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Shapeshifter ~ Du kennst mich nicht II

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1 Kapitel - 1.848 Wörter - Erstellt von: Ailurophile - Aktualisiert am: 2015-06-21 - Entwickelt am: - 1.000 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Es wird noch nicht so viel aufgedeckt, aber einfach weil ich mir noch nicht ganz über die Einzelheiten im Klaren bin.

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    2. KapitelWumm Wumm WummIch stöhnte. Hatte ich einen Kater? Nein... das war irgendwie schlimmer. Ich hatte die Augen noch geschlossen, als nach und n
    2. Kapitel

    Wumm Wumm Wumm
    Ich stöhnte.
    Hatte ich einen Kater? Nein... das war irgendwie schlimmer.
    Ich hatte die Augen noch geschlossen, als nach und nach die Erinnerungen zurückkamen.
    Und dann riss ich sie schlagartig auf.
    Ein Fehler, natürlich. Denn der Raum, in dem ich mich befand, war hell erleuchtet und ich sah erstmal gar nichts.
    Ich wollte schreien aber irgendwie klappte weder das, noch konnte ich mich in irgendeiner Weise bewegen.
    Langsam erkannte ich die Umrisse von ganz normalen Möbeln, ein eigentlich hübsch eingerichtetes naturholz-belassenes Zimmerchen.
    Trotzdem wusste ich instinktiv, dass ich weg musste und zwar so schnell wie möglich. Ich wollte mich aufrichten, aber ein reißender Schmerz durch meine Schulter und meinen Rücken lies mich aufschreien und zurück sinken.
    Keine Tränen mehr, verdammt noch mal.
    Mein Rücken war ordentlich verbunden worden und ich wollte nicht drüber nachdenken, dass man mir mein Kleid und meinen BH dafür ausziehen musste. Ich hatte auch ein anderes, nicht voll Blut vollgesogenes Shirt an. Und eine Jogginghose. Beides waren eigentlich Sachen für Kerle, für viel größere Kerle.

    Irgendwann war der Schmerz nicht mehr so lähmend und ich probierte es noch ein Mal, dieses Mal aber langsamer.
    Aber noch bevor ich die Tür erreichen konnte, öffnete sie sich.
    Da stand er schon wieder und auf seinen dämlich-schönen-scheiß Gesicht lag eine Sorgenfalte.
    „Bleib liegen“, seine Stimmte war ein bisschen heiser, so, als hätte er schon ein Weilchen nicht mehr geredet.
    „Leck mich!“. Keine Ahnung, wo mein Mut herkam.
    Ich griff nach dem nächstbesten Gegenstand, ein Buch, das auf einem kleinen Kästchen lag. Ich warf es nach ihm, aber natürlich wich er aus.
    Noch eins, noch eins, noch eins. Keines traf ihn. Er stand nur da und schaute mich an.
    Ich konnte nicht mehr, mir tat alles noch mehr weh vom Werfen und mir wurde übel.
    Nicht weinen. Nicht umkippen.
    Mein Mantra brachte mir gar nichts.
    Er war schnell da und ich knallte nicht erbarmungslos auf den Boden.
    Ich starrte ihn an, hoffentlich wütend.
    Wehren konnte ich mich nicht, ich lag ja wie eine bescheuerte Tussi aus dem 18. Jahrhundert, der man das Korsett ein wenig zu eng geschnürt hatte, in seinen Armen.
    Er schaute mir nicht in meine Augen. Das war eigentlich das geringste Problemchen, aber ich fand es trotzdem nervig, denn ich wollte, dass er meine Angst sah.
    Er stand auf (ich immer noch auf seinen Armen) und trug mich zum Bett.
    „Lass mich gehen!“
    Keine Beleidigungen, kein Zorn mehr. Nur noch Angst und Verzweiflung.
    „Bitte“. Es klang lächerlich. Ich war hilflos.
    Ich wusste weder, wer oder was er war, wo ich war und wieso ich hier war.
    Er presste die Lippen aufeinander und stand vor mir. Sein Blick war dunkel.
    „Ich kann nicht...“
    Aha. Was sollte das denn bedeuten!
    „Bleib einfach hier...“ Er ging.
    Und tatsächlich blieb ich erst mal liegen.
    Was blieb mir denn anderes übrig?
    Mein Kopf war schwer und ich versuchte das alles zu verstehen.
    Ich wusste aber danach genauso viel wie zuvor:
    Er war kein Mensch, sondern irgendetwas Übernatürliches.
    Ich wusste nicht, ob „Gestaltenwandler“ zu abgedroschen klang.
    Klar, das ganze hier war nicht normal, aber diese Wandler gab es nur in Fantasy-Büchern und Filmen. Ich musste dauernd an nervige Vampir-Bücher denken. Und an Feen, Hexen, Werwölfen, Trolle, Nixen, Einhörner und noch tausend andere Sachen.
    Ich sollte mich wohl eher auf das konzentrieren, was ich wirklich wusste.
    Ich war weit weg, irgendwo im nirgendwo in einen riesigen Wald, von dem ich nicht mal wusste, dass er existierte.
    Entführt von ihn, eingesperrt und ziemlich verletzt.
    Ich konnte mich nicht gegen ihn wehren, auch wenn ich ein paar Jiu-Jiutsu -Tricks beherrschte, die mir meine Freundin beigebracht hatte.
    Außerdem hatte ich Hunger und musste mal aufs Klo.
    Je mehr ich über meine Lage nachdachte, desto hoffnungsloser erschien sie mir.
    In dem Raum gab es keine Fenster, durch die man flüchten könnte.
    Ich stand auf und schlich mich zur Tür und drückte die Klinke sanft herunter. Verschlossen.
    Ich runzelte die Stirn. Als er hinausgegangen war, hatte ich nicht gehört, dass er die Tür verschlossen hätte. Hatte er das gemacht, als ich so in meinen Gedanken versunken war? Oder verschloss sich die Tür durch irgendeinen Mechanismus von selbst?
    Ich untersuchte noch ein bisschen den Raum, fand aber nichts mehr Erwähnenswertes.
    Ich musste jetzt ziemlich dringend und mir blieb nichts anderes übrig als gegen die Tür zu hämmern.
    Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit (oder vielleicht auch nur eine Minute, ich weiß nicht), bis seine Stimme erklang: „Was willst du?“
    „Eine Toilette, ein Sandwich, raus hier?“, meine Stimme klang nicht so sicher wie ich wollte.
    Stille.
    „Was ist jetzt? Du darfst sauber machen, wenn das hier noch länger dauert.“ Ich wurde bei meinen eigenen Satz rot, aber glücklicherweise konnte er das durch die Tür nicht sehen.
    Fast im selben Moment öffnete sich die Tür und für ein paar Sekunden bewegte sich keiner von uns. Ihm war die Situation offensichtlich unangenehm.
    Bis ich mit der Schulter zuckte.
    Er deutete stumm den Gang entlang au eine Tür.
    Genauso wortlos und bemüht langsam humpelte ich hin und meine Hoffnungen erfüllend, gab es ein Schloss.
    Sofort stach mir das Fenster in die Augen.
    Ich beeilte mich aufs Klo zu gehen und öffnete dann möglichst leise das Fenster.
    So hoch. Es waren vielleicht vier, fünf Meter. Aber ich hatte Glück und eine schmale Regenrinne führte vielleicht einen Meter neben dem Fenster hinunter.
    Ich kletterte auf das Fensterbrett und streckte mich danach aber nur meine Fingerspitzen berührten sie. Ich musste wohl oder übel ein bisschen springen um hinüber zu kommen.
    Schon wieder dieser reißende Schmerz im Rücken und in den Armen und in den Händen und noch überall, als ich sprang, nach dem Rohr griff und mich festhielt. Es rumpelte ziemlich und ich war überzeugt davon, dass er es gehört haben musste. Deswegen rutschte, halb kletterte ich die Regenrinne, so schnell wie es die Schmerzen zuließen, hinunter und den letzten Meter sprang ich. Aber ich war zu schwach und meine Füße gaben nach und ich lag ein paar Sekunden voller Schmerzen auf den Boden. Ich hievte mich hoch und mir wurde mal wieder klar, wie ausweglos die Lage war.
    Selbst wenn er jetzt nicht jeden Moment auftauchen würde, würde ich nie wieder hier raus finden.
    Wolf. Er stand vor mir und starrte mich an.
    Ich wusste, dass er es war.
    „Mir ist klar, dass es nichts bringt, aber egal wie lange du mich hier festhalten willst... Ich werde jede Sekunde meines Lebens versuchen zu fliehen, jede Möglichkeit nutzen, alles probieren. Und wenn ich dabei draufgehe...“, sagte ich leise, aber mit fester Stimme.
    Ich war mir nicht sicher, ob ich den letzten Teil ernst meinte.
    Aber der Gedanke, wie ein Vögelchen eingesperrt zu bleiben, selbst, wenn es in einen goldener Käfig war, war unerträglich für mich.
    „Und man wird mich sowieso suchen und finden. Irgendwann wird die Polizei kommen...“
    Okay... von dem war ich überhaupt nicht überzeugt, aber die Hoffnung stirbt ja bekannter Weise zuletzt.
    Die bernsteinfarbenen Augen lagen immer noch auf mir.
    „Sag mir wenigstens, was du von mir willst oder wieso ich hier bin...“
    Ich hasste diese Unwissenheit. Vielleicht sogar noch mehr, als die Tatsache, dass ich überhaupt gefangen war.
    Er knurrte und zog die Lefzen.
    Mich sollte das nicht überraschen, aber das tat es.
    Tier. Wolf.
    Ich habe doch irgendwann mal, irgendwo, irgendwas darüber gelesen, wie man sich verhalten sollte, wenn man auf einen wilden Wolf trifft.
    Natürlich fällt einem das nicht ein, in so einer Situation.
    Ich versuchte es mit Intuition.
    Ich duckte mich leicht und ging ganz langsam auf die Knie.
    „Schon gut, ich tu dir doch gar nichts“. Ich fand den Satz so klischeehaft, dass ich grinsen musste. Vor allem weil mir die Ironie klar war.
    ICH war nicht diejenige, die irgendwen verletzten würde.
    Mein Grinsen war nur von kurzer Dauer als mir meine Situation wieder klar wurde.
    Aus seiner Kehle drang ein tiefes, grausiges Knurren und sein Körper bebte, als würde er jeden Moment angreifen.
    Ich bewegte mich auf Knien ganz langsam rückwärts.
    Dachte er wie ein Tier?
    War er genauso seinen Instinkten und natürlichen Trieben unterworfen wie jeder andere normale Wolf?
    Plötzlich sah ich etwas in den goldenen Augen. Ein Aufblitzen.
    Fast menschlich schon, er wirkte für den Bruchteil einer Sekunde wieder menschlich. Er wandte den Kopf ab und jaulte.
    Und verwandelte sich.
    Er hockte da, auf allen Vieren, am ganzen Körper bebend und schweißnass.
    Auf seinen Gesicht lag Anstrengung und Erschöpfung.
    Seine Arme knickten kurz ein, aber er hatte sich schnell gefangen und sprang auf.
    „Es ist verdammt schwer...“
    Ich starrte ihn nur an und fand keine Worte.
    Es schien als wollte er noch etwas sagen, aber für eine Ewigkeit lag Stille zwischen uns.
    Bis ich aus meiner Starre erwachte und aufstand.
    Er war nur vielleicht zwei Meter entfernt und mir wurde wieder mal vor Augen geführt wie klein und schwach ich neben ihn wirkte.
    Aber es war mir egal.
    Irgendwie war in diesem Moment alles unwichtig.
    Es war unwichtig, dass ich von einer sau-grusligen aber klassisch-gutaussehenden Fantasybestie entführt und schwer verletzt wurde.
    Es war unwichtig, dass ich keine Chance hatte.
    Es war unwichtig, wer und was wir waren.
    Es war unwichtig, was die Gründe für all das waren.
    Ich lächelte.
    Er schaute mich an. Seine Augenbrauen hoben sich leicht.
    Sein Blick senkte sich leicht und schwankte nach links unten und dann wieder zu mir.
    Er lächelte.

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1434481871
Shapeshifter ~ Du kennst mich nicht II
Shapeshifter ~ Du kennst mich nicht II
Es wird noch nicht so viel aufgedeckt, aber einfach weil ich mir noch nicht ganz über die Einzelheiten im Klaren bin.
http://www.testedich.de/quiz37/quiz/1434481871/Shapeshifter-Du-kennst-mich-nicht-II
http://www.testedich.de/quiz37/picture/pic_1434481871_1.jpg
2015-06-16
40B0
Fantasy Magie

Kommentare (8)

autorenew

Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang)
vor 389 Tagen
Ich stimme Sarah zu, mach weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Sarah (96459)
vor 440 Tagen
Es ist so wie in echt machst du echt toll
Swity (73478)
vor 694 Tagen
Echt gut schreib doch bitte weiter
anna luisa (86132)
vor 704 Tagen
Ich habe das gelesen das ist ja ein halbes Buch
Ich bin zum Glück 🍀 eine schnelle leseren aber so viel
habe ich noch nie gelesen auch wenn ich zich Bücher
Habe aber ich habe aufgehört zu lesen da würde ich doch eher
das dner Quiz machen wie gut kennst du Dner
Ailurophile (Nighingale) (04250)
vor 790 Tagen
Ärgerlicherweise kann ich mich nicht mehr unter meinen alten Profil anmelden >:( Ich werde die restlichen Kapitel unter meinen neuen < br />Ailurophile
posten (mit selben Titel)
Nighingale (04250)
vor 790 Tagen
Vielen Dank ;) Ich bin gerade am zweiten kapitel, vlt schaffe ich es noch, es heute zu posten :)
legolanta2000 (48681)
vor 794 Tagen
Das ist einfach voll cool! Mach bitte bitte sofort weiter!
Luna2003 (51933)
vor 795 Tagen
WOW ! Echt gut ! Wirklich spannend ! Mach weiter so !