Heimatlos *Kapitel 18*

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1 Kapitel - 1.354 Wörter - Erstellt von: AliceChantal - Aktualisiert am: 2015-07-20 - Entwickelt am: - 939 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt


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Kapitel 18Die Sonne ging gerade auf, als wir Fünf uns trafen. Ich saß auf Mila und die vier Halblinge auf ihren Ponys. Die Sonne ließ den Morgentau
Kapitel 18
Die Sonne ging gerade auf, als wir Fünf uns trafen. Ich saß auf Mila und die vier Halblinge auf ihren Ponys. Die Sonne ließ den Morgentau auf den Feldern glitzern und mit dem leichten Nebel ergab es insgesamt ein märchenhaftes Bild. Hobbingen ist so ein Idyllisches kleines Ländchen, dass man sich kaum vorstellen kann, dass vor ein paar Jahren auf dieser Welt ein Krieg auf Leben und Tod ausgefochten wurde. "Mineâ? Wollen wir dann?" kam es von Frodo, sodass er mich aus meinen Gedanken heraus riss. Ich drehte mich zu ihm und nickte lächelnd, als Zeichen, dass ich einverstanden war. Sofort setzten wir uns in Bewegung. Auf einer kleinen Anhöhe blieb ich noch einmal stehen und sah zurück. Der Anblick von Hobbingen ist Atemberaubend. So ruhig, idyllisch, friedlich… Überall die grünen Bäume, die großen Felder und kleinen Teiche und Bäche. Es war ein harmonisches Bild, was ich so sehr vermisst hatte. Ein Lächeln voller Erleichterung, dass ich wieder in Mittelerde sein durfte, schlich sich auf meine Lippen. Mit einem kleinen Seufzer setzte ich mich dann auch wieder in Bewegung und schloss zu meinen vier kleinen Freunden auf.
Wie erwartet quasselten Merry und Pippin den ganzen Weg über. Es gab keine Sekunde in der es mal ruhig war, außer wenn sie schliefen und diese Momente genossen wir anderen Drei in vollen Zügen. Ihre Themen waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Mal ging es um Bauer Maggots Gemüse, welches sie immer 'ausleihen', dann ging es mal darum wie, wann und wo sie auf die besten Streiche kommen und dann ging es mal um Gandalf, dann mal um Blumen und, und, und… Auch wenn es nicht gerade meine Lieblingsthemen waren genoss ich die Gespräche, so sinn frei sie auch waren. Ich merkte von Sekunde zu Sekunde mehr wie sehr ich sie doch alle vermisst hatte, wie froh ich bin wieder hier zu sein und wie sehr ich hoffte die Anderen bald wiederzusehen. Aber mit jeder Sekunde versank ich auch immer tiefer in Gedanken…
Wir hielten an einem kleinen Teich, welcher umgeben war von Bäumen und Büschen. Es fing schon langsam an zu dämmern, also beschlossen wir an dem Teich rast zu machen. Wir schlugen unser Lager auf, ließen unsere Pferde frei und entfachten ein Feuer. Sam briet gerade Würstchen und Speck über dem Feuer und unterhielt sich ruhig mit Frodo über Rosie, Merry und Pippin stritten sich um den besten Schlafplatz und ich saß auf einen Baumstamm am See und starrte zu den Sternen hinauf.
Ich konnte mich einfach nicht auf meinen Gedanken befreien… ich hatte schlimme Schuldgefühle, dass ich Legolas und die anderen einfach allein gelassen hatte und mich für meine Familie entschieden hatte. Aber was hätte ich sonst tun sollen! Ich gab unbewusst einen Seufzer von mir und senkte meinen Blick auf den See in dem sich der Mond spiegelte. "Alles ok?" Ich zuckte bei Frodos stimme leicht zusammen, da ich ihn nicht bemerkt hatte. "Ja… alles ok… Ich musste nur gerade an etwas denken…" Frodo setzte sich leise neben mich und lächelte mich zaghaft an. "Erzähl mir davon! Du bist schon die ganzen letzten fünf Tage, seitdem wir aufgebrochen sind, so in deinen Gedanken versunken. Du versuchst es zu verheimlichen, aber man kann die Trauer in deinen Augen sehen… willst du wieder zurück?" Meine Augen weiteten sich bei diesen Worten. "Was? Nein! Ich bin so froh wieder hier sein zu dürfen, in Mittelerde, bei Euch… Mein Herz würde zerbrechen, müsste ich schon wieder zurück! Es ist etwas anderes…" Ich machte eine kurze Pause und haderte mit mir selbst ob ich es Frodo erzählen sollte oder nicht… Frodo legte seine Hand sanft auf meinen Arm und lächelte mich aufmunternd an. Ich lächelte zaghaft zurück. "Weißt du Frodo… ich musste die meiste Zeit an Legolas denken… und daran wie sehr ich ihm doch mit der Entscheidung zu meiner Familie zurück zu gehen verletzt habe… Aber nicht nur ihm habe ich damit wehgetan, allen anderen auch… Es tut mir so unendlich leid, Frodo… So sehr, dass ich es nicht in Worte fassen kann… Ich hatte die Wahl, an jenem Tag, ob ich in Mittelerde bleibe oder zurück zu meiner Familie gehe… Ich musste wählen ob ich meine Familie sterben lasse oder den Mann, den ich so sehr Liebe, verlasse… und dass ohne zu wissen ob ich ihn je wiedersehen werde… Mir fiel die Entscheidung nicht leicht, aber irgendwie hatte ich das Gefühl es wäre richtig zu meiner Familie zu gehen… Und jetzt? Jetzt bin ich wieder hier, bei Euch, in meiner wahren Heimat und das nur durch meinen Tod in der anderen Welt… Ich wollte unbedingt zurück zu euch… aber um welchen Preis? Meine Familie in der anderen Welt, weiß nicht, dass ich hier bin… sie denken ich wäre tot… Ich verstehe einfach Garnichts mehr, Frodo. Bin ich in der einen Welt, trauern die Menschen die ich liebe in der anderen und bin ich in der anderen, trauern die in der einen… Ich bin aus dem Wunsch wieder zurück gekommen Legolas wieder zu sehen und dass obwohl ich nicht einmal weiß ob er noch Lebt! Er könnte doch auch…" "Sag das nicht!" Frodo unterbrach mich harsch und schaute mir fest in die Augen… Er wischte mir mit seinen kleinen Händen über die Wange und trocknete meine Tränen, die unbemerkt aus meinen Augen herausgeflossen waren. "…und hör auf zu weinen! Er lebt! Das weiß ich!" Er lächelte mich aufmunternd an. "Du sagst du bist aus dem Wunsch zurück gekommen Legolas wieder zu sehen?" Ich ließ meinen Blick auf dem Boden geheftet. Ich kämpfte gerade gegen die Schluchzer an, die sich ihren Weg meine Kehle hoch kämpften, sodass ich nichts weiter als ein nicken zustande brachte. "Dann kann deine Entscheidung nicht falsch gewesen sein! Du bist gegangen um deine Familie vor dem Tod zu retten und das hast du! Jetzt hat dein Herz dich wieder zurück in deine Heimat geführt! Zurück in dein wahres Leben! Die Wege die uns unser Herz vorgibt können gar nicht falsch sein! Jetzt sei ehrlich! Warst du in der anderen Welt glücklich?" Ich hatte meinen Blick immer noch auf den Boden gerichtet und schwieg… War ich in der anderen Welt glücklich?... "n..nein… war ich nicht…" brachte ich mit zittriger Stimme leise hervor. "Und bist du hier glücklich?" Ich hob nun meinen Blick und sah Frodo in die Augen… Ich spürte wie sich ein leichtes Lächeln auf meine Lippen schlich "Ja… ja ich bin hier glücklich!" Frodos Augen begannen zu glitzern und ich sah die Zufriedenheit und Freude in seinem Gesicht. "Siehst du! Dann ist doch alles in Ordnung! Und jetzt mach dir nicht mehr so einen Kopf und geh schlafen! Ich übernehme die erste Wache!" Frodo hatte Recht! Es war die richtige Entscheidung und ich bin froh wieder hier zu sein! Das hier ist mein Zuhause und niemand wird das je ändern können. Ich nahm Frodo kurz in den Arm und sah ihm dann dankbar und erleichtert in die Augen. "Womit habe ich nur Freunde wie euch verdient? Danke…" Wir sahen uns noch kurz lächelnd in die Augen und dann begab ich mich zu meinem Schlafplatz… Es dauerte nicht lange und ich fiel in einen ruhigen, traumlosen, erholsamen Schlaf…
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Heimatlos *Kapitel 18*
Heimatlos *Kapitel 18*
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2015-07-20
402C
Herr der Ringe

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