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Die Geschichte vom TraumClan

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44 Kapitel - 20.979 Wörter - Erstellt von: Feuerflug - Aktualisiert am: 2016-08-31 - Entwickelt am: - 37.509 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.87 von 5.0 - 15 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Der TraumClan ist einer der aller ersten Clans auf TD, aber Haselstern gab plötzlich auf... Und es kam niemand mehr on... Aber ich (Feuerflug) und Rotpelz liebten den Clan über alles.
Jetzt wollen wir ihn wieder aufbauen und hoffen das wieder aktive Leute kommen.

Auf der Seite 41 ist die aktuelle Hierarchie.

LG Feuerflug

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    Ich sah in den Wolken bedeckten Himmel. Bald würde es anfangen zu regnen. Genau in diesem Moment bekam ich einen dicken Regentropfen ins Auge. Ich bl
    Ich sah in den Wolken bedeckten Himmel. Bald würde es anfangen zu regnen. Genau in diesem Moment bekam ich einen dicken Regentropfen ins Auge. Ich blinzelte, damit der Tropfen aus meinem Auge verschwand. Fluchend rannte ich in den dichten Laubwald, der ganz in der Nähe war. Ich schaute mich in dem Wald um. Er sah wirklich hübsch aus und der Regen kam durch das Blätterdach kaum durch. Da entdeckte ich einen kleinen Bach. Ich folgte ihm bis zu einem dichten Brombeergestrüpp, durch das ich mich durch zwängte. Hier drin fand ich eine kleine Baumhöhle, in der es sehr gemütlich aussah. Ich zupfte mir ein wenig Moos aus der Erde und baute mir in dem Baumstumpf ein Nest. Zufrieden ließ ich mich in den Bau fallen. Schnell schlief ich ein. Und ich träumte...

    Ich befand mich im Nichts. Hier war nichts. Absolut nichts außer den Sternen. „Hallo!", rief ich verwirrt. „Ist da jemand?" Plötzlich verwandelten sich die Sterne. Sie wurden zu Katzen. Katzen mit Sternenglanz im Fell. Eine blaugraue Kätzin trat vor. „Sei gegrüßt.", miaute sie. „Mein Name ist Blaustern. Ich war die Anführerin des DonnerClans." „Clan?", fragte ich verwirrt. Blaustern nickte. „Ja und du bist dazu bestimmt, einen neuen Clan zu gründen." Danach erklärte sie mir alles über die Clans und ihre Gesetze. Als sie endete leckte sie sich über die Lippen. „Nun denn, wie willst du deinen Clan nennen?", fragte ein gestreifter Kater mit schiefen Kiefer, der Streifenstern hieß. „Da das hier ein Traum ist, würde ich ihn gern TraumClan nennen." Der Gestreifte nickte. „Ein guter Name." „Doch du brauchst auch einen Namen.", sagte Blaustern. Ich überlegte. „Ich weiß nicht.", gab ich zu. „Dann werden wir dir jetzt mit unserer Kraft, der Kraft des SternenClans einen Namen geben. Von nun an wirst du Haselfell heißen.", verkündete Streifenstern feierlich. „Haselfell! Haselfell!", riefen alle Anwesenden. „Nun wirst du deine neun Leben bekommen.", sagte mir Blaustern. Es war das furchtbarste, aber auch das wunderbarste das ich je erlebte. „Ich bin Gelbzahn. Mit diesem Leben gebe ich dir Schlagfertigkeit."
    „Mein Name ist Silberfluss. Mit diesem Leben gebe ich dir Mitgefühl."
    „Ich heiße Sturmwind. Mit diesem Leben gebe ich dir Schnelligkeit."
    „Ich trage den Namen Grauteich. Mit diesem Leben gebe ich dir Loyalität." So ging es weiter, bis ich das neunte Leben erhielt. „Von nun an wirst du Haselstern heißen.", verkündete Blaustern. „Nun geh und finde Katzen, die sich dem TraumClan anschließen.", befahl mir Streifenstern. Mit diesen Worten verblassten die Katzen und ich erwachte.

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    Das bin ich. Haselstern, Anführerin des TraumClans. 20 Monde bin ich alt. Seit mein Vater mich und meine Mutter verließ und diese 5 Monde später am
    Das bin ich. Haselstern, Anführerin des TraumClans. 20 Monde bin ich alt.
    Seit mein Vater mich und meine Mutter verließ und diese 5 Monde später am Grünen Husten starb, streune ich ohne Freunde, Familie, Namen und festes Zuhause durch die Gegend. Bis ich den Traum vom SternenClan erhielt und den TraumClan gründete.

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    Die Hierarchie der Katzen

    Alter TraumClan

    Anführerin: Haselstern - braun-weiß gefleckte Kätzin mit grünen Augen

    Zweiter Anführer: Donnerzahn - dunkelbraun getigerter Kater mit schwarzen Streifen, weißen Bauch und bernsteinfarbenen Augen

    Heiler: Tornadosturm - sturmgrauer Kater mit verwaschenen, schwarzen Flecken, einer gezackten Narbe über dem Gesicht und dunkle, indigofarbenen Augen

    Heilerschülerin: Dämmerlicht -kleine, hellbraun getigerte Kätzin mit weißen Bauch, weißer Blässe im Gesicht und Bernsteinaugen

    Zweite Heilerschülerin: Kräuterschweif - weiße Kätzin mit grünlichen Flecken

    Krieger: Sturmkralle-brauner Kater mit weißen Tupfen und bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Mondpfote

    Himmelsschrei - blaugraue Kätzin mit blauen Augen; Mentorin von Glutpfote

    Adlerfang - braun-weiß gescheckter Kater mit blauen Augen

    Bienensturm - kleine, hellgraue Kätzin mit dunkelgrauen Streifen, die am Kopf nur auf der linken Seite sind und bernsteinfarbenen Augen, rechts mit grünen Sprenkeln

    Fischfang - grauer Kater mit grünen Augen

    Sandlicht - sandgelbe Kätzin mit helleren Streifen und goldenen Augen

    Falkenflug - brauner Kater mit weißem Brustfell, weißen Pfoten und bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Heckenpfote

    Waldregen - schildpattfarbene Kätzin mit blauen Augen; Mentorin von Pantherpfote

    Erdschweif - erdbrauner Kater mit leuchtenden, grünen Augen: Mentor von Krallenpfote

    Morgenblüte - rotbraune Kätzin mit weißen Bauch und weißen Pfoten

    Astschweif - brauner Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Nachtsturm - silbern gestreifte Kätzin mit grünen Augen; Mentorin von Blitzpfote

    Himmelsee - hellgrau weiße Kätzin mit himmelblauen Augen

    Feuerflug - schlanke, rote, grünäugige Kätzin mit buschigem Schwanz und einer Narbe über dem Auge√

    Blutschatten - sehr großer, blutroter Kater mit bernsteinfarbenen Augen√

    Ahornschatten - langhaariger, schildpattfarbener Kater mit braun-weißen Flecken und blassgelben Augen; Mentor von Sonnenpfote

    Honigmaul - große, breite, gelb weiße Kätzin mit grünen Augen

    Himmelsbrise - weiße Kätzin mit schwarzen Pfoten und einem blauen und einem grünen Auge; Mentorin von Sternenpfote

    Funkenschweif - sumpfbraune Kätzin mit hellbraunen Sprenkeln, kurzen Schweif und bernsteinfarbenen Augen√

    Schneedämmerung - silbern schimmernde, weiße Kätzin mit dunklen Schattierungen und bernsteinfarbenen Augen mit roten Sprenkeln und blauen Äderchen

    Grausturm - grau getigerter Kater mit schwarzen Pfoten, silbernem Streif auf dem Rücken und blauen Augen; Mentor von Silberpfote

    Herzmond - schwarze Kätzin mit grauen Streifen, weißen Pfoten, weißem Fleck auf der Brust, der wie ein Herz aussieht und blau-grünen Augen

    Himmelsherz - schwarz-weiß gefleckter Kater mit gelben Augen

    Seelenfall - schwarzgrauer Kater mit dunkelblauen Augen

    Taubenpelz - hellgraue Kätzin mit silbernen Schweif und blauen Augen

    Tigerwald - grau getigerte Kätzin mit schwarzen Streifen und blauen Augen

    Tauschnee - schildpattfarbene Kätzin mit grünen Augen

    Frostblick - zierliche, weiße Kätzin mit eisblauen Augen√

    Blaukralle - blaugraue Kätzin mit silbernen Schimmer und blauen Augen

    Eiswind - weiße Kätzin mit hellgrauen Tigerungen, schwarzen Pfoten und eisblauen Augen √

    Wolkenwind - weißer Kater mit schwarzen Tigerungen, grauen Pfoten und blauen Augen

    Schneesturm - weiße Kätzin mit dunkelblauen Augen und buschigen Schwanz

    Bernsteinwind - schildpattfarbener Kater mit weißen Ohren, Pfoten und grünen Augen

    Haselkristall - hellbraune Kätzin mit feuerrotem Bauch und blauen Augen

    Fichtenfell - kleine, dunkelbraune Kätzin mit schwarzer Musterung auf dem Rücken und olivgrünen Augen


    Schüler: Glutpfote - rot getigerter Kater mit gelben Streifen, weißen Pfoten und einem weißen Maul

    Sonnenpfote - hellgelber Kater mit braunen Augen√

    Blitzpfote - gelber Kater mit langen Krallen und grünen Augen

    Krallenpfote - dunkel getigerter Kater mit weißen Pfoten, einem silbernem Streif, blauen Augen und einer tiefen langen Narbe

    Heckenpfote - hellbraune Kätzin mit weißem Bauch, Pfoten und eisblauen Augen

    Sternenpfote - schwarze, blau schimmernde Kätzin mit silbernen Augen

    Pantherpfote - schwarzer Kater mit goldenen Kopf

    Mondpfote - silberne Kätzin mit grauen Streifen

    Rabenpfote - kleine, schwarze Kätzin mit weißer Brust, Schwanzspitze, rechter Vorderpfote und eisblauen Augen, auf dem Kopf ist eine weiße „Blume"

    Silberpfote - kleine, schlanke, silberne Kätzin mit grauen Rücken, kleinen, weißen Pfoten, roten Augen und roten Schimmer im Fell√

    Königinnen: Silbersee - hellgrau weiße Katze mit blauen Augen; Mutter von Rauchjunges, Flutjunges und Himmeljunges

    Moosschweif - kleine, schildpattfarbene Kätzin mit schwarzer Nasenspitze, schwarzen Pfoten und bernsteinfarbenen Augen; Mutter von Sprenkeljunges und Tupfenjunges

    Rotpelz - rote Kätzin mit schwarzem Schweif, grünen Augen und einer Narbe über einem Auge√



    Neuer TraumClan

    Anführerin:
    Rotstern - rote Kätzin mit schwarzem Schweif und Narbe über dem linken Auge, grüne Augen (trächtig)

    2.Anführer:
    Donnerzahn - dunkelbraun getigerter Kater mit weißem Bauch und bernsteinfarbenen Augen
    (Leider ist Donnerzahn zurzeit im Krankenhaus, deshalb kann er leider nicht seine Pflichten als zweiter Anführer übernehmen. In dieser Zeit vertritt Sternenhimmel ihn. )

    Heilerin:
    Weidenrauch - goldene Kätzin mit weißer Brust und weißer Schwanzspitze, graue Ohrenspitzen, normal groß aber schmal gebaut, mittellanges Fell, langer Schweif, warme grüne Augen

    Krieger:
    Feuerflug - schlanke, rote, grünäugige Kätzin mit buschigem Schwanz und einer Narbe über dem Auge

    Blutschatten - sehr großer, blutroter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Ahornschatten - langhaariger, schildpattfarbener Kater mit braun-weißen Flecken und blassgelben Augen; Mentor von Sonnenpfote

    Haselkristall - hellbraune Kätzin mit feuerrotem Bauch und blauen Augen

    Fichtenfell - kleine, dunkelbraune Kätzin mit schwarzer Musterung auf dem Rücken und olivgrünen Augen

    Sternenhimmel - schwarzer, blau schimmernder Kater mit silbernen Augen (verrübergehend zweiter Anführer)

    Flammenherz - dunkelrote Kätzin, mittellanges Fell, weißer strich auf der Brust und warme waldgrüne Augen

    Tauschnee - schildpattfarbene Kätzin mit grünen Augen

    Schüler:


    Königinnen:

    Älteste:

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    Als ich aufwachte, hörte ich von draußen Lärm. Schnell ging ich aus meinem Bau. Mitten im Lager standen sich ein Fuchs und ein brauner, weiß getup
    Als ich aufwachte, hörte ich von draußen Lärm. Schnell ging ich aus meinem Bau. Mitten im Lager standen sich ein Fuchs und ein brauner, weiß getupfter Kater gegenüber. Der Kater sprang und krallte sich am Rücken des roten Tieres fest. Der Fuchs schüttelte den Kater ab, nagelte ihn am Boden fest und schnappte nach seiner Kehle. Mit einem Jaulen warf ich mich gegen den Fuchs. Der fiel aus Überraschung von dem Kater hinunter. Doch das Tier mit dem buschigen Schweif stürzte sich nun auf mich. Seinen warmen Atem spürte ich an meinem Nacken. Ich versuchte mich unter dem Griff des Fuchses zu winden, aber er war zu schwer. Etwas nasses tropfte auf meinen Nacken. Wahrscheinlich die Spucke des Tieres. Plötzlich wurde das Gewicht geringer. Der fremde Kater hatte den Fuchs von mir weggezogen und zog nun seine Krallen über die spitze Schnauze des Tieres. Als ich dem Roten kräftig ins Hinterbein biss, jaulte er auf und lief so schnell er konnte weg. Rotes Fell blieb an den Dornen des Brombeergestrüpps hängen, als der große Fuchs sich hindurch zwängte. Nach einigen Herzschlägen sah ich zu dem Kater, der eines meiner Leben rettete. Dieser blickte auch mich mit seinen Bernsteinaugen an. „Sei gegrüßt.", miaute er und neigte höflich den Kopf. „Ich trage den Namen Ares und du?" „Ich bin Haselstern.", antwortete ich. Fragend schaute Ares mich an. „Ein ungewöhnlicher Name.", sagte er. Ich unterdrückte ein belustigtes Schnurren, doch wusste, dass meine Augen glitzerten. „Das ist ein Clanname. Ich bin die Anführerin des TraumClans. Doch da ich ihn letzte Nacht erst gründete, hat sich noch niemand angeschlossen.", fügte ich bedauerlich hinzu. Ares blinzelte mich an. „Weißt du, die Streunergruppe in der ich lebte, wurde zerstört." Kurz blickte er traurig auf den Boden. „Seit dem bin ich auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Vielleicht könnte ich-" „Du willst dich dem Clan anschließen? Gern!", kam ich ihm zuvor. Ares nickte lächelnd. „Es wäre mir eine Ehre."
    Ich katapultierte mich auf meinen Bau, den hohlen Baumstumpf. „Ares, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu beschützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" Ares nickte und sagte ruhig: „Ich verspreche es." „Dann wirst du von nun an Sturmkralle heißen." Laut rief ich seinen neuen Namen. Danach sprang ich wieder von dem Baumstumpf herunter. „Wo kann ich schlafen?", fragte Sturmkralle mich. Schnell sah ich mich um und entdeckte dann hoch oben im Baum eine Baumhöhle, in der Platz für bestimmt zwei Katzen war. Überall gab es noch mehr solcher Höhlen. „Such dir eine dieser Baumhöhlen aus.", befahl ich ihm. Sturmkralle nickte knapp und suchte sich dann etwas Moos, mit dem er ein Nest in einer der Höhlen baute.
    Am Abend erzählte ich ihm alles über das Gesetz der Krieger. Nachdem ich alles erklärte, wünschten wir uns eine gute Nacht und gingen in unsere Nester. Schnell schlief ich nach so einem anstrengenden Tag ein.

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    Am nächsten morgen wachte ich auf, da die Sonnenstrahlen meine Nase kitzelten. Schnell wischte ich mir mit der Pfote über die Schnauze. Danach trott
    Am nächsten morgen wachte ich auf, da die Sonnenstrahlen meine Nase kitzelten. Schnell wischte ich mir mit der Pfote über die Schnauze. Danach trottete ich aus meinem Bau und entdeckte Sturmkralle, der sich putzte, in der Mitte des Lagers. „Morgen.", murmelte ich. „Guten Morgen.", miaute Sturmkralle und sprang auf die Pfoten. „Wollen wir jagen gehen?", schlug er vor. „Das ist für einen Clan bestimmt wichtig." Ich nickte knapp und ging an das Brombeergestrüpp. „Wir brauchen einen richtigen Eingang.", bemerkte ich. Nachdem Sturmkralle und ich ein Loch in das Gestrüpp rissen, gingen wir zum Jagen in verschiedene Richtungen. Ich prüfte die Luft und nahm den Geruch einer Maus wahr. Ich sah das Tier unter einem Farnwedel sitzen. Ich prüfte die Windrichtung, dann schlich ich mich vorsichtig an. Als ich nah genug an dem Nagetier war, sprang ich. Nur knapp verfehlte ich die Maus, doch da ich schon immer sehr schnell war, schaffte ich es, meine Krallen in ihr Herz zu bohren. Stolz vergrub ich meine Beute, doch als ich gerade weitergehen wollte, hörte ich ein Rascheln. Genau in dem Moment kam in einigen Schwanzlängen Entfernung ein
    braun-weiß gescheckter Kater aus dem Gebüsch. Erschrocken blickte ich ihn an. Sollte ich ihn nett ansprechen, oder mein Territorium verteidigen? Da kam eine zweite Katze aus dem Busch und ich wusste, dass ich gegen zwei Katzen keine Chance hatte. Also ging ich langsam auf die beiden zu und miaute ein nettes „Seid gegrüßt.". Der Kater zuckte leicht zusammen und drehte sich zu mir. Doch die blaugraue Kätzin schien ruhig zu bleiben. „Sei gegrüßt.", miaute der Kater, während die Kätzin den Kopf neigte. „Ich heiße Scar und das ist Adlerfang." Die Blaugraue deutete mit ihrer Schwanzspitze auf ihren Begleiter. „Er hat mich vor einer feindlichen Streunerbande gerettet." „Wollt ihr euch vielleicht einem Clan anschließen?" „Clan?", fragten die zwei gleichzeitig. So schnell es ging erklärte ich ihnen alles über Clans und das Gesetz der Krieger. „Klingt doch gut.", meinte Adlerfang. Scar wirkte noch nicht sehr überzeugt. „Ich weiß nicht...", miaute sie zögerlich. „Du kannst es dir einmal ansehen und wenn es dir nicht gefällt, kannst du ja wieder gehen.", schlug ich ihr vor. Sie nickte langsam. Ich trabte zurück in Richtung Lager und nahm auf dem Weg noch die eben gefangene Maus mit. Im Lager angekommen wartete Sturmkralle schon auf mich. „Da bist du ja.", miaute er und stellte leicht das Nackenfell auf, als er die Fremden sah. „Das sind Adlerfang und Scar. Sie wollen sich eventuell dem Clan anschließen.", erklärte ich. Sturmkralle lächelte. „Schön zu sehen, dass der Clan wächst." Ich sprang auf den Baumstumpf. „Adlerfang, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu beschützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es.", sagte Adlerfang mit fester Stimme. „Dann wirst du von nun an Krieger des TraumClans sein.", verkündete ich feierlich. Danach blickte ich Scar fragend an. Sie nickte eifrig. „Ich will mich anschließen. Hier gefällt es mir sehr." Ich lächelte leicht. „Scar, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu beschützen und ihm stets treu und loyal zu sein?", fragte ich sie. „Ja, ich verspreche es." „Dann wirst du von nun an Himmelsschrei heißen und dem TraumClan angehören.", sagte ich mit lauter Stimme. „Adlerfang! Himmelsschrei!", riefen Sturmkralle und ich. Dann hüpfte ich wieder vom Baumstumpf und wandte mich an Sturmkralle. „Kannst du ihnen ihre Baue zeigen?" „Natürlich."
    Ich beobachtete, wie Sturmkralle den beiden Neuen ihre Baue zeigte. Freudig sah ich, dass der Clan wächst. Ja, mein Clan wächst...

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    Auf der großen Wiese sah ich ein Kaninchen. Leise schlich ich mich ein Stück an. Dann stürmte ich los. Eine kleine Verfolgungsjagd begann. Schließ
    Auf der großen Wiese sah ich ein Kaninchen. Leise schlich ich mich ein Stück an. Dann stürmte ich los. Eine kleine Verfolgungsjagd begann. Schließlich da ich es, das Tier festzuhalten und ihm die Kehle durchzubeißen. Ich trug meinen Fang in das leere Lager. Die anderen waren wahrscheinlich die Grenzen markieren. Ich legte das Kaninchen auf den Frischbeutehaufen, nahm mir dafür eine Maus und trug sie an den Rand des Lagers. Dort begann ich das Nagetier zu essen. Als ich fast aufgegessen hatte, schaute ich hoch, da ich Pfotenschritte hörte. Doch es war nur Adlerfang der als erstes ins Lager kam und eilig auf mich zu lief. „Haselstern, die zwei haben wir bei der Patrouille gefunden. Sie sagen, sie hätten eine Prophezeiung von irgendeinem Kampfstern bekommen, dass sie sich dem TraumClan anschließen sollen." Hinter ihm standen Sturmkralle und Himmelsschrei, die skeptisch zwei Katzen beäugten. Eine hellgraue mit dunkleren Streifen, anscheinend eine Schülerin, trat vor. „Eigentlich habe nur ich eine Prophezeiung bekommen. Ich heiße übrigens Bienensturm.", berichtete die kleine Kätzin. An ihrem Namen erkannte ich, dass es sich doch um eine Kriegerin handeln musste. „Wir haben uns nur zufällig getroffen, doch da wir uns beide einem Clan anschließen wollen, haben wir beschlossen, gemeinsam zu reisen. Donner ist mein Name." Ich blickte die zwei kurz verwirrt an, dann kletterte ich auf meinen Bau. Die Katzen hatten schon einen Namen für den Baumstumpf gefunden: Hochwind. Als ich auf Hochwind stand, durchfuhr ein kräftiger Wind mein Fell. „Alle Katzen die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu fangen, mögen sich hier unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden." Diese Worte waren eigentlich unnötig, da sich schon alle Katzen versammelt hatten. „Wir werden heute neue Krieger in unseren Clan aufnehmen. Donner, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu beschützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" Donner neigte den Kopf. „Ich verspreche es." „Dann wirst du von nun an Donnerzahn heißen und Krieger des TraumClans sein." Ich schaute zu Bienensturm. „Und du, Bienensturm, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu beschützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es!", miaute sie. „Dann wirst du von nun an Kriegerin des TraumClans sein." „Donnerzahn! Bienensturm! Donnerzahn! Bienensturm!" Laut rief der TraumClan die Namen der beiden Katzen. Ich sprang wieder vom Hochwind. „Wollen wir noch ein bisschen jagen gehen?", fragte mich Himmelsschrei. Ich nickte. „Bald ist Blattleere, da brauch der Clan so viel Beute wie möglich." Wir trabten aus dem Lager, in Richtung Fluss. Auf einmal schlich Himmelsschrei ins Gebüsch. Einige Herzschläge später kam sie mit einer Elster im Maul wieder. „Du bist ja schnell.", stellte ich anerkennend fest. „Dankeschön.", schnurrte Himmelsschrei. Plötzlich spitzten wir beide gleichzeitig die Ohren. Ich hörte die verzweifelten Schreie von Katzen: „Hilfe, ich ertrinke!"

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    So schnell wir konnten, rannten Himmelsschrei und ich zum Fluss, der in einem Wasserfall endete. Hier angekommen, sahen wir zwei junge Katzen, die in den Fluss gefallen waren. Sie waren kurz vor dem Wasserfall. „Wir müssen ihnen helfen!", schrie ich. Doch da weder Himmelsschrei, noch ich besonders gut schwimmen konnten, mussten wir hilflos mit ansehen, wie die beiden auf den Wasserfall zutrieben. Plötzlich erblickte ich eine hellgraue Kätzin, einen dunkelgrauen Kater und drei Jungen. Der Kater stürzte sich in die Fluten und zog die beiden jungen Katzen aus dem Wasser. Die hellgraue Katze kam auf Himmelsschrei und mich zu. „Hallo. Ich bin Silbersee. Gehören die Katzen dort zu euch?" Silbersee deutete mit der Schwanzspitze auf eine grau getigerte und eine schildpattfarbene Katze. „Nein, wir haben nur Schreie gehört und wollten sehen, was los ist.", antwortete Himmelsschrei. „Na dann.", miaute Silbersee gedankenverloren. „Das da sind übrigens meine Jungen Rauch, Flut und Himmel und der, der die zwei Katzen rettete heißt Fischfang.", erklärte sie. „Hättet ihr vielleicht eine Art... Zuhause für uns?" Himmelsschrei und ich wechselten Blicke. „Nun ja, wir sind vom TraumClan. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch anschließen." „Oh, das wäre toll!" Schnell ging Silbersee zu Fischfang und erklärte ihm, dass sie vorhatte, sich dem TraumClan anzuschließen. Fischfang nickte knapp. Himmelsschrei und ich brachten sie ins Lager. Die zwei jungen Katzen, die sich als Layla und Taupfote herausstellten, nahmen wir auch mit. Im Lager angekommen, sprang ich auf Hochwind. „Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre Beute selbst zu jagen, mögen sich hier unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden. Fischfang, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu beschützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es natürlich." „Dann wirst du von nun an Krieger des TraumClans sein. Silbersee, bis deine Jungen, die von nun an Rauchjunges, Flutjunges und Himmeljunges heißen, bereit zu Schülern sind, wirst du Königin des TraumClans sein." „Fischfang! Silbersee! Rauchjunges! Flutjunges! Himmeljunges!", rief der TraumClan. „Wir wollen auch in den Clan!", miaute Taupfote. Ich nickte. „Layla, du willst Schülerin des TraumClans werden. Bis du deinen Kriegernamen erhältst, wirst du Tigerpfote heißen. Dein Mentor wird Adlerfang. Adlerfang, ich möchte, dass du an Tigerpfote all deinen Mut und deine Hilfsbereitschaft weitergibst. Taupfote, du willst Schülerin des TraumClans werden. Deine Mentorin wird Bienensturm. Bienensturm, ich möchte, dass du an Taupfote all dein Geschick und deine Loyalität weitergibst." Die beiden Schülerinnen gingen zu ihren Mentoren und leckten ihnen respektvoll die Schulter. „Tigerpfote! Taupfote!" Als es wieder ruhig wurde, erhob ich noch einmal die Stimme. „Jeder Clan braucht auch einen Zweiten Anführer. Ich finde, jeder von euch wäre dafür gut geeignet. Doch schließlich habe ich mich entschieden. Donnerzahn wird Zweiter Anführer des TraumClans!" Überrascht trat Donnerzahn vor. „Ich werde meine Aufgaben als Zweiter Anführer so gut wie möglich erfüllen!", versprach er. „Donnerzahn! Donnerzahn!" Mit jeder Katze wurden wir stärker. Ich hatte nie an etwas Böses gedacht. Doch ich wusste nicht, das die Gefahr im Wald lauerte...

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    ~Ein paar Sonnenaufgänge später~

    Ich war wieder im Nichts. Blaustern stand vor mir. „Blaustern! Sei gegrüßt!", miaute ich gut gelaunt. „Wie ich sehe, wächst dein Clan. Aber... Da gibt es ein Problem.", gab sie zu. „Ein Problem? Was für ein Problem?", fragte ich verwirrt. „Es gibt eine Prophezeiung. Eine dunkle Prophezeiung: Die Gefahr lauert im Wald. Zu tausenden werden sie kommen und das Blut des Traums vergießen. Nur die vier Elemente können diese Gefahr besiegen." „Zu tausenden? Vier Elemente? Was bedeutet das?", fragte ich hilflos. Doch in dem Moment verblasste Blausterns Gestalt und ich wachte auf...

    Ich trottete aus meinem Bau. Draußen teilte Donnerherz gerade die Patrouillen ein. Bienensturm trabte gerade mit Taupfote aus dem Lager. Fischfang und Sturmkralle. kamen mit Frischbeute ins Lager und legten diese auf den Frischbeutehaufen. Rauchjunges, Himmeljunges und Flutjunges kämpften spielerisch miteinander. Inzwischen waren noch Sandy, die jetzt Sandlicht hieß, John, der Falkenflug hieß und Tornadosturm, der Heiler werden wollte, dazu gekommen. Erschrocken dachte ich wieder an Blausterns Prophezeiung. Ich musste Tornadosturm sprechen! Eilig trabte ich in den Heilerbau und stieß dabei fast mit ihm zusammen. „Ich habe eine Prophezeiung bekommen!", berichteten wir gleichzeitig. „Hast du auch die Prophezeiung mit diesen 'vier Elementen' bekommen?", fragte ich Tornadosturm. „Ja." Er seufzte. „Das Blut des Traums vergießen... Mit Traum kann nur der TraumClan gemeint sein." Ich gab ein zustimmendes Geräusch von mir. „Aber was heißt, dass sie zu tausenden kommen? Und was soll mit den vier Elementen gemeint sein?" Er zuckte mit den Schultern. „Die vier Elemente, dass sind Feuer, Wasser, Erde und Luft." „Vielleicht sind die Elemente ja Katzen!", schlug ich vor. „Möglich..." Ich seufzte. Was hieß die Prophezeiung? Wer oder was sind die vier Elemente? Und was ist die Gefahr? Tausende Fragen schossen mir auf einmal durch den Kopf.

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    „Gehen wir davon aus, mit den Elementen wären die Namen von Katzen gemeint...", fing Tornadosturm an. „Welche Katzen kämen zum Beispiel bei
    „Gehen wir davon aus, mit den Elementen wären die Namen von Katzen gemeint...", fing Tornadosturm an. „Welche Katzen kämen zum Beispiel bei Wasser in Frage?" Ich überlegte. „Silbersee?" Tornadosturm schüttelte den Kopf. „Ich glaube nicht, dass sie als Königin den Clan retten könnte. Sie muss doch auf ihre Jungen aufpassen." „Flutjunges käme, denke ich, auch nicht in Frage. Was ist mit Fischfang?" „Das könnte sein. Aber es gäbe auch Taupfote." „Taupfote!", rief ich. „Sie muss es sein!" „Was macht dich da so sicher?", fragte Tornadosturm leicht unsicher. „Ich bin mir einfach sicher! So sicher war ich mir noch nie! Bitte glaub mir!" „Na gut. Und wer von uns bringt ihr bei, dass sie zusammen mit drei anderen Katzen den Clan vor einer unbekannten Katastrophe retten muss?" Ich seufzte. „Ich mach das schon." Mit diesen Worten lief ich aus dem Heilerbau und geradewegs in den Schülerbau. „Hallo, Haselstern.", begrüßte mich Tigerpfote. „Wo ist Taupfote?", fragte ich mit leicht hektischem Unterton. „Sie ist mit Bienensturm trainieren.", antwortete Tigerpfote. „Warum fragst du?" Ich überlegte, ob ich der Schülerin davon erzählen sollte. Schließlich entschied ich mich dagegen, da ich Tigerpfote keine Angst machen wollte. „Ach, nur so." In Tigerpfotes Augen konnte ich ein 'Was hat sie denn nun angestellt?' lesen, was ich aber ignorierte und aus dem Bau ging. Gerade kam Bienensturm mit ihrer Schülerin ins Lager. Ich trabte zielstrebig auf die beiden zu. „Sei gegrüßt, Haselstern.", miaute Bienensturm. „Taupfote ist eine wirklich talentierte Kletterin! Und wenn sie rennt, kann sie keiner überholen!", schwärmte Bienensturm. Ich nickte lächelnd und wendete mich dann an Taupfote. „Kann ich mal mit dir reden?" Die Schülerin blickte ihre Mentorin fragend an, die bestätigend nickte. Dann miaute Taupfote ein 'Ja'. Ich bat sie in meinen Bau zu kommen. Dort angekommen, bedeutete ich ihr, sich hinzusetzen. „Ich habe eine Prophezeiung vom SternenClan erhalten.", fing ich an. „Sie handelte davon, dass eine Bedrohung den Clan zerstören würde, wenn sie nicht von den vier Elementen bekämpft wird." Taupfote zuckte leicht zusammen. „A-aber was hat das mit mir zu tun?", fragte sie zögerlich. „Die vier Elemente sind, wie du vielleicht weißt, Feuer, Wasser, Erde und Luft. Und wir, also Tornadosturm und ich glauben, dass du das Wasser bist." „Ich soll eine Bedrohung bekämpfen?", fragte sie entgeistert. „Aber ich bin doch nur eine einfache Schülerin! Wie soll ich das denn anstellen?" Ich zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es noch nicht.", gab ich zu. „Aber ich bin mir sicher, dass sich das noch zeigen wird." Taupfote nickte langsam und stand auf. „Kann ich jetzt gehen?", fragte sie leise. Ich bejahte, Taupfote drehte ich um und verschwand. Ich legte mich hin und fragte mich, wie mir es wohl gehen würde, wenn ich als so junge Schülerin in einer Prophezeiung auftauchen würde.

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    Ich ging hinter Fischfang her, der eine Grenzpatrouille mit Bienensturm, ihrer Schülerin Tigerpfote und mir anführte. Wir trabten übers freie Feld, dass an den Wald angrenzte. Ab und zu markierte jemand die Grenzen. Ich entdeckte, wie Tigerpfote mit einem Blick, den ich nicht deuten konnte, zum weit entfernten Zweibeinerort sah. „Vermisst du dein altes Leben?", fragte ich sie leicht skeptisch. „Nein.", antwortete sie ohne zu zögern. „Ich bin froh, nicht mehr dort zu sein. Aber ich hatte dort eine gute Freundin. Schade, dass ich sie nie wieder sehen werde." „Sei nicht traurig.", miaute Fischfang mitfühlend. „Du hast doch hier neue Freunde!" Tigerpfote nickte langsam, dann liefen wir weiter. Als wir wieder im Wald waren, hielten wir noch einmal an. „Was kannst du riechen, Tigerpfote?", fragte Bienensturm ihre Schülerin. „Hm... Auf dem Feld ein Kaninchen, etwas tiefer im Wald einen Vogel... Warte... Eine Amsel und..." Tigerpfote öffnete den Mund, um die Luft besser schmecken zu können. „Katze... Keine Katze, die zum Clan gehört, aber es riecht trotzdem so... Vertraut." Ich runzelte die Stirn, prüfte die Luft und wirklich: Eine fremde Katze! Die Patrouille lief in die Richtung des Geruchs. Tatsächlich! Da stand eine schildpattfarbene Katze und schaute sich suchend um. Selbstsicher tappte ich auf sie zu. „Wer bist du und was machst du auf unserem Territorium?", fragte ich sie. „Also, ich bin Earthy und bin auf der Suche, nach einem Abenteuer..." Die Kätzin verstummte und blickte sprachlos auf Tigerpfote. „Layla, bist du es wirklich?" „Earthy! Freut mich, dich wiederzusehen! Aber ich heiße nicht mehr Layla, sondern Tigerpfote.", miaute sie selbstbewusster als sonst. „Tigerpfote? Ein... Komischer Name.", sagte Earthy mit einer hochgezogenen Augenbraue. „Das ist ein Clanname. Ich bin jetzt im TraumClan. Es ist toll dort und sehr aufregend." „Aufregend? Also ein Abenteuer?" An mich gewandt fragte Earthy bettelnd: „Darf ich bitte in den Clan? Bitte!" „Gern.", sagte ich etwas verwirrt zu. „Dann komm mit." Wir preschten zurück ins Lager. Misstrauisch musterte Sandlicht die Fremde. „Sie will sich dem Clan anschließen.", raunte Bienensturm ihr zu. Ich sprang auf den Hochwind. „Alle Katzen die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu jagen, mögen sich hier unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden!", rief ich die altbekannten Worte. Die meisten waren zwar schon da, aber trotzdem kamen noch ein paar aus ihren Bauen. „Earthy möchte sich heute dem TraumClan anschließen. Earthy, schwörst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich schwöre es natürlich!", sagte sie entschlossen. „Dann wirst du von nun an Waldregen heißen und Kriegerin des TraumClans sein." „Waldregen! Waldregen!", rief der Clan.
    „Ist das hier ein Clan?", fragte plötzlich eine Stimme hinter uns. Alle drehten sich um.

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    Im Eingang stand ein erdbrauner Kater, eine rotbraune Kätzin und eine jünger aussehende, hellbraun getigerte Kätzin. Falkenflug und Sturmkralle sta
    Im Eingang stand ein erdbrauner Kater, eine rotbraune Kätzin und eine jünger aussehende, hellbraun getigerte Kätzin. Falkenflug und Sturmkralle standen knurrend vor ihnen. „Wer seid ihr?", fragte Falkenflug drohend. „Ich heiße Morgenblüte, das ist Dämmerlicht und das", die Rotbraune deutete auf den Braunen, „ist Erdschweif." „E-erdschweif?", stotterte Tornadosturm hinter mir. Da wusste ich, was er dachte: Erde! „Wir wollen uns gern dem Clan anschließen." „Ihr seht so aus, als hättet ihr gegen etwas gekämpft.", stellte Tornadosturm fest. „Wer hat denn eure ganzen Wunden behandelt?" „Das war ich.", sagte die Jüngste der drei und trat selbstbewusst einen Schritt vor. „Wirklich? Du kennst dich wohl mit Heiltechniken und Kräutern aus?" „Jawohl.", miaute die Kätzin. „Wenn du noch mehr über Kräuter erfahren willst, dann wärst du eine prima Heilerschülerin!" „Das wäre ich gern!"
    Nachdem ich das Gespräch genau verfolgte, sprang ich auf Hochwind. Ich ließ die Worte weg, da sowieso alle Katzen noch versammelt waren. „Diese drei Katzen wollen sich dem Clan anschließen. „Morgenblüte, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihn stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es.", miaute sie. „Dann wirst du von nun an Kriegerin des TraumClans sein. Dämmerlicht, versprichst du, deinem Clan stets beizustehen und ihm in jeder Zeit zu helfen?" „Ich verspreche es, oh ja.", sagte sie motiviert. „Dann wirst du von nun an Heilerschülerin des TraumClans sein. Torndosturm, du wirst sie noch weiter ausbilden, aber da du schon so viel weißt, wirst du jetzt schon deinen Heilernamen, Dämmerlicht tragen. Erdschweif, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu beschützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es." „Dann wirst du von nun an Krieger des TraumClans sein." „Morgenblüte, Dämmerlicht, Erdschweif!" Ich sprang wieder vom Hochwind und winkte Erdschweif zu mir. „Was ist?", fragte er. „Also...", fing ich leicht zögerlich an. Dann erzählte ich ihm von der Prophezeiung. „Es kann sein, dass du die Erde in der Prophezeiung bist." „Es kann sein?" „Es ist höchstwahrscheinlich so." „Ich werde so gut ich kann, gegen die Gefahr kämpfen, um den Clan zu beschützen.", versprach er. „Danke. Das ist schön. Bis jetzt konnten wir herausfinden, wer das Wasser ist: Taupfote." Erdschweif nickte und wendete sich dann ab. Ich seufzte und drehte mich dann um. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Falkenflug und Bienensturm aus dem Lager trabten. Dann setzte ich mich neben Waldregen, die sich mit Sandlicht ein Kaninchen teilte. Ich nahm mir eine Maus und begann daran zu knabbern. Alles sah so friedlich aus, doch der Schein täuscht...

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    ~Aus Falkenflugs Sicht~

    Ich trottete mit Bienensturm aus dem Lager. „Pst!", zischte sie. Ich entdeckte, wie sie mit der Schwanzspitze auf eine Amsel zeigte, die auf dem Boden pickte. Auf leisen Pfoten schlich sie sich an und sprang. Der Vogel wollte wegfliegen, doch Bienensturm war schnell genug um die Amsel zu packen und ihr die Kehle durchzubeißen. „Guter Fang.", lobte ich sie. „Danke.", miaute Bienensturm. Da entdeckte ich eine Maus. Ich prüfte die Windrichtung und pirschte mich dann an. Ich sprang, rutschte aber aus und die Maus tippelte piepsend weg. „Fuchsdung!", fluchte ich frustriert. „Das nächste Mal klappt es, Falkenflug.", motivierte mich Bienensturm. „Naja." Da entdeckte ich einen Wühler und bedeutete Bienensturm still zu sein. Ich schlich mich an. Doch plötzlich spürte ich einen Schmerz in der Hinterpfote. Ich biss die Zähne zusammen und unterdrückte einen Schrei, doch der Wühler war sowieso schon weg. Ich blickte zu meiner Hinterpfote und erschrak zunächst: Eine Ratte hatte sich festgebissen! So schnell ich konnte, schüttelte ich sie ab und brach ihr das Genick. Bienensturm war inzwischen zu mir geeilt. „Tut es sehr weh? Damit solltest du sofort zu Tornadosturm und Dämmerlicht gehen!", riet sie mir besorgt. „Ach, so sehr tut es zwar nicht weh, aber du hast trotzdem recht."
    „Das sieht böse aus.", stellte eine mitfühlende Stimme hinter mir fest. Ich fuhr herum. Blaue Augen blickten mir entgegen. „Ich heiße Taubenpelz, das ist mein wunderbarer Gefährte Astschweif und hier sind unsere Jungen Mondjunges und Pantherjunges." Die Graue deutete mit der Schwanzspitze auf die entsprechenden Katzen. „Wir haben von eurem Clan, dem TraumClan gehört und wollen uns gern anschließen.", erklärte Astschweif. „Das muss Haselstern entscheiden, aber kommt erst einmal mit.", sagte ich. Wir liefen ins Lager. Dort angekommen, brachten Bienensturm und ich die Neuankömmlinge zu Haselstern. Als Bienensturm mir einen mahnenden Blick zuwarf, seufzte ich und ging zu Tornadosturm und Dämmerlicht. „Was! Du wurdest von einer Ratte gebissen!", schrie Tornadosturm mich an, als ich ihm meine Begegnung mit der Ratte erzählte. „Du hättest SOFORT zu uns kommen müssen! Rattenbisse sind sehr gefährlich! Sie können sich entzünden!" „Es tut mir leid.", miaute ich etwas kleinlaut. Ruhiger und an Dämmerlicht gewandt, fragte Tornadosturm: „Dämmerlicht, was verhindert, dass Rattenbisse sich infizieren?" „Klettenwurzel!", miaute die Schülerin, die bereits am Zerkauen des Fruchtfleisches war. „Sehr gut, du bist wirklich talentiert!", schnurrte Tornadosturm. Dann spuckte Dämmerlicht den Brei auf meine Verletzung. „Diese Nacht schläfst du hier, Falkenflug.", verordnete er. „Wir müssen die Stelle beobachten." Ich nickte gehorsam und legte den Kopf auf die Pfoten. Von draußen hörte ich die Stimmen meiner Clankameraden, die sich miteinander unterhielten.

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    Nachdem ich die Zeremonien für Taubenpelz, Astschweif und deren Jungen Pantherjunges und Mondjunges abhielt, ging ich in den Heilerbau. Ich wollte herausfinden, was Falkenflug passiert war! „Hallo, Falkenflug.", miaute ich, als ich in den Heilerbau trat. Der braune Kater lag in einem Nest aus Moos und drehte den Kopf dann zu mir. „Sei gegrüßt, Haselstern." Ich sah an einer seiner weißen Pfoten eine Bissspur und miaute ungläubig: „Ratte?" „Ja.", bestätigte Falkenflug. „Komisch, oder? Die hat es hier doch noch nie gegeben!" Ich starrte nachdenklich auf Falkenflugs verletzte Pfote. „Haselstern? Kann ich mit dir reden?", fragte Tornadosturm mich, als er plötzlich erschien. „Natürlich." „Aber... Unter vier Augen.", miaute er geheimnisvoll. Wir gingen in meinen Bau. Ich bat ihn, sich zu setzen, worauf er nur den Kopf schüttelte. Seine indigofarbenen Augen waren irgendwie leer. „Also, Haselstern, ich denke, ich weiß, was mit der Gefahr gemeint ist.", fing er an. „Ich... Ich denke... Das... Es Ratten sind.", stotterte er. „Ratten!", schrie ich und zitterte leicht.
    „N-nein... Das kann nicht sein... Wie kann der SternenClan uns das nur antun!" Ich schrie den letzten Satz so laut und verzweifelt, dass es das ganze Lager gehört haben muss. Ich seufzte leise und sah auf die Pfoten. „Mach dir keine Sorgen, Haselstern. Wir haben sehr gute Kämpfer im Clan. Und noch gibt es Hoffnung: Denk an die vier Elemente. Wenn wir sie noch rechtzeitig finden, können sie die Bedrohung besiegen!", versuchte Tornadosturm mich zu trösten. „Ja... WENN. Ähm, Tornadosturm, nichts gegen dich, aber kannst du mich bitte ein wenig allein lassen?" In seinen Augen entdeckte ich Verständnis. „Natürlich.", sagte er und ging aus dem Bau. Ich legte seufzend den Kopf auf die Pfoten. Warum tat der SternenClan uns das an? Gerade jetzt, da der TraumClan doch so gut wächst...

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    ~Aus Moosschweifs Sicht~

    Ich ging mit Nachsturm über ein Feld. Wir wollten uns unbedingt dem TraumClan anschließen, von dem wir schon so viel hörten. Etwas schwerfällig kletterte ich auf einen Felsen, um die Umgebung besser im Blick zu haben. Schwerfällig deswegen, weil ich Junge erwartete. Von Lio. Er... Hat mich verlassen... Aber das ist Vergangenheit. Von dem Felsen aus entdeckte ich einen Wald. „Wir sind bald da.", murmelte Nachtsturm, die neben mir stand. „Ja.", bestätigte ich lächelnd. „Endlich, nach so einem langen Weg." Wir kletterten wieder vom Felsen herunter und trabten in Richtung Wald. Am Waldrand angelangt, blieb ich kurz zögernd stehen, ging dann aber weiter. Ich nahm den Geruch vieler fremder Katzen war, was mich ein wenig beunruhigte, doch Nachtsturm drängte mich zum weitergehen. „Sie werden uns schon nicht aufessen.", scherzte sie. Wir liefen weiter. Da kreischte Nachtsturm auf einmal auf. Ich sah, dass sie von einem dunkelbraun getigerten Kater angesprungen wurde. Es kamen noch mehr Katzen, ein braun-weiß gescheckter Kater, ein brauner Kater mit weißen Tupfen und eine blaugraue Kätzin. „Die andere nicht, sie sieht so aus, als erwarte sie Junge.", befahl der
    braun-weiß Gescheckte. Die anderen nickten. Nachtsturm aber warf ihren Angreifer ab und fauchte. „Was wollt ihr in unserem Territorium?", fragte die blaugraue Kätzin ruhig. „Wir wollen uns dem TraumClan anschließen. Wisst ihr, wo wir den Clan finden?" Die Fremden warfen sich vielsagende Blicke zu, dann hob der Braune mit den weißen Flecken die Stimme. „Wir gehören zum TraumClan. Ich bin Sturmkralle, das ist Himmelsschrei, das da ist Adlerfang und hier ist unser Zweiter Anführer Donnerzahn.", erklärte er. „Ich bin Nachtsturm und das ist Moosschweif. „Kommt, wir bringen euch in unser Lager, da wird unsere Anführerin Haselstern entscheiden, ob ihr aufgenommen werdet.", miaute Donnerzahn und winkte mit dem Schwanz, während er in die entgegengesetzte Richtung lief. Wir liefen ihm hinterher. Nach einiger Zeit entdeckte ich ein Dornengestrüpp, in dem ein Loch gerissen war. Ein bisschen ängstlich ging ich durch. „Wartet hier.", sagte Donnerzahn seinen Clankameraden und ging auf einen hohlen Baumstumpf zu. Nachtsturm und ich hinterher. Auf einmal kam eine braun-weiß gefleckte Kätzin heraus. „Wer ist das?", fragte sie leicht skeptisch. „Das sind Moosschweif und Nachtsturm. Sie wollen sich dem Clan anschließen." „Kannst du ihre Versammlung abhalten?", fragte die eigentlich noch jung aussehende Kätzin müde. „N-natürlich.", sagte Donnerzahn verwirrt. Dann sprang er auf den Baumstumpf und rief: „Alle Katzen die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu machen, sollen sich hier unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden." Es kamen Katzen aus ihren Bauen und ich staunte, wie viele es waren. „Nachtsturm und Moosschweif wollen sich dem Clan anschließen. Nachtsturm, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es!", sagte sie mit fester Stimme. „Dann wirst du von nun an Kriegerin des TraumClans sein. Moosschweif, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es." „Da du Junge erwartest, wirst du, bis deine Jungen zu Schülern ernannt werden, Königin des TraumClans sein." „Nachtsturm! Moosschweif!", rief der Clan. Ich fühlte mich in diesem Moment sehr wohl. „Soll ich dir die Kinderstube zeigen? Ich heiße übrigens Silbersee.", fragte eine silberweiße Kätzin freundlich neben mir. Ich sagte zu, dann zeigte Silbersee mir den Bau, in dem die Jungen schliefen. Ich baute mir mit ihrer Hilfe ein Nest aus Moos und fühlte mich schon richtig wohl.

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    „Guter Fang.", miaute ich, als Sturmkralle geschickt eine Elster tötete. „Danke.", miaute er. Waldregen kam hinter ihm mit einer Wühlm
    „Guter Fang.", miaute ich, als Sturmkralle geschickt eine Elster tötete. „Danke.", miaute er. Waldregen kam hinter ihm mit einer Wühlmaus zum Vorschein. Ich hörte auf einmal ein Rascheln im Gebüsch. Schnell ging ich hinein und kam einige Herzschläge später mit einem Eichhörnchen wieder. „Das reicht erstmal.", nuschelte ich durch den buschigen Schwanz des Tieres. Auf dem Weg zum Lager nahmen wir noch die vorher gefangene Beute mit. Im Lager legten wir alles auf den Frischbeutehaufen. „Haselstern, kann ich mit dir reden?", fragte Sturmkralle mich. Ich nickte, trottete in meinen Bau und bedeutete ihm mit einem Schwanzschnippen, mir hinterher zu gehen. „Was gibt es?" „Also..." Ich sah, wie er überlegte. „In letzter Zeit habe ich das Gefühl, als könnte ich fiel weiter und höher springen. Auf einen Ast, auf den ich später nur schwer gekommen bin, schaffe ich es jetzt mit Leichtigkeit. Und noch etwas. Es kann sein, dass das nur Zufall ist, aber ich glaube, ich kann egal wann und wo Wind herbei rufen." Meine Augen weiteten sich. „W-wind? Sturmkralle, hör zu, ich bin mir fast sicher, dass du Teil der Prophezeiung bist, die ich kürzlich erhielt!" „Prophezeiung?" „Ja. Die Gefahr lauert im Wald. Zu tausenden werden sie kommen und das Blut des Traums vergießen. Nur die vier Elemente können diese Gefahr besiegen." „Vier Elemente? Du denkst, dass ich eines der Elemente bin?" „Ja.", bestätigte ich. „Ich denke, dass du der Wind bist." „Oh... Und was soll ich jetzt tun?" „Erstmal gar nichts. Vielleicht solltest du noch wissen, dass Erdschweif die Erde und Taupfote das Wasser ist." „Taupfote? Aber sie ist doch noch so jung.", dachte Sturmkralle laut. Dann stand er auf. „Wollen wir uns einen fetten Wühler teilen?" „Gern.", antwortete ich. Nun fehlte nur noch das Feuer und die Elemente konnten die Gefahr, also wahrscheinlich die Ratten besiegen!

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    ~Aus Dämmerlichts Sicht~

    Frustriert und leise fauchte ich. Das kann doch nicht wahr sein! Das ganze Territorium habe ich schon nach dieser verfluchten Klettenwurzel abgesucht und immer noch nichts gefunden. Aber es musste ja sein, wenn uns bald ein eventueller Kampf gegen die Ratten ansteht. Mittlerweile war ich an der hintersten Ecke des Territoriums angekommen. Doch auch hier fand ich nichts, was im entferntesten Klettenwurzel war. Auf einmal stieg mir ein anderer, fremder Katzengeruch in die Nase. Kampfbereit blickte ich mich um. Ich war zwar Heilerschülerin, doch das hieß nicht, dass ich mich nicht auch verteidigen konnte! „Komm raus, wo immer du dich auch versteckst!" „Bitte tu mir nichts!", bat eine leise Stimme. Eine weiße Kätzin mit grünlichen Flecken trat aus dem Gebüsch. „Ich heiße Kräuterschweif und würde mich gern dem TraumClan anschließen. Gehörst du zum Clan?" „Ja. Ich bin Dämmerlicht, Heilerschülerin des TraumClans.", stellte ich mich stolz vor. Plötzlich roch ich etwas. Etwas, dass roch wie... Klettenwurzel! Da entdeckte ich einen ganzen Haufen davon, neben Kräuterschweif. „Das wollte ich euch als Gastgeschenk geben." „Klettenwurzel brauchen wir ganz dringend! Das ist toll!", meinte ich freudig und half ihr beim Tragen ins Lager. Dort angekommen verkündete ich laut und fröhlich: „Ich habe Klettenwurzel! Von Kräuterschweif! Sie will sich dem Clan anschließen!" Alle Anwesenden blickten mich an. Mein Mentor kam begeistert auf Kräuterschweif und mich zu. „Das ist ja großartig! Und vorallem so viel!" Tornadosturm packte die Kräuter und trug sie in den Heilerbau. Haselstern stand auf und sprang auf den Hochwind. „Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu jagen, mögen sich hier unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden. Einige Krieger sprangen aus ihren Bauen. „Kräuterschweif möchte sich heute dem TraumClan anschließen. Kräuterschweif, schwörst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Äh... Nun ja, eigentlich nicht.", stotterte sie. „Ich würde lieber Heilerin, oder Heilerschülerin werden!" Ich entdeckte, wie Haselstern zweifelnd kurz zu mir und dann zu Tornadosturm sah. Dieser schüttelte langsam den Kopf. „Tut mir leid, aber wir haben schon beides. Aber du kannst ja auch gern Kriegerin-" „Halt!", unterbrach ich Haselstern mutig. „Sie... ähm... Sie könnte doch meine Assistentin werden!", schlug ich vor. „Assistentin?", fragte Tornadosturm ungläubig. Gemurmel brach unter den Katzen aus. Haselstern schnippte mit dem Schwanz und sorgte so für Ruhe. „Naja, dass wird dann so etwas wie Zweite Anführerin!", erklärte ich. „Zweite Heilerschülerin eben!" Haselstern sah belustigt aus, aber ich blickte sie toternst an. „Ich finde, dass ist eine gute Idee! Gerade jetzt, wo der Kampf mit den Ratten ansteht, währen drei Heiler doch ganz nützlich.", miaute Nachtsturm. Sandlicht, Waldregen, Adlerfang und noch ein paar mehr Katzen stimmten ihr zu. „Ihr habt mich überredet.", seufzte Haselstern. „Tornadosturm, ist das für dich auch in Ordnung?" Der Heiler nickte. „Dann Kräuterschweif, versprichst du, deinem Clan stets bei zustehen und ihm in jeder Situation zu helfen?" „Ich verspreche es.", miaute Kräuterschweif glücklich. „Dann wirst du von nun an, ähm, Zweite Heilerschülerin des TraumClans sein." Ich rief ihren Namen mit am lautesten: „Kräuterschweif! Kräuterschweif!"

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    ~Aus Rauchjunges Sicht~

    „Rauchjunges! Rauchjunges, wach auf!", flüsterte mir jemand ins Ohr. Verschlafen hob ich den Kopf. Mondjunges, die Tochter von Taubenpelz stand grinsend vor mir. „Was willst du?", fragte ich verschlafen. „Es ist mitten in der Nacht!" „Flutjunges und ich wollen uns aus dem Lager schleichen! Kommst du mit?", fragte sie eifrig. „Du weißt schon, dass das verboten ist?" „Och bitte! Mach doch nur einmal was Verbotenes mit!", flehte sie. Seufzend stand ich auf und trat mit ihr aus dem Bau wo Flutjunges schon auf uns wartete. Ihre Augen glitzerten frech, als sie uns zwei entdeckte. Dann trotteten wir drei Seite an Seite aus dem Lager. „Und wenn wir keine Schüler werden, wenn wir erwischt werden?", fragte ich bedenklich. „Heul doch!", gaben die zwei mir gleichzeitig zur Antwort. Wir trabten tief in den Wald hinein. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. „Habt ihr das gehört?", fragte Mondjunges auf einmal erschrocken. Und tatsächlich. Da war ein Geräusch! Im nächsten Moment kam eine große, plumpe, graue Gestalt zum Vorschein. „Das ist ein Dachs!", schrie Flutjunges. Ich versuchte, einen kühlen Kopf zu behalten, doch schließlich geriet ich auch in Panik. Das gefährliche Tier kam uns immer näher und näher... Plötzlich kamen eine hellgraue Kätzin und ein etwas kleinerer, rot getigerter Kater aus dem Gebüsch geschossen und warfen sich auf den Dachs. Meine Schwester, Mondjunges und ich schauten den beiden mit großen Augen dabei zu. Schließlich biss der Rote dem Dachs so heftig ins Bein, dass dieser jaulend weglief. Dann kamen die zwei Fremden auf uns zu. „Wer seid ihr denn?", fragte die hellgraue Kätzin besorgt. „Habt ihr denn keine Eltern?" „Doch, haben wir. Ich bin Rauchjunges und das ist meine Schwester Flutjunges. Wir sind die Kinder von Silbersee.", berichtete ich stolz. „Und ich bin Mondjunges, Tochter von Taubenpelz, einer gaaaanz tollen Königin des TraumClans." „Ihr seid vom TraumClan? Ich bin Glutpfote, dass ist Himmelsee und wir würden uns gern anschließen." „Dann bringen wir euch zu Haselstern!", sagten wir im Chor. Danach stolzierten wir ins Lager, geradewegs zu Haselsterns Bau. „Haselstern?", miaute ich zögerlich. Die Anführerin schlief anscheinend. Also tappste ich einfach in den Bau und rüttelte sie sanft wach. „Das sind Himmelsee und Glutpfote.", meinte ich, während ich mit meinem Schwanz auf sie deutete. „Sie wollen sich dem Clan anschließen." „Ich werde morgen eine Versammlung für sie abhalten. Geht jetzt" Haselstern musste gähnen. „schlafen" Ich nickte gehorsam und zeigte den beiden neuen, wo sie diese Nacht schlafen können. Dann ließ ich mich selbst ins mein Nest in der Kinderstube fallen. Durch den vertrauten Geruch von meiner Mama schlief ich auch schnell ein.

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    „Himmelsee! Glutpfote!", riefen die Katzen des TraumClans. Stolz blickte ich auf meinen Clan herab. Himmelsee sah mich mit leuchtenden Augen an
    „Himmelsee! Glutpfote!", riefen die Katzen des TraumClans. Stolz blickte ich auf meinen Clan herab. Himmelsee sah mich mit leuchtenden Augen an, während Glutpfote bei seiner Mentorin Himmelsschrei stand und auf einen Punkt starrte. Plötzlich schoss mir ein Geruch in die Nase. „Feuer!", jaulte Morgenblüte auf einmal. Ich fuhr herum und entdeckte einen Busch, der ein wenig brannte. Dämmerlicht kam mit klatschnassen Moos auf den Busch zugeschossen und tröpfelte das Wasser auf die Flammen. Schließlich ging das Feuer aus und man hörte die Katzen erleichtert aufatmen. „Wie konnte das den passieren?", hauchte Silbersee. „Ähm...", hörte man auf einmal eine Stimme sagen. „I-ich glaub, dass war ich.", miaute Glutpfote zögerlich und trat ein paar Schritte nach vorn. Ich schaute ihn kurz fassungslos an, dann sprang ich vom Hochwind und ging auf ihn zu. „Kommst du mal zu mir in den Bau?", fragte ich ihn. Glutpfote nickte und lief hinter mir in den Anführerbau. „Also, Glutpfote, vor kurzem bekam ich eine Prophezeiung. In der hieß es, dass die vier Elemente eine Bedrohung bekämpfen sollen. Und ich denke, du bist das Feuer." „Echt? Und ich muss jetzt mit den anderen Elementen eine Bedrohung besiegen? Moment, was ist das überhaupt für eine Bedrohung?" Ich begann kaum merklich zu zittern. „Wir gehen von Ratten aus. Aber rede am besten noch mal mit den anderen Elementen, Taupfote, Erdschweif und Sturmkralle." Glutpfote nickte und verschwand dann aus meinem Bau. „Und die Sonnenhochpatrouille führt Astschweif an.", hörte ich Donnerzahns Stimme. Ich trottete aus meinem Bau. „Gehst du mit auf Patrouille, Haselstern?", fragte Astschweif der auf mich zu kam. Ich nickte. „Gern!" Zusammen mit Sandlicht, Adlerfang und Waldregen trabten Astschweif und ich aus dem Lager.

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    Ich prüfte die Luft. „Fuchs.", meinte Waldregen leise, „Aber der Geruch ist zum Glück schal." „Sonst hätten wir ihn mit Leichtigkeit vertrieben!", knurrte Sandlicht. Ich nickte und trabte dann weiter an der Ost-Grenze entlang. „Riecht ihr das auch?", fragte Adlerfang leicht zögerlich. Ich öffnete leicht den Mund, um die Luft besser schmecken zu können und roch... Fremde Katze! „Riecht nach Streunern. Wir sollten sie fragen, was sie hier wollen.", sagte Astschweif und ging der Geruchsspur nach. Da erblickte ich eine feuerrote Kätzin. „W-wer seid ihr?", fragte sie erschrocken. „Das könnten wir dich auch fragen. Du bist auf unserem Territorium.", miaute Sandlicht. „Was macht ihr mit meiner Schwester? Lasst Feuer in Ruhe!", knurrte auf einmal ein roter Kater bevor die Kätzin, die anscheinend Feuer hieß, antworten konnte. „Ihr seid auf unserem Territorium, also würde ich mal ganz still sein!", fauchte Adlerfang. „Was ist hier los?" Ein schildpattfarbener Kater trat aus dem Gebüsch. „Ihr seid auf dem Territorium des TraumClans.", sagte ich ruhig. „Clan?", miaute Feuer und flüsterte dem Schildpattfarbenen etwas ins Ohr. Dieser nickte langsam. „Dürfen wir uns anschließen?", fragte er ein wenig schroff. „Nun gut.", miaute ich nach einiger Zeit nachdenklich. „Ich bin Sol und das sind meine Kinder Feuer und Blut." „Folgt mir. Astschweif, beende du die Patrouille mit Adlerfang und Sandlicht, Waldregen, du gehst mit mir." Ich stürmte ins Lager, die Neuankömmlinge in der Mitte, Waldregen bildete das Schlusslicht. Im Lager angekommen, sprang ich auf den Hochwind. „Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu jagen, mögen sich hier, unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden.", jaulte ich, „Sol, versprichst du, deinen Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es.", miaute er selbstbewusst. „Dann wirst du von nun an Ahornschatten heißen und Krieger des TraumClans sein. Feuer, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihn stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es.", sagte sie leise, aber entschlossen. „Dann wirst du von nun an Feuerflug heißen und Kriegerin des TraumClans sein. Und Blut, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Hm, jaja, ich verspreche es schon." Ich musterte ihn kurz. „Dann wirst du von nun an Blutschatten heißen und Krieger des TraumClans sein." „Ahornschatten! Blutschatten! Feuerflug!"
    „Bitte helft mir... Ich...", stotterte eine schwache Stimme auf einmal. Ich entdeckte eine rote Kätzin, die einen schwarzen Schweif hatte, die ins Lager getaumelt kam. Tornadosturm, Dämmerlicht und Kräuterschweif kamen auf sie zu gerannt und trugen sie in den Heilerbau. Donnerzahn half ihnen dabei. „Sie ist nur schwach und bald wieder gesund.", sagte mir Kräuterschweif im Vorbeigehen.

    20
    ~Aus Donnerzahns Sicht~

    „Geht es dir schon besser?", fragte ich die rote Kätzin mit dem schwarzen Schweif. „Ja. Schon.", antwortete sie. „Wie heißt du denn eigentlich? Also, ich bin Donnerzahn." „Ein schöner Name. Leider habe ich noch keinen Namen." „Dein schwarzer Schwanz ist schön. Wie wäre es, wenn du Schwarzschweif heißt?", schlug ich vor. „Hm... Ich bin eher auf mein rotes Fell stolz." „Gut, dann vielleicht Rotfell?" „Also, ich finde, Rotpelz klingt besser.", gestand sie. „Dann heißt du ab jetzt Rotpelz!", schnurrte ich. „Willst du vielleicht auch dem Clan beitreten? Natürlich nur, wenn du willst." „Ich würde sehr gern beitreten!", freute sie sich.„Gut, warte kurz." Ich trabte zu Haselstern, die im Schatten saß und gerade das Ohr eines Kaninchens abbiss und darauf herum kaute. „Haselstern." Ich neigte leicht den Kopf. „Die Fremde möchte sich dem Clan anschließen. Sie heißt Rotpelz." „Ich werde ihre Versammlung abhalten.", sagte sie und aß schnell das Tier auf. Dann sprang sie auf den Hochwind und rief die bekannten Worte. Ich winkte Rotpelz freundlich mit dem Schwanz her. „Rotpelz, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es." Ich merkte, wie Rotpelz versuchte, überzeugend zu klingen, doch ich wusste, dass sie noch schwach war. „Dann wirst du von nun an Kriegerin des TraumClans sein. „Rotpelz! Rotpelz!", rief ich ihren Namen besonders laut.

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    ~Aus Tigerpfotes Sicht~

    „Nein, nein, nein!", schimpfte Adlerfang. „Tigerpfote, was ist denn heute mit dir los? Das war das Anschleichen fürs Mäusefangen und nicht fürs Vögelfangen, wie ich es dir gesagt hab!" „T-tut mir leid.", stotterte ich und schaute auf die Pfoten. „Ist ja nicht so schlimm.", sagte Adlerfang sanfter. „Wenn dich etwas bedrückt, dann kannst du mir es jederzeit sagen, dass weißt du doch, oder?", fügte er noch hinzu. „Ja.", miaute ich. „Ich habe bloß irgendwie das Gefühl, dass uns jemand die ganze Zeit beobachtet?", gab ich schließlich zu. Adlerfang hob den Kopf, prüfte die Luft und sah sich genauestens um. Dann ging er zielstrebig auf einen Busch zu. „Wer bist du?", fragte er skeptisch. Ich trabte schnell zu Adlerfang und stellte mich neben ihn. Eine gelb weiße Kätzin kam aus dem Gebüsch und sah Adlerfang mit wütendem Blick an. „Ich frage dich noch einmal, wer bist du?", knurrte er. „Geht dich gar nichts an." Ich fasste meinen ganzen Mut zusammen und trat einen Schritt vor. „Weißt du, du bist in dem Territorium des TraumClans und deshalb würden wir gern wissen, wer du bist und was du hier machst.", sagte ich sanft. Der grüne Blick der Fremden wurde auf einmal weich. „Ich bin Honigmaul.", antwortete sie. „Und ich suche ein Zuhause. Aber bitte ohne Kater oder Jungen!" „Warum denn ohne Kater oder Jungen?", fragte ich etwas verwirrt. „Ach, dass ist deshalb, weil mein Gefährte und meine Jungen mich mal angegriffen haben!", miaute sie leise. „Das tut mir leid. Aber in unserem Clan würde dir niemand etwas antun. Versprochen.", versuchte ich sie zu trösten. „Hm, darf ich mich dann anschließen?", fragte sie leicht zögerlich. „Das muss unsere Anführerin Haselstern entscheiden. Aber sie hat noch nie jemanden abgelehnt." „Moment, sagtest du AnführerIN? Wenn es eine Kätzin ist, komm ich mit." „Dann los.", sagte ich lächelnd und trabte los. „Gut gemacht.", flüsterte mir Adlerfang ins Ohr. „Danke.", schnurrte ich stolz. Nachdem wir Haselstern im Lager von Honigmaul erzählten und sie daraufhin ihre Zeremonie abhielt, rief der Clan laut ihren Namen.

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    ~Aus Feuerflugs Sicht~

    Unruhig und den langen Schwanz um die Pfoten geschlungen saß ich im Lager. Nervös rutschte ich hin und her. Was war heute nur mit mir los? Warum war ich so unruhig? Aber den anderen schien es nicht besser zu gehen. Sie bearbeiteten den Boden mit den Krallen oder putzten sich nervös. Schließlich stand ich auf. „Möchte jemand mit jagen gehen?", fragte ich in die Runde. Die Begeisterung schien nicht sehr groß zu sein. Doch dann meldete sich Rotpelz. „Ich komme gern mit." „Noch jemand?", fragte ich zögerlich. Dann schaute ich hoffnungsvoll zu meinem Bruder Blutschatten, doch der schien mit seiner Fellpflege beschäftigt zu sein. „Dann gehen wir eben nur zu zweit.", miaute ich nach einiger Zeit. Fell an Fell trotteten wir aus dem Lager. „Wühler.", hauchte ich und folgte dem Geruch leise. Da entdeckte ich das Tier unter einem Farnwedel. Ich sprang und biss ihm kräftig in die Kehle. Dann scharrte ich Erde über den Wühler. „Schon was gefangen?" Ich fuhr herum. „Ja und du?", fragte ich Rotpelz. Diese nickte. Wir spazierten ein wenig weiter. Dann griff Rotpelz ein Thema auf. „Hast du eigentlich schon einen Gefährten oder bist du verliebt?" Schnell schüttelte ich den Kopf. „Ich doch nicht! Und was ist mit dir?" Verlegen schaute Rotpelz auf den Boden. „Also, da gibt es schon einen Kater-" Weiter kam sie nicht, denn plötzlich begann die Erde fürchterlich zu wackeln. Einige Äste vielen herunter und ich wurde ziemlich herum geschleudert. „Hier her, Feuerflug!", rief Rotpelz mir zu. Ich stürmte so schnell ich konnte in den umgefallenen, hohlen Baumstamm, in dem sie sich versteckte. „Sonst fällt dir noch was auf den Kopf.", miaute sie, als ich schließlich neben ihr hockte. Genauso schnell, wie das Beben anfing, endete es auch und erleichtert krabbelten wir aus unserem Versteck. Da hörten wir auf einmal Hilferufe. „Vielleicht hat sich jemand bei dem Erdbeben verletzt! Komm, wir müssen helfen!", sagte ich. Rotpelz und ich sprinteten den Rufen hinterher. Als wir auf einer Lichtung ankamen, waren die Hilferufe am lautesten, doch sehen konnte ich niemanden. Da kam eine weiße Kätzin auf uns zu. „Bitte helft mir! Sonne ist in einer Höhle und kommt nicht mehr heraus, weil ein Felsen im Weg liegt!" Die Kätzin führte uns zu einer Steinwand, vor der ein großer Felsen lag. „Dahinter ist die Höhle. Wir müssen den Stein wegschieben!", befahl die Weiße und drückte sich gegen den Felsen. Rotpelz und ich halfen ihr dabei und tatsächlich: Der Stein bewegte sich! Als er weit genug weg geschoben war, kam ein hellgelber, wie ich fand hübscher Kater zum Vorschein. „Du bist dann wohl Sonne." Der junge Kater nickte. „Der bin ich. Und du bist?" „Rotpelz.", antwortete sie,„Und das ist Feuerflug. Ähm, Feuerflug?" Wie peinlich! Ich hatte gar nicht gemerkt, dass mein Mund offen stand und meine grasgrünen Augen Sonne fixiert hatten. Schnell schüttelte ich mich. „Ähm, ja und wir sind Kriegerinnen des TraumClans.", ergänzte ich. „Dürfen wir uns vielleicht anschließen?", fragte Sonne verlegen. „N-natürlich! Also, nein, eigentlich muss das ja Haselstern, unsere Anführerin entscheiden, aber ich denke, du, äh, ihr dürft!", stotterte ich. „Am besten bringen wir euch ins Lager.", miaute Rotpelz. Ich nickte langsam und ging dann neben ihr her. Die Neuankömmlinge trabten ein paar Schwanzlängen vor uns und waren damit außer Hörweite. „Dieser Sonne scheint es dir ja angetan zu haben.", flüsterte Rotpelz mir provokant ins Ohr. „Stimmt ja gar nicht!", miaute ich aufgebracht.
    Im Lager angekommen hielt Haselstern gleich die Zeremonie von Sonne und, wie sich herausstellte, Sky ab. „Sky, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?", stellte sie die übliche Frage. „Ich verspreche es.", antwortete Sky mit fester Stimme. „Dann wirst du von nun an Himmelsbrise heißen und Kriegerin des TraumClans sein. Sonne, du willst Schüler des TraumClans sein. Bis du deinen Kriegernamen erhältst, wirst du Sonnenpfote heißen. Dein Mentor wird Ahornschatten sein." „Himmelsbrise! Sonnenpfote!" Ich blickte stolz zu meinem Vater, der jetzt Mentor war. Als die Versammlung sich wieder auflöste, ging ich zu Sonnenpfote. „Willkommen im Clan."

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    Besorgt blickte ich in den Himmel. Bald würden sie kommen... Die Ratten... Schließlich wandte ich meinen Blick ab und schaute mich im Lager um. Flutjunges und Pantherjunges rauften spielerisch miteinander. Bald würden Pantherjunges und seine Schwester bereit zu Schülern sein! Feuerflug und Sonnenpfote gaben sich die Zunge. Die zwei schienen sich sehr gut zu verstehen! Taupfote und Sturmkralle unterhielten sich miteinander. Inzwischen hatte jeder der Elemente eine Fähigkeit bekommen. Glutpfote konnte Sachen mit seinem Blick anzünden. Sturmkralle konnte kleine Strecken fliegen. Erdschweif konnte Erde verformen und Taupfote konnte unter Wasser atmen. Ich sah wieder in den Himmel. Gleich begann die Sonnenhochpatrouille, für die ich eingeteilt war. Als die Morgenpatrouille mit Nachtsturm, Waldregen und Honigmaul ins Lager kam, machte ich mich auf den Weg zum Lagerausgang. Wenig später kamen auch Ahornschatten mit Sonnenpfote und Bienensturm mit Taupfote. Zu fünft machten wir uns auf den Weg zu den Sandfelsen, die an der Ostgrenze unseres Territoriums lagen. Ich unterdrückte den Drang mich hinzulegen und zu sonnen und ging weiter. Da hörte ich auf einmal einen kläglichen Schrei. „Helft mir! Bitte! Hiiilfe!" Schnell sprinteten wir in die Richtung des Geräusches dort sahen wir ein, wie ich fand, süßes, schwarzes Junges, dass mit gesträubten Fell einer großen Ratte gegenüber stand. Bevor ich reagieren konnte, sprangen eine weiße und eine bräunliche Katze aus dem Gebüsch und töteten die Ratte mit schnellen Bewegungen. Noch völlig geschockt und mit großen Augen schaute das Junge sich um.
    „W-wer seid ihr?", fragte die kleine Kätzin zögerlich. „Ich bin Haselstern, die Anführerin des TraumClans, dass sind Ahornschatten und Bienensturm und das sind ihre Schüler Sonnenpfote und Taupfote.", erklärte ich. „Ich bin Funkenschweif, ähm, Streunerin und das ist Snowlight, meine Begleiterin." Snowlight neigte den Kopf. „I-ich bin Stern. Ihr seid ein Clan?", fragte er mit leuchtenden Augen. „Darf ich mich anschließen? Ich suche nämlich ein Zuhause!" „Natürlich.", schnurrte ich. „Es wird sich schon eine Ziehmutter für dich finden. Und ihr?" Ich wandte mich an die zwei anderen. „Wollt ihr euch auch anschließen?" „Warum nicht?", miaute Funkenschweif fröhlich. „Dann kommt." Wir führten die Neuen ins Lager, Bienensturm und Taupfote beendeten gleich die Patrouille, um gleich danach zu trainieren. „Alle Katzen die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu jagen, mögen sich hier unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden!", rief ich, als ich auf dem Baumstamm stand. „Snowlight, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es.", sagte sie mit leicht zitternder Stimme. „Dann wirst du von nun an Schneedämmerung heißen und Kriegerin des TraumClans sein. Funkenschweif, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es!", miaute sie fester. „Dann wirst du von nun an Kriegerin des TraumClans sein. Stern, du bist noch nicht alt genug, um Schüler zu sein. Deshalb wirst du von nun an Sternenjunges heißen und Junges des TraumClans sein." „Schneedämmerung! Funkenschweif! Sternenjunges!" „Ich würde gern seine Ziehmutter sein!", meldete sich Feuerflug. „Aber ich möchte trotzdem noch Kriegerin bleiben!" „In Ordnung.", sagte ich nickend. „Das ist der TraumClan?", miaute plötzlich ein dunkel getigerter Kater der einfach im Lager stand. Neben ihm stand ein gelber Kater. „Ja, wieso?", fragte ich leicht skeptisch. „Ich, Blitz, habe einen Traum bekommen. Dieser sagte mir, dass ich mich dem TraumClan anschließen soll." „Bei mir, Kralle, war es genauso. Der Kater hieß glaube ich... Tigerstern." „Tigerstern?", fauchte ich. Aber die jungen Kater schienen nichts Böses zu wollen. Warum also sollte gerade Tigerstern sie im Traum besuchen? „Also gut. Blitz, Kralle, bis ihr bereit dazu seid, Schüler zu werden, werdet ihr Blitzpfote und Krallenpfote heißen. Krallenpfote, dein Mentor wird Erdschweif sein. Erdschweif, ich möchte, dass du Krallenpfote all deinen Mut und dein Kampfgeschick weitergibst. Blitzpfote, deine Mentorin wird Nachtsturm sein. Nachtsturm, ich möcht, dass du Blitzpfote all deine List und dein Geschick weitergibst." „Blitzpfote! Krallenpfote!"

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    Die Lichtung auf der unser Lager war, war blutgetränkt. In jeder Ecke war etwas von der roten Flüssigkeit. Mit vor Entsetzen geweiteten Augen stand
    Die Lichtung auf der unser Lager war, war blutgetränkt. In jeder Ecke war etwas von der roten Flüssigkeit. Mit vor Entsetzen geweiteten Augen stand ich da. Über all lagen verstümmelte Leichen, die man nicht identifizieren konnte. Plötzlich spürte ich einen furchtbaren Schmerz im Rücken. Eine riesige Ratte hatte mich angesprungen. Aus welchem Grund auch immer konnte ich mich nicht bewegen. Ohne zu zögern bis das Tier fest in meinen Nacken und ich musste einen Schmerzensschrei unterdrücken. Alles wurde schwarz...

    Ich fuhr schweißgebadet hoch und blickte mich um. Ich lag in meinem Nest und... Au! Ich tastete mit der Pfote an meinen Nacken ein Dorn hatte sich in mein Fleisch geschoben, deshalb die Schmerzen. Ich beschloss, ihn schnell selbst heraus zuziehen und nicht einen der Heiler mitten in der Nacht wegen so etwas zu belästigen. Ich packte den Dorn, zog ihm mit einem Ruck heraus und schmiss ihn dann aus meinem Nest. Gerade wollte ich die Augen wieder zumachen, da hörte ich von draußen auf einmal leises Pfotengetrappel und ich wusste genau, wer das nur sein konnte. „Ratten! Eine ganze Horde!", schrie auf einmal die entsetzte Stimme von Bienensturm meine Gedanken aus. So schnell ich konnte, stolperte ich aus meinem Bau. „Bringt die Jungen und Königinnen in Sicherheit! Die Schüler halten sich erstmal im Hintergrund! Blutschatten, Fischfang, Astschweif, Nachtsturm, Honigmaul und Himmelsbrise, ihr bildet die erste Front. Versucht sie aus dem Lager zu drängen! Danach kommen-" Weiter kam ich nicht denn eine Ratte kam direkt auf mich zu gerannt. Wütend fauchte ich, warf mich auf das graue Tier und brach ihm das Genick. Die vorher von mir Aufgerufenen machten sich ziemlich gut, da kaum Ratten ins Lager eindringen konnten. Es sah so aus als ob wir die Schlacht gewinnen konnten. Doch auf einmal fanden einige Ratten eine Lücke in der Barriere und rannten mit lautem Quiken ins Lager. Da stürzte sich eine Ratte auf mich. Nein, es war nicht eine Ratte, es waren zwei, drei, vier, ... Plötzlich war ich von Ratten begraben wurden. Ich versuchte vergeblich, die Ratten von mir fern zu halten, doch dann bis mir eine Ratte direkt die Kehle durch. „Haselstern! Nein!" War das letzte was ich hörte.

    Auf einmal fand ich mich im Nichts wieder und Gelbzahn, die Kätzin die mir mein erstes Leben gab, berührte mich mit der Nase und ich wusste, das ich gerade ein Leben verloren hatte. Danach öffnete ich wieder die Augen. Alle Ratten waren weg von meinem „toten" Körper und ich entdeckte vier fremde Katzen, die uns anscheinend helfen wollten. Ein grau getigerter Kater zerrte gerade eine Ratte von Funkenschweif, während ein schwarz-weiß gefleckter eine nach der anderen tötete. Auch ich warf mich auf zwei weitere Ratten, denen ich das Genick brach. Es wurden immer weniger, bis ich alle tot oder vertrieben wurden.Freudig stieß ich ein Siegesgejaule aus und die anderen stimmten mit ein. Endlich war er vorbei. Der furchtbare Kampf gegen die Ratten.

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    ~Aus Kräuterschweifs Sicht~

    Der Kampf gegen die Ratten war jetzt schon vier Sonnenuntergänge her. Die vier Katzen die uns dabei halfen, hatten sich dem Clan angeschlossen und hießen jetzt Grausturm, Herzmond, Himmelsherz und Heckenpfote. Heckenpfotes Mentor wurde Falkenflug. Ich saß gerade mitten im Lager und teilte mir eine Wühlmaus mit Tigerpfote. Da kam auf einmal Flutjunges aus der Kinderstube gestürmt und rief: „Moosschweif bekommt ihre Jungen!" Sofort reagierte ich, sprang auf die Pfoten und eilte in die Kinderstube. Wenig später kamen auch Dämmerlicht und Tornadosturm. Moosschweif lag keuchend auf dem Boden. „Kräuterschweif, hol Himbeerblätter und einen Stock. Schnell." Ich stürmte aus der Kinderstube und lief in den Heilerbau, wo ich ein paar Blätter holte. Als ich wieder heraus kam, hielt ich die Augen nach einem Stock offen. Nach einigen Herzschlägen fand ich einen und mit Himbeerblättern und Stock lief ich schnell wieder in die Kinderstube. Ich gab beides an Tornadosturm weiter, der es mit den Worten „Iss die Blätter und wenn eine Wehe kommt, beiß auf den Stock!" Moosschweif gab. Diese aß die Blätter und biss dann kräftig in den Stock. Ein schildpattfarbener Kater plumpste auf den Boden, danach folgten eine kleine, dunkelrote Kätzin und eine Kätzin, die aussah, wie ihre Mutter. Eifrig begann Moosschweif ihre Jungen zu lecken, doch dann legte sich ein Schatten über Tornadosturms Gesicht. „Der Schildpattkater... Er ist tot.", sagte er tonlos. „Nein!", miaute Moosschweif verzweifelt und leckte den toten Körper weiter. Doch für den Kater gab es keine Hoffnung mehr. „Das bringt nichts. Tote kann man nicht mehr wiederbeleben. Ich bin sicher, er wird ein gutes Leben im SternenClan haben, aber du musst jetzt für deine anderen zwei Jungen da sein.", sagte Tornadosturm beruhigend und sanft. Man konnte Moosschweif laut schlucken hören, dann gab sie sich geschlagen: „Du hast recht. Danke." „Hast du den schon passende Namen für die beiden Kleinen?", fragte Dämmerlicht neugierig. „Ja, also... Das da" Sie deutete mit der Schwanzspitze auf das Rote. „würde ich germ Tupfenjunges nennen. Und das andere soll Sprenkeljunges heißen!", miaute Moosschweif entschlossen. „Gute Namen.", schnurrte ich. „Och, wie süß!" „Die sind ja ganz klein!" Mondjunges und Pantherjunges kamen auf einmal in die Kinderstube getappt. „Raus hier, sie brauchen jetzt Ruhe.", miaute Tornadosturm und scheuchte die Jungen aus dem Bau. „Wir sollten jetzt auch gehen.", sagte er dann und ging mit uns aus der Kinderstube.

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    PechClan

    Anführer: Tabu - schwarzer Kater mit bräunlichen Schimmer, hübschen, blauen Augen und einem Ohrring im linken Ohr

    Handlangerin: Mona - feuerrote Kätzin mit grünen Augen und einem violetten Stirnband

    Weiser: Mirrow - hellgrauer Kater mit einem blauen und einem roten Auge

    Unglücksbringer: Bad Luck - dunkelgrauer Kater mit gelben Augen und roten Halstuch

    Sumi - kleine, weiße Kätzin mit blutroten Flecken und bernsteinfarbenen Augen

    Minos - dunkelbraun getigerter Kater mit verfilzten Fell und grünen Augen

    Luna - blaugraue Kätzin mit silbernen Augen

    Lucy - dunkelrot getigerte Kätzin mit schwarzen Halstuch und giftgrünen Augen

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    ~Aus Schneedämmerungs Sicht~

    Zusammen mit Rotpelz und Donnerzahn war ich auf der Jagd. Ich fing geschickt eine Eichhörnchen, das gerade an einer Nuss knabberte. „Guter Fang.", lobte mich Rotpelz. „Danke.", schnurrte ich. Ich beobachtete, wie Donnerzahn ihr etwas ins Ohr flüsterte. Rotpelz sah überrascht aus, nickte dann langsam, sagte an mich gewandt: „Wir kommen gleich wieder, dauert gar nicht lange." und verschwand dann mit Donnerzahn im Gebüsch. Lange blickte ich ihnen hinterher, dann hörte ich auf einmal ein Rascheln im Gebüsch, fuhr herum und machte mich kampfbereit. Denn diesen Geruch kannte ich nicht, es war ein Mischung aus Zweibeiner, Ratte und Katze. Plötzlich kam eine feuerrote Kätzin aus dem Gebüsch und begann mich zu umkreisen. „Wer bist du und was suchst du auf dem Territorium des TraumClans?", knurrte ich. „An deiner Stelle würde ich mal nicht so frech sein. Mein Name ist Mona und ich bin die Handlangerin des PechClans. Und bald wird das nicht mehr das TraumClan Territorium sein."
    'TraumClan' spuckte Mona geradezu verächtlich aus. „Was, aber-" „Still!", zischte sie. „Ich werde dich mit Pech verfluchen und wenn der ach so tolle TraumClan nicht innerhalb eines halben Mondes verschwindet, wird es allen so ergehen wie dir. Bad Luck, Sumi, Mirrow, kommt heraus und verflucht sie mit mir." Wie aus dem Nichts traten auf einmal ein hellgrauer und ein dunkelgrauer Kater und eine rot-weiß gefleckte Kätzin hervor und begannen mich auch zu umkreisen. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel, auf dem man vor ein paar Herzschlägen noch keine einzige Wolke ausmachen konnte. Dann fingen die vier Fremden mit einem seltsamen Gesang an, den ich nicht verstehen konnte. „Hey! Hört auf damit! Was soll das!", miaute ich panisch und schaute mich hektisch um. Doch die Katzen unterbrachen ihren Singsang nicht und machten einfach weiter. Auf einmal kam Mona auf mich zu. Sie berührte mich mit der Nase und ich wollte sie wegschubsen, doch ich konnte mich irgendwie nicht bewegen.
    „Hiermit verfluche ich dich. Ewiges Pech wirst du haben, nie mehr das Glück wird dich tragen...", murmelte sie. Dann trat sie wieder ein paar Schritte zurück und die anderen machten es ihr nach. „Wir werden dich immer begleiten und dir viel Unglück bringen." Mit diesen Worten verschwanden die vier wieder im Gebüsch und der Himmel hellte sich wieder auf. Mit vor Schrecken geweiteten Augen starrte ich ins Leere. Lebenslängliches Pech würde mich jetzt verfolgen... Ich schüttelte diesen Gedanken schnell wieder ab. „Das ist unmöglich! Diese Katzen KÖNNEN mich nicht verflucht haben!", redete ich mir leise ein. Plötzlich raschelte ein Busch wieder und ich fuhr die Krallen aus. Nochmal verfluchen die mich nicht! Doch heraus kamen nicht diese gruseligen Katzen, sondern Donnerzahn und Rotpelz, die sich verliebt anlächelten. Anscheinend hatten sie nichts von dieser Mona und den anderen mitgekriegt. „Alles in Ordnung, Schneedämmerung?", fragte Donnerzahn auf einmal besorgt. „Du siehst aus, als wäre ein Igel an dir vorbei geflogen und hätte dabei freundlich gewinkt!", stimmte Rotpelz zu. „Nein, nein. Alles in Ordnung.", miaute ich und setzte ein gequältes Lächeln auf. „Wollen wir wieder ins Lager?", versuchte ich das Thema zu wechseln. „Ja, gute Idee, die Sonne geht langsam unter.", bemerkte Donnerzahn und stolzierte mit Rotpelz an seiner Seite in Richtung Lager. Ich trottete den beiden mit ein wenig Entfernung und gesenktem Kopf hinterher. Da stolperte ich über eine Wurzel, die ich vorher gar nicht gesehen hatte. „Beim SternenClan...", hauchte ich leise, „Fängt mein Pech jetzt schon an...?"

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    ~Aus Funkenschweifs Sicht~

    Ich lag auf einem Ast außerhalb des Lagers und ließ die Pfoten und den Schwanz herunter hängen. Herzhaft gähnte ich und beobachtete, wie die Sonne langsam unter ging. Da hörte ich auf einmal ein Jaulen: „Geht weg! Was wollt ihr von mir! Haut sofort ab!" Ich hob den Kopf und blickte mich um. Wer war das gerade? So elegant ich konnte, sprang ich von dem Ast und landete leise auf den Pfoten. Ich lief in die Richtung, aus der gerade das Geräusch kam. Da entdeckte ich auf einmal einen grauschwarzen Kater, der von vier anderen Katzen umkreist wurde. Diese Katzen sangen irgendetwas komisches. Der Kater sah panisch aus und als er mich entdeckte, schrie er: „Geh weg da, schnell! Sie werden dich verfluchen!" „Tja, Soul, Pech gehabt sag ich mal.", meinte ein dunkelgrauer Kater mit einem höhnischen Grinsen im Gesicht. „Bad Luck...", knurrte der Kater, der anscheinend Soul hieß. „Jetzt renn weg!", schrie Soul noch einmal an mich gewandt. „Nein...", murmelte ich, fauchte und stürzte mich auf eine feuerrote Kätzin, die aufjaulte und panisch mit ihren Pfoten umher fuchtelte. Anscheinend konnten diese Katzen nicht kämpfen! „Verschwindet von hier.", zischte ich der Kätzin ins Ohr. „H-hiermit verfluche ich dich.", krächzte sie und berührte mich mit ihrer Nase. Dann wandte sie sich unter meinem Griff und preschte so schnell sie konnte weg. Die anderen, außer der grauschwarze Kater rannten ihr hinterher. Soul wendete sich an mich. „Vielen, vielen Dank, dass du mich gerettet hast!", sagte er dankbar, „Aber... Jetzt bist du verflucht." Ich schüttelte mich verwirrt. „Was meinst du überhaupt mit verflucht und wer sind diese Katzen dort?" Soulseufzte . „Also gut. Ich werde dir alles erzählen. Diese Katzen dort nennen sich PechClan. Ihr Anführer heißt Tabu. Ein echter Unglücksrabe. Seine Handlangerin ist Mona. Sie ist... Hm, sowas wie die Zweite Anführerin von dem Clan. Die „Krieger" dort nennen sich Unglücksbringer, aber sie können alle nicht kämpfen. Dann gibt es noch einen Weisen, der ist sowas wie der Heiler und er heißt Mirrow. Diese Katzen vertreiben ihre Zeit damit, andere Clans von ihrem Territorium zu vertreiben, indem sie sie mit Pech verfluchen. Unglaublich, dass ich auch mal zu diesen stinkenden, krähenfraßfressenden Haufen Fuchsdung gehörte.", fügte er leiser hinzu. „Wenn du einen neuen Clan brauchst, kannst du dich dem TraumClan anschließen!" „In Ordnung. Da kann ich mich an denen rächen!", miaute er und lächelte irre. Ich nickte und deutete mit Schwanzspitze in Richtung Lager. „Geh du schonmal vor, ich guck mal, ob die wirklich aus unserem Territorium sind.", erklärte ich knapp und machte mich davon. Ich lief bis ans Ende des Territoriums, doch von den Katzen des PechClans fehlte jede Spur. Gerade als ich zurück ins Lager preschen wollte, hörte ich ein Knacken über mir und ein Ast fiel herunter, direkt auf mich drauf. Ich jaulte schmerzvoll auf. Für einen Moment raubte es mir dem Atem. „Hilfe!", schrie ich, doch ich wusste, niemand würde mich hören. In diese Ecke des Territoriums kam nie jemand vorbei. Ich war also gefangen. Für immer. Ich würde kläglich verhungern oder verdursten.
    Diese Katzen hatten mich verflucht.

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    ~Aus Grausturms Sicht~

    „Seelenfall! Seelenfall!", rief ich gedankenverloren den Namen des Neuen. Irgendetwas oder irgendjemand fehlte. Nachdem die Versammlung sich auflöste, ging ich aus dem Lager, spazieren. Ich trabte in die hinterste Ecke des Territoriums, dort konnte mich keiner stören. Ich hörte Vögel ihr Lied singen und im ganzen Gebüsch raschelte Beute. Kein Wunder, es war ja auch Blattgrüne und im ganzen Wald wimmelte es nur so von Beute. Ich kam bei einer kleinen Lichtung an und sah mich um. Plötzlich entdeckte ich ein braunes Fellbündel auf dem ein großer Ast lag. „Funkenschweif!", schrie ich und stürmte zu der Kätzin. „Grausturm... Hilfe...", hauchte sie und hob leicht den Kopf. Mit aller Kraft warf ich mich gegen den Ast, der sich ein Stück bewegte. Ich machte es noch einmal und der Ast rollte von Funkenschweif herunter.
    „D-danke.", stotterte sie und stand taumelnd auf. Fast wäre sie wieder umgefallen, hätte ich sie nicht gestützt.
    „Komm, trink erstmal was.", miaute ich sanft und lief langsam mit ihr zum Bach. Wir setzten uns davor und Funkenschweif nahm einen großen Schluck. „Geht es dir besser?", fragte ich nachdem sie etwas trank und leckte ihr über ihr hübsches Fell. „Ja. Nochmals vielen, vielen Dank, Grausturm.", schnurrte sie. „Ich hätte dich doch nicht einfach dort sterben lassen können.", flüsterte ich. „Funkenschweif... Ich muss dir noch etwas sagen.", miaute ich sanft. „Ich... Ich... Ich liebe dich, Funkenschweif.", gab ich zu. „W-wirklich?", fragte sie überrascht. „Ich liebe dich auch, Grausturm.", erwiderte sie. Ich schnurrte und leckte sie zwischen den Ohren, während sie meinen Schwanz mit ihrem verschränkte. Lange saßen wir noch so da. Ich wünschte mir, dass dieser Moment niemals endete.

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    Gespannt lauschte ich dem Bericht von Seelenfall, Funkenschweif und Schneedämmerung. „PechClan also...", murmelte ich nachdenklich. „Seelenfall, du zeigst mir den Weg zu diesem Clan. Ich suche mir noch ein paar Krieger aus, die uns begleiten." „Was? Aber was hast du vor?", fragte Schneedämmerung verwirrt. „Ich werde mit ihnen reden.", miaute ich selbstsicher und verschwand mit diesen Worten aus meinem Bau. „Hast du heute noch etwas wichtiges vor?", fragte ich Sandlicht, während ich ein paar Schritte auf sie zu ging. Fragend blickte sie mich an. „Nichts besonderes, wieso?" „Ich möchte bitte, dass du mich in den Zweibeinerort begleitest. Es ist wichtig.", fügte ich hinzu. Sandlicht legte kaum merklich den Kopf schief, nickte dann aber. „Sag bitte Ahornschatten Bescheid, dass er auch mitgehen soll. Im Notfall ist er ein guter Kämpfer.", befahl ich und wendete mich dann ab.
    Nach einiger Zeit versammelten wir vier uns am Eingang und preschten los. Seelenfall rannte ganz vorn, gefolgt von Ahornschatten, Sandlicht und mir. Wir kamen auf dem Feld an und ich musste mir verkneifen, einem Kaninchen hinterher zu jagen, welches in verführerischer Nähe stand. Die Sonne war inzwischen zu ihrem höchsten Punkt geklettert und ich beschleunigte mein Tempo ein wenig. Wenig später kamen wir bei dem Zweibeinerort an, der direkt an die große Wiese grenzte. Wir wurden langsamer, bis wir schließlich vor den Nestern der Zweibeiner standen und sie misstrauig anstarrten. Seelenfall prüfte die Luft und ging dann mit einem 'Hier lang.' weiter. Die hohen Mauern, die immer enger zusammen zu rücken schienen, jagten mir einen kalten Schauer über den Rücken. Wir traten in eine enge Gasse, über all standen graue Säcke, aus denen Zeug von den Zweibeinern heraus guckte. „Was wollt ihr hier?", fragte plötzlich eine schroffe Stimme hinter mir. Ich fuhr herum und entdeckte einen älteren, dunkelbraun getigerten Kater, der uns mit seinen grünen Augen skeptisch anschaute. Ich versuchte ruhig zu bleiben und neigte leicht den Kopf. „Sei gegrüßt. Mein Name ist Haselstern und ich bin die Anführerin des TraumClans. Wir würden gern mit eurem Anführer sprechen." Falls ihr Flopelze so etwas habt., fügte ich in Gedanken verächtlich hinzu. „TraumClan?", wiederholte der Kater und ein Lächeln huschte über sein Gesicht. „Folgt mir. Moment, Soul bist du das?", fragte er mit einem Blick auf Seelenfall. „Ich heiße jetzt Seelenfall und bin ein stolzer Krieger des TraumClans, Minos.", erklärte er mit provokanten Unterton. Der Kater, welcher anscheinend Minos hieß, kniff die Augen zusammen, drehte sich dann um und machte eine Geste mit dem Schwanz. Ein wenig zögerlich folgten wir dem Kater, tief in den Zweibeinerort hinein. Er musste bei keiner Weggabelung überlegen und schien sich hier wirklich gut auszukennen. Schließlich kamen wir bei einem großen, von Zweibeinernestern umringten Platz an, auf dem ich eine blaugraue Kätzin und einen dunkelgrauen Kater entdeckte, welcher zielstrebig auf uns zu kam. „Wer ist das Minos? Warum hast du sie in unser Lager gebracht?", knurrte er Minos an. „Reg dich ab. Sie wollen nur mit Tabu reden.", entgegnete er und verdrehte die Augen. Der Dunkelgraue musterte uns kurz, dann schnippte er mit dem Schwanz und stolzierte davon. Minos fauchte genervt und trottete zu der blaugrauen Kätzin. „Luna, bring die hier mal zu Tabu.", befahl er knapp und verschwand danach hinter einem großen, silbergrauen.... Ding. Luna nickte schweigend und lief dann mit gesenkten Kopf auf einen großen, bräunlichen Würfel zu. „Tabu, hier wollen dich ein paar Katzen sprechen.", miaute sie mit piepsiger Stimme. „In Ordnung, Luna. Schick sie rein.", befahl jemand mit, wie ich fand, schöner Stimme. Luna deutete mit den Ohren auf den wahrscheinlichen Anführerbau. Ich trat hinein. Hier drinnen war es ein wenig dunkler als draußen. Es herrschte warmes, feuchte Klima und auf einem weich aussehenden, gelben Zweibeinerding lag... Ein wunderhübscher, schwarzer Kater. Ich weitete die Augen, mein Herzschlag setzte kurz aus. „Ich bin Tabu, Anführer des PechClans. Nun, ihr wollt mich sprechen?", fragte der Kater und unterbrach damit meine Starre. „Ähm, ja. Also, ich bin Haselstern, Anführerin des TraumClans. Und ich wollte euch, Katzen des PechClans freundlichst bitten, unsere Katzen in Ruhe zu lassen und euch euer eigenes Territorium zu suchen.", brachte ich heraus. Der Kater blinzelte mich mit seinen schönen, blauen Augen an und schüttelte langsam den Kopf. „Du bist den ganzen Weg hierher gekommen um mir das zu sagen?", fragte der Kater mit einem Grinsen im Gesicht. „Ja, dass bin ich, denn-" „Ich möchte bitte mit ihr allein sprechen. Luna, schaff sie raus.", befahl er mit einer Schwanzbewegung. Etwas widerspenstig wurden die drei Krieger von Luna heraus gedrängt. Als wir allein waren, sprach Tabu weiter: „Hör mal, Haselstern... Du gefällst mir und ich würde dir anbieten, dich dem PechClan anzuschließen... Und anschließend meine Gefährtin zu werden."

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    Entsetzt schaute ich ihn an. Er war wirklich ein toller Kater, hübsch und so, aber ich musste doch für meinen Clan da sein! Ich ging ein paar Schritte zurück. „Niemals.", hauchte ich leise. „Du magst mich nicht.", stellte Tabu enttäuscht fest. Ich sah ihm in die schönen, leuchtenden, blauen Augen. „Ich mag dich sehr, aber ich bin nunmal Anführerin vom TraumClan und ich kann nicht in den PechClan kommen!" „Ich verstehe schon.", seufzte er. „Aber jetzt geh. Wir können uns ja einen Treffpunkt ausmachen, oder?", schlug er vor. „Bei der Trauerweide? Du weißt schon, die, die mitten auf der großen Wiese steht!" „Morgen, Mondhoch bei der Trauerweide.", bestätigte Tabu. Ich drehte mich um und verschwand wieder aus seinem Bau. Sofort fielen fragende Blicke der TraumClan Krieger auf mich. Ich schüttelte langsam den Kopf und zuckte mit den Schultern. „Ich bin mir nicht sicher.", nuschelte ich. Luna kam wieder auf uns zu und führte uns aus dem Lager, durch die Gassen, bis wir endlich wieder aus der Enge des Zweibeinerortes waren und die frische Luft einatmen konnten. Ich nickte Luna noch mal kurz zu und preschte dann los. Der Wind wehte durch meinen Pelz und wirkte motivierend. Ich stürmte an der Trauerweide vorbei und musste schlagartig wieder an Tabu denken. Sofort schüttelte ich diesen Gedanken aber wieder ab. Wenig später kamen wir ihm Wald an und verlangsamten unser Tempo, bis wir nur noch trabten. Die Sonne stand schon wieder fast an ihrem tiefsten Punkt! Erschöpft kam ich im Lager an und spürte meinen knurrenden Magen, weshalb ich zum Frischbeutehaufen trottete und mir eine Waldtaube nahm. Gerade als ich hinein beißen wollte, hörte ich die Stimme von Donnerzahn. „Haselstern, Bienensturm und Adlerfang sagen, dass Taupfote und Tigerpfote nun bereit sind, um Kriegerinnen zu werden.", berichtete er. „Und Pantherjunges, Mondjunges und Sternenjunges haben auch langsam das Schüleralter erreicht." Ich seufzte innerlich, als ich hörte, wie viel Arbeit mir da noch bevor stand... „Haben Tigerpfote und Taupfote denn schon ihre Prüfungen gemacht?", fragte ich, worauf Donnerzahn nickte. Ich aß schnell meine Taube auf und sprang dann auf den Hochwind. „Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu machen, mögen sich hier, unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden.", rief ich. Ein paar Katzen traten aus ihren Bauen, ich entdeckte Feuerflug, wie sie Sternenjunges ein paar mal übers Fell leckte und Taupfote, die mit leuchtenden Augen sich ein wenig im Hintergrund aufhielt. Ich beschloss, zuerst die Kriegerzeremonie durchzuführen. „Tigerpfote, Taupfote, tretet vor." Tigerpfote und Taupfote gingen ein paar Schritte nach vorn. „Ihr seid nun alt genug, um Krieger zu werden. Tigerpfote, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es.", miaute sie fest. „Dann wirst du von nun an Tigerwald heißen und Kriegerin des TraumClans sein. Taupfote, versprichst du, den Clan vor allem Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" „Ja, ich verspreche es." „Dann wirst du von nun an Tauschnee heißen und Kriegerin des TraumClans sein.", verkündete ich feierlich. „Tigerwald! Tauschnee!", riefen alle Anwesenden. „Ihr werdet heute Nacht schweigend Nachtwache halten.", fügte ich noch hinzu. „Nun, Mondjunges, Sternenjunges und Pantherjunges, tretet vor. Ihr seid nun alt genug um Schüler zu werden." Im Hintergrund hörte ich Himmeljunges quängeln: „Warum werden wir noch keine Schüler? Wir sind doch schon viel länger im Clan!" „Weil Sternenjunges, Pantherjunges und Mondjunges älter als ihr seid.", erklärte Silbersee sanft. „Mondjunges, bis du deinen vollständigen Kriegernamen erhältst, wirst du Mondpfote heißen. Dein Mentor wird Sturmkralle sein. Pantherjunges, bis du deinen vollständigen Kriegernamen erhältst, wirst du Pantherpfote heißen. Deine Mentorin wird Waldregen sein. Sternenjunges, bis du deinen vollständigen Kriegernamen erhältst, wirst du Sternenpfote heißen. Deine Mentorin wird Himmelsbrise sein." „Mondpfote! Pantherpfote! Sternenpfote!"

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    ~Aus Herzmonds Sicht~

    Verschlafen trottete ich aus dem Lager. Die Sonne war noch nicht einmal richtig aufgegangen und an dem Gras hingen Tautropfen, welche meine Pfoten kitzelten. Vorhin spürte ich einen ungeheuren Durst, weshalb ich jetzt also am frühen zum Bach tappte. Da! Endlich erblickte ich das kristallklare Wasser, dass fröhlich nach Norden zu plätschern schien. Ich hockte mich an den Bach und trank einen Schluck. Die Tropfen blieben wie kleine Sterne an meinen Schnurrhaaren hängen. Plötzlich schreckte ich hoch, fuhr herum und weitete die Augen. Fuchs! Ich sprang auf die rote, riesige Gestalt und bohrte meine Krallen in sein zähes Fleisch. Dann schnappte ich nach seinem Nacken. Aus dem Augenwinkel entdeckte ich etwas blitzen. Etwas... Eisblaues. Diesen Moment der Unaufmerksamkeit nutzte der Fuchs aus, schüttelte mich ab und nagelte mich am Boden fest. Ich versuchte mich zu befreien, was aber gar nicht so leicht war. Da entdecke ich etwas bläuliches, dass sich auf den Fuchs stürzte, gefolgt von drei Weißen.
    Katzen! Sieht so aus, als wollen sie mir helfen!, dachte ich freudig. Eine schneeweiße Kätzin und eine blaugraue Kätzin zerrten ihn von mit herunter, während der weiße Kater den Fuchs festnagelte und eine weiße Kätzin ihn mit ungewöhnlich langen Krallen bearbeitete. Schließlich rappelte ich mich auf, verbiss mich am Hinterbein des Fuchses, welcher uns jaulend abschüttelte und ihm Wald verschwand. „Danke, dass ihr mir geholfen habt. Ich bin Herzmond und ihr?" Der weiße Kater, bei dem man schwarze Tigerungen sehen konnte, trat vor. „Mein Name ist Wolkenwind. Das" Er deutete auf die Blaugraue. „ist Blaukralle. Sie heißt Frostblick" Er nickte zu der kleinen, weißen zierlichen Katze. „und das ist Eiswind." Wolkenwind zeigte auf die weiße Kätzin, die graue Tigerungen hatte. „Ich hätte mich auch selbst vorstellen können.", zischte Frostblick Wolkenwind zu und schnaubte. Ich musterte die vier kurz und fragte dann leicht zögerlich: „Wollt ihr euch vielleicht dem TraumClan anschließen?" „Clan? Also ich würde gern.", miaute Blaukralle. Wolkenwind nickte bestätigend, doch Eiswind und Frostblick wirkten noch nicht überzeugt. „Ach kommt schon, ein Streunerleben ist doch langweilig.", sagte Wolkenwind freundschaftlich. Eiswind verdrehte die Augen. „Also schön.", seufzte sie dann und auch Frostblick nickte ergeben. Ich winkte mit dem Schwanz und trabte in Richtung Lager, welches schon langsam erwachte. Ich lief zielstrebig auf Haselstern zu und berichtete. Dann nickte sie langsam, beendete ihre Fellwäsche, sprang auf den Hochwind und jaulte die üblichen Worte. „Eiswind, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?", fragte sie. „Ja... Mach ich. Also, ich verspreche es.", sagte sie fest, aber mit leicht genervten Unterton. Haselstern blickte sie kurz verwirrt an, fuhr dann aber fott. „Blaukralle, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihn stets treu und loyal zu sein?" „Ich verspreche es." „Und Wolkenwind, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu unf loyal zu sein?" „Ich verspreche es.", sagte er mit fester, klarer Stimme. „Frostblick, versprichst du, den Clan vor allen Gefahren zu schützen und ihm stets treu und loyal zu sein?" Frostblick nickte und nuschelte ein 'Ich verspreche es.'. Haselstern musterte die Fremden noch mal kurz, ihr Blick fiel dabei oft auf Eiswind und Frostblick. „Dann werdet ihr von nun an Krieger des TraumClans sein.", miaute sie letztendlich feierlich. „Eiswind! Blaukralle! Wolkenwind! Frostblick!" Ich bekam mit, wie Rotpelz ihren Freunden Funkenschweif und Feuerflug erzählte, dass sie Junge erwartet und morgen in die Kinderstube ziehe. Donnerzahn stand mit stolzem Blick daneben, woraus ich schloss, dass er der Vater sein musste. Auf einmal hörte ich erschrockenes Gemurmel. Ich drehte mich um und mitten im Lager war eine junge, schwarze Kätzin blutüberströmt zusammen gebrochen.

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    ~Aus Tornadosturms Sicht~

    Erschrocken rannte ich zu der kleinen Kätzin und beugte mich über sie. „Was ist passiert?", fragte ich besorgt. Die Kätzin öffnete die Augen einen Spalt. „R-rat-ten.", maunzte sie schwach. Ratten?, dachte ich schockiert. Ich dachte, die wären wir los! „Dämmerlicht, hol Klettenwurzel und du, Kräuterschweif Spinnenweben.", befahl ich knapp. Die beiden eilten in den Heilerbau und kamen mit den notwendigen Heilmitteln wieder. Kräuterschweif presste die Spinnenweben auf die Verletzung, während Dämmerlicht inzwischen das Fruchtfleisch zerkaut hatte und auf die Wunde legte. Stolz beobachtete ich meine beiden Schülerinnen dabei. „Wie heißt du denn?", fragte ich die Schwarze.
    „Rab-benpfote.", antwortete sie und schaute mich mit glänzenden Augen an. „Ist es schlimm?" Ich seufzte. „Es wird auf jeden Fall eine Narbe bleiben. Und wenn die Wunde infiziert ist... könnte es Komplikationen geben.", gab ich zu. Rabenpfote legte den Kopf auf die Pfoten und starrte in die Ferne. „Wir sollten dich in den Heilerbau bringen. Komm, ich stütze dich.", bot ich ihr an. Rabenpfote erhob sich zittrig und lehnte sich dann an mich. Langsam trottete ich in den Heilerbau.
    Als ich drinnen ankam, schaute ich mich hektisch nach einem Nest um, legte Rabenpfote dann aber letztendlich in meins. „Du wirst bald dein eigenes Nest bekommen, aber jetzt ruh dich erstmal aus." Mit diesen Worten lief ich aus dem Heilerbau. „Wie geht es Rabenpfote?", fragte Haselstern besorgt und kam auf mich zu. „Sie ist noch sehr schwach... Aber das wird schon wieder.", antwortete ich. Haselstern nickte langsam. „Ich werde eine Versammlung abhalten, wenn sie sich besser fühlt."

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    Auf leisen Pfoten schlich ich aus meinem Bau. Ein wenig nervös sah ich mich in dem ruhigen, von Mondlicht beschienenen Lager um. Da niemand zu sehen
    Auf leisen Pfoten schlich ich aus meinem Bau. Ein wenig nervös sah ich mich in dem ruhigen, von Mondlicht beschienenen Lager um. Da niemand zu sehen war, trottete ich vorsichtig zum Ausgang. Das wäre geschafft. Ich trabte in Richtung große Wiese und blieb schließlich staunend stehen. Der Mond sah wirklich romantisch aus! Nun rannte ich in Richtung Trauerweide. Der Wind strich durch mein Fell und stellte es leicht auf, was mir eine Gänsehaut verursachte. Schlitternd kam ich bei der Weide an und stellte enttäuscht fest, das Tabu nirgendswo zu sehen war. Warum verdreht mir dieser Kater auch nur so den Kopf!, dachte ich frustriert. Plötzlich hörte ich ein Jaulen und spürte ein Gewicht auf meinem Rücken. Blitzschnell reagierte ich, ließ mich herum rollen und lag so auf meinem Gegner. Ich rappelte mich auf und blickte erstaunt in die unglaublich blauen Augen von Tabu, welcher zufrieden schnurrte. „Tigerartige Reflexe...", hauchte er verführerisch. „Das... Gefällt mir." Ich schaute ihn mit sanften Blick an, setzte mich dann mit ihm zusammen hin und starrte den Mond an. „Der Mond ist wunderschön... Aber nicht mal der wunderbarste Himmelskörper kann mit deiner Schönheit mithalte.", schmeichelte Tabu worauf ich verlegen auf die Pfoten guckte. Wir saßen noch ein wenig so da, bis ich aufschreckte und auf die Pfoten sprang. „Ich muss zurück zu meinem Clan. Sehen wir uns morgen wieder?" „Morgen wollen wir unser Territorium erweitern. Aber übermorgen, gleicher Ort, gleiche Zeit?" Ich nickte lächelnd und rannte dann in großen Sätzen in den Wald. Kurz vor dem Lager, stieß ich auf einmal mit jemandem zusammen. „Ahornschatten! Was machst du denn hier?", fragte ich erschrocken. „Ich habe gesehen, dass du aus dem Lager gegangen bist und als du so lang nicht zurückgekehrt bist, habe ich mir Sorgen gemacht.", erklärte er. „Wo warst du?" „Ähm, ich war... Ich bin zum Schmutzplatz gegangen.", miaute ich und konnte ihm aber nicht in die blassgelben Augen gucken. Ahornschatten schaute mich aus einer Mischung aus Besorgnis und leichten Misstrauens an. Ich war so eine schlechte Lügnerin! Wir gingen letzten Endes wieder ins Lager, ich legte mich in mein Nest und verfiel in einen kurzen Schlaf...

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    Verschlafen öffnete ich die Augen. Ich war bestimmt mindestens die halbe Nacht wach und hatte deshalb kaum Schlaf bekommen. Müde tappte ich aus meinem Bau und schaute Donnerzahn, welcher vor meinem Bau stand fragend an. Neben ihm standen zwei weitere Katzen. „Wer ist das?" „Das sind Schneesturm und Bernsteinwind. Sie wollen sich anschließen.", erklärte er. Ich nickte verschlafen, sprang auf den Hochwind und hielt ihre Zeremonien ab. „Dann werdet ihr von nun an Krieger des TraumClans sein." „Schneesturm! Bernsteinwind!" Ein Gähnen unterdrückend hüpfte ich wieder vom Hochwind. „Huch!", rief ich aus und stolperte über etwas. Die kleine Tupfenjunges, dass Junge von Moosschweif war vor meine Pfoten gerollt. Mit großen Augen schaute sie mich an. „Hast du dir wehgetan?", fragte ich besorgt, worauf hin sie den Kopf schüttelte und schnell zu ihrer Mutter stolperte. Lächelnd blickte ich ihr hinterher und ging dann zum Frischbeutehaufen um mir eine Waldtaube zu nehmen.
    Als ich mein Mahl beendete, spuckte ich ein paar Federn aus und stand dann wieder auf um zu jagen. Ich entfernte mich ein Stück vom Lager, doch auf einmal wurde ich von etwas angesprungen und nagelte mich am Boden fest. Erschrocken weitete ich die Augen.
    „T-tabu! Ich dachte, du wolltest dein Territorium erweitern!" Tabu fing höhnisch an, zu lachen. „Wirklich, Haselstern, du bist so naiv. Ich meinte damit, dass ich euer Territorium zu meinem mache. Und dachtest du wirklich, ich hätte dich jemals geliebt?" Er lachte weiter, immer weiter und weiter. Ich konnte die Tränen nicht mehr zurück halten. „Och, nicht weinen, Kleine. Ich will doch nur... Spielen." Mit diesen Worten fuhr er mir mit den Krallen übers Gesicht. Ich verspürte ungeheure Wut in mir. Warum hatte ich diesem Mäusehirn vertraut! „Spielen? Ein seltsames Spiel!", fauchte ich und trat ihm mit den Hinterläufen kräftig in den Bauch, worauf er nach hinten, gegen einen Baum geschleudert wurde. Oh Mann, ist das ein schlechter Kämpfer! „N-na macht schon! Greift an!", stotterte Tabu. Plötzlich kamen vier Katzen aus dem Gebüsch geschossen. Den einen kannte ich, dass war Minos, der andere Bad Luck und dann noch zwei unbekannte Kätzinnen. Eine feuerrote und Bad Luck stürzten sich auf mich und hielten mich fest, sodass ich mich nicht mehr bewegen konnte. „Sumi, Minos, macht schon! Verflucht sie!" Minos und eine kleine, weiße Kätzin mit blutroten Flecken umkreisten mich und fingen dann an, etwas zu singen. Ich schrie, und windete mich unter den Griffen der zwei Katzen. Da hörte ich auf einmal ein Jaulen und Nachtsturm, Fischfang, Himmelsbrise, Blutschatten, Eiswind und Ahornschatten kamen aus dem Gebüsch gestürmt und stürzten sich auf die PechClankatzen. Fischfang und Blutschatten drückten Minos zu Boden, während Nachtsturm sich Sumi vornahm, Eiswind und Himmelsbrise die Feuerrote von mir herunter zerrte und Ahornschatten Bad Luck. Ich stand auf und entdeckte, dass Minos inzwischen blutüberströmt und mausetot war, um die Feuerrote stand es auch schlecht. Tabu beobachtete das Schauspiel mit zusammen gekniffenen Augen. Sumi befreite sich schließlich aus Nachtsturms Griff und rannte davon. Ich ging selbstsicher auf Tabu zu, riss ihn von den Pfoten und nagelte ihn am Boden fest. „Du bist so...", zischte ich und verschluckte das letzte Wort. Meine Krallen kamen seiner Kehle näher, doch Tabu grinste nur selbstgefällig. „Das traust du dir nicht. Du tötest mich nicht. Dazu bist du zu feige.", behauptete er. Mein Herz klopft so sehr, dass es drohte, aus meiner Brust zu springen. Langsam legte ich meine Pfote an seine Kehle und bohrte meine Krallen hinein. „Das hätte ich dir nicht zu getraut, Kleine. Schade, dass du nicht bei den PechKatzen bist. Du hättest echt... Pot-tenz-zia-al...", ein Gurgeln drang aus seinem Maul. Tabus Augen wurden glasig und sein Lächeln erstarrte. Ich schaute ihn noch ein wenig an und drehte mich dann um. Minos und Bad Luck waren tot, genauso wie die rote Kätzin. Die einzige, die entkommen konnte, war Sumi. Ich schaute meine Krieger an. Sonderlich große Verletzungen gab es nicht, nur ein paar Kratzer. Wortlos und mit leicht gesenkten Kopf trottete ich ins Lager und sprang dann gleich auf Hochwind . „Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu jagen, mögen sich hier, unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden.", rief ich und berichtete dann alles. Das ich mich in Tabu verliebte und mich einmal heimlich mit ihm traf, dass der PechClan besiegt sei und es mir unendlich leid tut und ich ab heute mehr für meinen Clan da sein würde. „Werden die uns jetzt nie wieder belästigen?", fragte Sternenpfote ein wenig ängstlich. Ich nickte langsam.
    „Nein. Nie wieder."

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    ~Aus Sprenkeljunges Sicht~

    „Sprenkeljunges...", hörte ich das Echo nun schon zum vierten Mal. Doch nirgends konnte ich jemanden auf der riesigen, grauen Wiese entdecken. Plötzlich entdeckte ich einen schwarzen Kater, welcher eine weiße Brust hatte und auf mich zukam. „W-wer bist du?", stotterte ich und wich einen Schritt zurück. „Hab keine Angst, Kleine. Mein Name ist Riesenstern und ich bin hier, um dir etwas Wichtiges mitzuteilen.", erklärte er. Ich ging wieder ein paar Schritte auf ihn zu und schaute ihn fragend an. „Hör zu, du musst deiner Anführerin sagen, dass ihr auf gar keinen Fall in eurem alten Territorium bleiben dürft. Denn die zwei Pfoten werden nicht nur den Wald, sondern auch die Lebewesen darin zerstören." Langsam verblasste Riesensterns Gestalt und ich starrte ihn hoffnungsvoll an. „Aber was heißt das? Sind mit den zwei Pfoten etwa Schüler gemeint oder-" Ich brach ab denn plötzlich spürte ich keinen Boden mehr unter den Pfoten und fiel in eine schwarze, unendliche Leere...

    Ich fuhr hoch und blickte mich panisch um. Die Kinderstube... Tupfenjunges und Mama, die friedlich schliefen... In einiger Entfernung Silbersee, Rauchjunges, Flutjunges und Himmeljunges. Ich erhob mich und stolperte aus dem Bau. Die ersten Sonnenstrahlen erhellten schon ein wenig das stille Lager. Haselstern! Ich musste mit ihr reden! So schnell wie es mir meine kurzen Beine erlaubten, rannte ich also zu ihrem Bau, in dem sie noch ruhig schlief. Mir tat es ziemlich leid, sie um diese Zeit zu wecken, aber schließlich war es doch ein Notfall! „Haselstern! Haselstern!", flüsterte ich und stupste sie mit der Pfote an. „Wach auf, ich habe ein Prophezei-" „Eine Prophezeiung?", zischte Haselstern und hob überraschend den Kopf. Hat sie absichtlich so getan, als würde sie schlafen?, dachte ich, aber brach diesen Gedanken schnell wieder ab. „Ja, von... ähm... Riesenstern hieß er glaube ich. Er sagte, dass wir auf gar keinen Fall in unserem alten Territorium bleiben dürfen, denn die drei- äh, ich meinte zwei Pfoten werden nicht nur den Wald, sondern auch die Lebewesen darin zerstören.", versuchte ich die Worte Riesensterns so gut wie möglich zu wiederholen. „Zwei Pfoten? Damit können nur die Zweibeiner gemeint sein.", sagte Haselstern verächtlich. Ein wenig enttäuscht blickte ich zur Seite. Zweibeiner! Natürlich! Aber ich komme natürlich wieder nur auf Schüler..., dachte ich niedergeschlagen. Haselstern warf mir einen besorgten Blick zu, seufzte dann und schloss die Augen. „Wenn der SternenClan es so will... Wir werden bald unser Territorium verlassen."

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    Unruhiges Gemurmel brach unter den Katzen des TraumClans aus, nachdem ich auf dem Hochwind die traurige Neuigkeit verkündete. „Aber das ist unser Territorium und wir werden es bis zum letzten Krieger verteidigen!", protestierte Blutschatten und knurrte. Feuerflug, die neben ihm stand, sah ihn mit trüben Augen an. „Und der tolle Blutschatten kann natürlich auch eine ganze Horde Zweibeiner besiegen.", meinte seine Schwester provokant. Ich senkte den Kopf leicht. „Wir werden vielleicht schon morgen los ziehen.", verkündete ich. „Donnerzahn, bitte schick eine Patrouille, die nach irgendwelchen Spuren von Zweibeinern sucht, los.", befahl ich und der Stellvertreter nickte knapp. Ich erklärte die Versammlung mit einer Schweifbewegung für beendet und trottete dann zum Heilerbau, um nach Rabenpfote zu sehen. Die kleine Kätzin lag mit leicht gehobenen Kopf im Heilerbau. „Wie geht es dir?", fragte ich. „Schon besser, danke der Nachfrage. Wir... Ziehen also um?" Erstaunt blickte ich Rabenpfote an, die sagte, sie hätte alles mitgehört. Ich nickte langsam und mit den Worten, 'Ja, wir ziehen um.', wandte ich mich wieder ab und trat aus dem Bau. Ich weitete die Augen, als ich eine silberne Kätzin entdeckte, die sich seelenruhig im Lager putzte. Zielstrebig tappte ich auf sie zu. „Entschuldigung, aber was willst du hier? Du bist im Lager des TraumClans!" Ich versuchte einigermaßen ruhig zu bleiben, doch die Silberne reagierte nicht und ignorierte mich gekonnt. „Hallo? Ich habe gefragt was du hier willst!", wiederholte ich ein wenig aggressiver. Als sie wieder nicht reagierte, war es mir genug. „Ich bin Haselstern, Anführerin des TraumClans und ich verlange eine Antwort von dir, warum du dich einfach so, in unserem Lager putzt!", brüllte ich sie an. „Schrei doch nicht so! Ich bin nicht taub! Kann man sich denn nirgendswo einfach ein wenig putzen!", fauchte sie zurück. Ihre blutroten, funkensprühenden Augen erschraken mich und ich zuckte kaum merklich zusammen. Ganz ruhig, Haselstern. Reg dich bloß nicht auf., redete ich mir ein und atmete tief durch.
    „Also gut... Wie heißt du denn?"
    „Silver."
    „In Ordnung Silver. Willst du dich vielleicht dem TraumClan anschließlich?'
    Silver musterte mich kurz und blinzelte dann. „Klingt gar nicht schlecht.", miaute sie nachdenklich. „Also gut.", seufzte ich und sprang auf den Hochwind. „Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu jagen, mögen sich hier, unter Hochwind zu einer Clanversammlung einfinden.", jaulte ich und hielt dann ihre Zeremonie ab. „Von nun an und bis du bereit bist, um deinen vollständigen Kriegernamen zu erhalten, wirst du Silberpfote heißen und Schülerin des TraumClans sein. Dein Mentor wird Grausturm sein!" „Silberpfote! Silberpfote!"

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    ~Aus Feuerpfotes Sicht~

    „Du wirkst heute verführerischer denn je, meine Süße.", raunte er mir zu, wobei er 'Meine' besonders zu betonen schien. „Bitte... Ich will nicht mehr.", flehte ich und schaute ihn mit Tränen in den Augen an. Er knurrte nur leise und ging dann langsam auf mich zu. Nein... Ich habe es so oft zugelassen... Es reicht!, beschloss ich im Stillen und funkelte ihn an. Dann wich ich ein paar Schritte zurück, fuhr herum und rannte, so schnell meine Pfoten tragen konnten. „Hey, bleib sofort stehen!", schrie er mir hinterher. Doch ich hörte es nicht. Ich rannte einfach weiter, ignorierte alles, was um mich herum geschah, achtete nur auf meinen Weg in die Freiheit. Da entdeckte ich einen Bach vor mir, sprang und landete nur ein Stück weit weg vor dem Ufer. Da ich eine gute Schwimmerin war, meisterte ich den Rest der Strecke im Wasser ohne Probleme. Dann rannte ich weiter, in den Wald. Plötzlich spürte ich warmen Atem auf meinem Fell und bevor ich reagieren konnte, riss er mich herunter und nagelte mich am Boden fest. „Das war die falsche Entscheidung, Süße!", zischte er mir ins Ohr. Dann fing er mit dem, was er am besten konnte, an. Und er machte es dieses Mal wirklich sehr schmerzhaft und brutal. Ich bohrte die Krallen in den Boden und konnte ein Stöhnen nicht vermeiden. „Bitte... Hör bitte auf...", keuchte ich. „Klappe.", fauchte er und kratzte mir über die Stirn. Blut lief mir in die Augen, wodurch ich nur noch verschwommen sehen konnte...

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    ~Aus Himmelsschreis Sicht~

    „Ja, auf jeden Fall!", beteuerte ich noch einmal. „Stimmt doch, Ahornschatten, oder? Glutpfote und Sonnenpfote sind alt genug um Krieger zu werden!" Ahornschatten nickte und schaute unsere Anführerin mit festem Blick an. „Gut, dann werdet ihr jetzt die Jagdprüfung mit ihnen abhalten.", ordnete Haselstern an. Ich neigte knapp den Kopf, ging aus dem Anführerbau geradewegs auf meinen Schüler zu, der sich gerade ein Eichhörnchen mit Rabenpfote teilte. Ihre Zeremonie hat Haselstern auch noch nicht abgehalten., dachte ich nebenbei. „Glutpfote.", sagte ich zu ihm, welcher den Kopfleicht zu mir drehte.
    „Was gibt es?"
    „Ich habe mit Haselstern geredet. Sonnenpfote und du seid alt genug um Krieger zu werden."
    Glutpfote zuckte erfreut mit den Schnurrhaaren. „Das ist großartig! Wann soll ich meine Jagdprüfung machen?"
    „Sobald du mit essen fertig bist."
    „Was? Dann gleich?"
    „Ja."
    Glutpfote nahm noch einen kleinen Bissen von dem Eichhörnchen, dann stand er mit einem 'Den Rest darfst du essen.' auf und schaute mich erwartungsvoll an. Ich ging von Glutpfote gefolgt auf den Lagerausgang zu. Hinter uns kamen auch Ahornschatten und Sonnenpfote. „Die Jagdprüfung hat begonnen. Ihr müsst nun ausschwärmen und so viel Beute wie möglich mitbringen.", erklärte Ahornschatten als wir im Wald ankamen. Die beiden Schüler nickten und stürmten dann in verschiedene Richtungen ins Unterholz. Ich nickte Ahornschatten noch kurz zu und schlich dann Glutpfote leise hinterher. Ich beobachtete meinen Schüler, wie er aufmerksam die Luft prüfte und schließlich in einem Busch verschwand. Gerade, als ich ihn hinterher wollte, kam Glutpfote mit zwei Wühlern im Maul wieder. Gut gemacht., dachte ich stolz. Glutpfote ging weiter, anscheinend folgte er einer weiteren Geruchsspur. Plötzlich sprang et in die Höhe, packte den Star, der gerade vorbei flog, an der Kehle und zerrte ihn mit zu Boden. Mit dem bereits tote Vogel im Maul landete Glutpfote sicher wieder auf der Erde. Überraschend spitzte er die Ohren und rannte in Richtung Bach. Will er etwa Fische fangen?, dachte ich verblüfft. Schnell folgte ich ihm. „Himmelsschrei! Himmelsschrei, komm schnell her!", rief er. Als ich aus dem Gebüsch stürmte, entdeckte ich eine feuerrote Kätzin, die einfach auf dem Boden lag. Ich sah noch einen schwarzen Kater wegrennen. „Was ist passiert?", fragte ich erschrocken, da mir bei genaueren Betrachten auffiel, das an dem roten Fell der Kätzin Blut klebte. „Er hat mich
    gede-eckt.", hauchte die Kätzin. „Wir sollten sie ins Lager bringen.", beschloss ich. „Und du" Ich schaute Glutpfote mit gespielt finsterer Miene an. „hast natürlich bestanden.", miaute ich lächelnd.

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    BITTE ALLE LESEN‼️

    Weil Haselstern, die richtige Erstellerin nicht mehr on kam und den Clan aufgegeben hat.
    Dachte sich Rotpelz, den Clan zu übernehmen .
    Doch Rotpelz hatte dann nicht mehr so viel Zeit.(Wegen Schule usw.)
    Deswegen hab ich TD gefragt ob ich das Passwort haben darf und wie ihr sehen könnt, hab ich jetzt das Passwort.

    Ich werde den Clan ab jetzt leiten und den Anführerin Posten übernehmen.

    LG Feuerflug

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    ((blue))((bold))Der ganz neue TraumClan((ebold)) Anführer: ((cur)) Feuerstern((ecur)) Aussehen siehe Stecki 2.Anführer ((cur))Donnerzahn-((ecur))dun
    Der ganz neue TraumClan

    Anführer: Feuerstern
    Aussehen siehe Stecki


    2.Anführer
    Donnerzahn-dunkelbraun getigerter Kater mit schwarzen Streifen, weißen Bauch und bernsteinfarbenen Augen

    Heilerin:
    Weidenrauch - goldene Kätzin mit weißer Brust und weißer Schwanzspitze, graue Ohrenspitzen, normal groß aber schmal gebaut, mittellanges Fell, langer Schweif, warme grüne Augen

    Krieger:

    Blutschatten - sehr großer, blutroter Kater mit bernsteinfarbenen Augen

    Ahornschatten langhaariger, schildpattfarbener Kater mit braun-weißen Flecken und blassgelben Augen; Mentor von Sonnenpfote

    Haselkristall - hellbraune Kätzin mit feuerrotem Bauch und blauen Augen

    Fichtenfell - kleine, dunkelbraune Kätzin mit schwarzer Musterung auf dem Rücken und olivgrünen Augen

    Sternenhimmel - schwarzer, blau schimmernder Kater mit silbernen Augen((ebold (verrübergehend zweiter Anführer)

    Flammenherz - dunkelrote Kätzin, mittellanges Fell, weißer strich auf der Brust und warme waldgrüne Augen

    Tauschnee - schildpattfarbene Kätzin mit grünen Augen

    Tauschweif-hübsc he blauweiße Kätzin mit ozeanblauen Augen und Kampfnarbe an der rechten Schulter

    Frostgewitter- aktiver, großer, schwarz-weiß gescheckter Kater mit dichtem Fell und leuchtend gelben Augen

    Eiswind-weiße Kätzin mit hellgrauen Tigerungen, schwarzen Pfoten und eisblauen Augen

    Hummelkralle-sehr großer, goldener Kater mit schwarzen Streifen und schwarzen Aalstrich, lange Pinselohren, goldgelbene Augen


    Tigerruf - grau getigerte Kätzin mit schwarzen Streifen und blauen Augen


    Schüler:
    Rabenpfote
    -rabenschwarze, sehr kleine und zierliche Kätzin, mit einer weissen Vorderpfote, weisse Schwanzspitze, auf dem Kopf, hat sie ein Muster, dass so Aussicht wie eine weisse 'Blume'
    und dunkelblaue intensive Augen die sehr gross sind

    Krallenpfote(-Sturm)
    -sein Fell ist braun mit einer dunkleren Tigerung. Seine Augen sind waldgrün und er ist groß und er hat ungewöhnlich große Pfoten mit dickeren krallen.

    Sichelpfote(-Mond)
    -sie ist klein und ihr Fell ist weich. Es ist schwarz und sie hat ein weissen fleck auf der Stirn der wie eine mondsichel aussieht. Ihre Augen sind nachtblau und die krallen schwarz.

    Lichtpfote-
    schneeweiß, blaue Augen

    Sonnenpfote-((bol )) hellgelber Kater mit braunen Augen


    Glutpfote - rot getigerter Kater mit gelben Streifen, weißen Pfoten und einem weißen Maul


    Königinnen: Rotpelz
    rote Kätzin mit schwarzem Schweif und Narbe über dem linken Auge, grüne Augen (trächtig) -Mutter von: Funken-Sonnen-Falken und Haseljunges

    Flammenherz/
    -Mutter von Geoparde-Reh-Mond und Regenjunges


    Jungen:

    _____________________________________
    Flammenherz's Jungen
    _____________________________________
    Geopardenjuges(-Herz)-goldene Kätzin mit schwarzen Tupfen, dratig, lange Beine und sehr schlank und schmal gebaut

    Regenjunges(-Fell)-grauer Kater, breite Schultern, groß, blaue Augen

    Mondjunges-schwarze, silber schimmernde Kätzin. Ihr linkes Ohr ist dunkel- bis weinrot, ihre Augen tragen in sich einen leichten, silbernen Schimmer, sie ist sehr schlank und zierlichgebaut

    Rehjunges-hellbraune Kätzin mit bernsteinfarbenen, ehrlichen Augen


    _____________________________________
    Rotpelz's Jungen

    Tigerjunges-roter Kater mit braunen Tigerungen und Grünen Augen

    Fuchsjunges-dunkelbrauner Tigerkater mit roten Tupfen und rotem Aalstrich, ein grünes und ein bernsteinfarbenes Auge

    Aschenjunges-dunkelbraune Kätzin mit langem Fell, schwarzen Streifen, fast ganz schwarzem Schweif und bernsteinfarbene Augen

    Vogeljunges-rotbrauner Kater mit schwarzen Streifen, weißem Bauch und bernsteinfarbene Augen

    Älteste:

    42
    ((green))((bold)) Die neue Anführerin((ebold)) Name: Feuerstern Geschlecht: W Alter: 20 Monde Aussehen: feuerrote, hübsche und elegante Kätzin mit
    Die neue Anführerin

    Name: Feuerstern
    Geschlecht: W
    Alter: 20 Monde
    Aussehen: feuerrote, hübsche und elegante Kätzin mit smaragdgrünen Augen.
    Charakter: ehrlich, treu, loyal, verschlossen, stur, ehrgeizig und liebevoll
    Gefährte: Sonnenpfote
    Junge: Erdbeerjunges, Donnerjunges, Sommerjunges, Gelbjunges und Rotjunges

    43
    ((fuchsia))((bold)) Gefährten Liste ((ebold)) Sternenhimmel (M)💞Flammenherz (W) Sonnenpfote(M)💞Feuerflug (W) Donnerzahn (M) 💞Rotpelz (W) Blu
    Gefährten Liste

    Sternenhimmel (M)💞Flammenherz (W)

    Sonnenpfote(M)💞Feuerflug (W)
    Donnerzahn (M) 💞Rotpelz (W)

    Bluttschatten(M)💞Eiswind(W)((e))

    Familien

    Ahornschatten Vater von:
    Bluttschatten (M) und Feuerflug (W)

    Sternenhimmel und Flammenherz Eltern von: Geopardenjunges, Regenjunges, Rehjunges und Mondjunges

    Donnerzahn und Rotpelz Eltern von: Funkenjunges, Sonnenjunges, Haseljunges und Falkenjunges

    Sichelpfote und Krallenpfote=Geschwister((e))

    Mentoren

    Sternenhimmel--Rabenpfote

    Ahornschatten---Sonnenpfote((e))

    Verliebte

    Krallenpfote 💗> Rabenpfote((e))


    Erklärung((e))

    💗>
    (verliebt in:)

    💗><💗(Verliebt in einander)

    <💔> (Getrennt)((e))

    (Wenn ich etwas vergessen habe bitte in die Kommis)((e))

    44
    NEWS

    -Soll ich eine FF schreiben? (ACHTUNG: Das wäre meine aller erste FF, also kann ich nicht versichern das sie gut wird xD)

    Ich, Rotpelz, habe das Passwort wieder bekommen! Ich werde jetzt wieder eintragen, wenn Feuer nicht kann!

    ACHTUNG: Wer soll die FF schreiben? Ich oder Feuer? Oder wollen wir uns vielleicht abwechseln? Oder etwas ganz anderes, z.B. das ich oder Feuer das erste Kapitel schreiben, und ihr könnt dann in die Kommis schreiben, wie es weitergehen soll?
    Schreibt eure Vorschläge!
    LG
    Roti

article
1433184303
Die Geschichte vom TraumClan
Die Geschichte vom TraumClan
Der TraumClan ist einer der aller ersten Clans auf TD, aber Haselstern gab plötzlich auf... Und es kam niemand mehr on... Aber ich (Feuerflug) und Rotpelz liebten den Clan über alles. Jetzt wollen wir ihn wieder aufbauen und hoffen das wieder aktive ...
http://www.testedich.de/quiz36/quiz/1433184303/Die-Geschichte-vom-TraumClan
http://www.testedich.de/quiz36/picture/pic_1433184303_2.jpg
2015-06-01
406A
Warrior Cats

Kommentare (400)

autorenew

Farni ( von: Farni)
vor 18 Tagen
Es ist traurig, dass der Clan tot ist, er war der beste.
RIP TraumClan du wirst immer in meinen Erinnerungen bleiben😭😭❤❤❤❤❤
Mondlicht (60346)
vor 25 Tagen
Ich glaube nicht eigentlich wollte ich mich anschließen abrr ich glaube der Clan ist tot :((
Habichtfrost (63810)
vor 67 Tagen
ist noch jemand in diesem Clan?
Farni ( von: Farni)
vor 71 Tagen
ja.. leider...
wir haben versucht ihn am leben zu halten..
Krallenzahn (78463)
vor 89 Tagen
Oh Ist der Clan tot ?
Kein Plan.../Feuer ( von: Kein Plan...)
vor 193 Tagen
:/
Farni ( von: Farni)
vor 194 Tagen
Ach Leute...
Honigstern :) ( von: Honigstern :))
vor 248 Tagen
Ich werde wahrscheinlich am Wochenende dass 2.0 nochmal neu machen
Honigstern :) ( von: Honigstern :))
vor 248 Tagen
Ich hab keine Ahnung
Feuerflug ( von: Kein Plan...)
vor 248 Tagen
(Gemeldet? Aber wer würde das tun? .-.)
Honigstern :) ( von: Honigstern :))
vor 249 Tagen
Teestedich hat das 2.0 gesperrt, ich nehme an dass es irgendjemanden gemeldet hat. Ich muss mal schauen ob ich nochmal ein 2.0 mache, wenn ja schick ich den Link wieder hier rein.
Sternenhimmel (38971)
vor 250 Tagen
Häh?
Sternenhimmel (61559)
vor 266 Tagen
Danke!!! :)
Honigstern :) ( von: Honigstern :))
vor 267 Tagen
Ich würde diesen Clan auch gerne wieder aufbauen
Sternenhimmel (61559)
vor 269 Tagen
Leute wisst ihr noch wer ich bin??? Es tut mir so leid das ich soooo lange nicht da war:( Aber was ist passiert, Leute der Clan darf nicht untergehn! Das hie rmuss irgendwie weitergehen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Irgendjemand muss mal etwas tun, oben aktualisieren, sonst kann das hier nicht weitergehen
Honigstern :) ( von: Honigstern :))
vor 280 Tagen
(Ok, danke;)
Also, an die Quizersteller:Darf ich ein 2.0 machen?)
Fichtenfell (21609)
vor 280 Tagen
Dazu bräuchtest Du wahrscheinlich zuerst eine Erlaubnis von Roti oder Feuer. Ansonsten wäre es keine schlechte Idee und je nach dem, wie es sich entwickelt, werde ich auch versuchen, zu helfen!
Nix ( von: Honigstern :))
vor 281 Tagen
Meinst du man könnte ein 2.0 Starten?
Fichtenfell (21609)
vor 282 Tagen
@Honigstern :) Nun ja, es bestehen einfach keine grossen Hoffnungen mehr, dass dieses RPG aktiv wird...
Honigstern :) ( von: Honigstern :))
vor 283 Tagen
Kann man sich noch anmelden?