Vampire Knight: Die Geschichte von Chinmoku Akira. 4: Rachefeldzug und Kleinkrieg

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1 Kapitel - 2.294 Wörter - Erstellt von: Safomaly - Aktualisiert am: 2015-06-16 - Entwickelt am: - 894 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Akira begreift noch am ersten Abend durch einen dummen Unfall, dass es an der Cross-Akademie nicht mit rechten Dingen zugeht. Ihre Reaktion darauf ist allerdings ganz anders als man es erwartet hätte

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    4 Rachefeldzug und Kleinkrieg
    Ich stapfte hinter Zero her, der schweigend vor mir herlief und fragte mich, was er wohl dachte.
    „Eine Frage.“, begann er dann in einem Ton, als wäre er sauer, dass ich ihn nicht vorgewarnt hätte.
    „Warum?“
    „Wie Warum?“ Ich musterte ihn skeptisch von der Seite. „Weil unser Waisenhaus aufgelöst wurde und aus irgendeinem Grund, bin ich hier gelandet.“ Aber keine Sorge, du bist mich morgen wieder los, fügte ich in Gedanken hinzu.
    „Du bist hier, weil Direktor Cross damals zu deiner Direktorin, gesagt hat, dass er dir, wenn du Probleme hast, helfen wird.“
    „Warum hat er das gesagt?“
    „Weil er dich… ziemlich faszinierend fand. Womit wir wieder bei meiner ersten Frage wären. Warum hast du mit mir geredet? Deine Direktorin..“
    „Hausleiterin.“, unterbrach ich ihn.
    „Wie auch immer, jedenfalls hat sie gesagt, du hättest noch nie zuvor gesprochen. Ich hab mich immer gefragt, warum du ausgerechnet mit mir reden musstest.“ So, wie er das sagte, machte es mich richtig wütend.
    „Tut mir leid!“, erwiderte ich schnippisch. „Nächstes Mal werde ich mir jemand anderen suchen. Ich hatte dir helfen wollen. Das war spontan und scheinbar ein großer Fehler.“
    Er schwieg wieder.
    „So war das nicht gemeint…“, sagte er dann. Er war stehen geblieben und hatte sich zu mir umgedreht. Der traurige Blick von damals war nicht gewichen, er war noch da, sogar noch schlimmer als am Anfang. Es war eine offene Wunde gewesen, die zwar halbwegs verheilt war, aber ungeahnte Schmerzen selbst nach ihrer offenbaren Heilung hervorrief.
    Ich zwang mich, wieder weg zu schauen von diesen Augen, die wie lila Magneten auf mich wirkten.
    „Wolltest du mich nicht herumführen?“
    Ohne Kommentar drehte er sich um und rasselte Fakten über das Gebäude herunter. Dann zeigte er mir die Klassenzimmer, die Wohnheime und die Gärten.
    „Normalerweise sollen die Schüler und Schülerinnen der Day-Class sich nicht mehr um diese Zeit hier draußen aufhalten. Es beginnt die Unterrichtsphase der Night-Class.“
    „Der was?“
    „Die Night-Class ist eine Gruppe Privatschüler, die aus ebenso privaten Gründen nicht mit den normalen Schülern unterrichtet werden.“ Er schlug einen kleinen Weg ein, der zwischen Büschen und Bäumen hindurchführte. Mittlerweile war die Sonne verschwunden.
    „Aha. Und weshalb.. AUA!“
    Ein Zweig war mir ins Gesicht geschlagen. Ruckartig blieb Zero stehen.
    „Man Zero.“ Der Streifen zwiebelte tierisch. Ich fuhr mir über meine Wange. Als ich wieder auf meine Hand sah, war ein kleiner roter Strich darauf zu sehen. Ärgerlich wischte ich meine Finger an der Hose ab.
    „Das wird morgen aussehen, als mich jemand …“ Weiter kam ich nicht. Drei Menschen waren vor uns aufgetaucht. Auch sie trugen die Schuluniform, aber sie war weiß, nicht schwarz, wie die von Zero und der Schüler, die ich bisher gesehen hatte. Mein Begleiter hatte bis jetzt nicht die geringste Reaktion gezeigt, außer dass er jetzt die Fäuste geballt hielt. Die drei Gestalten kamen näher, einer von ihnen hat schwarze Haare, die relativ lang waren, zwei waren blond, allesamt Jungs, circa in meinem Alter. Als sie keine drei Meter entfernt waren, konnte ich endlich ihre Gesichter erkennen. Einer war schöner als der andere. Ungläubig flog mein Blick von einem zum nächsten. Wenn das die sogenannte Night-Class war, wusste ich, warum sie von den anderen Schülern oder bessergesagt Schülerinnen getrennt waren. Ich wettete, dass niemand mehr im Unterricht aufpassen würde.

    Ich wachte auf in einem etwas abgedunkelten Raum. In meinem Kopf war die Hölle los. Es hämmerte darin und pochte gegen meine Schläfen und jeder meine Atemzüge klang wie ein Sturm, der ganze Wälder niedermähte. Ein dunkelhaariger Junge saß auf meiner Bettkante und beobachtete mich.
    „Ah, wie schön, du bist wach.“
    Ich wusste nicht was ich zuerst fragen sollte. Wo bin ich? Wer bist du? Was ist passiert? Ich hatte ein ziemliches Fadeout.
    „Ich bin Kaname Kuran, sagen wir mal ich bin der Hausvorsteher der Night-Class. Wir sind uns gestern begegnet.“
    „Ich- Ich erinnere mich nicht. Es tut mir leid.“ Geradezu verstört sah ich ihn an. Ich hatte schon wieder eine Gedächtnislücke. Ich konnte es nicht fassen.
    „Mein guter Freund Aido, der gestern bei mir war, hat dich erschreckt, weil er sich einen kleinen Spaß machen wollte und die Neue ein bisschen necken wollte. Du bist ein wenig zu überrascht über eine Baumwurzel gestolpert und hast dir ziemlich übel den Hinterkopf angeschlagen. Aber keine Sorge, Gehirnerschütterungen sind nicht tödlich.“ Ich konnte ihn nicht genau erkennen, alles verschwamm vor meinen Augen, aber ich hatte schwören können, dass er nicht nur lächelte, sondern mir sogar freundlich zugezwinkert hatte. Er stand auf.
    „Ich hoffe, du erholst dich schnell wieder. Nochmals willkommen auf der Cross-Akademie.“ Er ging zur Tür und sie wurde von außen geöffnet.
    „Danke, Aido.“ Kaname lächelte mir noch einmal zu und verschwand durch die Tür. Ein blonder Junge, Aido, streckte den Kopf herein und musterte mich kurz. Irgendwas stimmte hier nicht. Er wollte schon wieder gehen, aber ich rief nach ihm. Verwirrt schaute er mich an. Ich stand auf und tapste barfuß auf ihn zu. Er wich zurück, doch ich ließ mich nicht beirren. Forschend widmete ich mich seinem Gesicht. Ich hatte es schon einmal gesehen.
    Ohne Vorwarnung schoss mir ein schneidender Schmerz durch Kopf und Glieder. Ich krümmte mich. Überall gleichzeitig war es, als würde ich von innen heraus zerspringen. Nach Hilfe suchend griff ich nach Aido, doch als ich ihn noch einmal anschauen wollte, zerriss das Bild.

    Es war dunkel und wir standen auf einer Lichtung, die Lichtung, auf der ich mit Zero gestern gewesen war. Ich stand vor drei Leuten in weißer Uniform, Zero stand ein paar Schritte weiter.
    „Vergiss es Seiren!“, knurrte der kleinere blonde und blickte an mir vorbei. Es war Aido. Ich drehte mich um und blickte in ein leuchtend rotes Augenpaar. Ein Mädchen war direkt vor meiner Nase aufgetaucht und schob sich näher an mich heran.
    Ich wich zurück. Alles, was dann passierte, ging so schnell, dass mir fast schwindelig wurde. Das Mädchen mit den grauen Haaren, Seiren, war auf mich zugesprungen, wurde aber abgefangen von einem anderen Mädchen mit zwei Zöpfen, auf die sich dann der Junge mit den dunklen Haaren warf. Blitze zuckten und blendeten mich. Ich kniff die Augen zusammen und wurde plötzlich gegen etwas Hartes gerammt und etwas Warmes aber ekelhaft Nasses glitt über meine Wange.
    „NEIN!“ Zeros Stimme erschallte gleichzeitig mir einer fremden Stimme, die zu einem der Jungen gehören musste.
    Auf alles gefasst, zumindest dachte ich das, öffnete ich meine fest zusammengekniffenen Augen. Geschockt starrte ich in ein Gesicht. Einer der Jungen, der kleine blonde, der eben schon da gewesen war, war nur einen Zentimeter von mir entfernt. Nach einer Schrecksekunde wurde mir klar, dass er mir über die Wange geleckt hatte und wollte ich schon zur Rechenschaft ziehen, aber mir blieb die Beleidigung im Hals stecken, denn nach erfassen der Lage erkannte ich, dass jeder in meiner Nähe Eckzähne hatte, wie ein mir sehr bekanntes Fabelwesen.
    Vampire! Ich schluckte. Zwar hatte gefühlt alles über sie gelesen, was man so lesen konnte, wenn man in einem Waisenhaus lebte, aber nur die negative Dinge fielen mir jetzt wieder ein: Blutsauger, Jäger der Dunkelheit, Tod, Verwandlung. Mir wurde schwindelig. Der Schlag gegen den Kopf war ziemlich hart gewesen, doch ich kämpfte um mein Bewusstsein.
    Der Junge ließ von mir ab. Einen Moment lang fixierte er mich, dann wich er zurück.
    „Lord Kuran, ich…“, sprach er den dunkelhaarigen Jungen an.
    „Schon gut, es ging mir ähnlich.“ Bemüht gefasst nickte der sogenannte Lord Kuran.
    Zero kam hinter den anderen hervor, sein Gesicht war eine Maske aus Stein. Er stieß ein drittes Mädchen mit recht langen hellen Haaren im Vorbeigehen weg, die sofort auf 180 war.
    „Du dreckiger…“
    Zero wandte sich zu ihr um und sie verstummte tatsächlich. Er griff mir unter die Arme. Ohne es zu bemerken war ich recht tief an meinem Baum heruntergerutscht und saß fast auf dem Boden. Er sah mich durchdringend an und zog mich auf die Beine.
    „Kaname, mach das für sie ungeschehen. Das bist du ihr schuldig und dem Direktor ebenso.“ Die Welt verschwamm vor meinen Augen.

    Abermals lag ich in dem abgedunkelten Raum, doch es war dunkler als eben. Kaname saß genau wie gerade auf der Bettkante. Ich schreckte zurück. Er war ein Vampir, ein Monster. Entschuldigend legte er den Kopf schief.
    „Das war eine harte Nacht für dich.“, begann er dann. Er wirkte auf mich völlig in Ordnung. Nichts von dem erschreckenden Wesen hatte er mehr an sich. Ein entspannendes Gefühl machte sich in mir breit, das schnell zu heller Aufregung wurde. Meine Traumwelt, die ich immer so geliebt hatte, die mir alles bedeutet hatte, war real! Es gab sie wirklich! Fasziniert betrachtete ich den dunkelhaarigen Jungen.
    „Ich weiß, dass das vermutlich nicht deinen Präferenzen entspricht, aber ich werde dir deine Erinnerungen nehmen. Das Risiko ist zu groß, dass die Leute von uns erfahren. Es ist noch nicht der Zeitpunkt.“
    „Aber… Nein… Bitte nicht.“ Hilflos sah ich ihn an. Das durfte auf keinen Fall passieren.
    „Bitte“, flehte ich. „Du kannst das nicht machen, das ist alles, wonach ich immer gesucht habe. Du musst es mir lassen.“ Es hatte nicht viel gefehlt und ich wäre in Tränen ausgebrochen.
    „Schsch.“ Kaname legte mir eine Hand an die Schläfe und sah mich durchdringend an. Ich versuchte mich zu wehren. Das würde ich nicht mitmachen. Ich wischte seine Hand weg und sprang vom Bett. Ich hatte keine Chance. Ich wurde hinterrücks gepackt und auf mein Bett zurückgezwungen. Mit einer Hand festgehalten spürte ich wieder die warme Hand an meiner Schläfe. Verzweifelt rief ich mir die Bilder von Kaname und den anderen ins Gedächtnis, aber sie begannen zu verblassen. Ich kämpfte um meine Erinnerung und erhielt sie so gut aufrecht wie möglich. NEIN! Ich würde sie mir nicht nehmen lassen von diesem arroganten Monster!
    „…Lord Kaname!...“, ertönte es weit entfernt von mir.
    „Kaname!“ Die Stimme wurde lauter. Langsam schien sich der Boden unter mir zu materialisieren und es kehrte Gefühl zurück in meinen Körper. Mein Kopf schmerzte höllisch. Ich schlug die Augen auf. Über mir kniete Aido und sah mich besorgt an. Die Tür schwang auf und Kaname kam herein.
    „Was ist hier los?“
    „Sie ist einfach umgekippt!“ Aido schüttelte mich ein wenig.
    „Sie ist doch wach, hör auf und hilf ihr hoch.“ Aido schaute mich überrascht an und zog mich in eine sitzende Position. Kaname kniete zu mir herunter.
    „Alles in Ordnung?“
    Wut überschäumte in mir. Kaname hatte mir meine Erinnerungen nehmen wollen. Ich hatte ihm erklärt, dass sie mir wichtig seien und er hatte es einfach ignoriert, weil er glaubte, er hätte sich alles erlauben können. Ich wollte ihn schon zur Rede stellen, als mir seine Lüge wieder einfiel. Von wegen gestolpert! Aber scheinbar glaubte er, dass ich ihm das abgenommen hatte. Oder er war nicht gewohnt, dass jemand seine Gedankenlöschverfahren überstand. Jedenfalls überlegte ich es mir anders und nickte nur stumm.
    „Gehirnerschütterung ist nicht so angenehm wie man glauben könnte…“
    Verständnisvoll nickte er. Aido hob mich auf Kanames Geheiß hoch und trug mich zurück zum Bett. Dann verließen beide den Raum.
    Sofort lies ich mein Lächeln fallen. Er mochte noch so ein mächtiger Vampir sein, mich zu verärgern war ein Fehler gewesen. Der konnte was erleben!
    Der nächste Tag war mein „erster Schultag“. Ich saß in der Klasse neben Sayori, mit der ich mir zusammen mir Yuki ein Zimmer teilte. Die Stunden vergingen und ich begriff recht schnell, wie die ganze Schülerschaft tickte. Zero, der etwas weiter hinter uns saß, war von allen respektiert, bzw. eigentlich eher gefürchtet. Die beiden Adoptivkinder des Direktors waren irgendwas zwischen Babysitter, Ordnungswauwau und Bodyguards, was allerdings im netten und cooleren Sinne „Guardians“ genannt wurde.
    Als die letzte Stunde des Tages vorbei war, stürzten auf einmal sämtliche Schülerinnen aus dem Raum.
    „Was war das denn?“, fragte ich Sayori verdutzt.
    „Die Night-Class tauscht gleich die Plätze mit uns.“, seufzte Sayori und packte ihre Sachen zusammen. Yuki schob sich an mir vorbei.
    „Komm doch mit!“, rief sie. „Aber bitte fang nicht auch noch an zu quietschen wie eine kaputte Rüstung.“
    „Sayori?“, wandte ich mich zu meiner Sitznachbarin um, aber diese schüttelte nur den Kopf. Achselzuckend folgte ich Yuki. Es war höchste Zeit, etwas über diese Night-Class herauszufinden.

Kommentare Seite 1 von 1
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Sky ( 92817 )
Abgeschickt vor 201 Tagen
OMG!!!!!! ICH LIEBE DEINE GESCHICHTE,UND DEINEN SCHREISTYLE!!! BITTE SCHREIB WEITER !!!!! BITTE!!!!

Echt einfach nur WOW!!!!!
Yukki-Chan ( von: Yukki-Cha )
Abgeschickt vor 225 Tagen
Wirklich tolle Geschichte bitte schreib weiter ^^
sina ( 52455 )
Abgeschickt vor 327 Tagen
Du musst unbedinkt weiter schreibe es währe cool wenn sie zu reinblüter würde und was mit zero und kaname anfangen würde eine schiksalhafte wende und auf keinen Fall was mit aido-sempai
rojin dogan ( 28284 )
Abgeschickt vor 601 Tagen
du musst einfach weiter schreiben ich bin sooo aufgeregt also mich als fan hast du schon in der tasche ;-D
ichderpirat99 ( 94907 )
Abgeschickt vor 621 Tagen
Wann schreibst du denn weiter bin gespannt wie es weiter geht.
Safomaly ( 52000 )
Abgeschickt vor 670 Tagen
Ich hoffe es, gefällt euch und freu mich immer über Kritik und Verbesserungsvorschläge. Ich habe die Serie allerdings auf englisch geguckt und es könnten einige Unstimmigkeiten auftreten, also nicht wundern ;)
xxkekscookiexx ( 32051 )
Abgeschickt vor 671 Tagen
Super geschrieben, es ist sehr spannend gestaltet und man möchte unbedingt wissen wie es weiter geht. Bitte schreib weiter! :)
ichderpirat99 ( 54266 )
Abgeschickt vor 672 Tagen
Bitte schreib schnell weiter. Bin gespannt wies weitergeht