Engelsflügel

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1 Kapitel - 867 Wörter - Erstellt von: Donnerflamme♥ - Aktualisiert am: 2015-06-16 - Entwickelt am: - 554 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das ist der Prolog zu meinem Buch.

    1
    Prolog:
    Eine Orgelmusik eröffnete die Messe. Frauen in schwarzem Gewand und Kreuzketten sangen im Chor mit. Das Lied schallte durch die Kirche. Während des Liedes nahm der Priester seinen Platz hinter dem Altar ein. Sein Gewand war weiß und er hatte eine grüne Stola. Als das Orgelmusik und die Stimmen der Nonnen, der Gemeinde, der Ministranten und sonstigen in der Kirche dienstlich stehenden verstummten sprach der Priester:,, Der Herr sei mit euch! " Die Gemeinde antwortete laut:,, Und mit deinem Geiste! "
    Ganz hinten in der Kirche stand ein Junge mit dunkelbraunen Haaren. Seine Hände straff neben seinem Körper. Aufrecht stand er da. Seinen ernsten Blick nach vorne gerichtet. Seine dunkelbraunen Augen suchten einen Weg zwischen den Menschen bis zum Priester nach vorne. Eine hochgewachsene Frau und ein hochgewachsener Mann standen neben ihm. Die rechte Hand des Mannes lag auf der Schulter des Jungen. Der Mann trug wie der Junge einen schwarzen Anzug und hielt in seiner anderen Hand ein Gotteslob. Die Frau hielt das Gotteslob mit zwei Händen krampfhaft fest. Ihr schwarzes Kleid verlieh ihrem ernsten Gesicht noch mehr Autorität. Nun sprach der Priester wieder:,, Brüder und Schwestern, damit wir die heiligen Geheimnisse in rechter Weise feiern können wollen wir bekennen, dass wir gesündigt haben. ", er legte eine kurze Pause ein und sprach dann weiter:,, Wir sprechen das Schuldbekenntnis." Die ganze Gemeinde antwortete klar und deutlich:
    Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen,
    und allen Brüdern und Schwestern,
    dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe,
    ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken.
    durch meine Schuld, durch meine Schuld,
    durch meine große Schuld.
    Darum Bitte ich die selige Jungfrau Maria,
    alle Engel und Heiligen,
    und euch, Brüder und Schwestern,
    für mich zu beten bei Gott, unserm Herrn.

    Danach sprach der Priester:,, Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. ",, Amen." Die Gemeinde setzte sich danach. Der Junge blieb noch kurz stehen damit er einen Blick auf den Priester werfen konnte. Da sah er sie. Die Kette, die um den Hals des Priesters hang. An der Kette waren silberne Engelsflügel. Die Flügel waren bis in jede Einzelheit dargestellt worden und das glitzern ließ darauf schließen, dass sie aus echten Silber waren. Der Blick des Jungen bohrte sich in die Kette. Eine kalte Hand zerrte ihn auf die Bank und nahm ihm die Sicht auf die Kette. Das Bild der Kette ging ihm noch immer durch den Kopf. Der Junge hörte noch einen Satz bevor die Stimmen um ihn herum verstummten "Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. " Danach schloss er die Augen um sich nur auf die Kette zu konzentrieren. Alles andere blendete er aus. Er wollte diese Kette. Er wollte sie um jeden Preis. Die Messe verging langsam. Als der Junge Bewegungen von den Menschen vor sich spürte öffnete er die Augen. Ein kurzer Blick nach vorne verriet ihm das nun die Kommunion war. Dies war seine Chance die Kette zu bekommen. Enttäuscht musste er feststellen, dass seine Eltern keine Anstalt machten nach vorne zu gehen. Normalerweise hätte der Junge die Tat seiner Eltern nie in Frage gestellt, doch er wollte diese Kette. Deshalb fragte er:,, Mutter? Vater? Gehen wir auch?" Er schaute von seiner Mutter zu seinem Vater und wieder zurück. Ohne mit der Wimper zu zucken antwortete seine Mutter kalt:,, Nein. Das geht nicht. " Mit drüben Blick schaute der Junge wieder zur Kette. Er musste sie einfach haben.,, Ich gehe!", sagte er stur und machte einen Schritt nach vorne. Die langen kalten Finger seines Vaters legten sich auf seine Schulter und er zischte ihm leise ins Ohr:,, Du bleibst hier! Du darfst nicht! " Wütend schaut der Junge zu ihm.,, Wieso nicht? ", fragte er. Seine Mutter meldete sich wieder:,, Du wurdest nicht getauft und warst schon gar nicht bei der Erstkommunion! " Der Junge wollte widersprechen besann dich aber eines besseren und stellte sich wieder auf seinen Platz. Inzwischen hatten sich die Menschen wieder an ihre Plätze gestellt. Der Priester begann gerade wieder zu sprechen als die Eltern des Jungen aus der Kirche gingen. Widerwillig folgte ihnen der Junge. Bevor er nach draußen ging warf er noch einen Blick auf die Engelsflügel. Seine Augen sagten mehr als Worte: Ich werde dich früher oder später kriegen. Du wirst mir nicht entkommen! Dann drehte er sich um und ging seinen Eltern nach. Leise knarrend schlossen sich die großen schweren Holztüren hinter ihnen.

Kommentare Seite 1 von 1
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Ginafrancesca (Fanny) ( 9.252 )
Abgeschickt vor 515 Tagen
Ich muss Filuna zustimmen. Echt gut! Die Rechtschreibfehler stören kaum, die Idee ist toll.
Freu mich auf mehr.
(Hoffe, dass du noch mehr Reviews bekommst. Übrigens, meine Ff " Mein Dalshleben " ist weitergegangen. Lust, sie zu lesen und mir ein Review zu schreiben? Danke.)
Nochmal sehr guter Prolog!
LG, Ginafrancesca.
Filuna ( 31.76 )
Abgeschickt vor 576 Tagen
Ist richtig gut geworden. Und spannend ist es auch noch.