Narutos Welt mal anders: Der Bürgerkrieg (Teil 10) Die neue Flagge

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5 Kapitel - 10.462 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2015-06-29 - Entwickelt am: - 693 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen nun zu einer entscheidenden Schlacht im Bürgerkrieg.

Was bisher geschah: Fuu wacht in einem Labor auf, das verwüstet und blutverschmiert war. Auf der Suche nach dem Shichibi findet Akatsuki das geheime Labor des Silbernen Kreises und treffen gleichzeitig auch auf Sokuron, Sia, Kisina, Vinora und Kabuto. In dem Labor führte der Großmeister ein Experiment, der dazu führte, dass der Geist des Shichibi in Hunderte von kleinen Shichibis aufgespalten wurde. Die kleinen Shichibis haben das Labor überrannt, sodass die verfeindete Gruppen gezwungen waren, zusammenzuarbeiten.
Noch im letzten Moment konnten sie das Labor verlassen, bevor es in die Luft flog.

Doch nun steht den Schwertninjas eine weitere Herausforderung. Die Rebellen stehen jetzt vor den Toren der Hauptstadt, wo sich Kaiserin Nurina mit ihren Truppen verschanzt hat. Die Stadt ist gut geschützt und die kaiserliche Flotte blockiert den Seeweg.
Die Schlacht um den Marmorthron beginnt.

1
Der Morgen

Sia schaute in den Spiegel und versuchte, mit der Bürste ihre Haare zu kämmen. Auch wenn auf dem Schlachtfeld die Schönheit keine Bedeutung hatte, so wollte sie zumindest nicht so aussehen, als wäre sie gerade aus dem Bett gefallen.
Auf einmal wurde ihr Bauch von Armen umschlungen und auf ihrer Schulter ruhte der Kopf ihres Geliebten.
„Na, meine Schönheit“, flüsterte Sokuron verführerisch in ihr Ohr. „Wie geht es dir?“
Sia lächelte.
„Ich versuche gerade, mich hübsch zu machen.“
„Ach, noch schöner kannst du gar nicht mehr werden.“
„Du Charmeur“, flüsterte Sia und errötete. „Hör auf, mir zu schmeicheln, sonst werde ich noch rot.“
„Ich liebe es, wenn du rot wirst.“
Er gab Sia einen Kuss auf die Wange.
„Soll ich deine Haare kämmen“, schlug Sokuron vor. „Ich verspreche, ich werde vorsichtig sein.“
Sia gab ihm zögerlich die Bürste. Na hoffentlich endet das nicht in eine Katastrophe, betete Sia. Aber Sokuron war sehr sanft zu ihren Haaren. Er kämmte sie sehr ordentlich, keine Strähne ragte heraus oder kräuselten sich. Nicht einmal blieb die Bürste irgendwo hängen, sodass man das Gefühl bekam, die Kopfhaut würde gleich abreißen.
„Du könntest glatt ein guter Frisör sein, weißt du das?“, scherzte Sia und lächelte. „Oder warst ein Frisör und du hast es mir nicht erzählt, hm?“
„Nein, nein“, versicherte Sokuron amüsiert. „Ich habe nur früher auch die Haare von Zina gekämmt.“
Für einen Augenblick verstummte Sokuron.
„Es tut mir Leid…“
„Nein, das braucht es nicht“, unterbrach Sokuron eiligst. „Du konntest es nicht wissen. Aber bitte, lass uns nicht mehr darüber reden, ja?“
Sia nickte. Es war nicht einfach für Sokuron, über Zina zu reden, das wusste Sia. Sie hätte nicht davon anfangen sollen, mahnte sie sich.
„Davon abgesehen, liebe ich deine wunderschönen nachtschwarzen Haare“, fügte Sokuron hinzu und streichelte dabei die Haare. Er nahm einige Strähnen zwischen die Finger, um sie zu küssen. „Sie faszinieren mich jeden Tag aufs Neue.“
„Ach, nur meine Haare?“
„Oh nein, nicht nur die. Ich liebe auch deine roten Augen. Sie hypnotisieren mich immer wieder. Dein makelloses Gesicht…“
„Natürlich, natürlich“, scherzte Sia weiter. „Ach komm, du meinst doch ganz andere Körperteile, nicht wahr? Und wir wissen beide, worauf du scharf bist.“
„Allerdings.“
Sokuron streichelte über Sias nackten Rücken.
Doch in dem Moment zuckte sie zusammen, als wäre sie von einer Nadel gepickt worden.
„Tut mir Leid“, entschuldigte sich Sokuron eiligst. „Ich weiß, du magst es nicht, wenn ich dich am Rücken anfasse.“
„Nein, ich meine, ja, nein, ich weiß es nicht“, stammelte Sia. Sie versuchte, sich zu beruhigen, indem sie für eine Sekunde die Augen schloss, einmal tief durchatmet und dann wieder in den Spiegel schaute.
„Nein, mir tut es leid“, erwiderte Sia ruhig. „Ich weiß, du hast mich mehr als einmal nackt gesehen. Es ist nur so, dass ich es einfach nicht gewohnt bin. Seit ich die grässlichen Narben auf meinen Rücken habe, fühlte ich mich so hässlich wie ein Maultier.“
Sokuron kam wieder näher, um Sie von hinten in die Arme zu nehmen. Seinen Kopf auf ihre Schulter zu spüren, war ein wohltuendes Gefühl für sie. Es war, als wäre er ein Schutzpanzer, der alles Böse von ihr abwehrte.
„Ich habe mich nie getraut, mich in der Mädchenumkleide umzuziehen oder dort duschen zu gehen. Auch öffentliche Badehäuser meide ich wie die Pest. Du weißt schon, sämtliche Orte oder Gelegenheiten, wo ich mein Oberteil ausziehen würde. Ich wollte nicht, dass mich jemand so sehen würde.“
Sokuron schlang seine Arme noch enger um Sias Bauch, um ihr einen Kuss auf die Wange zu geben. Dann schaute er auch in den Spiegel.
„Du bist nicht hässlich.“
„Das sagst du nur, weil du mit mir zusammen bist…“
„Nein, ich meine es ernst“, stellte Sokuron klar. Er lächelte und seine Augen fingen an zu glitzern. „Du bist das schönste Mädchen auf der Welt.“
„Aber die anderen…“
„Die anderen sind mir egal“, unterbrach Sokuron ruhig. „Es interessiert mich nicht, was irgendwelche oberflächlichen Weiber sagen. Für mich bist und bleibst du immer das schönste Mädchen. Ich meine, sehe mich doch mal an. Was soll ich denn sagen? Die Narben in meinem Gesicht oder die Tätowierungen auf meinen Oberkörper erschrecken viele Leute.“
„Die sind mir auch egal“, erwiderte Sia mit einen Lächeln. „Die haben doch keine Ahnung. Du bist viel schöner, als du denkst.“
„Ach, meinst du wirklich?“
„Allerdings“, flüsterte Sia verführerisch. „Davon abgesehen, ich stehe Narben und Tätowierungen.“
Sia verdrehte den Kopf, um Sokuron zu küssen.
„Ich liebe dich.“
„Ich liebe dich auch.“
Sokuron flüsterte Sia noch etwas ins Ohr.
„Darf ich?“
Sia nickte.
Sokuron legte sorgsam Sias Haare auf ihre linke Schulter, um den Rücken freizulegen. Alleine ihre Schulterblätter waren von tiefen Schnittwunden übersät, als wäre sie von einer Bestie angefallen worden. Diese verdammte Dornenpeitsche, dachte Sokuron noch. Auch wenn die Narben seit Jahren verheilt waren, so waren sie noch immer wie rote Striche über die Haut verteilt.
Kein Wunder, dass Sia sich nie getraut hatte, sich umzuziehen, dachte er.
Doch für Sokuron spielte es keine Rolle. In seinen Augen hatte Sia nichts von ihrer Schönheit verloren und empfand sie als sehr attraktiv.
Sokuron beugte sich herunter und küsste eine der Narben.
Sia zuckte wieder, aber sie wich nicht zurück.
Seine Lippen berührten die nächste Narbe, aber dieses Mal blieb Sia ruhig. Nacheinander küsste Sokuron die Narben auf Sias Rücken. Im ersten Moment fühlte es sich für Sia unangenehm an, aber das legte sich wieder. Die sanften Berührungen, die zärtlichen Küsse erregten Sia immer mehr. Als Sokuron die letzte Narbe küsste, empfand Sia, als wäre ihr gerade ein schwerer Rucksack vom Rücken genommen worden. Sie fühlte sich begehrter als jemals zuvor.
Sokuron umarmte sie wieder und legte seinen Kopf auf ihre Schulter.
„War das unangenehm?“
„Nein“, versicherte Sia und streichelte Sokuron an der Wange. „Nein, im Gegenteil. Es war sehr schön. Ich glaube, du hast Recht.“
„Mit was?“
„Ich sollte mich nicht darum kümmern, was andere über meine Narben denken. Ich bin nicht so hässlich, wie ich früher immer dachte.“
„Nein, das bist du wirklich nicht.“
„Weißt du was? Wenn wir das nächste Mal an einem Badehaus vorbeikommen, werde ich da reingehen. Sollen die Weiber ruhig glotzen, mir doch egal.“
„Oh, das würde ich gerne sehen.“
Sia fing an zu lachen und rollte mit den Augen.
„Ja, na klar. Das würde dir gefallen, in einem Haus voller nackten Frauen, nicht wahr?“
„Ich hätte nur Augen für dich“, versicherte Sokuron und spielte dabei den Unschuldigen.
„Jaja, du mich auch, du Blödmann.“
Sia drehte sich um, legte ihre Hand auf Sokurons Nacken und küsste ihn in innigster Umarmung. Womit sie diesen Jungen verdient hatte, fragte sich Sia immer wieder, aber oft interessierte sie die Antwort auch nicht. Sie war noch nie so glücklich wie in der Zeit, die sie mit Sokuron verbringen durfte, und das war das einzige, was zählte.

„Hey, aufwachen, kleine Schlafmütze“, flüsterte Sulina Sinea ins Ohr und hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Wange. Langsam öffneten sich die verschlafenen Augen. Sinea blinzelte, gähnte und schaute dabei in die tiefblauen Augen von Sulina.
Das weißhaarige Mädchen war schon vollständig angezogen und saß am Bettrand. Sulina kicherte wie ein kleines Kind, als Sinea sich mit zerzausten Haaren erhob.
„Warum hast du mich nicht früher geweckt?“
„Du warst so müde, da wollte ich dich nicht wecken. Ich dachte, du könntest deinen Schlaf gebrauchen“, erwiderte Sulina mit einem Lächeln. „Und du siehst so niedlich aus, wenn du schläfst.“
Sinea errötete.
Sulina genoss es jedes Mal, wenn Sinea verlegen war. Eigentlich wirkte Sinea immer so unerschütterlich, als würde nichts sie aufhalten können. Nur Sulina konnte sie nervös machen, sie verlegen machen. Und das gefiel ihr sehr.
Sulina beugte sich rüber und küsste Sinea.
„Ich sollte mich anziehen.“
„Also wegen mir brauchst du das nicht zu machen.“
„Ja, genau“, flüsterte Sinea amüsiert. „Das würde dir gefallen, wenn ich die ganze Zeit nackt herumlaufe, was?“
„Wieso nicht?“
„Du bist so unanständig.“
„Ich bin unanständig?“, spielte Sulina die Überraschte. „Wer hat sich gestern Nacht in mein Zelt geschlichen, um zu mir ins Bett zu krabbeln, hm?“
„Naja, normalerweise machst du das immer. Ich dachte mal, ich überrasche dich mal.“
„Das kannst du ruhig öfter machen. Ich liebe Überraschungen.“
Sinea küsste Sulina noch einmal. Danach stand sie auf und fischte ihre Klamotten vom Boden auf. Dabei wurde sie von Sulina beobachtet, die auf dem Bett saß und immer wieder kicherte.
„Was?“, hakte Sinea genervt nach.
„Ich finde nur dein Herzchen-Muttermal so süß auf deinen…“
„Wenn du jemanden davon erzählst, dann töte ich dich!“
Sulina grinste breit. Sie fuhr mit dem Finger über die Lippen, als würde sie einen Reißverschluss verschließen wollen.
„Meine Lippen bleiben versiegelt.“
Sinea verzog das Gesicht und ein Tropfen bildete sich auf ihrer Stirn. Manchmal machte Sulina sie wahnsinnig, dachte Sinea, aber dafür liebte sie das weißhaarige Mädchen so sehr. Auch jetzt klopfte vor Aufregung ihr Herz, sodass ihre Hände etwas zitterten. Hastig zog sie sich die Hose und ihr Oberteil an. Dann folgte ihre leichte Lederpanzerung.
Auf einmal stand Sulina hinter ihr, um ihren Kopf auf Sineas Schulter zu legen. Sie legte um Sineas Taille den Waffengurt an und zog ihn fest.
„Ich könnte dir den ganzen Tag zusehen, wie du dich anziehst“, flüsterte Sulina. „Allerdings mag ich es lieber, wenn es du dich ausziehst.“
„Das kann ich mir vorstellen.“
Sinea löste sich aus der Umarmung, um sich ihren grünen Umhang anzuziehen. Als sie sich umdrehte, stand Sulina vor ihr mit einem stechenden Blick.
„Ich… ich wollte dir noch was sagen, bevor du gehst.“
„Ja, was gibt es?“, fragte Sinea neugierig.
Sulina nahm Sineas Hände, atmete tief durch und schaute sie wieder.
„Weißt du, ich habe lange darüber nachgedacht. Und ich glaube, du hast Recht.“
„Mit was habe ich Recht?“
„Als du dich auf der Siegesfeier geoutet hast, hast du mir gesagt, du fühlst dich frei. Du fühlst dich befreit, weil du deine Neigung nicht mehr verstecken muss.“
„Das stimmt auch“, gestand Sinea. „Natürlich gibt es auch heute immer noch Holzköpfe, die mich blöd anmachen, aber das kümmert mich nicht mehr. Sollen sie mit den Finger auf mich zeigen, das ist mir egal.“
„Weißt du“, fuhr Sulina nervös fort, „du wirst vielleicht in Zukunft nicht mehr bei mir rein schleichen müssen.“
Sinea horchte auf.
„Mir ist klar geworden, dass ich mich auch nicht mehr verstecken will. Ich liebe dich und ich bin lesbisch, das weiß ich seit einiger Zeit. Aus dem Grund habe ich eine Entscheidung getroffen.“
Sulina legte ihre Hand auf Sineas Wange.
„Wenn wir diese Schlacht überleben, wenn der verdammte Krieg endlich vorbei ist, dann werde ich mich outen. Die Welt soll erfahren, dass ich dich liebe und zu dir stehe.“
Sinea sprang ihr um die Arme und drückte sie ganz fest an sich.
„Bist du dir sicher, dass du das machen willst?“, flüsterte Sinea. In ihrer Stimme war sowohl Besorgnis wie auch Freude zu hören. Ihr Herz klopfte so stark, dass Sulina es auf ihrer Brust spüren konnte. „Ich meine, ich könnte verstehen, wenn du…“
„Nein, ich bin mir sicher“, versicherte Sulina. „Okay, ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich keine Angst habe. Aber wenn ich sehe, wie glücklich du damit bist, bin ich davon überzeugt, dass ich es auch kann… mit dir an meiner Seite.“
„Darauf kannst du dich verlassen“, versprach Sinea. „Ich werde dir immer beistehen, egal was passiert. Wir bleiben zusammen.“
„Danke“, flüsterte Sulina erfreut. „Das bedeutet mir sehr viel. Wer weiß? Morgen um diese Zeit, wenn wir dann noch leben, hat das Versteckspiel ein Ende. Nur noch heute…“
Sinea unterbrach sie mit einem innigen Kuss.
„Schon verstanden.“
Sinea gab Sulina einen Klapps auf ihren Hintern.
„Hey, du freches Ding“, lachte Sulina. „Wofür war das denn?“
„Dafür, dass du mir in den Hintern gekniffen hast in Konoha. Du erinnerst dich?“
„Na warte, wenn ich dich in die Finger bekomme.“
„Das müssen wir verschieben. Ich muss jetzt los, sonst komme ich hier gar nicht mehr weg.“
Noch ein letztes Mal küsste Sinea Sulina in inniger Umarmung.
„Wir sehen uns gleich.“
Sinea ging von Sulina weg, um die Plane des Zeltes anzuheben. Sie zwinkerte ihr noch einmal zu, dann verschwand sie und ließ die Plane wieder auf den Boden fallen.

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