Vom Schicksal zusammengeführt Teil 6

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1 Kapitel - 7.776 Wörter - Erstellt von: Yukiyuriyumi - Aktualisiert am: 2015-06-12 - Entwickelt am: - 1.850 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Oje, der Schicksalskristall hatte Yuki nicht nach Hause gebracht, sondern zu Sasuke!
Aber wieso?...
Kapitel 6: Ade Shin sekai!

    1
    "Waas?", fing ich an zu schreien. Ich glaubte, ich träume!Der Kristall hatte mich nicht nach Hause gebracht...Voller Entsetzen starrte ich
    "Waas?", fing ich an zu schreien.
    Ich glaubte, ich träume!
    Der Kristall hatte mich nicht nach Hause gebracht...
    Voller Entsetzen starrte ich in das Gesicht des Uchihas.
    Ich rückte zur Wand.
    Bloß weg von IHM!
    Erst jetzt bemerkte ich, dass ich auf einem Bett saß.
    Wieso saß ich auf dem Bett?
    "Keine Sorge, ich habe nicht vor dich anzurühren.", sagte Sasuke gelassen.
    Hä? Wie jetzt?
    Bei unserem letzten Treffen, wollte der Kerl mich noch wegen eines Schmuckstücks umbringen!
    Woher kam dieser Sinneswandel auf einmal von ihm?
    Während sich meine Gedanken um ihn kreisten, machte er auch keine Anstalten mich anzugreifen.
    Er saß die ganze Zeit mit geschlossen Augen vor mir.
    Vielleicht wollte er auch dass ich mich in Sicherheit wiegte.
    Mein Blick wurde müde.
    Ich würde auf keinen Fall darauf reinfallen!
    Solange würde ich ihn nicht aus den Augen lassen.
    Der glaubte wohl, dass ich total bescheuert wäre.
    "Sag mal, wieso werde ich andauernd von dir verfolgt?", fragte ich ihn ebenfalls gelassen.
    Er öffnete seine Augen und schaute mich durchdringlich an.
    Sein Blick schien mich durchzubohren. Ich senkte mein Kopf, um ihn nicht ansehen tu müssen.
    Oh nein, wieso wurde ich leicht rot, wenn er mich so anschaute?
    "Ich sehe keinen Sinn dich zu verfolgen. Und außerdem warst du doch diejenige, die immer wieder vor mir auftauchte. Wie schaffst du es den Kristall so zu steuern, dass du immer zu mir kommst?", stellte er mir die Gegenfrage, wobei er seine Neugier nicht verstecken konnte.
    Soso, der Uchiha wollte also von mir wissen, wie man den Kristall einsetzte.
    Innerlich grinste ich, eins und eins konnte ich nun zusammenzählen.
    Er wollte der neue Träger des Schicksalskristall werden.
    Aber dafür müsste sein alter Träger sterben.
    Der Kristall ließ sich auch nicht einfach so wegnehmen.
    Aber unser Macho hier hatte mir bisher kein Haar gekrümmt,
    weil er von mir wissen wollte, wie man den Kristall kontrollierte.
    Er brauchte mich also noch!
    Ich durfte ihm jetzt ja nicht erzählen, dass ich ihn durchschaut hatte!
    Wahrscheinlich würde er mich sonst Foltern, um die Antwort zu bekommen.
    Während er meine Antwort abwartete, ließ er mich nicht einmal aus den Augen.
    "Wo sind wir hier?", fragte ich ihn, um schnell das Thema zu wechseln.
    An seinem Gesichtsausdruck konnte man erkennen, dass es ihm anscheinend gar nicht gefiel, wenn man seine Fragen ignorierte.
    Was mich Wiederum belustigte!
    "In Oroshimarus Versteck", sagte er knapp.
    Das hätte ich mir auch gleich denken können! Das die widerliche Schlange
    Nicht weit von Sasuke ist.
    Aber die Tatsache, dass sie nicht anwesend war, beruhigte mich ein Wenig.
    Denn ich fand, diese Person deutlich gruseliger, als die die vor mir saß.
    Eigenartig, wieso hatte mich der Kristall hierhin gebracht und nicht nach Hause?
    Als ich vorhin niedergeschlagen wurde, konnte ich Sasukes Bild vor meinem Auge sehen.
    Wieso hatte ich überhaupt in so einer Situation an IHN gedacht?
    Und nicht an Katsuro oder Mutter?
    Die ersten Male als ich in Gefahr war, dachte ich nur an Rettung.
    Vorhin hatte ich an Sasuke gedacht, was ich nicht verstehen konnte...
    Das würde ich auch nie zugeben!
    Vielleicht brachte ich mich der Kristall nach Hause, wenn ich das nächste Mal auf meiner Welt konzentrierte.
    "Also was ist nun? Wie hast du ihn benutzt?", riss mich Sasuke aus den Gedanken.
    "Was benutzt? Du meinst dieses Ding?", fragte ich und hielt den Kristall vor mir hin.
    Bevor mich die Kerle vorhin erwischen konnten, war ich in Gefahr und habe in meinen Gedanken um Hilfe gebeten.
    Dann wurde ich gerettet!
    Wenn ich mich jetzt also auf den Kristall konzentriere...
    Ich schaute meinen Kristallanhänger an und ließ meine Gedanken in ihn hineinfließen.
    Ich dachte an Zuhause, an Katsuro und Mutter, ich flehte er möge mir helfen meine Liebenden wieder zusehen.
    Meine Hand erwärmte sich, ich öffnete meine Augen und sah das Leuchten. Mein Blick fiel auf Sasuke, der überrascht auf meinen Kristall schaute.
    So ein Vollidiot! Auf nimmer Wiedersehen, Sasuke Uchiha!
    Als er das Lächeln auf meinem Gesicht sah, schien er begriffen zu haben, was mein eigentliches Vorhaben war.
    Zu meinem Schrecken packte er mich am Handgelenk und wie beide wurde von dem weißem Licht umgeben.
    Mist, er wollte mich aufhalten!
    "Ich lasse nicht zu, dass du mir in meine Welt folgst!", schrie ich so laut ich konnte.
    Aber als das Leuchten verschwand, war er ebenfalls verschwunden.
    Er hinterließ nur seine Wärme auf der Stelle, wo er mich noch eben festhielt.
    Ich stand vor dem Treppen meines Hauses.
    Es war bereits gegen Morgengrauen. Der frische Wind kitzelte mich an Armen und Beinen.
    Endlich! Ich hatte es nach Hause geschafft. Ich spürte die Erleichterung in mir, als ich auf die Knie fiel.
    Ich lächelte vor mich hin und verweilte noch so einen Augenblick. Der Boden unter mir war kalt und feucht. Davon bekam ich eine Gänsehaut, aber ich war froh darüber.
    Dann erhob ich mich wieder und ging die Treppen hoch. Aus dem Küchenfenster brannte Licht. Meine Familie war bereits aufgestanden.
    War ich nur die Nacht weg gewesen?
    Oder war ich wieder ein paar Tage verschwunden?
    Egal, wie viel Zeit ich in der anderen Welt verloren hatte, ich war glücklich wieder in mein normales und langweiliges Leben einzutauchen.
    Ich öffnete meine Haustür und ging hinein mit der Gewissheit, dass ich nie wieder in eine andere Welt reisen würde.

    Sasukes Sicht:

    Verdammt noch einmal! Sie hatte mich reingelegt! Ich dachte erstmal, dass sie es mir zeigen würde, wie man den Kristall einsetzte. Aber sie hatte nur den Gedanken zu fliehen.
    Das Mädchen hatte mich schon wieder überrascht.
    Ich hatte so viel Grips gar nicht von ihr erwartet. Ich war mir absolut sicher, dass sie mir sagen würde, dass sie es nicht wüsste.
    Aber anscheinend hatte ich sie unterschätzt. Zu blöd, ich hatte nur für einen Bruchteil der Sekunde nicht aufgepasst und jetzt hatte ich sie verloren.
    Ich betrachtete noch eine Weile meine Hand, die sie eben noch festgehalten hatte. Ihr Handgelenk war so zierlich, wieso mir das auffiel, wusste ich nicht.
    Aber ich würde sie schon wiederfinden. Entweder war das nur ein Zufall, dass der Schicksalskristall sich aktivierte oder aber...
    Sie hatte herausgefunden, wie man ihn einsetzte.
    Sie würde bestimmt, ihn nicht noch einmal einsetzen, da sie wusste das ich ihr dicht auf den Fersen war.
    Aber auch gut.
    Ich mochte sie vielleicht jetzt verloren haben, aber das würde sich bald ändern.
    Ich schaute von meiner Hand nach oben zu den hohen Gebäuden, die sich über mich rangten. Die Gebäude hatten zahlreiche Fenster. Die kleineren Gebäude sahen etwas heruntergekommen aus. Von überall konnte ich unterschiedliche Geräusche wahrnehmen. Diese Stadt war sehr fremd, da fast alles bis auf den Himmel in einem Grau getunkt war.
    "Das ist also Yukis Heimat 'Shin sekai'", murmelte ich.
    Da ich ihren vollständigen Namen wusste, würde es nicht als zu schwer sein, sie zu finden.
    Ich musste sie finden, damit ich zurückkehren konnte!
    Der Gedanke, dass ich jetzt von ihr abhängig war, machte mich wütend!
    Ich brauchte den Kristall um Itachi zu finden!
    Und für etwas anderem sehr wichtigem...
    Der Schicksalskristall der Uchiha... Er existierte also tatsächlich, Aber wieso war Yuki seine neue Trägerin? Der alte Träger musste also schon Tod sein...
    Aber es war bekannt, dass er sein Leben lange vorher verloren hatte, wie kam er dann zu Yuki?
    Sie schien auch niemand zu sein, der jemanden umgebracht hätte.
    Dafür war sie viel zu schwach...
    Dieses Mädchen war mir ein Rätsel, aber ich würde noch die Wahrheit aus ihr rauskriegen.
    Das dachte ich mir jedenfalls und legte meine Hand auf das Katana.
    "Ich muss jetzt also Informationen sammeln", gab ich gereizt von mir.
    Ich müsste auch nach jemanden Ausschau halten, der Katsuro hieß.
    In was für eine Verbindung er wohl zu Yuki Stande?
    Ich schüttelte leicht meinen Kopf und machte mich auf den Weg.
    Es ist egal, Hauptsache ich fand sie und den Kristall.

    Yukis Sicht:
    "Aaaaahh", Schrie ich ins Telefon. Ich hatte tatsächlich meine Verabredung mit Maron zum Lernen vergessen!
    Da ich erst gestern Morgen nach Hause kam, den lieben langen Tag geschlafen hatte und abends Mutter und Katsuro von meinem Erlebnissen erzählt hatte, habe ich an den nächsten Tag gar nicht gedacht!
    Ich hatte sogar vergessen, weil wir in ein paar Tagen die Klausuren schrieben,
    dass wir frei gestellt wurden.
    Einige von uns hatten sich zusammengetan und wollten an den freien Tagen in der Schule lernen.
    "Wie konntest du unsere Lerngruppe vergessen? In ein paar Tagen finden die Prüfungen statt, für die Aufnahme zur Oberstufe! Wenn ich mich sogar noch recht erinnere warst du diejenige, die diese Lerngruppe vorgeschlagen hatte. Und durch deine "Aktivitäten " hattest du bestimmt keine Zeit um Anzufangen. Was willst du jetzt tun?".
    Ich ließ mir Marons Vorwürfe über mich ergehen.
    Sie hatte vollkommen Recht, ich hatte nicht mal angefangen zu lernen!
    Durch die ganze Sache mit dem Schicksalskristall vergaß ich beinahe mein eigenes Leben.
    Aber das würde in Zukunft nicht mehr passieren, da auch Katsuro darauf bestanden hatte, den Kristall wegzuschließen.
    Er hatte ihn irgendwo versteckt, Nicht einmal ich wusste jetzt wo er war.
    Als ich an dem gestrigen Morgen nach Hause kam, saßen Mutter und mein Halbbruder bereits am Frühstückstisch.
    Sobald sie sahen, wie ich sie anschaute, wussten sie sofort was passiert war. Meine Mutter sprang auf und nahm mich sofort in den Arm.
    Selbst Katsuro, der immer gelassen war, sah mich mitleidig an.
    Sein Blick war dann zu meinem Kristall gewandert, er stand ohne ein Wort auf und nahm sie mir weg.
    Ich wollte ihn aufhalten, da das letzte Mal Blitze aus dem Anhänger kam, sobald sie mir jemand wegnehmen wollte. Doch zu meiner Verwunderung geschah nichts dergleichen. Katsuro hielt ihn in der Hand, als sei es nichts weiter außer Schmuck. Dann brachte er sie weg.
    So viel zu gestern!
    "Ich ziehe mir schnell meine Uniformjacke über und mache mich auf den Weg zu euch! In einer halben Stunde bin ich bei euch.", versprach ich Maron.
    Ich legte den Hörer auf und lief in mein Zimmer. Ich schnappte mir meine schwarz/ weiße Jacke und zog sie über ein rotes Sweatshirt über. Da es kühler geworden war, trug ich eine Jeans und Turnschuhe. Ich Band meine Haare zu einem Dutt und nahm die Schultasche über die Schulter.
    Da ich kein Fahrrad mehr besaß, rannte ich zur Highschool.
    Ich lief über die Straße, an dem mich beinahe das Auto damals erfasst hatte. Vor einer größeren Menschenmenge kam ich zum Stehen.
    Schaulustige hatten sich um eine kleine Eisdiele versammelt und versuchten sich in die Eisdiele reinzuzwängen.
    Standen die alle wegen einer Kugel Eis an?
    Aber da es heute recht kalt war für einen Eisbecher fragte ich mich, was dann der wahre Grund für eine Menschenansammlung war.
    Ich bekam zufällig mit, wie sich Mädchen in meinem Alter unterhielten.
    "Ich versuche noch einmal einen Blick auf den heißen Typen zu werfen!"
    "Was soll die ganze Aufruhr? Ist der Kerl berühmt oder was?"
    "Nein, der Kerl läuft angeblich seit gestern durch die Stadt und sucht fieberhaft nach einem Mädchen!"
    "Als ihm ein paar Idioten überfallen wollten, hatte er sie einfach weggetreten, so als ob es ihm nicht sonderlich interessieren würde, dass sie zu zweit waren. Das hat mir jedenfalls Nanami erzählt.
    Und sie hatte vollkommen Recht, bis auf seine ulkige Kleidung sieht er verdammt gut aus. Ich beneide das Mädchen, dass er sucht!"
    Beneiden? Ich würde eher sagen, Bemitleiden!
    Wer möchte schon so einen Stalker an der Backe haben? Egal wie heiß er wäre, bestimmt hatte ihm das Mädchen zu Recht eine falsche Telefonnummer gegeben.
    Also wenn man mich fragte, würde ich sagen...
    'Verletzter Stolz'.
    Ich schaute auf die Uhr und lief weiter zur Highschool.

    Sasukes Sicht:

    Man war das nervig.
    Es war doch nicht so einfach sie zu finden. Entweder konnten mir die Leute nichts sagen, oder sie erzählten mir etwas, was ich nicht hören wollte. Ich war jetzt seit gestern auf der Suche nach ihr. Diese Stadt war sehr groß, es würde bestimmt Tage dauern sie zu finden.
    Vor allem das Geschreie dieser Mädchen war nicht auszuhalten.
    Selbst die Kellnerin stellte sich ungeschickt an, wenn sie mir meine Bestellung brachte. Ich legte nur eine kurze Pause ein und trotzdem hatte man hier nicht seine Ruhe. Doch wenn ich zurück wollte, brauchte ich Yuki und den Schicksalskristall! Es wunderte mich sowieso, wie sie es geschafft hatte mich abzuwimmeln. In diesem Ort waren
    Eigenartige Leute... Doch keiner konnte mir sagen, wo Yuki wohnte.
    Einer sagte mir heute Morgen, nachdem ich ihn etwas 'überzeugen' musste, dass meine Beschreibung auf einem Mädchen passte, dass er vor drei Tagen überfallen wollte.
    Doch selbst als ich mein Chidori aktivierte,
    Bestand er auf seiner Meinung, dass er nichts über sie wusste.
    "Sag mal wie ist dein Name?", fragte mich einer rothaarige Frau, die sich mir Gegenüber setzte.
    Ich hob mein Kopf und blickte in hellblaue Augen hinein. Genau dieselben Augen, wie die von Yuki!
    Mein Mund öffnete sich leicht. Bis auf das Alter und die Haarfarbe, saß Yukis Ebenbild vor mir.
    Die rothaarige Frau lächelte mich an und sagte:
    "Weißt du, du erinnerst mich an jemanden, der mir viel bedeutet hat. Ich habe ihn damals auch in dieser Eisdiele kennengelernt. Er saß hier in Gedanken, wie du eben auch.".
    Dann schaute sie mich erschrocken an und hielt sich die Hand vor dem Mund.
    "Oh, das tut mir leid. Ich verschwende bestimmt deine Zeit. Du siehst aus, als hättest du dich verirrt. Eigentlich habe ich mich zu dir gesetzt, um zu fragen, ob du eine Unterkunft brauchst. Du scheinst von weit her zu kommen.
    Mein Name ist Yuri Kumiko."
    Sie lächelte mich Immer noch an. Wahrscheinlich erwartete sie jetzt von mir, dass ich mich ebenfalls vorstellte. Kumiko, also?
    Nach ihrem Alter nach zu urteilen könnte sie Yukis Mutter oder vielleicht ihre Schwester sein.
    Ich hatte also Yukis Familie vor mir sitzen.
    Innerlich lächelte ich. Was für ein Zufall, sie würde mich bestimmt direkt zu ihr führen.
    Sie schien etwas naiv zu sein, einen Fremden anzusprechen. Aber ihre ruhige, freundliche Art schien ehrlich zu sein.
    "Mein Name ist Sasuke", sagte ich monoton.

    Yukis Sicht:

    Später am Nachmittag verabschiedeten wir uns von unserer Lerngruppe.
    Maron und ich standen am Schultor und winkten unseren Klassenkameraden zum Abschied.
    Ich lehnte mich am Gitter zurück und seufzte laut.
    " Was ist los?", fragte Maron mich besorgt. Ich schaute zu ihr hoch und lächelte sie an.
    Das so viel bedeutete, dass alles in Ordnung sei.
    "Verstehe", sagte sie und lächelte mich ebenfalls an.
    "Apropos, ich soll dir von Jiro ausrichten, das wir heute einen Karaokeabend machen. Einige aus seiner Klasse kommen auch. Er meinte dass uns allen, aber besonders dich, eine Ablenkung gut tut würde.", sagte Maron.
    Wirklich, Karaoke? Ich hasste Karaoke! Ich hasste es vor Freunden peinliche Balladen zu singen.
    Als ob Maron meine Gedanken lesen konnte, hob sie abwehrend ihre Hände. "Schau mich nicht so an! Jiro weiß genau so gut wie ich, dass du Karaoke hasst. Aber er hatte darauf bestanden, seine eigenen Liebeserklärungen vorzusingen. Also wirst du mitkommen müssen, ob du willst oder nicht!"

    Auf den Nach Hauseweg überlegte ich fieberhaft, wie ich vom Karaoke drücken könnte. Ich ging gerade eine Hausmauer entlang, als ein schriller Schrei mich erschrak. Ich rannte dahin woher das Geräusch kam. Ich bog um eine Ecke und blieb sofort stehen. Vor mir saß eine Frau um die vierzig, zusammengekauert auf den Boden. Ich kniete mich zu ihr runter und fragte was passiert wäre. Die Frau schaute mich an und zeigte mit dem zittrigen Finger nach vorne. Ich folgte ihrem Blick und konnte meinen Augen nicht trauen...
    War...Waren das etwa Flügel!
    Zwei große schwarze Flügel ragten aus den Mülltonnen.
    Als sie sich senkten und wieder hoben, schreite die Frau noch einmal auf.
    Sie sprang auf ihre Beine und lief in die Richtung aus der ich gekommen war.
    Ich schaute ihr kurz nach und konzentrierte mich wieder auf die Flügel.
    Aus den Mülltonnen konnte ich eindeutig Flüche raushören. Dieses Ding konnte also sprechen...
    Ich stand auf und ging langsam näher zu den Mülleimer. Ich wollte eine Mülltüte beiseiteschieben, um zu sehen, was sich dahinter versteckte.
    Zog sie allerdings wieder zurück als sich auch die Mülltüten bewegten.
    Das Ding erhob sich aus den Säcken und schaute mich mit seinen blauen Augen an.
    Ich sank auf die Knie und gab kein Mucks von mir.
    Ein...Drache?
    Vor mir war ein Drache, der mich wütend musterte.
    "Wieso starrst du mich so an, Mondauge?", gab der Drache genervt von sich.
    Ich saß Immer noch regungslos da und konnte nicht fassen, was ich da sah.
    Ein etwa 2 m große Drache, der sprechen konnte.
    Ein Drache, der mich Mondauge nannte.
    Ob es nun ein Kompliment oder eine Beleidigung war, war nicht relevant.
    Er hatte zu mir gesprochen.
    " Wer bist du, dass du glaubst mich mit deinen Mondaugen anzustarren?", sagte der Drache schnaubend.
    Ich konnte mich selbst kaum sprechen hören.
    " Du...Du bist ein Drache?"
    Der Drache kam näher zu mir und beugte seinen Kopf nach unten zu mir.
    Seine schwarzen Schuppen glänzten matt. Seine Augen waren in ein richtiges Meeresblau getunkt. Und sein riesiger Flügel hob und senkte sich wieder.
    "Ja und bist ein verängstigtes Mädchen. Das hätten wir schon mal geklärt.", sagte der Drache in einem unfreundlichen Ton.
    "Aber...was tust dann hier?", fragte ich ungläubig.
    Der Drache blickte zur Seite und schien gelangweilt zu sein.
    "Jemand hat die Drachenschriftrolle weggeworfen. Es müssten Jahrhunderte her sein, dass ich beschworen wurde. Meine Flügel sind bestimmt schon eingerostet.", meinte der Drache grimmig.
    "Beschworen?... Schriftrolle?... was hat das zu bedeuten?"
    "Ach, Mondauge! Ich bin ein vertrauter Geist, sonst wäre ich nicht hier. Ich habe ein Abkommen mit denjenigen Shinobis, die im Besitz der Drachenschriftrolle sind! Mein letzter Meister hatte mich das letzte Mal vor ein Tausend Jahren gerufen! Seitdem hatten ich und die anderen damit gewartet, dass jemand die Schriftrollen öffnet und wir wieder eingesetzt werden. Da niemand außer dir hier ist, Musst du mich beschworen haben! Du bist meine neue Meisterin, Mondauge!", sagte der Drache.
    Oh...Wie? Was?
    Eintausend Jahre! Neue Meisterin!
    Ich hob die Hände vor mein Gesicht und schütteltet heftig den Kopf hin und her.
    "Aug...Augenblick mal! Ich habe dich nicht beschworen! Dann bin ich auch sicherlich nicht deine neue Meisterin!
    Das ist ein Irrtum, ich wüsste nicht mal für was ich dich einsetzen sollte!"
    Ich wartete auf eine Anwort, doch ich hatte anscheinend den Drachen noch wütender gemacht. Er verengete seine Augen und beugte sich noch einmal zu mir runter. Ich zog meinen Kopf ein, als er mit den Zähnen knirschte:
    " Jetzt Pass mal auf, Mondauge! Ich warte jetzt mehr als 900 Jahre, dass mich endlich jemand ruft! Ich möchte wieder in Kämpfen eingesetzt werden, so wie früher! Die anderen Drache haben auch nur einen Wunsch, dass sie wieder gebraucht werden! Also ernenne ich dich jetzt eben zur meiner Meisterin!", mit diesem Satz schnellte er zu den Mülltüten, hob etwas mit seinem Maul auf und legte es mir vor meinen Knien ab. Es war eine kleine, antike Schriftrolle.
    Das Papier war ganz grün mit einer schönen Schnur zum zubinden. Ich nahm die Schriftrolle in die Hand und rollte sie aus. Es waren insgesamt 5 Namen darin geschrieben, die man aber leider nicht mehr lesen konnte. Neben jedem Namen war ein dunkler Fleck auf dem Pergament. " Und was mache ich jetzt damit?", fragte ich verwirrt.
    "Du schreibst als erstes deinen Namen unter den anderen."
    Eigentlich wollte ich das nicht. Meine Beine bewegten sich nicht, aber mein Kopf schrie ununterbrochen:
    Lauf, lauf, lauf!
    Doch unter dem bedrohlichen Blick des Drachen traute ich mich nicht zu fliehen.
    Deshalb beschloss ich erstmal mit zuspielen. Vielleicht fiel mir nachher etwas ein, um ihn und diese Rolle loszuwerden.
    Ich holte einen Stift aus meiner Tasche und schrieb meinen Namen vorsichtig darauf.
    Und hielt es dem Drachen unter die Nase und fragte, ob das so in Ordnung sei.
    "Yuki Kumiko... Halte deinen Zeigefinger über deinen Namen", sagte er ruhig.
    Ich tat was er mir sagte. Er erhob sich und kratzte mich an den Finger. Ich zog meine Hand sofort zurück und sprang auf. Einige Bluttropfen landeten auf die Schriftrolle.
    Was zum Teufel sollte das? Doch bevor ich ihn das fragen konnte, sagte er:
    "Mondauge, ich meinte Yuki Kumiko, du hast mit uns, den Drachen dieser Schriftrolle, einen Blutschwur geleistet. Wir werden dich als unsere neue Meisterin ansehen und dir in Diensten stehen. Wenn du uns brauchst, öffne die Schriftrolle, wirf die nach oben! Mein Name ist Isanagi."
    Der Drache löste sich in Rauch auf. Der Rauch stieg erstmal nach oben und verschwand dann in der Schriftrolle.
    Ich lehnte mich an die Wand. Er war wirklich in diese Schriftrolle verschwunden.
    Und ich dachte, ich würde wieder ein normales Leben führen.
    Von wegen! Wieso passierte mir das alles?
    Es kam mir kurz der Gedanke, die Schriftrolle einfach liegen zu lassen.
    Aber der Gedanke das Isanagi wieder daraus käme und vielleicht mich suchen würde, um sich zu rächen, traf ich die Entscheidung, sie doch mitzunehmen.
    Wieso...Wieso ich?
    Ich nahm meine Tasche und schlenderte nach Hause.
    "Wieso ich?", murmelte ich vor mich hin.

    "Bin wieder da!", rief ich, nachdem ich die Haustür hinter mir schloss. Ich zog meine Schuhe aus und ging in mein Zimmer. Die Tasche und Jacke warf ich über den Stuhl. Dann ließ ich mich erschöpft auf das Bett fallen. Ich ruhte mich kurz aus und starrte dann nach oben zur Decke.
    Schicksalkristall, Shinobi und jetzt auch noch Drachen!
    Das 'Schicksal' war echt gut zu mir!
    Den Kristall hatte Katsuro mir weggenommen. Dabei verspürte ich den Wunsch etwas mehr über meinen 'Erzeuger' zu erfahren.
    Ich wollte einfach nur die Wahrheit wissen.
    Die Aufnahme Prüfungen fanden in wenigen Tagen statt und ich konnte nicht mal die Hälfte des verlangten Lernstoffs.
    Ich hatte eine Schriftrolle gefunden und jetzt Drachen als Haustiere!
    Für dieses ganze Durcheinander musste ich eine Lösung finden!
    Wie konnte ich das eine normale Leben führen, wenn mir ständig schräge Sachen passierten?
    So unglaublich es auch war, aber irgendwie freute ich mich auf den heutigen Abend mit meinen Freunden.
    Meine Freunde...Die Schule...
    Meine Familie...
    All das war mein Leben!
    Ich könnte es mir auch nicht verzeihen, wenn ich jemanden in diese ganzen verrückten Sachen mitreinziehen würde.
    Den heutigen Abend werde ich mitmachen, auch wenn es Karaoke war!
    Morgen früh, würde ich dann Katsuro bitten mir den Schicksalskristall zu geben. Mittlerweile wusste ich zum Glück, wie ich ihn einsetzen konnte.
    Ich könnte in die andere Welt reisen und eine anderen Meister für die Drachen finden.
    Vielleicht...
    Könnte ich da auch etwas über meinen Vater erfahren?
    Die Aufnahme Prüfungen könnte ich auch in ein paar Wochen nachschreiben.
    Wahrscheinlich hätte ich sie da sowieso wiederholen müssen.
    Ich könnte für eine längere Zeit wegbleiben, um alles zu regeln. Ich hatte noch den Metallstab von dem Überfall damals. Ich könnte lenren ihn als Waffe zu benutzen. Und zur Not,...hatte ich noch die Schriftrolle.
    Ich stand vom Bett auf und ging zum Fenster.
    Der Himmel war Immer noch grau. Wahrscheinlich könnte es später anfangen zu gewittern.
    Gut, ich hatte also einen Plan...
    Ein riskanten Plan, aber ein Plan!
    Ich würde im Morgengrauen aufbrechen, damit mich niemand aufhielt.
    Bis dahin bräuchte ich meine Halskette.
    Hoffentlich sagte Katsuro mir, wo sie sich befand!
    Ich ging zum Kleiderschrank und fing an, den Rucksack zu packen.

    Sasukes Sicht:

    "Ich glaube das reicht jetzt!", sagte ich grimmig zu Yukis Mutter.
    Vor ein paar Stunden in der Eisdiele hatte Yuri mir von ihrer Familie erzählt.
    Also von ihrer Tochter Yuki und ihrem Sohn Katsuro.
    Katsuro war Yukis Halbbruder, welchen sie erwähnte, als sie bewusstlos war.
    Irgendwie beruhigte mich diese Tatsache.
    Ihre Mutter hatte mir erzählt, dass Katsuro aus ihrer ersten Ehe stammt, welche kurz nach seiner Geburt zerbrach.
    Dann lernte sie Yukis Vater kennen, der aber vor Yukis Geburt verschwunden war.
    Ich hatte ihr erzählt, dass ich meine Heimat vor langer Zeit verlassen hatte um jemanden zu suchen. Zur meiner Überraschung stellte sie mir keine Fragen dazu.
    Doch bevor wir zu ihr nach Hause gingen, Bestand sie darauf mir die Stadt zu zeigen.
    "Es würde dir bestimmt hier gefallen, falls du vor hast, hier länger zu verweilen!", sagte sie lächelnd.
    In der anderen Zeitzone hatte ich mich noch nie mit jemanden so unterhalten. Obwohl sie nur zum Zweck diente, genoss ich ihre Gesellschaft.
    Aber sie hatte Recht, irgendwie erinnerte mich diese Stadt an etwas.
    Ich konnte eine Vertrautheit spüren, wenn ich mir die Gegend ansah.
    Aber darüber machte ich mir keine weiteren Gedanken, sobald ich Yuki hatte, würde ich sowieso von hier verschwinden. Das heißt, wenn wir endlich zu ihr gehen könnten!
    Ich versuchte es mal auf eine andere Weise: "Die Stadt ist wirklich interessant. Aber ich bin müde von der Reise, vielleicht könnten Sie mir ein anderes Mal den Rest zeigen.", gab ich erschöpft von mir.
    Yuri schaute zunächst besorgt, doch dann erhellte sich ihr Gesicht wieder und sagte: " Also gut, Sasuke. Es ist auch schon ziemlich spät. Gehen wir, dann bereite ich das Abendessen vor. Dann kannst du auch Yuki und Katsuro kennenlernen!"
    Ja, ich kann es kaum abwarten auf Yuki zu treffen...

    Yukis Sicht:

    Mein Magen knurrte schon wieder! Ich fasste es nicht, dass Mutter noch nicht heute ein einziges Mal zu Hause war!
    Das war sonst nicht ihre Art, ohne eine Nachricht das Haus zu verlassen...
    Ob ich mir Sorgen machen sollte?
    Aber wahrscheinlich war sie nach Toku zu Miyako gefahren und ich wäre unnötig besorgt.
    Ohhh, schon wieder mein Magen!
    Die ganze Zeit dachte ich über mein Vorhaben nach.
    Ob ich es wirklich durchziehen konnte?
    Ich schüttelte die Angst ab. Ich hätte den Kristall bei mir, ich könnte jederzeit zurückkehren...
    Aber wie brachte ich Katsuro dazu, dass er ihn mir freiwillig gab?
    Darüber konnte ich mir später Gedanken machen, wenn ich ihn sah.
    Vor der Karaoke bar konnte ich Maron sehen. Sie winkte mir zu, als ich zu ihr lief.
    "Wieso hast du solange gebraucht?", fragte Maron verärgert.
    "Entschuldige, ich habe die Zeit vergessen!", sagte ich etwas verlegen.
    Sie stemmte die Hände in ihren Hüften und machte ein Gesicht, als ob sie mir nicht glauben würde.
    Schließlich sagte sie:
    "Wie auch immer, die anderen sind schon drin und haben angefangen.
    Komm", winkte Maron mich rein.
    An unserem Tisch angekommen, musste ich feststellen, dass Jiro nicht anwesend war.
    "Hallo, allerseits! Aber wo ist Jiro?", fragte ich in die Runde.
    "Er musste kurz telefonieren", sagte Suuki, eine Klassenkameradin von Jiro. Sie zwinkerte mir zu, was ich nicht genau deuten konnte.
    Neben ihr saßen zwei weitere Klassenkameraden von ihr.
    Toma und Kirihito. Suuki kannte ich bereits vorher, von der rhythmischen Sportgymnastic. Sie hatte langes braunes Haar und gelbe Augen.
    Toma war sehr groß und hatte eine schwarze Igelfrisur, Kirihito dagegen war etwa so groß wie ich und mit seinem weißen, enganliegenden Haar war er das komplette Gegenteil von Toma.
    Ich wollte mich gerade neben Maron hinsetzen, als mich plötzlich jemand von hinten umarmte.
    "Yuki-chan! Da bist du ja endlich! Ich hatte schon befürchtet, dass du nicht kommen würdest!", sagte Jiro gutgelaunt.
    Ich nahm seine Arme von mir und drehte mich zu ihm um.
    Er ging bereits in Deckung, wahrscheinlich dachte er, dass ich ihn anschreien wollte.
    Aber ich lächelte ihn an und sagte:
    "Hallo, Jiro! Freut mich auch dich zu sehen."
    Ich setzte mich neben Maron und musste feststellen, dass mich alle verdutzt ansahen.
    Selbst Jiro sah mich verwirrt an.
    "Ist was?", fragte ich achselzuckend.
    Die anderen wandten ihre Blicke von mir ab und murmelten, das nichts sei.
    Ich grinste vor mich hin. Ich weiß nicht wieso, aber ich war heute Abend gut drauf.
    Wahrscheinlich lag es daran, dass ich in nächster Zeit meine Freunde nicht sehen würde.
    Dafür würde ich den heutigen Abend mit meinen Freunden umso mehr genießen!

    Sasukes Sicht:

    Sie war also nicht zu Hause.
    Yuri hielt den Zettel hoch, auf dem stand:
    Ich bin mit meinen Freunden ausgegangen! Wartet nicht auf mich, alles Liebe Yuki!
    Yuri legte ihre Hand an die Wange.
    " Schade, aber auch. Katsuro hat heute Abend Kendotraining. Tja, dann werden wir wohl nur zu zweit Abendessen.", sagte sie mit einem Lächeln und ging Richtung Küche.
    Ich hielt sie am Arm fest, worauf sie sich verwundert umdrehte.
    Sie schaute mich überrascht an.
    "Das wird nicht nötig sein. Ich warte bis Yuki nach Hause kommt...",
    Sagte ich.

    Yuki Sicht:

    Es war bereits nach Mitternacht.
    Wir hatten so viel Spaß gehabt, dass ich komplett die Zeit vergessen hatte.
    Wahrscheinlich erwartete mich ein Haufen Ärger zu Hause.
    Aber das ich heute ausgegangen war, hatte mir eins klarwerden lassen:
    Wieso sollte ich mein Leben für etwas riskieren, was sich sowieso nicht ändern ließe?
    Ich hatte beschlossen, in die andere Welt zu reisen, um einen neuen Meister für die Drachen und die Wahrheit über mein Vater zu finden.
    Aber...
    Ich konnte es doch nicht...
    Mein Leben war hier in Shin sekai! Meine Mutter und mein Bruder Katsuro lebten hier, meine Familie! Und bis jetzt war ich immer Glücklich mit dem Leben hier. Mein Vater hatte mich bis vor kurzem nicht interessiert gehabt.
    Und jetzt wollte ich ihn suchen gehen?
    Das würde vielleicht jeder andere tun, aber nicht Yuki.
    So war ich nicht!
    Ich werde jetzt nicht meine Freunde und Familie verlassen, nur um etwas über jemanden zu erfahren, der meiner Mutter so viel Kummer bereitet hatte.
    Ich meinte...vielleicht wollte ich ja gar nicht den Grund für sein Verschwinden wissen.
    Selbst dann würde es sich nichts ändern...
    Ich war bereits vor den Treppe meines Hauses angekommen. Aber etwas stimmte nicht...
    Es brannte kein Licht... Lagen sie schon im Bett?
    Vielleicht waren sie müde und haben deswegen nicht auf mich gewartet...
    Aber irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl.
    Ich schaute noch einmal auf die Uhr, nein es war halb 1. In der Zeit hatte ich mich nicht geirrt.
    Ich ging zur meiner Haustür und lauschte. Stille.
    Es war, als ob niemand da wäre. Was machte ich nun?
    Ich ging um das Haus herum und schaute ins Küchenfenster rein. Leider konnte ich durch die Dunkelheit nichts erkennen. Ich lief zurück zur Haustür und klingelte.
    Zu blöd, dass ich meinen Schlüssel vergessen hatte.
    Ich und mein Gedächtnis hatten uns nie gut verstanden. Ihm gab ich die Schuld für meine schlechten Noten.
    Ich klingelte noch einmal, aber drinnen rührte sich nichts.
    "Katsuro?...Mama?....Ich stehe vor der Tür und komme nicht rein!", rief ich nach oben zu den Fenstern. Aber es rührte sich immer noch nichts.
    Und nun?
    Ich lehnte mich an die Haustür, die komischerweise plötzlich aufging.
    Seltsam, wieso war sie offen?
    Ich ging hinein und zog leise meine Schuhe aus. Ich lief den Flur entlang, als ich ein Geräusch hörte. Ich hielt inne, es kam...aus dem Wohnzimmer?
    Mit verärgertem Gesicht ging ich ins Wohnzimmer.
    "Sag mal findest du das witzig, Katsuro?", rief ich. Ich erreichte das Wohnzimmer und schaltete das Licht an. Meine Hand blieb auf den Lichtschalter. Wie erstarrt sah ich auf den Boden. Meine Mutter lag bewusstlos da.

    "Mama!", schrie ich und lief zu ihr. Ich hielt meine Hand vor ihr Gesicht und war erleichtert. Sie atmete noch, also war sie wirklich nur bewusstlos.
    Ich schaute mich entsetzt um, die ganzen Schränke waren auf. Jemand hatte etwas gesucht. Vielleicht war der der Dieb hier noch im Haus. Ich versuchte meine Mutter auf zu wecken, aber sie regte sich nicht. Daher hob ich sie aufs Sofa hoch und strich ihr, eine rote Strähne vom Gesicht weg.
    Sie schien zwar äußerlich keine Wunden zu haben, aber...
    Wenn der Kerl noch im Haus war, würde er sich jetzt warm anziehen müssen. Ich ballte meine Hände zu Fäusten und ging die Treppen hoch zu dem Schlafzimmer. Wahrscheinlich hatte er mich bereits gehört und versteckte sich jetzt. Bei dem Gedanken wurde ich noch wütender.
    Als ich an meinem Zimmer vorbei ging, fuhr ich herum. Da drin war jemand! Ich holte aus und trat die Tür auf. Eine Straßenlaterne leuchtete durch mein Fenster. Es befanden sich zwei Personen in meinem Zimmer. Die eine Person stand hinter ihm und hielt ein Katana an den Hals der anderen Person. Ich sah in Katsuros überraschtem Gesicht und das Schwert an seiner Kehle.

    "Katsuro... Was machst du mit meinem Bruder? Was ist hier überhaupt los?", schrie ich den Kerl an, dessen Blick auf meinem Schrank gerichtet war. Er drehte seine Kopf langsam zu mir und schaute mich gelassen an.
    Meine Augen weiteten sich...Es war Sasuke.
    "Wie...Wie konntest du...", sagte ich verwirrt. Wie kam er hierher? Hatte ich ihn in meine Welt mitgenommen, ohne es zu bemerken. Nein, das hätte ich gemerkt! Ich schüttelte meine Starre weg.
    Egal, wie er hierhergekommen war, er war jetzt in meinem Haus und bedrohte Katsuro!
    Ich funkelte ihn wütend an und schrie: "Lass deine Finger von meinem Bruder oder du lernst mich richtig kennen!"
    "Yuki...", sagte Katsuro.
    Ich wartete auf Sasukes Reaktion, doch er starrte mich einfach nur an.
    "Halt die Klappe, zu dir komme ich noch.", gab er genervt von sich.
    Ich glaubte das nicht! Der Kerl war durch und durch arrogant.
    Er schaute wieder zum Schrank und wandte sich dann zu Katsuro.
    "Da?", fragte er ihn. Wobei Katsuro nur schwach nickte.
    "In der roten Schatulle unterstes Fach!", sagte er noch zähneknirschend.
    Sasuke ließ von ihm ab und steckte sein Katana wieder in die Scheide.
    Er ging zum Schrank. Ich nutzte den Moment und rannte zu Katsuro.
    Ich umarmte ihn und fragte, ob es ihm gut ginge.
    Er nickte und schaute zu Sasuke. Er hatte bereits den Schrank geöffnet und suchte meine Fächer ab.
    Wonach suchte er? Hatte Katsuro etwa...
    Ja der Gedanke bestätigte sich, als Sasuke sich umdrehte und den Schicksalskristall in seiner Hand hielt.
    Ich verstehe, danach hatte er gesucht. Deshalb die Unordnung im Haus. Ich schaute wieder zu Katsuro, der sein Gesicht Immer noch zu Sasuke gerichtet hielt.
    Er hatte den Anhänger also in meinem Zimmer versteckt.
    Da, wo ich ihn nie suchen würde.
    "Du hast das was du wolltest, jetzt verschwinde!", sagte Katsuro wütend zu ihm. Katsuro schloss seine Hand um meine. Ihm wurde gerade ein Schwert an der Kehle gehalten und seine Hand zitterte nicht mal!
    Ich blickte von Katsuro wieder zu Sasuke, der auf uns zukam.
    Was hatte er vor?
    Ich hielt den Atem an und blickte zu ihm hoch. Er stand vor mir und starrte mich einfach nur an.
    "Komm", befahl er.
    "Wohin?", fragte ich ihn wütend. Er schloss seine Augen und ging an mir vorbei.
    Dann blieb er in der Tür stehen.
    "Ich kann den Schicksalskristall nicht benutzen, da du die Trägerin bist. Also musst du mit mir kommen. Wenn du soweit bist, ich warte unten.", gab er gelassen von sich und verließ das Zimmer.
    Meine Augenbrauen zogen sich zusammen, was für ein Mistkerl. Er glaubte doch nicht im Ernst, dass ich ihn zurückbringen würde!
    Auf einmal ließ Katsuro meine Hand los und stand auf.
    Ich stand ebenfalls auf und versuchte ihm in die Augen zu schauen, indem ich mich direkt vor ihm stellte.
    "Katsuro...Was ist passiert? Und was hat Sasuke mit Mutter gemacht?", fragte ich ihn.
    Er blickte zur Seite, so als ob er mir nicht antworten wollte.
    Ich hob meinen Hände und legte sie ihm an seine Wangen.
    Er schaute zunächst überrascht, aber nahm meine Hände nicht weg. Er schloss seine Augen und erzählte mir was vorgefallen war:
    "Ich kam erst selbst vorhin nach Hause. Ich kam gerade ins Wohnzimmer, als der Kerl den Raum durchsuchte. Dann sah ich Mutter auf den Boden. Ob er sie niedergeschlagen hatte, dass wusste ich nicht. Ich nahm mein Kendostock und rannte auf ihn zu. Doch er bewegte sich nicht mal einen Zentimeter. Dann auf einmal war er hinter mir. Ich drehte mich um und in dem Moment Durchschnitt er den Kendostock mit einer einzigen Bewegung. Es ging alles so wahnsinnig schnell, da hielt er mir bereits sein Schwert am Hals. Er fragte mich zuerst wo du warst. Aber als ich ihm sagte, dass ich es nicht wusste, wollte er den Schicksalskristall haben. Ich sagte ihm, dass er ihn haben könne. Wollte aber auch wissen, was er von dir wollte. Er sagte, da ich dein Bruder wäre, könnte ich dich am besten überzeugen, dass du mit ihm gehst. Er sagte, wenn du dich weigern würdest, könnte er dich einfach töten und den Schicksalskristall an sich nehmen. Ich sagte ihm, wo ich den Kristall versteckt hatte. Und das er dich nicht töten solle, da du mit ihm freiwillig gehen würdest."
    Meine Hände nahm ich von seinem Gesicht und ging einen Schritt zurück.
    Ich blickte auf den Boden.
    Katsuro wollte mir damit sagen, dass ich mit Sasuke mitgehen sollte.
    Er hatte Angst um mein Leben...
    Und wahrscheinlich auch um Seins und Mutter.
    Der Schicksalskristall führte angeblich einem zu seinem wahren Schicksal, ja?
    Gab es ein schlimmeres Schicksal, als von seiner Familie getrennt zu werden?
    Katsuro sah mich an und wartete auf eine Antwort.
    Ich hob mein Kopf und versuchte zu lächeln.
    "Anscheinend gibt es keine andere Möglichkeit. Ich kann dich verstehen, Katsuro. Wenn Mutter aufwacht, dann sage ihr, sie soll sich keine Sorgen machen. Ich werde so schnell es geht zurück sein, versprochen!"
    Katsuro sah mich mit trauriger Miene an und schloss mich dann in eine Arme.
    "Ja, so schnell es geht...", murmelte er mir ins Haar.
    Ja, so schnell wie möglich...

    Nach ein paar Minuten ging ich ins Wohnzimmer runter. Sasuke war an der Wand neben dem Fenster gelehnt. Er hob seinen Kopf und musterte mich von Kopf bis Fuß. Ich trug meine Schuluniform, die war am praktischsten für die andere Welt. Wenn es warm war konnte ich meine weiße Jacke mit dem schwarzen Verzierungen ausziehen. Unter der Jacke trug ich nämlich ein schwarzes Top, passend zum meinen Rock und Kniestrümpfe. Unter dem Rock trug ich eine Beintasche, Inder der Metallstab verstaut war. Meine Stiefeletten waren weiß mit roten Bändern drumherum. Genauso ein Band das ich am Hals trug. Mit meiner Tasche signalisierte ich, dass ich bereit war.
    Er stieß sich von der Wand ab und stellte sich vor mich hin.
    Schon wieder dieser Blick...
    So wie er mich ansah fühlte ich mich unbehaglich. Darum richtete ich meine Augen auf die Wand hinter ihm.
    "Und was genau hast du jetzt vor mit mir? Ich meine, wenn ich dich zurück in deine Welt gebracht habe...", fragte ich ihn.
    Er senkte seine Augen und beugte sich näher zu mir runter.
    Ich zog meinen Kopf zurück, weil er etwas zu nah war...
    Er sagte: "Du wirst mir dabei helfen eine Person zu finden. Wenn du sie einmal getroffen hast, dann kannst du dich mit dem Kristall jederzeit zu ihm teleportieren. Und das werde ich zu meinem Vorteil ausnutzen!"
    Die Kälte in seinen Worten bereitete mir eine Gänsehaut. Um welche Person es sich wohl handelte?
    "Was auch immer du von dieser 'Person' willst... Wenn du es mit ihr erledigt hast, lässt du mich dann in meine Welt zurückkehren?", fragte ich.
    Er dachte kurz darüber nach und antwortete mir schließlich:
    "Sobald ich dich nicht mehr brauche, kannst du gehen, wohin du willst."
    Ich willigte mit einem Nicken ein. Mein Blick fiel auf die Couch auf der meine Mutter lag. Mein Blick wurde weich und ich lächelte sie an, auch wenn sie es nicht sehen konnte.
    Mache dir keine Sorgen, Mama...
    Die Tür vom Wohnzimmer ging auf und Katsuro stand in der Tür. Er sah mich mit einem Gesicht an, dass ich noch nie bei ihm gesehen hatte. Bereute er etwa, dass er mich jetzt gehen lassen musste.
    Ich sah ihn aufmunternd an und sagte:
    "Ich schaff das schon!" Und gab ihm ein Zwinkern. Dann drehte ich mich zu Sasuke um und hielt ihm meine Hände hin.
    "Für den Fall, dass ich dich noch einmal 'aus Versehen' verlieren sollte.", sagte ich und betonte das 'Aus Versehen'. Er legte den Schicksalskristall in meine linke Hand. Meine rechte nahm er in seine Hand. Dann zog er mich zu sich und legte seinen linken Arm um meine Hüfte. Dabei flüsterte er mir ins Ohr.
    "Ja, für alle Fälle...", sagte er in einem Ton, der meine Beine erweichen ließ.
    Wieso wurde ich dabei rot? Verdammt!
    Ich versuchte mich auf den Kristall zu konzentrieren. Ich schloss meine Augen und dachte an das gruselige Versteck. Aber irgendwie klappte es nicht ganz...
    "Versuch es noch einmal, konzentriere dich mehr...", flüsterte Sasuke sanft.
    An diesem Ton von ihm war ich nun gar nicht gewöhnt. Aber irgendwie beruhigte es mich, weshalb ich es noch einmal ausprobierte. Diesmal hatte ich an den Wald gedacht, an dem schönen friedlichen Wald, wo ich Sasuke das erste Mal traf...
    Der Kristall leuchtete und brachte uns weg vom meinem Zuhause...

    Fortsetzung folgt.

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1434018201
Vom Schicksal zusammengeführt Teil 6
Vom Schicksal zusammengeführt Teil 6
Oje, der Schicksalskristall hatte Yuki nicht nach Hause gebracht, sondern zu Sasuke! Aber wieso?...Kapitel 6: Ade Shin sekai!
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2015-06-11
407D
Naruto

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