Das Märchen von der Sonne

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1 Kapitel - 813 Wörter - Erstellt von: Amaraen - Aktualisiert am: 2015-07-16 - Entwickelt am: - 1.405 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Es war einmal eine einsame Zauberin, die in einem tiefen und dunklen Wald lebte, der jedes Licht der Welt schluckte. Ihr Leben war lang, daher kannte sie alle Geschichten der Welt und gab sie auf ihren langen Reisen weiter. Dafür nahm sie die Gestalt einer alten Frau oder eines jungen Mädchens an.
Das Schicksal hatte ihr für die Jahrhunderte, die sie schon lebte, eine große Bürde gegeben. Sie sollte die Sonne auf ihrem Rücken tragen und sie über die Erde schleppen, bis sie beide erlöschen würden. So verließ sie nach einer langen Nacht den Wald, in dem sie so lang gelebt hatte und machte sich auf ihren Weg.

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    Es war einmal eine einsame Zauberin, die in einem tiefen und dunklen Wald lebte, der jedes Licht der Welt schluckte. Ihr Leben war lang, daher kannte
    Es war einmal eine einsame Zauberin, die in einem tiefen und dunklen Wald lebte, der jedes Licht der Welt schluckte. Ihr Leben war lang, daher kannte sie alle Geschichten der Welt und gab sie auf ihren langen Reisen weiter. Dafür nahm sie die Gestalt einer alten Frau oder eines jungen Mädchens an.
    Das Schicksal hatte ihr für die Jahrhunderte, die sie schon lebte, eine große Bürde gegeben. Sie sollte die Sonne auf ihrem Rücken tragen und sie über die Erde schleppen, bis sie beide erlöschen würden. So verließ sie nach einer langen Nacht den Wald, in dem sie so lang gelebt hatte und machte sich auf ihren Weg.
    Am Horizont konnte sie den Mond untergehen sehen und die letzten Sterne, die ihr entgegen funkelten und ihr den Weg wiesen. Von ihrem zarten, silbernen Licht fasziniert folgte sie ihnen und kam am späten Abend wieder bei ihrem Wald an, ohne den Mond und die Sterne jemals gesehen zu haben.
    In ihrem Heim verbrachte sie nun die Nacht und beobachtete die silbernen Himmelskörper über ihrem Kopf und fragte sich, ob sie genauso wären wie sie. Ob sie nur eine Bürde zu tragen hatten und ob sie diese Fragen jemals an sie stellen könnte.
    Ihr Leben zog sich weitere Jahrhunderte hin und auf ihren Reisen sah sie die Menschen wachsen und wie ihre Städte die Welt übernahmen. Ihr Weg wurde immer schmaler, bis er gar verschwand und sie sich etwas Neues überlegen musste.
    In einer besonders tiefen Nacht braute die Zauberin also einen Trank und ließ sich so Flügel wachsen. Von nun an stand die Sonne steht’s hoch, wenn sie diese über die Erde brachte und so den Tag herbeirief.
    Doch ihre Aufgabe ermüdete sie mit der Zeit und immer öfter blieb sie einfach in ihrem Wald sitzen und sah zu, wie die Sterne und der Mond schwanden. Eine lange Nacht war hereingebrochen und die Hexe verfiel in einen tiefen Schlaf.
    Es waren Jahrzehnte vergangen, als sie endlich erwachte und sie Sonne nur noch ein kleiner Stern war. Auch der Mond und die Sterne hatten ihre Aufgabe niedergelegt und so war eine grenzenlose Nacht angebrochen und die Menschen verzweifelten.
    Die Dunkelheit hatte die Sonne verzerrt und die Zauberin sah nur eine Möglichkeit, um sie am Leben zu erhalten; ihr eigenes zu geben. So schnitt sie ihr Herz aus ihrer Brust und mit ihrem letzten Atemzug gab sie es der Sonne. Ihr goldenes Feuer griff nach dem pochenden Herz und wuchs zu ihrer vollen Größe an. Und einsam wie die Zauberin war, starb sie.
    Doch wer sollte sie nun um die Welt tragen?
    Es geschah, dass der Mond mit seinen zwölf Schülern den Wald betrat und vom Licht der Sonne angezogen wurden. Es blendete sie, doch dann sah der Träger des Mondes die tote Frau auf dem Boden und mit einem erstickenden Schrei kniete er sich zu ihr nieder. Er erkannte sie als seine Schwester, die er im dunklen Wald aus den Augen verloren hatte, als sie noch Kinder waren und die Welt jung.
    Seine Schüler stimmten in seinen Klagegesang ein und weinten um die Frau, doch nicht alle. Der kleinste der Schüler trat an die Frau heran und nahm seinen kleinen Stern von seinem Rücken und setzte ihn in die leere Brust der Frau. Er sollte ihr den Weg weisen, so dass die Dunkelheit ihre Seele nicht verschlang und sie Frieden im Tod fand.
    Dann ging er zu der hellscheinenden Sonne und lud sie sich auf. Er verabschiedete sich von seinem Lehrer und seinen Freunden und verließ den Wald, um den Tag eines neuen Zeitalters anzubrechen.

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Das Märchen von der Sonne
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Es war einmal eine einsame Zauberin, die in einem tiefen und dunklen Wald lebte, der jedes Licht der Welt schluckte. Ihr Leben war lang, daher kannte sie alle Geschichten der Welt und gab sie auf ihren langen Reisen weiter. Dafür nahm sie die Gestalt ei...
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2015-07-12
40B0
Fantasy Magie

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