Lovestory Law - Love is passionating! Part 10

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1 Kapitel - 4.699 Wörter - Erstellt von: Azazel - Aktualisiert am: 2015-10-19 - Entwickelt am: - 2.419 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

    1
    Die Tage vergingen wie im Flug. Drei Tage hatte es gedauert bis wir auf Dama angekommen waren. In dieser kurzen Zeit hatte ich es geschafft mit allen
    Die Tage vergingen wie im Flug.
    Drei Tage hatte es gedauert bis wir auf Dama angekommen waren. In dieser kurzen Zeit hatte ich es geschafft mit allen Crewmitgliedern wunderbar auszukommen. Am liebsten verbrachte ich meine Zeit mit Shachi und Penguin, welche meine Hilfe und Gesellschaft gerne annahmen.
    Auch Bepo war ein Charakter, mit dem man leicht umgehen konnte. Der Kontakt zu den restlichen Mitgliedern war eher selten, da sie alle die meiste Zeit im Labor verbrachten.
    Mein Hauptproblem lag einzig und allein beim Captain, welcher meine Existenz immer noch nicht einsehen wollte.

    „Drei Tage auf dieser Insel...manchmal ist es nicht so gut Pirat zu sein.“
    Müde rekelte sich Shachi vor mir hin und her. Er hatte recht. Nicht nur, dass wir wieder einmal auf einer Insel saßen, es war auch noch verdammt heiß. Kein Wetter für ein Mädchen wie mich.
    „Vielleicht finden wir was Interessantes auf der Insel hier. Eine Schatzsuche wäre mal was anderes!“
    Auch Penguin kam an uns vorbei, stellte sich neben mich und beobachtete Shachi bei seinen Verrenkungen.
    „Aber hier muss es doch was geben..“
    „Ja.“, der Captain unterbrach mich, als ich zu einer These ansetzte. Immerhin musste Law ja irgendwo her seine Bestellung abholen.
    „Ziemlich in der Mitte ist ein Dorf.“
    Ein Dorf also. Wieso konnten wir nicht einmal irgendwo hin, wo eine Stadt war, bei der man Schoppen gehen konnte? Immerhin hatte ich keine Kleidung bei mir, lediglich das, was ich an hatte und ein paar Sachen von Nami, welche ihr zu klein und mir etwas zu groß waren. Ich wollte endlich mal etwas haben, was mir auch passte.
    „Oi, wenn ich wiederkomme, solltet du dich bereithalten für dein Training!“
    Als ich aufsah war er schon fast im Wald, welcher unfreundlich kalt vor sich hin vertrocknete.
    Ich musste mich bereit machen. Aber ob man bei einer solchen Temperatur überhaupt Eis erstellen konnte? Immerhin konnte es schmelzen und bei einer solchen Hitze war dies nicht anormal.
    „Du solltest dich wirklich vorbereiten. Der Captain wird nicht sonderlich gnädig zu dir sein.“
    Shachis besorgte Mine löste in mir ein mulmiges Gefühl aus. Er war schon eine ganze Weile Mitglied dieser Crew. Er kannte die harten Seiten seines Captain bestimmt ziemlich gut, weshalb mir die besorgte Mine nicht sonderlich gefiel.
    „Was meinst du genau damit? Wie wird er mich denn rannehmen?“
    „Wahrscheinlich wird er dich ein wenig um die Insel laufen lassen. Es ist wichtig deine Ausdauer zu steigern, damit du auch im Nahkampf nicht zu schnell am Ende bist. Außerdem wird er sehr wahrscheinlich den Nahkampf mit dir trainieren. Das wird dir zu guten Kombinationen im Kampf helfen. Ja, und am Ende wirst du deine Teufelsfrucht ziemlich gut nutzen können!“
    Während Penguin mich belehrte stand ich nur da, verzog keine Miene und nickte nur stumm.
    „Alles okay bei dir?“, besorgt legte Bepo seine Tatzen auf meine Schultern.
    Wo kam der denn her? Alle drei sahen sie mich nun an. Ich schien auszusehen wie der Tod höchstpersönlich.
    „G..geht...schon.“
    Allein der Gedanke was mir jetzt bevor stand war eine Tortur, auf die ich schon keine Lust mehr hatte. Weder war ich sonderlich sportlich, noch hatte ich jemals das Kick-Boxen an jemanden ausprobiert. Wahrscheinlich würde er mich immer und immer wieder nieder machen, wie er es ja so gut konnte. Wieso war er nur so gemein zu mir? Lag es daran, dass er widerwillig eine Frau in seine Crew aufgenommen hatte? Lag es daran, dass ich ihm einfach zur Last fiel?
    Ich fand keine Lösung auf meine Fragen.
    Es blieb wohl nur dabei, auf ihn zu warten. Irgendwann würde die Beziehung zwischen mir und meinen Captain besser werden. Ich durfte nur nicht jammern und ihn damit noch mehr verärgern.

    Gemütlich lag ich im Schatten eines Baumes. Selbst Shachi und Penguin war das ganze irgendwann zu warm geworden, weshalb sie ihre Ganzkörperanzüge öffneten und ihre Oberkörper lüfteten. Beide trugen dabei ein schwarzes Top darunter, welches die Körperzüge genau abbildete. Für mich war es etwas unerwartet, dass beide gut gebaut schienen, da ich mehr damit gerechnet hatte, dass sie eher schmächtig gegenüber Law waren.
    Waren sie aber nicht!
    Auch Bepo wurde von der Hitze in die Knie gezwungen und lag hechelnd auf dem Boden.
    Der Rest der Crew verließ das Schiff nicht.
    „Hier..“
    Als ich aufsah stand da Penguin, welcher mir ein Getränk anbot. Ein ablehnen kam nicht in Frage, da es so kalt war, dass das Wasser in Perlenform herunter glitt.
    Seufzend setzte er sich neben mich und blickte auf das weite Meer. Manchmal fragte ich mich, was die anderen hier für eine Vergangenheit mich sich brachten. Ich kannte die Geschichte meines Captain und die der Strohhüte. Aber was war mit den Leuten hier?
    Ob ich nachfragen sollte? Jedoch wollte ich keinen der Jungs verärgern wegen einer solch dummen Frage wie: Und? Was lief in deiner Vergangenheit so? Erzähl es mir!
    Irgendwann vielleicht würde man mit mir über solche Ding sprechen. Bis dahin musste ich lediglich warten. Die Jungs kannten mich schließlich noch nicht sonderlich lang, es gab somit auch keinen Grund einer beinahe Fremden seine Lebensgeschichte zu servieren.
    Das war der Moment, in dem ich wieder die Anwesenheit meines Captain ignoriert hatte, weswegen ich nur bemerkte, wie mir etwas Weiches auf den Kopf fiel.
    „Deine Träumerei ist ansteckend. Selbst Penguin bekommt nichts mit.“
    Langsam zog ich das Top von meinem Kopf und sah auf. Dabei blickte ich ihm direkt in seine dunklen Augen. Wenn er mich so ansah, wirkte er weniger unfreundlich als er es war.
    „Bist du bereit für dein Training?“
    Es war heiß, ich schmolz in alle Richtungen davon und er fragte mich, ob ich bereit war, für ein Training? Widerwillig nickte ich, denn eine andere Wahl blieb mir letzten Endes ohnehin nicht.
    „Ich nehme an meine Crew hat dich bereits informiert, über das, was wir in etwa tun werden?“
    Entsetzt schluckte ich. Das konnte nicht sein Ernst sein!
    „Ja..aber ist es dazu nicht etwas zu heiß?“
    „Du wirst es überleben. Wir werden so ziemlich alles zusammen machen.“
    Wenigstens musste ich nicht alleine in der Hitze über meine Beine fallen.
    Leicht seufzend stand ich auf und folgte meinem Captain, der bereits voraus gegangen war.
    „Also, wir werden in etwa zwei Runden um die Insel laufen. Das dürfte dich warm machen.“
    Warm? Ich schmolz vor mich hin und er sprach von warm? Würde ich diese zwei Runden überleben, war ich mir sicher, könnte man auf meiner Haut anfangen zu grillen.
    Aber ich nickte nur und gab damit das Zeichen. Beide fingen wir an loszulaufen. Es war eine Art schnelles joggen. Zumindest für ihn. Meine Beine waren weitaus kürzer, somit musste ich auch schneller laufen um an ihm dran zu bleiben.
    „Du musst versuchen gleichmäßig zu Atmen.“
    „Mach ich doch!“
    „Ich kann bis hier hin hören, dass du genau das nicht tust!“
    Genervt verdrehte ich die Augen. Er sollte es besser machen.

    Wir waren vielleicht bei der Hälfte angekommen, als bei mir die Atemnot einsetzte.
    Ich konnte einfach nicht so viel laufen. Angestrengt blieb ich stehen und schnappte nach Luft, als wäre ich kurz davor gewesen zu ersticken.
    „Das war alles?“, er stand bereits vor mir und sah mich kalt an.
    „Ich...kann....einfach..nicht..“
    „Du sagst immer, dass du es nicht kannst. Wie stellst du dir das vor? Wenn du nicht dran bleibst, wirst du hier nicht lange überleben und diese Crew ist nicht dazu da, um dich zu beschützen, nur weil du absolut nichts hinbekommst.“
    Seine Worte stimmten zwar, aber es wäre einfacher gewesen, hätte er ein Training gewählt, bei dem selbst ich Chancen hatte.
    „Ich kann mir in etwa vorstellen was du denkst, aber ich finde, es ist wichtiger zuerst das zu stärken, was dir am wenigsten liegt.“
    Skeptisch sah ich ihn an. Er machte das ganze doch nur, um mich zu ärgern und niederzumachen. Das Schwächste an mir zuerst stärken? Klang plausibel, aber doch nicht auf eine solche Art und Weise. Man musste es Stück für Stück angehen.
    „Vielleicht wäre es einfacher, wenn wir es etwas langsamer angehen lassen würden.“
    „Du hast drei Tage um auf einen halbwegs annehmbaren Stand zu kommen.“
    Die Zeit, die mir zur Verfügung stand, war begrenzt. Ich sah ein, dass mein Captain das Beste daraus machen wollte, aber er war schlicht zu barsch. Das Ganze führte lediglich dazu, dass meine Begeisterung und der ganze Elan immer mehr niedergeschmettert wurden.
    „Du brauchst dieses Training. Wie willst du es denn sonst absolvieren?“
    „Gib mir einen Ansporn. Ich glaub es wird einfacher, wenn ich weiß, dass ich auch etwas davon habe..“
    „Ist dir die Tatsache nicht genug, dass du dich hiernach selbst verteidigen kannst?“
    „Das ist mir irgendwie egal...“
    Ich konnte nicht anders, als bei diesen Worten auf den Boden zu starren. Was würde er nur von mir denken.
    „Was hast du dir vorgestellt?“
    Tief atmete ich ein bevor ich ihm eine Antwort gab. Warum war ich so nervös?
    „Ich will einfach, dass du ein bisschen netter zu mir bist. Die ganze Zeit schon über bist du unfair. Du sagst durchgehend gemeine Dinge zu mir, obwohl du gar keine Ahnung hast, ob diese überhaupt zutreffen. Du machst dir ein Bild von mir, ohne mich zu kennen. So etwas nennt man Vorurteile. Hör endlich damit auf und sei einfach mal ein weniger großes Arschloch!“
    Erschrocken sah ich ihn an. Ich hatte das gerade wirklich gesagt? Es war immer das Gleiche. War ich nervös und wusste nicht mehr was ich tun sollte, platze einfach alles aus mir heraus, was ich dachte, wollte und wünschte.
    Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass er sich umdreht und geht, oder mich einfach nur ansah, jedoch lächelte er diesmal.
    „Wenigstens weißt du, deine Meinung zu sagen. Zwar habe ich mir bis jetzt noch nicht die Mühe gemacht, mir ein Bild von dir zu machen, aber ich werde ab jetzt etwas netter zu dir sein.“
    Strahlend vor Freude sah ich ihn an.
    „Was nicht bedeutet, dass ich dich die nächsten drei Tage weniger hart ran nehme.“
    Wenigstens konnte ich mir sicher sein, dass wenn ich ein gutes Training absolvierte, Law netter zu mir sein würde.
    Das Ganze könnte somit viel einfacher werden.
    „Also, weiterlaufen!“, befahl mir der Captain, drehte sich um und lief wieder los.
    Ohne zu zögern folgte ich seinem Beispiel und lief ihm hinterher.
    Sicherlich würde das alles nicht einfach werden, aber es gab eine Prämie, die ich unbedingt wollte.

    Die zwei Runden um die Insel waren nach dem Vorfall einfacher, als davor.
    Beim Laufen erklärte der Captain mir mehrere Male, wie man richtig atmete, nicht aus dem Takt kam und somit seine Ausdauer steigern konnte. Es war weitaus einfacher, als es aussah und machte die zwei Runden weniger schlimm.
    Leicht keuchend blieb ich neben meinem Captain stehen. Erst jetzt wurde mir wieder bewusst, wie heiß es in Wirklichkeit war. Es kam wie eine Welle über mich und erschöpft setzte ich mich auf den Boden. Law hingegen schien nur die Hitze zu stören, weshalb er seinen Pulli auszog.
    Wenn ich so darüber nachdachte, wäre ich schon gestorben, wenn ich mit dem Pulli die Insel betreten hätte. Mal davon abgesehen, das dieses Ding mit seinem Federkragen einfach nur abartig hässlich war.
    Dabei fiel mir auch ein, dass mein Hemd noch hinten bei dem Baum lag, an dem ich mich ausgeruht hatte. Ich hatte es noch gar nicht angehabt, sondern einfach fallen gelassen, als der Captain vorgegangen war für den Runden lauf.
    Aber aufstehen wollte ich jetzt auch nicht.
    „Oi, dein Hemd.“
    Als Law mir mein Oberteil reichte, schweifte mein Blick über seinen Körper. Er war leicht verschwitzt, wunderbar zu erkennen, in der untergehenden Sonne. Wir hatten beinahe, dank mir, den halben Tag für zwei Runden um die Insel gebraucht. Vielleicht war sie auch einfach ziemlich groß. Lächelnd nahm ich es entgegen.
    „Woher hast du es?“
    „Es lag hier. Ich schätze Shachi oder Penguin haben es hier hingelegt, genauso wie das hier..“
    Als nächstes reichte er mir eine Flasche Wasser, die ich dankend entgegen nahm und lächelnd ansah. Auch mein Captain hatte ein Flasche in der Hand und ließ sich neben mir auf dem Boden nieder. Das Gefühl, welches sich in mir breit mache, war alles andere als Abneigung.
    Vor allem konnte ich einfach nicht damit aufhören ihn anzusehen. Ob es jetzt daran lag, dass ich einen halbnackten Mann oder einfach Law neben mir sitzen hatte, war eine andere Frage. Mein Blick schweife über seinen Oberkörper, zu seinem Gesicht. Seine Augen waren geschlossen. Er schien sich einfach mal für einen Moment zu entspannen.
    Der ruhige Gesichtszug, den er die meiste Zeit auflegte. Ich weiß nicht ob das ganze anbetungswürdig oder einfach nur niedlich war, jedoch wusste ich, dass dieses Gefühl in meiner Brust da eigentlich nicht hingehörte.
    Nicht nur, dass dieses Gefühl gegen seine Regel verstieß, es war auch für mich selbst neu. Sicherlich war ich schon einmal verliebt gewesen, aber dieses Gefühl war so stark, dass es mir den Magen umdrehte.
    „Gibt es etwas Bestimmtes?“
    Als er eines seiner Augen öffnete, konnte ich spüren, wie mir mein nicht vorhandenes Herz in die Hose rutschte. Er hatte bemerkt, dass er angestarrt wurde. Pausenlos.
    Leicht errötet winkte ich ab.
    „Ich bin nur schon wieder mit meinen Gedanken wo anders gewesen und ich schätze mein Blick ist dann einfach bei dir hängen geblieben.“
    „Du denkst viel nach. Bestimmte Dinge?“
    Ob das, worüber ich nachdachte, grundlegend etwas bestimmtes beinhaltete oder einfach nur ein wildes Durcheinander war, stellte ein Thema worüber es sich streiten ließ.
    „Eigentlich nicht.“
    Nickend sah er mich an. Ich hatte das Gefühl von oben bis unten gemustert zu werden.
    „Morgen musst du relativ früh aufstehen. Du wirst eine Runde um die Insel machen und dann sehen wir mal, wie du im Nahkampf abschneidest.“
    Wollte ich wissen, was dieser Mann unter früh verstand? Immerhin hatte er ein Relativ davor gesetzt, was wohl nicht hieß, dass es wirklich bei einer einstelligen Zahl aus den Federn musste.
    „Dann werde ich am besten jetzt ein Bad nehmen und schlafen gehen!“
    Mit einem letzten Lächeln stand ich auf und ging schnurstracks an ihm vorbei Richtung Badezimmer. Während ich alles vorbereitete, für ein entspannendes Bad, rekelte ich mich und sah auf zur Decke. Ob es morgen einfacher werden würde?
    Eine angenehme Frage, denn mit dem was ich an diesem Tag gelernt hatte, würde es morgen zu einhundert Prozent einfacher werden.


    „Steh auf...“
    Ich hörte ein Wispern in angenehmer Tonlage an meinem Ohr. Auch konnte ich spüren, wie ein leichtes Zerren an meiner Decke von Statten ging. Und dennoch, es wäre zu schön auf eine solche Weise geweckt zu werden. So schön, dass ich mir sicher war, dass es ein Traum war.
    „Geh weg...schlafen..“, nuschelte ich vor mich hin, während ich meine Decke zurück zu mir zog und mich zusammenrollte.
    In diesem Moment wäre jeder glücklicher gewesen, wenn das Ganze wirklich ein Traum gewesen wäre. Binnen einer Minute wurde mit so viel Gewalt an der Decke gezogen, dass ich mit ihr zusammen aus dem Bett viel und unsanft auf dem Boden aufprallte.
    Erschrocken von dem alle dem setzte ich mich auf, die Decke auf meinem Kopf und sah auf.
    „Wie viel Uhr haben wir?“
    „Gleich sieben.“
    Die Hände in die Hüfte gestemmt sah Trafalgar mich an.
    „Sieben? Hast du nichts zu tun, wie zum Beispiel schlafen oder so?“
    „Ich hatte gesagt du musst heute früh raus.“
    „Du sagtest relativ früh, nicht früh früh!“
    Fragend sah er mich an.
    „Ob du jetzt relativ oder früh raus musst spielt eigentlich keine Rolle. Fakt ist, du stehst jetzt auf.“
    Gähnend erhob ich mich vom Boden und stieß ihn ein Stück beiseite.
    „Das zahl ich dir irgendwann mal heim..“, murmelte ich, bevor ich aus dem Zimmer verschwand.

    Als ich im Badezimmer vor dem Spiegel angekommen war, strich ich mir zuerst meine roten Haare nach hinten. Dass der Spiegel bei meinem volle Anblick nicht in tausend Stücke brach, war dann auch alles. Ich sah einfach total fertig aus. Ein Mix aus zu wenig Schlaf und einer zerbrochenen Beziehung, wenn man es beurteilen musste.
    Nach ausgiebigem Waschen, Haare zu Recht machen, anziehen und einem gekonnten ''Ich will nicht mehr'' Seufzer, sah ich halbwegs wieder so aus, wie ich aussehen sollte.
    Stöhnend griff ich mir an meine Oberschenkel. Ich wollte, dass der Tag besser würde als gestern. Ich wollte gut abschneiden. Ich hatte verdammten Muskelkater!
    So viel zu meinen guten Vorsätzen von vorher!
    Wehleidig schlurfte ich zurück in mein Zimmer. In diesem hatte mein Captain sich bereits auf dem Bett breit gemacht. Er schien mehr als bereit für den Tag zu sein. So zu sagen, dass schlichte Gegenteil von mir.
    Als er hörte, wie ich auf ihn zukam, setzte er sich auf und sah mich an.
    „Sieht aus, als hättest du einen Kater von gestern.“
    „Nein wirklich..“, merkte ich voller Begeisterung an.
    Als hätte er damit gerechnet stellte er mir eine Tube auf den Tisch.
    „Was soll das denn sein?“
    „Eine Art Creme. Du behandelst damit die Stellen, die von deinem Kater betroffen sind.“
    Trotz niedriger Begeisterung griff ich die Creme und schlurfte zurück in das Badezimmer.
    Mühevoll pellte ich mich aus meiner Hose und tat, wie der Captain es mir erklärt hatte. Danach jedoch wieder in die Hose zu kommen, war weniger lustig.
    Fluchend quetschte ich mich zurück in sie hinein, wobei ich ziehen musste, wie eine Verrückte, da meine Haut immer wieder kleben blieb. Wäre ich zu Hause gewesen, hätte ich mich zuerst einmal eine halbe Stunde auf mein Bett fallen lassen und gewartet, bis das ganze Zeug eingezogen war. Glücklicherweise war die Salbe geruchsneutral, was mir ein Fluchen darüber ersparte.
    Leicht angesäuert kam ich zurück in mein Zimmer und knallte die Tube auf den Tisch.
    „Alles in Ordnung?“
    „In Ordnung? Willst du mich verarschen? Zuerst schmeißt du mich aus dem Bett, dann kommt diese provokante Tube daher und ich will nicht wissen was mich sonst noch erwartet!“
    Während ich mich über so ziemlich alles einmal beschwerte, legte Law seinen Kopf in die Hand und stütze sich auf ein Knie. Lächelnd hob er eine Augenbraue und sagte kein einziges Wort.
    „Ja, es ist wirklich nett, dass du dich um mich kümmerst und sogar an Sachen denkst, wie meinem Kater aber...wieso muss das so sein!“
    Ich konnte spüren wie die Röte mir in mein Gesicht schoss. Das Ganze war irgendwie peinlich und eigentlich wollte ich nicht, dass der Captain mich als komisch empfand.
    Schnell drehte ich mich weg von ihm und tapste zur Tür.
    Das Training war jetzt wichtiger als alles andere.
    Draußen war es noch relativ frisch. Die Temperatur war somit angenehm und ich konnte mein Hemd endlich einmal zur Probe tragen. Es war genauso kariert wie das Alte und hatte hinten wie gewünscht den Jolly der Crew abgebildet.
    Ohne auf meinen Captain zu warten, lief ich los. Eine Runde hatte er gesagt. Dank der Salbe spürte ich meine schmerzenden Muskeln in den Beinen nicht so schrecklich, wie gedacht und dank der Belehrungen am Vortag, fiel es mir weitaus leichter die Insel zu umrunden.
    Schnell war ich somit wieder bei meinem Captain angekommen, welcher bereits auf mich wartete.
    „Es scheint einfacher zu werden, hm?“
    Ohne mich eines Blickes zu würdigen, krempelte er seine Ärmel hoch, steckte sein Schwert in den Boden und kam ein Stück auf mich zu.
    „Du weißt was zu tun ist.“
    Es war das erste Mal, dass ich das Gelernte in die Praxis umsetzten durfte.
    Mehrere Male gab ich meinem Captain ein paar gezielte Tritte und Schläge.
    Alles in allem, schien ihm die Art und Weise des Kampfsportes zu gefallen. Nach einer Art kleinem Kampf, welcher darin bestand meinen Captain anzugreifen und so gut es ging durch seine Abwehr zu brechen, machten wir eine Pause. Das erste Mal, ohne ein Nörgeln von ihm ertragen zu müssen.
    „An sich hat das ganze hier Potential.“, während er so ansetzte, nahm er meinen Arm in seine Hand und tippte mit seinem Zeigefinger auf ein paar ausgewählte Stellen, „Wenn du es schaffst deine Muskeln hier etwas mehr anzuspannen und dafür zu sorgen, dass die Muskeln für genug Zusammenhalt sorgen, besteht eine gute Möglichkeit, dass du selbst eine Wand aus Stein einschlagen könntest.“
    Es war aufmunternd zu wissen, dass selbst ich so etwas tun könnte.
    Lächelnd sah er mich an und ließ mich wieder los. Dieses Lächeln, welches so voll von verschiedenen Emotionen war, welches man es kaum definieren konnte. Ich war mir sicher, der Überbegriff, für ein solches Lächeln nannte man mysteriös.
    „Zwei von drei Grundlagen hast du drin. Du musst lediglich noch begreifen, wie man eine Teufelsfrucht benutzt.“
    Genau in diesem Moment ertönte ein seltsames, grummeliges Geräusch. Während Law mich fragend ansah, weiteten sich meine Augen. Das war eindeutig mein Bauch.
    „Ah...also...wir sollten vielleicht erst einmal Frühstücken..“, stammelte ich.
    Die nächste Station war wohl die Küche.

    „Wenn du willst, lass ich dich ab jetzt mit deinem Training allein. Du hast den Rest des Tages sowie morgen um dich in alles komplett einzufinden.“
    Als er so zu mir sprach hielt er mir eines seiner Reisbällchen hin.
    „Langsam wirst du dezent überfreundlich. Das ist ein wenig gruselig..“
    „Du wolltest doch, dass ich netter bin.“
    „Ja, ich sagte netter, nicht schleimig.“
    Seufzend nahm ich ihm das Bällchen aus der Hand und setzte mich neben ihn auf den Stuhl.
    Dafür, dass das Schiff so klein aussah, hatte es eine Menge Platz und Stauraum. Es gab eine Küche, mit einem normalen Tisch zum Essen, es gab das Esszimmer, mit einem extrem langen Tisch, so dass alle Mitglieder dort essen konnten. Außerdem mein Zimmer, das des Captain, zwei Badezimmer, ein Raum in dem die Crew schlief und ein Zimmer mit Sofa und einem schönen Glastisch. Wahrscheinlich diente er zur Besprechung in kritischen Fällen.
    „Ich denke, ich bekomme den Rest alleine hin, danke..“
    Irgendwie, war es weniger schön zu wissen, Law nicht mehr um sich herum zu haben beim Training, jedoch wollte ich ihn auch nicht weiter belästigen.
    Er hatte bestimmt genug zu tun.
    Somit ging ich nach einer kleinen Stärkung wieder raus an die Luft.
    Zuerst würde ich lernen, wie man mit Eis umging. Die beste Lösung dazu war das Meer persönlich. Auch wenn es sich bewegte, konnte man es immer noch einfrieren.
    Somit setzte ich mich also direkt neben das Schiff und streckte meine Hand in Richtung des fast durchsichtigen Wassers. Es durfte nicht so schwer sein. Es sollte immerhin wie von selbst funktionieren. Ich schloss die Augen.
    Ich konnte es spüren, wie etwas durch meine Haut ging. Was ich als nächstes tat, war mir einfach vorzustellen, das Wasser gefrieren zu lassen.
    Endlich, nach einer kleinen Ewigkeit hörte ich ein Knistern, öffnete die Augen und konnte sehen, wie das Wasser wirklich gefroren war.
    War es also das? Mangelte es mir vorher an Vorstellungskraft? Wenn alles so funktionieren würde, dann war es wirklich simpel seine Kraft anzuwenden. Ich wusste nicht, wie es bei anderen Teufelsfruchtnutzern aussah, aber immerhin wusste ich jetzt wie es bei mir funktionieren würde.Vorstellung war hier groß geschrieben.
    Natürlich wollte ich mehr testen. Jeden einzelnen Schritt stellte ich mir vor und lief Stück für Stück immer weiter in das Meer hinein. Mit eigener Kraft über das Wasser laufe, ein sonderbares Gefühl. Bald würde es wie von selbst gehen. Mein Unterbewusstsein würde automatisch an solche Dinge denken, was mir im Kampf sehr wahrscheinlich zugute kommen würde. Der einzige Nachteil des ganzen war, dass Feuer es schmelzen konnte und, dass ich in Kontakt mit dem kommen musste, was ich einfrieren wollte.
    Stimmte das?
    Könnte ich nicht Kältepartikel in die Luft legen, um somit auch aus der Entfernung etwas einzufrieren?
    Vermutlich würde ich die Antwort auf solche Fragen irgendwann einmal in einem Kampf herausfinden. Ein weiterer Punkt war die Tatsache, dass ich mich selbst in Eis verwandeln konnte. Jedoch war dies eine Sache vor der ich große Angst hatte. Wenn ich mir einen Angriff nicht richtig vorstellen konnte, dann war das ebenso. Aber wenn ich mich nicht rechtzeitig in Eis verwandeln können würde, dann wäre ich so gut wie tot.

    „Du machst wahnsinnig große Fortschritte! Du scheinst den Dreh endlich raus zu haben!“
    Die Stimme hinter mir gehörte eindeutig zu Bepo.
    „Ja, ich bin selbst ziemlich froh darüber. Wenn es wirklich so einfach ist, wie gerade, dann kann ich mich anderen Teilen des Trainings widmen, wie zum Beispiel dem Training gewisser Muskelpunkte!“
    Glücklich sprang der Bär auf mich zu.
    „Siehst du. Unser Captain ist nicht streng, weil er dich ärgern will, er macht sich lediglich Sorgen, dass dir nichts passiert, wenn man dich fünf Minuten aus den Augen lässt. Das macht er bei jedem von uns!“
    Ich überhörte den letzten Satz. Er machte sich Sorgen? Er war so gemein, damit ich schnell stärker werden würde? Er hatte bereits zu Beginn gesagt, dass diese Meere gefährlich waren, aber dass er sich wirklich Sorgen machen würde?
    Mein Herz schlug höher. Das ganze fühlte sich beinahe wie eine Liebeserklärung an. Aber warum war ich darüber so glücklich? Ich wusste ja nicht einmal selbst, ob ich den Captain jetzt mochte oder nicht. Vielleicht würde ich mich irgendwann daran gewöhnen. Vielleicht lag es nur daran, dass er ein Mann war.
    Das Wichtigste jetzt, war zu lernen, wie man stärker wurde.
    „Du wirst bestimmt wirklich stark werden!“
    Bepos Begeisterung ließ einen ganz warm um das Herz werden. Es war einfach immer wieder niedlich mitanzusehen, wie er sich über kleine Dinge, die ihn nicht einmal betrafen, freuen konnte.

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1433441320
Lovestory Law - Love is passionating! Part 10
Lovestory Law - Love is passionating! Part 10
http://www.testedich.de/quiz37/quiz/1433441320/Lovestory-Law-Love-is-passionating-Part-10
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2015-06-04
407B
One Piece

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law's geile frau ( 14793 )
Abgeschickt vor 32 Tagen
Mich regt das richtig auf! Wenn man schon eine ff anfängt,
dann sollte man sie auch schon zu ende schreiben! Was willst
du damit erreichen deine Fans so warten zu lassen?!
Seit Monaten hasst du nichts mehr hochgelegen! Ich finde
deine ff toll aber bitte Poste ff's!!!
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 175 Tagen
@MathikanCheney

Ja kenne ich, ich bin da auch gemeldet, lade allerdings nur MSTings dort hoch, da es mir schlicht zu schwer ist da eine ordentliche Reichweite aufzubauen.
MathikanCheney ( von: MathikanCheney )
Abgeschickt vor 175 Tagen
Ist ja nicht so dass es auch andere Plattformen gibt auf denen man ebenfalls Bücher lesen kann...

kleine Frage @Azazel... Kennst du die Seite Wattpad?
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 176 Tagen
@snapchat Model

Also mal ehrlich, wie alt sind wa denn?
Law Love 2 geht sehr wahrscheinlich erst Mitte kommenden Jahres weiter. 3 Andere Geschichten haben schlicht Vorrang und wie gesagt habe ich echt keine Lust auf die Story.

Wenn du die Wartezeit angenehmer haben willst, dann ließ in der Zeit was anderes, ist ja nicht so, als gäbe es nicht genug Geschichten im Netz.
snapchat Model ( 72069 )
Abgeschickt vor 178 Tagen
BITTE!!!! schreib die ff auf fanfiktion.de weiter!
Ich hallte es bald nicht aus, ich begehe gleich selbst mord
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 192 Tagen
@barbielovelipstick
Weil die Geschichte Pausiert ist und auch noch eine ganze Weile lang pausiert bleibt. Ich schreibe im Moment was anderes und habe einfach keine Lust mehr auf Law Love. Ich mache die Geschichte irgendwann mal zu Ende, aber nicht im Moment.

@snapchat Model
Danke :)
snapchat Model ( 60745 )
Abgeschickt vor 195 Tagen
Gähhhhh deine ffs sind voll Geil
barbielovelipstick ( 60745 )
Abgeschickt vor 196 Tagen
Ehhm wieso kommen bei fanfiktion.de keine kapiteln mehr
SinonAsada ( 42384 )
Abgeschickt vor 221 Tagen
Ich danke dir Azazel. Ich kann den Link zwar nicht öffnen, aber wozu gibt es die Kopieren und einfügen Fähigkeit? Außerdem hztte ich [BEEP]chen vergessen dass ich den Link unter Lesezeichen gedpeichert hatte. Td Danke.
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 229 Tagen
@Mai Takagy
Ahh, du ließt noch am ersten Teil! :)
Freut mich, dass du die Stellen fesselnd findest, ich glaube das war bei mir eher einer der größten Facepalm Momente, die ich dank Naoe je hatte :D
Mai Takagy ( von: Mai Takagy )
Abgeschickt vor 230 Tagen
Bin noch immer an der Story dran, ist echt super ^^
Die Idee, dass Law sie mal Captain sein lässt, macht die Story interessant und fesselt :)
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 230 Tagen
Oder so, dass kann man dann einfach hinter den Adressenlink von Fanfiktion.de einfügen. Damit müsste es auch gehen.

/s/56fa8a260004d22c111bba1d/1/Law- Love-is-Pleasure
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 230 Tagen
Mal sehen, wie lange es drin bleibt :o

http://www.fanfiktion.de/s/56fa8a26000 4d22c111bba1d/1/Law-Love-is-Pleasure

Ich meine, wenn mans krigt bevor es entfernt wird, ist ja alles gut :D
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 230 Tagen
@SinonAsada

Ich würd dir ja den Link hier rein stellen, aber solche Kommentare werden entfernt. :/

@Mai Takagy
Freut mich, dass es dir gut gefällt :) Ist immer schön, so etwas zu hören.
Mai Takagy ( von: Mai Takagy )
Abgeschickt vor 231 Tagen
Als erstes habe ich irgendeine Fortsetzung deiner Story gelesen, hat mein Interesse für die anderen Teile geweckt ^^
Dein Schreibstil und die Story gefällt mir gut :)
SinonAsada ( 94465 )
Abgeschickt vor 232 Tagen
Hab ich auch schon nachgeschaut. Nicht gefunden... Meh
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 238 Tagen
@SinonAsada

Auf FF.de findet man die Story unter dem Namen
Law - Love is Pleasure.
Das Lovestory ist also nicht im Titel enthalten :)
SinonAsada ( 69937 )
Abgeschickt vor 240 Tagen
Das ist doof. Ich finde die iwie nicht auf FanFiktion.de. Kein Plan warum ich die nicht finde...
Azazel ( von: Azazel )
Abgeschickt vor 245 Tagen
@Rika Nara Weasley

Leider ist meine Laune nicht sonderlich hoch, die Story HIER noch weiter hochzuladen. Auf meiner eigentlichen Seite pausiert sie im Moment ebenfalls, allerdings ist sie da schon etwas weiter als hier.
Im Moment hänge ich eher an meiner Attack on Titan Geschichte sowie an einer zu HunterXHunter.
Auch bezweifle ich im Moment, dass ich sie HIER nochmal aufgreifen werde.
Rika Nara/Weasley ( 49347 )
Abgeschickt vor 248 Tagen
Mach UNBEDINGT weiter die Geschichte ist so
schön.