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Sturmherz- Warrior Cats

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1 Kapitel - 7.589 Wörter - Erstellt von: Wolfherz - Aktualisiert am: 2015-07-20 - Entwickelt am: - 535 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Eine Prophezeiung wartet auf den jungen Kater. Wie wird er sie meistern oder schafft er es überhaupt?

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    Sturmpfote schoss aus seinem Versteck hervor und packte die völlig verdatterte Maus im Nacken. Schon war sie tot. Ein zufriedenes Schnurren stieg dem Kater aus der Kehle. Zufrieden trabte er zu seinem Beuteversteck und grub die Beute ein. Sturmpfote lauschte. Beobachtete seine Mentorin Federherz ihn vielleicht gerade in diesem Augenblick? Da! Ein leises Rascheln. Der Schüler schnupperte. Aber das war kein Beutetier. Auch nicht Federherz! Langsam drehte Sturmpfote sich um. Ein heißer Atem schoss ihm entgegen. Plötzlich erklang ein schriller Schreckensschrei:" Sturmpfote lauf!" Diese Stimme gehörte Federherz! Da erblickte der Schüler das Tier. Ein Dachs, und zwar der Größte den Sturmpfote je gesehen hatte. Starr vor Schreck blieb der Schüler wie angewurzelt stehen. Langsam kam das Tier näher. "Sturmpfote!", rief Federherz' Stimme von irgendwo über ihm. Endlich hatte sich der Kater gefasst. Kurzerhand fuhr er dem Tier mit den Krallen über die Nase. Einen Moment war es totenstill, sodass niemand Fremdes hätte erraten können, was in diesem Augenblick geschah. Blut floss langsam über die Schnauze des Dachses, bis es auf den Boden tropfte. Ganz langsam: tropf,... tropf,... tropf... Ohne eine Vorwarnung presste etwas Sturmpfote plötzlich auf den Boden. Krallen nagelten ihn fest. Da begriff der Schüler: es war der Dachs. Sturmpfote war so in Gedanken gewesen, dass er ihn gar nicht mehr beachtet hatte. Verzweifelt versuchte sich der Schüler los zu machen. Fauchend trat er den Dachs in den Bauch. Dieser heulte auf, hielt Sturmpfote jedoch fest, wie eh und je. Auf einmal gab das Gewicht nach. Etwas zerrte den Dachs zur Seite. Knurrend schnappte das Tier nach seinem Angreifer. Der Schüler rappelte sich auf und entdeckte Federherz. Sie kämpfte entschlossen mit dem Dachs. Schon wollte Sturmpfote ihr zur Hilfe eilen, da durchfuhr ihn ein höllischer Schmerz. Er blickte an sich hinunter und entdeckte eine klaffende Wunde in seiner Flanke. Sie brannte wie Feuer. Als Sturmpfote die Pfote aufsetzen wollte, zuckte er zusammen. Es war ernster als gedacht! Aber er musste tapfer sein und seiner Mentorin helfen! Leicht humpelnd rannte er zu Federherz. Sie schien alles Andere als mit dem Dachs fertig zu werden. Aus einer Schulterwunde rann Blut und ihr eines Ohr war in Fetzen gerissen. Wütend schlug Federherz auf den Eindringling ein. Wütend, aber kraftlos. Bei ihr angekommen, wollte Sturmpfote sofort mitkämpfen, doch Federherz hielt ihn zurück:" Nein Sturmpfote, lass das! Hol lieber Hilfe, wir schaffen das nicht allein." " Aber ich kann dich doch nicht hier im Stich lassen", bezweifelte er und hieb mit voller Wucht auf den Kopf des Dachses. Dieser jaulte auf und schnappte nach Sturmpfote. Der duckte sich blitzartig und entkam so dem wütenden Tier. " Mach was ich sage", befahl Federherz durch zusammen gebissene Zähne. Leise stammelte der Schüler:" Aber,... Aber das wird dein sicherer Tod sein." " Was ist schon ein Leben gegen alle Anderen des Clans? Hör zu, wenn wir den Dachs nicht aufhalten, tötet er vielleicht Junge oder Älteste! Also geh jetzt und hol Verstärkung!" Ohne ein Wort zu sagen, drehte sich Sturmpfote um und rannte in den Wald hinein. Sein Instinkt befahl ihm umzukehren und Federherz zu helfen, aber sein Verstand wusste, dass das nicht ging.






    Wie der Wind raste der Schüler zum Lager. Seine Gedanken schlugen alle gleichzeitig auf ihn ein. " Was ist wenn Federherz schon längst tot ist?" " Was wenn alle Krieger auf Jagd oder Grenzpatrouille sind?" " Werden wir noch rechtzeitig Federherz zu Hilfe kommen?" Plötzlich machte sich sein Bein wieder bemerkbar. " Oh nein, verdammt, nicht auch das noch!", fluchte Sturmpfote in Gedanken. So gut wie es ging, aber unter Schmerzen, humpelte der Schüler den Rest des Weges. Als er da war, schlitterte er förmlich ins Lager. " Ein Dachs..., ein Großer... Dachs,... An der ... Großen Buche...", japste Sturmpfote. Sofort sprang Haselstern auf:" Was sagst du!" Entsetzt kam er angetrabt. " Los, Hasenfuß, Leopardenauge, Minzfell und Kirschblatt! Kommt mit!" An Sturmpfote gewandt fügte er hinzu:" Wer ist dort? Federherz? Ist sie allein!" " Ich,... Ich", stammelte der Schüler. " Du hast sie alleine gelassen!", miaute er vorwurfsvoll und trabte zum Lagerausgang. " Sie hat mich losgeschickt, ich.. Ich wollte ja erst auch nicht... Aber... aber dann hat sie gesagt, wenn er nicht aufgehalten wird, dann tötet er Älteste und Junge und... Und...", wimmerte Sturmpfote ängstlich. Der Anführer nickte nur stumm. Im Eiltempo stürmten die Katzen in Richtung Federherz. Schon von weitem roch Sturmpfote den Gestank nach Dachs. Er rümpfte die Nase. Als sie ankamen, bot sich ihnen ein Bild des Entsetzens: Blut, überall, Federherz die zusammen gekauert auf dem Boden lag, Blut floss ihr aus der Kehle. Ohne die Rufe der Anderen zu beachten, schoss Sturmpfote zu seiner Mentorin, in dem Moment waren alle Schmerzen vergessen. Jetzt zählte nur noch eins und das war Federherz! Sie lag bewusstlos da. Der Schüler kam schlitternd neben ihr zum Halt. " Federherz!", flüsterte Sturmpfote. Nichts geschah. "Federherz!", noch einmal miaute er ihren Namen und grub seine Nase in das Fell seiner Mentorin. Hinter sich hörte Sturmpfote Kampfgeschrei. Haselstern kam angestürzt. " Sie werden ihn bis zur Grenze jagen! Wie geht es Federherz?" Mit erstickter Stimme antwortete der Schüler:" Sie atmet sehr flach und schnell..." Kirschblüte eilte dazu." Ach du heiliger SternenClan! Wir müssen sie umgehend ins Lager bringen!" Zusammen hievten sie Federherz hoch. Im Lager kam ihnen, die Heilerin, Schneefell schon entgegen. Ohne ein Wort bugsierte sie die Verletzte in ihren Bau. Es dauerte sehr lange, eh die Heilerin wieder aus ihrem Bau auftauchte. Gerade waren Leopardenauge, Hasenfuß und Minzfell zurückgekehrt. Schneefell trabte zu den Katzen und untersuchte jede. Da sie fand, dass Sturmpfote als Erster behandelt werden müsste, bat die Heilerin ihn zum Bau. Drinnen roch es muffig und viel zu stark nach Kräutern. Ganz Hinten in der Ecke lag zusammengekauert Federherz. " Federherz ", rief der Schüler bestürzt.










    " Schh!", fauchte Schneefell. "Sie muss sich ausruhen!" Kleinlaut entschuldigte sich Sturmpfote. Dann untersuchte die Heilerin seine Wunden. Als sie sein Bein begutachtete und berührte, zuckte er unwillkürlich zusammen. " Autsch", heulte Sturmpfote leise. Als ihn Schneefell misstrauisch ansah, senkte der Schüler verlegen seinen Blick auf den Boden. " Wie tut es weh!", fragte sie. "Öhm,... Eigentlich nicht so doll...", log Sturmpfote. "Sturmpfote?" "Ja?" " Sag die Wahrheit!" " Naja, ein bisschen doll " Seufzend betastete die Heilerin das Bein von neuem. Leise murmelte sie vor sich hin, während Sturmpfote die Zähne zusammenbiss, um nicht los zu jammern. Endlich setzte sich Schneefell auf und lief in die hinterste Ecke des Baues. Bald kam sie mit einer Paste wieder, die sie auf Sturmpfotes Bein strich. Sie kühlte und gleich ging es dem Schüler schon wieder etwas besser. " Du wirst jetzt jeden Tag zu mir kommen, damit ich kontrollieren kann, wie sich die Wunde entwickelt", erklärte die Heilerin streng. Sturmpfote nickte und bedankte sich. Dann eilte er hinaus. Draußen erwartete ihn Haselstern. " Wie geht es ihr?", wollte der Anführer wissen. Der Schüler senkte den Kopf und flüsterte:" Sie schläft" Haselstern nickte abwesend. " Dir ist hoffentlich klar, dass du heute nicht zum Krieger ernannt werden kannst, oder?", miaute er. Sturmpfote bejahte kleinlaut. " Weißt du eigentlich, was hätte passieren können!", fuhr Haselstern ihn plötzlich an. " Wenn Federherz jetzt tot wäre!" Er senkte die Stimme. " Wäre der Dachs deinem Geruch gefolgt und wäre ins Lager eingebrochen! Und was hätten wir dann gemacht!" " Gegen ihn gekämpft", vermutete Sturmpfote eingeschüchtert. Fauchend rief Haselstern:" Wieso um Himmelswillen bist du so Mäusehirnig!" Einige Katzen drehten sich zu ihnen um und der Schüler wäre am liebsten im Boden versunken. Mitleidig schauten ihn seine zwei Brüder, welche gerade von der Prüfung wiedergekehrt waren, an. " Was hätte der Dachs als erstes getan?", wollte der Anführer wissen. " Uns angegriffen?", als Sturmpfote Haselsterns Blick sah, fügte er schnell hinzu:" Äh, ich meine, er wäre vermutlich in die Kinderstube eingedrungen und dann hätte er bestimmt Beute gestohlen." Der Anführer nickte und sagte:" Das du es dir merkst! Du wirst ab heute bis zu deiner Kriegerzeremonie die Baue der Ältesten säubern und sie jeden Tag nach Zecken absuchen!" " Aber, aber... Ich bin fast der einzige Schüler momentan!", protestierte Sturmpfote. Haselstern nickte und fauchte:" Das weiß ich! Du sollst es ja auch alleine machen!" Dann stolzierte er davon.











    Niedergeschlagen ließ der Schüler den Schwanz hängen und trottete auf den Lagerausgang zu. Er wollte jetzt allein sein. Hinter sich hörte er Rufe:" Sturmpfote, warte, wo gehst du hin?" Der Schüler drehte sich um und erblickte seine Brüder, Dornenpfote und Feldpfote. " In den Wald", antwortete Sturmpfote. " Jetzt?", fragte Dornenpfote verächtlich. Feldpfote lenkte ab:" Wir werden heute noch zu Kriegern ernannt!" Stolz renkte er den Schwanz, aber im selben Augenblick schlug Dornenpfote ihm die Pfote vors Maul. " Ja, genau", miaute er nervös, warnend zu Feldpfote. Sturmpfote wandte den Blick ab. Feldpfote berührte ihn mit der Nase an der Flanke und erklärte:" Du wirst sicher auch bald ernannt."Wortlos drehte sich Sturmpfote um und trabte aus dem Lager. Er spürte die Blicke seiner Brüder auf seinem Pelz. Der Schüler lief schneller, steigerte sein Tempo, bis er atemlos an der großen Buche ankam. Spuren des Kampfes waren noch zu sehen. Wütend und voller Trauer hieb Sturmpfote auf den nächstbesten Baumstamm ein. Erschöpft sank er zu Boden. " Ich kann weglaufen", dachte er. " Oder mich einem anderen Clan anschließen" Eine Weile grübelte Sturmpfote noch dahin, bis der Schüler aufstand und sich auf zum Fluss machte.












    Das Wasser plätscherte und Sturmpfote tauchte seine Pfote in die eisige Strömung. Genüsslich trank er einige Schlucke, dann blickte er auf und lauschte. Vögel zwitscherten und die Luft war erfüllt von süßlichen Düften. Langsam machte sich Sturmpfote auf Richtung Lager. Kurz davor, stand er unschlüssig da. Dann vernahm der Kater eine Stimme:" Alle Katzen mögen sich hier und jetzt zu einer Versammlung einfinden!" Es war Haselsterns Stimme. Erst wollte Sturmpfote sofort hineilen, aber er besann sich. " Was wenn er von Federherz spricht und mich beschuldigt?", überlegte er leise. Der Schüler fasste einen Entschluss. Langsam schlich sich Sturmpfote zum Rand des Lagers. Eine Brombeerbarriere verbarg und schützte es. Der Kater lauschte. " Nun, ich möchte heute zwei besonders tapfere Schüler zu Kriegern ernennen!" Miaute Haselstern. " Dornenpfote, Feldpfote, tretet vor!" Genervt und traurig schloss Sturmpfote die Augen. Wollte er das eigentlich hören? " Wir alle wissen, wie sehr es euch belastet, aber wir wissen auch, dass ihr euch damit abgefunden habt. Es war nicht leicht, mit anzusehen, dass euer Bruder in Traurigkeit versank, während ihr um eine Zukunft gekämpft habt!" Proteste wurden gerufen, doch alle verstummten, als Haselstern fauchte:" Ruhe, ich habe doch Recht oder!" Niemand traute sich mehr etwas zu sagen. Niemand. Und genau das verletzte Sturmpfote zutiefst, denn es blieb auch still, nachdem Haselstern fortfuhr:" Wir alle wissen doch, dass Sturmpfote zu keinem Krieger taugt, und allen ist das bewusst! Niemand hier, hätte so einen schrecklichen Fehler machen können wie er!" Der Schüler grub die Krallen in die Erde. " Er ist ein Verräter!" Es blieb ruhig. Alle hörten Haselstern zu. Plötzlich erhob sich eine Stimme:" Haselstern, du sprichst Unrecht aus!" Es war Schneefell. " Sturmpfote ist genauso ein Krieger bzw. noch ein Schüler wie wir alle, und eines Tages,... " Sie verstummte. " Eines Tages, werdet ihr mir Glauben schenken." Haselsterns Fauchen dröhnte förmlich über das Lager. Eine grausige Prophezeiung wanderte durch das Lager. Er zischte:" Dornenpfote, versprichst du, dem Clan zu dienen und ihn zu beschützen, selbst, wenn es dein Leben kostet?" Unsicher und sichtlich verwirrt, sprach dieser:" Ich,.. Verspreche es!" " Und du, Feldpfote?", wollte der Anführer wissen. " Ich verspreche es ", antwortete er. " Dann gebe ich euch mit der Kraft des SternenClans eure Namen: Dornenpfote, ab heute wirst du Dornenstrauch heißen! Und du, Feldpfote, wirst den Namen Feldlärche tragen!" " Dornenstrauch, Feldlärche!", riefen die Katzen. " Dorenstrauch, Feldlärche!" Das war zu viel! Sturmpfote raste in den Wald, weg vom Lager, weg von Haselstern und weg von allem! Nie wieder, nie wieder, wollte Sturmpfote einem von Haselsterns Befehlen folgen.








    Auf einer Lichtung kam er zum Stehen. Keuchend schaute er sich um. Auf einmal erblickte er Schneefell! " Schneefell, woher, .. Wieso?", stotterte Sturmpfote. " Du musst diesen Clan retten, du musst ihn von Haselstern, der sich wie eine schlimme Erinnerung in die Köpfe aller eingebohrt hat, befreien!", hauchte sie. Verstört blickte der Schüler die Heilerin an. " Es mag sein, dass deine Mutter für dich gestorben ist, aber das heißt noch lange nicht, dass sie wegen dir gestorben ist! Höre nicht auf Haselstern! Du hast die Kraft ihn zu besiegen, du kannst deinem Clan wieder zu neuem Glanz verhelfen!" " Ich kann,... Das aber .. Nicht", murmelte Sturmpfote. " Was kannst du nicht?", fragte Schneefell verächtlich. Sturmpfote schwieg. " Warte, ich hole Kirschblüte, Federherz, Luchskralle, Nachtsee und Sternenginster!", miaute die Heilerin und ließ den völlig verwirrten Sturmpfote stehen. Nach einiger Zeit kam Schneefell wieder. " Willkommen in deinem neuen zu Hause", schnurrte jemand. Der Schüler erkannte sie sofort. " Federherz!" Sturmpfote schoss zu ihr. " Geht es dir besser?" " Viel besser", miaute sie. " Aber ich verstehe das alles nicht", klagte der Kater, als hinter Schneefell noch andere Katzen auftauchten. " Ganz einfach, das ist jetzt dein Clan", erklärte die Heilerin. Sturmpfote kam sich wirklich ein bisschen verschaukelt vor! Doch Federherz erklärte: " Du musst Haselstern besiegen, wir sind auch gegen ihn, doch du kannst nicht einfach ins Lager zurück, Haselstern weiß nämlich schon von der Prophezeiung!" " Aber was soll ich jetzt machen?", fragte der Schüler kläglich. " Als erstes, halten wir deine Kriegerzeremonie ab!", verkündete Federherz. Ungläubig sah Sturmpfote sie an:" Ohne Anführer?" " Ich mache das", erklärte Schneefell. Sie sprang in die Mitte der Lichtung und rief:" Katzen, des SchneeClans, hört mich an!..." Leise unterbrach Nachtsee die Heilerin:" Wieso SchneeClan? wir gehören nicht diesem Clan an. Wer oder was ist der SchneeClan?" Schneefell seufzte tief:" Soll ich etwa KampfClan sagen!" Alle Katzen blickten betreten zu Boden. " Ihr wollt wissen, wieso ich nicht, wie Haselstern, rufe! Weil ihr euch gegen ihn entschieden habt! Gegen ihn und seine sinnlose Clannamenumbenennung. KampfClan! Pah, was für ein dämlicher Name! Nein, ich möchte unseren alten Clannamen zurück. Nämlich SchneeClan! Und was ist mit euch?" Nach anfänglichem Zögern sagte Kirschblüte:" SchneeClan!" Nun setzte Luchskralle mit ein:" SchneeClan!" Und aus dem zaghaften Rufen, wurde ein schallendes:" SchneeClan, SchneeClan, SchneeClan!" Zufrieden nickte Schneefell. " Also, fangen wir an! SternenClan, seht auf diesen Schüler herab, auch, wenn ich nicht das volle Recht dazu habe, ihn zu einem Krieger zu ernennen. Sturmpfote hat hart trainiert um euer edles Gesetzt der Krieger zu erlernen. Nun, er ist bereit Krieger zu werden. Sturmpfote, tritt vor! Wirst du versprechen, deinem Clan treu zu dienen und ihn zu schützen, auch wenn es dein Leben kostet?" Der Schüler antwortete mit zittriger Stimme:" Ich verspreche es"
    " Dann gebe ich dir, mit der Kraft des SternenClans deinen Kriegernamen! Sturmpfote, von nun an, wirst du Sturmherz heißen! Wir ehren deine Treue, deinen Respekt und deine Selbstbeherrschung! Hiermit heißen wir dich als vollwertiges Mitglied des SchneeClans willkommen!" " Sturmherz, Sturmherz, Sturmherz!", jaulten die versammelten Katzen.










    " Wir werden jetzt das Lager herrichten!", beschloss Federherz. " Hier?", fragte Sturmherz ungläubig. Die Kätzin nickte und deutete mit dem Schwanz auf eine kleine Erdkuhle:" Da könnte vielleicht dein Bau sein!" Alle machten sich an die Arbeit und nach einiger Zeit konnte man mit viel Fantasie schon ein Lager ausmachen. " Wir sollten zurück ins Lager ", bedachte Sternenginster. " Es wird schon dunkler!" " Okay, mach es gut Sturmherz, wir kommen bald wieder, ich werde es einrichten, dass die Patroullien nicht das Lager entdecken", erklärte Luchskralle, der 2. Anführer des KampfClans bzw. ehemaligem SchneeClans. Sturmherz nickte und die Katzen machten sich auf den Heimweg. Nur Federherz blieb noch. Sie flüsterte schnell:" Ich bin stolz auf dich! Hoffen wir, dass so bald, keine Patrouille dich entdeckt!" Damit humpelte sie eilig davon. Seufzend betrachtete Sturmherz sein Lager. Sein Bauch rumorte. Schnell fing sich der Kater eine Maus und aß sie auf. Danach legte er sich erschöpft, traurig und gleichzeitig etwas verwirrt in seine Schlafkuhle. Kurze Zeit später, überwältigte ihn der Schlaf. Als Sturmherz am nächsten Morgen aufwachte, schreckte er unwillkürlich zurück. Kurze Zeit später, wurde ihm klar, wo er sich befand. Seufzend machte sich der Kater auf, um zu jagen. Bald erblickte Sturmherz eine Amsel. Leise schlich er sich an. Im passenden Augenblick sprang der Kater und tötete seine Beute mit einem raschen Biss. Zufrieden schnurrend trug Sturmherz die Amsel zurück. Er setzte sich unter einen großen Farnwedel und verzehrte die Beute. Ausgiebig putzte sich der Krieger nach seinem Mahl. Auf einmal vernahm er ein Rascheln. Blitzartig duckte sich Sturmherz und machte sich auf einen Angriff gefasst. Da kroch eine Maus aus dem Busch. Der Kater schämte sich für seine Angst. Langsam erhob er sich und verscheuchte somit das Tier. Sturmherz fasste einen Entschluss. Im Wald fand der Krieger viele Brombeerranken, mit denen er eine Barriere um sein Lager baute. Erschöpft ließ sich der Kater zu Boden sinken, nachdem er fertig war. Nun erkundete Sturmherz die Gegend. In der Nähe des Lagers befand sich ein kleiner Fluss. Genüsslich tat der Kater ein paar Schlucke. Dann überquerte er ihn. Auf der anderen Seite wuchsen hohe Gräser und hier und dort erblickte Sturmherz Heilkräuter. " Der perfekte Ort, für einen Clan", überlegte er und dachte an die karge Landschaft, indem der KampfClan lebte. " Hier ist es viel schöner", flüsterte Sturmherz zu sich selbst. An einer dicken Buche entdeckte der Kater viel Moos. Sofort machte er sich daran es abzukratzen, wohl bedacht, keine Rinde mit zu schälen. Voll bepack machte sich Sturmherz auf den Heimweg. Das Moos ließ er auf dem Boden fallen und schaute sich um. Ein kleiner Spalt verbarg in einem Felsen eine kleine Höhle. "Perfekt!", dachte der Kater. " Hier könnte ein Heiler leben."Er untersuchte die Höhle. Weiter hinten tropfte langsam Wasser in ein Becken. Sturmherz eilte zurück auf die Lichtung und holte einige übriggebliebene Brombeerranken, welche er über den Spalt befestigte. So gut getarnt, war der Eingang kaum noch zu sehen. Nun nahm der Krieger zwei Moospolster und brachte sie in die Höhle. Vier weitere Höhlen fand er. Der eine stellte den Ältestenbau da. Sturmherz' Schlafkuhle funktionierte er in den Frischbeutehaufen um. Die anderen Höhlen waren für den Anführer, die Krieger, die Schüler und für die Königinnen mit ihren Jungen gedacht. In alle Unterkünfte brachte Sturmherz Moos und Polstermaterial. Zufrieden aber geschafft, setzte sich der Kater vor den Heilerbau. " Essen", schoss es ihm durch den Kopf. Sturmherz hatte tatsächlich entsetzlichen Hunger. Langsam trabte er in den Wald. Schon bald erblickte der Kater ein Eichhörnchen, welches an einer Nuss knabberte. Vorsichtig ließ sich Sturmherz ins Jagdkauern sinken und schlich auf das Tier zu. Mit einem Satz landete er auf dem Eichhörnchen und grub die Krallen in den kleinen Körper. Nachdem Sturmherz fertig mit essen war, stand er auf und lief zurück ins Lager. Auf einen großen flachen Stein schien die Sonne. Der Krieger streckte sich wohlig darauf aus und döste vor sich hin. Plötzlich hörte Sturmherz Pfotenschritte.












    Ruckartig sprang er auf. Aus dem Gebüsch trabte Kirschblüte hervor. " Hallo Sturmherz!", miaute sie. " Wie geht's dir?" " Gut", stotterte dieser überrascht. " Wie läuft eure Beute?", fügte der Kater hinzu. " Naja, besser als letzten Mond", gab Kirschblüte zu. " Komm ich zeige dir das Lager", schlug Sturmherz vor. Die Kriegerin nickte erfreut. Im Heilerbau lobte sie dann:" Du hast dir aber echt viel Mühe gegeben!" " Danke", schnurrte der Kater. Als die Beiden mit der Tour fertig waren, lief Sturmherz zu seiner ehemaligen Schlafkuhle. " Ach, und das ist die Frischbeutehaufenkuhle!" " Schön hast du es hier", erklärte Kirschblüte. Sturmherz seufzte:" Ja, aber ohne Clan ist es nur noch halb so gut!" Verständnisvoll nickte die Kriegerin:" Stimmt, ich würde es nicht aushalten, alleine zu leben!" Eine Weile schwiegen sie, dann fragte Sturmherz:" Ist mein Verschwinden schon aufgefallen?" " Einige vereinzelte Katzen, wie deine Brüder, haben es schon bemerkt... Aber Haselstern ist das gleichgültig...", miaute Kirschblüte und sah ihn mitfühlend an. Der Kater nickte nur stumm. " Ich muss zurück ", erklärte die Kriegerin. Vorsichtig sah sie ihn an. " Es tut mir Leid, Sturmherz " Dieser drehte sich um und setzte sich traurig auf den Sonnenstein. " Ich komme bald wieder", versprach die Kätzin leise und verschwand im Unterholz. Drei Tage lang bekam Sturmherz niemanden zu Gesicht. An einem schönen Morgen ging er zur Jagd. Fast hätte er eine Maus erreicht, als auf einmal jemand den Krieger ansprang. Eine sandfarbene Kätzin hatte Sturmherz von den Pfoten geworfen. Ein wildes Fellknäuel rollte über den Boden. Endlich konnte Sturmherz seinen Gegner abschütteln. Erschöpft standen Beide einige Fuchslängen voneinander entfernt. " Sturmpfote? ", miaute die Kätzin überrascht. " Apfelpfote!", knurrte der Kater. " Apfelschweif", verbesserte sie ihn. " Was tust du hier?" " Was tust du hier!", wollte Sturmherz wissen. " Ich jage", keifte Apfelschweif. " Wann wurdest du denn zur Kriegerin ernannt?", fragte der Kater spöttisch. " Nachdem du verschwunden bist", fauchte diese und schnippte mit dem Schwanz. " Und was machst du nun hier?" " Geht dich nichts an " " Ich kann dich auch Haselstern melden", knurrte Apfelschweif mit zusammengekniffenen Augen. " Ich lebe hier ", erklärte Sturmherz. " Als Einzelgänger?", fragte die Kätzin angewidert. " Nein!", fauchte der Krieger. " Ach als Schüler oder wie?" " Ich heiße Sturmherz und bin ein Krieger", erklärte der Kater und zuckte verächtlich mit dem Ohr. Verblüfft schaute Apfelschweif ihn an. " Schneefell", antwortete er nur. Die Kriegerin trat einige Schritte zurück, machte kehrt und stürzte in den Wald hinein. " Apfelschweif!", jaulte Sturmherz wütend und rannte hinterher. Bald hatte er sie eingeholt und sprang sie an. Apfelschweif stolperte und fiel einen Abgang hinab. Sturmherz verfolgte sie weiter und jagte die Kätzin auf sein Lager zu. Nun saß Apfelschweif in der Falle. " Was willst du?", fauchte sie. " Was sagst du Haselstern?", wollte Sturmherz stattdessen wissen.
    " Nichts!"
    " Nichts?"
    " Was glaubst du, hätte ich denn gesagt?"
    " Äh, ich dachte, du verrätst mich..."
    " Wieso sollte ich?"
    " Naja, ... Ich"
    " Ich sollte jetzt besser gehen!"
    " Warte! Ich... Bist du auf Haselsterns Seite?"
    " Wieso sollte ich!", frech schnippte sie mit dem Schwanz über Sturmherz' Ohr und sprang davon. Verwirrt blieb der Kater zurück.












    Langsam machte sich Sturmherz in die andere Richtung auf. Er fing eine Amsel und verspeiste sie. Danach lief der Krieger ins Lager zurück. Dort warteten zwei Katzen. Es waren Luchskralle und Schneefell." Heute ist aber viel Besuch!", miaute Sturmherz fröhlich. " Was, wieso? War noch jemand anders hier?", fragte Luchskralle und kniff die Augen zusammen. " Äh, nein, nur, weil... Ihr zu zweit kommt", stotterte Sturmherz. Er hielt es für schlauer, erst mal nichts von Apfelschweif zu erzählen. Sonst würden sie sich wohlmöglich noch zu viele Sorgen machen. " Wie ich sehe, warst du fleißig ", lenkte Schneefell ab und ließ ihren Blick schweifen. " Ja! Ich habe Moos und Federn als Polstermaterial zum Schlafen geholt und eine Brombeerbarriere errichtet", erklärte Sturmherz stolz. Anerkennend nickte Luchskralle:" Bloß schade, das keine weitere Katze hier lebt!" " Das wird sich ändern", versprach Schneefell. " Nachdem Sturmherz Haselstern besiegt hat, kann der Clan hier einziehen. Es gibt in dieser Gegend viel mehr Beute und Kräuter!" " Falls ich Haselstern besiege", fügte Sturmherz in Gedanken hinzu. " Schneefell! Schau mal, dort ist der Heilerbau! Es gibt sogar eine kleine Wasserstelle. Komm mit", der Kater eilte voraus und zeigte den Anderen das Lager. " Ich schaue mich mal nach Kräutern um!", rief Schneefell vom anderen Ende des Lagers aus. Und schon war sie weg. Luchskralle bot an:" Wenn du willst, können wir ein bisschen Kampftraining machen! Wenn du Haselstern besiegen willst, muss du noch ordentlich weiter üben!" Bedächtig nickte Sturmherz:" In Ordnung!" Zusammen machten sie sich auf in den Wald. Plötzlich rief Luchskralle:" Hey, Sturmherz! Schau mal da! Diese große Kuhle ist perfekt zum Trainieren!" Sturmherz schoss um den nächsten Baum und erblickte eine große Sandkuhle. " Stimmt!", stimmte er zu. Auf einmal sprang Luchskralle ihn an. Keuchend rief Sturmherz:" Was machst du!" " Man muss immer auf einen Angriff gefasst sein!", miaute der 2. Anführer und ließ von dem Krieger ab. " Okay, okay,... Noch einmal!", miaute Sturmherz.







    Am Abend legte sich Sturmherz vor den Kriegerbau und döste vor sich hin. Da roch er etwas. War es... War es... Apfelschweif! Langsam schlich Sturmherz dem Geruch entgegen. Jetzt hätte er die Gelegenheit, seine Kampfkünste anzuwenden! Nun entdeckte Sturmherz sie. Sodass der Wind seine Anwesenheit nicht verriet huschte der Kater durch das Unterholz. Als er nahe genug dran war, sprang Sturmherz und stieß Apfelschweif um. "Hey!", keuchte sie überrascht. Doch Sturmherz knurrte schon:" Verschwinde oder ich zerfetzte dich!" "Sturmherz ", schnurrte Apfelschweif als sie den Krieger erkannte. " Weißt du noch? Unser kleines Fangespiel?" "Das war kein Spiel", protestierte Sturmherz entrüstet. "Ach nein?", erwiderte die Kriegerin und sprang leichtfüßig um den Kater herum. " Was willst du?", fragte er. " Spielen", antwortete sie und rannte in den Wald. Belustigt schnurrte Sturmherz und folgte Apfelschweif. Auf einer Lichtung holte er sie ein. " In Ordnung, ich gebe auf", keuchte die Kätzin. Einen Moment standen Beide schweigend da, dann fragte Sturmherz:" Wieso machst du das? Du solltest beim KampfClan sein!" " Beim KampfClan", schnaubte sie. " Der kann mir gestohlen bleiben!" Verdutzt blickte Sturmherz die Kriegerin an. "Aber...", hob er an. " Der Clan ist sehr geschwächt, Haselstern führt uns fast täglich in den Kampf..." " Gegen wen denn?" " Den FeldClan" " Was?", fragte Sturmherz entrüstet. " Das kann doch nicht sein! Der ist fast doppelt so groß wie der KampfClan und noch hinter der Zweibeinersiedlung!" Und erst jetzt fielen Sturmherz die Schrammen und fast verheilten Verletzungen auf. Apfelschweif bemerkte diesen Blick und seufzte. Da flatterte eine junge unvorsichtige Amsel vorbei. Mit einem Satz haschte die Kriegerin den Vogel... Und: plötzlich schrie sie vor Schmerz auf.













    "Apfelschweif ", rief Sturmherz erschrocken. "Verdammt! Ähm, hier, die ist für dich und... Au!" " Apfelschweif?" " Es ist, die Nackenwunde ist aufgerissen!" Eilig untersuchte Sturmherz die Kätzin und fand bald die Wunde. Sie blutete. Vorsichtig leckte der Kater. " Danke", sagte Apfelschweif, als das Bluten aufgehört hatte. Unsicher sah Sturmherz sie an. " Willst du mit zum Lager kommen?" "Zum Lager?" Wortlos führte der Krieger die Kätzin durch den Wald. "Wenn du magst, kannst du dich im Kriegerbau ausruhen ", mit einem Kopfnicken deutete er nach rechts. Apfelschweif trottete dankbar zum Bau und verschwand darin. Auf einmal fiel Sturmherz ein, dass die Amsel noch auf der Lichtung lag. Hastig rannte er zurück und holte den Vogel. Dann schlüpfte der Kater in den Kriegerbau und fragte Apfelschweif:" Wollen wir teilen?" Sie nickte und aß. Nach dem Mahl gaben sich die Beiden noch zufrieden die Zungen. Am nächsten Morgen schreckte Sturmherz von einem entsetzten Ruf auf. Schnell trabte er auf die Lichtung. Federherz hatte Apfelschweif am Boden festgenagelt. " Sie hat hier rumgeschnüffelt!", fauchte Sturmherz ' ehemalige Mentorin. Da kamen auch schon die Anderen. " Nein, so ist das nicht...", stotterte der Kater und dann erzählte er von den Ereignissen. Das mit dem Wunden-lecken und Zungen-geben ließ der Krieger allerdings aus. " Wir nehmen sie auf!", beschloss Schneefell kühl. "Versprichst du dem SchneeClan..." "SchneeClan?", fragte Apfelschweif nervös und verwirrt. "Ehemaliger und Neuer SchneeClan, also, versprichst du dem SchneeClan treu zu dienen und nichts zu verraten, solange Haselstern nicht besiegt ist?" "Ich verspreche es", antwortete Apfelschweif trocken. Schneefall nickte und tappte Richtung Heilerbau.
    "Wolltest du das überhaupt?", wollte Sturmherz zu Apfelschweif flüsternd wissen. Sie zuckte mit dem Ohr und raunte:" Was blieb mir denn übrig!" Mit großen Augen sah der Kater die Kriegerin an. Sofort fügte diese hinzu:" Ähm, ich... Ja, eigentlich... Ja, ich wollte in den SchneeClan!" Kurz blickte Apfelschweif den Krieger an, doch er trabte schon wortlos zu Federherz. Unsicher schaute sich die Kätzin um, beschloss dann jedoch jagen zu gehen. Es war Abend geworden, alle Katzen, außer Sturmherz, versteht sich, hatten sich auf zum KampfClan Lager gemacht. Nun war Sturmherz wieder einsam und alleine. "Ich vermisse Dornenstrauch und Feldlärche!", dachte er in Gedanken. Dann überwältigte die Müdigkeit den Krieger. In der Nacht wurde Sturmherz von lautem Fluchen geweckt. "Apfelschweif?", fragte der Kater in die Stille. "Sturmherz! Hier bin ich!", rief Apfelschweifs Stimme erleichtert. Trotz der Dunkelheit entdeckte er die Kätzin schnell. Ihre Pfote hatte sich in einem Dornenstrauch verfangen. "Sturmherz, hilf mir bitte", miaute sie flehend. Eilig begutachtete der Krieger die Pfote, welche schon blutete. Mit Mühe und Not kam Apfelschweif frei und gemeinsam liefen bzw. humpelten sie zum Lager. "Was ist passiert?", wollte Sturmherz wissen, nachdem Apfelschweif die Blutung mit Spinnenweben gestillt hatte. "Er hat mich rausgeworfen!", fauchte sie.












    "Wer? Haselstern!" "Ja! Er sagt, man bleibt nicht mal so zwei Tage weg!" Sturmherz schwieg. "Naja, wenigstens musst du jetzt nicht mehr alleine sein!", schnurrte Apfelschweif. In dieser Nacht machte Sturmherz es sich unter dem großen Farnwedel gemütlich und überließ Apfelschweif den Kriegerbau. Morgens wachte der Krieger früh auf. Doch, was war das? Ein Fell kuschelte sich neben ihn. Erschrocken blickte er zur Seite. Erleichtert stellte der Kater fest, dass es Apfelschweif war. Sturmherz schnurrte, ein bisschen verwirrt zuckte er plötzlich zusammen. "Wieso schnurre ich? Gefällt es mir etwa, dass Apfelschweif anscheinend meine Nähe sucht!", überlegte Sturmherz und schüttelte sich rasch. Vorsichtig schlich er davon. Kurze Zeit später, kam der Kater mit einer Amsel und einem Kaninchen zurück. Vor Apfelschweif ließ er die Beute fallen. Ruckartig wachte diese auf. "Oh, entschuldige, hab ich dich geweckt?", wollte Sturmherz wissen. Die Kätzin gähnte nur und schüttelte dann den Kopf. Der Krieger schob ihr das Kaninchen zu. Dankend begann sie zu fressen. Danach fragte Apfelschweif:" Willst du trainieren?" "Mit wem?", antwortete der Kater frech. "Mit mir!", miaute sie und sah Sturmherz herausfordernd an. "Du hast es nicht anders gewollt!", rief dieser und stürzte sich auf Apfelschweif. Er schlug ihr die Pfoten unterm Bauch weg und stieß sie um. Als Apfelschweif sich wieder aufgerappelt hatte, fuhr Sturmherz blitzschnell unter ihren Beinen hindurch und brachte sie abermals zu Fall. Wütend fauchte Apfelschweif:" Du bist zu gut für mich!" Einen Moment war Sturmherz abgelenkt, da sprang die Kätzin geschickt, im hohen Bogen über ihn hinweg und schubste den Kater weg. Nun war Sturmherz' Bauch ungeschützt und Apfelschweif nutze dies und wollte... Plötzlich sprang eine Katze aus dem Gebüsch und stellte sich fauchend vor Sturmherz. "Federherz!", rief dieser atemlos. "Geht es dir gut?", fragte diese an ihn gewandt. Der Kater nickte. "Was sollte das, Apfelschweif?", fuhr Sturmherz' alte Mentorin barsch die Kätzin an. "Ich, ich", stotterte Apfelschweif eingeschüchtert und hilflos. "Wir, haben nur...", hob Sturmherz zu ihrer Verteidigung an, aber Federherz unterbrach ihn:" Das nennst du zum SchneeClan gehören? Ein Clanmitglied angreifen!" Drohend beugte sie sich über Apfelschweif. "Nein Federherz, stopp! Wir haben nur trainiert!", rief Sturmherz auf einmal. Verdutzt und unsicher blickte Federherz erst zu ihrem ehemaligen Schüler, dann zu Apfelschweif. "Federherz!", miaute Sturmherz. "Das war nur Training!" Nun ließ sie glücklicher Weise endgültig von Apfelschweif ab. "Oh, ähm,... Tut, tut mir Leid...", stammelte die ältere Kätzin. Apfelschweif, welche in der Zwischenzeit wieder die Fassung erlangt hatte, schnaubte:" Jemand muss ja mit Sturmherz trainieren!" "Was willst du damit sagen? Dass ich ihn schlecht ausgebildet habe!", rief Federherz aufgebracht. "Äh, nein, ich... So meinte ich das nicht", gab Apfelschweif zu. Sie schämte sich, denn eine gewisse Achtung hatte die Kätzin vor Federherz. Stur nickte diese und stolzierte Richtung Wald. "Nein, warte!", rief Sturmherz und eilte hinter ihr her. "Wieso gehst du schon?" "Ich werde hier momentan nicht gebraucht, oder Apfelschweif!", schnaubte Federherz herausfordernd. Apfelschweif senkte verlegen den Kopf und schwieg. Ehe Sturmherz es sich versah, war seine ehemalige Mentorin hinter den Bäumen verschwunden. Wütend fauchte der Kater Apfelschweif an:" Warum warst du so unfreundlich!" "Ich,... Es tut mir Leid, Sturmherz", gestand sie. Knurrend wandte sich der Krieger um und trottete fort. "Was denkt sich Apfelschweif?", dachte er.










    Kopfschüttelnd trabte Sturmherz zum Bach und trank etwas. Einige Meter entfernt befand sich eine große, komische Steinplatte. "Was das wohl sein mag?", überlegte der Kater. Neugierig roch er daran. Ein scharfer Geruch benebelte seine Sinne. Irgendwie roch das Ding nach Donnerweg. Vielleicht hatte es hier mal einen gegeben. Sturmherz erschauderte bei dem Gedanken. Nachdem er das Gestein weiter untersucht hatte, bemerkte der Krieger, dass es sich um ein sehr altes Stück Donnerweg handeln musste. Einige Risse durchzogen den Stein und ein paar Wildkräuter wuchsen hindurch. "Komisch, dass dieses Ding mir beim ersten Erkundungsgang nicht aufgefallen ist!", wunderte sich Sturmherz. Ein Schreckensschrei zerriss plötzlich die Stille. Schnell folgte Sturmherz dem Geräusch. Auf einmal erblickte er Apfelschweif, sie stand einer großen Kätzin mit vier Jungen gegenüber und bleckte die Zähne. "Was willst?", fragte sie barsch. Da erkannte Sturmherz, dass die Kätzin, Goldregen war. "Goldregen!", rief der Kater überrascht. " Sturmherz!", miaute diese erleichtert. "Apfelschweif, lass sie!", befahl der Krieger. Er führte alle zum Lager und fragte dann Goldregen, was sie hier wolle. "Schneefell hat mir erzählt, wo ich euch finde", flüsterte sie, als ob jemand die Katzengruppe belauschen würde. "Auch vom SchneeClan und von deiner Kriegerzeremonie hat sie berichtet! Und, da ich nicht mit neugeborenen Jungen in einem "KampfClan" der ständig kämpft leben wollte, habe ich Schneefell um Rat gefragt!" "Im wahrsten Sinne des Wortes, KampfClan!", knurrte Apfelschweif. "Du kannst hier bleiben!", entschied Sturmherz."Ich zeige dir die Kinderstube." Als Apfelschweif und der Kater unter sich waren, flüsterte sie:"Wird Haselstern nicht Verdacht schöpfen? Ich meine, zwei Katzen verlassen kurz hintereinander den Clan, eine, mit vier Jungen. Dazu verschwinden einige Katzen manchmal noch am Tage!" Sturmherz seufzte tief:"Und wenn, er muss uns ja nicht finden..." Doch daran glaubte der Krieger selbst nicht so recht. Für Goldregen fingen die zwei Krieger noch zwei kleine Eichhörnchen, dann rief Sturmherz Apfelschweif zu:"Komm, ich zeige dir etwas!" Damit verschwand er Richtung Bach. Die Kätzin folgte ihm und wenige Augenblicke später erreichten sie den Donnerwegfelsen. "Wow!", hauchte Apfelschweif und kletterte auf den Stein. "Sei vorsichtig!", rief Sturmherz besorgt. "Hast du Angst um mich?" Der Kater war überrascht, doch dann fragte er:"Wieso sollte ich? Wenn du runterfällst werde ich als Letztes dir zu Hilfe eilen! Das du es weißt!" Plötzlich kreischte Apfelschweif auf, ein paar Steinbrocken lösten sich und die Kätzin hing kurz in der Luft. Sturmherz hielt den Atem an. Doch Apfelschweif kletterte schon wieder munter weiter. Da flatterte ein riesiger Rabe nahe an ihr vorbei. Ein Schrei, drei kullernde Steine, ein dumpfer Aufprall und die Kriegerin lag bewegungslos am Boden. "Apfelschweif!", jaulte Sturmherz und stürzte zu ihr.












    Diese Atmete flach und schnell, doch sie lebte. Zum Glück konnte der Kater keine äußerlichen Verletzungen ausmachen, keine Äußerlichen!"Hoffentlich hat sie sich nichts gebrochen!", bangte Sturmherz und vergrub seine Schnauze in Apfelschweifs Schulterfell. "Was,.. Was?", stotterte sie plötzlich und öffnete die Augen. " Apfelschweif!", rief Sturmherz erleichtert aus. Vorsichtig stand die Käzin auf. "Geht's?", wollte der Kater wissen. "Ja, mir.. Huj, ist bloß ein bisschen schwindelig!", gab Apfelschweif zu. Sturmherz stützte sie und zusammen machten sich die Beiden auf zum Lager. In der Sonne döste Goldregen mit ihren Jungen, doch als sie die Krieger erblickte, sprang die Kätzin auf und rief besorgt:" Ach du heiliger SternenClan! Apfelschweif! Was ist passiert?" " Sie ist vom Donnerfels gestürzt!", erklärte der Krieger und schaute etwas besorgt zu der Kätzin. Plötzlich hörte man eine Stimme:" Was? Komm in den Heilerbau, Apfelschweif, dich kriegen wir schon wieder hin!" Sturmherz fuhr herum:" Schneefell! Genau im richtigen Moment!" Tatsächlich trat aus dem Schatten die Clanheilerin. Erleichtert trabten Sturmherz und Apfelschweif zum Heilerbau.




    Zwei Tage später versammelten sich alle SchneeClan Katzen im Lager. Schneefell stand neben Sturmherz in der Mitte der Lichtung. " Es ist Zeit, Haselstern zu besiegen!", jaulte die Heilerin. "Zwei weitere Krieger sind durch ihn gestorben! Das darf nicht sein!" Zustimmende Rufe ertönten aus dem Lager. " Ich habe lange und hart trainiert und werde Haselstern stürzten!", erklärte Sturmherz und trabte gefolgt von dem SchneeClan in Richtung KampfClan. Lange dauerte es nicht, bis sie ankamen. Schnuppenfell entdeckte erstaunt Sturmherz und rannte zu Haselstern. Viele Katzen versammelten sich. Von Neugier und Angst geplagt. Der KampfClan Anführer rief:" Sturmpfote! Was... Wie? Was willst du hier?" "Sturmherz!", knurrte Apfelschweif, doch der Kater brachte sie mit einem Schwanzzucken zum Schweigen. " Haselstern! Das nennst du einen Clan führen? Schau doch um! Geschwächte und verletzte Krieger überall. Was machst du eigentlich? Katzen des KampfClans, wollt ihr auf ewig so weiterleben und hier eure Jungen aufziehen? Hier im KAMPFClan? Euer Anführer ist nur durch euch stark. Alleine ist er eine Ameise. Habt ihr euch nicht mal gefragt, warum Haselstern in fast keinen Kampf zieht? Tja, ich weiß es! Er hat nie seine neun Leben erhalten! Der SternenClan wollte ihn nicht. So und nun fragte ich euch: möchtet ihr in so einem Clan, geführt von Haselstern, leben? Mit Schneefalls Hilfe und deren, noch vieler weiterer Katzen, ist es uns gelungen den alten SchneeClan aufzubauen. Ein wunderbares Lager würde auf euch warten, wenn ihr euch uns anschließt." Nach einer Weile traten Sturmherz' Brüder zögerlich zu ihm. Sie wollten im SchneeClan leben. Nach und nach kamen immer mehr Katzen herüber. Plötzlich jaulte Haselstern wütend auf:" Wir werden ja sehen, wer der Stärkere ist!" Darauf hatte Sturmherz gewartet! Beide stürzten sich, zum Entsetzten aller, aufeinander. Haselstern zog Sturmherz die Pfoten unter dem Körper weg und dieser fiel zur Seite. Jetzt zerkratzte der Anführer dem Kater die Flanke. Doch sogleich rappelte sich dieser wieder auf und riss einige Haarbüschel dem braunen Kater aus und zerfetzte ihm das Ohr. Schon sprang Haselstern auf Sturmherz' Rücken und verbiss sich im Nackenfell. Ein unendlicher Schmerz durchzuckte ihn. Der Krieger stürzte zu Boden. Der Anführer holte zum Schlag aus, da huschte Sturmherz flink zur Seite und der Hieb traf die Erde. Haselstern heulte auf vor Schmerz, während der Kater das Flankenfell abriss. Noch ein Schlag auf den Hinterkopf und Haselstern rannte heulend aus dem Lager. "Lass dich nie wieder sehen!", rief Sturmherz keuchend und sank zu Boden. Apfelschweif eilte besorgt zu ihm und flüsterte:" Alles in Ordnung? Du warst super!" Langsam stand der neue Anführer auf und lief zu der jubelnden Katzenmenge. Sie machten sich auf den Heimweg. Blut tropfte aus Sturmherz' Schulter. Aber das störte ihn nicht, denn er hatte es geschafft: Sturmherz hatte den Clan gerettet und ihn von Haselstern befreit!











    Im Lager wurden alle Wunden versorgt und sogleich eine Versammlung einberufen. Schneefell erklärte die Katzen zu SchneeClan Kriegern. Dann erhob Luchskralle das Wort:" Ich, als 2. Anführer des ehemaligen KampfClans möchte etwas sagen: ich bin dafür, dass Sturmherz Anführer wird. Er hat sich als starker und treuer Führer erwiesen. " Zustimmendes Gemurmel erhob sich. "Nun denn, Sturmherz. Mit der Kraft des SternenClans wirst du unser Anführer sein und noch heute in meiner Wasserhöhle mit unseren Ahnen kommunizieren!", erklärte die Heilerin. Hiermit war die Versammlung beendet. Federherz gratulierte ihrem ehemaligen Schüler. Sturmherz' Brüder waren sehr stolz und beglückwünschten ihn außerdem zum Kriegernamen. Dann war es soweit: Sturmherz bekam seine neun Leben und seinen Anführernamen! "Sturmstern, Sturmstern!", jaulten die Katzen. Luchskralle blieb der 2. Anführer und siehe da: Apfelschweif wurde Sturmsterns Gefährtin. Zusammen bekamen sie vier Junge.


    Und welche Aufgaben Sturmstern noch überwinden muss... Das könnt ihr euch selber ausdenken;-)



Kommentare (9)

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ami (g.) :) ( von: ami (g.) :))
vor 408 Tagen
Vielleicht ein bisschen mehr beschreiben oder Gedanken,damit man sich alles besser vorstellen kann.
Sonst finde ich alles super
Außerdem hat jeder seinen eigenen schreib Stil
Nebelfrost (48291)
vor 778 Tagen
Ganz ok, die FF! Nur der Schreibstil ist miserabel...
Lichtfeder (22115)
vor 790 Tagen
Also, wenn der Letzte wirklich der ist, für den ich ihn halte, dann muss ich dem vorletzten sagen, dass er besser den Mund hällt, denn der Letzte schreibt so gut, dass ihm die Ohren abfallen würden *_*
Wolfherz (00642)
vor 791 Tagen
Danke, auch für die Kritik, was meint ihr mit Schreibstil?
Habichtfeder (32221)
vor 791 Tagen
Die Geschichte war echt super aber der Schreibstil...Da muss ich Finsterstern und Allison recht geben, daran solltest du noch arbeiten, war gut gemeint ;)
Finsterstern (39236)
vor 791 Tagen
Ja, an deinem Schreibstil musst du nich arbeiten. Aber ich find deine Geschichte trotzdem super!!!
Allison (41871)
vor 791 Tagen
Also ich finde, an deinem Schreibstil solltest du noch arbeiten, sonst ist sie ganz gut. Und du da ganz unten, lass dich nicht von dem runtermachen, der jetzt unter mir ist. XD
Krummfrost (94995)
vor 793 Tagen
Ich weis ja nicht was sie/er für supertolle Ff's gewohnt ist aber ich find sie super
Hör einfach nicht auf die eingebildete Nuss unter mir und mach weiter so
Nebelfrost & Wolfskralle (59637)
vor 793 Tagen
Ist miserabel geschrieben. Lass das lieber mit den FF's...kleiner Rat von mir. ^0^