vor 312 Tagen
Ich find es super cool, dass du dir so Gedanken machst, wie es wohl weitergeht. Ob Grit Königshaki hat weiß ich nicht so genau. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wer weiß. Sie überrascht einen immer wieder ;)
Gol D. Lea ( 64467 )
Abgeschickt vor 312 Tagen
Bittttee schreib weiter ich finde diese geschichte so cool ich hätte
sogar eine Idee wie es weiter gehen könnte ; nähmlich das die kid piratrn
in einen kampf mit der marine haben aber da dabei auch der admiral
kuzan oder wie der heisst dabei ist könnnen die kid piraten nicht gewinnen
Den sie sind dan alle auch schon stark mitgenommen und als dan dieser
Admiral dan kid und die anderen töten will setzt dan Grit Königshawki frei
Und besiegt sie dan weil du hast schon so mit dem Hawki angefangen das
Sie und kid es trainieren da wäre das glaube ich eine coole wenden das dan
Grit Königshawki erweckt aber es ist deine FF es wäre jetzt nur von mir
Ein Vorschlag.
Bahar ( 00301 )
Abgeschickt vor 338 Tagen
Ist nicht schlimm aber es würde mich freuen wenn
du bald weiter schreiben könntest den das ist
meine aler Liebste Geschichte überhaupt ❤️😍😂😜
Vicky ( 55748 )
Abgeschickt vor 364 Tagen
OK danke für die Info
Ronja ( 58949 )
Abgeschickt vor 365 Tagen
Hey Vicky. Bisher sind es nur 33 Teile. Schreibe grade den nächsten aber bin in letzter Zeit kaum zu Hause. Deshalb dauert es ein bisschen 😊
Vicky ( 40966 )
Abgeschickt vor 368 Tagen
Hallo Ronja wie viele Teile giebt es den insgesamt ? Die fanaction war so cool ich bin jezt bei 33 giebt es noch mehr ?
Lu ( 48365 )
Abgeschickt vor 382 Tagen
Ich finde die story echt cool obwohl ich mir garnicht mag😃! Bitte schreib weilet
Rika Nara/Weasley ( 16164 )
Abgeschickt vor 388 Tagen
Ach so, bei Kid kann man ja nie wirklich wissen
wie er gerade so drauf ist :-) Schreib bitte
schnell weiter. Bei so SCHÖNEN Geschichten
kann ich es immer NICHT ABWARTEN. :-)
Ronja ( 45778 )
Abgeschickt vor 390 Tagen
@Rika Nara/Weasley Kid hat nur eine Ansage gemacht. Es wurde niemand zusammengeschrien ^^
Rika Nara/Weasley ( 60541 )
Abgeschickt vor 391 Tagen
Wieso musste Kid denn laut werden, wer hat denn
[BEEP] gebaut? :-) Wie immer schönes Kapitel.
Mach bitte schnell weiter. :-)