Mal umkehrt - Die Kater werden unterdrückt und die Kätzinnen kommen an die Macht: 2

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3 Kapitel - 1.575 Wörter - Erstellt von: Maya Müller - Aktualisiert am: 2015-06-21 - Entwickelt am: - 1.094 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Im zweiten Kapitel werden die drei Geschwister Schüler.....

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    "Schattenjunges, trete vor!" Blütensterns Ruf hallte durch das Lager. Eisjunges Bruder trat mit zitterdem Schwanz vor. "Von nun an wirst du Schattenpfote heißen! Dein Mentor wird Feuerglut sein! Feuerglut, lehre deinen Schüler nur das nötigste! Würde ich dich je dabei erwischen, wie du Schattenpfote versuchst, Kampftechniken zu lehren, oder in die Nähe einer Kätzin mit ihrer Schülerin kommst, wirst du nicht mehr länger in diesem Clan leben!" Blütensterns Stimme war ruhig, aber scharf. Der rote Kater hatte den Blick gesenkt. "Sieh mich an!", befahl Blütenstern. Feuerglut hob den Kopf. "Und nun sprich!" "Ja, Blütenstern, ich werde tun, wie mir geheißen und Schattenpfote das nötigste lehren." Blütenstern nickte und Schattenpfote der am ganzen Leib zitterte, trat vom Hochast, zu seinem Mentor. Eisjunges zitterte ebenfalls. Aber nicht vor Angst. Sondern vor Wut. Wie konnte Blütensern so etwas tun? "Was tust du da?" Ihre Stimme hob sich entsetzt von der Stille ab. Blütenstern wandte sich ihr zu. Ihr Blick war sanft. "Komm zu mir, Eisjunges." Doch Eisjunges stemmte die Pfoten in den Boden, bis Morgenröte ihr einen Stups gab. "Los!", flüsterte sie. Widerwillen tappte Eisjunges auf ihre Anführerin zu. "Es ist das Gesetz der vier Clans.", flüsterte die schildpattfarbene Kätzin. "Du wirst es verstehen, wenn du selbst einmal an meiner Stelle hier stehst. Und nun, wirst du Eispfote heißen! Deine Mentorin wird Gewitterherz sein!" Gewitterherz trat auf Eispfote zu. "Es ist mir eine Ehre, Eispfote das Kämpfen und Jagen beibringen zu dürfen." Sie legte Eispfote den Schwanz auf die Schulter. Das Blütenstern nun viel sanfter redete und Gewitterherz einfach sprechen durfte, machte Eispfote nur noch wütender. "Mir ist es keine Ehre!", fauchte sie und machte sich los. Dann stapfte sie in den Bau der Schülerinnen. Sie setzte sich an den Eingang und beobachtete Windpfote, der schon einen Mentor hatte. Er hatte Pfützenpelz bekommen. Doch jetzt passierte etwas, dass sie nicht geahnt hatte. "Wie könnt ihr so etwas zu lassen?" Schattenpfote war zur Seite getreten und hatte die Stimme erhoben. Die Katzen auf der Lichtung sogen erschrocken die Luft ein, Eisjunges schloss die Augen. Als sie sie wieder öffnete, sah sie Blütenstern, das Maul aufgerissen, die Zähne gebleckt. Ihre Krallen rissen die Rinde vom Hochast. Dann stürzte sie sich mit einem Fauchen auf Schattenpfote. Die Katzen traten zurück. Erschrockenes Gemurmel breitete sich auf der Lichtung aus, bis Schlammkralle, der Gefährte der Anführerin mit Hilfe von Kräuterduft für Ruhe sorgte. Es dauerte einen Bruchteil einer Sekunde, bis Eispfote kapierte. Sie raste aus dem Schülerinnenbau auf Blütenstern und Schattenpfote zu. Windpfote war auch schon da. "Getötet werden sollst du!", knurrte Blütenstern und riss ein Fellbüschel von Schattenpfote ab. Er schrie vor Schmerz. "Nein!", jaulte Windpfote und riss Blütenstern von seinem Bruder. Blütenstern brauchte einen Moment, bis sie verstand. "Windpfote! Du auch noch! Was fällt dir ein?" Sie wollte sich gerade wieder auf Eispfotes Brüder stürzen, doch Eispfote rief: "Lauft!", und stützte Schattenpfote. Windpfote kam herbeigelaufen, um Schattenpfote auf der anderen Seite zu stützen. Sie waren gerade aus dem Lagereingang heraus, in den Wald gelaufen, als hinter ihnen im Lager der Tumult losbrach.

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    "Spinnweben, oder Schachtelhalm?" Windpfote breitete die beiden Sachen vor Eispfote aus. "Auf jeden Fall Spinnweben.", sagte Eispfote und drückte eine Pfote voll, auf Schattenpfotes Wunde. Zum Glück war sie nicht groß. Die drei Geschwister waren den ganzen Tag gelaufen, bis sie weit weg vom Lager waren. Inzwischen war es Nacht und Eispfote und Windpfote verarzteten ihren Bruder. Er hatte nur eine Wunde an der Schulter. Vorsichtig wickelte Eispfote Schachtelhalm um Schattenpfotes Schulter. "Woher kannst du das so gut?", fragte Windpfote traurig "Ich würde es zu gerne auch können." Eispfote sah den hellgraune Kater an. "Es tut mir Leid, für dich. Es tut mir Leid, dass das Schicksal bestimmt hat, dass du Kater wirst." Windpfote legte sich hin und schloss traurig die Augen. "Ich kann dir Kämpfen beibringen.", flüsterte Eispfote leise, während sie sich ebenfalls an Schattenpfote kuschelte. "Ich habe oft zugesehen, wie Himbeerblüte Flockenpfote das beigebracht hat. Wenn ich sie gebeten habe, hat sie es auch mir beigebracht. Ich kann ein bisschen was. Natürlich hätte ich jetzt von Gewitterherz noch mehr gelernt, aber daraus wird jetzt nichts mehr." "Das würdest du tun?" Windpfotes Stimme klang ehrfürchtig. "Ja. Wir sind weg von allen Clans. Wir haben keine Regeln. "Ich werde euch alle beibringen, was im Lager nur die Kätzinnen lernen würden." "Du bist die beste Schwester die eine Katze haben kann.", flüsterte Windpfote. "Und ihr beide seid die besten Brüder, die eine Katze haben kann.", erwiderte Eispfote. "Ich mag euch beide auch.", sagte plötzlich Schattenpfote. "Heiliger SternenClan, du hast mich erschreckt!", murmelte Windpfote, jedoch etwas schläfrig. "Du bist wach.", sagte Eispfote nur. "Ich habe euer ganzes Gespräch mitangehört." Schattenpfote schlang den Schwanz um Windpfote und legte seine Vorderpfote auf Eispfote drauf. "Und ich danke euch, für das, was ihr für mich getan habt." Es war eine Weile still, bis Eispfote flüsterte:" Jeder von uns würde für seine Geschwister sterben." Sie ahnte nicht, wie Recht sie damit hatte.

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    "Das klappt schon gut. Aber verlagert euer Gewicht noch mehr auf die Hinterbeine, damit ihr wirklich hart, mit den Krallen auf euren Gegner einschlagen könnt." Die drei Geschwister waren nun schon lange unterwegs. Bestimmt schon einen Mond lang. Sie lernten sich selbst das Jagen und das Kämpfen brachte Eispfote ihren Brüdern bei. Sie sehnten sich nicht nach ihrem Clan und dessen strengen Regeln. Höchstens vermissten sie ein wenig ihre Eltern. Gerade war es Balttgrüne und die Sonne schien heiß auf die Lichtung, auf der Eispfote mir ihren Brüdern trainierte. Schattenpfotes Wunde war inzwischen verheilt und gerade stellte er sich auf die Hinterbeine und schlug mit eingezogenen Krallen auf Eispfote ein. Windpfote kam von der anderen Seite. "He zwei gegen einen ist gemein!", rief Eispfote und duckte sich. "Ich dachte du kannst so gut Kämpfen!", miaute Windpfote amüsiert. "Dann befrei dich!", fügte Schattenpfote hinzu. "Wenn ihr wollt!", sagte Eispfote und machte eine gelungene Drehung, bei der sie Schattenpfote von sich stieß und auf Windpfotes Rücken landete. Sie zwang seine Schnauze auf den Boden, während Schattenpfote im Staub zappelte. "Das reicht.", sagte Eispfote. "Ihr macht das echt gut. Aus euch werden mal echte Krieger." Schattenpfote und Windpfote schmiegten sich an ihre Schwester und zusammen suchten sie ein Lager, da es schon dämmerte. Eine Weile hielten sie vergebens Ausschau, doch dann blieb Schattenpfote stehen. "Wie wäre es damit?", fragte er und deutete auf eine kleine Mulde über der ein Blätterdach war. Doch keiner antwortete. Windpfote und Eispfote schwiegen. Sie starrten nur auf einen Punkt in der Ferne. "Seht ihr das auch?", fragte Eispfote ehrfürchtig. "Ja.", erwiderten ihre beiden Brüder im gleichen Ton. Eispfote grub ihre Krallen in den Boden. Vor ihr stand eine weiße SternenClan Kätzin und blickte sie aus klaren blauen Augen an. "Seid gegrüßt, ihr drei Geschwister.", sagte sie. "Ich bin Schnee, die Gründerin eures Clans." "Hast du dieses Gesetz erfunden?", fauchte Schattenpfote, nachdem es eine Weile still geblieben war. "Nein und Ja.", miaute Schnee sanft. "Rauch, Gewitter und Blatt, die Gründer der anderen Clans haben darauf bestanden, dass es ein Gesetz gibt." "Dann warst du es doch!", miaute Eispfote wütend. Windpfote bleckte die Zähne und Schattenpfote fuhr die Krallen aus. "Ich kann euch nicht mehr sagen.", sagte Schnee bedauernd. "Ich kann euch nur sagen, dass ihr das Richtige tut. Aber von mir dürft ihr nicht mehr erfahren. Sucht meine Nachfahren." Die Kätzin verblasste, bis dort nur noch nichts war. "Nein!", jaulten die drei Geschwister. Doch es brachte nichts. Sie standen nur noch da und warteten darauf, dass Schnee zurück kam, doch sie kam nicht zurück. Und Windpfote, Schattenpfote und Eispfote standen nur da und starrten in das Nichts. In die Leere. Und alle drei fühlten sich einsamer, als je zuvor.

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