Feuer und Eis- Ihr Schicksal

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1 Kapitel - 3.867 Wörter - Erstellt von: Akemi Mizuki - Aktualisiert am: 2016-07-06 - Entwickelt am: - 1.350 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Prinzessin Eleonora kommt aus dem Reich des Eises. Sie wird zwangsverheiratet mit dem Prinz aus dem Reich des Feuers. Seit die Welt denken kann, bekriegten sich die beiden Reiche bis aufs Blut. Mit der Geburt der Prinzessin war das Schicksal beider Reiche besiegelt. Durch ihre Heirat würden beide Reiche für immer verbunden sein.
Doch Eleonora kann den Prinzen Lucian nicht leiden. Er war einfach zu temperamentvoll. Bis der Tag kam, an dem sie sich entscheiden musste. Schicksal oder Freiheit?

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    Seine strahlenden Augen hatte er konzentriert zusammengekniffen. Ruhig hob ich eine Hand und rieb mir meine schweren Augen. „Was ist denn los, Lucia
    Seine strahlenden Augen hatte er konzentriert zusammengekniffen. Ruhig hob ich eine Hand und rieb mir meine schweren Augen. „Was ist denn los, Lucian?“, murmelte ich mit verschlafener Stimme. „Ihr hattet Fieber, Nora“, sagte er und lächelte schwach. Erst jetzt bemerkte ich die dunklen Ringe unter seinen Augen. Verwirrt setzte ich mich auf und war jetzt ungefähr auf seiner Augenhöhe. „Bleibt liegen“, murmelte er. Wieso sollte ich liegen bleiben? Mir ging es jetzt doch wieder gut… Ich berührte meine Stirn und fühlte ob ich vielleicht noch Fieber hatte, aber sie war so kühl wie immer. „Mir geht es gut“, sagte ich und fragte mich, wieso er so übertrieb. „Ihr habt zwei Tage lang geschlafen und wir dachten schon, Ihr wacht nie mehr auf“, sagte er und auf seiner Stirn entstanden tiefe Falten. Langsam stand ich auf. Einen Fuß, nach dem Anderen stellte ich auf den Boden und stand jetzt vor Lucian. „Mir geht es gut“, wiederholte ich und lächelte. „Na schön… dann werde ich… jetzt gehen“, murmelte er, nickte mir kurz zu und ging mit schnellen Schritten aus meinem Zimmer. „Prinzessin, seid Ihr wirklich in Ordnung?“, fragte Chloé und kam auf mich zu. Sie legte ihre Hände auf meine Schultern und blickte mich eindringlich an. „Ja“, sagte ich und wurde langsam genervt. „Wisst Ihr, der Prinz ist euch nicht von der Seite gewichen, als Ihr schlieft. Auch nicht, als der König nach ihm verlangt hatte“, quiekte sie aufgeregt. Er hatte auf mich aufgepasst? Über mich gewacht? Ich ignorierte das Gefühl in mir und machte mich auf den Weg ins Bad. Ich blickte in den Spiegel und erschrak. Ich sah zwar aus wie ich, aber auch irgendwie nicht. Irgendetwas stimmte nicht mit meinem Spiegelbild. Ich sah schlecht aus, ja schon fast mehr tot, als lebendig. Vielleicht war ich doch krank und ich merkte es nur nicht. Ich ging wieder in mein Zimmer und zu meinem Gepäck. Plötzlich drehte sich alles und ich wusste, was passierte. Ich machte mich auf das schreckliche Gefühl gefasst und ließ mich fallen.
    „Prinzessin, seid Ihr wohl auf?“ Chloés Stimme drang nur sehr leise zu mir durch. Mein elendiges Gefühl ließ mich nicht los und am liebsten hätte ich mich wieder in die Dunkelheit fallen lassen. „Prinzessin!“, rief sie panisch und mühsam öffnete ich zuerst ein Auge, dann das Andere. Anfangs war noch alles um mich herum verschwommen. Nach kurzer Zeit stellten sie sich aber wieder scharf und entdeckte besorgte, grüne Augen über mir. „Ihr hattet wieder eine Vision“, flüsterte sie und das schreckliche Gefühl in mir wurde stärker. Sie half mir dabei, mich aufzusetzen und da entdeckte ich das Chaos, was ich hergestellt hatte. Über den ganzen Boden hatte ich Farbe, die ich aus meinem Reich mitgebracht hatte zum Malen, verteilt. Ich stellte mich langsam auf meine Füße und vor Schreck, was ich dort hingemalt hatte, presste ich mich keuchend gegen die Wand. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und mein Atem verließ nur stoßweise die Lunge. Ein riesiges Auge starrte mich vom Boden an. Blut strömte heraus, während dieses braune Auge weit aufgerissen war vor Schreck. In dem braunen Auge spiegelte sich eine helle Gestalt, erfüllt vom Licht. Es sah aus, als ob das Auge wegen dieser Gestalt so weit aufgerissen war, als ob diese Gestalt ihr wehgetan hatte. Es war ein verstörendes Bild. „Mach das weg“, flüsterte ich. „Was habt Ihr gesagt, Prinzessin?“ Chloé sah panisch und verwirrt aus. „Mach es weg! Sofort!“, kreischte ich und rannte aus dem Zimmer. Es würde etwas schreckliches passieren, dass konnte ich spüren und nichts und niemand konnte es verhindern. Ohne zu wissen, wohin ich lief, öffnete ich einfach eine Türe aus Mahagoniholz. Sie war nicht leicht zu öffnen, aber mit ein wenig Kraft schaffte ich es doch.
    Alles in diesem Raum war sehr triste und kalt. Aber nicht diese Kälte, die ich gewöhnt war, sondern eine unangenehme Kälte, die sogar mich erzittern ließ. An den Wänden stapelten sich Bücher bis unter die Decke in etlichen Regalen. In der Mitte befanden sich Tische, auf denen sich auch hunderte von Büchern stapelten. Vereinzelnd standen große und kleine Kerzen dort, dessen Flammen aber kaum den Raum erhellten. Verwundert und neugierig sah ich mich hier um und wanderte langsam durch das Chaos. „Wer ist da?“, hörte ich eine alte, brüchige Stimme. Sie gehörte einem Mann, was ich an der Stimmfarbe erkannte. Vor mir trat ein kleiner, sehr, sehr alter Mann. Er hatte keine Haare mehr auf dem Kopf, dafür aber unzählige Leberflecken auf seiner Glatze. Eine Brille ließ seine kleinen, runden Augen, riesig wirken. Seine Nase war groß und knollig und darunter befand ich ein weißer Schnurbart. Die Lippen waren so schmal, dass man sie kaum erkennen konnte. An seinem Kinn befand sich ein sehr langer, weißer Bart, der bis zur Mitte seines Bauches reichte. Außerdem hatte er sehr kurze Arme und Beine und sein Bauch war auch etwas dicklich. Er trug dunkle, lange Sachen, die bis zum Boden reichten. „I- ich bin Prinzessin Eleonora“, stotterte ich und konnte diesen kleinen, alten Mann nur anstarren. „Ah, die kalte Prinzessin, die Seherin“, sagte er wissend und betrachtete mich eingehend. „Wer seid Ihr?“, fragte ich leise und blickte mich noch ein wenig in diesem riesigen, hohen Raum um. „Mein Name ist Eduard, Eduard der Bücherdoktor“, pfiff er. Was ein merkwürdiger Name, dachte ich und beobachtete ihn. „Ihr solltet hier nicht sein, Prinzessin“, murmelte er und sah sich auf einmal nervös um. „Ihr birgt Kräfte. Kräfte mit immenser Stärke“, sagte er und verstummte plötzlich. „Ihr solltet gehen“, flüsterte er, so leise, dass ich dachte, ich hätte es mir nur eingebildet. Ich drehte mich und versuchte zu erkennen, wieso er so nervös war, entdeckte aber nichts Auffälliges. Als ich mich wieder zu dem kleinen Mann umdrehte, war er plötzlich verschwunden. „Hallo? Eduard?“, rief ich, aber eine Antwort bekam ich nicht. Mit einem Mal zischten die Kerzen aus und alles um mich herum wurde dunkel. Irgendwie fand ich die Türe doch und stolperte nach draußen. Verwirrt über die Worte dieses kleinen Mannes lief ich in einen anderen Flur, ohne darauf zu achten wo ich landen könnte. Großer Fehler! Ich öffnete eine andere Türe und blieb wie angewurzelt stehen. Wieso war ich überhaupt weiter gelaufen, statt zurück in mein Zimmer zu gehen? Nein, stattdessen war ich weiter durcheinander, wie ich war, gelaufen und platzte jetzt hier hinein. Der König, einige seiner Berater, ein Mann mit einer Augenklappe und einer Rüstung und der Prinz standen dort in einem Kreis und blickten mich geradewegs an. „Äh, entschuldigt, ich wollte Euch nicht stören, eure Majestät“, stammelte ich. Moment, ich stammelte nie, genauso wenig bekam ich Panikattacken, wie gerade eben, was war nur los mit mir? Wenn ich eine Vision hatte, konnte ich meine Gefühle trotzdem beherrschen und die Panik unterdrücken. Gefühle überhäuften mich immer mehr und nahmen mir beinahe die Luft zum Atmen. Wie konnte man so etwas nur aushalten? Verzweifelt versuchte ich mich zusammenzureißen und rang nach etwas Stolz. Lucian kam auf mich zu und packte mich an den Schultern. „Was ist los mit Euch, Nora? Ihr seht durch den Wind aus. Habt Ihr Fieber?“, sagte er leise und starrte mich an. Ich wich seinem Blick aus und suchte nach einer plausiblen Erklärung, warum ich verwirrt durch die Flure wanderte und in irgendwelche Räume reinplatzte. „Ich… gar nichts. Ich sollte wohl mich wohl wieder etwas ausruhen gehen“, murmelte ich und wollte mich abwenden, doch er hielt mich eisern an den Schultern fest. „Was ist mit Euch passiert?“, fragte er und sein Blick wurde drängender. „Alles ist in Ordnung, ich war nur etwas durcheinander“, sagte ich. „Ich bringe Euch in Euer Zimmer, Nora“ Ich hasste den Spitznamen immer noch, aber im Moment musste ich verhindern, dass er in mein Zimmer sah. Soweit ich wusste, wusste niemand von meiner Kraft des Sehens und so sollte es auch bleiben, zumindest eine Weile. „Ich schaffe das auch alleine, aber danke trotzdem eure Hoheit“, sagte ich in ruhigem, distanziertem Ton. Einen Moment blickte er mich noch prüfend an, bevor er kurz nickte und mich losließ. Ich machte einen kurzen Knicks vor dem Prinzen und dem König, bevor ich mich abwandte und mit schnellen Schritten in Richtung Zimmer ging.
    Drinnen war alles sauber und Chloé stand in einer Ecke und blickte mich besorgt an. „Ist mit Euch alles in Ordnung?“, fragte sie leise und ich nickte bloß. Mit einem Plumps ließ ich mich auf mein Bett fallen und seufzte. Ich wollte nicht, dass etwas schlimmes passierte. Ich musste mich doch gerade erst damit abfinden, dass ich in einem neuen Reich leben musste, mit einem Prinzen verheiratet wurde, der unausstehlich war mit Momenten und jetzt auch noch eine Vision? Ich ließ mein Gesicht in meine Hände sinken und tauchte eine Weile nicht mehr auf. Eine Hand legte sich auf meine Schulter und ich blickte langsam auf. Chloé stand vor mir und sah mich mitleidig an. „Ich weiß, das ist alles viel für Euch, Ihr müsst Euch ausruhen“, sagte sie leise und strich mir behutsam über die Schulter. „Vielleicht hast du Recht“, murmelte ich und rieb mir über das Gesicht. Ein aufmunterndes Lächeln entstand auf ihren Lippen. „Tut mir leid, dass ich dich eben angeschrien habe“, sagte ich und sah sie entschuldigend an. „Das ist schon in Ordnung“, sagte sie und lächelte mich an. „Ich meine es ernst“, sagte ich und guckte ihr fest und ehrlich in die Augen. Ihr Lächeln wurde breiter und ihre grünen Augen begannen zu strahlen. Ich wusste, dass ich ihr in letzter Zeit keine gute Freundin war. „Ich werde jetzt wieder in mein Zimmer gehen und Ihr ruht Euch aus“, sagte sie und blickte mich spielend streng an. Ich nickte und sie verließ das Zimmer. Jetzt saß ich hier alleine und wusste nicht, was ich tun konnte. Nach einer Weile stand ich auf und tigerte durch mein Gemach. Prinz Lucian war mit wichtigen Dingen beschäftigt, aber was machte eine Prinzessin in ihrem goldenen Käfig? Ich tat das, was ich schon immer getan hatte. Ich brach aus. Schnell riss ich den Schrank auf und entdeckte ein Aquamarin blaues Kleid. Es war mit kleinen Glitzersteinchen verziert und sah wunderschön aus. Eigentlich wollte ich etwas Unauffälliges anziehen, aber so etwas hing nicht in meinem Schrank. Alles war auf seine Art auffällig, also entschied ich mich für das Blaue und machte mich fertig.
    In den Fluren war es still, wie immer. Einige Ritter gingen an mir vorbei und ich grüßte sie freundlich. Ich wollte den Palast entdecken, aber ich hatte keine Ahnung, wie ich mich hier zurechtfinden sollte. Vielleicht sollte ich mich auf die Suche nach der Bibliothek machen, dort würde ich womöglich etwas über meine Gabe finden. Entschlossen lief ich in den Flur und machte mich auf den Weg in die Richtung, aus der ich dachte, die Bibliothek lag. Ich irrte durch Flure, stieg Treppen empor, aber die Bibliothek hatte ich nicht gefunden. Mutlos spazierte ich jetzt weiter und fragte mich, wo ich überhaupt war. Diesen Flur hatte ich noch nie gesehen. Er war etwas dunkler, als die Anderen, aber auch viel edler eingerichtet. Ein roter Teppich zierte den Boden. An den Wänden hingen Gemälde von den ehemaligen Königen und Königinnen, die stolz auf mich herabblickten. Ich hatte mich verlaufen und wusste nicht wohin ich gehen sollte. Meine kühle Logik sagte mir, dass ich umdrehen sollte, was ich auch dann tat. Plötzlich stieß ich mit jemandem zusammen. Als ich aufsah, entdeckte ich die vertrauten braunen Augen, die mich anlächelten. „Nora, wolltet Ihr mich in meinem Gemach besuchen?“ Ein Grinsen breitete sich auf seinen vollen Lippen aus. Im ersten Moment konnte ich nicht einmal antworten, was ihn wohl noch mehr zu amüsieren schien. „Ich … wollte mich nur etwas umsehen“, sagte ich mit fester Stimme und wusste, dass ich ihm nicht den wahren Grund verraten sollte. Er sollte noch nichts von meiner Gabe erfahren, ich hielt es für das Beste. Er öffnete die Türe neben uns und ging hinein, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Wie konnte er manchmal nur so unhöflich sein? Aufgebracht folgte ich ihm in das Zimmer und blieb drinnen abrupt stehen. Das war sein Zimmer. „Setzt Euch“, murmelte er und wandte mir den Rücken zu. Zögernd setzte ich mich an den Rand seines Bettes und beobachtete, wie er das Feuer in seinem Kamin mit einem Fingerschnipsen entzündete. Danach drehte er sich zu mir um und kam auf mich zu. Er setzte sich neben mich und blickte mich ruhig an. „In wenigen Tagen werden wir heiraten, Nora“ Ja, noch fünf Tage und dann war ich die Prinzessin des Feuerreiches, seine Frau. Bei dem Gedanken wurde mir mulmig und ich blickte auf meine Hände. Ich zuckte zusammen, als seine Hand sich unter mein Kinn legte und seine Wärme durch meinen Körper schoss. Mein Atem kam nur flach aus meinem Mund, während er mich mit seinen Augen zwang, ihn anzusehen. Wir saßen eine Zeit lang so, bis er die Stille brach. „Ihr wart eben so durcheinander, was war mit Euch los?“ Seine Miene war leicht besorgt, aber da war noch etwas. Ich wusste nur nicht was. „Ich … nein, alles ist gut“ Ich zwang mich zu einer ruhigen und gelassenen Miene. Er wusste, dass ich nicht die Wahrheit sagte, ich konnte es ihm ansehen. „Prinzessin. In wenigen sind wir Mann und Frau und ich fände es sehr beruhigend, wenn Ihr ehrlich zu mir seid“ Seine Miene war ernst und ausdruckslos. Aber ich konnte es ihm nicht sagen, ich wollte ihn nicht gefährden oder sonst etwas, was mit meiner Gabe zu tun hatte. „Es ist wirklich alles in Ordnung, ich war nur etwas durcheinander, mehr nicht“, murmelte ich und legte so viel Überzeugung, wie es ging, in meine Worte und Miene, dass er nicht weiter fragte. Seine Miene wurde jetzt wirklich aufgebracht und ich versuchte ihn weiter ruhig zu erwidern. Schneller, als ich reagieren konnte, hatte er mich in die Matratze gedrückt. Unsere Hände waren ineinander über meinem Kopf verschlungen und sein Gesicht war nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Sein Körpergewicht drückte mich noch tiefer in die Matratze und verschlug mir den Atem. „Lucian-“, hauchte ich und verstummte direkt wieder. Seine Lippen näherten sich meinen und unwillkürlich hielt ich den Atem an. „Ich will nicht angelogen werden, niemals!“, knurrte er und seine rotbraunen Augen blitzten gefährlich aus. Meine innere Stimme warnte mich Angst zu haben, jedoch fühlte ich mich zu ihm hingezogen und das brachte mich wiederum auf. „Ich habe Euch nicht angelogen“, presste ich hervor und erntete einen wutentbrannten Blick von ihm. „Geht runter von mir!“ Jetzt war ich auch wütend, aber da war noch ein anderes Gefühl und ich wusste noch nicht, ob ich es gut oder schlecht finden sollte. Plötzlich stand er jetzt wieder auf dem Boden und blickte auf mich herab. Schnell setzte ich mich auf und stellte mich mit verschränkten Armen vor ihn. Ich war es leid, dass er immer die Oberhand über mich hatte. Ich hatte keine Lust mehr, dass er solche Gefühle in mir auslöste und er hatte bestimmt auch Geheimnisse vor mir, wieso sollte ich meine dann preisgeben? Mit einem spöttischen Grinsen blickte er auf mich herab und schüttelte den Kopf. „Was wollt Ihr mit dieser trotzigen Miene erreichen Prinzessin?“ Die Wut brodelte noch mehr in mir und ich blickte ihn weiter provozierend an. Jemanden wie ihn konnte ich nicht heiraten. Er war wie ein kleines Kind! „Ihr seid unausstehlich!“, fauchte ich ihn an und drehte mich um, um sein Zimmer zu verlassen. So weit kam ich aber nicht. Er wirbelte mich herum und presste mich gegen die Wand. Dasselbe hatte er auch am Abend meiner Ankunft in meinem Zimmer gemacht. Doch dieses Mal war es anders. Meine Wut war ungebändigt und doch drückte ich meinen Körper noch näher an seinen. Ich konnte ihn so unausstehlich finden, wie ich wollte, dennoch zog er mich an. Mittlerweile war kein Zentimeter zwischen unseren Körpern und wir beide keuchten wild und wütend, während wir uns einem Blickduell lieferten. „Ihr seid starrköpfig!“, knurrte er und sein Gesicht kam meinem gefährlich näher. „Ihr seid kindisch!“, zischte ich und sein Körper brannte auf meinem, aber auf einen angenehme Art und Weise. „Ihr seid unglaublich!“ Wir beide hielten kurz inne, bevor er plötzlich seine Lippen auf meine presste. Der Kuss kam so überraschend, dass wir beide zusammenzuckten. Meine kühlen Lippen trafen auf seine glühend warmen und sie fingen an zu prickeln. Es war ein merkwürdiges Gefühl und doch wurde mein gesamter kühler Körper, warm. Ich hatte meine Gefühle plötzlich nicht mehr unter Kontrolle. Ich öffnete meine Lippen und lud seine damit ein. Verlangend packte ich sein schwarzes Hemd an der Brust und zog ihn noch näher zu mir heran, was nicht mehr so gut ging, da er schon ganz nah war. Ein Keuchen entrang sich mir und ich war selber schockiert von meiner heftigen Reaktion auf seinen Körper und auf diesem Kuss. Er drängte mich von der Wand weg und bewegte mich irgendwo anders hin. Mit einem Mal landeten wir auf seinem Bett und ich genoss es, wie sein Körper mich in die Matratze drückte. Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher und als ich ihm in die Unterlippe biss, stöhnte er auf. „Nora“, keuchte er meinen Namen und seine Hand glitt an meiner Seite hinab. Sie glitt an meiner Taille herab, dann an meiner Hüfte und zu meinem Oberschenkel. Ich zuckte etwas zusammen, genoss aber die heiße Spur, die er an meinem Körper hinterließ. Keuchend löste er sich von meinen Lippen. Sofort reckte ich ihm meine hin, was er mit einem kehligen Lachen quittierte. „Immer mit der Ruhe, Nora“, raunte er an meinem Ohr und ein Schauer lief mir durch den Körper. Kleine, hauchzarte Küsse platzierte Lucian an meinem Hals und ich stieß den Atem keuchend aus. Seine Hände glitten weiterhin über meinen Körper und ließen ihn in Flammen stehen. „Lucian-“ Meine Stimme brach, als seine Lippen wenige Zentimeter über meinen schwebten. „Ja?“ Ein selbstgefälliges Lächeln zierte seine vollen, geschwollenen Lippen. Ich bekam kein Wort heraus, er hatte mich vollkommen in der Hand. Sanft biss er in meine Unterlippe und ich drückte stöhnend meinen Rücken durch. „Gut zu wissen“, flüsterte er und hielt inne. Wieso hörte er auf? „Was?“, presste ich leise hervor, bevor meine Stimme brechen konnte. „Wie ich Euch um den Verstand bringen kann. Aber keine Sorge Prinzessin, das war nur eine Kostprobe“ Er stieg von mir herunter und langsam traten meine Gedanken wieder in die Realität. O Götter, was hatte ich nur getan? Schon wieder hatte er es geschafft, obwohl ich immer noch wütend war, wegen dem, was in der Höhle geschehen war. Wieso machte er das mit mir? Ich setzte mich auf und blickte auf ihn hinab. Seine Lippen waren zu einem frechen Grinsen verzogen. Einerseits war ich wütend auf ihn, anderseits wollte ich wieder dieses Gefühl spüren, wenn seine Lippen auf meine trafen. Mit einem Ruck hatte er sich auch wieder aufgesetzt und sah mir jetzt tief in die Augen. Ich konnte meinen Blick nicht von seinem lösen und war schon drauf und dran meine Lippen auf seine zu pressen, als er mich plötzlich aufhielt. „Ich glaube wir haben genug für den Moment“, schnurrte er in ließ seine Lippen hauchzart über meine gleiten. Mein Körper erbebte und als er es merkte, seufzte er mit einem kleinen Lachen. „Ihr glaubt mir gar nicht, wie ich es genieße, wenn Ihr Euch nach mir verzehrt“ Seine Stimme war so leise, so sanft, dass ich dachte, ich hätte sie mir nur eingebildet. Mein Kopf war wieder benebelt und ohne zu überlegen, strich ich mit meinen Fingerspitzen über sein Gesicht. Es war glatt und weich und sein Geruch stieg mir in die Nase. Es war ein rauchiger, männlicher Geruch, der mich in seinen Bann zog. Meine Augen waren geschlossen, während ich seine Züge weiterzeichnete. Ich hatte nie im Leben vorher einen Mann geküsst, aber nach diesem Kuss wollte ich mehr, viel mehr. Ich rutschte näher zu ihm hin und meine Lippen glitten seinen Hals hinauf. Sein Puls beschleunigte sich, was mir ein kleines, zufriedenes Lächeln auf die Lippen zauberte. Vielleicht konnte ich ihn auch um den Verstand bringen, so wie er es immer bei mir tat. Meine Hand legte ich auf seine Brust und begann die Knöpfe zu öffnen. Ich wusste nicht was ich tat, aber ich bemerkte, dass sein Atem immer schneller ging. Jetzt war sein Hemd offen und meine Hand glitt über seinen muskulösen Oberkörper. Sein Herz klopfte schnell und seine Haut verströmte eine unbändige Hitze. „Nora“ Seine Stimme klang atemlos und angestrengt zugleich. „Bitte …“, hauchte er und klang gequält. Sofort ließ ich von ihm ab und sah ihn entschuldigend an. Hatte ich etwas falsch gemacht? „Es … ist besser, wenn du jetzt gehst“, brachte er gepresst hervor. Ich rückte weiter von ihm weg und stand unvermittelt auf. „Gute Nacht“, murmelte ich und versuchte verzweifelt die Tränen zu unterdrücken. Das erste Mal, dass ich mit einem Mann zusammen war und ich hatte es vermasselt. Im Flur liefen mir die Tränen unaufhörlich über die Wangen und nach langem Suchen hatte ich mein Gemach gefunden. In meinem Bett weinte ich, bis ich einschlief. Es war ein traumloser Schlaf, ohne jegliche Emotionen. Es tat gut für einen Moment nichts zu fühlen.

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Feuer und Eis- Ihr Schicksal
Feuer und Eis- Ihr Schicksal
Die Prinzessin Eleonora kommt aus dem Reich des Eises. Sie wird zwangsverheiratet mit dem Prinz aus dem Reich des Feuers. Seit die Welt denken kann, bekriegten sich die beiden Reiche bis aufs Blut. Mit der Geburt der Prinzessin war das Schicksal beider R...
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2015-08-07
40B0
Fantasy Magie

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Liv ( 25755 )
Abgeschickt vor 431 Tagen
Schreib biiiiiiiiiiiitte weiter!!! Ich kann es kaum erwarten, bis der neue Teil kommt!
LG
Akemi Mizuki ( 86308 )
Abgeschickt vor 485 Tagen
Ich schreibe weiter, keine Sorge ^^ habe jetzt mit dem Studium weniger Zeit..:/ @Miranda
Miranda ( 23369 )
Abgeschickt vor 486 Tagen
Echt super 😃 biiitte schreib weiter, so eine tolle
Geschichte 😉
Legolanto :) ( 14007 )
Abgeschickt vor 486 Tagen
Schreib unbedingt weiter👍 biiiiitte
deine Geschichten fesseln mich😃
Legolanto :) ( 14007 )
Abgeschickt vor 486 Tagen
Ich schreibe ja fast nie Kommentare
doch hier muss es einfach sein.
So eine tolle Geschichte habe ich seid langem
nicht mehr gemacht😃😄😄 👍
Marissa ( 42529 )
Abgeschickt vor 553 Tagen
Bitte unbedingt weiterschreiben!
Die Geschichte ist echt super.
Rose ( 09969 )
Abgeschickt vor 599 Tagen
Ein Traum, ich bin so verliebt in die Geschichte!!!
Wolf der Elemente ( 63733 )
Abgeschickt vor 632 Tagen
Eine total gute Geschichte.👍 Du schreibst mit so viel Leidenschaft, Gefühl und was weiß ich. Bitte bring so bald wie möglich den nächsten Teil heraus und was die anderen geschrieben haben stimmt voll und ganz.👏😉
♥♥♥♪& ( 52773 )
Abgeschickt vor 653 Tagen
Du wirst mal ne wundervolle austorin***applaus applaus!!!♥
Akemi Mizuki ( 35895 )
Abgeschickt vor 658 Tagen
Vielen Dank! :3 ich hoffe ich kann so etwas mal später machen :))
line ( 66388 )
Abgeschickt vor 659 Tagen
als autorin wirst du später mal groß rauskommen ich bin jetzt schon ein fan von dir ;) lg Charline
Nanami Kurusake ( 82914 )
Abgeschickt vor 699 Tagen
Du kannst wirklich super gut schreiben wann kommt denn der nächste Teil?