Springe zu den Kommentaren

Sara-Halbgott wider Willen Teil 6

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
3 Kapitel - 3.060 Wörter - Erstellt von: Sensless - Aktualisiert am: 2015-06-06 - Entwickelt am: - 774 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

    1
    „Hey Sara!“, begrüßt mich mein Bruder freudig mampfend, springt auf und umarmt mich fest. Ich lasse mich von ihm zerquetschen und nehme dann neben Rose Platz, die ebenfalls bereits isst. Chris mustert Joe einen Moment, bevor er lächelt und sagt: „Dann bist du also Joe, der Beschützer meiner großen Schwester.“ „Und du ihr kleiner Bruder“, erwidert er, zieht dann eine Augenbraue hoch. „Also, im Sinne von jünger.“ Chris nickt, schluckt sogar die schon zu Brei gekaute Nahrung hinunter, bevor er fragt: „Und, isst du mit uns oder gesellst du dich zu deinen Satyrkumpels?“ Joe wirft einen schnellen Blick auf einen etwas abgelegenen Tisch, auf dem die restlichen Beschützer frühstücken, und antwortet dann: „Hier wäre mir ehrlich gesagt lieber. Also, falls das für alle Beteiligten genehm ist.“ Chris nickt an unserer statt und lässt sich mit Joe gegenüber von uns auf eine Bank sinken. Warum ist er so widerwärtig nett zu meinem Beschützer? Rose und ich tauschen einen schnellen Blick, als die zwei schon wenige Sekunden später in eine angeregte Diskussion vertieft sind. Sie beißt ein weiteres Mal von ihrem Sandwich ab, beugt sich dann zu mir und raunt mir zu: „Dein Bruder ist echt ein cooler Typ! Witzig, charmant und wow, bei seinem Körper bekommt der Ausdruck griechischer Gott eine ganz neue Bedeutung!“ „Fick ihn doch“, rutscht es mir raus und im nächsten Moment ist die Katastrophe auch schon geschehen: Rose prustet los, wobei sich ein feiner Sprühregen aus Brotbrei über den ganzen Tisch verteilt, was die Aufmerksamkeit von Joe und Chris auf uns lenkt. Irritiert betrachten sie die immer noch lachende Rose und mich, die sich nichts sehnlicher wünscht, als im Erdboden zu versinken. „Sara, willst du uns vielleicht erklären, warum sich deine Freundin in einen menschlichen Springbrunnen verwandelt hat?“, fragt Joe amüsiert, meine Verlegenheit muss ihm tiefe Genugtuung bereiten. Auch mein Bruder muss sich sichtlich beherrschen, um nicht laut loszulachen, aber vermutlich eher, weil Rose nun auch noch anfängt, komische Grimassen zu ziehen. Ich strecke ihm die Zunge raus, was er mit einem gemurmelten „Sehr erwachsen“ quittiert. Ich erhebe mich, ohne auch nur einen Bissen gegessen zu haben, und verkünde: „Ich gehe trainieren. Wo sind hier die Nahkampfräume?“ Er hebt belustigt eine Augenbraue, als wolle er sagen „Du und Sport?“, und macht Anstalten, ebenfalls aufzustehen. „Bleib ruhig sitzen“, halte ich ihn auf. „Eine Wegbeschreibung reicht vollkommen.“ Er bedenkt mich mit einem durchdringenden Blick, gibt mir aber schließlich wonach ich verlange und nach einer kurzen Verabschiedung von den zwei flirtenden Turteltäubchen Rose und Chris mache ich mich auf den Weg. Dort angekommen, bemerke ich mit Freuden zweierlei Dinge: Erstens, der Raum ist komplett leer, zweitens, es gibt Boxsäcke. Gut. Ich gehe direkt auf einen zu und lasse meine Faust einmal probehalber dagegen knallen. Perfekt für mein Vorhaben. Ich projiziere die Trauer über die Trennung und die Wut auf Joe auf diesen blöden Boxsack, dresche wie wild auf ihn ein. All der angestaute Zorn, all der Schmerz kocht in mir hoch und bahnt sich mit jedem Schlag mehr einen Weg nach draußen. Ich blende die Außenwelt komplett aus, es gibt nur mehr mich und diese rote Plastikhülle voll Sand. Ich richte sie zu, als wäre sie an meinem Elend schuld, und langsam verarbeite ich in den Schlägen auch die letzten drei Jahre voller Kummer und Sorgen. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich schon den Boxsack malträtiere, als eine Hand sich von hinten um mein Handgelenk schließt, es mitten in der Bewegung stoppt. „Genug.“ Irritiert blicke ich auf und sehe Joe vor mir, der mich besorgt mustert. Langsam komme ich wieder zu mir, bemerke die stillen Tränen, die mir über die Wangen laufen, nehme meinen viel zu schnellen Herzschlag wahr. Behutsam nimmt er meine Hand in seine, schaut sich sorgfältig meine blutigen Handgelenke an. Aus einer seiner Hosentaschen zaubert er ein Taschentuch und wischt damit das gröbste Blut weg, die Wunden kann er aus Ermangelung an Arzneisachen nicht wirklich behandeln. Er sieht mir in die Augen, sein Blick verhakt sich in meinem, als er fragt: „Woran hast du gedacht? Welcher Zorn hat dich angetrieben, um diesen armen Boxsack so zuzurichten?“ Ich schüttle bloß den Kopf und wische mir verstohlen die Tränen aus den Augen. Einen Moment lang sieht er so aus, als wolle er weiter nachfragen, entscheidet sich dann schließlich aber für eine andere Taktik: „Du musst es anders machen. Sicher, deine Wut gibt dir Kraft, aber mit dieser Haltung streckst du nicht einmal einen Gegner zu Boden.“ Sanft, aber bestimmt dreht er mich wieder zum Boxsack herum, legt seine Hände um meine Hüfte. „Du musst hier die Spannung halten.“ Sein Fuß schiebt sich zwischen meine und bringt mich so in einen leichten Ausfallschritt. „Bisschen mehr in die Knie gehen.“ Ich komme seiner Aufforderung nach, seine Hände lenken mich unglaublich ab. Zu allem Überdruss ist mein T-Shirt auch noch am Rücken ein wenig hochgerutscht, so dass sein Daumen ständig meine nackte Haut streift und kleine Schauer durch meinen Körper sendet. Wie soll ich mich da auf diese blöde Plastikhülle vor mir konzentrieren? „Jetzt heb die Arme zur Verteidigungshaltung. Stell dir vor, ein echter lebendiger Gegner sei dein Gegenüber. Der Kopf und dein Gesicht sind die wichtigsten Teile, die du schützen musst.“ Ich hebe die Arme, wie ich es vor ein paar Jahren in einem Selbstverteidigungskurs gelernt habe, und halte sie schützend vor mich. „Spannung halten.“ Sein Griff um meine Taille verstärkt sich, hält mich gefangen in der einen Position. „Gut. Und jetzt schlag zu.“ Sein heißer Atem kitzelt mich im Nacken, und ich realisiere erst ungefähr drei Sekunden danach, was er zu mir gesagt hat. Ich hole aus und lasse meine Faust auf den Boxsack niederschnellen. Meine Knöchel schmerzen, doch sonst geht es eigentlich besser als vorhin. Ich habe mehr Kraft, auch ohne die unbändige Wut, habe einen festeren Stand. „Perfekt“, raunt er und lässt mich los. „Aber lass es gut sein für heute. Lass deiner Haut Zeit, zu heilen.“ „Hast du eine Wasserflasche da?“, frage ich, neuer Ehrgeiz packt mich. Er reicht sie mir wortlos, ich schraube sie auf und lasse die kühlende Flüssigkeit über meine geschundenen Hände fließen. Augenblicklich verheilen die Aufschürfungen, die Schmerzen verschwinden. Ich verschließe die Flasche wieder, werfe sie ihm zu und stelle mich wieder vor den Boxsack. „Kann weitergehen.“ Er schüttelt den Kopf, während ich meine Beine in den kleinen Ausfallschritt von vorhin bringe, meine Knie beuge, meine Arme zum Abwehren hebe. „Spannung halten.“ Ich warte auf seine unterstützenden Hände, doch ihre sanfte Berührung bleibt aus. Enttäuschung breitet sich in mir aus und treibt mich zu meinem ersten Schlag an. Ich höre die Tür ins Schloss fallen und weiß, dass Joe gegangen ist. Idiot. Die nächsten Schläge gehören ganz ihm.

    2
    Ich trainiere den restlichen Tag hindurch, lehne Joes Aufforderung zum Mittagessen ab. Ich weiß nicht, woher ich all diese Motivation habe, doch sie ist da. Auch die Einladung zum Flaggen erobern von Chris schlage ich aus. Da heut Nachmittag ein derart wichtiges Spiel stattfindet, bin ich zu meiner großen Freude allein mit meinem Boxsack. Mit jedem Schlag werde ich härter, und irgendwann nehme ich auch noch meine Füße hinzu. Jedes Mal, wenn meine Faust oder mein Fuß das harte Plastik trifft, fühle ich mich ein kleines Stück mehr befreit. Meine eigene Ausdauer überrascht mich zusehends, je länger der Tag fortschreitet. Normalerweise unsportlich wie sonst was, schon erschöpft vom Gang zum Kühlschrank, und nun hochmotiviert und aktiv, als hätte ich Red Bull mit Kaffee und Koks vermischt und mir davon einen Zehn-Liter-Eimer in den Rachen gekippt. Als Joe mich schließlich zum Abendessen abholen will, lehne ich auch diesmal dankbar, aber bestimmt ab, und will dem Boxsack gerade einen Kick verpassen, als er mein Bein mitten in der Bewegung aufhält und mich streng anblickt. „Dein Ehrgeiz in allen Ehren, Sara, aber du musst essen.“ „Ich habe aber keinen Hunger“, motze ich und hüpfe ein wenig auf meinem Standbein herum. Ich versuche gar nicht erst, mich zu befreien, aber langsam wird diese Situation unangenehm. „Wann hast du das letzte Mal etwas gegessen?“, fragt er mich bestimmt und blickt mir intensiv in die Augen. Ich zucke die Schultern. „Weiß nicht.“ „Dein Körper braucht Nahrung, vor allem nach diesem anstrengenden Tag. Ich will nicht, dass du mir plötzlich zusammenklappst“, sagt er sanft, setzt meinen Fuß auf dem Boden ab. „Keinem ist geholfen, wenn du dir weiterhin jegliche Kraftzufuhr verwehrst. Du tust dir nur selber weh.“ Täusche ich mich oder macht er sich Sorgen um mich? Na gut, als mein Beschützer muss er wohl auch darauf achten, dass ich nicht plötzlich einen Kreislaufkollaps erleide, doch ich meine, eine andere Motivation hinter seiner dringlichen Bitte zu erahnen. Um einen Menschen, den man liebt, wird man sich immer sorgen, das ist wie mit der Eifersucht. Ich gebe schließlich nach, folge ihm wortlos zu dem bereits gerappelt vollen Essbereich. Meine Knöchel haben sich wieder aufgescheuert, doch sonst scheine ich nicht allzu viel abbekommen zu haben. Wir setzen uns an unseren Stammtisch, doch Rose und Chris erblicke ich nicht. Joe bemerkt meinen verwunderten Blick und erklärt mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht: „Die zwei haben wohl noch zu tun.“ Sein amüsierter Unterton ist unüberhörbar. Aha, Chris und Rose jetzt also. Mir soll’s Recht sein. Ich lasse mich auf die Bank fallen, Joe nimmt mir gegenüber Platz und schiebt mir sofort einen Teller zu. Fleisch, Kartoffeln, Brokkoli, alles mit einer braunen Soße übergossen. Der himmlische Duft steigt mir in die Nase, doch wider Erwarten meldet mein Bauch keine Bedürfnisse an. Ich habe anscheinend wirklich keinen Hunger. „Muss ich dich füttern oder worauf wartest du?“ Ich zucke zusammen, ihn hatte ich für einen Moment einfach vergessen. Ich überlege, ob es sich lohnen würde abzuwarten, ob er seine Drohung tatsächlich wahr macht, entscheide mich aber dagegen und fange brav an zu essen. Von Zeit zu Zeit spüre ich seinen intensiven Blick auf mir, der jede meiner Bewegungen zu überwachen scheint, tue aber so, als würde ich rein gar nichts bemerken. Als der Teller leer ist, lege ich mein Besteck ab und sehe ihn zum ersten Mal wieder an. Ein breites, zufriedenes Grinsen liegt auf seinen Lippen, als er sagt: „Siehst du, war doch gar nicht so schwer.“ „Ach, halt dein Maul“, erwidere ich, kann mir aber ein kleines Lächeln ob seiner Freude über einen aufgegessenen Teller nicht verkneifen. „Hast du noch Lust auf menschliche Interaktion in Form einer Party der glorreichen Sieger des Flaggeneroberns? Oder hat der Boxsack dir deine Kräfte geraubt?“, fragt er neckisch, aber doch fürsorglich. „Ich will einfach nur nach Hause“, murmle ich und zucke im nächsten Moment zusammen. Habe ich gerade wirklich meine Hütte hier im Camp als mein Zuhause bezeichnet? Joe wirft mir einen langen, verständnisvollen Blick zu, bevor er aufsteht und meint: „Na dann, komm. Bringen wir dich mal in deine Hütte.“ Etwas verwundert erhebe ich mich ebenfalls und folge ihm. Es kommt mir komisch vor, dass er mich begleitet, auch wenn es drei Tage lang Alltag war. Es fühlt sich wie ein Wunschtraum an, als könne ich jeden Moment alleine in meinem Bett aufwachen und die Arme noch so weit nach Joe ausstrecken, ohne ihn zu finden. Wir gehen schweigend, er versucht erst gar nicht, nach meiner Hand zu greifen oder mir irgendwie nahezukommen. Es wäre ja doch zu schön gewesen. Bei meiner Hütte angekommen, geht er zu meiner Verblüffung einfach mit hinein. Er setzt sich auf mein Bett, als sei es das Normalste der Welt, und sieht mich erwartungsvoll an. „Ich gehe noch kurz duschen“, lasse ich ihn wissen und ohne auf seine Erwiderung zu warten verschwinde ich im Bad und sperre die Tür hinter mir ab. Ich atme einmal tief durch, Joes Anwesenheit verwirrt mich mehr als sie sollte, und steige danach unter die Dusche. Das warme Wasser spült den Schweiß, die Wut, den Schmerz hinfort, als ich in ein Handtuch gewickelt rauskomme, fühle ich mich wie neugeboren. Ich wende wieder meinen kleinen Trick an, um trocken zu werden, danach suche ich mir auf dem Boden meinen Pyjama zusammen. Kurze Shorts, Unterwäsche, alles da. Nur mein T-Shirt bleibt verschwunden. Ich wäge meine Möglichkeiten ab. Ich könnte das verschwitzte Gewand von vorher anziehen. Igitt, nein. Ein Handtuch rumwickeln? Nein, Joe würde mich einfach nur auslachen, dass ich mich vor ihm so geniere. Also straffe ich die Schultern und gehe in BH und Shorts wieder in mein Schlafzimmer. Ich registriere mit Genugtuung, wie seine Augen sich bei meinem Anblick weiten und sich vor Lust eine Schattierung dunkler färben. „Ich hatte kein T-Shirt mehr im Bad“, informiere ich ihn. „Aber unter Freunden macht das ja nichts.“ Sein Gesichtsausdruck verändert sich, ob der Verwirrung, die sich in seinen Zügen spiegelt, schließe ich, dass er mein Spielchen nicht ganz durchschaut. „Kannst du mir meinen Rucksack geben? Liegt neben dir!“ Wider Erwarten wirft er ihn mir nicht zu, sondern steht langsam auf und bringt ihn mir. Als er direkt vor mir steht und ich schon die Hand nach meinem Hab und Gut ausstrecke, murmelt er leise: „Ach, scheiß drauf!“ Und im nächsten Moment liegen seine Lippen auf meinen.

    3
    Der Kuss ist nicht zärtlich, er ist leidenschaftlich, wild. Eine seit Tagen unterdrückte Sehnsucht scheint aus uns beiden zu sprechen, so ungehemmt wie wir uns küssen. Seine Zunge leckt frech über meine Unterlippe, sie will Einlass. Ich gewähre ihn ihr und wir verschmelzen noch ein Stück mehr miteinander. Seine Hände erkunden meinen halbnackten Oberkörper, necken und reizen mich und hinterlassen eine heiße Spur, wo sie mich berühren. Ich vergrabe meine Finger in seinen Haaren und ziehe ihn so noch ein Stück näher zu mir, doch er hat offenbar andere Pläne. Er löst sich von mir und als ich schon protestieren will, beginnt er, mit seinen Lippen meinen Hals zu liebkosen. Er arbeitet sich immer weiter nach unten, hinterlässt nichts als Lust und Begierde in mir. Wie lang habe ich in den letzten Tagen von diesem Augenblick geträumt? Wie oft habe ich mir das hier vorgestellt und warum ist es in der Realität so viel besser als in meinen Tagträumen? Ich will ihn, will weiterhin seine Lippen auf meinen, seine Finger auf meiner Haut, seinen Körper auf meinem spüren. Und doch weiß ich, dass es falsch ist. Als er mich meines BHs entledigen will, stoppe ich seine Hände und sage bestimmt: „Joe. Das geht nicht.“ Er blinzelt ein paar Mal, scheint zu erwachen aus seinem Lustrausch, und fragt: „Aber warum nicht?“ Er sieht so verletzt, so hilflos aus, doch ich muss meine Bedenken aussprechen: „Du hast Schluss gemacht. Und ich bin nicht deine Hure vom Dienst, die alles mit sich machen lässt und einfach so mitmacht, wenn du gerade Bock hast.“ Er zuckt zusammen, ich scheine einen wunden Punkt getroffen zu haben. Er gibt mich frei, tritt ein paar Schritte zurück, bevor er sagt: „Stimmt. Ich habe Schluss gemacht. Aber nicht aus dem Grund, den du annimmst.“ Ich erwidere nichts, mein Herz klopft mir bis zum Hals, ich traue meiner Stimme nicht. Er seufzt leise und fährt fort: „Poseidon, dein Vater, ist hier in seiner menschlichen Gestalt aufgetaucht und hat mich daran erinnert, dass Beziehungen zwischen Beschützer und zu Beschützendem verboten sind. Er hat gemeint, sollte ich noch einmal meine Finger an seine Tochter legen, hätte er bald einen neuen Fellteppich.“ Er sieht mir nun direkt in die Augen, fügt mit Schmerz in der Stimme hinzu: „Ich liebe dich noch immer, Sara. Aber solange ich dein Beschützer bin, kann nichts zwischen uns sein. Darf nichts zwischen uns sein.“ Mit diesen Worten dreht er sich um und geht. Joe liebt mich. Heiße Tränen bahnen sich einen Weg über meine Wangen. Mein Hals schnürt sich zu, erstickt die lautlosen Schluchzer, die in meiner Kehle brennen. Warum musste Poseidon das tun? Warum konnte er nicht sehen, wie glücklich ich mit Joe war, wie viel mir dieser Kerl bedeutet? Wie kann man zwei Menschen, die sich lieben, nur voneinander trennen und danach noch guten Gewissens in den Spiegel schauen? Irgendwo tief in mir drin weiß ich, dass er es nur gut meinte, doch im Moment habe ich kein Verständnis für ihn. Joe und ich haben allem Anschein nach keine Zukunft. Ein Gott, der leider auch noch mein Vater ist, ist gegen uns und außerdem wäre unsere Beziehung auch noch illegal. Solange er mein Beschützer ist, wird zwischen uns nichts passieren. Ich wische mir die Tränen aus den Augen. Vielleicht ist es besser so. Vielleicht sollte ich… Moment mal! Ein Geistesblitz zuckt durch mein von Hormonen außer Betrieb gesetztes Gehirn. Hastig krame ich ein T-Shirt aus meinem Rucksack hervor, ziehe es über und verlasse meine Hütte. Ich laufe, so schnell mich meine Füße tragen, durch das nächtliche Camp, höre frohes Gelächter, spüre die spitzen Steinchen, die sich in meine Fußsohle bohren, doch achte nicht sonderlich darauf. An meinem Ziel angelangt, reiße ich die Tür auf und stolpere fast hinein. Chiron sieht verwundert von seinem Schreibtisch auf, doch bevor er überhaupt zu Wort kommen kann, stammle ich schon vollkommen außer Atem: „Ich brauche… einen neuen Beschützer.“

Kommentare (11)

autorenew

justanna (03532)
vor 366 Tagen
Hab ich schon erwähnt, dass ich diese Geschichte liebe?
Nein?
OMFG !!! Ich liebe es einfach. Zuerst war ich aber voll verwirrt wegen Chris. Hat nicht so auch der Stiefbruder aus der Geschichte mit Fred geheißen? Aber finde die Geschichte soooo geil!!
justanna (47032)
vor 368 Tagen
kleiner Percy Jackson- Fan? Echt tolle Geschichte. du kannst gut schreiben
Swity (73478)
vor 695 Tagen
Ich Stimme Lara zu die Geschichte is sooooooo
geil!!!! Bitte schreib weiter auch wenn man jetzt
schon weiß wie's weiter geht aber schreib bitte
weiter;-)!!!!!! DANKE;-D!!!!!!!
Lara (06990)
vor 834 Tagen
Sorry ich noch mal.
Ich bin immer noch verrückt wie es weiter geht
und freue mich wenn du weitere kapitel schreibst
am liebsten wäre es wenn die geschichte unendlich ist.
Lara (40235)
vor 850 Tagen
ich habe eine bitte und die ist:
schreib bitte weiter,ich wünsche mir auch viele weitere Kapitel
des wäre lieb

Grüße von Lara
lolita (07020)
vor 889 Tagen
Awwwww....manno an der Besten Stelle hörst du auf -:)
Bella dream (28267)
vor 927 Tagen
Wow, du kannst richtig geil schreiben! Bitte mach weiter!
No name (98186)
vor 1091 Tagen
Super gute Geschichte ich liebe sie!! Bitte noch mehr
Adhara (55299)
vor 1111 Tagen
Ein bisschen klischeehaft, aber vom Schreibstil herausragend! :)
sisl love (28129)
vor 1139 Tagen
Omg!!
Die Story is voller Liebe!!
Ich verknall mich auch !!!
Aahhh total süß alles!!!!*-*
Bella-Chira (93203)
vor 1189 Tagen
Hey Sensless :),
deine ersten 4 Kapitel sind echt gut und ich hab richtig Lust deine FanFiktion weiter zu Verfolgen.
GLG Bella :)