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Die Legende von Korra: Im Schatten der blauen Augen - Buch I: Luft

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2 Kapitel - 4.581 Wörter - Erstellt von: Ahri - Aktualisiert am: 2016-08-31 - Entwickelt am: - 1.765 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Amary Satara, 17 Jahre alt, ist eine Profibändigerin mit Geheimnissen. Von ihrem Vater bekommt sie den Auftrag, sich mit Korra und Co. anzufreunden und ihnen das Leben schwer zu machen. Doch auch ihr Leben wird zur Hölle, denn ein psychopathisches Mädchen terrorisiert sie und bereitet ihr Alpträume, denn sie weiß alles über Amary - auch ihre Geheimnisse, von denen keiner wissen darf. Amary beginnt, Recherchen über das Mädchen anzustellen und entdeckt dabei eine schockierende Überraschung.

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Kapitel 1

„Serek! Streng dich mehr an und hör auf, herumzualbern! Das, was uns am Samstag erwartet, ist verdammt Ernst! Vergiss nicht, was das letzte Mal passiert ist!“, herrschte ein siebzehnjähriges Mädchen ihren gleichaltrigen Teamkameraden an. Dieser lag benommen auf dem Boden. Um ihn herum lagen zertrümmerte Erdscheiben, da er zuvor angefangen hatte mit diesen zu jonglieren.

„Serek, Amary hat Recht. Nur wegen ihr sind wir ins Halbfinale der Meisterschaftsqualifizierung gezogen. Du musstest ja unbedingt wieder deine dummen Moves auspacken und hast mich gleichzeitig mit ins Aus gehauen!“, mischte sich ein schwarzhaariger Junge ein, der soeben den Trainingsraum betrat.

„Schön, dass du auch endlich da bist, Tyros. Wo warst du denn, hm? Das Training hat schon vor 'ner halben Stunde angefangen!“, giftete das Mädchen den ein Jahr älteren direkt an.
„Wie wollen wir gewinnen, wenn der eine nur Blödsinn macht und sich wie ein Volldepp aufführt, während der andere ständig eine halbe Stunde zu spät kommt, weil er es verdammt noch einmal nicht für nötig hält, pünktlich zu kommen! Ich kann euch auch nicht ständig den Arsch retten und unser Team alleine durch die Runden bringen!“
Sie seufzte und hielt sich mit der rechten Hand ihren Kopf. Sie sollte echt mal aufhören, sich so oft zu beschweren.

Serek setzte sich währenddessen auf und hielt sich die Stelle am Kopf, an der nun eine Beule herausragte. Er sah zu seiner Kameradin, die auch gleichzeitig seine Teamkapitänin war, hoch und lächelte sie schief an.
„Ich hoffe, dass es reicht, wenn Tyros pünktlich erscheint. Wir wollen ja nicht die Sauerei wegmachen müssen oder wie siehst du das, Mary?“

Amary kochte vor Wut und nahm ihre rechte Hand vom Kopf, nur um sie in der nächsten Sekunde zu einer Faust zu ballen.
„Kannst du auch nur ein einziges Mal ernst bleiben und mit deinen zweideutigen Sprüchen aufhören? Es nervt! Euer ganzes Verhalten geht mir auf die Ketten! Immer bin ich die Einzige, die pünktlich da ist, die ernst bleibt UND die unser Team in die nächsten Runden rettet. Und wo zum Teufel bleibt der Dank! Ich bin es echt leid!“, redete sie sich in Rage.
Bei ihrem aggressiven Ton, zuckte Serek stark zusammen und auch Tyros schien ihr Ton nicht kalt zu lassen.

Beide wussten, dass jetzt nicht mehr mit ihr zu spaßen war. Eine falsche Bemerkung würde sie zum Ausrasten bringen und der Trainingsraum würde einem Schlachtfeld gleichen.

„Mary, beruhige dich doch. Ja, wir wissen, dass unser Verhalten nicht gerade gut ist und es tut uns auch leid. Wir können es eben noch immer nicht fassen, dass wir auch dieses Jahr die Chance haben, an der Meisterschaft teilnehmen zu dürfen. Ich verspreche dir, wir werden uns von nun an wieder zusammenreißen und unsere Leistung steigern, so wie immer.“, redete der Feuerbändiger des Teams beruhigend auf seine Kameradin ein und legte ihr eine Hand auf die Schulter.

Amary verspürte den Drang, seine Hand von ihrer Schulter zu schlagen. Noch immer war die Wut auf dieses unseriöse Verhalten ihres Teams groß, aber sie wusste, dass ihnen eine ausartende Streiterei nichts brachte. Am Samstag würden sie gegen die Feuerfrettchen spielen müssen und am darauffolgenden Tag, entweder um den ersten und zweiten oder um den dritten und vierten Platz, spielen.

„Wenn du mich noch einmal Mary nennst, dann wünschst du dir, es nie getan zu haben. Das gilt nicht nur für dich, Tyros!“, sie blitzte Serek währenddessen wütend an und redete weiter: „Ihr wisst, dass ich es hasse so genannt zu werden. Mein Name ist Amary, Amary Satara. Wenn ihr es trotz der drei Jahre, in denen wir schon ein Team sind, vergessen haben solltet. Jetzt fangt an zu trainieren! Ich, für meinen Teil, mache jetzt die Fliege. Ihr Jungs habt es mal wieder geschafft meine Nerven überzustrapazieren.“
Sie wandte sich ab und ging auf die Tür, die zur Umkleidekabine führte, zu.

„Und was ist mit meiner Beule? Wer behandelt die?“, jammerte Serek, während er sich schwankend aufrappelte.

„Such dir einen Wasserbändiger, der zum Heiler ausgebildet wurde und nicht mich, wo es nicht gelernt hat! Wie oft soll ich es eigentlich noch sagen!“
Wieder stand sie kurz vor der Explosion, auch wenn sie wusste, dass der Braunhaarige sie nur wieder provozieren wollte. Sie hasste es einfach sich wiederholen zu müssen und auf Provokationen ging sie immer sehr schnell ein.

Der Erdbändiger grinste nur dumm vor sich her.

„Musste das wirklich sein?“, seufzte Tyros.

„Komm schon, Alter. Du kennst mich doch.“, erwiderte er und grinste noch breiter.

Die Braunhaarige knallte die Tür hinter sich zu. Das war echt zum verrückt werden!

Sie trat auf den Spind zu und öffnete diesen. Amary kramte ihre Alltagsklamotten aus diesem und legte jene hinter sich auf die kleine Bank, die in der Mitte des Raumes stand. Sie zog ihr gepolstertes Oberteil aus und tauschte es gegen ein dunkelrotes Top. Die Hose, ihrer Profi-Bändiger Kleidung, wechselte sie gegen eine schwarze, eng anliegende Hose aus. Ihre Stiefel tauschte sie gegen schwarze Turnschuhe. Ordentlich gefaltet, legte sie ihre Uniform in den Spind, schnappte sich ihre schwarze Lederjacke, ihren Rucksack und schloss den Schrank.

Alles in einem, sah sie nicht wie eine Bändigerin vom Wasserstamm oder einer anderen Nation aus, aber es störte sie auch nicht. Ganz im Gegenteil, sie war sogar sehr froh darüber.
Wenn sie keine Profi-Bändigerin wäre, dann würde man sie für eine einfache Einwohnerin Republica’s halten.
Aber genauso wollte sie behandelt werden. Sie wollte wie eine Nichtbändigerin behandelt werden. Sie hasste es, diese Ungleichheit sehen zu müssen.
Sehen zu müssen, wie Bändiger mit ihrem Können prahlten und sich in Überlegenheit wiegten. Doch geblendet von ihrer Macht, sahen sie nicht, dass auch Nichtbändiger sich langsam aber sicher gegen sie zu wehren übten. Das wusste sie nur allzu gut. Sie sahen nur das, was sie sehen wollten: Dumme, naive Normalos.

Diese Wut auf die Bändiger, ließ ihre Hand erneut zu einer Faust werden.
'Wir werden es ihnen noch zeigen!', dachte sie entschlossen und verließ die Arena.

Der Himmel strahlte in einem klaren hellen Blau, nur schleierhafte Wolken befanden sich am Himmelszelt, während die Sonne ihre ganze Wärme auf die Gebäude und Menschen unter sich verteilte.


Ein Blick auf die Standuhr verriet ihr, dass ihr Vater schon auf sie wartete. Zielstrebig bahnte sie ihren Weg durch die Straßen, bis zu einem abgeschiedenen Industriegebiet, darauf achtend, dass niemand sie verfolgte, gar sah.

Sie musste ihre Tarnung aufrechthalten. Keiner der Equalisten durfte je wissen, dass sich zwei Bändiger unter ihnen befanden - ihr Vater und sie. Sie schlüpfte hinter eines der Gebäude und zog sich eine weite, schwarze Hose an, die von ihren schwarzen Stiefel, an die Unterschenkel gedrückt wurde. Ein schwarzes Oberteil, das ihr bis zu den Handgelenken reichte, streifte sie sich über. Darüber zog sie eine Art Kimono, in dunkelblau mit Kapuze, an. Nun sah Amary genauso aus wie ihr Vater. Nur die Farbe ihrer Kleidung und ihre Körpergröße unterschieden sich von ihm, ebenso ihr Gesicht.
Da sah sie ihrer Mutter sehr ähnlich, harte aber weibliche Gesichtszüge.

Sie fischte sich noch ihre Maske aus der Tasche und zog sie über, ehe sie sich auch die Kapuze über ihren Kopf streifte. Ihre anderen Sachen wanderten allesamt in ihren Rucksack, den sie danach in einem leeren Stromkasten versteckte.

Ihr nächstes Ziel war das Hauptgebäude, wo sich das Büro ihres Vaters befand. Dort angekommen, ging sie, ohne zu klopfen, hinein und wurde sogleich auf das Radio aufmerksam.

„…und ich bin sehr glücklich hier zu sein. Danke, Republica!“, sprach eine weibliche Stimme, während man im Hintergrund lautes Gejubel wahrnahm.

Der Leutnant stellte das Gerät ab.
„Amon, was wirst du jetzt unternehmen?“, fragte dieser sogleich.

Amary ließ ihren Blick zu ihrem Vater gleiten, der mit dem Rücken, hinter seinem Schreibtisch, zu ihnen stand und den Blick auf eine Karte geheftet hatte. Seine Arme hinter dem Rücken verschränkt. Sie war echt neugierig, um was es gerade ging und wer dieses Mädchen war, das man gerade aus dem Radio gehört hatte. Schnell wurde auch die Identität des Mädchens geklärt.

„Der Avatar ist eher gekommen, als erwartet. Dann müssen wir unseren Plan etwas schneller durchsetzen…“, entschied Amon, drehte sich zu dem Leutnant und seiner Tochter um.
„…und du wirst dabei eine wichtige Rolle spielen, meine Tochter.“

Amary war es gewohnt von ihm Tochter, anstatt Amary, genannt zu werden, denn sonst würde man wissen, dass sie eine Bändigerin war und das käme gar nicht gut an.

„Es tut mir leid, dass ich so spät bin, Vater. Ich wurde aufgehalten. Ich bitte um Verzeihung.“, entschuldigte sie sich und deutete eine Verbeugung an. Ihre Stimme war gedämpft durch die Maske.

„Unterlasse diese Unpünktlichkeit in Zukunft!“, Befahl er streng. „Wenn ihr uns bitte entschuldigen würdet.“, wandte er sich nun an den Leutnant und die anderen zwei Equalisten, die sich im Raum befanden.

Als die drei den Raum hinter sich gelassen hatten, ging Amon ein paar Schritte auf Amary zu und umarmte sie sogleich.
„Schön dich zu sehen.“, sprach er nun im liebevollen Ton.

„Geht mir genauso. Ich weiß ja jetzt, um was es geht. Also, was ist meine Aufgabe?“, kam sie sogleich zur Sache. Sie führte unheimlich gerne die Aufträge ihres Vaters aus und freute sich auf jede Aufgabe, die sie von ihm bekam. Sie sehnte sich wie er, nach Gleichheit der Menschen.

„Du wirst dich darum bemühen müssen, dass der Avatar dich zu deinen Freunden zählt. Dabei ist es mir egal, wie du vorgehst.“, erklärte er ihr eindringlich. „Das ist von großer Wichtigkeit.“

Sie sah ihn unter ihrer Maske entschlossen an.
„Verstanden! Ich soll sie ausspionieren, sodass wir immer wissen, was sie vorhat und ihr zuvorkommen zu können.“, stellte sie die Sachlage fest und nickte.
Amary wandte sich von ihrem Vater ab und ihre Hand ruhte auch schon auf der Türklinke, als ihr Vater das Wort noch einmal erhob: „Ach ja, es wäre außerdem vom Vorteil, wenn du dich auch mit den anderen anfreundest, die der Avatar ebenfalls zu seinen Freunden zählt. Versuch also möglichst nett zu ihnen zu sein, auch wenn du sie eventuell nicht leiden kannst. Sieh über die Rivalität hinweg, sofern eine vorhanden ist.“

„Weiß ich doch. Ich bin ja nicht dumm.“, erwiderte sie genervt und rollte mit den Augen. Sie drückte die Klinke hinunter und verließ den Raum. Ihre Beine trugen sie zu ihren Rucksack, wo sie wieder in ihre gewöhnlichen Klamotten schlüpfte.

Als nächstes suchte sie ihre kleine Wohnung auf, in der sie schon immer alleine lebte, seit ihr Vater mit ihr nach Republica gezogen war. Das war einige Jahre, nachdem ihre Mutter starb. Eine Bande krimineller Feuerbändiger hatte ihre Mutter umgebracht, das hatte ihr Vater zumindest erzählt. Sie konnte sich noch gut daran erinnern, wie ihr Vater, plötzlich mit der Brandnarbe im Gesicht, an ihrem Bett stand, traurig ansah und sie schließlich in seine Arme schloss. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, floh er regelrecht mit ihr. Als sie ihn frage, wo Mama sei, antwortete er ihr, dass sie nun im Himmel sei und sie mehr nicht wissen müsse.

Anfangs gab sie sich mit dieser Antwort zufrieden und trauerte um ihre Mutter, aber je älter sie wurde, desto größer wurde der Wunsch endlich zu erfahren, was in der Nacht passiert war. Die Trauer, die sie ihrer Mutter gegenüber verspürte, ließ aber schnell nach. Sie fing an endlich zu akzeptieren, dass sie nur noch ihren Vater hatte, aber es war okay für sie. Amary und Amon hatten schon immer ein gutes Verhältnis zueinander gehabt. Er lehrte sie das Wasserbändigen, brachte viel Geduld und Verständnis auf, aber gleichzeitig war er auch streng, was sie aber nie weiter störte. Ihr gefiel es sogar. Sie wollte nie mit Samthandschuhen angepackt werden, sondern gefordert werden, sodass sie sich beweisen konnte und nur durch diese Strenge, wurde sie zu einer hervorragenden Wasserbändigerin.

Plötzlich stieß sie mit jemand zusammen. Amary schreckte aus ihren Gedanken und taumelte durch den Zusammenprall nach hinten. Sie hob den Kopf und blickte in vertraute, haselnussbraune Augen. Sofort stieg die Wut wieder in ihr auf.

„Kannst du nicht aufpassen, du Depp?“, fuhr sie Mako, den Feuerbändiger der Feuerfrettchen, an.

„Kannst du nicht selber aufpassen? Du warst immerhin diejenige, die gegen mich gerannt ist!“, entgegnete er kühl und ging nicht weiter auf ihre Bemerkung ein.

„Und wenn schon! Das interessiert mich einen feuchten Dreck! Aber eins verspreche ich dir, ich werde dich am Samstag fertigmachen. Verlass dich drauf“, zischte sie ihm zu. Sie wandte sich ab, doch vorher warf sie ihm noch einen bösen Blick zu. Schnellen Schrittes schlug sie einen anderen Weg ein, nachdem sie gemerkt hatte, dass sie in die falsche Richtung lief.

Seine distanzierte Art trieb sie ständig zur Weißglut. Sie kam sich dann immer dumm vor, wenn sie sich immer lauthals aufregte und Mako nicht. Die beiden hatten sich noch nie verstanden, seit sie sich das erste Mal, vor zwei Jahren auf einem Turnier begegnet, waren.

Die Lichter erloschen und das Publikum hüllte sich in Schweigen. Die runde Plattform, in der Mitte des Spielfeldes, fuhr in die Höhe. Auf ihr stand der Ansager, in der Hand ein Mikrofon haltend. Seine Haare waren braun und ein Schnauzer zierte seine Oberlippe, seine Kleidung bestand aus einem eleganten Anzug und schwarzen Lackschuhen. Ein gelber Lichtkegel schien auf ihn herab.

„Begrüßen Sie in der Arena die roten Sand-Salamander!“, rief dieser aus.

Eine rechteckige Plattform fuhr in Richtung Spielfeld aus, auf dieser standen drei Personen, die nun auch von einem Lichtkegel ins Helle getaucht wurden und lautes Gejubel ertönte. Ihre Uniform war gelb mit einigen roten Elementen. In der Mitte stand ein braunhaariger, etwa ein Meter siebzig großer Junge, der wie wild seinen Fans zu winkte und lächelte breit. Seine beiden Kameraden waren nicht viel größer und hielten sich mehr zurück. Auch der schwarzhaarige Junge hatte ein freundliches Lächeln aufgesetzt, winkte aber bedeutsam langsamer. Die dritte im Bunde hatte ein siegessicheres, arrogantes Lächeln aufgesetzt und winkte ebenfalls sehr langsam.

„Und die Neuankömmlinge, die Feuer-Frettchen!“, stellte er auch das andere Team vor.

Auf der anderen Seite fuhr ebenfalls eine Plattform aus. Das Team bestand aus drei schwarzhaarigen Jungen, sie alle trugen eine rotweiße Uniform. Auch hier wurde fleißig gejubelt und gewinkt.

Beide Teams traten auf das Spielfeld, die Feuer-Frettchen auf der blauen Hälfte und die Sand-Salamander auf der roten. Während sie sich aufeinander zubewegten, hatte der Ansager das Spielfeld wieder verlassen. Beide Teams stellten sich, in der Mitte angekommen, gegenüber; Feuerbändiger gegenüber vom anderen, Wasserbändiger gegenüber des gegnerischen und Erdbändiger gegenüber Erdbändiger.

Amarys, wie auch das gegnerische Team, nahmen ihre Position ein und fokussierten sich einzig und allein auf das Spiel. Der Gong ertönte und sofort herrschte wildes Treiben auf dem Spielfeld.

Amary hatte sofort eine Ladung Wasser auf den Feuerbändiger der Feuer-Frettchen geschleudert, während Tyros, die für sich und Amary bestimmte Angriffe abwehrte. Das Wasser konnte der Feuerbändiger abwehren, doch die Erdscheibe von Serek, die sofort folgte, stieß ihn in die zweite Zone. Ein Geräusch ertönte und signalisierte eine kurze Unterbrechung, damit der Feuerbändiger sich wieder aufrappeln konnte, ohne einem weiteren Angriff zu erliegen.

Als er stand, ging es weiter. Amary fokussierte sich weiterhin auf Mako, denn er war er beste von seinem Team und somit der Erste, den sie aus dem Rennen haben wollten. Auf Angriffe, die auf sie gerichtet waren, musste sie keine Acht geben, denn Serek und Tyros kümmerten sich um ihre Defensive, so wie sie es besprochen und geübt hatten. Tatsächlich hatte sich diese Strategie, mehr als nur einmal, als nützlich erwiesen. Doch sie benutzten diese Taktik nicht oft, nur wenn sie das Spiel sicher gewinnen wollten. Ansonsten probierten sie immer eine andere Spielweise aus.

Sie schleuderte einen Schwall nach dem anderen auf Mako, musste gelegentlich ihren Standort ändern, um ihn besser treffen zu können. Eine Erdscheibe flog auf sie zu. Schnell bändigte sie Wasser aus dem Metallgitter und sprang hinter Serek, der den Angriff abwehrte und unverzüglich für Amarys Wasserladung Platz machte, die unvorbereitet den Erdbändiger der Feuer-Frettchen traf und aus dem Ring schleuderte. Der Wasserbändiger folgte Mako sogleich in die zweite Zone.

Wieder ertönte das Signal und die Feuer-Salamander durften eine Zone vorrücken. Amarys Team änderte ihre Taktik und sie begannen alle gleichzeitig auf Mako zu schießen. Dieser konnte den Feuerstoß zwar abwehren und sein Teamkamerad den Schwall Wasser annullieren, aber die Erdscheibe kam durch und schleuderte ihn ebenfalls aus dem Ring. Wenige Sekunden später, landete auch der letzte Bändiger, der Feuer-Frettchen, im Wasser unterhalb des Spielfelds.

„Die roten Sand-Salamander gewinnen die erste Runde!“, vernahm Amary nun die Stimme des Kommentators Shiro Shinobi. Ein Lächeln bildete sich auf ihr ernstes Gesicht und klatschte mit ihrem Team ab. Mit einem flüchtigen Nicken gab sie den Jungs zu verstehen, dass sie wieder dieselbe Taktik benutzten.

Die zweite Runde verlief nun um einiges schneller, denn ihr Team war nun eingespielter und sie wussten nun genau, wie ihre Gegner spielten. Mit einem Knockout entschieden sie das Match für sich. Die Fans der gelben Feuer-Salamander rasteten aus und jubelten wie verrückt, während die Fans der Feuer-Frettchen enttäuschte Gesichter zogen.

Amary nahm ihren Helm vom Kopf und lächelte zu ihren Fans, während Serek und Tyros ihre linke Faust in die Luft gerissen hatten und in der rechten Hand ihren Helm hielten. Die Braunhaarige wandte ihren Blick nun dem Verliererteam zu und konnte sich ein schadenfreudiges Lächeln nicht verkneifen, als sie das, sieben-Tage-Regenwetter-Gesicht, von Mako erhaschte. Den Anblick würde sie nicht so schnell vergessen.


Die Siebzehnjährige erwachte aus ihren Erinnerungen und bog in die Straße, die zu ihrer Wohnung führte. Erschrocken stolperte sie einige Schritte zurück.

Kommentare (6)

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Tachi (90579)
vor 97 Tagen
Bitte schön schreib weiter tolle Story
Ahri Chibara (04863)
vor 416 Tagen
Ich werd mal schauen, wie ich da weiterschreiben kann, die Geschichte wird Stellenweise eher düster werden, jedoch wird sich das später legen, bzw. erst in Buch 2 von die Legende von Korra^^
Bin echt überrascht, dass nach so einer langen Zeit jemand noch ein Kommentar da lässt :)
Adhara (02654)
vor 462 Tagen
Ich fand die Geschichte bisher sehr gut und hoffe, du schreibst bald weiter... Ich würde mich freuen!
Ahri (39001)
vor 830 Tagen
Ich danke euch beiden, aber ich werde diese FF vorerst nicht weiterschreiben. Hab neben meiner Haup-FF noch ein Projekt mit vier weiteren Autorinnen am Laufen und da passt diese FanFiktion vorerst nicht mit rein, weil ich dann immer zwischen diesem Fanfom und dem Naruto Fandom herumspringen müsste.
Außerdem muss ich mich erst wieder ein wenig inspirieren lassen

LG
cara mia (28475)
vor 831 Tagen
Ich stimme alegssa zu ,du solltest unbedingt weiter schreiben die Idee ist super 😘
alegssa (26815)
vor 857 Tagen
Wirklich gut. Schreib weiter.