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Die Himmelskatzen

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6 Fragen - Erstellt von: Rari - Aktualisiert am: 2015-08-10 - Entwickelt am: - 5.687 mal aufgerufen

Groß! Geflügelt! Himmelskatzen! Tauche in ihr Leben und damit auch in all ihre Probleme ein!
(Schickt mir Steckbriefe! Ich baue die ersten drei als die Leiter der Abend-, Meeres-, und Sturmkatzen ein!)

    1
    Die Hierarchie der Himmelskatzen:

    Leiter (Anführer): EON (schwarzer Kater mit dunkelgrauen Flügeln, dunkelblau-violetten Augen)

    Nachfolger (2. Anführer): ODYSSA (silberweiße Kätzin mit grauen Flügeln und gelbgrünen Augen)
    Vorfliegerin (Mentorin) von LUPUS

    Pfleger (Heiler): TIKA (schwarze Kätzin mit Schildpattflecken, weißen Flügeln und Bernsteinaugen) Vorfliegerin von
    KAEDE

    Flieger (Krieger):
    TALON (langhaariger, dunkelbrauner Kater mit riesigen Pfoten, roten Augen)
    DESMOND (grauer Kater mit dunkelgrauen Streifen und orangegelben Augen) Vorflieger von LIGHT
    SILENCE (weiße Kätzin mit hellroten Flügeln und hellblauen Augen) Vorfliegerin von TEMPA
    AURA (hellgraue Kätzin mit weißen Streifen und violetten Augen)
    FOX (rostroter Kater mit giftgrünen Augen) Vorflieger von EZ
    OPUS (goldener Kater mit braunen Augen und Schildpattflügeln)
    XIRIA (hellbraune Kätzin mit dunkelbraunen Flügeln und orangenen Augen) Vorfliegerin von DIAMOND
    KAJANI (dunkelbraune Kätzin mit grauen Streifen und Bersteinaugen, schwarzen Flügeln)
    NINES (flammenfarbener Kater mit lilanen Augen) Vorflieger von ARAN
    COSMIC (schwarzer Kater mit unzähligen weißen Sprenkeln, hellblau-pinken Augen)
    RAGNA (schwarze Kätzin mit braunen Augen und Narbe übers Gesicht)
    ZEKALYN (weiß-braun gescheckte Kätzin mit roten Augen, dunkelbraunen Flügeln)
    IREX (dunkelbrauner Kater mit weiß-schwarzen Flügeln und blassgrünen Augen)

    Nachflieger (Schüler):
    LUPUS (dunkelgrauer Kater mit schwarzen Flügeln, gelben Augen)
    LIGHT (weiße Kätzin mit hellgelben Streifen, hellblauen Augen)
    EZ (grauer Kater mit dunkelgrauen Schecken, orange Augen)
    ARAN (rotbrauner Kater mit schwarzen Streifen, lila Augen)
    DIAMOND (bläuliche Kätzin pinken Augen, schwarzen dünnen Streifen an den Flügeln)
    TEMPA (dunkelbraune Kätzin mit großen, schwarzen Flecken, einem weißen Flügel und grünen Augen)
    KAEDE (weizenfarbene Kätzin mit weißen Augenpartien, Ohren und Bauch, ein neonoranges und ein silbernes Auge, sehr groß schlank und schmalschultrig, starke, grau-braune, eulenartige Flügel in einer hübschen Form)

    Mütter (Königinnen):
    BREEZE (golden mit weißen Streifen, blassgrünen Augen) Mutter von DRAGON, MOON, TRISTAN und SUN
    ARCUNE (dunkelbraun mit weißem Schweif, gelben Augen) erwartet Junge von NINES

    Veteranen (Älteste):
    WHISKER (weißer Kater mit sehr dünnen, schwarzen Tigerungen, nur ein [blaues] Auge)
    IKA (graue Kätzin mit roten Augen, gelben Pfoten)
    APPLE (hellroter Kater mit weißen Tupfen und blauen Augen)


    Abendkatzen:

    Leiter: LUNA (schlanke, hellgraue Kätzin mit einer weißen Pfote, weißen Flügeln und goldenen Augen, außergewöhnlich lange Krallen )

    Pfleger:
    GINGER (langbeinige, rostrote Kätzin mit schwarzen Pfoten, silbrig blauen Augen und kurzen kräftigen silbernen Flügeln)
    Vorfliegerin von CIKITSAKA

    Flieger:
    DHURTA ( ziemlich großer und muskulöser Kater mit breiten Schultern und Nachtschwarzem Fell, lange schwarze Karallen und orangerote Augen, über das rechte (gesunde) Auge eine Narbe, auf der Schnauze ist auch eine)
    ARIA ( hübsche, schlanke, trotzdem muskulöse goldgescheckte Kätzin mit längerem Fell, weißen Sprenkeln, Pfoten, froßen weißen Flügeln und Bernsteinaugen)
    STURM (Kätzin mit hellgrau-dunkelgrau verwischtem Fell, grauen Augen und großen grauen Flügeln)
    BLOOD (graue Kätzin mit weißen Tupfen und ungewöhnlichen blutroten Augen)
    TSCHASKE (grauer Kater mit blauen Sprenkeln, blaugrünen Augen und strahlend blauen Flügeln, die an Schleiereulen erinnern)

    Nachflieger:
    MEGGY (hellbraune Kätzin mit azurblauen Augen und goldenen Flügeln mit silbernem Schimmer die in der Sonne glitzern)
    CIKITSAKA ( langhaarige, rotbraune Kätzin mit bronzefarbenen Augen und Flügeln)

    Mütter:
    EILEITHYIA ( große Kätzin mit langen Beinen und dunkelrotem Fell, weißen Flügeln und Pfoten, Bersteinaugen) Mutter von ARTEMIS, APOLLON und APHRODITE
    DRAGONBLOOD (schwarze Kätzin mit leuchtend grauen Augen)

    Veteranen:
    HERA (ziemlich kleine gelbbraun geacheckte Kätzin mit weißen Ohren und weißer Schwanzspitze, ein Flügel ist halb zerfetzt, dafür sind sie ungewöhnlich groß und golden, ihre Augen sind weißrot)

    Meereskatzen:

    Leiter: LIGH (großer schwarz-grau getigerter Kater mit silbernen Flügeln und blauen Augen)

    Nachfolger: RHEN (kleine, schwarze Kätzin mit eisblauen Augen, einer weißen Flügelspitze und großen, spitz zulaufenden Flügeln)

    Flieger:
    ANGEL ( sehr kleine schlanke, schlankschultrige Kätzin mit verhältnismäßig langen Beinen, dichtem, feuerrotem Fell das an Ohren und Pfoten weiß ist, große runde Augen in einem leuchtenden Türkis mit lila Äderchen, große, weiße Flügel die silbern glänzen ) Vorfliegerin von DIONYSOS
    DARK ( großer, muskulöser Kater mit breiten Schultern, pechschwarzem Fell, hellgrauer Blesse im Gesicht und hellgrauen Ohren, die Augen sind mandelförmig und leicht nach innen gestellt, sie sind neongrün mit neonpinker Umrandung, er hat weiße Adlerflügel ) Vorflieger von PHULA
    NIGHTBLOW (kleine, rauchschwarze Kätzin mit straffen Muskeln, silbernen Flügeln und Krallen, silberblauen Augen)

    Nachflieger:
    DIONYSOS ( kleiner grauer Kater mit wuscheligem Fell und grünen Augen und ein paar grünen Federn an den weißen Flügeln )
    PHULA (cremefarbene Kätzin mit weißen Flecken, Pfoten und Flügeln, ihre Flecken sehen aus wie kleine Blumen)
    Veteranen:
    APOLLODOR (großer grauer Kater mit altersweißer Schnauze, ein gelbes und ein rotes(blindes) Auge, ein zerfetztes Ohr, weiß grau gescheckte Flügel)

    Mütter:
    OCEAN (schlanke Kätzin mit silbern leuchtendem Fell und ungewöhnlich blauen Tigerungen, türkisen Augen und golden schimmernden Flügeln) Mutter von SAND, SILVER, FIRE und GOLD
    SIANA (weiße Kätzin mit lila Augen und leicht lilanen Flügeln) Mutter von MAJIC, MIJANE und LUJA
    Sturmkatzen

    Leiter: RAYD (flammenfarbener Kater mit orangen Flügeln und gelben Augen)

    Nachfolger: ALMERITH (eher kleine, hellbraun getigerte Kätzin mit flauschigem Fell und silbernen Flügeln, kornblumenblauen Augen )

    Flieger:
    REYNA ( rote Kätzin mit großen blauen Augen und silbernen Flügeln ) Vorfliegerin von WOOD
    BESTO (weißer Kater mit orangegrünen Augen und silbernen Flügeln)
    ATMA ( muskulöser weißer Kater mit schwarz gesprenkelten Flügeln und fast durchsichtigen langen Krallen, eisblaue Augen mit dunkelblauen Sprenkeln)
    TULON ( weißer Kater mit schwarzen Flügeln und Pfoten, selbe Augen wie Atma)
    GWYN (weiße Kätzin mit großen, goldenen und Bernsteinfarbenen Flecken, türkisen Augen und große, schneeweiße Falkenflügel)
    SNOW (hübsche, schlanke, schneeweiße Kätzin mit dunkelblauen Augen und buschigem Schwanz, schönen, silbernen Habichtflügeln)

    Nachflieger:
    DARKNESS (schlanke, elegante, attraktive, langbenige, reinschwarze Kätzin mit einzigartigen Flügeln und roten, silber umrandeten Augen)
    WOOD (schwarz-weiß getupfter Kater mit grauen Augen und weißen Flügeln)

    Mütter:
    KEPNIE ( nachtschwarze Kätzin, ihr linkes Auge ist lila, das andere blau )


    ACHTUNG: Alle Namen werden englisch ausgesprochen!

    2
    Talon wurde von einem dumpfen Schlag auf die Seite geweckt. War Cosmic über ihm wieder aus seinem Nest auf ihn herabgestürzt? Widerwillig schlug der dunkelbraune Kater seine Augen einen Spalt breit auf. Wie ein wogendes Meer wippten grüne Grashalme im Wind hin und her, jede Bewegung wie eine sich sanft kräuselnde Welle. Talon fuhr auf. Wo war er gelandet? Erst jetzt bemerkte er den pochenden Schmerz in seinem linken Flügel. Gehetzt sah er sich um, bis er das nächtliche Lager der Himmelskatzen wiedererkannte. Während er versuchte, seinen wilden Herzschlag unter Kontrolle zu bringen, blickte er über sich. Der Fliegerbaum reckte seine mächtigen Arme in den sternenübersähten Nachthimmel, die riesigen, dunkelgrünen Blätter verschmolzen mit der kühlen Schwärze. Erleichtert atmete der dunkle Flieger aus und sprang mit wenigen, kräftigen Sprüngen den Stamm des Baumes hinauf. Die Flügel zu entfalten hätte sich eh nicht gelohnt, da sein Schlafast einer der untersten war. Hoffentlich hatte niemand gemerkt, dass Talon aus seinem Nest gefallen war! Also das wäre wirklich... Über diesen Gedanken schlief er wieder ein, doch seine Ruhe sollte nur kurz währen, denn bald darauf, im Morgengrauen, wurde er durch einen unsanften Stoß in die Rippen geweckt. Odyssa, die Nachfolgerin, stand über ihn gebeugt und sah ihn mit ihrer streng-autoritären Miene an. Als er sich aufrappelte und sie fragend anschaute, schnippte die Kätzin nur ungeduldig mit dem Schwanz in Richtung einer kleinen Katzengruppe, die am Lagereingang wartete. "Du bist für die Morgenkontrolle eingeteilt, schon vergessen?", miaute sie schroff und richtete ihren bohrenden Blick wieder auf den bedröppelten Flieger vor ihr, der resigniert stöhnte "Schon wieder...?" "Ja, schon wieder! Und jetzt komm in die Federn!" Odyssa breitete ihre Schwingen aus und glitt vom Baum hinab in die Senke, wo Eon schon zu warten schien. Talon gähnte noch einmal, wobei jeder problemlos seine langen Reißzähne besichtigen konnte. Er flatterte ein paarmal mit den Flügeln, dann stand er auch schon neben der restlichen Morgenkontrolle: Desmond, seine Nachfliegerin Light, und Ragna, die heute bester Laune zu sein schien. Zusammen verließen sie das Lager. Alle Katzengruppen hier lebten um einen großen Regenwald herum, oder eher direkt darin. Der größte Teil des Einflussgebietes der Himmelskatzen bestand aus der tropischen Flora, nur etwas weiter Landeinwärts, zu den Sturmkatzen hin, säumte der Wald eine weitläufige, saftige Steppe, wo nur noch vereinzelt Bäume standen und immer mehr durch Felsbrocken erstzt wurden. Die Abendkatzen hingegen lebten Komplett im Dschungel, diese Katzengruppe hatte auch die meisten mysteriösen Stelzbeinerbauten, die anscheinend schon Ewigkeiten dort standen. Das Abendkatzen-Territorium und das der Himmelskatzen wurde durch einen breiten, schlammbraunen Fluss getrennt, in dem es nahrhafte Fische, aber auch Wesen gab, mit denen man sich besser nicht anlegte: Schnapper, Knabberfische, Blitzfische und Meter- pardon! Jedenfalls sehr sehr lange Schlangen! Es gab auch Jaguare, Giftschlangen und Harpyen, alle sehr gefährlich. Dafür gab es aber auch genügend essbare Tiere, ungiftige Echsen, Mäuse, Wasserratten, Fische und der absolute Hauptgewinn: Wasserschweine! Allerdings waren sie mit ihren scharfen Hauern auch nicht ganz ohne, Desmond war der lebende Beweis dafür. An seiner linken Pfote trug er schon eine ganze Weile lang eine Narbe spazieren, die er als Nachflieger von einem der Borstentiere erhalten hatte. Heute war allerdings nicht due Abendkatzen-Grenze dran, sondern die zu den Meereskatzen. Sie hatten ihr Lager an einer Steilküste am Meer, sowie malerische Sandstrände und Beutebestände. Talon genoss die salzige Meeresluft, die über die Grenze zu ihm heranwehte, wie sie ihm unter die Flügel griff und das Fliegen erleichterte. Die Meereskatzen hatten es ständig mit diesen Winden zu tun, mussten gegen sie anfliegen und sich durchsetzen. Bewunderung war es schon wert. Da bemerkte er eine Bewegung unter ihm, er flog hoch über den Bäumen, doch erkannte genau, dass es ein Wasserschwein war. So weit weg vom Fluss? Egal! Fette Beute! Talon stürzte sich hinab auf das arglose Tier und erlegte es sofort mit seinen messerscharfen, adlerklauenähnlichen Krallen. Ragna landete neben ihm und zuckte belustigt mit den Schnurrhaaren, als er vergeblich versuchte, das Wasserschwein anzuheben. "Warte, ich helf' dir", miaute sie lachend und packte die Beute. Zu zweit war es immernoch sehr anstrengend, dieses Monstrum von Wasserschwein fliegend zu tragen, was Light sehr amüsierte. Immer wieder flog sie unbeschwert Kreise um die beiden, währen Desmond einfach störrisch geradeaus flog. Daher war Talon im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert, als er in der Lagersenke landete und seinen Fang auf den Frischbeutehaufen legen konnte. Whisker stand zufällig daneben und betrachtete das Ganze geringschätzig. "Damals, da waren die Jäger nicht so wie die von heute! Die haben seinerzeit noch Jaguare und Schnapper mit ins Lager gebracht! Als Junges haben wir uns schon auf Wasserschweine gestürzt, und haben Harpyen verfolgt! DAS waren Zeiten, und jetzt seht, was aus uns geworden ist!" anklagend deutete der Alte auf Talon, der nur die Augen verdrehte. Das war halt Whisker wie er leibt und lebt! Eine dunkelbraune Kätzin stürzte aus dem feuchten Schatten, ihr Bersteinblick fixierte erst Talon, dann das Wasserschwein "Hast du das gefangen, Bruderherz?" Sie tippte mit dem Schweif an das tote Tier "Ja, Kajani. Du kannst gern was davon essen!" Kajani war Talons Schwester, als Jungen waren sie quasi unzertrennlich gewesen. Jetzt eigentlich immer noch, aber das legte sich ja mit dem Alter. Da wischte ein kleiner, rotpelziger Blitz an dem Kater vorbei und hüpfte auf dem Wasserschwein herum. Es war Dragon, eines der Jungen von Breeze. Er hatte keine fedrigen Flügel wie alle anderen, sondern hellrote, ledrige, krallenbewährte Drachenschwingen.

    3
    "Wetten, ich bekomme den Looping besser hin als du?", rief Ez. Diamond verdrehte nur die Augen "Wetten nicht?" Sie hob den linken Flügel ein kleines Stück, senkte den rechten etwas und drehte ab, da sie einen der praktischen Aufwinde registriert hatte. Als sie den sanften Luftzug unter ihren Schwungfedern spürte, riss sie den Kopf zurück und schlug heftig mit den Flügeln, balancierte das Ganze mit ein paar kaum merklichen Schwanzbewegungen gut aus und ließ sich, am Zenit angekommen, auf den Rücken abfallen und spannte sich wie ein Bogen. Sie kam genau wieder an dem Punkt an, an dem sie aufgestiegen war, zudem flog Ez vor ihr, den sie nun problemlos mit all dem Schwung einholte und von hinten, gespielt natürlich, anfiel. Der Looping war nicht einfach nur ein Kunststück, sondern auch ein wichtiger Angriffsbestandteil. Wenn man vor einem Gegner flog, bot man ihm Windschatten, was ihn schneller machte. Wenn man nicht eingeholt werden wollte, zog man hoch und flog einen Looping, um hinter dem Feind wieder normal zu fliegen und diesen nun anzufallen (angelehnt an das Kampfjet-Manöver). "Das hast du wirklich gut gemacht, Diamond!" Xiria glitt neben die bläuliche Kätzin. Ez hingegen bekam von seinem Vorflieger, Fox, der weiter oben flog, nur einen aufmunternden Zuruf. Der graue Kater flappte zwei Mal laut mit den Flügeln, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, dann driftete auch er zu einem Strom warmer Luft ab, der sich neben ihm bildete. Mit drei-vier kräftigen Schlägen hatte er sich in die Vertikale gebracht, bog am Zenit des letzten Schlages ebenfalls den Rücken durch und stürzte hinab. Fox legte die Flügel an, um nach unten zu seinem Nachflieger zu gelangen, und ihn zu loben. Dieser Looping war wirklich nicht von schlechten Eltern gewesen! Aber ob er besser war als der von Diamond? Ne. Vielleicht genau so gut, aber auf keinen Fall besser! "Gut, ich denke, das war genug für heute. Den Looping habt ihr jetzt drauf, morgen lernt ihr die korrekte Ausführung im Kampf", jaulte Fox gegen den heulenden Wind, dessen schneidende Schärfe allen die Augen feucht machte. Meeresluft! Diamond wollte nicht durch die Nase atmen, es kam ihr vor, als würden ihr dabei Disteln in ihr Riechorgan gestopft. "Können wir nicht etwas tiefer Fliegen? Dieser Salzwind vom Meer macht mich ganz verrückt!", jammerte Ez und verzog das Gesicht, als er von einer heftigen Böe fast gegen Xiria geschleudert wurde. Sie blickte aber nur weiter nach vorn und meinte nur mit einem flüchtigen Achselzucken:"Das härtet ab. Weißt du, fliegen ist kein reines Schönwettervergnügen! Als ich Nachfliegerin war, mussten wir mitten im Monsun ein Gefecht gegen die Sturmkatzen austragen! Also jammer' nicht rum, Ez." Diamond kicherte, aber der brausende Wind wehte den Ton einfach weg. Etwas später fiel die ganze Gruppe in ein Luftloch, wonach man sich doch darauf einigte, etwas tiefer zu fliegen. Die Luft war dick, selbst in dieser Höhe noch, aber was war da mitten überm' Regenwald schon anders zu erwarten. Jeden Tag, meistens in der Nacht und am frühen Morgen, regnete es in Strömen! Dafür verloren die Schlafbäume der Katzen nie ihre schützenden Blätter, dem ewigen Sommer zum Dank. Es gab zwei Jahreszeiten: Monsunzeit- und nicht Monsunzeit. Aber der Unterschied war sowieso nur der, dass es in der Monsunzeit den ganzen Tag regnete. Überschwemmungen? Gab es nie. Die lockere Erde am Waldboden saugte alles auf, egal wie überwässert sie war. So viele Bäume- da brauchte man auch 'ne Menge Wasser! "Harpye!", ertönte da plötzlich Ez' durch tief hängende Wolken fast erstickter Aufschrei. Ein grau-weißer Blitz, mindestens so groß wie sie selbst, schoss an Diamond vorbei. Der gewaltige Raubvogel kreiste um sie herum, zog seine Bahnen immer enger, bedrohlich eng. Wolken hüllten die Katzengruppe wie dichter Nebel ein und beschwerten ihre Flügel mit Feuchtigkeit. Wo waren die anderen? Suchend drehte sich Diamond im Kreis. Ein erneuter Schrei gellte durch den Dunstvorhang, doch von wo genau konnte man nicht heraushören. Sie wurde panisch. Da traf sie etwas hart am Hinterkopf. Hektisch langte sie mit einer Pfote nach der Stelle, etwas warmes, klebriges benetzte sie. Blut. Das Bild vor Diamonds Augen, der dichte, undurchdringliche Nebelschleier, fing an zu flackern, ihre Flügelschläge wurden langsam schwächer. Aber sie wollte nicht sterben. Jedes Haar in ihrem Pelz sträubte sich vor dem frühen Ende, daher raffte sie sich zusammen und rief laut:"Fox! Ez! Xiria! Wo seid ihr!" Hinter ihr flatterte etwas. Sie fuhr herum und zog der Harpye wütend die Krallen durchs Gefieder. Wieder flackerte das Bild, aber Diamond riss sich erneut zusammen und wehrte einen weiteren Angriff ab. Da packte sie etwas unsanft an den Schultern. Noch eine Harpye? Sie fuchtelte sinnlos mit den Krallen in der Luft herum, verrenkte den Hals, um zu sehen, wer sie da festhielt. Aber es war kein Vogel. "Desmond!", krächzte sie und hörte auf zu zappeln. Augenblicklich sackten die beiden ein Stück ab "Mach dich verdammt noch einmal nicht so schwer", presste der Kater hervor und hievte sie in eine tragender Luftschicht. Wieder flackerte es um Diamond herum, erschöpft schlug sie mit den Flügeln. Wieder kam die harpye herangeschossen, Desmond stürzte sich ihr entgegen und setzte ihr so zu, dass sie kreischend Richtung Boden abzog. "Diamond?" Es war die Stimme von Ez, die die Stille zwischen den wandernden Wattebäuschen zerbrach. Die Kätzin wandte sich langsam zu dem Kater um, jeder Muskel in ihren Flügeln schmerzte. Ez sah fürchterlich aus, seine Flanke war aufgerissen, ein Auge war zugeschwollen und die Federn an seinen Flügeln waren teilweise ausgerupft und zerzaust. Dennoch lächelte er erleichtert. "Sind Fox und Xiria auch da?" "Wir sind hier!" Die beiden Flieger kamen aus einer Nebelballung heraus auf die beiden Nachflieger zu. Sie waren vollkommen unverletzt, vermutlich waren sie von der Harpye als zu groß eingestuft worden. Xiria atmete tief ein:" Zum Glück ist Desmond noch gekommen, sonst hätte dich dieses Federvieh noch so zugerichtet wie den armen Ez..." Ihr Blick wanderte zu dem sich gerade noch so in der Luft haltenden Kater. Fox stürzte zu seinem Schüler und stützte ihn. Ja. Ein Glück, dass Desomond gekommen war... Oder eher, dass er zufällig hier war. "Was ist denn mit euch passiert! ", miaute Tika entsetzt, als die fünf Katzen im Lager landeten. Kaede stürzte bereits mit einigen Heilkräutern herbei, allerdings fehlten die Spinnenweben, und die Hälfte der Blätter entfiel ihr auch. Entschuldigend zog sie sich wieder in den Pflegebaum zurück und holte dort die richtigen Arzneien. Tika schüttelte den Kopf, nachdem die Gruppe berichtet hatte. "Es hat schon Ewigkeiten keinen Harpyenangriff mehr gegeben." "Das stimmt", pflichtete Odyssa ihr bei "Irgendetwas macht sie aggressiv. Ich werde es mit Eon besprechen" Sie brauchte sich aber nicht erst zum Leiterbaum aufmachen, Eon stand bereits hinter ihr und blickte in die Runde. "Ihr Verletzten geht erstmal zum Pflegerbau. Der Rest hört mir zu. Dass die Harpyen angriffslustig werden, hat einen Grund, dem wir nachgehen müssen. Ab morgen werden wir Harpyen-Kontrollen zusammenstellen, die in der Nähe ihrer Nester nach Gründen dafür sucht. Nur Flieger oder ältere Nachflieger, die Kampferfahrung haben. Verstanden? Tika, bevor du dich um die Verletzten kümmerst, kannst du Kaede bitte Spinnenweben suchen lassen? Es wird vielleicht ein paar Wunden geben... Gib ihr einen Begleiter mit. Die Spinnen hier werden auch immer giftiger."

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    Kaede schlich durch das Unterholz, immer suchend die Augen geöffnet. Spinnweben sollte sie sammeln, außerdem noch diese miesen kleinen Schnapperpflanzen, mit denen man Wunden zukneifen konnte. Die Kunst beim Sammeln von diesen Fleisch, wohl eher Fliegen fressenden Pflanzen war erstens, dass man ihren Schnappmechanismus nicht auslösen sollte, da es sonst ewig dauerte, bis sie sich wieder öffneten. Und zweitens musste man sie samt Wurzeln ausgraben und irgendwie sicher nach Hause bugsieren. Die Kätzin schüttelte ihre Flügel aus, überall blieben Wassertropfen von den Farnwedeln an ihr hängen. "Pass doch mal auf..." Talon, ihr 'Sicherheitsbegleiter' hielt sich das Auge. "Tschuldingung", murmelte Kaede kleinlaut und schlich weiter. Da! Ein riesiges Spinnenetz aus kräftigen Fäden spannte sich zwischen den gigantischen Wurzeln eines Baumriesen. Die Pflegerkätzin war leider zu sehr mit dem prächtigen Netz beschäftigt, um seine Besitzerin zu bemerken. "Talon, warum kitzelst du meinen Kopf? Lass das, ich..." "Bitte?" Kaede drehte sich um. Talon stand vor einer großen, blauen Blume und sah sie an. Aber was krabbelte dann so auf ihrem Kopf herum? Hatte sie Läuse? Da bewegten sich zwei gakelige Beine vor ihre Augen, noch zwei, noch einmal und zum vierten Mal..."Iiiek! ", quiekte die Pflegerin und flatterte aufgeregt mit den Flügeln, peitschte mit ihrem Schwanz und warf den Kopf hin und her, um dieses Ekel von Riesenspinne loszuwerden. Talon lachte erheitert, während die Kätzin sie in die Büsche trieb. Dann musste sie aber selbst lachen. So eine dumme... Was waren Spinnen eigentlich? Egal, Spinnenweben hatten sie jetzt genug, da konnte man ja die Schnappfallenpflanzen holen. Man konnte sie zwei- bis drei Mal benutzen, bevor sie welk und unbrauchbar waren. Wie gesagt, man fixierte blutende Wunden damit, um sie besser behandeln zu können, bei tiefen Rissen fast unverzichtbar. Für die Wunde an Ez' Flanke würde man sie dringend benötigen. Diamond ließ alles über sich ergehen. Tika tupfte den blutbesudelten Bereich um ihre Verletzung sauber, wie gewöhnlich mit einem feuchten Moosfetzen. Dann spürte die Kätzin, wie ihr Spinnweben darüber geklebt wurden, die herrlich überall hielten, weil sie ebenso klebrig waren. Die Pflegerin heftete noch ein großes Blatt an Diamonds Hinterkopf. "Ist das Blatt zu locker?" "Nein, es sitzt schön fest. Danke Tika. Kann ich jetzt raus?" Die Schildpattkätzin blinzelte sie an, musterte sie durchdringlich "Ich werde am Abend noch mal den Verband wechseln. Bis morgen Sonnenhoch bleibst du auf jeden Fall noch hier und leistest Ez Gesellschaft." Diamond nickte langsam, dann ging sie hinüber zu dem grauen Kater. Seine Flanke hob und senkte sich gleichmäßig, sie war unter infektionsverhindernden Blättern kaum zu erkennen. Dennoch schlief er. Zumindest das , dachte die Kätzin sich und rollte sich in ihrem Nest zusammen. Der Pflegerbaum war schon schön anzusehen. Der alte Heiler, Lett, hatte den heutigen Nachfliegern als Jungen immer Geschichten von den Clans erzählt. Sie sollten an einem See leben, der viel kleiner war als das Meer, sie glaubten nicht an die Mondlichtkatzen, sondern an irgendetwas... Anderes. Aber das Lustige war, dass sie keine Flügel besaßen! Katzen ohne Flügel, das konnte sich Diamond damals nicht vorstellen. Und in deren 'Heilerbaue', was auch immer, passten vielleicht vier Kranke. In den Pflegerbaum passten fast alle Himmelskatzen! Auf dem Pflegerbaum schlief man nicht auf Ästen, sondern in richtigen, geräumigen Asthöhlen. In extra eingehauenen Vertiefungen in der Wand standen Rindengefäße in allen möglichen Formen, sie waren sogar mit primitiven Deckeln aus flach abgeplatzter Rinde versehen. Die Pfleger markierten die Gefäße mit Kratzern, damit man wusste, was darin war, ohne den Deckel zu Lüften. Was man so alles machen konnte... Kaede war voll bepackt mit Schnappfallen und Spinnweben, Talon schleppte ebenfalls einige der seltsamen Pflanzen, zielstrebig auf das Lager zu. "Diese Erde... Sie ist so widerlich feucht, sie ist einfach überall in meinem Fell! Und dazu noch dieses Laufen..." "Jetzt jammer' doch nicht so rum!" Kaede wandte den Kopf nach hinten und zuckte mit den Schnurrhaaren "Zwischen deinem Pelz und Erde gibt es keinen großen Unterschied." Talon murmelte etwas vor sich hin und trabte weiter. "Der Arme Ez. Warum wurde er eigentlich so schlimm zugerichtet, dass wir Schnappfallen zur Behandlung brauchen?" "Ich war nicht dabei, Kaede, woher sollte ich das wissen?" "War ja nur 'ne Frage" Die beiden Katzen erreichten das Lager. Eon stand auf einem niedrigeren Ast des Leiterbaums und rief zur Katzenversammlung auf.

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    Der Wind wehte heiß, das unverkennbare Vorzeichen des Monsuns. Fliegen fühlte sich in dieser Zeit nicht wie fliegen an, sondern eher wie schwimmen oder noch besser tauchen. Eine Schar von Katzen, fein säuberlich in Keilformation dahingleitend, bewegte sich durch die unangenehm dicke Luft auf eine riesige, mystische Pyramide zu. Sie lag im Mittelpunkt der Territorien, keiner wusste ob gewollt oder zufällig. Auf den steinernen Stufen des Monuments drängelten bereits Katzen, zwei von ihnen hatten sich ganz auf der breiten Spitze des Bauwerks niedergelassen. Auch die Katzenschar setzte ihre Pfoten nun sanft darauf auf, zerstreute sich und fing an, mit den anderen Katzen Gespräche zu führen. Der Kater, der an der Spitze der Truppe geflogen war, gesellte sich zu den anderen beiden Katzen. Fox saß, als ob er nicht ganz wüsste was er tun sollte, auf der großen Treppe und grämte sich. Er war eigentlich ein ganz charmanter Kater, attraktiv war er im Grunde auch. Jemandem wie ihm sollte es doch nicht schwer fallen, ein Gespräch anzufangen! Uff! jemand rempelte ihn an, so heftig, dass er mit diesem Jemand ein ganzes Stück die Stufen hinunter fiel. Verärgert kniff er die Augen zu, er wusste, dass er so einiges an Staub aufgewirbelt hatte. Eine Stimme neben ihm Fluchte:"Heiliger Hai, kann man hier nie mal ordentlich landen? Schon das dritte Mal jetzt, dass die Stufen zu schmal sind!" Fox blinzelte. Eine kleine, ja, sehr kleine Kätzin stand auf zwei verschiedenen Stufen, ihr rotes Fell war vollkommen zerzaust und sie schien etwas mies drauf zu sein. Ah! Er witterte den Anfang eines Gesprächs, er durfte ihn nur nicht verpassen! Lässig hockte er sich hin und setzte seine Wetten-du-weißt-nicht-was-ich-denke Miene auf "Da hattest du ja mal Glück, dass ich zur Stelle war und dich gefangen habe" mit einer beiläufigen Flügelgeste deutete er nach unten "Das hätte sonst noch weh tun können." Die Kätzin funkelte ihn gefährlich an, dann grinste sie "Ist bei den Himmelskatzen zur Stelle sein dasselbe wie zufällig rumstehen?" Fox kniff die Augen zusammen. Dann beugte er sich ein ganz kleines Stück vor:"Sind die Meereskatzen denn alle so erzogen?" "Natürlich nicht!" Die Kätzin sprang aufgebracht auf, wobei sie wieder den Halt verlor und zur Seite kippte. Bevor sie aber sich sonst wie verletzen konnte war der rostrote Kater ihr mit zwei sicheren Sätzen in den Weg gesprungen und fing sie, ja, fing sie galant auf. "Mein Name ist übrigens Fox", sagte er und ließ die zappelnde Kätzin los. Sie entfernte sich hastig ein paar Schritte von ihm. Sie starrte ihn fest an, aber auch mit irgendeiner Unsicherheit darunter, dann miaute sie aber leise, fast schon sanft, dass ihr Name Angel war. Fox fixierte sie unverwandt mit seinem Blick und fühlte sich plötzlich seltsam. Seltsam, aber auch irgendwie.. Gut! Sehr gut sogar! Das restliche Treffen der Katzengruppen verlor sich allerdings in Belanglosigkeiten, Luna erzählte von einem riesigen Schnapper, Ligh von einer Delfinschule die sehr viele Fische fraß, Eon von den Harpyen und Rayd schließlich von den Flugvehikeln der Stelzbeiner. Fox fühlte sich immernoch so... Komisch, als er wieder mit den anderen zum Lager flog. Er war so in Gedanken verloren, dass er mehrmals aus der Formation tanzte und der armen Tempa so ständig den Windschatten stahl. Was bei allen Mondlichtkatzen war mit ihm los? Er musste dringend etwas dagegen unternehmen, gerade er galt als besonders zuverlässig, da durfte er sein Image nicht mit solchen Mätzchen verderben. Vielleicht war er von einer der versammelten Katzen krank geworden? Er konnte mit Tika, seiner Schwester, unmöglich über so etwas reden, er kannte allerdings eine Kätzin, mit der das wohl ging.

    6
    Flügelschlag rauschte so laut wie das weite Meer. Die feuchte Luft wurde von den Bewegungen kräftiger Schwingen zerrissen, das Geräusch mischte sich mit dem langsam einsetzenden, allmorgendlichem Regen. Die warmen Tropfen benetzten unangenehm Diamonds Federn, zum Glück hatte sie sie vorher gründlich gefettet. Ein Ruck ging durch die Junge Kätzin, etwas packte sie kraftvoll an den Schultern und wirbelte sie herum. Sofort dehnte sie die Flügel aus, drückte ihren Widersacher weiter von sich weg. Einen Herzschlag später fiel sie, fing sich über den im Wind wippenden Baumwipfeln ab und glitt elegant über sie hinweg. Nun war es an ihr, anzugreifen. Mit einer zackigen Bewegung ließ sie ihre Gegnerin ins Leere fliegen und stürzte sich mutig hinterher. Mit angelegten Flügeln, sich gegenseitig geschickt mit Schlägen eindeckend, krachten sie geräuschvoll durch die obere Botanik. Ein silberweißer Blitz fuhr plötzlich zwischen die Kämpfenden, Diamond landete keuchend und mit zerzaustem Fell auf einem Ast. Neben ihr landete Tempa, ebenfalls schwer atmend und vollkommen aufgelöst. Die Pelze der beiden jungen Kätzinnen standen in alle Richtungen ab, zusammen mit all dem Blattwerk darin sahen sie aus wie wandelnde Büsche. Odyssa und ihr Nachflieger Lupus landeten vor ihnen, wobei die Nachfolgerin sie vorwurfsvoll ansah. "Was habt ihr euch nur dabei gedacht? Ihr habt noch keine Ahnung von dem Kampf in den Bäumen, ihr hättet euch die Augen ausstechen können!" Diamond blickte betreten zu Boden, aber Tempa schien sich verteidigen zu wollen. Selbstsicher reckte sie die Brust vor "Ika hat mir mal erzählt wie oft du mit deinen Gegnern schon in die Bäume gestürzt bist! Warum können wir das dann nicht?" Die dunkle Kätzin hob herausfordernd den Kopf, als versuchte sie auf Odyssa hinabzuschauen. Diese schwieg einen Moment, während Diamond ihre Freundin mit weit aufgerissenen Augen anstarrte. So redete man doch nicht mit einer Nachfolgerin! Auch Tempa schien es bei Odyssas bohrendem Blick langsam unwohl unter dem Pelz zu werden. "Natürlich! Selbst Eon stürzt beim Kämpfen regelmäßig in die Bäume! Um dort aber ordentlich zurechtzukommen braucht es eine besondere Technik! Verstanden?" "Verstanden!", maunzten Diamond und Tempa fast gleichzeitig. Lupus sah belustigt auf die beiden herab. Er war der älteste Nachflieger, und die hatten das Recht, ihre jüngeren Kameraden zu verbessern. Und das kostete dieser Leiterssohn auch zur Genüge aus! Was für ein Mäusehirn! Diamond warf ihm einen um den anderen vernichtenden Blick zu, die er allerdings auch nur mit Belustigung quittierte. Deprimiert flog sie hinter den anderen her zurück ins Lager, sie wollte eh noch vor Sonnenhoch Ez besuchen. Der schlanke Kater war inzwischen mager geworden, seine Wunden wollten und wollten einfach nicht heilen. Sein Appetit war beschränkt auf maximal eine Maus am Tag, reichlich wenig für einen schlecht genesenden. Tika hatte alle Pfoten voll mit ihm zu tun, sodass hauptsächlich Kaede für die Versorgung der restlichen Katzen zuständig war. Sie war wirklich keine schlechte Heilerkatze, sogar ganz im Gegenteil, sie hatte wirklich Talent! Aber irgendwas ging trotzdem immer schief. Immer! Sie trat einem dauernd auf die Pfoten, stieß mit einem zusammen, riss mit dem Flügel irgendwas um und mehr. Trotzdem mochte sie jeder bei den Himmelskatzen, mehr oder weniger jedenfalls. Diamond machte sich allerdings Sorgen um ihre Freundin. Sie sah in letzter Zeit so unglaublich gestresst aus, außerdem stand sie andauernd mit Fox in einer Ecke und schien sich mit ihm die Schnauze auszudiskutieren. Heute sah Diamond die beiden wieder heftig debattieren, über ein Thema das keiner kannte. Sie schüttelte verständnislos den Kopf und lief zum Frischbeutehaufen. Dragon hopste um ihn herum, heute durfte er wohl das erste Mal richtiges Fleisch fressen. Bei dem Angebot fiel die Wahl sicher reichlich schwer. Auch Arcune quetschte sich durch den Eingang des Jungenbaums und tappte schwerfällig durch das Lager. Eon schüttelte sich vor seinem Astloch Regentropfen aus dem Fell, und auch Talon war damit beschäftigt, sein langes Haar zu trocknen. Eine sanfte Brise fächelte angenehm kühle Luft um Diamonds Beine, alles war so friedlich hier. Wer konnte denn wissen, wie bald dieser Frieden gebrochen werden würde?

Kommentare (381)

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Selene (54899)
vor 573 Tagen
Wirklich eine schöne idee, ich mag deinen Schreibstil nur schade das du aufgehört hast, es ist Stoff für eine tolle Story
Santa Clause (15189)
vor 674 Tagen
Du solltest erst mal dein Gehirn finden
*Silberherz* (80948)
vor 681 Tagen
WANN GEHT'S WEITER!!?
(Einfach ignorieren den da unten)
Hera (11780)
vor 687 Tagen
Wanna the New Chapter now! ^-^'
Funke+Blatt (03765)
vor 688 Tagen
Egal!!!!! Wir müssen einfach wissen, wie es weiter geht
B: Sonst dreht Funke noch durch...
F: Du wolltest, dass wir fragen
B: *verdreht die Augen*
Javal (15710)
vor 688 Tagen
Ich kann mir echt nicht helfen o.O Mein Kopf will nichts Ordentliches fabrizieren. Ich gebe mir wie gesagt echt Mühe xD
Hera (43854)
vor 692 Tagen
Wirklich verdammt spannend
Javal (60784)
vor 697 Tagen
Dann hast du Pech :D Ich arbeite an einem neuen Kapitel. Ich weiß, ich bin längst überfällig aber ich komme nie richtig dazu.
Funke+Blatt (40519)
vor 697 Tagen
F:NUN SAG SCHON! ICH HALTS NICHT MEHR AUS!
Funke+ Blatt (40519)
vor 697 Tagen
Wir sind gespannt...
Javal (87917)
vor 704 Tagen
Oh, das wird noch etwas länger dauern, bis ihr das herausfindet ;) Ich selbst weiß noch nicht ganz, wer die Katze mit dem Licht im Herzen sein soll. Den, der schneller ist als jeder andere habe ich mir schon ausgesucht! Aber ich mache es spannend...
Pearl&Amira (32870)
vor 704 Tagen
Ich hab keine Ahnung.Welche Vermutung,Archilles?
Achilles (91807)
vor 704 Tagen
Ich weis zwar net aber ich hab ne Vermutung für die Licht Katze
Silverheart/*Silberherz* (32870)
vor 704 Tagen
Cool!Mach's nicht so spannend!Wer beim SternenClan sind die Katzen?*gespannt*
Achilles (12151)
vor 705 Tagen
Die Ff ist soooooo toll :)))))))))))
Rari (68775)
vor 719 Tagen
(Drachenstern lässt grüßen, hm? :D Dann erkennst du mich ja früher oder später an meiner Nummer xD Und ich denke, ich werde deine Vorschläge umsetzen37
Sturm&Dark&Flower&Sky (26842)
vor 719 Tagen
1. Regeln!Ich weiß,es ist blöd,wenn man sich an Regeln halten muss aber so ist es besser!
2.Strichlisten!Wenn jmd UNENDSCHULDIGT fehlt bekommt er/sie einen Strich!Wenn man 5 (Ist bei mir!Kannst aber auch 7 nehmen) Striche hat,fliegt man!
3.Mehr schreiben!
4.Clangeschichte!
5.Hierarchiv!
6.Terratorium!
7.Lager!
8.Mentoren---Schüler
9.Familien(Gefährten ect.)
10.Wer spielt wen(Z.b. ich!ich Spiele Sturm(W),Dark(M),Flower(W) und Sky(W))
11.Gestorbene Katzen(Also alle die nicht mehr on kammen!Oder gestroben sind im Kampf oder so!)
12.Warum die Katzen gestroben sind!
13.Alle Leute die nicht mehr on kammen,rausschmeißen!

Liebe Grüße
Sturm&Junge
Rari (42809)
vor 719 Tagen
(Ich würde das Ganze dann RPG-Freundlicher machen und so. Ich würde erstens einen Glauben, der anders ist als der SternenClan einführen. Dann vllt. noch ein paar andere Ränge und einige Gesetze ^^ Was hast du denn nich vorzuschlagen?)
Sturm&Dark&Flower&Sky (46140)
vor 720 Tagen
(wie?Neu machen oder was?Ich hätte schon Ideen!Mach ja selber ein Rpg! ^^)
Rari (43998)
vor 721 Tagen
(Ja. Ich kann es, wenn ihr es wollt, neu machen und das hier löschen. Ich habe jetzt mehr Erfahrung mit RPG's/Fanfiktions und kann das Ganze besser ausgestalten. Ihr könnt meinetwegen auch mithelfen. Okay?)