Vampire Knight: Die Geschichte von Chinmoku Akira. 5-9

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5 Kapitel - 9.651 Wörter - Erstellt von: Safomaly - Aktualisiert am: 2015-08-15 - Entwickelt am: - 1.229 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Akira hat sich inzwischen eingelebt, doch was ihre Freizeit angeht hat sie ihren eigenen Kopf. Keiner kann es jedoch so richtig fassen, als sie plötzlich entführt wird

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5 Freund oder Feind
Missmutig schwenkte ich das Glas mit der Bluttablette hin und her.
„Hanabusa.“, rief Akatsuki mich zur Ordnung und kippte seinen eigenen Drink hinunter. Mit einem letzten Seufzer trank ich die billige Blutkopie und stellte das Glas wieder ab.
„Weißt du Akatsuki“, wandte ich mich ihm dann zu. „Diese Bluttabletten sind nichts gegen normales Blut, das wissen wir beide. Aber…“ Ihn zu ärgern war wirklich spaßig. „… normales Blut ist nichts im Vergleich zu dem der Neuen.“
Akatsuki schnaubte. „Du solltest besser die Finger von ihr lassen. Sie mag nicht Yuki sein, aber Kaname scheint sich für sie zu interessieren.“
„Was hat der nur immer mit Menschenmädchen?“ Verständnislos schüttelte ich den Kopf. Natürlich sah ich Menschen nicht nur als Nahrungsmittel an, aber sie waren eine andere Spezies, intelligent, aber eben so gut wie hilflos.
„Es geht nicht darum. Sie hatte doch diesen Anfall, nachdem er ihre Erinnerungen gelöscht hatte.“
„Ich war dabei, Akatsuki.“, knurrte ich verärgert. Er ignorierte mich und fuhr fort.
„Sie hatte eine ordentliche Gehirnerschütterung, weshalb er mit der Manipulation so lange gewartet hat. Er ist vermutlich etwas besorgt, dass er nicht lange genug gewartet hat und sie bleibende Schäden davon tragen könnte.“
„So wie Chizu?“ Meine Strin legte sich in Falten. Chizu, ein Level C Vampir, die über viele Ecken mit Senat verwandt gewesen war, hatte einen sehr harten Schlag auf den Hinterkopf bekommen und als man ihr die Erinnerungen nehmen und sie damit vor einem Trauma hatte bewahren wollen, hatten ihre Synapsen verrückt gespielt und sie war zu so etwas wie einer Zeitbombe geworden. Ihr Gehirn hatte sich nach und nach selbst zerstört. Der Vorfall war schon einige Jahre her, aber es hatte einen großen Aufschrei deswegen gegeben. Besonders, weil sich Vampire in der Regel sehr schnell erholten. Es war etwas neues gewesen, das so noch nicht geschehen war.
„Hoffen wir für sie, dass sie darum herumgekommen ist.“
Es dauerte nicht lange, bis sich alle in der Empfangshalle versammelt hatten.
„Und das ganze Prozedere geht wieder von vorne los.“, stöhnte Senri.
Ruka richtete gequält ihren Blick auf die große Eingangstür. „Menschen sind so kindisch!“
Sie war nie von der ganzen Sache begeistert gewesen, weder von unserer Gesellschaft, noch von der Schule. Genau wie wir alle war sie Lord Kuran hierher gefolgt, weil er uns darum gebeten hatte. Der Unterschied war, dass ich, im Gegensatz zu ihr, gut mit der Aufmerksamkeit der Day-Class-Schülerinnen zurechtkam, die sogar schon in Ohnmacht gefallen waren, weil ich ihnen zugelächelt hatte. Es machte mir zugegebenermaßen wirklich Spaß, dass die Aufmerksamkeit aller einmal am Tag nicht nur Lord Kuran galt. Ruka hingegen hatte, wie jeder wusste, nur Augen für Kaname. Außerdem vermutete ich, das Akatsuki Ruka mochte, was sie überhaupt nicht einsah. Wir waren also nicht nur eine bunt gemischte Truppe, sondern auch noch was Emotionen betraf absolut chaotisch. Es war vielleicht nicht ganz fair, sich über seine Freunde lustig zu machen, aber es war immer recht unterhaltsam und wurde nie langweilig.
Takuma und Kaname kamen die Treppe herunter.
„Gehen wir?“
Schweigend nickten wir im Akkord und verließen im Gänsemarsch unsere kleine Residenz.
Das Kreischen der Day-Class-Schülerinnen war schon zu hören, bevor wir das Tor erreicht hatten. Irgendwo dazwischen hörte ich Yuki, die versuchte, die hysterischen Mädchen im Zaum zu halten, bis eine tiefere Stimme über die Menge hinwegbrüllte und der Lärm langsam abebbte. Zero hatte zumindest über die Day-Class ein wenig Macht, aber dass man sie ihm überhaupt gegeben hatte, war eine Schande.
Das Tor öffnete sich und ich setzte mein strahlendstes Lächeln auf.
„Guten Abend, die Damen!“, begrüßte ich die mir am nächsten stehenden. „Wie geht es uns heute Abend?“ Ich war voll in meinem Element. Überall war der unterschwellige Blutgeruch, der immer stärker wurde, je mehr meine Fans in Aufregung gerieten. Ich liebte es einfach. Ein wenig alberte ich noch herum, dann schob Akatsuki mich weiter.
„Hanabusa, übertreib es nicht.“
„Du kannst so ein Spielverderber sein.“, grummelte ich und verließ den imaginären roten Teppich. Ein mir bekannter Geruch stieg mir in die Nase.
Überrascht blickte ich mich um und sah das Mädchen mit dem fast unwiderstehlichen Blutgeruch an einem Baum lehnen. Sie beobachtete Kaname, wie er langsam aus den Scharen von Schülerinnen heraustrat. Bei dem Gedanken an die zwei Tropfen Blut, die ich mir letztens von ihr geholt hatte, wurde ich ganz nervös. Sie hatte einen ungewöhnlichen Blutgeruch, süß und salzig zugleich, intensiv, wie eine Rose im Morgentau, frisch und kräftig. Ich atmete tief durch. So eine Nummer wie vorgestern durfte ich mir keinesfalls wieder erlauben. Zwar wusste ich, dass alle von uns in dieser Nacht fast die Kontrolle verloren hatten, sogar Lord Kuran, aber nur ich hatte es beinahe geschafft, meine Zähne in sie reinzuschlagen und dann hätte ich wohl jeden einzelnen Tropfen dieses exotischen Blutes aus ihr herausgequetscht.
Inzwischen hatten auch alle anderen der Night-Class sie entdeckt. Kaname ging zu ihr hin und wir folgten ihm, wie wir es immer taten.
„Hallo Akira.“ Lächelte er. Sie hob verächtlich eine Augenbraue. Okay, diese Reaktion auf einen von uns war neu.
„Wie geht es dir? Hattest du einen guten Start in den Schulalltag?“
„Das geht dich nichts an, denke ich.“, erwiderte sie kühl. Ruka keuchte hinter mir.
„Das ist wahr.“, nickte Kaname. „Dennoch würde mich interessieren, ob du dich von deinem Sturz ein wenig erholt hast.“
„Ich meine, mich zu erinnern, dass du jetzt Unterricht hast, Kaname. Willst du nicht gehen? Und vergiss deine Dienerschaft nicht.“, wich sie unhöflich seiner Frage aus.
„Wie kannst du es wagen, so mit Lord Kuran zu sprechen?“, schnappte Ruka.
„Ach, halt die Luft an.“ Akira richtete sich noch etwas gerader auf.
„Wie es scheint“, lächelte Kaname immer noch „scheint es dir wieder besser zu gehen. Das freut mich.“ Er drehte sich um und schritt auf das Schulgebäude zu und der Rest der Night-Class setzte sich ebenfalls in Bewegung. Im Gehen drehte ich mich noch einmal zu Akira um. Ein Grinsen von einem Ohr zu anderen war auf ihr Gesicht getreten.
Ruka war auf dem ganzen Weg am Schimpfen.
„Warum habt Ihr nichts unternommen, Lord Kuran? Ihr habt es nicht nötig, euch so etwas gefallen zu lassen.“
Kaname sah sie nicht an.
Seiren antwortete für ihn. „Wenn man jemandem die Erinnerungen nimmt, kann diese Person unterbewusst eine schlechte Einstellung gegen den Manipulator bekommen. Dafür kann sie nichts, das Unterbewusstsein entwickelt selbstständig einen Hass oder zumindest ein Alarmsignal gegen den Manipulator, wie einen Schutzmechanismus.“
„Und da ich Akiras Erinnerungen gelöscht habe, ist es gut möglich, dass sie deshalb Hassgefühle gegen mich hat. Ich übernehme selbstverständlich die Verantwortung dafür. Das Einzige, was wir nun tun können, ist ihrem Unmut keinen Halt zu geben, dann wird sie sich von selbst wieder beruhigen.“

Aber das tat sie nicht, im Gegenteil. Immer wenn Akira uns begegnete schien es zehn Grad kälter zu werden. Kälte machte mir ja nichts aus, schließlich konnte ich Eis heraufbeschwören, wann immer ich wollte, aber Lord Kuran war davon zunehmend genervt. Eine schnippische Antwort nach der anderen kam von dem Mädchen mit dem wuscheligen braunblonden Zopf und andauernd legte sie sich mit Ruka an, die fast vor Wut platzte. Aber immer, wenn sie beobachtete lag ein Lächeln auf ihrem Gesicht, das mir doch ziemlich verräterisch vorkam. Mehr als einmal hätte ich zu gern in ihren Kopf geschaut.
An einem Tag, etwa 2 Wochen nach ihrer Ankunft an der Cross-Akademie, traf ich sie auf dem Schulgelände an, während ich auf Lord Kuran wartete, der zu einem Gespräch mit Direktor Cross gegangen war. Sie saß auf einer Rundbank, die um eine der großen Buchen im Hof gebaut war, hatte große dunkelgrüne Kopfhörer auf den Ohren und war völlig in Gedanken versunken. Ich zögerte, aber meine Neugier siegte und ich setzte mich, ihren Blutgeruch und die aufgeregt schnatternden Day-Class Mädchen ignorierend, mit etwas Abstand neben sie. Es dauerte eine Weile, bis sie mich bemerkte. Überrascht nahm sie die Kopfhörer ab und schaltete die laute Musik aus.
„Was willst du denn hier?“
„Ich dachte, ich setz mich zu dir und unterhalte mich mit dir, bis Lord Kuran wieder hier ist.“ Ich neigte den Kopf zur Seite.
„Wie komme ich zu der Ehre?“ Misstrauisch verengten sich ihre Augen. Sie schien sich nicht sicher zu sein, wie sie reagieren sollte.
„Sieh dich mal um. Was fällt dir auf?“
Einen Moment lang starrte sie mich noch an, dann sah sie sich um.
„Sag mir nicht, du hast Angst vor deinen Fans.“ Ungläubig wandte sie sich mir wieder zu.
„Sie können wirklich nett sein, aber du wirst es kaum glauben: Manchmal gehen sie mir furchtbar auf die Nerven.“ Sie lachte leise.
Wir kamen nach einigen Anfangsschwierigkeiten dann doch noch ins Gespräch. Sie erzählte, dass sie in einem Waisenhaus aufgewachsen war, von Kohana, von der sie bisher immer noch nichts gehört hatte und wie sie früher schweigend durchs Leben gekommen war. Im Gegenzug erzählte ich ihr von meiner verkorksten Familie, wobei ich eigentlich nur Informationen wie „Vampire“ und „Adel“ herauslies, und wie anstrengend es mit ihnen werden konnte. Man hätte es nicht gedacht, aber Akira konnte richtig lachen. Wir verstanden uns sogar richtig gut.
Lange hielt die angenehme Atmosphäre aber nicht an, denn nach etwa einer Stunde kam Kaname zurück.
„Hanabusa, wir wollen gehen.“ Ein wenig verwirrt betrachtete er Akira. Ihr Gesicht verhärtete sich. Ich schob mich dazwischen.
„Soo, gut, dann gehen wir, wir müssen ja auch noch unsere Hausaufgaben für unsere nächste Stunde machen.“
Kaname machte auf dem Absatz kehrt. Dass Akira ihm immer noch so aggressiv gegenüber war, passte ihm nicht ganz. Es war aber auch wirklich ungewöhnlich.
„Wir seh'n uns!“, rief ich dem Mädchen auf der Bank zu. Sie nickte und setzte wieder ihre Kopfhörer auf.

Kommentare Seite 1 von 1
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Sky ( 92817 )
Abgeschickt vor 164 Tagen
OMG!!!!!! ICH LIEBE DEINE GESCHICHTE,UND DEINEN SCHREISTYLE!!! BITTE SCHREIB WEITER !!!!! BITTE!!!!

Echt einfach nur WOW!!!!!
Yukki-Chan ( von: Yukki-Cha )
Abgeschickt vor 188 Tagen
Wirklich tolle Geschichte bitte schreib weiter ^^
sina ( 52455 )
Abgeschickt vor 290 Tagen
Du musst unbedinkt weiter schreibe es währe cool wenn sie zu reinblüter würde und was mit zero und kaname anfangen würde eine schiksalhafte wende und auf keinen Fall was mit aido-sempai
rojin dogan ( 28284 )
Abgeschickt vor 564 Tagen
du musst einfach weiter schreiben ich bin sooo aufgeregt also mich als fan hast du schon in der tasche ;-D
ichderpirat99 ( 94907 )
Abgeschickt vor 584 Tagen
Wann schreibst du denn weiter bin gespannt wie es weiter geht.
Safomaly ( 52000 )
Abgeschickt vor 633 Tagen
Ich hoffe es, gefällt euch und freu mich immer über Kritik und Verbesserungsvorschläge. Ich habe die Serie allerdings auf englisch geguckt und es könnten einige Unstimmigkeiten auftreten, also nicht wundern ;)
xxkekscookiexx ( 32051 )
Abgeschickt vor 634 Tagen
Super geschrieben, es ist sehr spannend gestaltet und man möchte unbedingt wissen wie es weiter geht. Bitte schreib weiter! :)
ichderpirat99 ( 54266 )
Abgeschickt vor 635 Tagen
Bitte schreib schnell weiter. Bin gespannt wies weitergeht