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Warrior Cats! Dein Leben, deine Liebe... (oder auch nicht) #2

36.56 % der User hatten die Auswertung: Glückwunsch! Das bist du: Name: Silberfeder Clan: Flussclan Alter: Jung Position: Kriegerin Fellfarbe: hellgrau-dunkelgrau getigert Felllänge: kurz und glatt Augenfarbe: blau Charakter: freundlich, treu (gut) eifersüchtig, aufbrausend (schlecht) Zur Zeit von: Feuersterns Mission Gefährte: Siehst du dann! Vielleicht... Familie: Schwestern: Federschweif, Kristallfeder, Vater: Graustreif, Mutter: Silberfluss, Bruder: Sturmpelz Freunde: Kleepfote, Goldbach, Federschweif, Sturmpelz, Flusskralle Besonderheiten: Du kannst springen wie eine Wolkenclankatze Mein Kopf war ganz schwer und meine Kehle wie ausgedörrt. Ich öffnete vorsichtig ein Auge und sah Flusskralles Gesicht direkt vor meinem. Erschrocken fuhr ich zurück. „Sie ist aufgewacht! Schmutzfell, sie lebt!“, freute der junge Kater sich. Ich öffnete das zweite Auge auch noch und fand mich im Heilerbau wieder. Schmutzfell kam angerannt und beugte sich über mich. „Wie fühlst du dich, Silberfeder?“, fragte er sanft. „Ich habe so Durst!“, krächzte ich heiser. Der hellbraune Heiler schickte Flusskralle zum Wasserholen und sprach ein wenig mit mir über meine Verletzungen. „Du liebst ihn!“, verkündete er mir plötzlich mit leiser, aber fester Stimme. Ich wusste, dass ich ihm vertrauen konnte, also zuckte ich zustimmend mit den Ohren. „Sag ihm besser noch nichts!“, riet mir Schmutzfell und wandte sich wieder seinen Kräutern zu. Flusskralle kam in den Bau gestürmt, mit dem größten wasserdurchtränkten Stück Moos, das ich je gesehen hatte. Ich leckte das Wasser heraus und suchte noch jeden kleinsten Tropfen. Schmutzfell kam, ganz unbeteiligt, strich mir etwas Kräuterpaste auf eine kleine Wunde an der Stirn und gab mir noch ein paar Kräuter. „Was ist das?“, wollte ich neugierig wissen. „Wollziest, Wacholderbeeren und Traubenkraut! Das gibt dir Kraft und die brauchst du jetzt! Du solltest dich auch ausruhen und etwas essen, aber nicht hier! Du bist soweit wieder gesund und kannst in den Kriegerbau gehen! Ich denke, deine Geschwister haben dir dort schon ein Nest vorbereitet!“, ermunterte er mich. Ich stand auf und schluckte die Kräuter ohne zu zögern herunter. Flusskralle brachte mir einen dicken Fisch, den wir uns teilten und brachte mich in den Bau der Krieger, wo ich mich in einem Nest zusammenrollte und einschlief. „Silberfeder! Wach auf! Du sollst mit zur großen Versammlung!“, zischte Sturmpelz mir ins Ohr. Sofort war ich hellwach und sprang auf. Welch eine Ehre! Seit meiner Ernennung vor drei Sonnenaufgängen dachten immer noch viele Katzen meines Clans, der Sternenclan wäre mit meiner Ernennung nicht einverstanden gewesen. Scheinbar versuchte Leopardenstern, dieses Unwohlsein aus der Welt zu schaffen, indem sie mir vertraute. Ich würde ebenfalls dazu beitragen, indem ich mich als vertrauenswürdig erwies. Gähnend verließ ich den Kriegerbau und stolperte prompt gegen Flusskralles breiten, muskulösen Körper. Er schnurrte: „Nicht so viel träumen, du Fellkugel! Gehst du auch mit zur großen Versammlung?“ Gnädig verzieh ich ihm die Fellkugel und nickte. Seine Augen leuchteten auf. „Ich muss dir nämlich etwas zeigen!“, flüsterte er mir noch schnell zu, als Leopardenstern nach uns rief. Entsetzt sah ich, das Schwarzkralle sich ebenfalls hinter unserer gefleckten Anführerin einreihte. Er würde bestimmt allen von meiner fast missglückten Zeremonie erzählen! Flusskralle schien meinem Blick gefolgt zu sein, denn er drückte sich beruhigend an mich. „Leopardenstern weiß, was sie tut!“, raunte er mir warnend zu. Er kannte mich gut genug, um meine Beunruhigung zu bemerken und zu sehen, wie meine Krallen zuckte. Noch einmal sah er mich eindringlich an, bevor wir losliefen. Was er mir wohl später zeigen wollte? Der Wind- und der Schattenclan waren schon da, als wir auf Leopardensterns Zeichen auf die Lichtung stürmten. Nebelfuß und Leopardenstern liefen zum Großfelsen hinüber, die gefleckte Anführerin ließ sich darauf, ihre Stellvertreterin davor nieder. Da erschien die Silhouette eines Katers am Rande der Lichtung. Sein buschiger Schweif gab ein kaum sichtbares Zeichen und der Donnerclan stürmte aus dem Gebüsch hervor. Der Kater steuerte, sichtlich verunsichert, auf den Großfelsen zu. Nachdem er den gewaltigen Fels erklettert hatte, empfingen ihn Riesenstern, Schwarzstern und Leopardenstern beunruhigt: „Was ist los, Graustreif? Wo ist Feuerstern?“ Mein Vater winkte mit dem Schweif und trat an den vorderen Rand des grauen Gesteins. „Katzen aller Clans! Ich erkläre die große Versammlung für eröffnet. Ihr fragt euch sicherlich alle, warum ich hier stehe und nicht Feuerstern. Bevor jemand fragt, nein, er ist nicht tot. Er wurde vom Sternenclan auf eine lange Reise geschickt und bat mich, seinen zweiten Anführer, ihn zu vertreten. Trotz der Abwesenheit unseres Anführers ist der Donnerclan nicht schwach!“ Er machte eine kleine Pause und eine Kätzin neben mir schnurrte zustimmend. Ihr Fell war graugelblich und ihre blauen Augen schienen nicht dazu zu passen. Oben auf dem Großfelsen fuhr Graustreif fort: „Die Beute läuft gut beim Donnerclan und wir haben eine neue Kriegerin. Meine Schülerin Kristallpfote trägt jetzt den Namen Kristallfeder.“ Aller Augen richteten sich auf die Kätzin neben mir, die sich auf den Boden duckte, als die Clans sie mit ihrem Namen begrüßten. Graustreif trat zurück und Leopardenstern nahm seinen Platz ein. „Auch im Flussclan gibt es keinerlei Probleme. Beute ist reichlich da und auch wir können eine neue Kriegerin in unseren Reihen begrüßen. Silberpfote hat ihren Kriegernamen Silberfeder erhalten“, miaute unsere Anführerin ruhig. Im Gegensatz zu Kristallfeder reckte ich mich in die Höhe, als die anderen Katzen meinen Namen riefen. Kristallfeder beobachtete mich aufmerksam und irgendwie... erinnerte sie mich an jemanden... Mit einem Schwanzzucken forderte ich sie, nachdem alle Anführer gesprochen hatten und sich sowieso alle unterhielten, auf, mir zu folgen. „Kennen wir uns?“, fragte ich vorsichtig. Sie riss die Augen auf und ihre Schnurrhaare begannen zu zittern. „W-w-woher weißt du es?“, fragte sie, offensichtlich panisch. „Ich habe keine Ahnung, wovon du redest! Aber du kannst es mir ruhig sagen...“, versuchte ich, sie zu beruhigen. Ihr Fell glättete sich wieder, sie setzte sich hin und legte den Schwanz um die Pfoten. „Du bist meine Schwester!“, platzte sie heraus. Misstrauisch betrachtete ich sie von oben bis unten. „Was macht dich da so sicher? Mein Vater hätte mir davon erzählt!“, knurrte ich. „Nein. Die Gefahr war zu groß!“, ertönte die traurige Stimme meines Vaters hinter mir. Ich drehte mich nicht um. „Wieso Gefahr?“, presste ich mühsam hervor. „Irgendwie wäre es an Leopardenstern gekommen und ich wollte wenigstens eins meiner Jungen bei mir behalten. Es tut mir leid“, erwiderte mein Vater mit einer Ruhe, die mich rasend machte. Mein Körper fuhr herum „Ich kann Geheimnisse für mich behalten!“, schleuderte ich ihm in sein graues Gesicht. Seine gelben Augen schauten keineswegs betreten. Vielmehr blieb er ganz ruhig und miaute: „Ja, aber du bist eine loyale Flussclankatze! Die Treue zu deinem Clan hätte es dir verboten, deiner Anführerin das zu verschweigen!“ „Das alles ist nur, weil du sie lieber magst als mich! Ich hasse dich!“, fauchte ich ihn aggressiv an. „Und dich hasse ich auch!“, fügte ich mit Blick auf die blauäugige Kätzin neben mir hinzu. Dann warf ich mich herum und ging zu Leopardenstern. Ein paar Schwanzlängen hinter ihr erwartete mich Flusskralle. „Ich muss dir unbedingt etwas zeigen!“, flüsterte er aufgeregt. Der Donnerclan kam gerade herüber und Leopardenstern plauderte noch ein bisschen mit Graustreif. Flusskralle schlängelte sich zwischen den Katzen hindurch und zeigte dann mit der Schwanzspitze auf eine Kätzin. Seine Augen leuchteten. „Das ist sie! Silberfeder, ich glaube, ich habe mich... in sie verliebt!“, gestand er mir leise. Die Lichtung verschwamm vor meinen Augen. Noch schlimmer wurde es allerdings, als sich die Kätzin umdrehte. Es war Kristallfeder. Fortsetzung folgt!

50.23 % der User hatten die Auswertung: Glückwunsch! Das bist du: Name: Kristallfeder Clan: Donnerclan Alter: Jung Position: Kriegerin Fellfarbe: grau-gelblich Felllänge: etwas länger und zerzaust Augenfarbe: blau Charakter: süß, liebenswert (gut) eingebildet, ein bisschen angeberisch (schlecht) [Am Anfang vorwiegend die guten Sachen, später die schlechten] Zur Zeit von: Geheimnisse des Waldes bis Feuersterns Mission Gefährte: Siehst du dann! Vielleicht... Familie: Schwestern: Federschweif, Silberfeder, Vater: Graustreif, Mutter: Silberfluss, Bruder: Sturmpelz Freunde: Federschweif, Sturmpelz, Flusskralle, Farnpelz, Brombeerkralle, Bernsteinpelz Besonderheiten: Du hast eine Bestimmung.... *dramatische Musik denken* Feuerstern sprang aus seinem Bau und kam langsam auf Flusskralle zu. Der senkte ehrfürchtig den Kopf vor dem Clananführer und trat vor. „Sei gegrüßt, Feuerstern. Mein Name ist Flusskralle und ich möchte dich in einer dringlichen Angelegenheit sprechen. Kann ich mit dir reden? Allein?“ Feuerstern musterte ihn aus zusammengekniffenen Augen. „Du kommst vom Flussclan, nicht wahr? Warum schickt Leopardenstern dich und nicht ihren zweiten Anführer?“, fragte er misstrauisch. Flusskralle holte tief Luft, dann entgegnete er leise: „Leopardenstern hat mich nicht geschickt. Es geht nicht um eine Clanangelegenheit. Es ist etwas Privates.“ Er wollte doch nicht etwa... Doch, es sah ganz so aus. Feuerstern nickte langsam und winkte den muskulösen Kater dann in Richtung seines Baus. Ängstlich drückte ich mich an meinen Vater, der neben mir saß. Er sah mich kurz an. „Geh jagen! Der Clan braucht Beute!“, ordnete er an. Den Kopf gesenkt ging ich in den Wald. Als ich mit einem Eichhörnchen und einem Spatz im Maul zurück kam, war der Clan auf der Lichtung versammelt. Feuerstern saß auf dem Hochstein, Flusskralle davor. „Clangefährten, das ist Flusskralle. Er ist im Flussclan geboren, möchte sich nun aber dem Donnerclan aus persönlichen Gründen anschließen. Ich habe beschlossen, ihn vorläufig aufzunehmen. Bewährt er sich, dann darf er bleiben. Vielleicht ist es sogar ganz nützlich, ihn hier zu haben. Er könnte uns fischen beibringen. Wir werden sehen. Heißt ihn bitte herzlich willkommen und seid freundlich zu ihm. Die Versammlung ist beendet“, miaute Feuerstern und sprang vom Großfelsen zu seinem Bau. Sofort rannte ich auf Flusskralle zu. „Das hast du für mich getan!“, hauchte ich ehrfürchtig und liebevoll. Schnurrend drückte ich mich an ihn und er verknotete seinen Schweif mit meinem. „Komm mit!“, flüsterte ich und ging aus dem Lager hinaus in den Wald. Wortlos folgte mir Flusskralle. „Flusskralle, ich... Ich erwarte Junge! Du wirst Vater!“, platzte ich heraus. Flusskralles Augen weiteten sich. „Du …. Ich … Wir … Und dann ein paar hübsche Junge! Sie werden schwimmen und klettern können und sie werden so schön sein wie du!“, freute er sich. Ich nickte nur stumm. „So, jetzt gehst du aber sofort in die Kinderstube! Ich helfe dir beim Umzug, du darfst nichts Anstrengendes mehr machen, haben wir uns verstanden?“, miaute er ernsthaft. Ich schnurrte: „Wir gehen erst einmal ins Lager zurück, dann kannst du Rußpelz ausfragen!“ Er drückte sich nah an mich und führte mich vorsichtig ins Lager zurück. „Rußpelz! Flusskralle möchte dir … ein paar Fragen stellen …“, rief ich vom Eingang des Heilerbaus der Heilerin zu. Die graue Kätzin winkte nur mit der Schwanzspitze und wir traten ein. „Ich kann mir schon denken, worum es geht. Gut, frage!“, forderte sie ihn belustigt auf. „Ähm, nun, Kristallfeder bekommt Junge!“, begann er stockend. Rußpelz schnurrte sarkastisch: „Ach, was du nicht sagst! Ich habe gehört, Kätzinnen tun das dann und wann!“ „Das ist nicht lustig!“, knurrte Flusskralle. „Wann ist es denn soweit?“, fragte die junge Heilerin mich. „Zwei Wochen.“ Ihre Augen weiteten sich: „Ich sehe es dir zwar schon seit Wochen an, aber das die Geburt schon so nah ist … Flusskralle, geh ihr ein Nest in der Kinderstube vorbereiten!“ Mein Gefährte lief eilig davon. „Junge sind in der Prophezeiung nicht vorgesehen! Genau wie bei Blaustern! Sie hat klug gehandelt und die Jungen abgegeben! Wirst du dasselbe für deinen Clan tun?“, zischte Rußpelz mir ins Ohr. Ich sah sie zornig an und knurrte: „Nein! Sie haben nur einen Clan! Ich werde mich nicht von ihnen trennen, und wenn hundert Prophezeiungen mich dazu zwingen!“ Traurig sah Rußpelz mich an: „Keine Prophezeiung zwingt dich zu irgendwas! Aber so wird vielleicht eins deiner Jungen die Prophezeiung erhalten! Gehst du dieses Risiko ein?“ „Natürlich!“, fauchte ich und bewegte mich in Richtung Kinderstube davon. Rußpelz' Blick brannte mir im Nacken, aber ich stolzierte über die Lichtung in die Kinderstube, als meine Schwester mit zwei anderen Flussclankatzen und den Jungen von Feuerstern und Sandsturm ins Lager trat. Flusskralle schob sich neben mich. „Liebling, du solltest … Oh nein! Silberfeder wird mir an die Kehle gehen! Sie wird dir an die Kehle gehen! Sie … “ Ich bedeutete ihm, zu schweigen. Es war jetzt wichtiger, was meine Schwester sagte. Sie ließ die zappelnden Jungen in den Schnee fallen und wandte sich bedrohlich knurrend an Feuerstern. Die Hälfte des Clans stellte ihr Nackenfell auf und fauchte wütend. Einem Kampf schien nichts mehr im Wege zu stehen. Fortsetzung folgt!

13.2 % der User hatten die Auswertung: Name: Dreijunges Clan: Schattenclan Alter: Sehr jung Position: Junges Fellfarbe: schwarz Felllänge: etwas länger Augenfarbe: gelb Charakter: tapfer, treu (gut) leicht zu beeinflussen, nachtragend (schlecht) Zur Zeit von:?- nach Stunde der Finsternis Gefährte: Siehst du dann! Vielleicht... Familie: Vater: Hellpelz, Mutter: Dunkelhimmel (ausgedacht) Freunde: Kralle, Tod, Nacht, Samt, Wieselpfote Besonderheiten: Du hast nur drei Pfoten, die linke Vorderpfote ist von Geburt an verkrüppelt Gehetzt humpelte ich durch den Wald, immer weiter in die Richtung, die Wieselpfote mir gewiesen hatte. Meine Beine zitterten vor Anstrengung, aber ich erlaubte mir keine Pause. Sie durften mich nicht finden, niemals. Meine Pfoten trommelten gleichmäßig über den Waldboden und mein Fell streifte die kleinen Äste der Brombeerbüsche am Rand meines Wegs. Auf einmal wurde das dichte Unterholz von hohen Kiefern abgelöst. Jetzt musste ich doppelt vorsichtig sein. Nirgendwo war Deckung zu sehen, nur nadelbedeckter Waldboden. Da fielen mir ein paar tiefe Furchen im Boden auf. Als würde ich über den Donnerweg gehen, humpelte ich eilig auf die erste Furche zu und kauerte mich hinein. Die zweite war etwas weiter entfernt. Ich erreichte sie keuchend und ruhte mich erst einmal kurz aus, als ich plötzlich Stimmen im Unterholz hörte. Sie waren etwa drei Fuchslängen entfernt. Vor Schreck hielt ich kurz die Luft an. Ich erkannte die Kätzin Sandsturm am Geruch und den Kater Graustreif an der Stimme. Außerdem waren noch zwei andere Katzen bei ihnen, zwei ausgewachsene Kater. „Da ist was! Ich rieche Schattenclan! Ob das Wieselpfotes Eindringling ist?“, miaute Graustreif. Jetzt hörte ich auch die anderen Donnerclankatzen schnuppern. Zitternd schob ich mich vorwärts, immer ganz nah an den Bäumen entlang, in Richtung der nächsten Furche. Bevor ich diese jedoch erreichen konnte, entdeckte mich einer der Kater. „Da!“, schrie er. Ich richtete mich auf und humpelte schnell auf den Zweibeiner-Zaun zu. Aber ich war erschöpft, dreibeinig, jung und kannte mich nicht aus, also holten mich die Krieger schnell ein. Bebend kauerte ich mich hin. Mein Fell war aufgestellt, meine Muskeln angespannt. Die Donnerclankatzen stellten sich um mich herum. „Bitte, tut mir nichts!“, wimmerte ich. „Was tust du hier?“, fauchte der helle Kater mit den schwarzen Streifen. „Ich … Ich … Ich ...“, stammelte ich. „Warst du heute bei Sonnenaufgang beim Donnerweg? Los, antworte!“, befahl der dunkelbraun getigerte Kater. Mit weit aufgerissenen Augen kauerte ich mich noch tiefer zu Boden, als die Beiden sich über mich beugten. Wütend fuhr mich noch einmal der Helle mit den dunklen Streifen an: „Bist du ein Schattenclan-Krieger?“ Da fuhr die sandfarbene Kätzin dazwischen. „Langschweif! Borkenpelz! Lasst sie erst mal zu Atem kommen!“, knurrte sie und schnippte erst dem hellen, dann dem dunklen Kater mit der Schwanzspitze gegen den Kopf. Dann beugte sie sich zu mir und schubste die Kater beiseite. „Setz dich erst einmal, Kleines!“, bat sie sanft. Kleines war gut, ich war fast so groß wie sie. Vorsichtig setzte ich mich auf den warmen Boden. „Gut und jetzt sag mir, wo du herkommst!“, sprach sie weiter. Ich musste lügen. Sie durften mich nicht entlarven. Auf gar keinen Fall wollte ich zum Schattenclan zurück. Also deutete ich stumm mit der Schwanzspitze auf den Zweibeinerort hinter mir. Die Kätzin schnupperte kurz an mir. „Warum riechst du dann nach Schattenclan?“, fragte sie sanft. „Was ist Schattenclan?“, piepste ich, mich dumm stellend. „Es hat keinen Zweck! Wahrscheinlich ist sie durch deren Territorium gelaufen! Ihr das Clanleben zu erklären würde viel zu lang dauern. Wir sollten sie laufen lassen und Blaustern berichten!“, meldete sich jetzt Graustreif mit ruhiger, tiefer Stimme zu Wort. Die beiden anderen Kater fuhren herum. „Ist das dein Ernst?“, kreischte der Helle mit den dunklen Streifen. „Ja, Langschweif, das ist es. Was kann sie allein schon ausrichten?“, knurrte Graustreif. Langschweif senkte kurz den Kopf, dann wandte er sich an mich: „Gut, aber sie zu, dass du nicht mehr auf unser Territorium kommst, verstanden?“ Ich nickte eifrig und drehte mich langsam um. „Wie heißt du eigentlich?“, rief mir Sandsturm noch hinterher. „Hass!“, erwiderte ich, ohne mich umzudrehen. Den Namen hatte ich mir gerade ausgedacht, aber er passte. Hass … So sollte mein neuer Name lauten. Im Zweibeinerort stank es. Überall. Nach Hauskätzchen, Monstern, Zweibeinern und Abfall. Donnerwege durchschnitten die Lücken zwischen den Bauen und Zäune trennten die kleinen Grasflächen davor von den stinkenden Wegen ab. Ab und zu trat ein Zweibeiner nach mir, ein Hund kläffte mich an oder ein Hauskätzchen sah mir erstaunt nach. Ich lief einfach durch den Zweibeinerort auf der Suche nach Beute. Da roch ich Maus. Das Wasser lief mir im Maul zusammen. Den ganzen Tag lang hatte ich noch nichts zwischen die Zähne bekommen. Meine Pfoten taten mir weh, aber ich ließ mich in ein Jagdkauern fallen, als ich die Maus sah. Ich versuchte, es genau so zu machen, wie ich es bei meine ehemaligen Clangefährten gesehen hatte. Vorsichtig pirschte ich mich an, machte einen Satz und schlug meine Zähne in das Genick der Maus. Warm spürte ich ihren Körper zwischen den Zähnen und schmeckte das frische Blut auf der Zunge. „Danke, Sternenclan!“, flüsterte ich. Erst danach verzehrte ich meine erste Beute. Genau bei Mondhoch kam ich bei der Grenze an. „Dreijunges!“, zischte jemand aus dem Gebüsch. Ich ging vorsichtig in Richtung der Stimme. „Wieselpfote?“, flüsterte ich. Eine Pfote packte mich an der Schulter und zog mich ins Gebüsch. Buschiges Schweif-Fell erstickte meine Schrei. Wütend grub ich meine Zähne in den Schweif vor meiner Nase und ein erstickter Schmerzensschrei zeigte mir, dass ich eine empfindliche Stelle getroffen hatte, also biss ich fester zu. „Mäusehirn! Erkennst du mich nicht?“, fauchte Wieselpfote leise und zog mir seine Pfote über mein Ohr. Ich unterdrückte ein Schnurren und ließ seinen Schweif los. „Wie ist es dir ergangen?“, fragte er sogleich. Jetzt schnurrte ich wirklich: „Ein paar deiner Clangefährten haben mich entdeckt, bei den hohen Kiefern, und Borkenpelz und Langschweif wollten mich zu eurer Anführerin bringen, aber Sandsturm war echt nett und hat mich laufen lassen. Leider musste ich sie dafür anlügen. Aber hier im Zweibeinerort ist es ganz gut gelaufen. Wieselpfote, ich habe meine erste Beute gefangen! Eine Maus und sie hat wunderbar geschmeckt!“ „Ja, mein Mentor hat von dir erzählt“, murmelte Wieselpfote nachdenklich. „Wer ist dein Mentor?“ „Langschweif!“ Eigentlich wollte ich entsetzt sein, aber ich brachte es nicht fertig. Es durchströmte mich bei Wieselpfotes Anblick ein Gefühl, welches ich vorher nur beim Anblick meines Vaters verspürt hatte. Ein warmes, goldenes, weiches Gefühl der Geborgenheit. Wie hieß es nur? Ach ja, Liebe! „Dreijunges?“, riss mich Wieselpfote aus meinen Gedanken. Ich zuckte zusammen. „Bitte, nenn mich nicht mehr so! Ich hasse diesen Namen!“, bat ich gequält. „Gut, dann bist du ab jetzt … Hellherz!“, verkündete Wieselpfote stolz. Und dann erzählte ich ihm meine Geschichte. „Das ist ja furchtbar, Hellherz!“, staunte Wieselpfote. Ich schnurrte und lehnte mich an ihn. „Ich liebe dich, Wieselpfote!“, flüsterte ich. Durch mein Fell spürte ich, wie sein Herz klopfte. Dann wisperte er: „Ich liebe dich auch! Und, Hellherz, sobald Blaustern mich zum Krieger ernannt hat, komme ich zu dir! Dann leben wir zusammen, weit weg von den Clans und weit weg von Tigerstern, ja? Ich werde dir alles beibringen, was ich kann und dann werden wir einfach so leben, wie es uns gefällt! Aber bis dahin musst du irgendwo bleiben! Zum Schattenclan kannst und willst du vermutlich nicht zurück, aber was ist mit den anderen Clans?“ Ich sah ihn hoffnungsvoll an: „Du meinst, ich kann in den Donnerclan kommen und bei dir sein?“ Er senkte traurig den Kopf. „Das geht nicht. Die anderen Katzen würden niemals eine Schattenclankatze dulden und außerdem … Blaustern ist in letzter Zeit so komisch. Die restlichen Schüler sagen, sie ist verrückt geworden und ich glaube, das stimmt. Sie ist verrückter als ein alter Dachs! Manchmal macht sie mir richtig Angst“, gestand er niedergeschlagen. Ich drückte mich aufmunternd an ihn. „Dann probiere ich es beim Windclan! Oder beim Flussclan! Oder bei dieser Einzelläufer-Farm bei den Hochfelsen! Ich finde schon einen Platz!“, tröstete ich ihn. Er presste sich schnurrend an mich. Aber es sollte ganz anders kommen. Fortsetzung folgt!