Narutos Welt mal anders: Der Bürgerkrieg (Teil 9) Das Weiße Labyrinth

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8 Kapitel - 15.253 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2015-06-12 - Entwickelt am: - 685 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen zum nächsten Teil unseres Abenteuers.

Was bisher geschah: Nach dem Anschlag auf die Herrscherfamilie von Morodas wurde Sokuron von den kaiserlichen Ninjas gejagt. Tsunade schickte ein kleines Team auf eine Geheimmission, um Sokuron zu finden und zu helfen. Noch in letzter Sekunde konnten sie ihn finden.
In der Zwischenzeit hat Sakina den anderen Unterweltbossen Juki, Jurak und Vitu eine Partnerschaft vorgeschlagen, um gemeinsam den Bürgerkrieg zu beeinflussen und jede Konkurrenz aus dem Weg zu räumen.

Akatsuki macht sich auf die Suche nach dem Shichibi und decken dabei ein geheimes Experiment des Großmeisters auf. Es bahnt sich eine Katastrophe an.
Und sie sind nicht die einzigen, die nach dem Shichibi suchen.

1
Der Ruf des Meisters

„Was denkst du gerade?“, fragte Serra plötzlich. Kisina blinzelte kurz, um sich aus ihrem Wachtraum zu lösen. Vor einigen Sekunden hatte sie aus dem Fenster geschaut, um sich den Mond anzuschauen, als sie zusammen mit Serra auf dem Sofa saß.
„Ach nichts“, meinte Kisina unbeholfen. „Ich habe mich nur gerade gefragt, was für eine schöne Aussicht vom Mond haben würde. Wie wohl unser Planet aussieht.“
„Ach komm schon. Ich merke doch, wenn du lügst. Also, was ist denn? Mir kannst du es doch sagen.“
Serra rückte näher zu Kisina und fing an zu kichern.
„Also, naja, ich dachte darüber nach, ob es nicht Zeit wäre, mir eine eigene Bleibe zu suchen“, gestand Kisina. „Ich meine, ich bin dir lange genug auf die Pelle gerückt, oder nicht? Ich kann ja nicht für immer dein Gästezimmer beanspruchen.“
„So ein Blödsinn“, mischte sich Serra ein. „Was redest du da? Dass du hier bist, macht mir keine Umstände. Im Gegenteil: Ich habe gerne Gesellschaft.“
„Aber willst du nicht mal die Wohnung für dich alleine haben.“
„Nein, das habe ich schon, wenn ich in meinem Schlafzimmer bin. Ich bin nicht so gerne alleine. Ich weiß, viele Leute wollen das immer, aber ich nicht. Das kann ich auch nicht nachvollziehen, ehrlich gesagt. Ich könnte das nicht, ständig mit meinen Gedanken alleine sein oder sogar Selbstgespräche zu führen.“
Ihre kristallblauen Augen schauten Kisina an.
„Mir ist es lieber, wenn ich jemanden habe, mit dem ich reden kann. Ich habe nicht viele Freunde, besonders nicht im Silbernen Kreis, verstehst du? Ich kann mit niemanden darüber sprechen.“
„Ich verstehe, was du meinst.“
„Und ich sehe dich nicht nur als eine Kameradin, sondern als Freundin. Ich meine, liege ich da falsch?“
„Nein, ich empfinde das genauso. Wir sind Freunde.“
„Das freut mich zu hören“, erwiderte Serra erfreut. „Aber ich will dich auch nicht drängen. Wenn du immer noch ausziehen willst, kann ich das verstehen.“
Kisina musste kurz darüber nachdenken. Seit einiger Zeit hatte sie sich die Frage gestellt, ob sie sich eine eigene Wohnung suchen sollte, aber es war angenehm, bei Serra zu wohnen. Seit ihre Heimat im Meeresgrund versank, war Kisina von einem Ort zum anderen gewandert, bis sie schließlich bei Orochimaru gelandet war. Aber der ehemalige Sannin hatte sie nur ausgenutzt, um an Sokuron ranzukommen und auch Konoha zu zerstören.
Doch seit Kisina sich dem Silbernen Kreis angeschlossen hatte, war alles anders. Ihr Leben auf der Flucht war vorüber. Sie besaß ein Dach über den Kopf, sie wurde gut bezahlt und hatte neue Freunde gefunden. Auch wenn der Orden geheim war und ihr nicht ganz geheuer war, dass der Anführer weder einen Namen noch ein Gesicht besaß, so hielten ihre Mitglieder enger zusammen als es die Oto-Nins es jemals vermochten.
Besonders Serra war für sie wie eine Schwester geworden. Mit ihr konnte sie über alles reden, Abenteuer erleben und viel Spaß haben. Besonders die Tatsache, dass beide früher einmal Schülerinnen von Sokuron waren, ließ das Band noch stärker werden, so fühlte sich Kisina.
„Nein, du hast Recht“, sagte Kisina plötzlich. „Eigentlich ist es viel zu schön hier. Und wenn du wirklich nichts dagegen hast…“
„So ein Quatsch“, unterbrach Serra und grinste breit. „Wir machen aus dem Gästezimmer dein persönliches Zimmer. Wir machen daraus eine richtige Mädels-WG, was meinst du? Nur du und ich.“
„Das klingt wirklich gut.“
Serra lehnte sich zurück, ließ sich in das Kissen sinken und legte ihre Füße auf den Tisch.
„Immerhin bin ich die Cousine des Feudalherrn und du meine Leibwächterin. Da müssen wir uns ja richtig einrichten.“
„Das ist ein Punkt, den ich mich immer schon gefragt habe“, wandte Kisina auf einmal ein. „Wie ist dir das gelungen? Ich meine, im ersten Moment war ich noch ein Gefolgsmann von Orochimaru und wurde gesucht, und plötzlich hatte ich keine Probleme mehr. Also, nicht dass ich mich beschweren will, aber es würde mich einfach interessieren.“
Serra lächelte stolz, als hätte sie gerade einen Marathon gewonnen.
„Nun, offiziell hast du nie für Orochimaru gearbeitet. Wir haben ihnen die Geschichte verkauft, dass du eine Undercover-Agentin bist, die Otogakure infiltriert hat, um Konoha zu beschützen. Du hast in meinen Auftrag gearbeitet. Und damit der blöde Orochimaru dir glaubt, hast du ihm erzählt, du willst dich an Sokuron rächen. Also das ist die offizielle Version.“
„Und das haben dir die Leute abgekauft?“, fragte Kisina verwundert. „Ich meine, hat sich keiner gefragt, warum ich erst jetzt bei dir bin, obwohl ich angeblich schon vorher für dich gearbeitet habe? Haben sich die Leute nicht gewundert, als ich auf einmal aufgetaucht bin? Hat sich Konoha nicht beschwert?“
„Natürlich, aber ich konnte Konoha glaubhaft versichern, dass du die ganze Zeit zu meinen Leuten gehört hast. Das war nicht leicht, aber es ist uns gelungen.“
„Ähm, Moment, aber wie? Was ist, wenn sie Orochimaru doch schnappen und er dann die Wahrheit ausplaudert?“
Darüber musste Serra lachen, als hätte sie gerade einen guten Witz gehört. Sie wischte sich die Freudentränen heraus, bevor sie weitersprach.
„Das wäre völlig egal, weil wir beweisen können, dass du zu meiner persönlichen Leibgarde gehörst. Wir haben alles, was man braucht: Berichte, Lebenslauf, Zeugenaussagen, Fingerabdrücke da und Unterlagen dort. Du hast sogar eine Geburtsurkunde und eine Sozialversicherungsnummer.“
Kisina schlug die Augenlider einmal auf.
„Du verarscht mich.“
„Nein, tue ich nicht. Du bist offiziell hier geboren worden und wurdest von einer Adelsfamilie aufgezogen, die mit dem Feudalherren befreundet waren. Sie wurden bei dem Überfall durch abtrünnige Ninjas vor Jahren getötet, nur du hast überlebt. Seitdem gehörst du zu meiner Leibgarde, bis ich dir den Auftrag erteilt habe, Orochimaru auszuspionieren, weil dieser eventuell einen Angriff auf Konoha plant.“
Sprachlos fixierte Kisina die kichernde Prinzessin. War das alles wirklich möglich?
„Also, Orochimaru kann so viel Scheiße erzählen wie er will, aber niemand wird ihn glauben. Wir können es beweisen.“
„Und das hast du alles geschafft?“
Bescheiden rieb sich Serra an dem Hinterkopf und grinste wieder.
„Naja, nicht ganz. Ich habe vieles gemacht, aber die eigentliche Arbeit hat unser Boss gemacht. Du weißt schon…“
„Der Großmeister“, unterbrach Kisina flüsternd, so als fürchtete sie, dass jemand mithören könnte.
„Ganz genau. Er hat großen Einfluss auf die Regierende und hat auch dafür gesorgt, dass alles gut gefälscht wurde.“
„Hat er wirklich einen solchen Einfluss?“
Auf einmal wirkte Serra viel ernster als vorher, als hätte man bei ihr einen Schalter umgelegt. Sie richtete sich wieder auf, drehte sich zu Kisina um und legte ihren linken Arm auf die Rückenlehne des Sofas, um ihr tief in die Augen zu schauen. Sie wirkte, als wollte sie eine Gruselgeschichte an einem Lagerfeuer erzählen, um Kinder zu erschrecken.
„Lass es mich so ausdrücken“, fing Serra leise an, „ich hätte mehr Angst vor dem Großmeister als vor Akatsuki oder Orochimaru, wenn ich nicht für ihn arbeiten würde. Versteh mich nicht falsch: Sowohl Orochimaru wie auch die Mitglieder von Akatsuki sind verdammt gefährliche Gegner und stellen ein große Gefahr dar. Sie können wahrscheinlich locker ein Dorf oder ein kleines Land übernehmen, wenn sie nur wollten. Jedoch besitzt der Großmeister eine viel größere, gefährlichere Macht.“
„Und was für eine Macht wäre das?“
Serra schaute sich um, ließ ihren Blick über das Wohnzimmer schweifen wie ein Wolf auf der Suche nach Beute und wandte sich schließlich wieder Kisina zu.
„Der Großmeister besitzt die Macht, der Welt glauben zu lassen, was immer er will.“
Kisinas Augen weiteten sich vor Neugierde und Furcht zugleich.
„Er hat der Welt vorgegaukelt, dass unser Orden nicht existiert. Für die meisten Menschen sind wir eine Einbildung, eine Verschwörungstheorien von Spinnern oder Junkies, nichts weiter. Jeder, der über uns erzählt, wird ausgelacht. Der Großmeister kann dafür sorgen, dass der schlimmste Verbrecher die reinste Weste hat. Oder wie in deinem Fall: Dass eine ehemalige Oto-Kunoichi zu einer Undercover-Agentin der Prinzessin wird. Oder er kann auch dafür sorgen, dass die unschuldigste Seele auf einmal als den schlimmsten und brutalsten Serienkiller aller Zeiten gebrandmarkt wird. Verstehst du, was ich meine?“
Kisina nickte.
„Also will ich dir einen Rat geben: Legt dich niemals, ich meine wirklich niemals mit dem Großmeister an.“
„Keine Sorge“, versicherte Kisina eiligst, „ich bin doch nicht lebensmüde.“
„Ich meine es ernst“, betonte Serra fast bedrohlich. „Denk nicht im Traum daran…“
„Hey, keine Sorge.“
Kisina legte ihre Hand auf Serras Schulter.
„Ich schwöre dir, dass ich so einen Scheiß nicht machen werde. Warum sollte ich das tun? Wer auch immer dieser Maskenmann ist, er oder sie ist ein besserer Boss als Orochimaru.“
„Nun, das will ich mal hoffen.“
Wo kam diese Stimme her? Sie war ihr so vertraut!
Kisina und Serra drehten sich um.
Auf einmal stand ein Mädchen vor ihnen, die einen nachtschwarzen Kampfanzug mit einer Rüstung trug. Ihre pechschwarzen Haare wallten auf ihre Schultern und ihre goldenen Augen funkelten, als wäre sie eine erboste Göttin.
Vinora!
„Kisina, du kommst jetzt mit mir.“
„Ähm, habe ich jetzt Schwierigkeiten?“
„Nein“, versicherte Vinora kühl, „es geht um einen äußerst wichtigen Auftrag vom Großmeister und ich will, dass du mit mir kommst.“
Serra wollte auch aufstehen.
„Nein, nur Kisina“, stellte Vinora klar. „Hol deine Ausrüstung, wir brechen gleich auf.“
Kisina stand auf, schnallte sich ihren Waffengurt um, zog sich ihren grünen Mantel wieder an und verabschiedete sich noch kurz von Serra. Danach verließ sie mit Vinora wie durch Zauberhand die Wohnung.

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