Mondkind in dir ruht die Hoffnung Teil 24

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3 Kapitel - 2.178 Wörter - Erstellt von: Mi.Sa.Ta - Aktualisiert am: 2015-07-20 - Entwickelt am: - 992 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

1
Ein starkes Pochen an meinem Hinterkopf, in Verbindung mit dem leichten Geruch von modriger Luft und getrocknetem Blut, begrüßte mich herzlich als ich langsam dem ungewollten Zustand der Unzurechnungsfähigkeit entglitt.
Meine Kehle fühlte sich stark gereizt an, meine Zunge war bleischwer und meine Augen wollten sich kaum öffnen, jedoch überwand ich mich und öffnete meine leicht zusammengekniffenen Lider Stück für Stück an.

Viel mehr offenbarte sich mir nicht, als der Saum meines Kleides, weshalb ich meinen Kopf langsam ein Stück anhob.

Ein höllischer Schmerz durchfuhr mich wie tausende Nadeln tief in mein Mark und ich biss mir kräftig auf die Zunge, um nicht sofort los zu schreien, denn das schmerzhafte Pochen an meinem Hinterkopf hatte sich durch meine Bewegung in ein schneidendes Ziehen und Brennen verwandelt.
Der Schmerz trieb mir kurzzeitig brennende Tränen in die Augen, doch ich vertrieb sie und räusperte mich heiser.

Um nicht riskieren zu müssen, den Schmerz zu verschlimmern, sah ich mich in leicht gebückter Haltung so gut es ging um, um zu begreifen wo ich mich überhaupt aufhielt.

Das erste was mir auffiel waren die Fesseln.

Fesseln, die mir in Hand-und Fußgelenke schnitten, banden mich an den Stuhl auf dem ich saß und ließen kaum die kleinste Bewegung zu. Die plötzliche Verärgerung wie Verzweiflung schluckte ich mit dem Kloß in meinem Hals herunter und atmete ein paar Mal tief durch.

"Sie ist wach"

Der plötzliche Klang einer kalten Stimme ließ meinen ohnehin schon flach gehenden Atem stocken und ich sah vor Panik und gleichzeitiger Wut starr auf einen Punkt des grauen, schmutzigen Bodens.

Die Sekunden, bis ich Schritte vor mir hörte, schienen kaum verstreichen zu wollen und obwohl meine vom Staub trockenen Augen brannten, zwang ich mich dazu sie offen zu lassen.

Ich wollte sehen was hier vor sich ging.

Die Person blieb einige Meter vor mir stehen, außer momentaner Sicht-und Reichweite und verweilte dort auch für einige Sekunden bevor ich es wagte leicht meinen Blick zu heben.

Das Ziehen an der Hinterseite meines Schädels brachte mich dazu meine Augen vor Schmerz leicht zusammen zu kneifen, jedoch überwältigte der Schmerz nicht die Wut, die mich beim Anblick seines Gesichtes überkam.

"Danzo!" spuckte ich seinen Namen zwischen zusammengebissenen Kiefern hervor und ich konnte erkennen wie er anfing seine dünnen Lippen zu einem hämischen Grinsen zu formen.
"Schon seltsam, dass Tsunade so schnell so stark auf dich abfärbt" meinte er scherzhaft und ich sah ihm hasserfüllt in sein freies Auge.

Die Wut auf diesen Mann, der Schuld war dass ich nun hier saß, ihm vor Schmerz und diesen verdammten Fesseln unterlegen war und ich keine Chance bekommen würde, wieder so schnell hier raus zu kommen, was auch immer das hier war.

Sein Grinsen wich einem herablassenden Blick auf mich und er trat langsam näher.

"Sag mir, was hattest du mit diesen Akten vor?" stellte er mir dieselbe Frage wie vom dreisten Niederschlag seiner Wachen.

Als ich ihm nicht antwortete ging alles ganz schnell. Er nickte jemanden hinter mir zu und ich verspürte einen kräftigen Schlag in meine Rippen.

Der plötzliche Schmerz, drückte mir kurzzeitig jegliche Luft aus den Lungen und ich fing schwer an zu husten, was durch den aufgewirbelten Staub nicht besser wurde.

"Ich frage nicht gerne noch einmal!" zischte Danzo mir entgegen und mein atemloses Keuchen wurde plötzlich zu einem heiseren Lachen.

Ich wusste auch nicht warum aber seine Versuche mich auszufragen, passten nicht zu seiner Stellung. Es kam mir so lächerlich vor.

"Du bist jämmerlich" sagte ich völlig außer Atem und schüttelte meinen immer noch gesenkten Kopf worauf sich einige Haarsträhnen aus meinem Zopf lösten und mein Gesicht verdeckte.

"Sag mir, was du mit diesen Akten wolltest" sagte Danzo nun etwas schärfer und ich hob unter starken Schmerzen meinen Kopf an.

Ich würde ihm nicht die Wahrheit sagen, dass ich es aus Schuld tat.
"Es war Zufall. Ich fand die Akte, sie stellte sich als überaus interessant da" sagte ich teilnahmslos ehe plötzlich eine leichte Wut in mir aufstieg.

Zu wissen was er getan hat um für ausreichende Macht zu sorgen war...ungeheuerlich.

Ich hasste diesen Mann, dieses herzlose Wesen im Gedanken an so viele tote Unschuldige.

"Sie hätten es mehr verdient" zischte ich mit gesenktem Blick und biss mein Kiefer zusammen. "Wer so unbedacht über das Leben anderer urteilt, hat es selbst verdient dazu zu gehören" knurrte ich nun mehr und ballte meine Fäuste, die Schmerzen der schneidenden Fesseln ignorierend.

Er hatte wieder ein paar Schritte in meine Richtung gemacht und ich hob meinen Blick um diesem Schwein in die Augen zu sehen.

So oft hatte ich die Akte gelesen, so oft kamen mir Tränen in die Augen als ich an die Ausmaße des Massakers dachte.
Doch blanke Wut beherrschte mich im Gedanken an den Schuldigen.

Und nun stand er vor mir.

Es wurde für eine schier unendliche Zeit nichts gesagt aber ich sah Danzo mit all meiner Wut an.
Er erwiderte ihn mit einer Missbilligung und Arroganz dass ich ihm einfach meine Finger um seinen Hals drücken wollte.

Er wollte mein Leben in Konoha ruinieren.
Er hatte das Leben von so vielen schon ruiniert.

Das was unserem Blickaustausch folgte, hatte ich nicht erwartet.
Seine Hand war so schnell, dass ich sie erst bemerkte als sie schallend mein Gesicht traf.

Benommen schluckte ich ein drohendes Wimmern herunter, als der Schmerz von meiner Wange über meinen ganzen Schädel Kreise zog.

Tief in mir loderte sie. Die Wut.
Ich konnte mich kaum mehr kontrollieren doch plötzlich war es als hätte sich ein Schalter in meinem vom Hass benebelten Hirn umgelegt und ich saß vollkommen still auf dem Stuhl. Die Beine schlaff aneinander gelehnt, den Kopf gesenkt.

Mein Atem ging flacher und mein Blick war verschwommen auf den Boden gerichtet.

Ich konnte nicht mehr.
Das schrie etwas tief in mir, doch dann blitzte für einen Bruchteil einer Sekunde ein Bild vor meinem inneren Auge auf.

Es war Yuka. Yuka, die mir mit einer Aufmunterung zeigen wollte, dass ich nicht aufgeben soll. Doch auch Angst zeichnete ihre feinen Züge.
"Pass auf.." hörte ich ihre Stimme bevor ich wieder in die Realität gerufen wurde.

Danzo holte zu einem weiteren Schlag aus als ich einfach reagierte.

Die Flammen züngelten aus dem Nichts auf den Fesseln und sprangen auf Danzo.
Sein Auge weitete sich vor Schreck und Überraschung während ich im Eifer des Gefechts versuchte die Fesseln zu lösen.
Sie bröselten als Asche von meinen Gelenken und ich sprang vom Stuhl.

Meine wackligen Glieder erschwerten mir es, einen Weg aus dem Verhörzimmer zu finden, doch offenbarte sich mir ein unterirdisches Tunnelsystem.

Panisch sah ich mich um und nahm kurzerhand den Weg nach rechts.

Ich rannte hektisch die Flure entlang, nur weg von Danzo, nur raus aus diesem Grab.

Hinter mir hörte ich die Rufe der Anbu Einheiten und ich sprintete in einen beliebigen Gang.

Schneller, schneller, schneller.

Mein Atem ging rasselnd, mein Herz klopfte mir bis zum Hals und ich zitterte am ganzen Körper als ich um die Ecke huschte und mich an den kalten Stein lehnte.
Ich schloss die Augen und atmete einige Male tief ein und aus ehe ich versuchte Yuka zu erreichen.

Doch es stimmte etwas nicht.
Egal wie sehr ich mich anstrengte, ich konnte nicht durch das Gitter sehen.
Yuka blieb mir verborgen. Egal wie sehr ich gegen die Dunkelheit um mich herum und im Käfig ankämpfte, so offenbarte sich mir nichts.

Verzweiflung überkam mich mit einem Schlag und ich unterdrückte ein plötzliches Wimmern.
Hektisch sah ich mich um und hielt mir die Brust, mein Herz raste durch den Wall an Gefühlen der mich zu begraben drohte.

Erst jetzt bemerkte ich es. Das Leuchten meiner Haut.
Ich leuchtete, ja glühte beinahe schon, als wäre ich aus Licht.

Verwirrt sah ich auf meine plötzlich schneeweiß glimmende Haut, wie sie ein pulsierendes Leuchten abgab und meinen ganzen Körper wie ein glänzender Dunst umhüllte.

"Was ist das?" fragte ich mich leise und sah zu wie das Glimme immer schwächer wurde.

Ein Knarzen weiter abwärts des Ganges riss mich vom Anblick meiner Gestalt und ich lief blind los.

Einfach nur weg.

Jedoch hielt die Hetzjagd nicht lange.
Es folgten noch einige Abzweigungen, dann sah ich eine Fuchsmaske.

Dann war alles wieder schwarz und kalt.

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