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Kirschfells Bestimmung

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3 Kapitel - 1.311 Wörter - Erstellt von: Nachtfang - Aktualisiert am: 2015-06-09 - Entwickelt am: - 840 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

(spielt ein paar Blattwechsel nach "Die letzte Hoffnung")
Die junge Kriegerin Kirschfell wird auf einer Reise in die Berge von einem Adler gepackt und weit fort getragen. Schließlich gelangt sie in einen Wald, doch in diesem Wald leben Katzen mit Fähigkeiten und Bräuchen, so alt wie der Wald selbst. Und dort liegt Kirschfells Bestimmung.

    1

    Prolog

    „Häherfeder, du musst in die Berge reisen!“, miaute die Kätzin mit den Sternen im Fell eindringlich.
    „Warum?“, wollte der Heiler wissen. „Du musst diese junge Kätzin mitnehmen. Ihr Schicksal wird sie einholen. Sie wird verloren gehen, weggebracht. Das ist ihre Bestimmung.“, antwortete die Kätzin. „Was?“, rief Häherfeder, „Blaustern, ich werde sie nicht mitnehmen. Sie ist noch jung, sie muss im Clan bleiben.“ „Nein, du wirst sie mitnehmen. Kein Widerspruch. So muss es sein. Sie wird von Katzen erwartet, Katzen,, die sie brauchen.“ „Warum brauch der Stamm des eilenden Wassers schon wieder unsere Hilfe...“; grummelte Häherfeder. „Hast du nicht zugehört?“; fauchte die Kätzin ihn an, „Andere Katzen warten, und jetzt wach auf und rede mit Brombeerstern, wir haben nicht ewig Zeit.“ Damit verschwand sie.

    1. Kapitel

    „Alle Katzen, die alt genug sind um Beute zu machen, sollen sich hier versammeln!“, rief Brombeerstern. Kirschfell kam neugierig zum Versammlungsfelsen, gespannt, was der Anführer zu sagen hatte. „Häherfeder muss in die Berge gehen!“, verkündete Brombeerstern, als alle Katzen da waren, „Und da er Begleitung braucht, wird er von Weissflug, Rußherz und Lilienpfote begleitet werden.“ Häherfeder flüsterte dem Anführer etwas ins Ohr. „Ach ja, Kischfell wird auch mitkommen.“, miaute Brombeerstern. Kirschfell überlief ein freudiger Schauer. Sie sollte mit in die Berge gehen! Äherfeder wollte, dass sie mitkam. Die junge Kriegerin könnte kaum still sitzen.
    „Wir brechen morgen bei Sonnehoch auf!“, erklärte Häherfeder, „Ruht euch bis dahin aus.“
    Kischfell lief zum Kriegerbau und rollte sich in ihrem Nest zusammen. Maulwurfpelz, ihr Bruder trat zu ihr. „Ich werde dich vermissen.“, schnurrte er, „Wer hätte das gedacht: Meine Schwester reist in die Berge.“ „Ich werde dich auch vermissen.“ Kischfell leckte ihrem Bruder die Nase. „Aber es ist ja nicht für lange. In ein paar Monden bin ich wieder da.“, munterte sie ihn auf.Maulwurfpelz nickte und verließ den kriegerbau wieder.

    2
    Sie brachen früh auf. Kirschfell lief schweigend neben den anderen Katzen her. Als sie die Grenze überquerten, wurde Kirschfell ein bisschen ängstlich,, doch sie schluckte es herunter und lief weiter, immer Richtung Berge.
    Lilienpfote hüpfte um sie herum und miaute dabei fröhlich. "Lilienpfote, sei ruhig. Hebe dir deine Kraft für später auf!", wies Weisflug sie zurecht. Lilienpfote nickte und liefe normal neben ihnen her. "Passt auf!", kam da ein schriller Schrei von Rußherz, "Über uns ist ein Adler!"
    Weisflug schob Häherfeder unter einen Felsvorsprung, die anderen Katzen folgten. Kirschfell wollte zu ihnen springen, doch Klauen bohrten sich in ihren Rücken und sie wurde von den Pfoten gehoben. Der Adler hatte sie gepackt. Verzweifelt musste sie beobachten, wie die Welt immer kleiner wurde und sie weit, weit fort getragen wurde. Kirschfell wagte es nicht, sich zu bewegen, wenn der Adler sie jetzt losließ, würde sie in den Tod stürzen.
    Die Landschaft veränderte sich. Die Berge verschwanden und Wälder und Wiesen zogen unter ihr vorbei. Kirschfell wusste nicht, wie lange sie schon getragen wurde, doch es war bestimmt eine lange Zeit. Der Himmel färbte sich rot und es wurde dunkel. Und da ging der Adler in einen Sturzflug, schoss in beängstigender Geschwindigkeit auf den Boden zu, bremste kurz vorher und ließ Kirschfell auf eine Wiese fallen. Dann flog er wieder davon.
    Kirschfell blieb benommen liegen. Sie war fort, weit weg von ihrem Clan und wusste nicht einmal wo sie war. Sie war hungrig, ihr war kalt und die Nacht hatte begonnen. Zitternd rappelte die Kätzin sich hoch und schleppte sich ein paar Meter. Doch ihre Pfoten gaben unter ihr nach und sie fiel ins Gras. Seufzend rollte Kirschfell sich zusammen und sank in einen unruhigen Schlaf.

    3
    Die Vögel weckten Kirschfell am nächsten Morgen. Für einen Moment wusste sie nicht, wo sie war, doch dann kam ihr die Erinnerung und ein Schauer der Angst lief ihr über den Rücken. Ihr Magen knurrte und sie beschloss, erst einmal zu jagen. Kirschfell fing sich eine Feldmaus und aß sie mit schnellen Bissen auf. Was sollte sie jetzt tun? War sie dazu verdammt, als Einzelläuferin zu leben? "Sternenclan, warum tut ihr mir das an?", schrie sie in den Himmel hinein. Die Antwort blieb aus.
    Kirschfell sah sich die fremde Umgebung genauer an. Sie war auf einer Wiese, doch nicht weit entfernt sah sie einen Wald. Dort wollte sie hin, Wälder boten Schutz und waren ihr wenigstens vertraut.
    Kirschfell rannte über die Wiese und in den Wald hinein. Sie atmete den Geruch von Baumharz ein und von allen Seiten raschelten die Blätter im Wind.
    Die Kätzin lief tiefer in den Wald hinein. Die Bäume wurden größer, sie waren viel größer, als die Bäume beim Donnerclan. Plötzlich hörte Kirschfell hinter sich ein Rascheln. Sie sah zwischen den Bäumen goldbraunes Fell aufblitzen. Dann kam vom Ast über ihr ein Fauchen. Dort oben saß eine Schildpattfarbene Kätzin und funkelte sie bedrohlich an. Das eine Auge war braun, das andere Himmelblau. Wie war sie da hoch gekommen? Kirschfell machte einen Buckel, dann rannte sie davon. Sie hörte es hinter sich rascheln und wusste, dass die verfolgt wurde. Als sie einen Blick hinter sich riskierte, sah sie einen schwarzen Kater hinter sich herrennen. Er jagte mit einer Geschwindigkeit hinter ihr her, die nicht normal war. Bald hatte er sie eingeholt und stellte sich vor ihr in den Weg. Kirschfell wirbelte herum und wollte zurück, doch die Schildpattkätzin kam kurz darauf von einem Baum direkt vor sie gesprungen. "Wer bist du?", knurrte der schwarze Kater und sah Kirschfell aus saphirblauen Augen an. "Ich...Ich bin Kirschfell...", stotterte sie. Dann kam ein Ruf von hinten und eine goldbraune Kätzin kam auf sie zu. Sie schlenderte fast gemütlich zu den anderen. "Aurora!", zischte die schildpattfarbene Kätzin, "Was tust du?"
    "Ich habe was entdeckt!", verkündete die Goldbraune, "Schaut mal, ihre Spuren. Sie sinkt nicht richtig in die Erde ein." Kirschfell schaute auf ihre Spuren. Sie waren kaum zu sehen. Der schwarze Kater starrte Kirschfell mit unverhohlener Neugier an. "Kirschfell heißt du, hast du gesagt?", erkundigter er sich. Sie nickte. "Sei gegrüßt. Ich heiße Ares. Das ist Pandora!", er wies auf die schildpattfarbene. "Und ich bin Aurora!", stellte sich die goldbraune Kätzin vor. Kirschfell nickte unsicher.
    "Du musst mit uns kommen. Wir müssen dich der Wächterin vorstellen.", miaute Pandora und machte einen gewaltigen Sprung in den Wald. Kirschfell starrte sie an. Aurora kicherte. "Du wunderst dich. Wir Katzen des alten Waldes haben gewisse... besondere Fähigkeiten. Komm mit, wir erklären es dir auf dem Weg:", sagte Ares und forderte Kirschfell auf, mitzukommen. Zögernd folgte sie den drei Katzen tiefer in den Wald.

Kommentare (5)

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Catsparty 44 (95520)
vor 72 Tagen
BIIITTEEEEEEB SCHREIB WEITER !!!!!!!!!!
Liliensturm (51556)
vor 532 Tagen
Schreib weiter echt spanend
Lilienkralle (60874)
vor 775 Tagen
Die Geschichte ist mega cool, schreib bitte weiter!!!
Thoreta (73794)
vor 806 Tagen
Tolle ff
Und schaut doch mal bei der ff Warrior Cats Schattengeister vorbei!
Oder bei Frühlingswinds Leben - Eine Katze erzählt
Nachtfang (59711)
vor 837 Tagen
Fortsetzung folgt bald.