Leben und Liebe in Mittelerde - Teil 28

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2 Kapitel - 1.140 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2015-08-16 - Entwickelt am: - 812 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Gemeinsam.

1
Der einst so wunderschöne Dolch hatte sich in meinen Augen in ein gefährliches Mordinstrument verwandelt. Doch die eigentliche Gefahr war nicht der Dolch an sich, sondern der kalt lächelnde Mann, welcher ihn führte.
Tirons Lächeln ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Hektisch begann ich hin und her zu zappeln und versuchte mich aus dem festen Griff der Wache hinter mir zu befreien, oder wenigstens seinen Griff zu lockern. Meine derzeitige Situation schien ausweglos zu sein. Eldarions erschrockener Blick ruhte immer noch auf mir. Zögernd hob ich den Kopf und erwiderte seinen besorgten Blick. Er war hier genauso gefangen wie ich.
„Da ihr hoffentlich beide endlich eingesehen habt, dass es keinen Ausweg gibt, möchte ich diesen Moment nutzen und mit euch über unseren Vertrag sprechen“, hallte Tirons Stimme durch den dunklen Saal und jagte mir eine weitere Gänsehaut über meinen Körper.
„Ich werde niemals einen Vertrag mit Euch schließen!“, zischte ich wütend und versuchte mit meinem Fuß das Schienbein der Wache zu treffen, doch vergeblich.
Doch auch, wenn Tiron von einem Vertrag sprach, war mir klar, dass es keiner war, keiner sein konnte. Verträge sind normalerweise freiwillig. Einer schlägt einen Vertrag vor, und der andere kann entscheiden, ob er darauf eingeht, oder lieber doch nicht. Man hat eine Wahl, doch in diesem Fall würde ich gezwungen werden.
Tirons Gesicht verzog sich zu einer lachenden Grimasse, als er erwiderte: „Natürlich werdet Ihr einen Vertrag mit mir schließen! Hier unten sage ich, was du tust und was du sein lässt.“ Ja, damit hatte er wohl oder übel recht. Hier würde uns niemand so schnell finden, oder etwa doch? Aragorn und Eldarion hatten mich doch beim letzten Mal auch hier rausgeholt. Zwar war Eldarion nun selbst hier, doch sein Vater war gewiss schlau genug, um sich den Ort zu merken, er würde seine Kämpfer auch hierher schicken, um nach uns suchen zu lassen.
Wütend verzog ich mein Gesicht. „Wir werden nicht lange genug hier bleiben, um diesen Vertrag schließen zu können“, keifte ich zurück.
„Aber, aber. Warum wollt Ihr denn schon so bald aufbrechen und vor allem, wie? Ihr denkt, es würde euch beide jemand suchen kommen, habe ich nicht recht?“, Tiron grinste hinterhältig und fuhr nach einer kurzen Pause fort. „Natürlich habe ich recht, ich weiß, was in Eurem zierlichen Kopf vor sich geht. Aber leider muss ich Euch enttäuschen, hier wird niemand herkommen. Ihr denkt, alle wissen von diesem Ort, an welchem ich mich aufzuhalten pflege? Nein, sie wissen nichts. Der Trakt, in dem wir Euch das letzte Mal festgehalten haben, wurde ausnahmslos zerstört. Doch unser Versteck ist groß genug, dass wir auf diesen einen Teil ganz gut verzichten können. Niemand wird jemals hierher finden.“
Verdammte Scheiße. Zögernd warf ich einen Blick in Eldarions Richtung und keuchte erschrocken auf. Nicht, dass ich es nicht geahnt hätte, aber doch überraschte es mich.
Eldarions Unterarm hatten sie mehrere tiefe Schnitte zugefügt, sodass immer mehr Blut hervorquoll und langsam auf dem Boden eine Pfütze bildete, unaufhaltsam. Ich starrte ihn an, er starrte zurück. Doch in seinen Augen lag nicht die Ruhe, die ich immer dort gefunden hatte, diesmal war es Schmerz purer Schmerz und ich konnte es nicht verhindern.
Tiron war meinem Blick gefolgt und lächelte selig.
„Seht Ihr, meine Liebe.“ Abermals machte er eine kurze Pause, in der er mich aufmerksam musterte und jede meiner noch so kleinen Bewegungen beobachtete. Dann fuhr er schließlich fort. „Ihr werdet diesen Vertrag mit mir schließen, egal, was ich anstellen muss.“ Langsam hob er seinen Blick und wandte sich der Wache hinter mir zu: „Bringt sie weg, beide.“ Egal was er anstellen muss? Na, das waren doch mal aufmunternde Worte.
Die Wache hinter mir packte noch fester zu, als er es ohnehin schon getan hatte, und stieß mich immer wieder an, damit ich in einem halbwegs annehmbaren Tempo vorwärtslief.
Tiron würde sein Ziel erreichen, ganz egal, was er dafür tun musste und das war ihm ebenso bewusst, wie mir und Eldarion.

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