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1 Kapitel - 1.858 Wörter - Erstellt von: Luthien - Aktualisiert am: 2015-07-14 - Entwickelt am: - 1.541 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Teil 2 - Es scheinen nicht alle überzeugt von der Gemeinschaft zu sein...

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Es entbrennt ein lauteres Gespräch, in dem diskutiert wird, wie der Drache am besten zu töten sei und alle reden durcheinander, bis Thorin seine Sti
Es entbrennt ein lauteres Gespräch, in dem diskutiert wird, wie der Drache am besten zu töten sei und alle reden durcheinander, bis Thorin seine Stimme erhebt. „Wenn wir die Zeichen erkannt haben, glaubt ihr dann nicht, dass auch andere sie sehen? Die Gerüchte verbreiten sich bereits. Der Drache Smaug ward nicht mehr gesehen seit 60 Jahren. Blicke richten sich gen Osten zu dem Berg. Abschätzend, überlegend, das Risiko abwägend. Der unermessliche Reichtum unseres Volkes liegt vielleicht schutzlos da. Sehen wir nur zu, wie andere sich holen, was rechtmäßig uns gehört? Oder ergreifen wir diese Chance und holen uns den Erebor zurück?“ Alle Zwerge fangen begeistert an zu jubeln, Balin aber hat Einwände. „Ihr vergesst, das Haupttor ist verschlossen. Es gibt keinen Weg in den Berg hinein.“ „Das, mein lieber Balin, stimmt nicht ganz.“ Gandalf holt geheimnisvoll einen Schlüssel hervor, den er, wie er sagt, von Thráin, Thorins Vater bekommen hatte. Er überreicht ihn Thorin und alle starren den glänzenden Schlüssel ehrfürchtig an. Ein junger Zwerg meint, dass es zu jedem Schlüssel auch eine Tür geben muss und so ist es. Gandalf deutet auf der Karte, die ausgebreitet auf dem Tisch liegt, auf Runen. „Diese Runen beschreiben einen geheimen Durchgang zu den unteren Hallen.“ „Es gibt einen anderen Eingang.“ „Wenn wir ihn finden. Geschlossen sind Zwergentüren unsichtbar. Die Lösung ist irgendwo in dieser Karte verborgen, nur besitze ich nicht die Fähigkeit sie zu finden. Aber es gibt andere in Mittelerde, die das können. Und hier“, Gandalf sieht zu dir, „kommt Elara ins Spiel.“ Etwas überrascht siehst du Gandalf an, wartest dann aber erst einmal ab, was weiter geschieht. „Was will eine Elbin bei unserer Unternehmung? Ich werde keine Frau mitnehmen! Ich kann nicht auf den Hobbit und sie aufpassen.“ Thorins Worte sind harsch und zeugen nicht von Zustimmung. „Wir brauchen sie, denn sie kann uns Genaueres über die Karte sagen.“ Gandalf überreicht sie dir und du betrachtest sie, hältst sie gegen das Licht, legst sie wieder auf den Tisch und schaust noch einmal reihum in die Gesichter der Zwerge, bevor du zu sprechen beginnst. Thorin sieht dich grimmig und wütend an, aber sein Verhalten beeindruckt dich nicht. Im Gegenteil, es macht dich eher neugierig. „Die Cirth. Runen, die einst die Elben erfanden und sie den Zwergen lehrten. Es ist lange her, dass ich sie das letze Mal sah.“ „Und was wisst ihr darüber?“, will Balin wissen. Er scheint dir wesentlich freundlicher gegenüberzustehen. „Sie sind alt sehr alt, aber das tut hier nichts zur Sache. Türhöhe fünf Fuß, und drei können nebeneinander gehen, steht auf dieser Seite und das D bezeichnet die geheime Tür. Mehr ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, das stimmt. Aber Zwerge waren schon immer sehr erfinderisch, Informationen, an die nicht jeder gelangen sollte, zu verstecken. Daher glaube ich, dass Runen in dieser Karte versteckt sein müssen. Mondrunen.“ „Warum sollten wir euch trauen, was versteht ihr als Frau davon?“ Dwalin scheint nicht überzeugt. „Genau. Warum solltet ihr Informationen aus dieser Karte lesen können, wo ihr eine Elbin seid und wir Zwerge verstehen es nicht?“ „Sie will uns bestimmt hinters Licht führen … “ „ … übers Ohr hauen!“ „Sie ist so wie alle anderen Elben: Hinterlistig, gemein, …“ Es entbrennt ein Streit über dich, dass die Zwerge dir nicht trauen, aber Gandalf lenkt die Aufmerksamkeit der Zwerge nun auf Bilbo. Sie schauen dich immer noch finster an, du sagst aber nichts mehr, da du glaubst, dass du fürs erste Gandalfs Anforderungen erfüllt hast. „Die Tat, die ich mir vorstelle beruht auf Heimlichkeit und braucht ein gewisses Maß an Mut. Aber wenn wir vorsichtig und klug sind, glaube ich, dass wir es schaffen können.“ Das also soll die Aufgabe des Meisterdiebes sein. Bilbo aber hat noch nie etwas gestohlen und teilt es den Zwergen sogleich mit. Sie schätzen ihn herab, dass er für nichts gut sei, aber Gandalf ist überzeugt von seiner Wahl. „Wenn ich sage, dass Bilbo ein Meisterdieb ist, dann ist er ein Meisterdieb. Hobbits sind bemerkenswert leichtfüßig. Im Grunde kommen sie an fast jedem ungesehen vorbei, wenn sie wollen. Und während der Drache Zwerge ohne Weiteres wittern kann, ist der Geruch eines Hobbits so gut wie unbekannt für ihn, was uns einen entscheidenden Vorteil bringt. Ich sollte ein Mitglied finden, doch ich habe zwei ausgewählt. Bilbo und Elara. Ihr werdet sie brauchen, denn es steckt mehr in beiden als ihr erraten könnt. Ihr müsst mir vertrauen.“ „Den Hobbit von mir aus, aber nicht die Elbin“, stimmt Thorin teilweise zu. Balin reicht Bilbo einen Vertrag und ebenso dir, also hält er sich nicht an Thorins Worte, sondern vertraut auf Gandalf. Der selbst für einen Zwerg kleine Mann scheint begriffen zu haben, um was es hier geht. Er blickt dich ein wenig länger als nötig an, während du die lange Schriftrolle entgegennimmst. Der Hobbit geht in den Nebenraum um ihn sich genau durchzulesen, du greifst sofort zur Feder und setzt deine Unterschrift darunter. Anschließend reichst du ihn freundlich Balin zurück, der ihn dankend annimmt und in seiner Tasche verstaut. Thorin aber kocht beinahe vor Wut. Er wollte dich nicht mitnehmen, nicht auch noch auf dich Acht geben müssen oder sich überhaupt irgendetwas von einer Elbin sagen lassen und will gerade Luft holen und zu irgendeiner Beleidigung, Beschimpfung oder sonst etwas ansetzen, als Gandalf ihn davon abhält. „Nein“, entfährt Gandalf hart. „Wenn du Elara nicht mitnimmst, so werde ich euch auch nicht begleiten. Ich habe sie auserwählt, weil sie euch nützlich sein kann. Ich kenne sie.“ Finster schaut Thorin drein. Er scheint zu überlegen, was er machen soll, aber eigentlich hat er keine Wahl. Dann sagt Thorin an dich gerichtet: „Ich kann eure Sicherheit nicht garantieren.“ „Das müsst ihr nicht. Ich lebe lange genug um auf mich zu achten. Gandalf, wenn du mich erwählt hast, so wird es nicht ohne Grund geschehen sein.
Thorin, ich habe Erebor gesehen vor langer Zeit. Lange bevor Smaug kam und ich will mich euch anschließen.“ Ein dumpfer Schlag bringt euch von dem Thema ab, denn Bilbo ist hinter euch gerade in Ohnmacht gefallen. Du gehst zu ihm, setzt ihm in einen bequemen Sessel, wo er wieder zu sich kommt und lässt ihn dann mit Gandalf allein.
Dann gehst du zurück zu den Zwergen, die ein Lied angestimmt haben. Ihre tiefen, rauen Stimmen hallen durch die Wohnung und erzeugen eine geheimnisvolle Stimmung. Du lauscht ihrem Gesang. Nach und nach stimmen alle ein und stehen dazu auf. Als du vor die Tür trittst, hörst du nur noch gedämpft ihr Lied. Dann denkst du nach. Über das, was sie singen. Sie wollen ihre Heimat wieder einfordern. Das, was rechtmäßig ihnen gehört und ihnen genommen wurde. Du weißt, warum du ihnen helfen willst. Sie haben nichts mehr von dem, was sie einst besaßen. Vertrieben und geschunden. Und du hast im Gegensatz zu den meisten anderen Elben ein gutes Verhältnis zu Zwergen, was an deiner Vergangenheit liegt und genau deswegen schließt du dich ihnen an und willst ihnen bei ihrer Mission helfen.
Auf der Bank vor Bilbo Haus lässt du dich nieder und siehst in die Ferne. In die Nacht. Doch sehr lange bleibst du nicht alleine. Thorin setzt sich neben dich und sieht dich an. Sein Blick ist einerseits kühl und abschätzend, aber in seinen Augen kannst du auch eine Art Neugier erkennen, die mit deiner Person zusammenhängt. Sollte er dich doch erkannt haben? „Elara, sagt, kenne ich euch irgendwoher?“ Seine Stimme ist nun wesentlich freundlicher als vorhin und du hörst Ehrlichkeit heraus, dennoch klingt sie reserviert. Er hat sich wohl eines Besseren besonnen und sich entschieden nicht gegen dich zu schießen, sondern dich auf seiner Seite zu sehen. „Thorin, könnt ihr euch noch an mich erinnern?“ „Ich weiß es nicht genau, aber viele Elben sah ich nicht im Erebor.“ „Aber mich habt ihr schon gesehen und jetzt auch erkannt. Ihr habt ein gutes Gedächtnis.“ „Mag sein. Aber wozu kamt ihr in den Berg?“ „Ich kannte Thrór, euren Großvater gut, aber das ist eine lange Geschichte. Hin und wieder bat er mich zu kommen und verschiedene Angelegenheiten zu regeln. Mehr muss an dieser Stelle nicht gesagt werden.“ Es herrscht Schweigen zwischen euch und Thorin scheint über deine Worte nachzudenken. „Elara, es ist lange her, dass ich euch sah, aber ihr habt recht. Ich habe euch schon gesehen. Und ich glaube, ich sollte mich für meine Worte vorhin entschuldigen. Was ich über euch gesagt habe, … ich sollte mir erst ein Urteil über euch bilden, bevor ich euch verurteile. Meine Familie hat wohl anders auf euch reagiert, also sollte auch ich euch eine Chance geben.“ „Thorin, ihr konntet nicht wissen, wer ich bin. Ich kann euch eure Reaktion nicht übel nehmen, aber vielleicht bekommt ihr nach dieser Reise ein anderes Bild von mir. Ich hoffe es.“ Damit ist für dich eigentlich das Gespräch beendet, aber der rechtmäßige König unter dem Berg sieht noch unschlüssig aus. „Was habt ihr?“, fragst du ihn deswegen. „Nichts, es ist nur ….“ „Was?“ „Eine Frau, die mit auf eine solche Reise geht, ist ungewöhnlich. Wisst ihr, was ihr da tut?” „Glaubt mir, ich weiß genau, was ich mache und habe es mir wohl überlegt.“ „Es wird gefährlich werden, das wisst ihr.“ „Ich kann kämpfen und weiß mich zu verteidigen, darauf wollt ihr doch hinaus. Warum fragt ihr mich nicht einfach?“ Der Zwerg neben dir ist für einen Moment verwirrt und aus der Fassung gebracht, fängt sich aber schnell wieder. „Zeigt es mir!“ „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Aber glaubt mir, ihr werdet mich auf unserer Reise noch oft genug kämpfen sehen.“ Mit diesen Worten stehst du auf und lässt einen überraschten und auch ein wenig verärgerten Thorin zurück. Zurück in Bilbos Haus lässt du dich auf einer Eckbank nieder und beschließt noch ein wenig zu schlafen, um morgen ausgeruht zu sein, wenn ihr aufbrecht.
Auch die anderen Zwerge und Gandalf haben es sich bequem gemacht und die meisten von ihnen liegen auf dem Boden und schnarchen vor sich hin. Einzig und allein Thorin sitzt noch vor Bilbos Haus in der Nacht und starrt in die Ferne.
Es kümmert dich dann aber nicht weiter. Du machst deine Augen zu und verfällst glücklicherweise in einen ruhigen Schlaf.

Kommentare (5)

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Arwen (36474)
vor 689 Tagen
Super Geschichte! tolle Art zu schreiben :) Hoffe das die Fortsetzung vald kommt :)
Termari Tochter von Thorin (43477)
vor 701 Tagen
Deine Geschichte ist echt gut schreib bitte weiter. Währe echt toll.
Kili Lover Kahlan (25444)
vor 712 Tagen
Echt coole Geschichte
Elentari (29170)
vor 758 Tagen
Mir gefällt die Geschichte sehr gut !
Du hast echt einen tollen Schreibstil !!
Filuna (32542)
vor 758 Tagen
Ich finde deine ff echt klasse. Ich weiß, ich klinge wie eine Deutschlehrerin, aber du machst ein paar Wiederholungsfehler. Ansonsten total genial.