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Stexpert

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1 Kapitel - 3.840 Wörter - Erstellt von: Spxstnknd - Aktualisiert am: 2015-08-18 - Entwickelt am: - 4.167 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 2 Personen gefällt es

1
„‘Weißt du, wie Stegi in real aussieht?‘ Ich weiß nur … äh, nee ich weiß gar nichts.“ Der Junge lachte auf. „Nein, wir haben und noch nie getroffen, tatsächlich. Aber ich weiß, wie er aussieht, so halb. Von Fotos.“ Er legte eine Pause ein. „Privaten Nacktfotos, zum Beispiel.“
Auf Stegis Gesicht breitete sich ein Grinsen aus. Tims Worte, die er soeben im Stream von sich gegeben hatte, würden eine Stexpertwelle auslösen – hoffte er zumindest. Doch dass an dieser Aussage etwas Wahres dran war, würden sie nicht wissen.
Stegi grinste während er Tims Stream sah. Wenn er eine Möglichkeit dazu hatte, seine Stimme zu hören, dann ergriff er sie.
Der Blonde lehnte sich in seinem Stuhl nach hinten und versuchte, die Röte aus seinen Wangen zu treiben als er daran dachte, was Tim mit seiner Stimme in ihm bewirken konnte. Er sollte sich nicht dafür schämen, dafür war es viel zu oft geschehen.
Der Blonde hatte keine Ahnung, wie es begonnen hatte. Er wusste nicht, wie sie es geschafft hatten, diese Schwelle von Freundschaft zu überschreiten. Aber irgendwann, bei einem abendlichen Gespräch am Telefon, war es passiert. Telefonsex.
Sie hatten vorgehabt, es zu vergessen, einfach so weiter zu machen wie davor. Doch das ging nach hinten los, denn zwei Tage danach wiederholte sich der Vorgang. Stegi hatte nie bemerkt, wie geil Tims Stimme klang und das, was er mit dieser machte, trieb Stegi in den Wahnsinn.
Sie sprachen sich aus sie sahen ein, dass sie es nicht mehr loslassen konnten. Es war passiert und sie würden nicht aufhören können, darüber nachzudenken.
Was sie waren wusste Stegi immer noch nicht. Ob sie jetzt Freunde mit Vorzügen waren oder doch mehr. Er war sich nicht sicher.
Das seltsamste an dieser Geschichte war Stegis Meinung nach immer noch, dass er und Tim wussten, wie der Körper des jeweils anderen aussah, aber sie wussten nichts von ihren Gesichtern.
Stegi lächelte und wendete seine Aufmerksamkeit wieder dem Stream zu. Er hörte Tim viel zu gerne zu. Zugeben würde er das vor diesem aber nicht.
Aber seine Stimme war so ziemlich das einzige, was Stegi von Tim hatte. Es war das einzige, das Stegi mit diesem Namen – Tim – in Verbindung setzen konnte.
Natürlich würde Stegi gerne wissen, wie Tim aussah und er würde sich gerne mal mit ihm treffen, aber er hatte keine Ahnung, wie er das machen sollte.
Naja, klar, Tim war sein … was zur Hölle war er eigentlich? Sein „bester Freund“ war er seit Ewigkeiten nicht mehr – nicht, seit dem Stegi das erste Mal seinetwegen gekommen war. Wie dem auch sei, er konnte Tim vertrauen – blind und ohne zu zögern. Egal, wie oft sie sich zankten, das war irrelevant.
Stegi könnte Tim vermutlich einfach fragen, ob sie sich treffen könnten und Tim würde zustimmen, ganz einfach weil das Stegi war.

Stegi wurde von dem Klingeln seines Handys aus den Gedanken gerissen. Er warf einen Blick auf das Display und grinste als Tims Name erschien.
„Na, Timbo?“, fragte Stegi gut gelaunt und drehte seinen Schreibtischstuhl ein paar mal.
„Hast du den Stream gesehen?“, fragte Tim.
„Für wen hältst du mich?“
„Stegi“, erwiderte Tim trocken.
„Ja, ich hab den Stream gesehen.“ Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen. „Glaubst du, irgendeiner glaubt, dass du die Wahrheit gesagt hast?“
Tim lachte leicht an seinem Ohr. „Glaube nicht. Dazu ist es viel zu ehrlich. Keiner erwartet das.“
Er hatte recht. Es war so offensichtlich, dass niemand daran glaubte. Warum sollte Tim über so ein intimes Thema schon die Wahrheit sagen?
„Kleiner, ich muss weg. Ich treff‘ mich mit ‘n paar Freunden“, seufzte Tim.
„Okay … telefonieren wir dann später?“ Stegi ließ seine Stimme einen bestimmten Klang annehmen und er hörte Tims Lachen in seinem Ohr.
„Worauf du dich verlassen kannst. Bis später, Kleiner.“
„Tschüss.“
Stegi legte auf, stieß die Luft aus und fuhr sich durch die paar Haarsträhnen, die unter seinem Beanie herausguckten. Er hatte den schlimmsten Bad-Hair-Day der Weltgeschichte. Er stand aus dem Schreibtischstuhl auf und streckte sich, dann sah er auf die Uhr.
Tim war normalerweise keiner dieser Leute, die um diese Uhrzeit noch das Haus verließen, doch Stegi glaubte sich daran zu erinnern, dass Tim ihm letztens irgendwas darüber erzählt hatte. Der Blonde machte sich jedoch nicht die Mühe, zu versuchen, sich wieder daran zu erinnern.
Er zuckte die Schultern und verließ sein Zimmer. Es war totenstill im Haus. Der Rest seiner Familie war zu seinen Großeltern gefahren. Stegi selbst war jedoch daheim geblieben.
Er machte kehrt und betrat sein Zimmer. Er schloss die Tür, warf die Decke von seinem Bett und schaltete die Nachttischlampe a, die die einzige Lichtquelle darstellte.
Er zog Beanie, T-Shirt und Jeans aus und legte sich nackt bis auf die Boxershorts auf sein Bett. In einer Hand hatte er sein Handy, die andere ließ er in seine Boxer gleiten. Das Grinsen auf seinem Gesicht wich einem lustvollen Ausdruck.
Stegi kippte den Kopf nach hinten und drückte auf das WhatsApp-Symbol auf seinem Display. In Tims und seinen Chat, Anhang, Foto. Er positionierte das Handy und betätigte den Auslöser.
Ein laszives Grinsen erschien auf seinen Lippen, als er das Foto sah. Er war mehr als zufrieden damit. Man sah schräg auf seinen Körper herab und seine Hand in seiner Hose war gut sichtbar. Zusätzlich konnte man einen kleinen Teil seines Gesichts sehen – seine geöffneten, roten Lippen. Das Licht der Nachttischlampe komplimentierte seinen Körper perfekt.
Grinsend schickte Stegi das Bild an Tim und schrieb darunter: Ich denke an dich.
Jetzt musste er nur noch warten. Und da Tim unberechenbar war und der Ältere manchmal für mehrere Stunden nicht auf so ein Foto antwortete, nur um Stegi zu frustrieren, beschloss der Blonde, in der Zeit duschen zu gehen. Hoffentlich würde das seinem Badhair-Day ein Ende bereiten.
Es war das erste Mal seit langem, dass er wieder unter der Dusche sang. Der einzige Grund war, dass er sich von den versauten Gedanken, die seinen Kopf durchstreiften, ablenken wollte.
Später, Stegi, sagte er zu sich selbst.
Nach der Dusche zog er nur frische Boxershorts an und bändigte seine Haare so gut es ging, aber die wollten heute so gar nicht wie er.
Er zuckte die Schultern und überlegte. Er war zu faul, sich etwas zu kochen, deshalb bestellte er sich kurzerhand etwas.
Der Pizzalieferant starrte ihn an, als er seine Pizza in nichts außer Boxershorts entgegen nahm. Stegi bezahlte ihn und schloss die Tür mit einem Grinsen.
Mit seinem Pizzakarton ging er zurück in sein Zimmer und wartete darauf, dass sich sein Experte endlich meldete.

Stegi lag auf seinem Bett und warf einen Tennisball auf und ab, als sein Handy klingelte. Der Tennisball landete in seinem Gesicht und er kniff irritiert die Augen zu.
Er warf den Ball in irgendeine Ecke, angelte nach seinem Handy und flötete: „Stegi am Apparat?“
„Tu nicht so scheinheilig“, raunte eine tiefe Stimme am andere Ende.
„Ich hab keine Ahnung, wovon du redest.“ Stegi grinste.
„Ich war mit Freunden unterwegs. Weißt du eigentlich, wie gern ich einfach abgehauen wäre, nur um dir die Hölle heiß zu machen?“
„Kannst du jetzt ja nachholen.“
„Und wie ich das werde.“ Tims Stimme fiel in diesen Klang, der eine Gänsehaut über Stegis Körper jagte. „Was hast du gerade an?“
Damit ging es jedes Mal los. Stegi schloss die Augen befeuchtete die Lippen. „Nur Boxershorts …“, hauchte er. „Was ist mit dir?“
„Zerrissene Jeans, Tanktop“, erwiderte der andere knapp. „Okay, Stegi. Lass deine Finger ganz sachte über die Innenseite deines Oberschenkels streichen. Langsam.“
Stegi tat wie ihm geheißen. Anfangs war es schwer für ihn gewesen, sich selbst so zu frustrieren wie Tim es ihm auftrug, doch mittlerweile hatte er irgendwie gelernt, das zu tun, was der Ältere wollte.
„Höher, ganz langsam. Über deine Hüfte, deine Bauchmuskeln entlang.“ Stegi atmete angestrengt aus, als er Tims Stimme zuhörte. „Wenn ich jetzt da wäre, Stegi. Ich würde erstmal damit anfangen, deine Brustwarzen zu stimulieren.“
Stegis Finger begannen, seine linke Brustwarze zu massieren. Er keuchte auf.
„Ich liebe es, wie empfindlich du bist“, raunte Tim.
Stegi hörte etwas am anderen Ende der Leitung rascheln und er wusste, dass Tim wohl gerade dabei war, sein Oberteil auszuziehen.
„Tim, ich …“
„Shh, Kleiner.“ Stegi schluckte bei dem rauen Klang. „Heute geht es nur um dich.“
Stegi kippte den Kopf in den Nacken und stöhnte leise während er damit fortfuhr, seine Nippel zu bearbeiten.
„Lass deine Finger deinen Körper wieder herunter wandern. Federleicht.“
Stegi behielt die Augen geschlossen während seine Finger sich in südlichere Regionen bewegten. Vor dem Bund seiner Boxer hielt er sie still und wartete darauf, dass Tim weiter sprach.
„Fahr jetzt mit deiner Hand in deine Shorts.“ Tim machte eine Pause. „Bist du hart?“
Stegi bejahte und begann auf Tims Anweisungen hin, seinen Penis langsam zu pumpen und ab und an mehr oder weniger Druck auszuüben. Er atmete erregt auf.
„Zieh die Boxer aus.“
Stegi wusste, was als nächsten kommen würde und zog sich schnell seine Boxershorts von den Beinen. Er ließ die Hand, die nicht sein Handy hielt, neben seinem Körper auf der Matratze liegen.
„Okay, Kleiner. Du weißt, was zu tun ist.“
Stegis Finger strichen über seine Hüftknochen, dann führte er sie nach hinten. Mit der Kuppe des Zeigefingers fuhr er über seinen Eingang und stieß die Luft aus.
„Gleitgel, Kleiner.“
Während Stegi die kleine Tube aus seiner Nachttischschublade kramte, fragte er sich, wie es immer passieren konnte, dass Tim die komplette Kontrolle über ihn gewann – mit nichts außer seiner Stimme.
Stegi befeuchtete drei Finger mit dem Gel und watete auf Tims Anweisung. Es war, als würde sein Körper nicht mehr auf seine Befehle reagieren, bis er Tims Erlaubnis hatte.
Sobald er die befreienden Worte in seinem Gehörgang wahrnahm, führte er langsam den ersten Finger ein. Als dieser komplett in ihm war, öffnete Stegi die Lippen und atmete scharf ein.
„Tim“, keuchte er.
„Ruhig. Beweg deinen Finger jetzt. Aber wehe, du berührst den Punkt.“
Stegi nickte und kniff die Augen zusammen, um Tims Wunsch Folge zu leisten.

Stegi bewegte den Finger langsam und er hörte auf das Keuchen, das Tim von sich gab. Dieser war vermutlich gerade dabei, sich einen runter zu holen.
„Zweiter Finger. Langsam, ich will nicht, dass du dir wehtust.“
Stegi lachte rau auf und gab den zweiten Finger dazu. Er stöhnte auf und biss sich auf die Lippe. Er musste einige tiefe Atemzüge nehmen, um sich zu beherrschen und nicht die Finger sofort zu krümmen und den Punkt zu treffen, der ihn Sterne sehen ließ.
„Spreiz die Finger“, befahl Tim mit rauer Stimme. „Stell dir vor, es sind meine Finger, die dich für mich vorbereiten.“
Stegi stöhnte auf während er begann, seinen Anus zu dehnen, wie Tim es ihm aufgetragen hatte. Er musste sich jedoch konzentrieren, denn er wollte endlich diese Empfindungen spüren, die durch seinen Körper jagten. Doch Tims Worte hielten ihn – wie schon so oft – davon zurück.
Er hatte keine Ahnung, wie der andere es hinkriegte, aber er schaffte es einfach immer wieder, dass Stegis Welt nur um ihn und seine Worte drehte.
„Stegi.“ Mit nur einem Wort zog Tim die Aufmerksamkeit des Blonden wieder auf sich. „Ganz langsam, hörst du. Der dritte Finger. Und dann halt still.“
Stegi biss sich auf die Unterlippe während er seinen dritten Finger langsam durch den Ring von Muskeln schob. Nur zu gut kannte er das Gefühl und er spürte, wie sein Körper sich um seine Finger zusammen zog. Er stöhnte, hielt aber still, genau wie Tim es ihm aufgetragen hatte.
„Beweg sie.“
Stegi wiederholte die Bewegungen, die er kurz davor gemacht hatte und seufzte auf. Seine Bauchmuskeln zuckten und er brachte angestrengt, „Tim“, hervor.
„Ruhig, mein Kleiner. Krümme jetzt deine Finger.“
Stegi tat dies auf der Stelle und seine Reaktion folgte sofort. Er stöhnte laut auf, warf den Kopf in den Nacken und drückte den Rücken durch.
„Tim“, stöhnte er.
Tim lachte rau auf. „Mein Kleiner. Gib jetzt Druck auf den Punkt.“
Stegi senkte die Zähne auf seine Lippe und übte mit den Fingerkuppen Druck auf seine Prostata aus. Er öffnete die Lippen und stöhnte lustvoll auf.
„Und jetzt hör auf.“
Stegi stöhnte und gab ein schon beinahe schwaches, „Tim“, von sich.
„Hey, ist okay. Hör einfach auf mich. Hör auf.“
Stegi keuchte und gab die Berührung an seiner Prostata auf. Seine Muskeln waren angespannt und er hielt die Luft an.
„Mach es noch einmal. Mit mehr Druck.“
Stegi krümmte die Finger erneut und stimulierte Prostata durchgängig. Die Finger, die sein Handy hielten, begannen zu zucken und er stöhnte immer wieder laut auf.
„Komm für mich“, stöhnte Tim in sein Ohr.
Stegi stöhnte und kniff die Augen noch fester zusammen während er endlich seine Erlösung fand. Er hörte Tims raues Keuchen am anderen Ende der Leitung, doch Stegis Gedanken wirbelten umher, bis sie begannen, sich um drei Buchstaben zu zentrieren.
Drei Buchstaben, die ein Wort bildeten. Ein Wort, ein Name, der in der Lage war, Stegis komplettes Universum zu beschreiben.
„Tim“, hauchte er.
„Hey Kleiner. Ich bin hier.“
Stegis Herzschlag begann, sich zu beruhigen und er lächelte etwas. Er zog die Finger aus seinem Anus und angelte nach dem Taschentuchpäckchen, das auf dem Boden lag. Er hörte zu, wie Tims Atem sich beruhigte, während er selbst seinen Bauch säuberte.
„Wieder da?“, erkundigte sich Tim. Es war schon mal vorgefallen, dass Stegi in die sogenannte „Subspace“ gefallen war, aus der er erst nach einiger Zeit wieder herausgekommen war.
„Alles gut“, antwortete Steg. „Du, Tim …“
„Ja?“
Stegi wusste nicht, woher er den Mut nahm – vermutlich war sein Gehirn noch lustverschleiert und er war zu sehr auf die Nachwirkungen des Orgasmus konzentriert als darauf, dass er eigentlich nervös war.
„Lass treffen.“
Er hörte Tim lachen. „Wieso so plötzlich? Ich mein‘, ich hab nichts dagegen. Aber wieso jetzt so?“
„Keine Ahnung. Kam mir einfach so in den Sinn.“
Und es war beschlossene Sache. Ohne Hinterfragen. Sie fingen einfach an, zu planen. Schnell einigten sie sich darauf, dass Stegi zu Tim fahren würde.
Im Nachhinein fragte sich der Blonde, wieso er solange gebraucht hatte, Tim nach diesem Treffen zu fragen. Tim selbst hatte Stegi nie gefragt, weil der Blonde derjenige gewesen war, der gemeint hatte, dass sie das langsam angehen lassen sollten.

~°-°~
Stegi stieg aus der Bahn aus und umfasste den Träger seines Rucksacks. Die Menschen um ihn herum eilten in irgendwelche Richtungen und zwangen ihn, in Bewegung zu bleiben.
Stegi verdrehte die Augen. Wieso waren denn immer alle gestresst? Man konnte es auch mal entspannt angehen lassen. Und selbst wenn man Stress hatte, sollte man nicht dafür sorgen, dass dieser Stress auf andere Menschen abfärbte.
Stegi fuhr sich durch die blonden Locken, die heute tatsächlich mal das taten, was sie sollten. Alles in allem hatte Stegi das Gefühl, dass dieser Tag nur gut laufen konnte.
Stegi blieb an einer Wand stehen, wo der Strom von Menschen ihn nicht dazu zwingen konnte, in Bewegung zu bleiben. Er angelte sein Handy aus seiner Hosentasche, entsperrte es und suchte Tims Nummer zwischen seinen Kontakten heraus.
„Hey, Stegi“, hörte er Tims Stimme und das Lächeln war ganz klar herauszuhören.
„Hey Tim. Wo bist du? Ich steh hier am Gleis.“
„ich bin so gut wie da. Nur eine Frage. Trägst du ein eZ-Shirt?“
„Ja …“
„Dreh dich um.“ Stegi wirbelte sofort herum und sah einen jungen Mann grinsend auf ihn zu gehen. „Hallo, Stegi.“
Der Blonde hörte Tims Stimme doppelt: einmal durch sein Handy und einmal direkt vor ihm, kommend von diesem Jungen.
Stegi legte auf und packte sein Handy in die Hosentasche. Tim tat es ihm gleich und langsam traten sie aufeinander zu. Ohne nachzudenken schlangen sie die Arme umeinander und Stegi schloss zufrieden die Augen. Tim war ein Stück größer als er selbst und auch etwas trainierter, aber das wusste Stegi schon von den Bildern.
Sie lösten sich voneinander und Stegi betrachtete Tim. Groß, gut gebaut, lange Beine und große Hände mit langen Fingern – das wusste Stegi bereits. Aber Stegi kannte sein Aussehen nur von Schultern abwärts und der Blonde musste zugeben, dass Tim einerseits genauso aussah, wie er es erwartet hatte und andererseits gar nicht.
Tims dunkle Haare waren wohl sorgfältig gestyled gewesen, doch der Wind hatte einige Strähnen durcheinander gebracht. Seine Gesichtszüge waren eben und scharf, allerdings nicht so scharf wie Stegis. Stegi war gefesselt von seinen Augen. Sie waren braun, allerdings ein so dunkles Braun, dass Stegi seine Pupillen kaum von der Iris unterscheiden konnte. Sie hielten Stegi fest und gaben ihm das Gefühl, als würde er fallen und sich selbst verlieren, doch es machte ihm nichts aus.
Mit anderen Worten, es waren die schönsten Augen, die Stegi je gesehen hatte.
Was den Kleineren jedoch stutzen ließ war die Tatsache, dass Tim tatsächlich gepierced war. Und das war etwas, das Stegi nicht von ihm erwartet hätte.
In seinem linken Ohrläppchen hatte Tim einen schwarzen Stud und er trug einen Lippenring an der rechten Ecke seiner Unterlippe.
Tim grinste und ließ seine Zunge gegen den Piercing stupsen; Stegis Blick folgte der Bewegung. „Hättest du nicht erwartet, oder?“
„Hätte ich wirklich nicht“, gab der Blonde zu. „Aber es steht dir.“
„Danke. Übrigens, du bist süß.“
Stegi bedankte sich und lächelte als Tims Hand sein Handgelenk ergriff und ihn aus dem Bahnhof zog.
Stegi konnte nicht aufhören zu lächeln. Es war so entspannt und unkompliziert, genauso wie Stegi gehofft hatte, dass es läuft.

Während sie den Fußmarsch zu Tims Wohnung antraten, redeten sie einfach. Stegi hätte nicht gedacht, dass er sich je so wohl um eine Person herum fühlen würde, aber das war Tim. Wenn nicht bei ihm, bei wem dann?
Tims Finger streiften irgendwann gegen seinen Handrücken. Stegi sah zuerst herunter auf ihre Hände, dann hob er den Blick zu Tims Gesicht.
Dieser blickte einfach geradeaus, doch ein Grinsen begann, seine Lippen einzunehmen, was den Piercing dazu brachte, sich leicht zu bewegen. Stegi liebte den Piercing jetzt schon.
Er streckte die Finger nach Tims Hand aus. Der Dunkelhaarige schob seine Finger durch die Lücken zwischen Stegis. Ein Lächeln breitete sich auf dem Gesicht des Grünäugigen aus.
„Du solltest immer lächeln. Du hast ein schönes Lächeln“, wechselte Tim das Gesprächsthema von jetzt auf gleich.
Stegi zuckte die Schultern und fuhr sich mit den Fingern durch seinen Schopf. Er genoss das Gefühl von Tims Anwesenheit direkt neben ihm, von seiner Hand in der eigenen.
Tim führte den Blonden zu dem Komplex, in dem sich seine Wohnung befand. Sie erklommen die Treppen und kamen an Tims Nachbarn vorbei, die in wenig zu offensichtlich auf ihre verschränkten Finger starrten. Stegi lächelte einfach nur und winkte ihnen zu. Peinlich berührt sahen sie weg.
Tim schloss die Wohnungstür auf und machte eine einladende Handbewegung, mit der er Stegi bedeutete, einzutreten. Dieser tat wie ihm geheißen, kickte seine Schuhe ab, ließ die Tasche fallen und ließ sich von Tim in die Wohnung führen.
Sie standen im Flur als die Atmosphäre um sie herum sich plötzlich änderte, so als habe jemand einen Schalter umgelegt. Tim sah auf den Fußboden und spielte kurz an seinem Lippenpiercing. Dann sah er auf und trat einen Schritt auf Stegi zu, dann weitere, bis er direkt vor dem Blonden stand.
Er platzierte seine Hände auf Stegis Hüften und lehnte sich etwas herunter, um seine Nase gegen Stegis zu stupsen. Dieser sah zögerlich auf, biss sich auf die Lippe und legte seine Hände auf Tims Schultern.
„Stegi“, raunte Tim, was Schauer den Rücken des Jüngeren herabjagen ließen; selbst jetzt hatte Tims Stimme noch Einfluss auf ihn. „Du kommst seit fünf Monaten auf meine Stimme. Diese Peinlichkeitsschiene ist schon lange überschritten.“
Stegi verkniff sich ein Grinsen und nickte. Er hob sich etwas auf die Zehenspitzen und legte die Arme weiter um Tims Schultern.
Ihre Lippen näherten sich und kurz bevor sie sich trafen, hauchte Tim: „Vertrau mir. Lass dich einfach von meiner Stimme leiten.“ Damit wiederholte er die Worte, die er gesagt hatte, als sie das erste Mal Telefonsex gehabt hatten.
Dann lagen auch schon seine Lippen auf Stegis. Das Gefühl von Tims heißen Lippen und dem kühlen Piercing jagten Schauer der Lust durch Stegis Körper. Tim war definitiv nicht zimperlich und schob sogleich seine Zunge in Stegis Mund. Er verführte Stegi, machte ihn wahnsinnig und gefügig, gab ihm die Lust auf mehr.
Stegi erwiderte den Kuss leidenschaftlich und hob ein Bein, um es an Tims Hüfte zu legen. Eine große Hand legte sich auf die Rückseite, die andere glitt an die gleiche Stelle an Stegis anderem Bein. Stegi sprang hoch und legte die Beine um Tims Hüfte während dieser ihn fest hielt.
Tim behielt den Kuss aufrecht während er den Kleineren blind in sein Schlafzimmer trug. Dort zeigte er Stegi, dass sein Hände, sein Mund und sein gesamter Körper mindestens genauso gut waren wie seine Stimme.

Kommentare (10)

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By Stegi (71145)
vor 410 Tagen
oder mir und tim

ich würde nie ... nie SCHATZ zu Tim sagen


Lasst sowas einfach
By Stegi (71145)
vor 410 Tagen
Selbst wen würde es euch nichts angehen

Das sind Kiddies die keine Ahung von Youtube haben
MCExpertde (71145)
vor 410 Tagen
das stimmt allerdings
By Stegi (71145)
vor 410 Tagen
Leute ,das da unten sind faker glaubt mir

ICH UND TIM SIND NUR FREUNDE

GUTE NACHT IHR 💗
xXSt3giXx (88862)
vor 709 Tagen
Schatz, ich finde wir können es öffentlich machen - soll doch jeder wissen, dass wir guten💗 haben.
Tim (87641)
vor 709 Tagen
Stegi.. das.. sollte nicht an die Öffentlichkeit..
xXSt3giXx (95145)
vor 718 Tagen
Die geschichte ist ja sogar noch wahr
Echoherz (55036)
vor 724 Tagen
Wow, echt coole story. Mach doch noch eine zu stexpert.
Würd mich echt freuen!
Kaatze2.0 (32248)
vor 770 Tagen
Geniale Geschichte! Ich finde du solltest noch eine schreiben!😁
Big Mama (94546)
vor 829 Tagen
Sehr Gut mach mit der Story